DE4102717A1 - Regenerativ-reaktor zum verbrennen von industriellen abgasen - Google Patents
Regenerativ-reaktor zum verbrennen von industriellen abgasenInfo
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- F23G7/06—Incinerators or other apparatus for consuming industrial waste, e.g. chemicals of waste gases or noxious gases, e.g. exhaust gases
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Description
Die Erfindung betrifft einen regenerativen Reaktor
zum Verbrennen von industriellen Abgasen, insbeson
dere von schadstoffhaltiger Abluft gemäß Oberbe
griff des Anspruchs 1. Darüber hinaus betrifft die
Erfindung ein Verfahren zum Verbrennen von indu
striellen Abgasen gemäß Oberbegriff des Anspruchs
16.
In der Industrie entstehen verschiedene Abgase,
welche unverbrannte Kohlenwasserstoffe enthalten.
Beispielsweise wird beim Schäumen von Kunststoffen
Pentan verwendet, welches in einem Reaktor der ein
gangs genannten Art verbrannt werden muß. Auch bei
der Fertigung elektronischer Leiterplatten entsteht
nach deren Lackieren ein lösungsmittelhaltiges Ab
gas. Überdies entsteht beim Räuchern von Fleisch
Abluft mit organischen Kohlenwasserstoffen. Wenn
Autokarosserien in Trocknungsanlagen getrocknet
werden, entstehen lösungsmittelhaltige Abluft und
Abgase, die sich bei der direkten Beheizung des
Trocknungsvorgangs entwickeln. Schließlich entste
hen beim Einsatz von Druckmaschinen erhebliche Men
gen von lösungsmittelhaltiger Abluft und beim
Trocknen von Industriekeramik Abgase.
Es gibt verschiedene Systeme zur Verbrennung derar
tiger Abgase, die mit regenerativen Reaktoren ar
beiten, die Wärmetauscher aufweisen, um den ther
mischen Wirkungsgrad hoch zu halten und möglichst
die Zufuhr von zusätzlicher Wärme mittels eines
Brenners auf ein Minimum zu reduzieren oder zu
vermeiden.
Ein derartiges Reaktorsystem mit drei Reaktoren in
Form von sogenannten Behandlungstürmen ist aus der
DE-OS 37 37 538 bekannt. Diese Türme sind in ihrem
heißesten Bereich, nämlich im Bereich ihrer Oxida
tionskammern, durch eine großvolumige Verbin
dungsleitung verbunden. Diese muß ebenso wie der
Innenteil der Anlage beim Anfahren auf Oxidations
temperatur gebracht werden, die beispielsweise
800°C betragen kann. Dafür sind erhebliche Wärme
mengen und lange Aufheizzeiten erforderlich.
Ein ähnlich aufgebautes Reaktorsystem ist aus der
DE-OS 38 37 989 bekannt. Bei diesem sind keine ge
trennten Behandlungstürme vorgesehen. Vielmehr sind
drei Wärmetauscher innerhalb eines Gehäuses in ei
ner Reihe nebeneinander angeordnet. Auch hier er
gibt sich eine sehr große Oxidationskammer, die
gleichzeitig auch die Verbindung zwischen den Wär
metauschern herstellt. Diese Oxidationskammer muß
beim Anfahren zunächst aufgeheizt werden, was viel
Energie und lange Aufheizzeiten erfordert. Überdies
treten hier - wegen der hohen Betriebstemperatur -
hohe Wärmeverluste auf.
Aufgrund dieser technischen Gegebenheiten eignen
sich diese bekannten Reaktoren praktisch nur für
Abgasmengen ab etwa 15 000 Nm3/h.
Aus der DE-OS 29 51 525 ist schließlich ein Verfah
ren für die Behandlung eines Gases zum Entfernen
von Verunreinigungen bekannt, bei dem ein als Ofen
bezeichneter Reaktor eingesetzt wird, der ein zy
lindrisches Gehäuse aufweist, welches drei im Quer
schnitt sektorförmige Wärmetauscherbereiche auf
weist. Oberhalb der Wärmetauscherbereiche befindet
sich eine Oxidationskammer, in der die Abgase ver
brannt werden. Aufgrund der dabei entstehenden Wär
meentwicklung ergibt sich eine hohe mechanische Be
lastung des Gehäuses, was zu einer Deformierung
oder gar Zerstörung führen kann.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen thermisch
optimierten Reaktor zu schaffen.
Diese Aufgabe wird bei einem regenerativen Reaktor
der eingangs genannten Art mit Hilfe der in An
spruch 1 aufgeführten Merkmale gelöst. Dadurch, daß
die Trennwände mit einer Dehnungsausgleichszone
versehen sind, werden die bei der starken Erwärmung
dieser Wände auftretenden Kräfte und Spannungen,
die auf die Umfangswandung des Gehäuses wirken,
stark reduziert. Auf diese Weise werden Verformun
gen des Gehäuses, die im Laufe mehrerer Betriebszy
klen auftreten, auf ein Minimum reduziert.
Bevorzugt wird ein Reaktor, bei dem die Dehnungs
ausgleichszone der Trennwände sich über deren ge
samte Breite erstreckt und die Trennwände gewellt
ausgebildet sind. Derartig ausgestaltete Trennwände
können über ihre gesamte Breite Kräfte aufnehmen
und so Spannungen abbauen, die bei der starken
Erwärmung des Reaktors auftreten. Dabei sind die
Trennwände relativ einfach und damit preiswert
herstellbar.
Besonders bevorzugt wird weiterhin eine Ausfüh
rungsform des Reaktors, bei dem die Trennwände dop
pelwandig ausgebildet sind. Da die benachbarten
Wärmetauscherbereiche verschiedenen Gasströmungen
ausgesetzt sind und damit unterschiedliche Tempera
turen aufweisen, können Wärmespannungen, die auf
dem starken Temperaturabfall innerhalb der Trenn
wände beruhen abgebaut werden. Die doppelwandig
ausgebildeten Wände isolieren also die einzelnen
Wärmetauscherbereiche besser voneinander, so daß
schon deshalb weniger Wärmespannungen auftreten
können.
Weiter wird eine Ausführungsform des Reaktors be
vorzugt, bei dem die von der Umfangswandung ausge
henden Trennwände an einer Stelle zusammentreffen
und mit einem doppelwandigen Rohr verbunden sind.
Dieses mündet einerseits in der Oxidationskammer
des Reaktors und andererseits außerhalb des Gehäu
ses. Es ist also möglich, aus der Oxidationskammer
Heißgas abzusaugen und damit die Temperatur des Re
aktors optimal einzustellen, insbesondere eine
Überhitzung zu vermeiden. Auf diese Weise kann eine
zu große Temperaturerhöhung im Inneren des Reaktors
vermieden werden. Auch dadurch lassen sich Wärme
spannungen optimal abbauen. Dadurch, daß das Rohr
im Inneren des Reaktors doppelwandig ausgebildet
ist, kann dem aus der Oxidationskammer abgezogenen
Gas Luft, vorzugsweise Kaltluft, zugeführt werden,
so daß insgesamt das aus dem Reaktor abgezogene Gas
eine deutlich niedrigere Temperatur aufweist, als
in der Oxidationskammer. Auch dadurch lassen sich
thermische Belastungen des Reaktors und der nachge
ordneten Elemente weiter reduzieren.
Besonders bevorzugt wird ein Ausführungsbeispiel
des Reaktors, das sich dadurch auszeichnet, daß in
den dem Abzug des Gases dienenden Rohr eine Klappe
angeordnet ist, die mit dem abgezogenen Gas und mit
der zugeführten Kaltluft beaufschlagbar ist. Auf
grund der durch die Zufuhr der Kaltluft reduzierten
Gastemperatur sinkt die thermische Belastung der
Klappe, die daraufhin relativ einfach ausführbar
ist.
Weitere Ausführungsformen des Reaktors ergeben sich
aus den übrigen Unteransprüchen.
Aufgabe der Erfindung ist es außerdem ein Verfahren
zum Verbrennen von industriellen Abgasen, insbeson
dere von schadstoffhaltiger Abluft, zu schaffen,
bei dem die thermische Belastung des Reaktors mini
miert wird.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs
genannten Art mit Hilfe der in Anspruch 16 aufge
führten Verfahrensschritte gelöst. Durch den Wech
sel der Strömungsrichtungen von Reingas, Rohgas und
Spülgas innerhalb der Wärmetauscherbereiche kann
die Temperatur innerhalb des Reaktors eingestellt
werden. Dabei wird bei der Umschaltung der Gas
ströme außerdem vermieden, daß Rohgas an die Umwelt
abgegeben wird.
Besonders bevorzugt wird ein Verfahren, bei dem
heißes Reingas, Heißgas, aus der Oxidationskammer
abgezogen wird, wenn die Temperatur im Inneren des
Reaktors zu hoch zu werden droht. Dabei wird dem
Heißgas zur Reduzierung der thermischen Belastung
nachgeschalteter Steuermittel Frischluft, vorzugs
weise Kaltluft beigemischt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1A und 1B eine Explosionsdarstellung eines
ersten Ausführungsbeispiels des Reaktors,
wobei in Fig. 1A die Haube und in Fig.
1B das Basisteil des Reaktors wieder
gegeben sind;
Fig. 2 eine Darstellung der Anschlüsse des Re
aktors nach Fig. 1A und 1B;
Fig. 3 Tabellen mit zwei Versionen von im Betrieb
des Reaktors nach den Fig. 1A, 1B und 2
gewahlten Ventilstellungen;
Fig. 4 eine schematische Darstellung eines
zweiten Ausführungsbeispiels eines erfin
dungsgemäßen Reaktors;
Fig. 5 eine Tabelle mit den beim Betrieb des
Reaktors nach Fig. 4 gewählten Ventil
stellungen;
Fig. 6 einen Schnitt entlang der Linie VI-VI in
Fig. 4;
Fig. 7 einen Schnitt entlang der Linie VII-VII
in Fig. 6;
Fig. 8 einen Schnitt längs der Ebene eines
Trennblechs gemäß Fig. 1A/1B im zusam
mengebauten Zustand des Reaktors;
Fig. 9 eine Trennwand in Draufsicht mit einer
U-förmigen Dehnungsausgleichszone;
Fig. 10 eine Trennwand in Draufsicht mit einer
S-förmigen Dehnungsausgleichszone;
Fig. 11 eine Trennwand in Draufsicht mit einer
durchgehenden mäanderförmigen Dehnungs
ausgleichszone;
Fig. 12 eine Trennwand in Draufsicht mit einer
Hinterschneidungen aufweisenden Dehnungs
ausgleichszone;
Fig. 13 eine erste Ausführungsform des dem Abzug
von Heißgas dienenden zentralen Rohrs im
Reaktor und
Fig. 14 eine zweite Ausführungsform des dem Abzug
von Heißgas dienenden zentralen Rohrs im
Reaktor.
Fig. 1B zeigt das Basisteil eines regenerativen
Reaktors 10 mit einer kreiszylindrischen Umfangs
wandung 11. In ihrer Längsachse erstreckt sich ein
Rohr 12, das über den oberen Rand R′ der Umfangs
wandung 11 übersteht. Zwischen diesem Rohr 12 und
der Umfangswandung sind drei Trennwände 13, 14 und
15 eingeschweißt, die zueinander in gleichen Win
kelabständen von 120° angeordnet sind und gleiche
Form aufweisen. Wenn mehr als drei Trennwände vor
gesehen sind, sind die Winkelabstände entsprechend
zu wählen.
Die Trennwände sind als Rechtecke ausgebildet, wo
bei an der oberen, inneren Ecke, die dem Rohr 12
zugewandt ist, jeweils ein Ausschnitt 13′, 14′, be
ziehungsweise 15′ vorgesehen ist, der vom oberen
Ende des Rohres 12 schräg nach oben und außen ver
läuft, wie dies aus den Fig. 1B und 8 ersicht
lich ist. Die Begrenzungslinie des Ausschnitts kann
beispielsweise - wie in Fig. 1B - kreissektorförmig
aber auch linear verlaufen.
Die Umfangswandung 11 ist unten durch einen das Ge
häuse gasdicht abschließenden Boden verschlossen.
Die Trennwände 13, 14 und 15 erstrecken sich bis zu
diesem Boden und sind mit ihm verschweißt.
Durch die drei Trennwände 13, 14 und 15, welche,
ausgehend von der Umfangswandung 11, alle auf eine
gemeinsame Stelle zulaufen, hier auf das Rohr 12,
wird das Innere des Gehäuses in drei kreissek
torförmige Bereiche 1, 2 und 3 aufgeteilt, welche
von den Trennwänden gasdicht voneinander getrennt
sind, jedoch im oberen Bereich, nämlich im Bereich
der Aussparungen beziehungsweise Ausschnitten 13′,
14′ und 15′ miteinander in Verbindung stehen.
Im Boden 17 sind für jeden der Bereiche 1, 2 und 3
drei Anschlüsse vorgesehen, die jeweils die Index
zahl des betreffenden Bereichs aufweisen. So hat
jeder der Bereiche im Boden 17 eine Anschlußöffnung
A für Rohgas, die folglich mit A1, A2 und A3 be
zeichnet wird. Ebenso hat jeder Bereich 1, 2 und 3
eine Anschlußöffnung R für Reingas, die entspre
chend mit R1, R2 beispielsweise R3 bezeichnet wird.
Schließlich hat jeder der Bereiche 1, 2 und 3 eine
Anschlußöffnung S für Spülgas, die entsprechend mit
S1, S2 und S3 bezeichnet wird.
Die Anschlüsse für Rohgas (A1 bis A3), Reingas (R1
bis R3) und Spülgas (S1 bis S3) können jeweils di
rekt mit einem Ventil beziehungsweise Schieber ver
sehen sein, wie das in Fig. 2 durch die schrägen
Striche 25 angedeutet ist. Alternativ können sich
solche Ventile beziehungsweise Schieber in den Zu
leitungen zu diesen Anschlüssen befinden. Gewöhn
lich sind solche Ventile als Klappen ausgebildet.
Oberhalb des Bodens 17 ist innerhalb des Gehäuses
eine von der Umfangswandung 11 umschlossene An
strömkammer gebildet, die durch die drei Trennwände
13, 14 und 15 in gasdicht getrennte Anströmkammern
AK1, AK2 und AK3 unterteilt wird. Die Anströmkam
mern erstrecken sich vom Boden 17 bis zu einem Rost
30 etwa über ein Drittel der Höhe des Innenraums
des Gehäuses.
Der Rost 30 der so ausgebildet sein kann, wie der
im Schnitt dargestellte Rost 30′ in Fig. 4 und der
in Fig. 1B nur schematisch angedeutet ist, dient
der Abstützung einer Schüttung 35 aus inertem kera
mischen Material mit hohen Wärmespeichervermögen,
die sich vom Rost 30 bis nahezu zum oberen Rand R′
der Umfangswandung 11 erstreckt. In Fig. 1B ist
die Schüttung durch eine Kreuzschraffur 36 angedeu
tet. Im Betrieb des Reaktors nimmt die Temperatur
der Schüttung im Bereich dieser Kreuzschraffur von
oben nach unten ab, wobei zum Beispiel oben eine
Temperatur von ca. 700°C bis 800°C und unten eine
Temperatur von etwa 100°C herrschen kann.
Etwa in der Mitte des kreuzschraffierten Bereichs
36 oder etwas darunter ist außen an der Umfangswan
dung 11 ein Ringflansch 40 befestigt, der in übli
cherweise Weise mit Löchern 41 versehen ist. Dieser
Ringflansch befindet sich also in einer Zone mitt
lerer Temperatur von beispielsweise 300°C. Je
nachdem, ob der Flansch weiter oben oder unten an
gebracht wird, ändert sich die dort herrschende
Temperatur.
An dem Ringflansch 40 wird ein Ringflansch 45 eines
haubenförmigen Teils befestigt, das im folgenden
als Haube 47 bezeichnet wird und in Fig. 1A darge
stellt ist. Dieser Ringflansch 45 hat ebenfalls Lö
cher 46, die mit den Löchern 41 im Ringflansch in
Deckung bringbar sind und der Aufnahme von Schrau
ben oder sonstigen Befestigungsmitteln dienen. Mit
Hilfe dieser, hier nicht dargestellten Schrauben,
kann die Haube an dem Gehäuse befestigt werden.
Die Haube 47 hat einen sich an den Ringflansch 45
anschließenden zylinderförmigen Abschnitt 49, der
vorzugsweise aus Stahl gefertigt ist und oben in
einen kreisrunden Deckel 50 übergeht, welcher eben
falls aus Stahl bestehen kann und den oberen Ab
schluß der Haube 47 bildet.
Die hier dargestellte Ausführungsform des Reaktors
ist kreiszylindrisch, das heißt, das Gehäuse hat,
ebenso wie die Haube 47, kreiszylindrische Form. Es
ist auch denkbar, daß beide Teile dreieckförmig
ausgebildet sind, wobei die Dreieckform des Gehäu
ses beziehungsweise der Haube dann durch dreieckige
Bereiche des Wärmetauschers vorgegeben wird. An
stelle der dreieckigen Form können auch andere
vieleckige Außenformen des Gehäuses beziehungsweise
der Haube gewählt werden.
Die Haube 47 ist zur Isolation und wegen der hohen
Temperatur in ihrem Inneren durchgehend mit einer
feuerfesten Auskleidung versehen, die hier nur
schematisch mit der Bezugsziffer 52 angedeutet ist.
Das Material der Auskleidung kann beliebig gewählt
werden. So ist beispielsweise eine feuerfeste Aus
mauerung mit Feuerleichtsteinen, mit feuerfestem
Zement oder mit einer feuerfesten Matte zum Bei
spiel aus Silikaten wählbar.
Aus der Darstellung gemäß den Fig. 1A und 1B ist
ersichtlich, daß die Umfangswandung 11 und die
Trennwände 13, 14 und 15 nicht feuerfest ausgeklei
det zu sein brauchen. Es reicht hier der Einsatz
von hochlegiertem Stahl. Die Isolation im oberen,
besonders heißen Bereich der Schüttung 35 wird
durch die feuerfeste Auskleidung 52 der Haube 57
übernommen.
Die Haube 47 hat einen seitlichen Anschlußstutzen
55, durch den bei Bedarf, beispielsweise bei zu ho
her Wärmeentwicklung während der Verbrennung des
Rohgases, Heißgas entnommen werden kann, beispiels
weise zur Wassererwärmung. Ebenso kann Heißgas auch
durch das zentrale Rohr 12 entnommen werden, wo
durch sich eine besonders kompakte Bauform des Re
aktors ergibt.
Ferner ist an der Haube 47 ein Brenner 56 vorgese
hen, der im Deckel 50, oder wie hier dargestellt,
in der Seitenwand der Haube angeordnet sein kann.
Die Flamme des Brenners ist zur Mitte des von der
Haube 47 umschlossenen Raums gerichtet.
Der Innendurchmesser der Haube 47 ist so bemessen,
daß zwischen ihrer Innenseite und der radialen
Außenseite 13′′, 14′′ und 15′′ der Trennwände 13,
14 und 15 nur ein kleiner Spalt 51 (siehe Fig. 8)
bestehen bleibt. Die Höhe der Haube 47 ist so be
messen, daß zwischen ihrer Innenseite im Bereich
des Deckels 50 und der Oberkante 13′′′, 14′′′ und
15′′′ der Trennwände nur ein kleiner Spalt 53
(siehe Fig. 8) bestehen bleibt.
Bei aufgesetzter Haube 47 wird zwischen ihrer In
nenwand und der Oberseite der Schüttung 35 eine
Oxidationskammer 60 des Reaktors 10 gebildet, in
welcher die Hauptoxidation des zugeführten Rohgases
stattfindet.
Bei der Verbrennung von industriellen Abgasen
beziehungsweise von schadstoffhaltiger Abluft wer
den Rohgas, Reingas und Spülgas im Wechsel durch
die verschiedenen Wärmetauscherbereiche geleitet.
Beispielsweise wird das Rohgas durch die Schüttung
35 im Wärmetauscherbereich 1 der Oxidationskammer
60 zugeführt und dort verbrannt. Das dabei entste
hende Reingas wird durch die Schüttung 35 im Wärme
tauscherbereich 2 abgeführt. Dabei muß das Gas in
der Oxidationskammer 60 aus dem Oxidationskammerbe
reich O1 oberhalb des Wärmetauscherbereichs 1 durch
die Aussparungen 13′, 14′ und 15′ der Trennwände
13, 14 und 15 strömen. Dabei findet eine intensive
Verwirbelung statt. Daher wird dieser Bereich der
Aussparungen in den Trennwänden auch Verwirbelungs
bereich VW genannt. Insbesondere in der Anlauf
phase, also bei Inbetriebnahme des Reaktors, wird
die Luft im Verwirbelungsbereich VW durch den Bren
ner 56 erhitzt und auf die Reaktionstemperatur
gebracht. Ein Einschalten des Brenners ist auch
dann erforderlich, wenn die beim Verbrennen der
Abgase frei werdende Wärme nicht ausreicht, die
Reaktionstemperatur aufrecht zu erhalten.
Die Gasströmung wird durch Verstellen der Schieber
beziehungsweise Klappen, die den Anschlüssen für
Rohgas (A1 bis A3), Reingas (R1 bis R3) und Spülgas
(S1 bis S3) zugeordnet sind, eingestellt. Dabei ist
es gleichgültig, durch welchen Wärmetauscherbereich
das Rohgas zugeführt und durch welchen das Reingas
abgeleitet wird. Infolge der Symmetrie der An
ordnung ergeben sich immer gleiche Verhältnisse.
Anhand der Fig. 2 und 3 wird das Verfahren zum
Verbrennen von industriellen Abgasen beziehungs
weise die Funktion des Reaktors näher erläutert.
Durch Öffnen und Schließen der entsprechenden den
Anschlüssen A1 bis A3, R1 bis R3 und S1 bis S3 zu
geordneten Ventile beziehungsweise Klappen im Boden
17 des Gehäuses des Reaktors 10 werden die Gas
ströme zyklisch weitergeschaltet, um eine Rückge
winnung der beim Verbrennen der Gase entstehenden
Wärme zu erreichen.
Fig. 2 zeigt schematisch die an den Reaktor 10 an
geschlossenen Rohrleitungen und die zugehörigen
Ventile beziehungsweise Klappen.
Das Rohgas wird über eine Leitung 62, in welche ge
gebenenfalls ein Gebläse 63 oder eine sonstige
Luftförderungseinrichtung eingeschaltet sein kann,
den Anschlüssen A1, A2 und A3 und den dort angeord
neten Ventilen dem Reaktor zugeführt. Das Reingas
kann durch ein Gebläse 64 oder eine sonstige Luft
förderungseinrichtung von den Anschlüssen R1, R2
und R3 in eine Leitung 65 abgezogen beziehungsweise
gesaugt und über eine Leitung 66 beispielsweise
einem Kamin, zugeführt oder über eine Leitung 20
und eine Leitung 67 als Spülgas den Anschlüssen S1
bis S3 zugeführt werden. Durch gestrichelte Dar
stellung des Gebläses 63 soll angedeutet werden,
daß auch eines der Gebläse entfallen kann.
In Fig. 2 ist durch eine gestrichelte Linie ange
deutet, daß über eine Leitung 21 als Spülgas auch
Luft, beziehungsweise Kaltluft, verwendet werden
kann.
Für den Betrieb des Reaktors 10 ergeben sich zwei
Möglichkeiten, nämlich Version 1 und Version 2, die
anhand der Tabellen in Fig. 3 erläutert werden.
Die Gasströmungen durch die Wärmetauscherbereiche
des Reaktors 10 werden durch Öffnen und Schließen
der den Anschlußstutzen im Boden 17 zugeordneten
Ventile beziehungsweise Klappen eingestellt. In Fi
gur 3 sind jeweils nur die geöffneten Anschlüsse,
also die Anschlüsse dargestellt, deren zugehörige
Klappen beziehungsweise Ventile geöffnet sind. Die
anderen, nicht angegebenen Anschlüsse sind ge
schlossen, ohne daß dies in Fig. 3 besonders er
wähnt wird.
Durch die Ziffern 1, 2 und 3 sind die Wärmetau
scherbereiche des Reaktors 10 gekennzeichnet. Durch
einen nach oben gerichteten Pfeil wird angedeutet,
das die Temperatur der Schüttung 35 des betreffen
den Wärmetauscherbereichs zunimmt, während ein nach
unten gerichteter Pfeil bedeutet, daß die Tempera
tur der betreffenden Schüttung 35 dieses Bereichs
abnimmt.
Ein horizontaler Strich zeigt an, daß die Tempera
tur der Schüttung im wesentlichen unverändert
bleibt.
Bei Version 1 des Verfahrens sind in der Phase I
zunächst die Anschlüsse A1, R2 und S3 geöffnet, so
daß Rohgas über die Schüttung 35 im Wärmetauscher
bereich 1 der Oxidationskammer 60 zugeführt und
dort oxidiert wird. Dieser Vorgang ist exotherm,
das heißt, es wird Wärme frei. Das dabei entste
hende heiße Gas wird als Reingas über die Schüttung
35 im Wärmetauscherbereich 2 abgeleitet. Während
dieser Zeit wird die Schüttung 35 im Wärmetauscher
bereich 3 durch Spülgas gespült.
Bei einer derartigen Gasführung nimmt die Tempera
tur im Wärmetauscherbereich 2 zu, während sie im
Wärmetauscherbereich 1 abnimmt. Dabei ergibt sich
im Wärmetauscherbereich 3 aufgrund der nur kurze
Zeit dauernden Spülung keine wesentliche Tempera
turänderung.
Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel des
Reaktors beziehungsweise bei der Ausführungsform
des Verfahrens wird beispielsweise nach 3 Minuten
zu Phase II weitergeschaltet und nach weiteren 3
Minuten zu Phase III. Danach wird - nach weiteren 3
Minuten - wieder auf Phase I umgeschaltet.
Auf diese Weise wird jeweils der durch das Reingas
erhitzte Wärmetauscherbereich zur Aufheizung des
zugeführten Rohgases verwendet, das sich dort gege
benenfalls auch bereits entzünden und somit oxi
diert werden kann.
Effektiver, aber mit einem höheren Schaltaufwand
verbunden, ist die in Fig. 3 dargestellte Version
2 des Verfahrens: Hierbei liegen jeweils zwischen
den Phasen Ib, IIb und IIIb, die beispielsweise 2
bis 3 Minuten dauern, Spülphasen IIa, IIIa und Ia,
welche beispielsweise jeweils 10 Sekunden dauern,
und während derer Rohgas aus einem Wärmetauscherbe
reich in die Oxidationskammer gespült und dort ver
brannt wird.
Auch bei der Version 2 in Fig. 3 sind lediglich
offene Anschlüsse angegeben, die während einer Be
triebsphase geschlossenen Anschlüsse sind jeweils
nicht wiedergegeben.
Gemäß Fig. 3 sind bei der Version 2 während der
Phase Ib die Anschlüsse A1, R2 und R3 geöffnet, so
daß Rohgas über den Wärmetauscherbereich 1 der Oxi
dationskammer 60 zugeführt wird, dort oxidiert und
dann über die beiden parallel geschalteten Wärme
tauscherbereiche 2 und 3 wieder abgeleitet wird.
Dabei werden letztere aufgeheizt, während der Wär
metauscherbereich 1 Wärme an das Rohgas abgibt und
dadurch kälter wird. Anschließend wird während der
Phase IIa der Wärmetauscherbereich 1 kurz gespült,
um das noch in ihm enthaltene Rohgas in der Oxida
tionskammer 60 zu verbrennen. Das Rohgas wird an
sonsten während der Phase IIa durch den Wärmetau
scherbereich 2 der Oxidationskammer 60 zugeleitet
und von dort als Reingas über den Wärmetauscherbe
reich 3 abgeleitet.
Nach dem Spülen wird dann in der Phase IIb das
Reingas zusätzlich auch über den - gespülten - Wärme
tauscherbereich 1 abgeleitet. Der weitere Vorgang
der zyklischen Vertauschung ergibt sich aus Fig.
3, Version 2. Das heißt, die Zu- und Ableitung von
Roh- und Reingas beziehungsweise von Spülgas wird,
wie eben beschrieben, bei jeweils dem nachfolgenden
Wärmetauscherbereich fortgesetzt.
Fig. 4 zeigt sehr schematisch ein vereinfachtes
System mit nur zwei Wärmetauscherbereichen 70 und
71, in welchen sich ebenfalls eine Schüttung 35 aus
Wärmetauschermaterial befindet. Die Wärmetauscher
bereiche 70 und 71 haben hier jeweils einen halb
kreisförmigen Querschnitt, der sich aus Fig. 6 er
gibt. Die Schüttungen 35 liegen auf einem Rost 30′,
an den sich unten eine Anströmkammer beziehungs
weise ein Anströmkasten 72 beziehungsweise 73 an
schließt. Die Anschlüsse des Anströmkastens 72 sind
mit A1, S1 und R1 bezeichnet, die des Anschlußka
stens 73 mit A2, S2 und R3, wobei wiederum die An
schlußöffnungen A für Rohgas, die Anschlußöffnungen
R für Reingas und die Anschlußöffnungen S für Spül
gas bestimmt sind.
Die Trennwand zwischen den beiden Wärmetauscherbe
reichen 70 und 71 und den beiden Anströmkästen 72
und 73 ist mit 74 bezeichnet. Sie hat oben in der
Oxidationskammer 76 eine Durchströmöffnung 75, die
in Fig. 7 dargestellt und hier im wesentlichen
rechteckig ausgebildet ist. Durch diese Öffnung
kann hier ein Gasstrom 77 von links nach rechts
oder ein Gasstrom 78 von rechts nach links strömen,
was in Fig. 4 mit entsprechenden Pfeilen angedeu
tet ist.
Auf die Durchströmöffnung 75 ist die Flamme eines
zündbaren Brenners 56′ gerichtet.
An die Oxidationskammer 76 ist seitlich eine Lei
tung 80 angeschlossen, in welcher ein als Klappe
ausgebildetes Ventil B angeordnet ist. Die Leitung
80 wird für die Spülvorgänge benötigt, die gemäß
Fig. 5 während der Phasen Ib und IIb stattfinden.
Die Zuführleitung für Rohgas ist in Fig. 4 mit 82
bezeichnet, die Abführleitung für Reingas mit 83.
Sie führt gewöhnlich zu einem - hier nicht darge
stellten - Kamin. Die Zuführleitung für Spülgas ist
mit 84 bezeichnet.
Konstruktiv kann der in Fig. 4 dargestellte Reak
tor 85 ähnlich ausgebildet sein wie der Reaktor 10
nach Fig. 1A und 1B. Insbesondere kann auch hier
eine Haube mit feuerfester Auskleidung vorgesehen
werden, die auch an die Umfangswandung 11′ ange
schweißt sein kann. Die Haube ist allerdings in den
Fig. 4 bis 7 nicht dargestellt, da diese Figuren
nur eine schematische Wiedergabe zeigen.
Der durch einen Pfeil angedeutete Gasstrom 77 in
der Oxidationskammer 76 entsteht in der Phase Ia,
also dann, wenn die Anschlüsse A1 und R2 geöffnet
sind. Diese bleiben beispielsweise 3 Minuten lang
geöffnet.
Anschließend wird in der Phase Ib der Wärmetau
scherbereich 70 durch Öffnen des Anschlusses S1 ge
spült, wobei das ausgespülte Gas nach Verbrennung
in der Oxidationskammer 76 über die Leitung 80 und
das Ventil B direkt dem Kamin zugeführt wird.
Nach dem Spülen wird in Phase IIa umgeschaltet, wo
bei der durch einen Pfeil angedeutete Gasstrom 78
entsteht, während die Anschlüsse A2 und R1 geöffnet
sind. Anschließend wird gemäß Phase IIb gespült.
Danach wird wieder von vorne mit Phase Ia begonnen.
Die Steuerung des Gasstroms ergibt sich aus der
Tabelle gemäß Fig. 5, in der die in den einzelnen
Phasen Ia, Ib, und IIa und IIb geöffneten
Anschlüsse angegeben sind. Auch hier sind, wie in
Fig. 3, geschlossene Anschlüsse nicht angegeben.
In Fig. 4 sind - ähnlich wie in Fig. 2 - Gebläse
63′ und 64′ vorgesehen, die die Gasströme durch den
Reaktor 85 drücken beziehungsweise saugen.
In den Fig. 1, 2, 6, 7 und 8 sind die Dehnungs
ausgleichszonen in den Trennwänden zwischen den
Wärmetauscherbereichen lediglich angedeutet und mit
DA gekennzeichnet. Anhand der Fig. 9 bis 12 soll
deren Ausgestaltung unten näher erläutert werden.
Fig. 6 zeigt den in Fig. 4 dargestellten Reaktor
85 in Draufsicht, wobei der Deckel abgenommen
wurde.
Bei dieser Darstellung sind die Umfassungswandung
11′, der in der Haube des Reaktors 85 angebrachte
Brenner 56′, die mit Dehnungsausgleichszonen DA
versehene Trennwand 74 zwischen den Wärme
tauscherbereichen 70 und 71 sowie die in dieser
Trennwand vorgesehene Durchströmöffnung 75 erkenn
bar, die hier den Verwirbelungsbereich bildet.
Seitlich an die Oxidationskammer 76 ist die Leitung
80 angeschlossen, in der sich ein Ventil B befin
det.
Fig. 7 zeigt einen aufgeschnittenen Reaktor 85,
wie er in den Fig. 4 und 6 dargestellt ist.
Bei dieser Figur ist die Trennwand 74 von der Seite
zu sehen, so daß deren Durchströmöffnung 75 deut
lich sichtbar ist. Durch diese hindurch erkennt man
die Öffnung des Brenners 76, der auf die Durch
strömöffnung beziehungsweise den Verwirbelungsbe
reich des Reaktors 85 gerichtet ist. über die
Durchströmöffnung 75 sind die beiden durch die
Trennwand 74 voneinander separierten Bereiche der
Oxidationskammer 76 miteinander verbunden.
In Fig. 7 sind weiterhin die Umfassungswandung
11′, der Wärmetauscherbereich 70 sowie dessen
Schüttung 35 erkennbar.
Fig. 8 zeigt einen Teilschnitt durch einen Reaktor
10, wie er in den Fig. 1A und 1B dargestellt
ist. Allerdings ist in dieser Zeichnung die Haube
47 auf das von der Umfassungswandung 11 gebildete
Gehäuse des Reaktors 10 aufgesetzt. In Fig. 8 ist
das zentrale Rohr 12 erkennbar, an welches die
Trennwände 13, 14 und 15, hier die Trennwand 14,
angeschweißt sind. Die andere Seite der Trennwände
ist jeweils an der Umfassungswandung 11 ange
schweißt. Bei dieser Darstellung ist erkennbar, daß
die Trennwände im wesentlichen rechteckförmig aus
gebildet sind, wobei an ihrer inneren oberen Ecke
eine Ausnehmung 14′ vorgesehen ist, die hier eine
kreisbogenförmige Begrenzungslinie aufweist.
Gestrichelt ist hier der obere Rand R′ des Gehäuses
beziehungsweise der Umfassungswandung 11 einge
zeichnet. Durch eine Schraffur ist die Schüttung 35
des Wärmetauscherbereichs 2 hervorgehoben.
Die Haube 47 ruht mit ihrem Flansch 45 auf dem an
der Umfassungswandung 11 angebrachten Flansch 40
und ist auf geeignete Weise, beispielsweise durch
Schrauben befestigt. Die Wandung der Haube weist
eine feuerfeste Auskleidung 52 auf.
Die Innenabmessungen der Haube 47 sind so auf die
Abmessungen der Trennwände beziehungsweise der Um
fassungswand 11 abgestimmt, daß zwischen der radia
len Außenkante 14′′ der Trennwand 14 ein Spalt 51
und zwischen der Oberkante 14′′′ der Trennwand 14
und dem Deckel 50 der Haube 47 ein Spalt 53 ver
bleibt.
Der oberhalb der Schüttung 35 verbleibende Freiraum
ist durch die Trennwände 13, 14 und 15 in drei Be
reiche unterteilt, die aufgrund der Aussparungen
13′, 14′ und 15′ miteinander in Verbindung stehen,
wobei die Gasströme im Bereich der Ausnehmungen von
einem Wärmetauscherbereich zum anderen übertreten
können. Dabei tritt eine Verwirbelung der Gase ein,
so daß dieser Übergangsbereich als Verwirbelungsbe
reich VW bezeichnet wird.
Bei dieser Darstellung ist die Dehnungsausgleichs
zone DA der Trennwand 14 lediglich angedeutet. De
ren genauere Ausgestaltung wird anhand der Fig.
9 bis 12 näher erläutert.
Fig. 9 zeigt eine beliebige in den genannten Figu
ren dargestellte Trennwand, die - von oben gesehen -
eine Dehnungsausgleichszone DA aufweist, die hier
U-förmig ausgebildet ist.
Gemäß Fig. 10 ist ein Ausführungsbeispiel einer
Trennwand dargestellt, die, von oben gesehen, be
ziehungsweise im Schnitt dargestellt, eine Deh
nungsausgleichszone DA aufweist, die im wesentli
chen S-förmig ausgebildet ist.
Gemäß Fig. 11 erstreckt sich die Deh
nungsausgleichszone einer der in den Figuren darge
stellten Trennwände über deren gesamte Länge, wobei
die Dehnungsausgleichszone mäanderförmig ausgebil
det ist. Die Form der einzelnen Mäander ist für die
Funktion der Dehnungsausgleichszone von untergeord
neter Bedeutung. So können die einzelnen Bögen der
Mäander kreisbogenförmig ausgebildet sein oder eine
beliebige Krümmung aufweisen. Auch können die ein
zelnen Mäander rechteckig, trapezförmig, oder drei
eckförmig ausgebildet sein.
Eine weitere Variante der Ausbildung der Dehnungs
ausgleichszone ist in Fig. 12 dargestellt. Hier
ist die Trennwand mit mehreren Hinterschneidungsbe
reichen versehen.
Die in den Fig. 9 bis 12 dargestellte Dehnungs
ausgleichszone DA der Trennwände hat die Funktion,
eine auf der Temperaturerhöhung beruhenden Ausdeh
nung der Trennwand abzufangen. Die Trennwände sind
einerseits an der Umfangswandung und andererseits
an dem zentralen Rohr innerhalb des Reaktors befe
stigt beziehungsweise - gemäß Fig. 6 - als durchge
hende Trennwand ausgebildet. Auch bei der durchge
henden Trennwand dieses Ausführungsbeispiels tritt
eine auf der Temperaturerhöhung beruhende Ausdeh
nung beziehungsweise Verlängerung der Trennwand
ein, die durch die Dehnungsausgleichszone DA ausge
glichen wird.
Bei der U-förmigen Ausgestaltung der Dehnungsaus
gleichszone gemäß Fig. 9 wird bei einer Erwärmung
der Trennwände der U-förmige Bogen der Trennwand
zusammengestaucht, also deren Breitenausdehnung ab
gefangen. Dasselbe gilt für die S-förmige Ausge
staltung der Dehnungsausgleichszone gemäß Fig. 10
und insbesondere für die mäanderförmige Ausbildung
der Dehnungsausgleichszone DA gemäß den Fig. 11
und 12. Die dort dargestellte Trennwand ist quasi
als Wellblech ausgebildet, so daß hier auf Tempera
turerhöhungen beruhende Ausdehnungen optimal abge
fangen werden können.
Während bei herkömmlichen Reaktoren das Gehäuse im
Bereich der Wärmetauscherbereiche höchster Tempera
tur besonders stark ausgedehnt wird, so daß die Um
fangswandung quasi ausgebaucht wird, bleibt die
Außenform des Reaktors aufgrund der Dehnungsaus
gleichszonen DA, wie sie hier bei den erfindungsge
mäßen Reaktoren vorgesehen sind, praktisch unverän
dert. Eine Formänderung des Gehäuses wird auch nach
Abkühlung des Gehäuses meist nicht reversibel sein,
da die Schüttung bei einer Aufweitung des Gehäuses
und bei einer damit verbunden Volumenzunahme zusam
mensackt und den entstandenen Hohlraum ausfüllt.
Bei der anschließenden Abkühlung des Gehäuses ent
stehen hohe Zugkräfte in den Trennwänden, die die
Schweißnähte an der Umfangswandung und an der ge
meinsamen Stelle beziehungsweise an dem zentralen
Rohr 12 gefährden. Dieses Phänomen wird also durch
die Dehnungsausgleichszonen vermieden, so daß hier
eine thermische Stabilisierung des Reaktors sicher
gestellt ist.
Fig. 13 zeigt - stark vereinfacht - das zentrale
Rohr 12 beispielsweise des in Fig. 1B dargestell
ten Reaktors. Das Rohr ist hier doppelwandig ausge
bildet, das heißt, im Inneren des Rohres 12 ist ein
weiteres Rohr 12a angeordnet. Beide Rohre enden
hier auf gleicher Höhe an der unteren Kante der
Ausnehmungen 13′, 14′ und 15′ der Trennwände 13, 14
und 15. In Fig. 12 ist links die Trennwand 15 bei
spielhaft dargestellt.
Gemäß Fig. 13 verläuft das Innenrohr 12a über
einen Bereich konzentrisch zum äußeren Rohr 12.
Beide Rohre durchstoßen den Rost 30, auf dem die
Schüttung 35 der Wärmetauscherbereiche 1 bis 3
ruht. Sie verlaufen auch noch beim Durchtritt durch
den Boden 17 des Gehäuses konzentrisch zueinander.
Danach beschreibt das innere Rohr 12a einen Bogen
und tritt durch die Wandung des äußeren Rohres 12.
Unterhalb der Austrittsstelle des inneren Rohrs 12a
weist das äußere Rohr 12 ein Ventil beziehungsweise
eine Klappe K1 auf. In dem aus dem äußeren Rohr 12
herausgetretenen Rohr 12a ist ebenfalls ein Ventil
beziehungsweise eine Klappe K2 vorgesehen.
In das innere Rohr 12a wird, gesteuert von der
Klappe K2, bei Bedarf Kaltluft eingeblasen, die
durch in der Wandung des Rohres 12a vorgesehene
Öffnungen, die hier durch kleine Pfeile angedeutet
werden, austreten kann.
In Fig. 14 sind gleiche Teile mit gleichen Bezugs
zeichen versehen. Dort ist wiederum ein schemati
scher Schnitt durch den Reaktor 10 in Fig. 1B dar
gestellt. Innerhalb des zentralen Rohres 12′ ver
läuft wiederum ein inneres Rohr 12′a, welches in
seiner Außenwand durch Pfeile angedeutete Öffnungen
aufweist. Beide Rohre verlaufen konzentrisch durch
den Rost 30 und den Boden 17 des Gehäuses des Reak
tors 10. Danach ist das äußere Rohr 12′ unter einem
Bogen fortgesetzt zu einem rechtwinklig zum Rohr
12′ angeordneten Anschluß, in dem eine Klappe K2
angeordnet ist. Das innere Rohr 12′a durchstößt die
Wandung des Rohres 12′ im Bereich des Bogens. Un
terhalb dieser Durchbruchsstelle ist eine Klappe K1
in dem inneren Rohr 12′a angeordnet.
Durch das Rohr 12 (Fig. 13) beziehungsweise 12′
(Fig. 14) kann bei Bedarf heißes Reingas aus dem
Verwirbelungsbereich VW der Oxidationskammer abge
saugt werden. Heißes Reingas wird insbesondere dann
abgezogen, wenn - beispielsweise bei einer hohen Lö
sungsmittelbelastung des Rohgases - die Temperatur
im Inneren des Reaktors zu hoch wird. Die Steuerung
des abgezogenen Heißgases erfolgt über die Klappe
K1 in den Fig. 12 und 13. Die Temperatur des ab
gezogenen Heißgases ist ganz besonders hoch, da das
Gas unmittelbar aus der Reaktionszone abgezogen
wird. Die den Heißgasstrom steuernde Klappe K1 ist
daher besonders wärmebelastet und muß aus hochwer
tigen Materialien bestehen.
Vorzugsweise wird daher das zentrale Rohr des Reak
tors doppelwandig ausgeführt, das heißt, es wird im
Inneren des Rohres 12 in Fig. 13 ein zentrales
Rohr 12a angeordnet, durch welches, gesteuert von
der Klappe K2, Kaltluft eingeblasen werden kann.
Diese strömt nicht nur durch die angedeuteten Öff
nungen sondern auch oben aus dem zentralen Rohr 12a
aus und wird mit dem Heißgas in den das innere Rohr
12a umgebenen Ringraum des Rohrs 12 gesaugt, sobald
Heißgas nach Öffnen der Klappe K1 aus der Oxidati
onskammer gezogen wird. Durch die zugeleitete Kalt
luft ergibt sich ein Gasgemisch, dessen Temperatur
wesentlich, beispielsweise um 300°C herabgesetzt
ist gegenüber dem in der Oxidationskammer vorhan
denen Heißgas. Die den Heißgasstrom steuernde
Klappe K1 kann daher weniger aufwendig gebaut sein
und ist folglich preiswerter herstellbar. Insgesamt
wird also die thermische Belastung dieses Bereichs
des Reaktors reduziert.
Ähnliches gilt für Fig. 14. Dort wird das Heißgas
durch das zentrale Rohr 12′a abgezogen. Dieses
heiße Gas wird durch die Klappe K1 gesteuert, die
entsprechend temperaturresistent sein muß, wenn sie
unmittelbar mit dem aus der Oxidationskammer stam
menden Heiß- beziehungsweise Reingas beaufschlagt
wird.
Dadurch, daß das Rohr, welches das Heißgas führt,
also das zentrale Rohr 12′a, durch das äußere Rohr
12′ umgeben ist, in welches Kaltluft über die
Klappe K2 eingeführt wird, findet aufgrund der Mi
schung von Heißgas und Kaltluft eine Reduktion des
auf die Klappe K1 auftreffenden Gases statt. Auch
hier kann die Temperatur des Heißgases von bei
spielsweise 800°C auf beispielsweise 500°C und
weniger reduziert werden. Dadurch kann also auch
hier die thermische Belastung des Reaktors stark
reduziert werden, also eine preiswertere Klappe
eingesetzt werden.
Aus dem oben Gesagten wird deutlich, daß eine rela
tiv einfache Möglichkeit der Temperaturbeeinflus
sung in der Oxidationskammer durch Abzug des Heiß
gases geschaffen wurde. Dabei ist es für das Ver
fahren letztlich belanglos, wie das Heißgas abgezo
gen wird. Insbesondere ist es möglich, auf das zen
trale Rohr des Reaktors zu verzichten, wenn die
einzelnen Trennwände so aneinandergeführt werden,
daß ein zentraler Freiraum verbleibt, durch den
dann das Heißgas abgezogen werden kann. Auch ist
die Art der Befestigung der Trennwände an einem
zentralen Rohr für die Funktion der
Temperatureinstellung belanglos. Es kann also eine
beliebige Verbindung zwischen Rohr und Trennwänden
vorgesehen werden, sofern eine ausreichende
Temperaturbeständigkeit gewährleistet ist.
Insgesamt ist es möglich, die Wärmetauscher und die
Oxidationskammer in einem runden zylindrischen Ge
häuse unterzubringen, welches aufrecht angeordnet
ist. Am oberen Ende dieses Gehäuses befindet sich
die Oxidationskammer, in der Mitte die Wärmetau
scher und unten die Anströmkammern für die Wärme
tauscher. Der dabei entstehende Reaktor ist also
sehr kompakt aufgebaut und läßt sich schnell und
kostengünstig aufheizen. Andererseits werden die
bei dieser räumlichen Gestaltung auftretenden ther
mischen Belastungen durch die hier beschriebenen
Maßnahmen sehr weit reduziert, also durch die Deh
nungsausgleichszonen der Trennwände, durch die Mög
lichkeit der Absaugung von Heißgas aus der Oxidati
onskammer und durch die Zumischung von Kaltluft.
Das zylindrische Gehäuse wird intern durch die
Trennwände in Sektoren geteilt. Die Trennwände sind
gasdicht und verhindern grundsätzlich einen direk
ten Gasübertritt zwischen den Wärmetauscherberei
chen.
Das obere Ende des zylindrischen Gehäuses bildet
das "heiße Ende", das heißt, die Oxidationskammer.
Diese wird gegen die Atmosphäre durch die Haube 47
abgeschlossen, die mit dem zylindrischen Gehäuse
verschraubt oder verschweißt werden kann. Es ist
hier nur eine Haube erforderlich, welche über das
Gehäuse gestülpt wird und dieses durch übergrei
fende Wandbereiche in seinen heißen Bereichen ra
dial isoliert. Die Verbindungsstelle zwischen Haube
und Gehäuse, beispielsweise der Flansch 40 bezie
hungsweise 45 in den Fig. 1A und 1B, kann so an
geordnet werden, daß die Temperatur des Wandbe
reichs der Reaktors hier relativ niedrig ist. Das
heißt, der Flansch wird etwa in die Mitte bezie
hungsweise etwas unterhalb der Mitte des Schüt
tungsbereichs 36 gelegt. Daher ist die Verbindungs
stelle thermisch relativ wenig belastet und kann
das Gewicht der Haube besser aufnehmen, da sie we
gen der niedrigeren Temperatur eine höhere Festig
keit hat.
Die Wärmetauscher bestehen bei dem hier beschriebe
nen Reaktor aus keramischem Schüttgut 35, das auf
einem Siebboden beziehungsweise einem Tragrost 30,
30′ aufgeschüttet wird. Alternativ könnten auch
Waben aus Metall verwendet werden.
Die Trennwände 13 bis 15 werden über die Oberkante
der Wärmetauscherschüttung in die Haube 47 hinein
gezogen, um die für die vollständige Verbrennung
der das Rohgas belastenden Stoffe erforderliche
Verweildauer der heißen Gase in der Oxidationskam
mer 60 beziehungsweise 76 zu erreichen. Je höher
die Zwischenwände im Bereich der Oxidationskammer,
insbesondere im Bereich des tiefsten Punkts der
Aussparungen 13′, 14′ und 15′ ist, um so länger
verweilt das Gas innerhalb der Oxidationskammer.
Der Übertritt von dem Bereich eines Wärmetauschers
in den anderen erfolgt über die Aussparungen bezie
hungsweise über den Verwirbelungsbereich VW. Durch
die Aussparungen werden eine Einschnürung der Strö
mung, eine Geschwindigkeitserhöhung der Gasströmung
und nachfolgend eine gute Durchmischung durch Tur
bulenz erreicht.
Der Brenner 56 in der Haube ist so angeordnet, daß
die Rauchgaszumischung zum Heißgas in der Oxidati
onskammer gerade dort erfolgt, wo durch die Aus
schnitte eine hohe Verwirbelung und gute Durchmi
schung mit dem Heißgas erfolgen. Durch die
symmetrische Form können so beim Überströmen von
jedem einzelnen Wärmetauscherbereich zum anderen
gleiche Bedingungen der Überströmung und Zumischung
von Brennerrauchgas erreicht werden, also auch bei
der Oxidation des Rohgases.
Bei der Wahl eines zylindrischen Gehäuses ist eine
besonders druckfeste Ausführung des Reaktors mög
lich, der somit höhere Innendruckwerte erträgt, als
beispielsweise eckige Reaktoren.
Die Wärmeverluste des Reaktors sind gering, da die
kreiszylindrische Bauform eine geringe Oberfläche
im Vergleich zum Volumen hat. Vorzugsweise wählt
man daher auch die Höhe des Reaktors etwa gleich
seinem Durchmesser. Die Trennwände 13, 14, 15 und
74 brauchen nicht unbedingt isoliert zu werden, da
die durch sie übertretende Wärme einen weiteren
Wärmerückgewinn darstellt.
Die Umfangswandung 11, 11′ muß nicht ausgemauert
werden, da ihr Material im heißen Bereich keine
tragende Funktion hat. Die Haube 47 kann innen feu
erfest ausgebaut oder auch außen isoliert sein.
Ihre rotationssymmetrische Form gemäß den hier dar
gestellten Figuren ist besonders kostengünstig her
stellbar.
Die beim Anfahren aufzuwärmenden Massen sind ge
ring, da die Massen an Stahl, Ausmauerung und
Schüttgut klein sind und keine Totraumvolumina be
ziehungsweise Totraummassen vorhanden sind. Daher
ist die Aufheizenergie gering und die Aufheizdauer
kurz.
Die Haube 47 kann im Bereich der Aussparungen 13′,
14′ und 15′ beziehungsweise im Verwirbelungsbereich
VW auch eine nach oben gerichtete Höhlung aufwei
sen, die auch so groß gewählt werden kann, daß auf
die Aussparungen in den Trennwänden verzichtet wer
den kann. Die Verwirbelung der überströmenden Gase
findet dann, wenn die Aussparungen weggelassen
sind, gänzlich in der Ausbauchung des Deckels der
Haube statt. Das zentrale Rohr 12 mündet dann in
diesem in der Haube gebildeten Verwirbelungsbe
reich.
Das untere Ende des zylindrischen Gehäuses ist das
"kalte Ende", das als Anströmungskammer für die
Wärmetauscherbereiche ausgebildet sein kann (ver
gleiche 72 und 73 in Fig. 4 und AK1 bis AK3 in Fi
gur 1B). Es sind auch andere Anströmbereiche mög
lich. Die Anströmungskammern weisen die Anschlüsse
A1 bis A3, R1 bis R3 und S1 bis S3 für Rohgas,
Reingas und Spülgas auf. Es sind hier Ventile be
ziehungsweise Klappen für die einzelnen Anschlüsse
vorgesehen.
Zur Regelung des autothermen Betriebs, in dem in
der Oxidyationskammer bei der Reinigung der Gase
Wärme entsteht, kann Heißgas über das Rohr 12 be
ziehungsweise den Anschluß 55 entnommen werden. Die
Steuerung der Entnahme erfolgt durch eine Heißgas
klappe 90 (Fig. 1B und 2) beziehungsweise K1 (Fi
gur 13 und 14), die bevorzugt im "kalten Bereich"
angeordnet wird, oder in den Anschluß 55 eingebaut
ist. Die Gase werden durch den Reaktor mittels ei
nes Gebläses 64 hindurchgezogen oder mit Hilfe ei
nes Gebläses 63 hindurchgedrückt. Im ersteren Fall
mündet die Heißluftleitung 12, 55, 80 in die Rein
gasleitung am Ansaugstutzen des Gebläses 64, im
letzteren Fall in dem wegzuleitenden Reingas, also
in dem dem Kamin zugeführten Gasstrom.
Die gleiche Bauform des Reaktors kann für den Be
trieb mit einem Katalysator verwendet werden. Dabei
wird dann das Schüttgut 35 von oben her, teilweise
oder vollständig, durch Katalysator-Schüttmaterial,
oder durch einen Wabenkatalysator ersetzt. Der Re
aktor arbeitet dann als katalytischer Verbrennungs
reaktor und ist vielseitig einsetzbar. Die Oxidati
onszone wird ganz oder teilweise in den Wärmetau
scherbereich verlagert. Da bei dem Katalysatorbe
trieb die Betriebstemperatur niedriger ist, können
entsprechende konstruktive Modifikationen vorgenom
men werden, beispielsweise andere Werkstoffe ver
wendet werden, beziehungsweise die Wandstärken des
Reaktors zum Teil reduziert werden.
Der hier beschriebene Reaktor ist sehr kompakt und
kann daher als Ganzes transportiert werden. Dadurch
verkürzt sich die Aufstellungszeit am Benut
zungsort.
Claims (17)
1. Regenerativ-Reaktor zum Verbrennen von industri
ellen Abgasen, insbesondere von schadstoffhaltiger
Abluft, mit mehreren in einem eine Umfangswandung
(11; 11′) aufweisenden Gehäuse untergebrachten Wär
metauscherbereichen (1, 2, 3; 70, 71), die durch Gas
dichte an der Umfangswandung angebrachte Trennwände
(13, 14, 15; 74) voneinander getrennt jeweils zueinan
der benachbart angeordnet sind, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Trennwände (13, 14, 15; 74) zur Re
duktion der auf die Umfangswandung (11; 11′) wirken
den Kräfte mit mindestens einer Dehnungsausgleichs
zone (DA) versehen sind.
2. Reaktor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dehnungsausgleichszone (DA) mindestens
einen im Schnitt U-förmigen, S-förmigen oder mäan
derförmig ausgebildeten Bereich aufweist und/oder
mit Hinterschneidungen versehen ist.
3. Reaktor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß sich die Dehnungsausgleichszone (DA)
über die ganze Breite der Trennwand (1, 2, 3; 74) er
streckt.
4. Reaktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwände (1, 2, 3;
74) gewellt ausgebildet sind.
5. Reaktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwände
(1, 2, 3; 74) doppelwandig ausgebildet sind.
6. Reaktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse vieleckig
oder zylindrisch ausgebildet ist, und daß die
Trennwände (1, 2, 3), ausgehend von der Umfangswan
dung, alle im wesentlichen an einer Stelle (12) zu
sammentreffen.
7. Reaktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwände (1, 2, 3)
an einem gemeinsamen Rohr (12) angebracht sind,
welches vorzugsweise in der Oxidationskammer (60)
mündet und im Bereich eines Bodens (17) aus dem Ge
häuse austritt.
8. Reaktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (12) doppel
wandig ausgebildet ist.
9. Reaktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das doppelwandige Rohr
ein inneres und ein äußeres Rohr (12a, 12; 12′a, 12′)
aufweist, von denen eines dem Abzug von Gas aus der
Oxidationskammer (60) und das andere der Zufuhr von
Luft, vorzugsweise von Kaltluft, dient.
10. Reaktor nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß in dem den Abzug
des Gases aus der Oxidationskammer dienenden Rohr
(12; 12′) eine Klappe (K1) angeordnet ist, die mit
einem Gemisch aus dem abgezogenen Gas und der zuge
führten Luft beaufschlagbar ist.
11. Reaktor nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwände
(13, 14, 15; 74) das Gehäuse im wesentlichen auf gan
zer Länge durchlaufen, so daß auf der einen Seite
der Wärmetauscherbereiche (1, 2, 3; 70, 71) getrennte
Anströmkammern (AK1, AK2, AK3; 72, 73) gebildet werden
und auf der anderen Seite jeweils einen Wärmetau
scherbereichen zugeordnete Oxidationsbereiche
(O1, O2, O3) gebildet werden, die über einen allen
Oxidationsbereichen gemeinsamen Verwirbelungsbe
reich (VW; 75) verbunden sind.
12. Reaktor nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse eine
die Oxidationskammer abschließende Abdeckung (47)
aufweist, die die Umfangswandung (11) zumindest be
reichsweise überdeckt und vorzugsweise auf ihrer
Innenseite mit einem feuerfesten Überzug (52) ver
sehen ist.
13. Reaktor nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß Anschlüsse für
Rohgas (A1, A2, A3), Reingas (R1, R2, R3) und Spülgas
(S1, S2, S3) in den Anströmkammern (AK1, AK2, AK3) mün
den und vorzugsweise in dem der Oxidationskammer
gegenüberliegenden Ende des Gehäuses angeordnet und
jeweils einem Wärmetauscherbereich (1, 2, 3; 72, 73)
zugeordnet sind.
14. Reaktor nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß ein zumindest die
Oxidationskammer (60; 76) aufheizender Brenner (56;
56′) vorgesehen ist.
15. Reaktor nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß das Wärmetauscher
material (35) ganz oder teilweise durch Katalysa
tormaterial ersetzbar ist.
16. Verfahren zum Verbrennen von industriellen Ab
gasen insbesondere von schadstoffhaltiger Abluft,
insbesondere mit Hilfe eines Regenerativ-Reaktors
nach einem der Ansprüche 1 bis 15, bei dem durch
die Wärmetauscherbereiche im Wechsel Reingas, Roh
gas und Spülgas geleitet werden, um einerseits die
Wärme des Reingases in die Wärmetauscherbereiche
überzuleiten, andererseits die Wärme aus dem Wär
mertauscherbereichen in das Rohgas überzuführen und
schließlich, um Rohgas aus dem Wärmetauscherberei
chen auszuspülen, dadurch gekennzeichnet, daß als
Spülgas Frischluft verwendet wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekenn
zeichnet, daß aus der Oxidationskammer Heißgas ab
gezogen wird und daß diesem dabei Frischluft, vor
zugsweise Kaltluft zugeführt wird.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE4102717A DE4102717A1 (de) | 1990-01-30 | 1991-01-30 | Regenerativ-reaktor zum verbrennen von industriellen abgasen |
Applications Claiming Priority (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE4002625 | 1990-01-30 | ||
DE4102717A DE4102717A1 (de) | 1990-01-30 | 1991-01-30 | Regenerativ-reaktor zum verbrennen von industriellen abgasen |
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Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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CN117989550A (zh) * | 2024-04-07 | 2024-05-07 | 吕梁学院 | 一种用于化工废气燃烧处理装置 |
-
1991
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