DE4041473A1 - Formulierung zum aktivieren von substratoberflaechen fuer deren stromlose metallisierung - Google Patents
Formulierung zum aktivieren von substratoberflaechen fuer deren stromlose metallisierungInfo
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- C23C18/00—Chemical coating by decomposition of either liquid compounds or solutions of the coating forming compounds, without leaving reaction products of surface material in the coating; Contact plating
- C23C18/16—Chemical coating by decomposition of either liquid compounds or solutions of the coating forming compounds, without leaving reaction products of surface material in the coating; Contact plating by reduction or substitution, e.g. electroless plating
- C23C18/18—Pretreatment of the material to be coated
- C23C18/20—Pretreatment of the material to be coated of organic surfaces, e.g. resins
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Description
Es ist allgemein bekannt, daß polymere Werkstoffe vor
dem chemischen Metallisieren vorbehandelt werden müssen,
z. B. durch Ätzen der Polymeroberfläche mit Chromschwe
felsäuren. Dieses Verfahren ist jedoch nur auf solche
Polymeren anwendbar, deren Oberfläche sich oxidativ
unter Bildung von Kavernen und Vakuolen verändern läßt.
Ferner ist bekannt, daß das Arbeiten mit Chromschwefel
säure, SO3-Dampf oder anderen Oxidantien mit einer Ver
schlechterung der physikalischen Eigenschaften, wie der
Kerbschlagzähigkeit und des elektrischen Oberflächen
widerstands des polymeren Werkstoffs, einhergeht. Darü
ber hinaus stören oftmals Spuren von sechswertigem
Chrom, die rasch zu einer Vergiftung der Metallbäder
führen.
Die bekannten Verfahren zur stromlosen Metallisierung
von Werkstoffen bestehen im übrigen aus mehreren Ver
fahrensstufen und haben den Nachteil, daß sie nicht
direkt auf alle Polymeren anwendbar sind. Oftmals muß
eine chemische oder physikalische Aufrauhung
durchgeführt werden.
Es ist deshalb bereits vorgeschlagen worden, die Poly
meroberflächen sehr schonend mit metallorganischen Kata
lysatoren zu aktivieren (vgl. z. B. US-A 35 60 257 und
EP-A 81 129). Diese an sich sehr elegante Methode ist
indessen ebenfalls nicht universell anwendbar. Darüber
hinaus führt der Einsatz von Lösungsmitteln häufig zur
Auslösung der Spannungsrißkorrosion des unter Zug- oder
Druckspannung stehenden Polymerspritzgußteiles.
Andere Verfahren, wie sie in US-A 35 60 257 und
40 17 265 sowie DE-A 36 27 256 beschrieben werden, haben
den Nachteil, daß sie relativ größere Mengen an teuren
Edelmetallaktivatoren erfordern.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß man ohne
die genannten Nachteile, insbesondere unter Vermeidung
der Spannungsrißkorrosion, gut haftende Metallschichten
auf Kunststoffoberflächen erzeugen kann, wenn man diese
ohne vorheriges Beizen mit einer Aktivatorformulierung
auf Basis von organischen Edelmetallverbindungen, Füll
stoffen, organischen Lösungsmitteln und Polyurethan
elastomeren als Bindemittel behandelt. Die Formulie
rungen sind dadurch gekennzeichnet, daß die Edelme
tallverbindungen in nullwertiger oder metallischer Form
vorliegen.
Bevorzugte Formulierungen enthalten:
- a) 0,03 bis 3,0 Gew.-% einer organischen Edelmetallverbindung als Aktivator,
- b) 70 bis 95 Gew.-% eines Lösungsmittelgemisches aus Alkoholen, Ketonen und Etherestern bzw. Ketonalkoholen mit einem Flammpunkt <20°C und Siedepunkt 70°C,
- c) 0,5 bis 3,0 Gew.-% eines Füllstoffs, und
- d) 4 bis 20 Gew.-% eines Polyurethanelastomers als Bindemittel,
wobei die Summe der Bestandteile a) bis d) 100 Gew.-%
ergeben muß.
Es ist überraschend, daß die erfindungsgemäßen Formulie
rungen die Spannungsrißkorrosion auf verschiedenen
Kunststoffen vermeiden und gleichzeitig eine haftfeste
Metallisierung bewirken.
Als Aktivatoren kommen in den erfindungsgemäßen Formu
lierungen organometallische Verbindungen der 1. und 8.
Nebengruppen des Periodensystems (insbesondere Pd, Pt,
Au, Ag) in nullwertiger Form in Betracht, wie sie
beispielsweise in US-A-35 01 332 oder DE-A-24 51 217
beschrieben werden. Besonders geeignet sind organo
metallische Komplex-Verbindungen des Palladiums mit
Olefinen (Dienen), mit α, β-ungesättigten Carbonylver
bindungen und mit Phosphinen. Diese können bereits
nullwertig vorliegen oder mit Hilfe von Reduktionsmit
teln in die nullwertige Form gebracht werden. Ganz
besonders geeignet sind Bis-(dibenzylidenaceton)-
palladium (o), Tetrakis-(triphenylphosphin)-palladium
(o), Bis-[bis-(1,2-diphenylphosphino)-ethan]-palladium
(o) oder Bisacetonnitrilpalladiumdichlorid, 4-Cyclo
hexan-1,2-dicarbonsäureanhydridpalladiumdichlorid,
Mesityloxidpalladiumdichlorid, 3-Hepten-2-on-palla
diumchlorid und 5-Methyl-3-hexan-2-on-palladiumchlorid,
die in situ vorreduziert werden. Dazu können Reduktions
mittel wie z. B. Formaldehyd, Ascorbinsäure, Hypophosphi
te, Boranate, Aminoborane oder Wasserstoff eingesetzt
werden.
Es können auch Gemische dieser Aktivatoren eingesetzt
werden.
Das Einbringen der Aktivatoren geschieht im allgemeinen
durch Vermischen mit den Bestandteilen der Formulierun
gen. Das Einarbeiten der Aktivatoren kann auch in ge
trennten Schritten durchgeführt werden. Beispielsweise
kann man den Aktivator in einer Lösungsmittelkomponente,
z. B. in Ketonen vorlösen bzw. dispergieren. Anschließend
wird der Füllstoff eingerührt bzw. dispergiert und der
Aktivator gegebenenfalls durch Zugabe z. B. von Formalde
hyd reduziert.
Als Lösungsmittel in den erfindungsgemäßen Formulierun
gen kommen in der Druck- bzw. Lackiertechnik bekannte
Substanzen in Betracht wie Ketone, beispielsweise
Methylethylketon, Cyclohexanon, Ester, beispielsweise
Essigsäurebutylester, Phthalsäuredioctylester, Glykol
säurebutylester, Glykolether, beispielsweise Ethylen
glykolmonomethylether, Diglyme, Propylenglykolmono
methyletheracetat; Alkohole wie Ethanol, n-Propanol,
iso-Propanol, n-Butanol, iso-Butanol; Diacetonalkohol.
Selbstverständlich können auch Gemische dieser Lösungs
mittel und ihrer Verschnitte mit anderen Lösungsmitteln
eingesetzt werden.
Als Füllstoffe kommen aus der Druck- bzw. Lackierungs
technik bekannte Hilfsstoffe wie Pigmente, disperse
Kieselsäuren, Ruße, Silikate, rheologische Additive und
Tonmineralien in Betracht.
Die erfindungsgemäßen Bindemittel sind aus der Polyur
ethanchemie bekannt. Sie werden beispielsweise herge
stellt durch Umsetzung von Polyestern und/oder Poly
ethern mit aromatischen Polyisocyanaten und einem
Kettenverlängerer, z. B. einem niedermolekularen Diol,
wie z. B. Butandiol oder Neopentylglykol.
Zur Herstellung einer lagerstabilen, versprühbaren und
toxikologisch unbedenklichen Formulierung ist es vor
teilhaft, Polyurethane einzusetzen, die keine freien
Isocyanatgruppen mehr enthalten.
Als besonders geeignet haben sich lineare, aromatische
Polyurethanelastomere erwiesen, wie sie beispielsweise
aus Butandiolpolyadipat, Neopentylglykol und 4,4′-Di
phenylmethandiisocyanat hergestellt werden.
Es können auch andere Bindemittel eingesetzt werden, wie
z. B. Polyacrylatpolyole, Polyesterdiole und Polyether
diole.
Neben den Aktivatoren, Füllstoffen, Bindemitteln und
Lösungsmitteln enthalten die Formulierungen gegebenen
falls Tenside, Verlaufsmittel und/oder Farbstoffe.
Die Herstellung der erfindungsgemäßen Formulierungen ge
schieht im allgemeinen durch Vermischen der Bestand
teile. Das Einarbeiten der Formulierungskomponenten kann
auch in getrennten Schritten durchgeführt werden. Vor
zugsweise kann man den Aktivator zuerst in einer Lö
sungsmittelkomponente der Formulierung lösen und an
schließend den Füllstoff einrühren bzw. dispergieren.
In einem zweiten Schritt wird diese Zubereitung in das
restliche Lösungsmittelgemisch, welches das Bindemittel
gelöst enthält, eingerührt.
Vorzugsweise durch Aufsprühen der erfindungsgemäßen For
mulierungen mittels aus der Lackindustrie bekannten Ver
fahren können Oberflächen zum Zwecke einer haftfesten
chemischen Metallisierung aktiviert werden. Selbstver
ständlich kann das Aufsprühen der Formulierungen durch
Tauchen, Aufpinseln und Aufrollen ersetzt werden.
Als Substrate für das erfindungsgemäße Verfahren eignen
sich Papier, Emaille, Keramik, Polyethylen, Polypropy
len, Epoxidharze, Polyester, Polycarbonate, Polyamide,
Polyimide, Polyhydantoine, ABS-Kunststoffe, Silikone,
Polyvinylhalogenide und Polyvinylidenfluorid in Form
von Folien, Platten, Papieren und Vliesen. Besonders
bevorzugt sind Substrate, wie sie in der Elektronik
industrie als Gehäuse eingesetzt werden, z. B. ABS- und
Polycarbonat-Kunststoffe bzw. deren Blends, Polypheny
lensulfid, Polybutylenterephthalat und deren Blends und
Polypropylenoxid.
Nach dem Aufbringen der erfindungsgemäßen Formulierungen
auf die Oberfläche, z. B. die Innenseite eines Gehäuses,
werden die Lösungsmittel entfernt. Dies geschieht durch
Trocknen oder Tempern bei substratspezifischen Tempera
turen, beispielsweise zwischen Raumtemperatur und 240°C
unter Normaldruck, erhöhtem Druck oder Vakuum. Die
Trocknungszeit kann dabei variiert werden.
Die so behandelten Oberflächen müssen anschließend durch
Reduktion aktiviert werden, z. B. durch Reduktionsmittel
wie Formaldehyd, Hypophosphite, Rongalit und Borane.
Eine bevorzugt ausgeführte Form des Verfahrens besteht
darin, daß die Reduktion im Metallisierungsbad gleich
mit dem Reduktionsmittel der stromlosen Metallisierung
durchgeführt wird. Dies gilt beispielsweise für Nickel-
und Kupferbäder.
Die mit den erfindungsgemäßen Formulierungen behandelten
Oberflächen können in einem weiteren Verfahrensschritt
stromlos metallisiert werden. Die dafür in Frage kommen
den Metallisierungsbäder sind in der Technik der strom
losen Metallisierung bekannt.
Die erfindungsgemäßen Formulierungen eignen sich beson
ders für die partielle Aktivierung geometrisch kompli
zierter Oberflächen, besonders zur Herstellung von ein-
oder beidseitig metallisierten Formkörpern bzw. von in
nenseitig metallisierten Gehäuseteilen für die Elek
tronikindustrie zum Zwecke der elektromagnetischen Ab
schirmung. Durch dieses Verfahren können selbstverständ
lich auch strukturierte Metallflächen mittels einer ge
eigneten Maske hergestellt werden.
Bei den in den nachfolgenden Beispielen mit dem Buch
staben "®" gekennzeichneten Produkten handelt es sich
um eingetragene Warenzeichen.
Aus Butandiolpolyadipat (MG 2000), Neopentylglykol und
4,4′-Diphenylmethan-diisocyanat wurde ein nicht
reaktives Polyurethanelastomer hergestellt.
Dann wurden 75 g dieses Polyurethans in einem Lösungs
mittelgemisch aus 450 ml Methoxypropylacetat (MPA),
200 ml Methylethylketon (MEK) und 100 ml Isopropanol
aufgelöst, das als Basis für die Sprühaktivatorlösung
diente.
Daneben wurde eine Lösung von Bisacetonitrilpalladiumdi
chlorid in 300 ml Methylethylketon hergestellt, Aerosil®
380 (380 m2/g nach BET) eingerührt und mittels einer
Spritze 1,4 ml Formalin (37%ig) zugegeben, die vorher
mit 1-2 Tropfen Salzsäure (0,1 molar) angesäuert worden
war, wobei quantitativ Pd° entsteht. Beide Lösungen wur
den anschließend unter Rühren vereinigt.
Eine Sprühaktivatorformulierung bestand aus folgenden
Komponenten:
2,0 g Bisacetonitrilpalladiumdichlorid,
1,4 g 37%iges wäßriges Formalin (+2 Tropfen 0,1 molare HCl),
450 ml Methoxypropylacetat (MPA),
450 ml Methylethylketon (MEK),
100 ml Isopropanol,
15 g Aerosil® 380 (380 m²/g nach BET),
75 g Polyurethanelastomer.
1,4 g 37%iges wäßriges Formalin (+2 Tropfen 0,1 molare HCl),
450 ml Methoxypropylacetat (MPA),
450 ml Methylethylketon (MEK),
100 ml Isopropanol,
15 g Aerosil® 380 (380 m²/g nach BET),
75 g Polyurethanelastomer.
Die so hergestellte Sprühaktivatorformulierung wurde
mittels einer Sprühpistole mit Luftunterstützung (4 bar)
auf spritzgegossenen Testplatten (Formteilen) ver
sprüht. Der Spritzabstand betrug ca. 40 cm; der Düsen
querschnitt betrug 1,5 mm; die Luftzudosierung (2-6 bar)
konnte variiert werden. Als Testplattensubstrat wurde
ein Blend aus ABS-Polymerisat (Acrylnitril-Butadien-
Styrol-Copolymerisat) und einem Polycarbonat aus 4,4′-
Dihydroxydiphenyl-2,2-propan und Kohlensäure einge
setzt.
Die Platte wurde nach Abtrocknen bei 70°C/1 h lang
getempert, im Metallbad bei 23°C/2 h lang in einem han
delsüblichen formalinhaltigen Kupferbad metallisiert und
anschließend bei 70°C/1 h lang getempert. Man erhielt
eine zusammenhängende Metallschicht. Eine Rißbildung in
der Bindemittelschicht trat nicht auf.
Haftfestigkeit nach DIN 53 494: 15 N/25 mm.
Die Herstellung der Sprühaktivatorformulierung und die
Durchführung des Verfahrens erfolgte wie in Beispiel 1.
Die Formulierung wurde mittels einer Spritzpistole mit
Luftunterstützung auf einer spritzgegossenen Testplatte
(Formteil) aus einem Polycarbonat aus 4,4′-Dihydroxydi
phenyl-2,2-propan und Kohlensäure versprüht, die Platte
nach Abtrocknen bei 100°C/1 h lang getempert, nach Ab
kühlen der Platte im Metallbad bei 23°C/2 h lang
metallisiert. Man erhielt eine zusammenhängende
Metallschicht. Anschließend wurde bei 100°C/1 h lang
getempert. Eine Rißbildung in der Bindemittelschicht
trat nicht auf.
Haftfestigkeit nach DIN 53 494: 10 N/25 mm.
Die Herstellung der Sprühaktivatorformulierung und die
Durchführung des Verfahrens erfolgte wie in Beispiel 1.
Die Formulierung wurde mittels einer Spritzpistole mit
Luftunterstützung auf einer spritzgegossenen Testplatte
(Formteil) aus einem ABS-Polymerisat (Acrylnitril-Buta
dien-Styrol-Copolymerisat) versprüht, die Luftzudosie
rung wurde dabei auf 4 bar eingestellt. Die Platte wird
bei 70°C/1 h lang getempert, nach Abkühlen der Platte auf
Raumtemperatur im Metallbad bei 23°C/2 h lang metalli
siert. Man erhielt eine zusammenhängende Metallschicht.
Eine Rißbildung in der Bindemittelschicht trat nicht
auf.
Haftfestigkeit nach DIN 53 494: 4 N/25 mm.
Eine Sprühformulierung bestand aus folgenden Komponenten:
2,0 g Bis-(dibenzylidenaceton)-palladium (o),
450 ml Methoxypropylacetat (MPA),
450 ml Methylethylketon (MEK),
100 ml Isopropanol,
15 g Aerosil® 380 (380 m²/g nach BET),
75 g Polyurethan.
450 ml Methoxypropylacetat (MPA),
450 ml Methylethylketon (MEK),
100 ml Isopropanol,
15 g Aerosil® 380 (380 m²/g nach BET),
75 g Polyurethan.
Es wurde eine Lösung von Polyurethan in einem Gemisch
aus 450 ml MPA, 200 ml MEK und 100 ml Isopropanol herge
stellt, die als Basis für die Sprühaktivatorformulierung
diente. Dann wurde eine Lösung von Bis-(dibenzylidenace
ton)-palladium (o) in 300 ml MEK hergestellt und Aerosil®
380 eingerührt. Beide Lösungen wurden unter Rühren ver
einigt und über Nacht nachgerührt.
Die Formulierung wurde mittels einer Spritzpistole mit
Luftunterstützung auf einer spritzgegossenen Testplatte
(Formteil) aus einem Blend aus ABS-Polymerisat (Acryl
nitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat) und einem Poly
carbonat aus 4,4′-Dihydroxydiphenyl-2,2-propan und Koh
lensäure versprüht, die Platte bei 70°C/1 h lang getem
pert, nach Abkühlen der Platte im Metallbad bei 23°C/2 h
lang metallisiert. Man erhielt eine zusammenhängende
Metallschicht. Anschließend wurde bei 100°C/1 h lang
getempert. Eine Rißbildung in der Bindemittelschicht
trat nicht auf.
Haftfestigkeit nach DIN 53 494: 11 N/25 mm.
Eine Sprühformulierung bestand aus folgenden Komponenten:
2,0 g Bis-(dibenzylidenaceton)-palladium (o),
450 ml Methoxypropylacetat,
450 ml Methylethylketon,
100 ml Isopropanol,
15 g Aerosil® 380 (380 m²/g nach BET),
75 g Polyurethan.
450 ml Methoxypropylacetat,
450 ml Methylethylketon,
100 ml Isopropanol,
15 g Aerosil® 380 (380 m²/g nach BET),
75 g Polyurethan.
Die Herstellung der Formulierung erfolgte wie in Beispiel
4.
Die Formulierung wurde mittels einer Spritzpistole mit
Luftunterstützung auf einer spritzgegossenen Testplatte
(Formteil) aus einem Polycarbonat aus 4,4′-Dihydroxydi
phenyl-2,2-propan und Kohlensäure versprüht, die Platte
bei 100°C/1 h lang getempert, nach Abkühlen der Platte
im Metallbad bei 23°C/1 h lang metallisiert. Man erhielt
eine zusammenhängende Metallschicht. Anschließend wurde
bei 100°C/1 h lang getempert. Eine Rißbildung in der
Bindemittelschicht trat nicht auf.
Haftfestigkeit (DIN 53 494): 6 N/25 mm.
Die Herstellung der Sprühaktivformulierung und die
Durchführung des Verfahrens erfolgte wie in Beispiel
1, nur daß Isopropanol gegen n-Butanol ausgetauscht
wurde. Die Sprühformulierung bestand aus folgenden
Komponenten:
2,0 g Bisacetonitrilpalladiumchlorid,
1,4 g 37%iges wäßriges Formalin (+2 Tropfen 0,1 molare HCl),
450 ml MPA,
450 ml MEK,
100 ml n-Butanol,
15 g Aerosil® 380 (380 m²/g nach BET),
75 g Polyurethan.
1,4 g 37%iges wäßriges Formalin (+2 Tropfen 0,1 molare HCl),
450 ml MPA,
450 ml MEK,
100 ml n-Butanol,
15 g Aerosil® 380 (380 m²/g nach BET),
75 g Polyurethan.
Die frisch hergestellte Sprühformulierung wurde mittels
einer Spritzpistole auf einer Testplatte aus einem Blend
aus ABS-Polymerisat (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copoly
merisat) und einem Polycarbonat aus 4,4′-Dihydroxydi
phenyl- 2,2-propan und Kohlensäure versprüht.
Nach Trocknung der Sprühschicht wurde bei 70°C/1 h lang
getempert, im Metallbad bei 23°C/2 h lang in einem han
delsüblichen formalinhaltigen Kupferbad metallisiert und
anschließend bei 70°C/1 h lang getempert. Man erhielt
eine zusammenhängende Metallschicht.
Haftfestigkeit nach DIN 53 494: 17 N/25 mm.
Die Herstellung der Sprühaktivatorformulierung und die
Durchführung des Verfahrens erfolgte wie in Beispiel
1, nur daß Methylethylketon durch Methylisobutylketon
(MIBK) und Isopropanol durch n-Butanol ersetzt wurde.
Die Sprühformulierung bestand aus folgenden Komponenten:
2,0 g Bisacetonitrilpalladiumdichlorid,
1,4 g 37%iges wäßriges Formalin (+2 Tropfen 0,1 molare HCl),
450 ml MPA,
450 ml MIBK,
100 ml n-Butanol,
15 g Aerosil® 380 (380 m²/g nach BET),
75 g Polyurethan.
1,4 g 37%iges wäßriges Formalin (+2 Tropfen 0,1 molare HCl),
450 ml MPA,
450 ml MIBK,
100 ml n-Butanol,
15 g Aerosil® 380 (380 m²/g nach BET),
75 g Polyurethan.
Wie im Beispiel 6 wurde die Sprühformulierung an einer
Testplatte aus einem Blend aus ABS-Polymerisat (Acryl
nitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat) und einem Poly
carbonat aus 4,4′-Dihydroxydiphenyl-2,2-propan und
Kohlensäure getestet und metallisiert. Es wurde eine
zusammenhängende Metallschicht erhalten.
Haftfestigkeit nach DIN 53 494: 19 N/25 mm.
Claims (10)
1. Aktivatorformulierung zur Aktivierung von Sub
stratoberflächen für deren stromlose Metallisierung
auf der Basis von organischen Edelmetallverbin
dungen, Füllstoffen, organischen Lösungsmitteln und
Polyurethanelastomeren als Bindemittel, dadurch
gekennzeichnet, daß die Edelmetallverbindungen in
nullwertiger oder metallischer Form vorliegen.
2. Aktivatorformulierung gemäß Anspruch 1 enthaltend
- a) 0,03 bis 3,0 Gew.-% einer organischen Edelmetallverbindung als Aktivator,
- b) 70 bis 95 Gew.-% eines Lösungsmittelgemisches aus Alkoholen, Ketonen und Etherestern bzw. Ketonalkoholen mit einem Flammpunkt <20°C und Siedepunkt 70°C,
- c) 0,5 bis 3,0 Gew.-% eines Füllstoffs, und
- d) 4 bis 20 Gew.-% eines Polyurethanelastomers,
wobei die Summe der Bestandteile a) bis d) 100 Gew.-%
ergeben muß.
3. Aktivatorformulierung gemäß Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Aktivatoren nullwertige
Palladiumverbindungen sind.
4. Aktivatorformulierung gemäß Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Edelmetallverbindungen in
nullwertiger oder metallischer Form durch Reduktion
von mehrwertigen Edelmetallverbindungen in situ
erzeugt werden.
5. Aktivatorformulierung gemäß Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lösungsmittelgemische
Gemische aus Isopropanol bzw. n-Propanol, n-Butanol
oder Diacetonalkohol mit Methylethylketon bzw.
Methylisobutylketon und Methoxypropylacetat sind.
6. Aktivatorformulierung gemäß Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Polyurethanelastomere aus
einem Polyester mit endständigen OH-Gruppen, einem
Polyisocyanat und einem Kettenverlängerer aufgebaut
sind.
7. Verfahren zur Aktivierung von Substratoberflächen,
für deren stromlose Metallisierung, dadurch gekenn
zeichnet, daß diese mit einer Formulierung gemäß
Anspruch 1 behandelt werden.
8. Verfahren zur Herstellung von ein- oder beidseitig
metallisierten Formkörpern bzw. Gehäuseteilen durch
Aktivierung und stromlose Metallisierung, dadurch
gekennzeichnet, daß ein gemäß Anspruch 7 aktivier
tes Substrat gegebenenfalls getempert, reduziert
und in einem Metallisierungsbad behandelt wird.
9. Verwendung der Verfahrensprodukte gemäß Anspruch
8 zur Herstellung von ein- oder beidseitig metalli
sierten Formkörpern bzw. von Gehäuseteilen für die
Abschirmung elektromagnetischer Wellen.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19904041473 DE4041473A1 (de) | 1990-05-16 | 1990-12-22 | Formulierung zum aktivieren von substratoberflaechen fuer deren stromlose metallisierung |
Applications Claiming Priority (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE4015716 | 1990-05-16 | ||
DE19904041473 DE4041473A1 (de) | 1990-05-16 | 1990-12-22 | Formulierung zum aktivieren von substratoberflaechen fuer deren stromlose metallisierung |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE4041473A1 true DE4041473A1 (de) | 1991-11-21 |
Family
ID=25893258
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE19904041473 Withdrawn DE4041473A1 (de) | 1990-05-16 | 1990-12-22 | Formulierung zum aktivieren von substratoberflaechen fuer deren stromlose metallisierung |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE4041473A1 (de) |
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
WO1994009181A1 (en) * | 1992-10-14 | 1994-04-28 | Monsanto Company | Electroless deposition of metal employing thermally stable carrier polymer |
DE19932418A1 (de) * | 1999-05-20 | 2000-11-23 | Hans Schmied Gmbh | Rahmen für eine HF-Abdeckung, sowie Verfahren zu seiner Herstellung |
-
1990
- 1990-12-22 DE DE19904041473 patent/DE4041473A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
WO1994009181A1 (en) * | 1992-10-14 | 1994-04-28 | Monsanto Company | Electroless deposition of metal employing thermally stable carrier polymer |
DE19932418A1 (de) * | 1999-05-20 | 2000-11-23 | Hans Schmied Gmbh | Rahmen für eine HF-Abdeckung, sowie Verfahren zu seiner Herstellung |
DE19932418B4 (de) * | 1999-05-20 | 2013-12-19 | Hans Schmied Gmbh | Rahmen für eine HF-Abdeckung, sowie Verfahren zu seiner Herstellung |
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8130 | Withdrawal |