DE4018200C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Heizen eines Fadens in der Falschzwirnzone einer Falschzwirntexturiermaschine - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Heizen eines Fadens in der Falschzwirnzone einer FalschzwirntexturiermaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Heizen eines Fadens in
der Falschzwirnzone einer Falschzwirntexturiermaschine nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Falschzwirntexturier
maschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 2.
Ein gattungsgemäßes Verfahren und eine entsprechende Maschine
sind bekannt durch die DE 37 19 050 A1.
Bei dem bekannten Verfahren und der bekannten Vorrichtung wird
der Faden einer Heizertemperatur ausgesetzt, die weit über der
üblichen Behandlungstemperatur für synthetische Fäden,
insbesondere Polyester- und Polyamidfäden liegt. Dadurch soll
die Wärmeübertragung intensiviert werden. Andererseits ist die
Heizzone in verschiedene Sektoren unterteilt, die unterschied
liche Temperatur haben. Insbesondere soll das Auslaufende der
Heizzone im wesentlichen die gewünschte Fadentemperatur haben.
Bei derartigen bekannten Verfahren und Vorrichtungen erfolgt
die Anpassung der Wärmeübertragung an die für die Wärmeüber
tragung maßgebenden Fadenparameter durch Einstellung der
Temperatur, insbesondere der Temperatur des zweiten Sektors der
Heizzone.
In ähnlicher Weise wird auch beim Gegenstand der DE-AS 14 10 360,
einer Vorrichtung zum Erhitzen von vorübergehend hochgedrehten
Garnen aus synthetischen Polymeren, das Garn zunächst
durch eine erste gleichmäßig erhitzte Heizzone geführt, deren
Temperatur wesentlich über der angestrebten Garntemperatur
liegt, und gelangt dann zu einer zweiten gleichmäßig erhitzten
Heizzone, deren Temperatur gleich der gewünschten Garntemperatur
ist.
Gegenstand der DD 83 220 ist ferner ein Verfahren zum Wärmebehandeln
von thermoplastischen Fäden, insbesondere beim Texturieren
der Fäden, welches bei Verwendung von Heizvorrichtungen,
deren Oberflächentemperaturen über dem Schmelzpunkt des Fadenmaterials
liegt, die Schwierigkeiten beim Anlaufen des Texturiervorgangs
vermeiden soll. Hierzu wird der Faden zunächst auf
eine Heizvorrichtung umgesetzt, deren Temperatur unter dem Fadenschmelzpunkt
liegt, und erst wieder auf die mit erhöhter
Temperatur betriebene Heizvorrichtung zurückgesetzt, wenn wenigstens
annähernd die vorgesehene Fadengeschwindigkeit erreicht
ist.
Man macht bei den bekannten Verfahren und Vorrichtungen die
Beobachtung, daß der Heizer sehr stark verschmutzt. Insbesondere
lagern sich auf der Oberfläche des Heizers Rückstände des
Polymers ab, aus welchem der Faden besteht.
Anderseits werden in der Sektion der Heizzone, in der eine
überhöhte Heizertemperatur angewandt wird, derartige Verun
reinigungen nicht beobachtet. Es ist daher erstrebenswert, die
Temperatur der gesamten Heizeinrichtung höher als die Schmelz
temperatur des unverstreckten Polymers einzustellen. Vor
zugsweise liegt die Temperatur auch höher als die Schmelz
temperatur des verstreckten Polymers.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, das bekannte Verfahren
und die bekannte Vorrichtung derart weiterzubilden, daß zur
Vermeidung der Verschmutzung die Temperatur der Heizzone zwar
über der Schmelztemperatur gefahren werden kann, daß aber
trotzdem die Beeinflussung der Aufheizung zur Erzielung einer
gewünschten Fadentemperatur unter Anpassung an die für die
Wärmeübertragung maßgebenden Fadenparameter, insbesondere
Fadengeschwindigkeit, Faden-Wärmeleitfähigkeit, Faden-Wärme
kapazität möglich ist.
Die Lösung ergibt sich aus den Ansprüchen 1 und 3.
Bei dieser Lösung wird - anders als bisher - nicht mehr die
Heizertemperatur so eingestellt, daß eine gewünschte Faden
temperatur erzielt wird. Vielmehr wird die Länge der Heizzone
verändert. Zusätzlich kann die Betriebstemperatur der verbleibenden
Heizzone derart verändert werden, daß die Temperatur
jedenfalls über der Schmelztemperatur, wie oben beschrieben,
liegt. Es sei jedoch hinzugefügt, daß wegen des hohen Niveaus
der Heizertemperatur Änderungen der Heizertemperatur nur
verhältnismäßig geringe Auswirkungen auf die erzielte Faden
temperatur haben. Die Einstellung der Fadentemperatur erfolgt
im wesentlichen durch Einstellung der beheizten Länge.
Dabei ist es möglich, eine Teillänge des Heizers im Takt mit
Energie zu versorgen bzw. die Energiezufuhr zu unterbinden.
Dabei kann durch Einstellung der Taktfrequenz oder der
Heizdauer innerhalb jedes Taktes die Fadentemperatur fühlbar
beeinflußt werden (Anspruch 2).
Bevorzugt erfolgt ein Teil der Wärmeübertragung auf das Garn
durch ein gasförmiges Medium, dessen Temperatur wesentlich über
der angestrebten Garntemperatur von etwa 200°C liegt. Aber
auch beim Führen des Garnes über beheizte Oberflächen besteht
die Gefahr der Schädigung des Garnes durch Anschmelzen der
Oberfläche dann nicht, wenn das Garn nur so lange im Heizer
verweilt, bis die angestrebte Garntemperatur erreicht ist. Dies
wird erfindungsgemäß erreicht durch Anpassung der Heizerlänge
an die erforderliche Verweilzeit. Bei Heizertemperaturen von
vorzugsweise 800°C bis 1200°C erfolgt auf dem beheizten
Teilstück des Heizers eine besonders intensive Wärmeübertra
gung, die es ermöglicht, generell mit sehr kurzen Heizern
auszukommen. Darüber hinaus kann der beheizte Teil des Heizers
bei diesen Temperaturen nicht verschmutzen, da die anfallenden
Verunreinigungen verdampfen. Bei Temperaturen unterhalb von
350°C nimmt die Intensität der Wärmeübertragung allmählich
ab, weshalb derartige Temperaturen als Betriebstemperaturen
nicht in Betracht kommen. Insbesondere aber ist bei Tempera
turen unterhalb von 350°C der beschriebene Effekt der Selbst
reinigung nicht mehr deutlich genug ausgeprägt. Oberhalb von
1200°C kann der Heizer nur mit höherem technischen Aufwand
gebaut werden.
Die Heizleistung des beheizten Teilstücks des
Heizers kann mit einer Regelung der Heizertemperatur an
unterschiedliche Bedingungen angepaßt werden, solange nur die
Heizertemperatur von 350°C nicht unterschritten wird.
Als Regelparameter kommen die Heizertemperatur, die Faden
temperatur oder auch die hinter dem Friktionsfalschdraller
gemessene Fadenspannung in Betracht. Die Temperatur der in
Betrieb befindlichen Länge des Heizers wird sodann so einge
stellt, daß der Regelparameter im wesentlichen konstant bleibt.
Im übrigen erfolgt auch eine Regelung der Heizertemperatur,
indem die Heizertemperatur einer in Betrieb befindlichen
Sektion gemessen und die Energiezufuhr zu dieser Sektion so
eingestellt wird, daß die Heizertemperatur konstant bleibt.
Die Energiezufuhr zu den übrigen in Betrieb befindlichen
Sektionen wird sodann entsprechend der zuvor genannten Sektion
eingestellt.
Durch die weitgehend geschlossene Konstruktion des
Rohrkörpers, der auf die genannten Heizertemperaturen erwärmt
wird, nimmt auch das in der Heizkammer befindliche gasförmige
Medium diese hohen Temperaturen an. Darüber hinaus wird das
Garn bei Temperaturen über 350°C in zunehmendem Maße von der
Wärmestrahlung erwärmt, die der Rohrkörper aussendet. Es ist
dabei von Vorteil, daß das Garn entlang seiner Längsachse
vollständig vom Rohrkörper, der einen Durchmesser von bei
spielsweise 10 mm haben kann, auf der beheizten Länge der
Heizzone umschlossen ist. Um das Garn leicht einlegen zu
können, kann der Heizer so ausgeführt sein, daß er entlang
einer Längsachse aufklappbar ist oder mit einem Einfädelschlitz
versehen ist.
Da die Garnführungselemente, die sich innerhalb
der Heizkammer befinden, die Temperatur des Rohrkörpers
annehmen, kann dies zu Schädigungen von temperaturempfindlichen
Garnen führen. Dieses wird dadurch verhindert, daß der Heizer
nach dieser Erfindung in mehrere voneinander getrennte einzelne
Heizer-Sektionen unterteilt wird, zwischen denen sich die
Führungselemente befinden. Eine Erwärmung der Garnführungs
elemente durch die Heizkammern wird hierdurch verhindert.
Innerhalb dieser Heizkammern befinden sich dann keine Garnfüh
rungselemente. Um Querbewegungen des Garnes zu reduzieren,
können die Garnführungselemente so angebracht werden, daß das
Garn auf einem für Falschzwirnvorrichtungen üblichen Krümmungs
radius geführt wird. Bevorzugt werden die Querbewegungen aber
auch dadurch verhindert, daß das Garn im Zickzack geführt wird
(Anspruch 7). Der Heizer ist also in zwei oder mehr im
wesentlichen gleichartige, nebeneinanderliegende Heizkammern
aufgeteilt. In einer Heizkammer können zwei oder mehr Garne von
einer entsprechenden Anzahl von Führungselementen aufgenommen
werden. Das Einlegen des Garnes kann durch Einfädelschlitze
oder durch aufklappbare Heizer erleichtert werden.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere
darin, daß die üblichen sehr langen Heizer durch sehr viel
kürzere Heizer ersetzt werden können. Da der Temperatur
Regelbereich bei den gewünschten hohen Heizertemperaturen stark
eingeschränkt ist, wird durch Verkürzung der Heizerlänge in
Anpassung an die für die Wärmeübertragung maßgebenden Faden
parameter gewährleistet, daß die gewünschten Fadentemperaturen
trotz der hohen Temperaturen des Heizers mit großer Genauigkeit
erzielt werden können. Hierdurch wird insbesondere eine bessere
Beherrschung des Falschzwirnkräuselprozesses ermöglicht. Dieser
Vorteil kann zur Steigerung der Produktionsgeschwindigkeit
genutzt werden. Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, daß
die Falschzwirnkräuselvorrichtungen mit verringerten Abmes
sungen gebaut werden können, die weniger Platz benötigen und
einfacher zu bedienen sind.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß infolge der kleineren
Dimensionen des Heizers auch die Wärmeverluste geringer sind,
da die einzelnen Sektionen in einem verhältnismäßig kleinen
Isolierkasten untergebracht werden können.
Gegenüber einem Heizer, der zwar auch zwei Sektionen besitzt,
von denen eine Sektion mit einer Temperatur von über 350°C,
eine darauf folgende Sektion aber mit üblicher Heizertempera
tur betrieben wird, die im Bereich der gewünschten Faden
temperatur liegt, hat die Ausführung nach dieser Erfindung den
Vorteil, daß auch die nicht in Betrieb befindliche, ausgeschal
tete Sektion nicht zur Verschmutzung neigt. Ferner wird bei der
Erfindung eine Überhitzung des Fadens vermieden, indem die
Verweilzeit des Fadens durch Einstellung der beheizten
Heizerlänge dem Wärmeangebot angepaßt werden kann.
Im übrigen ist es ohne Bedeutung, ob die nicht in Betrieb
befindliche Sektion sich - in Richtung des Fadenlaufs - am
Anfang, in der Mitte oder am Ende der gesamten Heizzone
befindet.
Anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
wird die Erfindung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 Schema einer Falschzwirnkräuselvorrichtung mit
Ausführungsbeispielen des Heizers in der Texturier
zone und in der Set-Zone;
Fig. 2 Ausführungsbeispiel eines Heizersektors;
Fig. 3 Schema des Heizers aus mehreren einzelnen Heizern mit
Heizkammern ohne Garnführungselemente entsprechend
Fig. 1;
Fig. 4 Querschnitt durch den Rohrkörper mit zwei nebenein
anderliegenden Heizkammern;
Fig. 5 Querschnitt durch den Rohrkörper zur Aufnahme von
zwei Garnen in nur einer Heizkammer;
Fig. 6 Querschnitt durch den Rohrkörper mit Einfädelschlitz;
Fig. 7 Längsschnitt durch einen Heizersektor nach einem
weiteren Ausführungsbeispiel;
Fig. 8 Querschnitt durch den Heizer nach Fig. 7;
Fig. 9A, 9B, 10 Beispiele der Sektion eines Heizers mit einem
Fadenlauf entlang einer Zickzack-Linie.
Fig. 1 zeigt das Schema einer Falschzwirnkräuselvorrichtung.
Das glatte Garn 1 gelangt von der Vorlagespule 15 über ein
Garnführungselement 3 zum ersten Lieferwerk 16 und läuft von
dort über ein Umlenkelement 17 in einen erfindungsgemäßen
Heizer 11, der aus mehreren einzelnen Sektionen besteht. Nach dem
Kühler 18 und dem Drallgeber 19 verläßt das Garn 1 die Texturier
zone über das zweite Lieferwerk 20. Anschließend wird das Garn
1 in einem weiteren Heizer 11, der ebenfalls erfindungsgemäß
ausgestattet sein kann, einer zweiten Wärmebehandlung unter
zogen und gelangt dann über das dritte Lieferwerk 21 zur
Aufwicklung bestehend aus Antriebswalze 22 und Aufwickelspule
23.
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Sektion des
erfindungsgemäßen Heizers, der keine Garnführungselemente 3
innerhalb der Heizkammer 4, sondern nur vor bzw. hinter den Auslaßöffnungen
8 aufweist. Dies ist dann möglich, wenn das Garn 1 wenig zu
Schwingungen neigt, wie z.B. bei Schnellspinnmaschinen oder bei
Streckmaschinen. Es besteht dann nicht die Gefahr, daß das Garn
1 den Rohrkörper 2 berührt. Gerade bei empfindlichen Garnen muß
innerhalb der Heizkammer 4 jeder Kontakt mit festen Oberflächen
vermieden werden. Dies wird bei dem Heizer gemäß Fig. 1, 2, 3
dadurch gewährleistet, daß der Heizer aus mehreren einzelnen
Sektionen 11 besteht, die das Garn 1 nacheinander durchläuft.
Auf einem Kreisbogen angeordnete Garnführungselemente 3, die
sich außerhalb der einzelnen Sektionen 11 befinden, verhindern
störende Querbewegungen des Garnes 1.
Wie die Fig. 1 und 3 zeigen, ist jede Sektion des Heizers
mit einem Regler R1, R2, R3 verbunden. Diese Regler können
unabhängig voneinander aktiviert werden. Es ist daher
insbesondere möglich, die - im Fadenlauf - letzte und/oder
vorletzte Sektion ein- oder auszuschalten. Dies hängt davon ab,
welchen Wärmebedarf der Faden hat, um auf eine gewünschte
Temperatur von ca. 200°C aufgeheizt zu werden, und welche
Verweilzeit hierfür bei einer Temperatur der beheizten
Sektionen von mehr als 350°C, insbesondere mehr als 500°C,
erforderlich ist. Dabei sei erwähnt, daß die Heizertemperatur
der beheizten Sektion oberhalb der Temperatur von 350°C bzw.
500°C veränderbar sein sollte, um auch durch Einstellung der
Temperatur eine Anpassung an den Wärmebedarf herbeiführen zu
können.
In Fig. 4 sind in den Rohrkörpern 2 zwei Heizkammern 4
nebeneinander eingesetzt, um zwei Garne gleichzeitig erwärmen
zu können, deren Lauf durch die Garnführungselemente 3 stabilisiert wird.
Fig. 5 zeigt einen Rohrkörper 2, in dessen Heizkammer 4 zwei
Garne 1 gleichzeitig erwärmt werden. Garnführungselemente 3 mit
zwei Führungsrillen 12 nehmen die Garne 1 auf.
Fig. 6 zeigt im Querschnitt die Sektion eines Heizers, der zum
Einlegen des Garnes mit einem Einfädelschlitz 13 versehen ist.
Während des Betriebes ist der Heizer durch einen Deckel 14
verschlossen.
Fig. 7 zeigt im Längsschnitt eine Heizersektion 11, bei der das
Garn 1 durch den heißen Rohrkörper 2 gezogen wird und bei dem
Garnführungselemente 3 das Garn 1 in der Heizkammer 4 führen, um
Querbewegungen des Garnes zu verhindern. Hierzu kann das Garn
z.B. auf einem Kreisbogen geführt werden. Die Erwärmung des
Heizers erfolgt durch elektrische Heizelemente 5, die in den
Rohrkörper 2 eingelassen sind. Der Rohrkörper 2 ist umgeben von
einer Isolierung 7, die von einem Heizergehäuse 6 gehalten wird. Die
Querschnitte der Ein- und Auslaßöffnungen 8 sind nur so groß,
daß das Garn 1 ungehindert hindurchgezogen werden kann. Damit
wird eine gleichmäßige Temperaturverteilung in der Heizkammer
erzielt und ein Energieverlust durch Ausströmen von heißem Gas
aus den Sektoren 4 des Heizers weitgehend vermieden. Jede
Sektion des Heizers kann zum leichen Einlegen des Garnes 1
geteilt ausgeführt sein, wie dies in Fig. 8 dargestellt ist.
Die obere Hälfte des Rohrkörpers 2 ist über thermisch isolie
rende Verbindungsstücke 9 mit dem Gehäuse 6 verbunden, so daß
der gesamte obere Teil des Heizers aufgeklappt werden kann.
Die beiden Heizerhälften sind durch ein Scharnier 10 verbunden.
In Fig. 9A, 9B ist eine Heizersektion gezeigt, in der der
Faden im Zickzack geführt wird. Dies ist in der Aufsicht nach
Fig. 9A zu erkennen. Die Heizersektion besteht aus einem
länglichen Heizkörper 2 mit einer dem Faden zugewandten, ebenen
Oberfläche. Auf diese Oberfläche sind Garnführungselemente 3
aufgeschraubt, durch deren Heizfläche 25 Wärme auf den Faden
übertragen wird. Die Heizflächen 25 der Garnführungselemente
wirken dabei als Umlenkkanten. Sie sind so angeordnet, daß sie
den Faden längs einer Zickzack-Linie 24 umlenken. Das geschieht
dadurch, daß nebeneinander- und gegenüberliegende Garnführungs
elemente gitterförmig ineinandergreifen und den Faden so
führen, daß er einer Zickzack-Linie mit den Heizflächen als
Umlenkstellen folgt. Bei dieser Anordnung kann - bei entspre
chend enger Anordnung der Garnführungselemente 3 - auf weitere
Fadenführer verzichtet werden, da der Faden an jeder
Umlenkkante 25 umgelenkt und dadurch am Ballonieren gehindert
wird. Durch den Fadenweg längs einer Zickzack-Linie wird die
Heizerlänge verkürzt bzw. wird die Verweildauer des Fadens auf
dem Heizer vergrößert. Die Garnführungselemente 3 sind hier als
Stege ausgebildet, die beidseits des Fadenlaufes angeordnet
sind. In der Projektion auf eine zum Fadenlauf senkrechte Ebene
überlappen sich aufeinanderfolgende Stege mit ihren Umlenkkan
ten 25.
Fig. 10 zeigt einen Querschnitt durch eine Heizeinrichtung
ähnlich Fig. 9A, 9B in Vergrößerung. Auf einem abgekanteten
Träger 26 ist der längliche Heizkörper 2 mit den daran
befestigten Garnführungselementen 3 verschraubt. Der Heizkörper
2 ist ein Rohr mit einem Widerstandsheizer im Inneren. Auf dem
Rohr sitzen drehbare Garnführungselemente 3, die das Rohr
umgreifen und guten Wärmekontakt haben. Die Garnführungsele
mente haben in Längsrichtung des Rohres gleichen Abstand. Der
Heizkörper ist in einem Gehäuse 6 mit Isolierung 7 unter
gebracht und kann durch einen Deckel 14 verschlossen werden.
Die Umlenkkanten 25 sind in dem Garnführungselement 3 als
Flanken einer V-förmigen Nut ausgebildet. Die V-förmige Nut ist
außermittig vom Umfang her im wesentlichen radial in jedes der
Garnführungselemente 3 eingebracht. Die Nuten aufeinanderfol
gender Garnführungselemente sind so ausgerichtet, daß der Faden
1 bei geöffnetem Deckel 14 eingelegt werden kann. In Längsrich
tung des Heizers können dabei die hintereinanderliegenden
Garnführungselemente 3 so angeordnet sein, daß das Garn 1 einer
Zickzack-Linie entsprechend Fig. 9 folgt. Zum Anlegen des
Fadens können aber auch die Garnführungselemente 3 derart
verdreht werden, daß die V-förmigen Nuten sämtlicher Garnfüh
rungselemente in einer Axialebene des Rohres 2 liegen. Sodann
können die Garnführungselemente 3 relativ zueinander abwech
selnd in der einen oder anderen Drehrichtung geringfügig
verdreht werden, so daß die Umlenkkanten 25 nicht mehr auf
derselben Axialebene liegen und der Faden zickzackförmig
abwechselnd an der einen und der anderen Flanke aufeinanderfol
gender Nuten umgelenkt wird.
Bezugszeichenaufstellung
1 Garn
2 Rohrkörper, rohrartiger Behälter, Heizkörper
3 Garnführungselement, Heizstücke
4 Heizkammer
5 elektrisches Heizelement
6 Heizergehäuse
7 Isolierung
8 Ein- und Auslaßöffnungen für Garn
9 Verbindungsstück
10 Scharnier
11 Heizer wie in Fig. 8
12 Garnführungsrille
13 Einfädelschlitz
14 Deckel
15 Vorlagespule
16 erstes Lieferwerk
17 Umlenkelement
18 Kühler
19 Drallgeber
20 zweites Lieferwerk
21 drittes Lieferwerk
22 Antriebswalze
23 Aufwickelspule
24 Zickzack-Linie
25 Heizflächen, Berührflächen, Umlenkkanten 26 Träger
2 Rohrkörper, rohrartiger Behälter, Heizkörper
3 Garnführungselement, Heizstücke
4 Heizkammer
5 elektrisches Heizelement
6 Heizergehäuse
7 Isolierung
8 Ein- und Auslaßöffnungen für Garn
9 Verbindungsstück
10 Scharnier
11 Heizer wie in Fig. 8
12 Garnführungsrille
13 Einfädelschlitz
14 Deckel
15 Vorlagespule
16 erstes Lieferwerk
17 Umlenkelement
18 Kühler
19 Drallgeber
20 zweites Lieferwerk
21 drittes Lieferwerk
22 Antriebswalze
23 Aufwickelspule
24 Zickzack-Linie
25 Heizflächen, Berührflächen, Umlenkkanten 26 Träger
Claims (7)
1. Verfahren zum Heizen eines Fadens in der Falschzwirnzone
einer Falschzwirntexturiermaschine,
bei dem der Faden in der Heizzone einer Temperatur
ausgesetzt wird, die über der Schmelztemperatur des Fadens
liegt,
dadurch gekennzeichnet, daß
zur Anpassung der Heizleistung an die veränderbaren
Parameter Geschwindigkeit, Wärmekapazität, Wärmeleitfähig
keit des jeweils zu bearbeitenden Fadens die wirksame
Länge der Heizzone verändert, die Temperatur der Heizzone
jedoch nicht unter 350°C eingestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die wirksame Länge der Heizzone zeitweise zwischen einer
maximalen Länge und einer minimalen Länge verändert wird,
wobei die Zeitintervalle in Abhängigkeit von einem im
Fadenlauf hinter der Heizzone entstehenden Fadenparameter
wie der Fadentemperatur, derart gesteuert werden, daß der
Fadenparameter im wesentlichen einem vorgegebenen Sollwert
entspricht.
3. Falschzwirntexturiermaschine,
deren Texturierzone aus einem Eingangslieferwerk, einem
Heizer, einer Kühlschiene, einem Friktionsfalschdrallgeber
und einem Ausgangslieferwerk besteht,
wobei die regelbare Temperatur des Heizers über der
Schmelztemperatur des synthetischen Fadens liegt, zur
Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Heizer aus Sektionen besteht, die im Fadenlauf
hintereinander angeordnet sind und die zum Teil ausschalt
bar sind, während die in Betrieb befindlichen Sektionen mit
ihrer Betriebstemperatur gefahren werden.
4. Falschzwirntexturiermaschine nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
von den in Betrieb befindlichen Sektionen des Heizers eine
Sektion temperaturregelbar ist, indem die Temperatur dieser
Sektion gemessen und die Energiezufuhr zu dieser Sektion so
eingestellt wird, daß die gemessene Temperatur der
Solltemperatur im wesentlichen entspricht,
und daß die Energiezufuhr zu den übrigen in Betrieb
befindlichen Sektionen entsprechend der Energiezufuhr zu
der erstgenannten Sektion einstellbar wird.
5. Falschzwirntexturiermaschine nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
jede Sektion aus einem länglichen Heizkörper besteht, der
an einer Seite mit Stegen quer zur Längsrichtung besetzt
ist,
und daß der Faden über Führungsflächen der Stege geführt
wird.
6. Falschzwirntexturiermaschine nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Führungsflächen der Stege auf einer gekrümmten Linie
liegen.
7. Falschzwirntexturiermaschine nach dem Oberbegriff des
Anspruch 3, insbesondere nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
die gekrümmte Linie eine Zickzack-Linie ist, indem die
Stege abwechselnd auf der einen und auf der anderen Seite
des Fadens liegen und sich - in Projektion auf eine zum
Fadenlauf senkrechte Ebene - im Bereich des Fadenlaufes
überlappen.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE4018200A DE4018200C2 (de) | 1989-06-14 | 1990-06-07 | Verfahren und Vorrichtung zum Heizen eines Fadens in der Falschzwirnzone einer Falschzwirntexturiermaschine |
Applications Claiming Priority (4)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE3919394 | 1989-06-14 | ||
DE3932305 | 1989-09-28 | ||
DE4003087 | 1990-02-02 | ||
DE4018200A DE4018200C2 (de) | 1989-06-14 | 1990-06-07 | Verfahren und Vorrichtung zum Heizen eines Fadens in der Falschzwirnzone einer Falschzwirntexturiermaschine |
Publications (2)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE4018200A1 DE4018200A1 (de) | 1991-02-07 |
DE4018200C2 true DE4018200C2 (de) | 1996-06-05 |
Family
ID=27199706
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE4018200A Expired - Fee Related DE4018200C2 (de) | 1989-06-14 | 1990-06-07 | Verfahren und Vorrichtung zum Heizen eines Fadens in der Falschzwirnzone einer Falschzwirntexturiermaschine |
Country Status (1)
Country | Link |
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DE (1) | DE4018200C2 (de) |
Cited By (1)
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DE59601798D1 (de) * | 1995-02-23 | 1999-06-10 | Barmag Barmer Maschf | Verfahren zum Spinnen, Verstrecken und Aufspulen eines synthetischen Fadens |
EP0731196B1 (de) * | 1995-02-23 | 1999-05-06 | B a r m a g AG | Verfahren zum Spinnen, Verstrecken und Aufspulen eines synthetischen Fadens |
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EP1645668A1 (de) * | 2004-10-08 | 2006-04-12 | Schärer Schweiter Mettler AG | Garnheizer und Verwendung eines Garnheizers |
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Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DD83220A (de) * | ||||
DE3719050A1 (de) * | 1986-06-12 | 1987-12-23 | Barmag Barmer Maschf | Fadenaufheizung in einem simultanen strecktexturierverfahren |
-
1990
- 1990-06-07 DE DE4018200A patent/DE4018200C2/de not_active Expired - Fee Related
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DE4341531C2 (de) * | 1992-12-08 | 1998-09-24 | Toyo Electric Co Ltd | Heizvorrichtung bei einer Falschdrahteinrichtung für eine Synthesefaser |
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
DE4018200A1 (de) | 1991-02-07 |
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Legal Events
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Ipc: D02G 1/04 |
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