DE4042705C2 - Schlingenheber als Stellglied zur Regelung des Bandzuges - Google Patents
Schlingenheber als Stellglied zur Regelung des BandzugesInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Schlingenheber, der schwenkbar an die Auslaufseite eines Walzgerüsts angelenkt ist, als Stellglied zur Regelung des Bandzuges bei Bandwalzwerken, wobei vorzugsweise das Band zugfrei, die Regelgröße also Null sein soll, mit einem die vom Band auf den Schlingenheber ausgeübte Bandzugkraft erfassenden Kraftmeßglied als Meßeinrichtung für die Regelgröße Bandzug, wobei dem Schlingenheber mindestens eine die Anstellung bewirkende, hydraulische betätigte Zylinder-Kolben-Anordnung zugeordnet ist, vorzugsweise an jeder Seite jeweils eine Zylinder-Kolben-Anordnung zugeordnet sind. Um den Schlingenheber mit einer weiteren Funktion des Stellgliedes zur Regelung des Bandzuges bei Bandwalzwerken so auszugestalten und weiterzubilden, daß auch Variationen des Bandzuges über die Breite des Bandes erfaßbar sind, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß über die Breite des Schlingenhebers (6) verteilt mehrere Meßschwingen (15) vorgesehen sind und jede Meßschwinge (15) einerseits eine dem Band (5) zugeordnete Meßrolle (16) andererseits ein Kraftmeßglied (7) aufweist und daß der Schlingenheber (6) mit einer Regelfrequenz von 10 Hz oder mehr arbeitet.
Description
Die Erfindung betrifft einen Schlingenheber nach den Oberbegriffen der Ansprüche 1
und 3.
In Walzwerken - mit mehr als einem Walzgerüst - wird bekanntlich der Bandzug zwi
schen den einzelnen Walzgerüsten geregelt, und zwar normalerweise mit einem
Schlingenheber als Stellglied. Bei - in der Regel angestrebtem - zugfreien Walzen muß
sich zwischen den Walzgerüsten eine Schlinge bilden, die aber relativ klein bleiben
soll. Bei einer Regelung des Bandzuges bei Bandwalzwerken besteht ein grundsätz
liches Problem darin, die Regelgröße, also den Bandzug zu erfassen.
Aus der GB 1 576 022 A ist ein gattungsgemäßer Schlingenheber bei einem Band
walzwerk bekannt. Aus dieser Entgegenhaltung geht hervor, daß in Bandwalz
werken drei Funktionen am Band realisiert werden können, nämlich eine Schlingen
heberfunktion, eine Funktion eines Stellgliedes zur Regelung der Banddicke und
eine Funktion eines Stellgliedes zur Regelung des Bandzuges. Für den in der GB 1
576 022 A beschriebenen Schlingenheber sind zwei Funktionsweisen als möglich
angegeben, nämlich die Funktionsweise mit den beiden Funktionen "Schlingenhe
ber" und "Banddickenregler" sowie die Funktionsweise mit den beiden Funktionen
"Bandzugregler" und "Banddickenregler".
Die für die Funktion dieses bekannten Schlingenhebers zweckmäßige Anordnung ei
ner durchgehenden Meßrolle an zwei endseitigen Meßschwingen ist hier vorgese
hen. Die über die Breite des Bandes durchgehende Meßrolle selbst ist in einer Art
Wanne gelagert. Mittels einer Zylinder-Kolben-Anordnung wird die gesamte Wanne
mit einer darin angeordneten durchgehenden Meßrolle an das Band angestellt. Der
Druck der hydraulischen Zylinder-Kolben-Anordnung wird erfaßt. Außerdem ist die
Meßrolle über die Breite des Bandes in eine Mehrzahl von Sektoren unterteilt, die
Bandzugunterschiede über die Breite des Bandes mittels pneumatischer Sensorele
mente erfassen.
Mit der zuvor erläuterten bekannten Konstruktion einer an sich durchgehenden und
nur an der Oberfläche in einer Mehrzahl von Meßzonen aufgeteilten Meßrolle läßt
sich eine Funktionsweise mit den Funktionen "Schlingenheber" und "Bandzugregler"
nicht optimal realisieren. Unterschiedliche Auslenkungen in den unterschiedlichen
Meßzonen lassen sich nämlich so nicht realisieren. Außerdem hat sich die Verwen
dung pneumatischer Sensorelemente in der Praxis als wenig verschleißfest erwiesen.
Des weiteren geht aus der GB 1 576 022 A hervor, daß zur Begrenzung der
Schwenkbewegung des Schlingenhebers am Rahmen gelagerte, einstellbare Endan
schläge vorgesehen sind.
Aus der AT-E 35 781 B ist ebenfalls ein Schlingenheber bekannt. Bei diesem be
kannten Schlingenheber ist die Meßeinrichtung für die Regelgröße, also für den
Bandzug, konstruktiv als Teil des Schlingenhebers realisiert, nämlich über Kraftmeß
glieder in Lagerzapfen der dem durchlaufenden Band zugeordneten, über die Breite
des Bandes durchgehenden Meß- bzw. Heberrolle. Als der vom Band auf den
Schlingenheber ausgeübten Bandzugkraft und damit der Regelgröße äquivalente
Meßgröße wird also die vom Schlingenheber auf die beiden endseitigen Kraftmeß
glieder ausgeübte Reaktionskraft herangezogen.
Der bekannte Schlingenheber hat einerseits die eigentliche Schlingenheber-Funktion,
andererseits die zusätzliche Funktion eines Tensometers. Um die für die Funktion des
Schlingenhebers hinreichende Auslenkung der Meßrolle, die über die Breite des
Bandes durchgeht, zu gewährleisten, ist diese Meßrolle an endseitigen Schwingen
gelagert. Für beide Funktionen ist damit eine Optimierung der Arbeitsweise gelungen.
Allerdings kann der Bandzug über die Breite des Bandes gewollt oder ungewollt
variieren. Diese Variation läßt sich mit dem bekannten Schlingenheber nicht erfassen,
dieser erfaßt immer den Mittelwert des Bandzuges über die gesamte Breite.
Aus der Fachzeitschrift "Stahl und Eisen" 105 (1985) Nr. 17, Seite 897 bis 904 ist be
reits ein Schlingenheber mit Doppelfunktion bekannt, bei dem zur Erfassung der
Bandspannungsverteilung über dessen Breite verteilt mehrere Meßrollen vorgesehen
sind, denen jeweils ein Meßglied zugeordnet ist. Dabei werden die Kräfte, die das
Band beim Überlaufen über die jeweilige Meßrolle ausübt, gemessen und weiterver
arbeitet.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, den eingangs genannten, bekannten
Schlingenheber mit einer weiteren Funktion des Stellgliedes zur Regelung des Band
zuges bei Bandwalzwerken so auszugestalten und weiterzubilden, daß auch Varia
tionen des Bandzuges über die Breite des Bandes erfaßbar sind.
Die zuvor aufgezeigte Aufgabe ist nach der Lehre der Erfindung bei einem gattungs
gemäßen Schlingenheber gemäß Patentanspruch 1 dadurch gelöst, daß über die Breite
des Schlingenhebers verteilt mehrere Meßschwingen vorgesehen sind und jede Meß
schwinge einerseits eine dem Band zugeordnete Meßrolle, andererseits ein Kraft
meßglied aufweist und daß der Schlingenheber mit einer Regelfrequenz von 10 Hz
oder mehr arbeitet.
Bei einem gattungsgemäßen Schlingenheber gemäß dem Oberbegriff des Patentan
spruchs 3 ist die zuvor gezeigte Aufgabe dadurch gelöst, daß über die Breite des
Schlingenhebers verteilt mehrere Meßschwingen vorgesehen sind und jede Meß
schwinge einerseits eine dem Band zugeordnete Meßrolle, andererseits ein Kraft
meßglied aufweist und daß jede Meßschwinge mit ihrer zugeordneten Meßrolle für
sich innerhalb des Schlingenhebers höhenkorrigierbar ist.
Erfindungsgemäß wird die Messung der vom Schlingenheber auf das Kraftmeßglied
ausgeübten Reaktionskraft in einer Mehrzahl von Meßzonen über die Breite des
Bandes verteilt vorgenommen. Das Meßergebnis an den einzelnen Meßstellen kann
vorteilhafterweise zur Regelung des Bandzuges herangezogen werden. Je nach An
forderung des jeweiligen Walzprogrammes kann der beanspruchte Schlingenheber
mit einer entsprechenden Anzahl von Meßzonen versehen sein. Insbesondere ist eine
ungerade Anzahl von Meßzonen, beispielsweise sieben Meßzonen zweckmäßig.
Die Aufteilung des Schlingenhebers in eine Mehrzahl von Meßzonen ist nach der
Lehre der Erfindung so realisiert, daß eine hinreichende Auslenkung der Meßrolle
gewährleistende Konstruktion mit einer Meßschwinge beibehalten worden ist. Da
durch gelingt die Zusammenführung der Funktionen des Schlingenhebers und Ten
someters in einer Anordnung bei gleichzeitiger Meßzonenaufteilung. Im übrigen ist es
für die Lehre der Erfindung wichtig, daß die Meßeinrichtung für die Regelgröße, also
für den Bandzug, konstruktiv mit dem Schlingenheber bzw. seiner Anordnung an der
Auslaufseite des Walzgerüstes realisiert werden kann.
Zusätzlich zu den zuvor genannten Merkmalen ist bei der im Patentanspruch 1 ange
gebenen Alternative vorgesehen, daß der Schlingenheber mit einer hohen Regelfre
quenz arbeitet, was sich gerade bei Verwendung einer hydraulischen Zylinder-Kol
ben-Anordnung ohne weiteres realisieren läßt. Durch die hohe Regelfrequenz kann
die angestrebte Zugfreiheit des Bandes ohne weiteres realisiert werden.
Im übrigen gewährleistet die im Patentanspruch 3 zusätzlich vorgesehene Höhenkor
rigierbarkeit jeder einzelnen Meßschwinge innerhalb des Schlingenhebers und damit
jeder Meßrolle, daß die einzelnen Meßrollen in einfacher Weise nachgestellt werden
können. Dies ist beispielsweise deshalb erforderlich, da die im mittigen Bereich des
Schlingenhebers befindlichen Rollen stärker beansprucht und abgenutzt werden als
die äußeren Meßrollen.
In Bezug auf die Lehre der Erfindung gibt es verschiedene Möglichkeiten der Aus
gestaltung und Weiterbildung.
Der erfindungsgemäße Schlingenheber kann vorzugsweise schwenkbar an die Aus
laufseite des Walzgerüstes angelenkt sein. Hier geht nun eine weitere Lehre der Er
findung, der besondere Bedeutung zukommt, dahin, dem Schlingenheber mindestens
eine die Anstellung bewirkende, hydraulisch betätigte Zylinder-Kolben-Anordnung,
vorzugsweise an jeder Seite jeweils eine Zylinder-Kolben-Anordnung zuzuordnen.
Vorzugsweise ist dazu an der Auslaufseite des Walzgerüstes ein Schlingenheberbock
vorgesehen und ist bzw. sind die die Anstellung des Schlingenhebers bewirkende
Zylinder-Kolben-Anordnung bzw. die Zylinder-Kolben-Anordnung jeweils gelenkig
einerseits an den Schlingenheberbock und andererseits an den Schlingenheber ange
schlossen.
Zuvor ist bereits darauf hingewiesen worden, daß wesentlich für die Lehre der Erfin
dung ist, daß die Meßeinrichtung für die Regelgröße Bandzug konstruktiv mit dem
Schlingenheber verwirklicht werden kann. Im einzelnen empfiehlt es sich nun, das
Kraftmeßglied für die vom Schlingenheber ausgeübte Reaktionskraft in die Zylinder-
Kolben-Anordnung zu integrieren. Zweckmäßigerweise wird man zwei Kraftmeßglie
der vorsehen und in die Zylinder-Kolben-Anordnungen integrieren.
Die weitergehende meß- und regelungstechnische Ausgestaltung des erfindungsge
mäßen Schlingenhebers ist dem Fachmann ohne weiteres an die Hand gegeben, so
daß sich insoweit detaillierte Angaben erübrigen. Es sei jedoch darauf hinzuweisen,
daß zweckmäßigerweise Bestandteil des Regelkreises ein der Zylinder-Kolben-An
ordnung zugeordnetes Regelventil ist bzw. den Zylinder-Kolben-Anordnungen zu
geordnete Regelventile sind und daß der Zylinder-Kolben-Anordnung bzw. den Zy
linder-Kolben-Anordnungen ein Hydraulikspeicher zugeordnet sein kann. Außerdem
empfiehlt es sich, einen die Stellgröße Anstellung des Schlingenhebers erfassenden
Drehgeber vorzusehen, der an die Schwenkachse des Schlingenhebers angeschlos
sen sein kann.
Im folgenden wird nun die Erfindung anhand einer lediglich Ausführungsbeispiele
darstellenden Zeichnung nochmals erläutert; es zeigt
Fig. 1 schematisch eine Seitenansicht eines Ausschnitts aus einer Walzstraße
mit zwei Walzgerüsten und einem Schlingenheber,
Fig. 2 einen Schnitt durch den Gegenstand nach Fig. 1 längs der Linie II-II,
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine besondere bevorzugte Ausführungsform eines
Schlingenhebers und
Fig. 4 einen Schnitt durch den Gegenstand nach Fig. 3.
In den Fig. 1 und 2 ist schematisch ein Ausschnitt aus einer Bandwalzstraße darge
stellt; dargestellt sind nur und schematisch zwei Walzgerüste 1 mit jeweils einem Wal
zenständer 2 sowie zwei Arbeitswalzen 3 und zwei Stützwalzen 4. Durch die Pfeile
ist angedeutet, daß ein Band 5 von links in das links dargestellte Walzengerüst 1 ein
läuft und rechts aus dem rechts dargestellten Walzgerüst 1 ausläuft. An der Auslauf
seite des links dargestellten Walzgerüstes 1 ist ein Schlingenheber 6 vorgesehen. Der
Schlingenheber 6 dient als Stellglied zur Regelung des Bandzuges des Bandes 5; das
Band 5 soll vorzugsweise zugfrei, die Regelgröße also Null sein.
Erfindungsgemäß wird als der Regelgröße äquivalente Meßgröße die vom Band 5 auf
den Schlingenheber 6 ausgeübte Bandzugkraft herangezogen. Folglich ist als Meß
einrichtung für die Regelgröße Bandzug mindestens ein die vom Band 5 auf den
Schlingenheber 6 ausgeübte Bandzugkraft erfassendes Kraftmeßglied 7 vorgesehen,
das einen im einzelnen nicht erkennbaren Dehnungsmeßstreifen 8 aufweist.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Schlingenheber 6 schwenkbar an die
Auslaufseite des links dargestellten Walzgerüstes 1 angelenkt; dem Schlingenheber 6
sind an jeder Seite die Anstellung bewirkende, hydraulisch betätigte Zylinder-Kol
ben-Anordnungen 9 zugeordnet. Im einzelnen ist an der Auslaufseite des links darge
stellten Walzgerüstes 1 ein Schlingenheberbock 10 vorgesehen und sind die die An
stellung des Schlingenhebers 6 bewirkenden Zylinder-Kolben-Anordnungen 9 je
weils gelenkig einerseits an den Schlingenheberbock 10 und andererseits an den
Schlingenheber 6 angeschlossen.
Nur angedeutet ist in Fig. 1, daß bei dem erfindungsgemäßen Schlingenheber 6 die
Kraftmeßglieder 7 in die Zylinder-Kolben-Anordnungen 9 integriert sind; dargestellt
ist also eine Ausführungsform, bei der zwei Kraftmeßglieder 7 vorgesehen und in die
Zylinder-Kolben-Anordnungen 9 integriert sind.
Zu dem erfindungsgemäßen Schlingenheber 6 gehören - neben den Kraftmeßgliedern
7 mit dem Dehnungsstreifen 8 und neben den Zylinder-Kolben-Anordnungen 9 -
weitere meß- und regelungstechnische Bauteile, die nicht vollständig sind. Dargestellt
ist lediglich, daß den Zylinder-Kolben-Anordnungen 9 ein Regelventil 11 und ein
Hydraulikspeicher 12 zugeordnet sind und daß ein die Stellgröße Anstellung des
Schlingenhebers 6 erfassender Drehgeber 13 vorgesehen ist, wobei der Drehgeber 13
an die Schwenkachse 14 des Schlingenhebers 6 angeschlossen ist.
Die Fig. 3 und 4 zeigen nun insoweit eine bevorzugte Ausführungsform eines
Schlingenhebers 6, als über die Breite des Schlingenhebers 6 verteilt mehrere Meß
schwingen 15 vorgesehen sind; die Meßschwingen 15 sind integraler Bestandteil des
Schlingenhebers 6. Jede Meßschwinge 15 weist einerseits eine dem Band 5 zugeord
nete Meßrolle 16, andererseits ein Kraftmeßglied 7 auf; außenseitig sind neben den
Meßrollen 16 noch Stützrollen 17 vorgesehen. Im übrigen ist jede Meßschwinge 15
innerhalb des Schlingenhebers 6 höhenkorrigierbar; dazu ist an das Schwenklager 18
der Meßschwinge 15 ein Höhenkorrekturarm 19 angeschlossen, der über eine Hö
henkorrekturschraube 20 einstellbar ist und über das Kraftmeßglied 7 an das der
Meßrolle 16 ferne Ende der Meßschwinge 15 angreift.
Zuvor ist die Lehre der Erfindung in Verbindung mit einer Bandwalzstraße beschrie
ben worden. Sie kann jedoch ohne weiteres auch bei Profilwalzwerken angewendet
werden.
Verfahrensmäßig wird bei der vorliegenden Erfindung als der Regelgröße äquivalente
Meßgröße die vom Band auf den Schwingenheber ausgeübte Bandzugkraft heran
gezogen. Es wird also die Tatsache ausgenutzt, daß der - zu regelnde - Bandzug (und
damit die Zugkraft innerhalb des Bandes) auch eine Kraftkomponente in Richtung
auf den Schlingenheber hat, die hier als "vom Band auf den Schlingenheber aus
geübte Bandzugkraft" bezeichnet wird. Damit, daß als der Regelgröße (Bandzug)
äquivalente Meßgröße die vom Band auf den Schlingenheber ausgeübte Bandzug
kraft herangezogen wird, ist ein besonders eleganter und meß- und regelungstech
nisch besonders gut verwertbarer Weg gefunden, die Regelgröße, also den Bandzug,
zu erfassen und im Regelkreis zu verarbeiten. Bei diesem Regelverfahren wird vor
zugsweise als die vom Band auf den Schlingenheber ausgeübte Bandzugkraft (und
damit der Regelgröße) äquivalente Meßgröße die vom Schlingenheber auf ein Kraft
meßglied ausgeübte Reaktionskraft herangezogen, wobei als Kraftmeßglied, wie oben
bereits erwähnt, ein solches mit einem Dehnungsmeßstreifen verwendet werden kann.
Die Anstellung des Schlingenhebers erfolgt bei dem vorliegenden Regelverfahren
vorzugsweise hydraulisch. Von Bedeutung für dieses Regelverfahren ist noch, daß
der als Stellglied vorgesehene Schlingenheber bei einer Regelfrequenz von 10 Hz
oder mehr arbeiten kann, was sich ohne weiteres hydraulisch realisieren läßt. Vor
zugsweise kann der als Stellglied vorgesehene Schlingenheber mit einer Regelfre
quenz arbeiten, die der Regelfrequenz bei der Dickenregelung entspricht.
Claims (12)
1. Schlingenheber, der schwenkbar an die Auslaufseite eines Walzgerüstes angelenkt
ist, als Stellglied zur Regelung des Bandzuges bei Bandwalzwerken, wobei vorzugs
weise das Band zugfrei, die Regelgröße also Null sein soll, mit einem die vom Band
auf den Schlingenheber ausgeübte Bandzugkraft erfassenden Kraftmeßglied als
Meßeinrichtung für die Regelgröße Bandzug, wobei dem Schlingenheber mindestens
eine die Anstellung bewirkende, hydraulische betätigte Zylinder-Kolben-Anordnung
zugeordnet ist, vorzugsweise an jeder Seite jeweils eine Zylinder-Kolben-Anordnung
zugeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß über die Breite des Schlingenhebers
(6) verteilt mehrere Meßschwingen (15) vorgesehen sind und jede Meßschwinge (15)
einerseits eine dem Band (5) zugeordnete Meßrolle (16), andererseits ein Kraftmeß
glied (7) aufweist und daß der Schlingenheber (6) mit einer Regelfrequenz von 10 Hz
oder mehr arbeitet.
2. Schlingenheber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Meß
schwinge (15) mit ihrer zugeordneten Meßrolle (16) für sich innerhalb des Schlingen
hebers (6) höhenkorrigierbar ist.
3. Schlingenheber, der schwenkbar an die Auslaufseite eines Walzgerüstes angelenkt
ist, als Stellglied zur Regelung des Bandzuges bei Bandwalzwerken, wobei vorzugs
weise das Band zugfrei, die Regelgröße also Null sein soll, mit einem die vom Band
auf den Schlingenheber ausgeübte Bandzugkraft erfassenden Kraftmeßglied als
Meßeinrichtung für die Regelgröße Bandzug, dadurch gekennzeichnet, daß über die
Breite des Schlingenhebers (6) verteilt mehrere Meßschwingen (15) vorgesehen sind
und jede Meßschwinge (15) einerseits eine dem Band (5) zugeordnete Meßrolle (16),
andererseits ein Kraftmeßglied (7) aufweist und daß jede Meßschwinge (15) mit ihrer
zugeordneten Meßrolle (16) für sich innerhalb des Schlingenhebers (6) höhenkorri
gierbar ist.
4. Schlingenheber nach Anspruch 3, wobei der Schlingenheber schwenkbar an die
Auslaufseite des Walzgerüstes angelenkt ist, dadurch gekennzeichnet, daß dem
Schlingenheber (6) mindestens eine die Anstellung bewirkende, hydraulisch betätigte
Zylinder-Kolben-Anordnung (9) zugeordnet ist, vorzugsweise an jeder Seite jeweils
eine Zylinder-Kolben-Anordnung (9) zugeordnet sind.
5. Schlingenheber nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
das Kraftmeßglied (7) mindestens einen Dehnungsmeßstreifen (8) aufweist.
6. Schlingenheber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß an der Auslaufseite des Walzgerüstes (1) ein Schlingenheberbock (10)
vorgesehen und die die Anstellung des Schlingenhebers (6) bewirkende Zylinder-
Kolben-Anordnung (9) bzw. die an jeder Seite befindliche Zylinder-Kolben-Anord
nung (9) jeweils gelenkig einerseits an den Schlingenheberbock (10) und andererseits
an den Schlingenheber (6) angeschlossen ist bzw. sind.
7. Schlingenheber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Kraftmeßglied (7) in die Zylinder-Kolben-Anordnung (9) integriert
ist.
8. Schlingenheber nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Kraftmeß
glieder (7) vorgesehen und in die Zylinder-Kolben-Anordnungen (9) integriert sind.
9. Schlingenheber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Zylinder-Kolben-Anordnung (9) ein Regelventil (11) zugeordnet ist
bzw. den Zylinder-Kolben-Anordnungen (9) Regelventile (11) zugeordnet sind.
10. Schlingenheber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Zylinder-Kolben-Anordnung (9) bzw. den Zylinder-Kolben-Anord
nungen (9) ein Hydraulikspeicher (12) zugeordnet ist.
11. Schlingenheber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein die Stellgröße Anstellung des Schlingenhebers (6) erfassender
Drehgeber (13) vorgesehen ist.
12. Schlingenheber nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehgeber
(13) an die Schwenkachse (14) des Schlingenhebers (6) angeschlossen ist.
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1990
- 1990-10-05 DE DE4042705A patent/DE4042705C2/de not_active Revoked
- 1990-10-05 DE DE19904031666 patent/DE4031666C2/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
GB1576022A (en) * | 1976-02-19 | 1980-10-01 | Wean United Inc | Combination strip contacting device for use in a rolling mill |
ATE35781T1 (de) * | 1984-05-22 | 1988-08-15 | Acec | Steuerung, welche eine messung der zugkraft in einer schleife zwischen zwei aufeinanderfolgenden walzenstaendern einer warmbandstrasse benuetzt. |
Non-Patent Citations (1)
Title |
---|
Fabian,W. et al.: On-line - Planheitsmessung und - regelung von Warmbreitband. In: Stahl u. Eisen 105 (1985) Nr.17, S.897-904 * |
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
DE4031666A1 (de) | 1991-04-18 |
DE4031666C2 (de) | 1994-03-10 |
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