DE4102965C2 - Vorrichtung und Verfahren zum Fördern eines feinkörnigen bis staubförmigen Brennstoffes in einen unter erhöhtem Druck stehenden Vergasungsreaktor - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zum Fördern eines feinkörnigen bis staubförmigen Brennstoffes in einen unter erhöhtem Druck stehenden VergasungsreaktorInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Fördern eines
feinkörnigen bis staubförmigen Brennstoffes in einen unter
erhöhtem Druck stehenden Vergasungsreaktor, in dem der
Brennstoff im Flugstrom mit Sauerstoff und/oder Luft sowie
gegebenenfalls Wasserdampf vergast wird, bestehend aus
einem zentralen Zuteilbehälter, von dem alle Brenner des
Vergasungsreaktors mit Brennstoff versorgt werden und der
unter einem gegenüber dem Druck im Vergasungsreaktor
leicht erhöhten Differenzdruck gehalten wird, wobei dem
Zuteilbehälter mindestens zwei Schleusbehälter zugeordnet
sind, die wechselweise drucklos mit Brennstoff befüllt und
anschließend mit einem geeigneten Gas unter Druck gesetzt
und danach in den Zuteilbehälter entleert werden. Gleich
zeitig betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Anwendung
dieser Vorrichtung.
Bei der Vergasung von feinkörnigen bis staubförmigen
Brennstoffen, wie z. B. Kohlenstaub, Torf, Hydrierrückstän
den und/oder Flugstaub mit hohem Kohlenstoffgehalt, unter
erhöhtem Druck besteht die Notwendigkeit, den zu vergasen
den Brennstoff aus einem unter Normaldruck stehenden Vor
ratsbunker in den unter Vergasungsdruck stehenden Verga
sungsreaktor zu fördern. Da hierbei normalerweise mit Ver
gasungsdrücken gearbeitet wird, die im Bereich zwischen 10
und 100 bar, vorzugsweise zwischen 25 und 45 bar, liegen,
stellt dies ein nicht einfach zu lösendes technisches Pro
blem dar, zu dessen Lösung bereits in der Vergangenheit
unterschiedliche Vorschläge unterbreitet wurden.
Aus der DE-OS 38 10 404 ist hierbei bereits ein Verfahren
zum pneumatischen Fördern eines feinkörnigen bis staubför
migen Brennstoffes in einen unter erhöhtem Druck stehenden
Vergasungsreaktor bekannt, das mit einer Vorrichtung der
eingangs genannten Art arbeitet. Durch die dort beschrie
bene Arbeitsweise gelingt es, die Brennstoffzufuhr zum Zu
teilbehälter kontinuierlich in der Weise durchzuführen,
daß die Brennstoffzufuhr der Brennstoffentnahme angepaßt
ist, wobei gleichzeitig die Brennstoff-Förderung gleich
mäßig erfolgen kann. Das in dieser Veröffentlichung be
schriebene Verfahren stellt deshalb im Prinzip eine
brauchbare Lösung des anstehenden Problems dar.
Es hat sich allerdings gezeigt, daß es bei der bekannten
Vorrichtung unter Umständen zu einer unzulässigen Verdich
tung des im Schleusbehälter befindlichen Brennstoffes kom
men kann, da bei ihr die Druckbeaufschlagung des Schleus
behälters in der Weise erfolgt, daß das Gas überwiegend
von oben in den Schleusbehälter eingeleitet wird, wobei
das Rohr für die Gaseinleitung am Behältermantel endet.
Dadurch wird der ungestörte und reibungslose Auslauf des
Brennstoffes aus dem Schleusbehälter beeinträchtigt.
Außerdem wird bei der bekannten Vorrichtung nur ein Teil
des bei der Entspannung der Schleusbehälter freiwerdenden
Gases zum Transport des vom Vorratsbunker kommenden Brenn
stoffes genutzt, während der Rest des Gases ungenutzt
bleibt und wegen der darin enthaltenen Brennstoffpartikel
vor dem Ablassen in die Atmosphäre in einem Zyklonfilter
gereinigt werden muß. Für die Druckbeaufschlagung der
Schleusbehälter wird bei der bekannten Vorrichtung dagegen
stets frisches Gas verwendet, wobei es sich vorzugsweise
um CO2 handelt, das aus dem bei der Vergasung erzeugten
Produktgas abgetrennt wird.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, die Vor
richtung der eingangs genannten Art dahingehend zu verbes
sern, daß eine unzulässige Verdichtung des Brennstoffes
während der Druckbeaufschlagung der Schleusbehälter ver
mieden wird. Gleichzeitig soll es mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung möglich sein, das bei der Entspannung der
Schleusbehälter freigesetzte Gas besser zu nutzen, wobei
auf eine Abreinigung dieses Gases in besonderen Reini
gungseinrichtungen, wie z. B. Zyklonfiltern, verzichtet
werden soll.
Die der Lösung dieser Aufgabe dienende Vorrichtung der
eingangs genannten Art ist erfindungsgemäß dadurch gekenn
zeichnet, daß in den Schleusbehältern jeweils ein der Gaszufuhr
und -abfuhr dienendes Rohr angeordnet ist, das abschnitts
weise aus einem porösen Material besteht und das sich vom
oberen Ende des Schleusbehälters bis in die Nähe des Aus
laufes erstreckt.
In dem für die Gaszufuhr und -abfuhr verwendeten Rohr sol
len dabei die Abschnitte aus porösem Material möglichst
gleichmäßig über die gesamte Rohrlänge verteilt sein. Der
Anteil der Abschnitte aus porösem Material, der durch den
erforderlichen Volumenstrom des in den Schleusbehälter
austretenden Gases bestimmt wird, sollte aus Kostengründen
allerdings möglichst klein gehalten werden. In der Praxis
wird man davon ausgehen können, daß dieser Anteil zwischen
25 und 75%, vorzugsweise zwischen 40 und 60%, der Ge
samtlänge des Rohres liegt. Für die Herstellung der Ab
schnitte aus porösem Material wird vorzugsweise Sinterme
tall mit einer Porosität von 3 bis 10 µm verwendet. Die
Wandstärke und/oder Porosität kann in den einzelnen Ab
schnitten des Rohres unterschiedlich sein, wobei die Werte
so gewählt werden, daß der Gesamtwiderstand beim Gasaus
tritt, der sich aus dem Widerstand der Schüttung im
Schleusbehälter, dem Widerstand des porösen Materials und
der Reibung innerhalb des Rohres ergibt, über die gesamte
Rohrlänge annähernd gleich bleibt. Im Interesse einer mög
lichst leichten Montierbarkeit und Demontierbarkeit ist es
schließlich angebracht, das Rohr aus einzelnen Segmenten
zusammenzusetzen, wobei sich Segmente aus gasundurchlässi
gem und porösem Material immer abwechseln.
Normalerweise wird das Rohr zentrisch in der Mittelpunkts
achse des Schleusbehälters, der sich in an sich bekannter
Weise in seinem unteren Teil zum Auslaufende hin konisch
verjüngt, angeordnet. Wenn es die Bedingungen auf der An
lage erforderlich machen, kann das Rohr aber auch schräg
im Schleusbehälter montiert werden, wobei das untere Rohr
ende in der Mittelpunktsachse des Schleusbehälters und das
obere Rohrende außerhalb der Mittelpunktsachse liegt.
Weitere Einzelheiten der erfindungsgemäßen Vorrichtung so
wie des Verfahrens zum Betrieb derselben sollen nachfol
gend an Hand der Abbildung erläutert werden. Diese zeigt
eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vor
richtung in vereinfachter Darstellung. Hierbei sind dem
zentralen Zuteilbehälter 1, von dem alle Brenner des nicht
dargestellten Vergasungsreaktors versorgt werden, die bei
den Schleusbehälter 2 und 3 zugeordnet, die abwechselnd
befüllt und entleert werden.
In den Schleusbehältern 2 und 3 ist erfindungsgemäß ein
Rohr 4 für die Gaszufuhr und -abfuhr angeordnet. Dieses
Rohr 4, das sich in diesem Falle jeweils in der Mittel
punktsachse der Schleusbehälter 2 und 3 befindet, ist aus
einer Vielzahl von Segmenten zusammengesetzt, wobei sich
Segmente aus gasundurchlässigem Material 5 und Segmente
aus porösem Material 6 immer abwechseln. Die Segmente aus
porösem Material 6 sind in der Abbildung durch ihre
Schraffierung zu erkennen. Die Rohre 4 erstrecken sich
jeweils vom oberen Ende der Schleusbehälter 2 und 3 bis in
den Bereich des sich konisch verjüngenden Auslaufes. Bei
der in der Abbildung dargestellten Ausführungsform sind
die Schleusbehälter 2 und 3 oberhalb des Zuteilbehälters 1
angeordnet, so daß die Entleerung der Schleusbehälter 2
und 3 in den Zuteilbehälter 1 über die Leitungen 7 und 8
jeweils unter dem Einfluß der Schwerkraft erfolgen kann.
Selbstverständlich ist es aber auch möglich, die Schleus
behälter neben dem Zuteilbehälter anzuordnen, wobei dann
der Transport des Brennstoffes aus den Schleusbehältern in
den Zuteilbehälter durch Differenzdruckförderung erfolgen
muß. Die Schleusbehälter 2 und 3 werden jeweils drucklos
über die Leitung 9 bzw. 10 von oben mit Brennstoff be
füllt. In der Abbildung ist der Schleusbehälter 2 als leer
und der Schleusbehälter 3 als befüllt dargestellt.
Nach Beendigung des unter Normaldruck ablaufenden Füllvor
ganges muß im Schleusbehälter 3 der Druck dem im Zuteilbe
hälter 1 herrschenden Druck angepaßt werden. Erfindungsge
mäß ist hierbei vorgesehen, daß diese Druckbeaufschlagung
durch ein Computerprogramm derart gesteuert wird, daß die
Drucksteigerung am Anfang sehr langsam und später mit
steigendem Druck schneller erfolgt. Beispielsweise kann
die Drucksteigerung nach folgendem Schema ablaufen:
Drucksteigerung von 1 bar bis auf 3 bar mit 1 bar/Minute
Drucksteigerung von 3 bar bis auf 8 bar mit 3 bar/Minute
Drucksteigerung von 8 bar bis auf 20 bar mit 5 bar/Minute
Drucksteigerung von 20 bar bis auf 40 bar mit 10 bar/Minute
Drucksteigerung von 3 bar bis auf 8 bar mit 3 bar/Minute
Drucksteigerung von 8 bar bis auf 20 bar mit 5 bar/Minute
Drucksteigerung von 20 bar bis auf 40 bar mit 10 bar/Minute
Der Druckaufbau im befüllten Schleusbehälter 3 wird dabei
normalerweise wie folgt herbeigeführt:
In der ersten Stufe wird das im kurz vorher entleerten
Schleusbehälter 2 befindliche Gas genutzt, da dieser
Schleusbehälter zunächst noch unter erhöhtem Druck steht.
Zu diesem Zweck wird nach Schließung des Ventiles 11 die
Gaszufuhr zum Schleusbehälter 2 durch Schließung der Ven
tile 21 und 22 unterbrochen. Anschließend wird das Ventil
13 in der Verbindungsleitung 14 geöffnet. Dadurch kann das
im Schleusbehälter 2 befindliche Gas über die Segmente aus
porösem Material 6 dieses Schleusbehälters in das Innere
des Rohres 4 gelangen. Von dort strömt das Gas über die
Leitung 15, die Verbindungsleitung 14 sowie die Leitung 16
in das im Schleusbehälter 3 befindliche Rohr 4, aus dem es
über die Segmente aus porösem Material 6 austritt. Die
Pfeile in der Abbildung lassen diesen Sachverhalt klar
erkennen.
Sobald die Druckdifferenz zwischen den Schleusbehältern 2
und 3 bis auf einen Wert von ca. 1 bar abgesunken ist,
wird das Ventil 13 geschlossen. Danach erfolgt die weitere
Bespannung des Schleusbehälters 3 mit frischem Gas, das
über die Leitung 17 in die Leitung 18 eingespeist wird.
Über diese Leitung kann das Gas sowohl über das Rohr 4 als
auch am Auslauf des Schleusbehälters 3 eingeleitet werden.
Die Regelkreise 19 und 20 mit den Ventilen 21 und 22 steu
ern hierbei die Gaszufuhr in der Weise, daß über den Re
gelkreis 20 nur so viel Gas zugeführt wird, daß eine Ver
dichtung des Brennstoffes mit der Gefahr einer Brückenbil
dung im Bereich des Auslaufes des Schleusbehälters 3 ver
mieden wird.
Das noch im Schleusbehälter 2 befindliche Restgas wird
über die Leitung 23 in einen in der Abbildung nicht dar
gestellten Pufferbehälter abgeleitet. Dieses Restgas kann
dann entweder zum Transport des Brennstoffes aus der nicht
dargestellten Mahlanlage zu den Schleusbehältern oder auch
zur Vorbespannung der Schleusbehälter genutzt werden.
Nachdem der Druck im Schleusbehälter 3 dem Druck im Zu
teilbehälter 1 angeglichen worden ist, wird das Ventil 12
in der Leitung 8 geöffnet und der Inhalt des Schleusbehäl
ters 3 in den Zuteilbehälter 1 überführt. Während des Ent
leerungsvorganges muß der Druck im Schleusbehälter 3
selbstverständlich durch entsprechende Gaszufuhr auf dem
Wert gehalten werden, der bei Beginn des Entleerungsvor
ganges vorhanden war. Sobald die Entleerung des Schleusbe
hälters 3 abgeschlossen ist, wird das Ventil 12 geschlos
sen und die Gaszufuhr unterbrochen. Anschließend erfolgt
die Druckbeaufschlagung und Entleerung des Schleusbehäl
ters 2, der in der Zwischenzeit im drucklosen Zustande mit
Brennstoff gefüllt worden ist. Dies erfolgt in der glei
chen Weise, wie es weiter oben beim Schleusbehälter 3 be
schrieben wurde. Der Schleusbehälter 2 zeigt in spiegel
symmetrischer Anordnung das gleiche System für die Gaszu
fuhr wie der Schleusbehälter 3, wobei übereinstimmende Be
zugszeichen bei beiden Schleusbehältern die gleiche Bedeu
tung haben.
Aus dem Zuteilbehälter 1 gelangt der Brennstoff über die
Leitung 24 zum Verteiler 25, von dem die Leitungen 26 bis
29 zu den einzelnen Brennern des in der Abbildung nicht
dargestellten Vergasungsreaktors abgehen. Auf Einzelheiten
der konstruktiven Ausgestaltung des Zuteilbehälters 1 so
wie der Einstellung des erforderlichen Differenzdruckes
zwischen dem Zuteilbehälter 1 und dem Vergasungsreaktor
braucht hier nicht näher eingegangen zu werden, da dies
nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist.
Zur Verbesserung der Entleerung der in den Schleusbehäl
tern 2 oder 3 befindlichen Brennstoffschüttung können die
Schleusbehälter mit einem Vibrator 30 ausgerüstet werden.
Dadurch kann die Schüttdichte der Brennstoffschüttung um
bis zu 30% erhöht werden, weshalb die Schleusbehälter
dann bei gleichbleibender Dimensionierung entsprechend
mehr Brennstoffstaub aufnehmen können. Selbstverständlich
führt dies zu einer Verbesserung der Wirtschaftlichkeit
der Anlage. Voraussetzung für die Verwendung des Vibrators
30 ist allerdings die erfindungsgemäße Gaszufuhr über das
Rohr 4 in der weiter oben beschriebenen Art und Weise.
Andernfalls würde durch die Verwendung eines Vibrators
eine unzulässige Verdichtung der Brennstoffschüttung er
reicht werden, durch die der störungsfreie Auslauf des
Brennstoffes aus dem Schleusbehälter beeinträchtigt werden
würde.
Durch die Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ge
lingt es nicht nur, diese unzulässige Verdichtung der
Brennstoffschüttung im Schleusbehälter generell zu vermei
den. Gleichzeitig kann auch, wenn das Verfahren zum Be
trieb der Vorrichtung in der weiter oben beschriebenen Art
und Weise durchgeführt wird, der Gas- und Energiebedarf
für den Druckaufbau im gefüllten Schleusbehälter auf etwa
40% gesenkt werden. Da bei diesem Verfahren außerdem das
bei der Entspannung des entleerten Schleusbehälters frei
gesetzte Gas wiederverwendet wird, können die üblichen
Einrichtungen für die Gasversorgung sowie die Abreinigung
des nicht mehr nutzbaren Gases wesentlich kleiner ausge
führt werden als bisher.
Claims (12)
1. Vorrichtung zum Fördern eines feinkörnigen bis
staubförmigen Brennstoffes in einen unter erhöhtem
Druck stehenden Vergasungsreaktor, in dem der Brenn
stoff im Flugstrom mit Sauerstoff und/oder Luft so
wie gegebenenfalls Wasserdampf vergasbar ist, besteh
end aus einem zentralen Zuteilbehälter, von dem alle
Brenner des Vergasungsreaktors mit Brennstoff ver
sorgbar sind und der unter einem gegenüber dem Druck
im Vergasungsreaktor leicht erhöhten Differenzdruck
haltbar ist, wobei dem Zuteilbehälter mindestens
zwei Schleusbehälter zugeordnet sind, die wechsel
weise drucklos mit Brennstoff befüllbar, anschlies
send mit einem geeigneten Gas unter Druck setzbar
und danach in den Zuteilbehälter entleerbar sind,
dadurch bekennzeichnet, daß in den Schleusbehältern
(2 und 3) jeweils ein der Gaszufuhr und -abfuhr dienendes
Rohr (4) angeordnet ist, das abschnittsweise aus
einem porösen Material (6) besteht und das sich vom
oberen Ende der Schleusbehälter (2 und 3) bis in die
Nähe des Auslaufes erstreckt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Rohr (4) die Abschnitte aus porösem Mate
rial (6) gleichmäßig über die gesamte Rohrlänge ver
teilt sind.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß für die Abschnitte aus porösem Ma
terial (6) Sintermetall mit einer Porosität von 3
bis 10 µm verwendet wird.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Wandstärke und/oder Porosi
tät in den einzelnen Abschnitten des Rohres (4)
unterschiedlich ist.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Anteil der Abschnitte aus po
rösem Material (6) zwischen 25 und 75% der Gesamt
länge des Rohres (4) beträgt.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Rohr (4) aus mehreren Segmen
ten zusammengesetzt ist, wobei sich Segmente aus
gasundurchlässigem Material (5) und porösem Material
(6) immer abwechseln.
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Rohre (4) in den Schleusbehäl
tern (2 und 3) über eine absperrbare Verbindungslei
tung (14) miteinander verbunden sind.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß an den Schleusbehältern (2 und 3)
ein Vibrator (30) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Rohr (4) zentrisch in der Mit
telpunktsachse der Schleusbehälter (2 und 3) angeord
net ist.
10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Rohr (4) schräg in den
Schleusbehältern (2 und 3) angeordnet ist, wobei das
untere Rohrende in der Mittelpunktsachse und das
obere Rohrende außerhalb der Mittelpunktsachse der
Schleusbehälter liegt.
11. Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung nach den An
sprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Druckbeaufschlagung des jeweils mit Brennstoff ge
füllten Schleusbehälters in der Weise erfolgt, daß
die Drucksteigerung am Anfang sehr langsam und spä
ter mit steigendem Druck schneller erfolgt.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß für die Druckbeaufschlagung des jeweils mit
Brennstoff gefüllten Schleusbehälters das Gas mit
verwendet wird, das bei der Entspannung des jeweils
entleerten Schleusbehälters freigesetzt wird.
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DE3810404A1 (de) * | 1988-03-26 | 1989-10-12 | Krupp Koppers Gmbh | Verfahren und vorrichtung zum pneumatischen foerdern eines feinkoernigen bis staubfoermigen brennstoffes in einen unter erhoehtem druck stehenden vergasungsreaktor |
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
PL167191B1 (pl) | 1995-08-31 |
ZA919712B (en) | 1992-09-30 |
EP0497088A1 (de) | 1992-08-05 |
PL292938A1 (en) | 1992-09-21 |
CN1032368C (zh) | 1996-07-24 |
DE4102965A1 (de) | 1992-08-13 |
CN1063892A (zh) | 1992-08-26 |
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