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DE4010195C2 - Viskokupplung - Google Patents

Viskokupplung

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DE4010195C2
DE4010195C2 DE19904010195 DE4010195A DE4010195C2 DE 4010195 C2 DE4010195 C2 DE 4010195C2 DE 19904010195 DE19904010195 DE 19904010195 DE 4010195 A DE4010195 A DE 4010195A DE 4010195 C2 DE4010195 C2 DE 4010195C2
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DE
Germany
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housing
partition
throttle
viscous coupling
spaces
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Helmut Dipl Ing Wiese
Erich Schoenenbruecher
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GKN Viscodrive GmbH
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GKN Viscodrive GmbH
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D35/00Fluid clutches in which the clutching is predominantly obtained by fluid adhesion
    • F16D35/005Fluid clutches in which the clutching is predominantly obtained by fluid adhesion with multiple lamellae
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60KARRANGEMENT OR MOUNTING OF PROPULSION UNITS OR OF TRANSMISSIONS IN VEHICLES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF PLURAL DIVERSE PRIME-MOVERS IN VEHICLES; AUXILIARY DRIVES FOR VEHICLES; INSTRUMENTATION OR DASHBOARDS FOR VEHICLES; ARRANGEMENTS IN CONNECTION WITH COOLING, AIR INTAKE, GAS EXHAUST OR FUEL SUPPLY OF PROPULSION UNITS IN VEHICLES
    • B60K17/00Arrangement or mounting of transmissions in vehicles
    • B60K17/34Arrangement or mounting of transmissions in vehicles for driving both front and rear wheels, e.g. four wheel drive vehicles
    • B60K17/348Arrangement or mounting of transmissions in vehicles for driving both front and rear wheels, e.g. four wheel drive vehicles having differential means for driving one set of wheels, e.g. the front, at one speed and the other set, e.g. the rear, at a different speed
    • B60K17/35Arrangement or mounting of transmissions in vehicles for driving both front and rear wheels, e.g. four wheel drive vehicles having differential means for driving one set of wheels, e.g. the front, at one speed and the other set, e.g. the rear, at a different speed including arrangements for suppressing or influencing the power transfer, e.g. viscous clutches
    • B60K17/3505Arrangement or mounting of transmissions in vehicles for driving both front and rear wheels, e.g. four wheel drive vehicles having differential means for driving one set of wheels, e.g. the front, at one speed and the other set, e.g. the rear, at a different speed including arrangements for suppressing or influencing the power transfer, e.g. viscous clutches with self-actuated means, e.g. by difference of speed
    • B60K17/351Arrangement or mounting of transmissions in vehicles for driving both front and rear wheels, e.g. four wheel drive vehicles having differential means for driving one set of wheels, e.g. the front, at one speed and the other set, e.g. the rear, at a different speed including arrangements for suppressing or influencing the power transfer, e.g. viscous clutches with self-actuated means, e.g. by difference of speed comprising a viscous clutch

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Description

Die Erfindung betrifft eine Viskokupplung mit einem Gehäuse, mit zwei unabhängig voneinander im Gehäuse nebeneinander drehbar gelagerten Naben, wobei den Naben und dem Gehäuse jeweils in einer bestimmten Folge Außen- und Innenlamellen drehfest zuge­ ordnet sind, die sich teilweise radial überlappen und von denen jeweils mindestens ein Satz axial verschiebbar ist, wobei der Raum zwischen den beiden Naben und dem Gehäuse durch eine im Gehäuse angeordnete Trennwand in zwei Räume unterteilt ist und die beiden Räume durch mindestens eine in der Trennwand vorhan­ dene Öffnung verbunden sind und der jeweils verbleibende Hohl­ raum zumindest teilweise mit einem hochviskosen Viskofluid ge­ füllt ist.
Viskokupplungen mit einem Eingang und zwei Ausgängen sind als sogenannte Torque-Splitter bekannt. Solche Torque-Splitter die­ nen vorzugsweise dem Zweck, die Räder der nicht direkt angetrie­ benen Achse eines Kraftfahrzeuges anzutreiben.
Dies soll insbesondere dann erfolgen, wenn die der direkt ange­ triebenen Achse zugeordneten Räder einen Schlupf zum Boden auf­ weisen, das heißt z. Bsp. durchdrehen. Andererseits können sol­ che Kupplungen als Zwischenraddifferential und gleichzeitig als Zwischenachsdifferential eingesetzt werden. Sie übernehmen dann sowohl die Differentialfunktion als auch eine Sperrfunktion. Es sind drei Lamellensätze vorgesehen, von denen jeweils ein Lamel­ lensatz fest mit dem Gehäuse und die anderen drehfest mit den Kupplungsnaben verbunden sind.
Eine solche Kupplung ist bei­ spielsweise aus der DE 31 45 279 A1 entnehmbar.
Viskokupplungen arbeiten mit einem bestimmten Füllungsgrad, der stets kleiner als 100% ist, um eine gewisse Ausdehnungsmöglich­ keit des viskosen Mediums (Viskofluids) bei Erwärmung zu ermög­ lichen. Wenn sich das Viskofluid soweit ausgedehnt hat, daß eine 100%ige Füllung vorliegt, wobei die Luft dann vollkommen in Lösung aufgegangen ist, beginnt der sogenannte Hump. Beim Hump findet eine schnelle Drucksteigerung statt, die die Außen- und Innenlamellen in gegenseitigen Reibschluß überführt. Die Kupp­ lung arbeitet dann im Hump-Modus, wobei die Drehmomentkapazität der Kupplung um ein vielfaches gegenüber der normalen Drehmo­ mentübertragungskapazität in Visko-Modus gesteigert ist. Wenn beide Ausgangsseiten der Viskokupplung dieselbe Drehzahldiffe­ renz aufweisen, verhält sich die Kupplung wie eine aus einer Kammer bestehende Viskokupplung. Dabei steigt der Füllungsgrad bei Erwärmung gleichmäßig bis zum Hump-Modus an. Falls jedoch nur eine Ausgangsseite der Viskokupplung eine Drehzahldifferenz aufweist, was dann auftritt, wenn sich die Räder einer Seite auf einem Untergrund mit niedrigem Reibungskoeffizienten, z. Bsp. Eis befinden, ergeben sich andere Bedingungen. Ausgehend von der einen Seite, bei der die Drehzahldifferenz ansteht, muß das gesamte Fluid so erwärmt werden, daß eine Überführung in den Hump-Modus erfolgen kann. Hierzu ist eine erheblich größere Temperatursteigerung notwendig. Daher tritt der Hump-Modus, wenn überhaupt, nur mit großer zeitlicher Verzögerung ein.
Eine einfache Möglichkeit, den beschriebenen Nachteil zu ver­ meiden, wäre, zwischen beiden Kupplungshälften eine Trennwand, die abgedichtet ist, vorzusehen. Eine solche Maßnahme hätte jedoch den Nachteil, daß beispielsweise bei Auftreten von Lecka­ gen an einer Hälfte die andere Kupplungshälfte immer noch in den Hump-Modus überführt werden kann. Das Kraftfahrzeug, welches als bevorzugtes Anwendungsgebiet für die Kupplung dient, würde nur von einem Rad aus angetrieben. Dies hätte den Nachteil, daß sich ein Moment um die Hochachse des Fahrzeuges einstellen würde. Hieraus würde sich ein ständiger Gefahrenzustand ergeben, der aus Sicherheitsgründen nicht zulässig ist.
Eine Viskokupplung der beanspruchten Gattung ist in der EP 0 337 356 A1 beschrieben. Dabei werden die beiden durch eine Trennwand voneinander getrennten Gehäuseinnenräume durch eine Pumpe mit­ einander verbunden. Die Pumpe sorgt dafür, daß aus dem Gehäuse­ innenraum, dessen Kupplungsnabe im Verhältnis zu der anderen Nabe rotiert, Viskofluid abgepumpt wird und in den jeweils ande­ ren Gehäuseinnenraum überführt wird. Hierdurch soll erreicht werden, daß sich schneller ein Hump aufbaut und eine schnellere Reaktion zur Drehmomentübertragung die Folge sein soll. Von Nachteil bei einer solchen Ausführung ist jedoch, daß auch dann, wenn sich ein Gleichgewicht wieder an den Hinterrädern hinsicht­ lich des Antriebs eingestellt hat und beide Hinterräder und damit Kupplungsnaben mit gleicher Geschwindigkeit rotieren könn­ ten, die unterschiedlichen Füllungsgradverhältnisse beibehalten bleiben.
In der DE 37 43 976 A1 ist eine als Torque-Splitter ausgebildete Viskokupplung beschrieben, bei der zwar auch zwei separate Kam­ mern vorgesehen sind, wobei ebenfalls eine Pumpe im Trennbereich zwischen den beiden Kammern angeordnet ist, die jedoch dazu dient, ein Umwälzen des in den beiden Kammern befindlichen Fluids vorzunehmen, wobei zusätzlich Verbindungsleitungen zwi­ schen den Endbereichen der Kammern und der Pumpe vorgesehen sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Viskokupplung zu schaffen, bei der bei Auftreten von Drehzahldifferenzen einer Abtriebsseite zum Gehäuse eine schnelle Überführung für diese Seite in den Hump-Modus gewährleistet ist, bei der aber im nor­ malen Arbeitszustand und bei gleichzeitig auftretender Drehzahl­ differenz in gleicher Größe an beiden Abtriebsseiten stets glei­ che Antriebsverhältnisse gewährleistet werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die die beiden getrennten Räume verbindende(n) Öffnung(en) der Trennwand als Drossel(n) ausgebildet ist (sind), wobei die Dossel(n) einen so geringen Öffnungsquerschnitt aufweist(-en), daß ein ver­ langsamter Fluidaustausch zwischen den beiden Räumen eintritt.
Da die erfindungsgemäße Viskokupplung gleichzeitig sowohl als Zwischenachsdifferential als auch als Zwischenraddifferential wirksam ist, ist sichergestellt, daß keine auf eine ungleichmä­ ßige Momentenverteilung zurückgehenden gefährlichen Fahrzustände eintreten können.
Von Vorteil bei der erfindungsgemäßen Viskokupplung ist ferner, daß nach Beendigung des eingetretenen Hump ein automatischer, wenn auch verzögerter Ausgleich zwischen den beiden durch die Trennwand getrennten Räume wieder eintritt, so daß die Ausgangs­ verhältnisse sich automatisch ergeben. Es wird also einerseits der Humpaufbau gefördert, aber dann, wenn etwa gleiche Bedingun­ gen an den beiden Ausgängen des Torque-Splitters im Verhältnis zum Antrieb vorliegen, gewährleistet ist, daß auch gleiche Be­ dingungen in den beiden Räumen der Viskokupplung gegeben sind.
Bevorzugt sind auf der Fläche der Trennwand gleichmäßig verteilt mehrere Drosseln vorgesehen. Die Wirkung der Drosseln ist so ausgelegt, daß sie beim Anstehen einer Relativdrehung nur einer Kupplungshälfte den Druckanstieg in dieser Kupplungshälfte nur unwesentlich beeinflussen und eine Hump-Bildung in kurzer Zeit ermöglichen.
Es ist auch möglich, das Gehäuse im Bereich der Trennwand zu teilen. Voraussetzung ist jedoch, daß die beiden Gehäuseteile mit in der Lage zueinander korrespondierenden Drosseldurchlässen versehen sind.
Bevorzugt sind die Drosseln als Bohrungen gestaltet. Diese kön­ nen über die Fläche der Trennwand verteilt angeordnet sein. Sie sind als Durchgangsbohrungen gestaltet.
Alternativ ist es auch möglich, die Drosseln als unter Feder­ spannung im geöffneten Zustand gehaltene Ventile auszubilden, die bei Überschreiten eines vorbestimmten Druckes in einem der Räume den Durchlaß zum anderen Raum hin verschließen. Es können ebenfalls mehrere verteilt angeordnete Drosselventile vorgesehen sein. Durch das Schließen bei Erreichen eines bestimmten Druckes wird die Überführung in den Hump-Modus noch beschleunigt.
Dabei sind die Ventile als in beiden Strömungsrichtungen zwi­ schen den beiden Räumen wirkende Doppelventile ausgebildet. Durch die ständige Bewegung ergibt sich ein gewisser Selbstrei­ nigungseffekt, so daß ein Verschließen der Ventildurchgänge durch Verschmutzung, z. B. durch den Abrieb an den Lamellen, im Hump-Modus verhindert wird.
Die Drosselbohrungen können vorzugsweise als Bestandteil eines in eine Gewindebohrung der Trennwand einschraubbaren Drosselein­ satzes ausgebildet sein. Hierdurch können je nach Anwendungsfall unterschiedliche Einsätze mit unterschiedlich großen Drosselboh­ rungen bei einer Gehäuseausführung gewählt werden.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung und deren Anwendung sind in der Zeichnung schematisch dargestellt.
Es zeigt
Fig. 1 einen Halbschnitt einer Viskokupplung mit einem einteiligen Gehäuse,
Fig. 2 eine Viskokupplung mit geteiltem Gehäuse,
Fig. 3 als Einzelheit eine erste Alternative der Ausbildung der Drossel,
Fig. 4 ebenfalls als Einzelheit eine weitere alter­ native Ausbildung der Drossel,
Fig. 5 die Ausbildung der Drossel als doppeltwirken­ des Ventil und
Fig. 6 ein Antriebsschema eines Kraftfahrzeuges mit einer Viskokupplung nach der Erfindung.
In Fig. 1 ist eine Viskokupplung 1 dargestellt, deren Gehäuse 2 aus einem Gehäusemantel 3 und den beiden Deckeln 4, 5 besteht. Dem Gehäusemantel 3 ist ein Flansch 6 ange­ formt, an den ein Tellerrad zum Antrieb des Gehäuses 2 anschließbar ist. In dem Gehäuse 2 sind koaxial zu diesem zwei Naben 7, 8 unabhängig voneinander drehbar gelagert. Hierzu sind die Naben 7, 8 jeweils auf Ansätzen 10, 11 der Deckel 4, 5 einerseits und außerdem auf einem Lagerring 12 gehalten. Ferner sind sie in einer im Gehäuse 2 angeord­ neten Trennwand 13 gelagert. Die Trennwand 13 unterteilt den Raum zwischen den beiden Naben 7, 8 und dem Gehäuse 2 in zwei Räume 14, 15. Der Gehäusemantel 3 weist in seiner Innenfläche eine längs verlaufende, d. h. pa­ rallel zur Drehachse x-x verlaufende Verzahnung 16 auf. In der Verzahnung 16 sind Außenlamellen 18 drehfest aufge­ nommen. Sie sind über Distanzringe 20 zueinander distan­ ziert gehalten. Die beiden Naben 7, 8 weisen auf ihrer Außenfläche ebenfalls parallel zur Drehachse x-x sich erstreckende Verzahnungen 17 auf. In den Verzahnungen 17 sind abwechselnd zu den Außenlamellen 18 Innenlamellen 19 angeordnet. Die Innenlamellen 19 sind jedoch nicht distan­ ziert gehalten. Die beiden Räume 14, 15 sind durch Dich­ tungen 9, die zwischen den Naben 7, 8 einerseits und An­ sätzen 10, 11 sowie der Bohrung der Trennwand 13 wirksam sind, nach außen hin abgedichtet. Eine Befüllung kann über eine Bohrung, die über eine Kugel verschließbar ist, er­ folgen. Zur Befüllung ist ein Fluid vorgesehen, z. B. Sili­ konöl. Die Innenlamellen 19 und Außenlamellen 18 über­ lappen sich in radialer Richtung teilweise. Die Naben 7, 8 besitzen eine Bohrung mit einer Innenverzahnung 21. Diese dienen zum Anschluß von beispielsweise Antriebswellen eines der Räder eines Kraftfahrzeuges. Das Drehmoment wird aufgrund Scherung des Fluids in den beiden Räumen 14, 15 zwischen den Außenlamellen 18 und den Innelamellen 19 bei Anliegen einer Drehzahldifferenz übertragen. Die Funktion von Viskokupplungen ist an sich bekannt und beispielsweise in der GB-PS 1 357 106 beschrieben. Aus dieser ergibt sich auch die Gestaltung bekannter Lamellen.
Bei der Ausbildung der Viskokupplung nach Fig. 2 ist das Gehäuse 2 in zwei Teile im Bereich der Trennwand 13 ge­ teilt. Die beiden Teile sind mit 2a bzw. 2b bezeichnet. Die Trennwand 13 ist ebenfalls geteilt, wobei jeweils eine Trennwand 13 einem der beiden Gehäuseteile 2a bzw. 2b zugeordnet ist. Da die Trennwände 13 fest mit dem zugehörigen Gehäusemantel 3 der Gehäuseteile 2a bzw. 2b verbunden sein können, ist der Lagerring 12 aus Fig. 1 entbehrlich. Die beiden Naben 7, 8 sind ausschließlich in der Bohrung der beiden Trennwände 13 gelagert.
Den beiden in den Fig. 1 und 2 dargestellten Aus­ führungsformen ist die Zuordnung von Drosseln 22 gemein­ sam. Es gibt mehrere verschiedene Ausbildungsvarianten für die Drosseln 22. Bevorzugt sind auf der Fläche der Trenn­ wand 13 mehrere Drosseln 22 verteilt angeordnet.
Nach einem ersten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 ist die Drossel 22 durch eine Durchgangsbohrung 26 darge­ stellt. Die Durchgangsbohrung 26 weist einen geringen Querschnitt im Verhältnis zur Gesamtfläche der Trennwand 13 auf. Bevorzugt sind drei solcher Durchgangsbohrungen 26 verteilt angeordnet. Die Durchgangsbohrungen 26 verbinden die beiden Räume 14, 15.
Bevorzugt ist jedoch die Durchgangsbohrung 26 einem Dros­ seleinsatz 23 zugeordnet, wie dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 für die Drossel 22 zu entnehmen ist. Dieser Drosseleinsatz 23 ist in eine Gewindebohrung 24 der Trenn­ wand 13 mit einem Gewindeschaft 25 einschraubbar. Hier­ durch ist es möglich, verschiedene Drosseleinsätze 23 mit unterschiedlichen Drosselbohrungen 26 zu bevorraten, wel­ che alle mit einem einheitlichen Gewindeschaft 25 versehen sind, der zu den Gewindebohrungen 24 paßt. Hierdurch kön­ nen den verschiedenen Anwendungsfällen entsprechend unter­ schiedliche Drosseleinsätze 23 gewählt werden, ohne daß Veränderungen an der Trennwand 13 erforderlich wären.
In Fig. 5 ist eine Drossel 22 in Gestalt eines doppelt wirkenden Rückschlagventiles 27 dargestellt. Dazu ist in der Trennwand 13 eine Bohrungsanordnung vorhanden, bei der das Ventil 27 mit den beiden Ventilschäften 32, 33 ver­ schiebbar aufgenommen ist. Der Zwischenbereich zwischen den beiden Ventilschäften 32, 33 ist im Durchmesser ver­ ringert. Es ergeben sich dadurch zwei Anlageschultern 37 zu den Ventilschäften hin, zwischen denen eine Feder 28 eingespannt gehalten ist. Die beiden Schäfte 32, 33 sind in Lagerbohrungen 31 verschiebbar geführt. Die eine Lager­ bohrung ist Bestandteil der Trennwand 13 während die an­ dere Bestandteil einer Ringmutter 35 ist. Die Ringmutter 35 ist in eine Gewindebohrung 40 der Trennwand 13 einge­ setzt und besitzt eine Ausdrehung 38. Sie schließt eine Aufnahmebohrung 39 für die Feder 28 ab. Da die Aufnahme­ bohrung 39 im Durchmesser größer bemessen ist als die Lagerbohrung 31 ergeben sich ferner eine Anlageschulter 34 in der Trennwand 13 und eine an der Ringmutter 35 in Form der Stirnfläche 36 für die Feder 28. Die Ringmutter 35 wird soweit in die Gewindebohrung 40 eingeschraubt, bis eine Anlage der Stirnfläche 36 an der Feder 28 erreicht ist. Solange gleiche Drehzahlunterschiede in beiden Räumen 14, 15 gegeben sind, verbleibt das Ventil 27 in der darge­ stellten Position. Ein Fluidaustausch zwischen beiden Räumen 14, 15 ist durch die Überströmausnehmungen 30 möglich. Für den Fall, daß jedoch nur in einem der Räume 14, 15 eine Drehzahldifferenz zwischen der zugehörigen Nabe 7 bzw. 8 und dem Gehäuse 2 ansteht, so tritt aufgrund der Scherung in diesem Gehäuseteil eine Erwärmung des Fluids ein, welches sich ausdehnt, wobei bei Erreichen einer bestimmten Temperatur ein rascher Druckaufbau erfolgt, weil die Drossel 22, sei es in Form des Ventil 27 gemäß Fig. 5 oder der Drosselbohrungen nach den Fig. 3 oder 4 einen schnellen Austausch zwischen den beiden Räumen 14, 15 verhindern. Hierdurch wird gewährleistet, daß die Viskokupplungshälfte mit erhöhtem Druck in den Hump-Modus überführt wird, wobei die Innen- 19 und Außenlamellen 18 zueinander in Anlage kommen und in Reibkontakt stehen. Da­ bei kann ein hohes Moment übertragen werden. Die bisher stillstehende Nabe 7 oder 8 wird mitgenommen. Bei einer Ausführungsform nach Fig. 5 ergibt sich während der an­ stehenden Drehzahldifferenz aufgrund der Druckerhöhung eine Verschiebung des Ventilschaftes, wobei die O-Ring- Dichtung 29 entweder des Ventilschaftes 32 oder des Ventilschaftes 33 in Kontakt zu der zugehörigen Lager­ bohrung 31, je nachdem in welchem der beiden Räume 14, 15 eine Drehzahldifferenz ansteht, gebracht wird. Aufgrund der nunmehr geschlossenen Überstromausnehmungen 30 kann ein schneller Druckaufbau und damit eine schnelle Über­ führung in den Hump-Modus erfolgen. Stellt sich ein Gleichgewicht zwischen der Drehbewegung der beiden Naben 7, 8 ein, erfolgt eine Abkühlung und damit eine Druckredu­ zierung in dem zunächst im Hump-Modus befindlichen Raum. Daraus resultiert ein Druckabbau und eine Rückstellung des Ventils 27 in die Normalstellung, wie sie in Fig. 5 gezeigt ist und bei der ein freies Überströmen aufgrund der offenen Überströmausnehmungen 30 zwischen den beiden Räumen 14, 15 erfolgen kann.
Ein bevorzugtes Anwendungsgebiet ist das der vierradge­ triebenen Kraftfahrzeuge. In Fig. 6 ist ein Antriebs­ schema eines solchen Kraftfahrzeuges 41, das von der Basis her ein Frontantriebsfahrzeug ist, dargestellt. Das Fahr­ zeug 41 wird von einem Motor 42 angetrieben. Dem Motor 42 ist ein Hauptgetriebe 43 nachgeschaltet, über welches ein Vorderachsdifferential 44 und über dieses die vorderen Seitenwellen 48 und die Vorderräder 47 angetrieben werden. Abgezweigt hiervon ist der Antrieb für die Hinterräder 51. Hierzu ist ein Winkeltrieb 45 vorgesehen, der eine Längswelle 46 treibt. Die Längswelle 46 treibt ein Zwischenraddifferential 49, welches drehmomentmäßig über die hinteren Seitenwellen 50 mit den Hinterrädern 51 ver­ bunden ist. Die Viskokupplung 1 nach der Erfindung kann das Zwischenraddifferential 49 der Hinterachse ersetzen. Es ist jedoch auch eine andere Antriebskonzeption möglich, bei der das Hauptgetriebe 43 zunächst eine Viskokupplung 1 entsprechend der Erfindung antreibt. Diese ist dann an­ stelle des Winkeltriebs 45 vorgesehen. Ihre beiden Aus­ gänge dienen dazu, einerseits das Vorderachsdifferential 44 und andererseits die Längswelle 46 anzutreiben. Für den Fall, daß eine Ausführungsform nach Fig. 2 vorgesehen ist, kann das in Fig. 5 dargestellte Ventil 27 nur in einer der Trennwände 13 vorgesehen sein, während die der dem anderen Gehäuseteil zugehörige Trennwand 13 mit einer entsprechend größeren Durchgangsbohrung versehen ist, die einen Austausch des Fluids erlaubt.
Bezugszeichenliste
1 Viskokupplung
2, 2a, 2b Gehäuse
3 Gehäusemantel
4, 5 Deckel
5 Flansch
7, 8 Nabe
9 Dichtung
10, 11 Ansatz
12 Lagerring
13 Trennwand
14, 15 Räume
16 Verzahnung im Gehäuse
17 Verzahnung der Naben
18 Außenlamellen
19 Innenlamellen
20 Distanzringe
21 Innenverzahnung der Naben
22 Drossel
23 Drosseleinsatz
24 Gewindebohrung
25 Gewindeschaft des Drosseleinsatzes
26 Drosselbohrung
27 Ventil
28 Feder
29 O-Ringdichtung
30 Überströmausnehmung
31 Lagerbohrung
32 erster Ventilschaft
33 zweiter Ventilschaft
34 Anlageschulter für Feder
35 Ringmutter
36 Stirnfläche der Ringmutter
37 Anlageschulter am Ventilschaft
38 Ausdrehung
39 Aufnahmebohrung für Feder
40 Gewindebohrung
41 Fahrzeug
42 Motor
43 Hauptgetriebe
44 Vorderachsdifferential
45 Zwischenachsdifferential/Winkelgetriebe
46 Längswelle
47 Vorderräder
48 Seitenwelle für Vorderräder
49 Zwischenraddifferential
50 Seitenwelle für Hinterräder
51 Hinterräder

Claims (8)

1. Viskokupplung mit einem Gehäuse, mit zwei unabhängig von­ einander im Gehäuse nebeneinander drehbar gelagerten Naben, wobei den Naben und dem Gehäuse jeweils in einer bestimmten Folge Außen- und Innenlamellen drehfest zugeordnet sind, die sich teilweise radial überlappen und von denen jeweils mindestens ein Satz axial verschiebbar ist, wobei der Raum zwischen den beiden Naben und dem Gehäuse durch eine im Gehäuse angeordnete Trennwand in zwei Räume unterteilt ist und die beiden Räume durch mindestens eine in der Trennwand vorhandene Öffnung verbunden sind und der jeweils verblei­ bende Hohlraum zumindest teilweise mit einem hochviskosen Viskofluid gefüllt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die die beiden getrennten Räume (14, 15) verbindende(n) Öffnung(en) der Trennwand (13) als Drossel(n) (22) ausge­ bildet ist (sind), wobei die Dossel(n) (22) einen so gerin­ gen Öffnungsquerschnitt aufweist(-en), daß ein verlangsam­ ter Fluidaustausch zwischen den beiden Räumen (14, 15) eintritt.
2. Viskokupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (2) im Bereich der Trennwand (13) geteilt ist.
3. Viskokupplung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der beiden Gehäuseteile (2a, 2b) eine Trennwand (13) aufweist, deren Drosseldurchlässe (22) im montierten Zustand zueinander korrespondieren.
4. Viskokupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drossel(n) (22) als Drosselbohrung(en) (26) ausge­ bildet ist (sind).
5. Viskokupplung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß drei Drosselbohrungen (26) über die Fläche der Trenn­ wand (13) verteilt angeordnet sind.
6. Viskokupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Drossel (22) ein unter Federspannung im geöffneten Zustand gehaltenes Ventil (27) ist, das bei Überschreiten eines vorbestimmten Druckes in einem der Räume (14, 15) den Durchlaß zum anderen Raum hin verschließt.
7. Viskokupplung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventile als in beiden Strömungsrichtungen zwischen den beiden Räumen (14, 15) wirkende Doppelventile (27) aus­ gebildet sind.
8. Viskokupplung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselbohrung(en) (26) jeweils Bestandteil eines in eine Gewindebohrung (24) der Trennwand (13) einschraub­ baren Dosseleinsatzes (23) ist (sind).
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