DE3934287A1 - Magnetventil - Google Patents
MagnetventilInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Magnetventil, das zwischen mindestens
zwei Funktionsstellungen O und I durch elektrische Ansteuerung
umschaltbar ist, und die gattungsbestimmenden Merkmale des
Oberbegriffs des Anspruchs 1 aufweist.
Es sind Magnetventile bekannt, bei denen axial an einer Seite
eine eine Spule mit zwei Steuerwicklungen angeordnet sind,
mittels denen die Funktionsstellungen des Ventils dadurch
eingestellt werden, daß entweder eine oder beide
Steuerwicklungen erregt werden und dadurch ein Anker in einem
Stator einer Steuermagnet-Anordnung verschoben wird. Für die
Rückstellung des Ankers sind Rückstellfedern vorgesehen, deren
Rückstellkraft entgegen der Stellkraft der Spule wirkt. Es
sind auch Ventile bekannt, die axial an beiden Seiten je eine
Spule und Rückstellfedern aufweisen. Die Funktionsstellungen
werden bei diesem Ventil dadurch eingestellt, daß entweder die
eine oder die andere Spule mit einem Arbeitsstrom erregt wird.
Auch sind Steuermagnet-Anordnungen bekannt, die eine axial an
einer Seite angeordnete Spule mit nur einer einzigen
Steuerwicklung aufweisen, die in Ruhestellung stromlos ist und
durch Erregung mittels unterschiedlich hoher Arbeitsströme die
Funktionsstellung des Ventils einstellt. Bei stromloser
Steuerwicklung ist eine bereichsweise vorhandene Magneti
sierung des jeweils aus einem magnetisierbaren Matarial
bestehenden Stators, des Ankers und der Polschuhe unge
ordnet, d. h. statistisch orientiert. Wird nun die Steuer
wicklung mittels eines Stroms erregt, so muß das Magnet
feld der Steuerwicklung erst die Magnetisierung in dem
von ihrem Magnetfeld durchflossenen Bereich in Richtung der
Feldlinien ausrichten, was eine gewisse Zeit in Anspruch
nimmt. Dem Aufbau des Magnetfelds um die Steuerwicklung
wirkt auch die Induktivität L der Spule entgegen. Hieraus
resultiert eine relativ lange Ansprechzeit der Steuermagnet-
Anordnung auf das Anlegen eines Steuerstromimpulses an die
Steuerwicklung. Die Dauer dieser Ansprechzeit könnte zwar
dadurch etwas verkürzt werden, daß die Steuerwicklung mit
einem höheren Steuerstrom erregt wird. Eine durch Stromer
höhung erzielte Verkürzung der Ansprechzeit steht aber in
keinem vernünftigen Verhältnis zu dem erheblichen Mehrauf
wand an Steuerleitung und Material für die Spule.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Magnetventil
bereitzustellen, das eine verringerte Ansprechzeit unter
Beibehaltung der Größe der Spulen und Anzahl der Wicklungen
der bekannten Spulen und deren Stromstärke aufweist, und somit
schneller schaltet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden
Teil des Patentanspruchs 1 genannten Merkmale gelöst.
Bei diesem erfindungsgemäßen Magnetventil sind die
Steuerwicklungen der Steuermagnet-Anordnung ständig von einem
Ruhestrom der Steuerstromquelle durchflossen, d. h. auch in der
Ruhestellung des Ankers. Dies hat zur Folge, daß durch den
Ruhestrom in den beiden Steuerwicklungen ständig ein
magnetisches Feld induziert wird, was eine gleichsam
"permanente" Magnetisierung des Stators, des Ankers und
der beiden Polschuhe in Richtung der Feldlinien bewirkt.
Die Magnetisierung liegt somit bereits in der Ruhelage
des Magnetventils vor, und muß daher, wenn die
Steuerwicklungen von einem Arbeitsstrom durchflossen werden,
um den Anker in eine Arbeitsstellung zu bringen, nicht erst
aufgebaut werden. Da die beiden Steuerwicklungen der
Steuermagnet-Anordnung derart von dem Steuerstrom durchflossen
sind, daß sie entgegengesetzte Felder erzeugen, heben sich die
Felder der beiden Steuerwicklungen, die durch den Ruhestrom
erzeugt werden, gegenseitig auf, so daß der Anker allein durch
die resultierende Rückstellkraft der Rückstellfedern sich in
einer stabilen Lage im Stator, nämlich in der Ruhelage,
befindet. Geringfügige Abweichungen aus dieser Ruhelage werden
von den Rückstellfedern dahin ausgeglichen, daß der Anker wieder
zurück in die stabile Ruhelage gedrängt wird. In der Arbeitslage
des Ankers wird eine Steuerwicklung von einem Arbeitsstrom
durchflossen, der einen höheren Wert als der Ruhestrom aufweist.
Hieraus ergibt sich der Vorteil, daß aufgrund der bereits in
der Ruhelage des Ankers orientierten Magnetisierung diese
beim Anlegen des Arbeitsstroms an eine Steuerwicklung nicht
mehr orientiert werden muß, wodurch sowohl Zeit als auch
Energie gespart wird. Es wird somit lediglich die Zeit benötigt,
die zur Überwindung der Selbstinduktivität L der Spule beim
Anstieg des Stroms vom Ruhestrom auf den Arbeitsstrom benötigt
wird. Die Ansprechzeit der Steuermagnet-Anordnung ist bei dem
erfindungsgemäßen Magnetventil gegenüber der Ansprechzeit
bekannter Steuermagnete um den Faktor 10 geringer, da für die
Umorientierung der Magnetisierung, des Stators, des Ankers
und der Polschuhe keine Zeit benötigt wird. Die Ansprechzeiten
der Steuermagnet-Anordnung des erfindungsgemäßen Magnetventils
liegen daher bei 1-2 ms.
Durch das Merkmal des Anspruchs 2 fließen in der Ruhelage des
Ankers in der Steuermagnet-Anordnung nur geringe Ströme durch
die Steuerwicklungen, die die Orientierung der Magnetisierung
des Stators, des Ankers und der Polschuhe aufrechterhalten.
Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausführungsform ist der Anker
als Permanentmagnet ausgebildet. Dieser Anker weist daher eine bleibende
Orientierung seiner Magnetisierung auf, so daß lediglich die
Magnetisierung des Stators und der Polschuhe in Richtung der
Feldlinien orientiert werden müssen.
Durch die Merkmale der Ansprüche 4 bis 6 wird sichergestellt,
daß mit zu vertretender Kraft der sich in einer Arbeitslage
befindende Anker entweder zurück in eine Ruhelage oder in die
andere Arbeitslage gebracht werden kann, da sich die Stirnseiten
des Ankers mit einem, von der Dicke des Isolators bestimmten
Abstand zu den Polschuhen befinden. Ein sattes Anliegen des
Ankers an den Polschuhen wird somit vermieden. Außerdem wird
ein zu heftiges Anschlagen mittels der Dämpfungsmittel
verhindert.
Durch die Merkmale der Ansprüche 7 bis 9 sind vorteilhafte
Gestaltungen der Kupplung des den Ventilkörper mit dem Anker
verbindenden Verbindungselements angegeben. Die Kupplung kann
entsprechend der für einen speziellen Anwendungsfall
erforderlichen Bewegungsabläufe des Ventilkörpers ausgebildet
sein. Der Ventilkörper kann sich demnach zeitgleich mit gleicher
Geschwindigkeit, um eine gewisse Wegstrecke nachhinkend und mit
gleicher Geschwindigkeit, oder zeitgleich aber mit verzögerter
Geschwindigkeit der Bewegung des Ankers folgen.
Das Merkmal des Anspruchs 10 zeigt eine vorteilhafte Ausbildung
der den Stator verschließenden Polkappen auf, wodurch
gleichzeitig die Länge des Ankers, der in seiner Ruhelage
zwischen den Vorsprüngen der Polkappe liegt, bestimmt wird.
Wird nun der Anker aus seiner Ruhelage um eine kleine Wegstrecke
in Richtung einer seiner Arbeitslagen verschoben, so verändern
sich die Widerstände für die die Steuerwicklung umfließenden
Feldlinien drastisch am Übergang von den Vorsprüngen auf den
Anker. Dadurch werden vorteilhaft die Steuerkräfte der
Steuerwicklungen beeinflußt.
Durch die Merkmale der Ansprüche 11 bis 13 wird bewirkt, daß
das Ventil als 4/3-Wegeventil ausgebildet ist, wobei in jeder
Arbeitslage, d. h. in der Durchflußstellung I und II
sichergestellt ist, daß dann, wenn der Arbeitsraum A mit der
Pumpe P bzw. dem Tank T verbunden wird, der Arbeitsraum B mit
dem Tank T bzw. der Pumpe P verbunden wird, so daß eine
konstante und störungsfreie Strömung des Hydraulikmediums
gewährleistet ist.
Durch die Merkmale der Ansprüche 14 und 15 wird eine Störung
der Bewegungen des Ankers im Stator und des Ventilkörpers im
Ventilgehäuse dadurch vermieden, daß in Freiräume
eingeschlossenes Hydraulikmedium abfließen kann, sowie
Leckmedium aus dem Magnetventil in den Tank T abgeführt wird.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme
auf die Zeichnung ein spezielles Ausführungsbeispiel im
einzelnen beschrieben wird. Dabei zeigen:
Fig. 1 ein Schaltschema für das als 4/3-Wegeventil
ausgebildete Magnetventil;
Fig. 2 einen Längsschnitt durch das Magnetventil.
Das in Fig. 1 dargestellte Schaltungssymbol (1) zeigt ein 4/3-
Wegeventil mit einer mittigen Sperr-Nullstellung (2), einer
Vorwärts- und einer Rücklaufstellung (3 und 4). Das 4/3-
Wegeventil ist über Rückstellfedern (5 und 15), die beiderseits
angeordnet sind, federmittenzentriert. Außerdem weist das Ventil
an einer Seite einen Spulenkörper (6) auf, der mit zwei
Steuerwicklungen (7 und 8) versehen ist. Die Steuerwicklungen
(7 und 8) sind derart auf dem Spulenkörper (6) angeordnet, daß
sie bei Bestromung entgegengesetzte Felder erzeugen. Dies kann
einerseits, wie in Fig. 1 dargestellt, dadurch erreicht werden,
daß die Wicklungen (7 und 8) mit entgegengesetztem Drehsinn
auf den Spulenkörper (6) nebeneinander aufgewickelt werden,
und der jeweils innere Spulenanschluß (9) an einer gemeinsamen
Masse (10) anliegt, und die jeweils spulenäußeren Anschlüsse
(11 und 12) jeweils mit einem Anschluß (13 und 14) einer nicht
dargestellten Steuerstromquelle verbunden sind und jeweils mit
einem Arbeitsstrom versorgt werden können. Durch die
gegensinnige Wickelrichtung der einen Steuerwicklung (7 oder
8) gegenüber der anderen Steuerwicklung (8 oder 7) werden in
dem Spulenkörper (6) zwei entgegengesetzte Felder erzeugt. Die
durch die eine Steuerwicklung (7) erzeugte Steuerkraft wirkt
der Kraft der Rückstellfeder (5) entgegen, wohingegen die durch
die Steuerwicklung (8) erzeugte Steuerkraft des Spulenkörpers
(6) der Rückstellkraft der Rückstellfeder (15) entgegenwirkt.
Der in Fig. 2 dargestellte Längsschnitt durch das
erfindungsgemäße Magnetventil zeigt im wesentlichen die mit
(16) bezeichnete Steuermagnet-Anordnung und das mit (17)
bezeichnete Ventil. Die Steuermagnet-Anordnung (16) besteht im
wesentlichen aus einem Stator (18) und einem in diesem Stator
(18) koaxial angeordneten Anker (19). Stirnseitig ist der Stator
(18) mit Endstirnwänden (20 und 21) abgeschlossen. Diese
Endstirnwände (20 und 21) weisen Lager (22 und 23) auf, in
denen axiale Fortsätze (24 und 25) des Ankers (19)
längsverschieblich gelagert sind. Diese axialen Fortsätze (24
und 25) können entweder einstückig am Anker (19) angeformt
sein, sie können jedoch auch als separate, mit dem Anker (19)
formschlüssig verbundene Bauteile ausgebildet sein. Ferner
weist der Anker (19) Ausnehmungen (26) auf, die z. B. in Form
von axialen Bohrungen in die Stirnwände (27 und 28) mit radialem
Abstand zur Achse (29) des Ankers (19) und mit gleichem Abstand
zueinander ausgebildet sind. Diese Ausnehmungen (26) dienen
als Aufnahme für Rückstellfedern (5 und 15), die sich ihrerseits
am Grund der Ausnehmungen (26) und an den Innenflächen der
Endstirnwände (20 und 21) abstützen.
Der Stator (18) besteht im wesentlichen aus einem im Querschnitt
T-förmigen Innenring (30) und einem den Innenring (30)
umgebenden hülsenförmigen Mantel (31). Der Innenring (30)
besteht aus einer zwei Schenkel (32 und 33) bildenden, zum
Mantel (31) koaxialen Hülse (34), die über den ringförmigen
Steg (35) mit dem Mantel (31) verbunden ist. Zwischen der Hülse
(34) und dem Mantel (31) sind beiderseits des Stegs (35) die
Steuerwicklungen (7 und 8) des Spulenkörpers (6) vorgesehen.
Die dem Steg (35) abgewandten Stirnseiten (36 und 37) der
Steuerwicklungen (7 und 8) liegen an den Umfangsrändern (38
und 39) der Endstirnwände (20 und 21) an, und werden von axial
in Richtung der Schenkel (32 und 33) vorstehenden Vorsprüngen
(40 und 41) teilweise untergriffen. Die Steuerwicklungen (7
und 8) sind demnach bis auf die Bereiche (42 und 43) von den
Schenkeln (32 und 33), dem Steg (35), dem Mantel (31), den
Umfangsrändern (38 und 39) der Endstirnwände (20 und 21) und
den axialen Vorsprüngen (40 und 41) umgriffen.
Der Anker (19) ist derart ausgebildet, daß er mit geringem
Abstand zur Hülse (34) und zwischen den axialen Stirnflächen
(44 und 45) der Vorsprünge (40 und 41) im Stator (18) liegt.
Die Länge des Körpers des Ankers (19) entspricht demnach dem
Abstand der beiden axialen Stirnflächen (44 und 45) .
Bei der in der Fig. 2 dargestellten Ruhelage des Ankers (19) im
Stator (18) fluchten die beiden Stirnwände (27 und 28) mit den
axialen Stirnflächen (44 und 45) der Vorsprünge (40 und 41).
In dieser Ruhelage wird der Anker (19) durch die Rückstellfedern
(5 und 15) gehalten, wobei sich in dieser Lage die
Rückstellkräfte der Rückstellfedern (5 und 15) aufheben.
Der axiale Fortsatz (25) des Ankers (19) ist als
Verbindungselement (46) ausgebildet, das mit dem Ventilkörper
(47) über eine Verbindung (48) bewegungsgekoppelt ist. Der
Ventilkörper (47) ist axial verschieblich in einem Ventilgehäuse
(49) angeordnet und weist an seinem Umfang drei Umfangsnuten
(50, 51 und 52) auf. Die Umfangsnuten (50, 51 und 52) sind
über einen Kanal (53) mit einem Auslaßkanal (T), der zu einem
nicht dargestellten Tank T führt, verbunden. Die Umfangsnut (52)
ist bei der in der Fig. 2 dargestellten Stellung des
Ventilkörpers (47) im Ventilgehäuse (49) mit einem Einlaßkanal
(55) verbunden, der seinerseits mit einer nicht dargestellten
Pumpe P in Verbindung steht. Ferner weist das Ventilgehäuse
(49) zwei Ringnuten (56 und 57) auf, die mit Auslaßkanälen (58
und 59) verbunden sind, die jeweils mit einem nicht
dargestellten Arbeitsraum A bzw. B in Verbindung stehen.
Die Umfangsnuten (50, 51 und 52) und die Ringnuten (56 und 57)
sind mit Abstand zueinander derart in den Ventilkörper (47)
bzw. das Ventilgehäuse (49) eingebracht, daß sie sich bei der
in der Fig. 2 gezeigten Lage des Ventilkörpers (47) im
Ventilgehäuse (49) nicht überschneiden, sondern die Ringnuten
(56 und 57) von den Ventilabschnitten (60 und 61) verschlossen
sind. In der Ruhelage nimmt also das Ventil (17) die in der
Fig. 1 gezeigte Sperr-Nullstellung (2) ein. Außerdem sind die
Umfangsnuten (50, 51 und 52) sowie die Ringnuten (56 und 57)
in ihrer Breite derart ausgebildet und sind zueinander derart
beabstandet, daß der Abstand der rechten Nutwand (62) der
Umfangsnut (50) von der rechten Nutwand (63) der Umfangsnut
(53) gleich dem Abstand der linken Nutwand (64) der Ringnut (56)
von der linken Nutwand (65) der Ringnut (57) ist. Außerdem ist
der Abstand der linken Nutwand (66) der Umfangsnut (51) von
der linken Nutwand (67) der Umfangsnut (52) gleich dem Abstand
der rechten Nutwand (68) der Ringnut (56) von der rechten
Nutwand (69) der Ringnut (57). Durch diese Beziehungen zwischen
der Breite und der Lage der Nuten zueinander ist sichergestellt,
daß, beim Verschieben des Ventilkörpers (47) im Ventilgehäuse
(49) aus der die Ruhelage darstellenden Sperr-Nullstellung (2)
entweder in die, jeweils eine Arbeitsstellung darstellende
Vorwärtsstellung (3) oder Rücklaufstellung (4), dann, wenn der
Arbeitsraum A mit dem Tank T bzw. der Pumpe P verbunden ist,
eine Verbindung des Arbeitsraums B mit der Pumpe P bzw. dem
Tank T besteht.
Um bei einer axialen Verschiebung des Ankers (19) sowie des
Ventilkörpers (47) im Stator (18) bzw. im Ventilgehäuse (49)
eine Verdrängung des im Raum (70) vor dem axialen Fortsatz
(24) enthaltenen Hydraulikmediums in den Raum (71) am
gegenüberliegenden Ende des Ventilkörpers (47), sowie eine
Verdrängung des Hydraulikmediums im Raum zwischen der
Endstirnwand (20) und der Stirnwand (27) des Ankers (19) in
den Raum zwischen der Endstirnwand (21) und der Stirnwand (28)
des Ankers (19) zu ermöglichen, ist der Anker (19) und der
Ventilkörper (47) jeweils mit einem axialen Durchbruch (72)
versehen, der sich von dem Raum (70) bis zu dem Raum (71)
erstreckt. Weiterhin weist der Durchbruch (72) zwei
Queröffnungen (73 und 74) auf, die über die Ausnehmungen (26)
mit dem Raum vor der Stirnwand (27) bzw. dem Raum vor der
Stirnwand (28) des Ankers (19) verbunden sind. Ferner weist der
Durchbruch (72) eine Drosselbohrung (75) auf, die in die
Umfangsnut (52) mündet und über den Kanal (53) und den
Auslaßkanal (54) mit dem Tank T verbunden ist. Über diese
Drosselbohrung kann somit das durch Leckage aus den Nuten
ausgetretene und sich in der Steuermagnet-Anordnung (16) bzw.
im Raum (71) angesammelte Hydraulikmedium in den Tank T
abfließen.
Nachfolgend wird die Arbeitsweise des erfindungsgemäßen
Magnetventils beschrieben. Zunächst sind die Steuerwicklungen
(7 und 8) des Spulenkörpers (6) stromlos und erzeugen kein
magnetisches Feld, so daß der Anker (19) lediglich unter der
Federkraft der Rückstellfedern (15) in der in der Fig. 2
dargestellten Ruhelage sich befindet. Dabei sind die
Weiß′chen Bezirke des aus magnetisierbarem Material, z. B.
Weicheisen bestehenden Ankers (19) und die Weiß′chen Bezirke
des ebenfalls aus einem magnetisierbaren Material bestehenden
Innenrings (30) mit Steg (35) und Hülse (34) sowie des Mantels
(31) des Stators (18) und die Weiß′chen Bezirke der als Polschuhe
dienenden Endstirnwände (20 und 21) noch ungeordnet und
statistisch verteilt. Bei der Inbetriebnahme des Magnetventils
werden zunächst die beiden Steuerwicklungen (7 und 8) des
Spulenkörpers (6) mit einem Ruhestrom erregt. Dies erfolgt
dadurch, daß die spuleninneren Anschlüsse (9) an Masse gelegt
und die spulenäußeren Anschlüsse (11 und 12) mit einer nicht
dargestellten Steuerstromquelle verbunden werden, die einen
konstanten Steuerstrom von geringer Stromstärke liefert, von
dem beide Steuerwicklungen (7 und 8) durchflossen werden. Dieser
Steuerstrom erzeugt um jede der Steuerwicklungen (7 und 8) ein
magnetisches Feld, wobei die beiden Felder zueinander
entgegengesetzte Richtungen aufweisen. Über diese Felder werden
die Weiß′chen Bezirke des Weicheisens des Stators (18), des
Ankers (19) und der als Polschuhe ausgebildeten Endstirnwände
(20 und 21) umgeordnet. Diese Umordnung und Ausrichtung in
Richtung der Feldlinien erfordert Arbeit und benötigt eine
gewisse Zeit, die im allgemeinen bei 10 bis 20 ms liegt. Sind
schließlich die Weiß′chen Bezirke in Richtung der Feldlinien
ausgerichtet, so ist das Magnetventil betriebsbereit. Außerdem
wirkt einem Stromanstieg in den Steuerwicklungen (7 und 8) die
Selbstinduktivität L der Spule entgegen. Auch bei derart
erregtem Spulenkörper (6) befindet sich der Anker (19) in seiner
Ruhelage, da sich die durch die beiden Felder der
Steuerwicklungen (7 und 8) induzierten magnetischen Kräfte auf
den Anker (19) ausgleichen, und der Anker (19) weiterhin von
den Rückstellfedern (15) in der Ruhelage gehalten wird. Diese
Lage des Ankers (19) im Stator (18) ist stabil, da die Kräfte
der Rückstellfedern (15) größer als die magnetischen Kräfte
des Spulenkörpers (6) sind. Wird nun die Steuerwicklung (7)
des Spulenkörpers (6) von einem höheren Strom als die
Steuerwicklung (8) durchflossen, so bewirkt die magnetische
Kraft des Feldes um die Steuerwicklung (7) eine axiale Anziehung
des Ankers (19) in Richtung auf die Endstirnwand (20). Diese
Auslenkung des Ankers (19) aus der Ruhelage, wie sie in der
Fig. 2 dargestellt ist, bewirkt auch eine Verschiebung der
vorderen Stirnwand (27) des Ankers (19) gegenüber der axialen
Stirnfläche (44) des Vorsprungs (40) der Endstirnwand (20).
Dabei verschiebt sich die Stirnwand (27) in Richtung des
Vorsprungs (40), so daß die stirnwandseitige Umfangsfläche des
Ankers (19) vom Vorsprung (40) überlappt ist. Demgegenüber
entfernt sich die Stirnwand (28) des Ankers (19) vom Vorsprung
(41) der Endstirnwand (21) im dem Maße, wie sich die Stirnwand
(27) der Endstirnwand (20) nähert. Dadurch wird einerseits der
Widerstand für die Feldlinien beim Übergang vom Anker (19) zum
Vorsprung (40) verringert, andererseits der Widerstand für die
Feldlinien beim Übergang vom Anker (19) zum Vorsprung (41)
erhöht. Dieser Umstand bewirkt eine Zunahme der Steuerkraft
des Spulenkörpers (6) auf den Anker (19) in Richtung der
Endstirnwand (20). Die Verschiebung des Ankers (19) erfolgt
mit einer sehr kurzen Zeitverschiebung gegenüber dem Zeitpunkt,
an dem die Steuerwicklung (7) mit dem Arbeitsstrom der
Steuerstromquelle erregt worden ist. Da die Magnetisierung
im Stator (18) und im Anker (19) bereits in Richtung der
Feldlinien des Spulenkörpers (6) orientiert ist, wirkt der
Erhöhung des Ruhestroms auf den Wert des Arbeitsstroms lediglich
die Selbstinduktivität L des Spulenkörpers (6) entgegen. Die
durch die Selbstinduktivität L bewirkte Verzögerung ist jedoch
verhältnismäßig gering.
Demnach folgt der Anker (19) mit nur geringer Zeitverzögerung,
die bei ca. 2 ms liegt, einer Änderung des Steuerstroms.
Wird nun der Anker (19) über die magnetische Kraft des
Spulenkörpers (6) in Richtung der Endstirnwand (20) axial
verschoben, so kommt seine Stirnwand (27) zur Anlage an der
Innenoberfläche der Endstirnwand (20). Um eine spätere Loslösung
des Ankers (19) von der Endstirnwand (20) zu erleichtern, kann
die Stirnwand (27) des Ankers (19) oder die Innenoberfläche
der Endstirnwand (20) mit einem magnetischen Isolator, z. B.
Kunststoff, Aluminium oder dergleichen versehen sein.
Durch die Lageänderung des Ankers (19) im Stator (18) wird
über die Verbindung (48) ebenfalls der Ventilkörper (47) im
Ventilgehäuse (49) verlagert. Dabei verschieben sich die
Umfangsnuten (50, 51 und 52) bezüglich der Ringnuten (56 und
57) derart, daß die linke Nutwand (66) der Umfangsnut (51) die
rechte Nutwand (68) der Ringnut (56) passiert und schließlich
die beiden Nuten (51 und 56) miteinander verbunden sind.
Gleichzeitig passiert die linke Nutwand (67) der Umfangsnut
(52) die rechte Nutwand (69) der Ringnut (57), so daß auch die
Nuten (52 und 57) miteinander verbunden sind. Demzufolge ist
die Pumpe P über den Einlaßkanal (55), die Umfangsnut (51),
die Ringnut (56) und den Auslaßkanal (58) mit dem Arbeitsraum
A verbunden, und ist der Arbeitsraum B über den Auslaßkanal
(59), die Ringnut (57), die Umfangsnut (52), den Kanal (53)
und den Auslaßkanal (54) mit dem Tank T verbunden. Das
Magnetventil befindet sich nun in der Vorwärtsstellung (3).
Bei der Axialbewegung des Ankers (19) in diese erste
Arbeitslage, nämlich die Vorwärtsstellung (3), fließt
Hydraulikmedium aus dem Raum (70) und dem Raum zwischen der
Stirnwand (27) des Ankers (19) und der Endstirnwand (20) über
den Durchbruch (72) und die Queröffnung (73) sowohl in den
Raum zwischen der Stirnwand (28) des Ankers (19) und der
Endstirnwand (21) und den Raum (71) über den Durchbruch (72)
und die Queröffnung (74). Außerdem kann das Hydraulikmedium
über die Drosselbohrung (75), über die Umfangsnut (52), den
Kanal (53) und den Auslaßkanal (54) in den Tank T abfließen.
Diese erste Arbeitslage des Ankers (19) im Stator (18) und
somit die Lage des Ventilkörpers (47) im Ventilgehäuse (49)
kann sowohl dadurch gehalten werden, daß entweder die
Steuerwicklung (7) des Spulenkörpers (6) weiterhin von dem
Arbeitsstrom durchflossen wird, oder kann aber auch dadurch
aufrecht erhalten werden, daß die Steuerwicklung (7) wieder
von dem ursprünglichen Ruhestrom durchflossen wird. In diesem
Fall bleibt der Anker (19) deshalb in der ausgelenkten Lage,
da die magnetischen Widerstände im Bereich des Vorsprungs (40)
der Endstirnwand (20) und dem Stirnwand (27)-seitigen
Umfangsbereich des Ankers (19) geringer sind, als im
gegenüberliegenden entsprechenden Bereich des Vorsprungs (41)
und des Stirnwand (28)-seitigen Umfangsbereichs des Ankers
(19). Diese unterschiedlichen Widerstände rühren daher, daß der
Vorsprung (40) teilweise vom Anker (19) überdeckt ist, dagegen
der Vorsprung (41) mit Abstand zum Anker (19) liegt.
Eine Auslenkung des Ankers (19) aus dieser ersten Arbeitslage
zurück in die Sperr-Nullstellung kann durch die vier folgenden
Möglichkeiten erfolgen:
- 1. der Strom für die Steuerwicklung (7) wird kurzzeitig, z. B. für eine Zeitspanne von 1-2 ms unterbrochen und nimmt dann wieder einen Wert in Höhe des Ruhestroms an, wohingegen die Steuerwicklung (8) ständig mit dem Ruhestrom versorgt wird;
- 2. der Strom der Steuerwicklung (7) wird kurzzeitig, z. B. für eine Zeitspanne von 1-2 ms auf einen Wert unterhalb des Ruhestroms abgesenkt und nimmt dann wieder den Wert für den Ruhestrom an, wohingegen die Steuerwicklung (8) ständig mit dem Ruhestrom versorgt wird;
- 3. der Strom der Steuerwicklung (7) wird auf einen unterhalb des Ruhestroms liegenden Wert kurzzeitig verringert, wohingegen gleichzeitig der Strom der Steuerwicklung (8) auf einen Strom mit einem oberhalb des Ruhestromes liegenden Wert kurzzeitig erhöht wird und schließlich beide Steuerwicklungen (7 und 8) wieder mit dem Ruhestrom versorgt werden; und
- 4. der Strom für die Steuerwicklung (7) behält seinen oberhalb des Ruhestroms liegenden Wert bei, dagegen wird der Strom der Steuerwicklung (8) auf einen oberhalb des Werts des Stroms der Steuerwicklung (7) kurzzeitig erhöht, und es werden schließlich beide Ströme auf den Wert des Ruhestroms abgesenkt.
Bei diesen vier Methoden wird der Anker (19) aus seiner
Arbeitsstellung in Richtung der Grundstellung, d.h. Sperr-
Nullstellung ausgelenkt, und dort mittels der Federkraft der
Rückstellfedern (15) gehalten. Auch diese Auslenkung von der
Arbeitslage in die Grundstellung kann innerhalb kürzester Zeit
erfolgen, da die Magnetisierung im Stator (18), im Anker
(19) und in den Endstirnwänden (20 und 21) nicht um
orientiert werden muß. Die Dauer der Verschiebung des
Ankers (19) liegt im Bereich von 1-2 ms.
Aus dieser Grundstellung heraus kann der Anker (19) wieder
zurück in die erste Arbeitslage oder aber auch in die zweite
Arbeitslage in Richtung der Endstirnwand (21) verschoben werden.
Hierfür ist entsprechend der Strom für die Steuerwicklung (8)
auf den Wert des Arbeitsstroms zu erhöhen, so daß die
magnetische Kraft des Spulenkörpers (6) in Richtung der
Endstirnwand (21) erhöht wird. Auch bei dieser Verschiebung
des Ankers (19) aus der Ruhelage in die zweite Arbeitslage
bedarf es keiner Umorientierung der Magnetisierung im Stator
(18), im Anker (19) und in den Endstirnwänden (20 und 21), da
diese bereits vorher, d. h. in der die Ruhelage darstellenden
Grundstellung orientiert worden ist. Es muß also lediglich
entgegen der Selbstinduktivität L des Spulenkörpers (6) Arbeit
aufgebracht werden, was in einer relativ kurzen Zeitspanne von
1-2 ms erfolgt. Mit dieser Zeitverzögerung bewegt sich der
Anker (19) aus der Ruhelage in die zweite Arbeitslage, wobei
sich die Stirnwand (28) derart in Richtung der Endstirnwand
(21) verschiebt, daß der Umfangsrand des Ankers (19) vom
Vorsprung (41) teilweise überdeckt wird. Gleichzeitig entfernt
sich die gegenüberliegende Stirnwand (27) des Ankers (19) vom
Vorsprung (40) der Endstirnwand (20). Hierdurch wird der
magnetische Widerstand für den magnetischen Fluß um die
Steuerwicklung (7) im Bereich des Vorsprungs (40) und der
Stirnwand (27) erhöht, wohingegen der magnetische Widerstand
für den magnetischen Fluß um die Steuerwicklung (8) im Bereich
des Vorsprungs (41) und der Stirnwand (28) durch die
Überlagerung von Vorsprung (41) und Anker (19) herabgesetzt
wird, so daß dadurch der Anker (19) zusätzlich in Richtung zur
Endstirnwand (21) beschleunigt wird. Auch hier können an der
Stirnwand (28) des Ankers (19) und/oder an der Innenoberfläche
der Endstirnwand (21) magnetische Isolatoren vorgesehen sein,
die ein späteres Verlagern des Ankers (19) aus der zweiten
Arbeitslage zurück in die Ruhelage dadurch erleichtern, daß
kein zu geringer magnetischer Widerstand zwischen dem Anker
(19) und der Endstirnwand (21), z. B. durch direkte Anlage
entsteht.
Diese zweite Arbeitsstellung für das Steuerventil (17) wird
dadurch erreicht, daß der Anker (19) im Stator (18) und
bewegungsgleich der Ventilkörper (47) im Ventilgehäuse (49)
verschoben werden. Dabei passiert die rechte Nutwand (62) der
Umfangsnut (50) die linke Nutwand (64) der Ringnut (56) und
gleichzeitig die rechte Nutwand (63) der Umfangsnut (51) die
linke Nutwand (65) der Ringnut (57), wodurch die Umfangsnut
(50) mit der Ringnut (56) und die Umfangsnut (51) mit der
Ringnut (57) verbunden wird. Folglich ist die Pumpe P über den
Einlaßkanal (55), die Umfangsnut (51), die Ringnut (57) und
den Auslaßkanal (59) mit dem Arbeitsraum B verbunden. Der
Arbeitsraum A ist dagegen über den Auslaßkanal (58), die Ringnut
(56), die Umfangsnut (50), den Kanal (53) und den Auslaßkanal
(54) mit dem Tank T verbunden. Bei der Bewegung des Ankers
(19) sowie des Ventilkörpers (47) von der ersten Arbeitslage
in die Ruhelage und/oder von der Ruhelage in die zweite
Arbeitslage fließt das sich im Raum (71) und das sich zwischen
der Endstirnwand (21) und der Stirnwand (28) des Ankers (19)
befindende Hydraulikmedium über den Durchbruch (72) und die
Queröffnungen (73 und 74) in den Raum (70) und in den zwischen
der Endstirnwand (20) und der Stirnwand (27) des Ankers (19)
befindenden Raum sowie über die Drosselbohrung (75) über die
Umfangsnut (52), den Kanal (53) und den Auslaßkanal (54) in
den Tank T ab.
Die Rückstellung des Ankers (19) und somit des Ventilkörpers
(47) aus deren zweiter Arbeitslage in die Grundstellung kann
mittels einer der vier oben genannten Methoden erfolgen, so
daß auch hier eine Rückstellung innerhalb eines kurzen
Zeitintervalls von 1-2 ms gewährleistet ist.
Wird dem Ruhestrom einer der beiden Steuerwicklungen (7 oder
8) ein Wechselstrom überlagert, dessen Amplitude geringer als
der Ruhestrom ist, so kann der Anker (19) mit der Frequenz des
Wechselstroms zwischen seiner ersten und seiner zweiten
Arbeitsstellung hin und her bewegt werden, so daß in
Abhängigkeit dieser Frequenz die Arbeitsräume A und B jeweils
abwechselnd mit der Pumpe P verbunden sind.
Anstelle des aus magnetisierbarem Material, insbesondere
Weicheisen, bestehenden Ankers (19) kann auch ein Anker (19)
im Stator (18) angeordnet sein, der aus zwei miteinander
verbundenen Permanentmagneten besteht, wobei die
Permanentmagnete derart aneinander gefügt sind, daß sie an den
einander anliegenden Enden gleichnamige Pole aufweisen, und
demzufolge die äußeren Enden des Ankers (19) ebenfalls
gleichpolig sind. Auch bei einem derartig ausgebildeten Anker
(19) bedarf es keiner Umorientierung der Magnetisierung, da
diese aufgrund der Permanentmagnete bereits eine feste
Orientierung hat. Die Schaltung bzw. der Stromfluß durch
die Steuerwicklungen (7 und 8) muß nun derart erfolgen, daß
die Felder des Spulenkörpers (6) um die Steuerwicklungen (7
und 8) in Richtung der Magnetfelder der Permanentmagnete
verläuft.
Claims (16)
1. Magnetventil, das zwischen mindestens zwei
Funktionsstellungen O und I durch elektrische Ansteuerung
umschaltbar ist, mit den nachfolgend genannten weiteren
gattungsbestimmenden Merkmalen,
- A. es ist eine Steuermagnet-Anordnung mit einem aus magnetisierbarem Material bestehenden Stator und einem innerhalb dessen, ebenfalls aus magnetisierbarem Material bestehenden Anker vorgesehen, der entlang der zentralen Längsachse der Steuermagnet-Anordnung hin und her verschiebbar geführt ist,
- B. die Steuermagnet-Anordnung umfaßt zwei Steuerwicklungen, welche den Anker koaxial umgeben, ihn in radialem Abstand umgreifen und entlang der zentralen Längsachse der Anordnung gesehen, nebeneinander liegend in dem Stator untergebracht sind,
- C. der Anker wird durch mindestens eine Rückstellfeder in eine Grundstellung gedrängt, aus der heraus er durch Erregung mindestens einer der beiden Steuerwicklungen in eine durch Anschlagwirkung mit einer Endstirnwand definierten Endlage oder in eine durch die der Steuerkraft proportionale Rückstellkraft der Rückstellfeder bedingte Gleichgewichtslage gelangt, mit der eine der Funktionsstellungen des Ventils verknüpft ist,
- D. der Anker ist mit einem Ventilkörper bewegungsgekoppelt, derart, daß er mit den Steuerbewegungen des Ankers gleichsinnige Auslenkbewegungen erfährt, durch die der Ventilkörper innerhalb des Ventilgehäuses in eine der verschiedenen Funktionslagen des Ventils entsprechende Position gelangt,
- E. der Stator, dessen Mantel die Steuerwicklungen koaxial umschließt, ist durch Polschuhe bildende Endstirnwände abgeschlossen, deren eine, ventilseitige Endstirnwand mit einer zentralen Öffnung versehen ist, durch die ein zur Kupplung des Ankers mit dem Ventilkörper vorgesehenes Verbindungselement hindurchtritt,
- F. es ist eine Steuerstromquelle vorgesehen, mittels derer den beiden Steuerwicklungen die für die Ansteuerung der verschiedenen Funktionsstellungen des Ventils erforderlichen Steuerströme zuführbar sind,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale,
- G. die beiden Steuerwicklungen (7 und 8) der Steuermagnet- Anordnung (16) sind derart von dem Steuerstrom durchflossen, daß sie entgegengesetzte Felder erzeugen,
- H. jede der beiden Steuerwicklungn (7 und 8) ist von einem Ruhestrom der Steuerstromquelle durchflossen, wobei sich der Anker (19) aufgrund der Summe der Rückstellkraft der Rückstellfedern (5, 15) und der von den Spulen (6) induzierten Steuerkraft in einer stabilen Ruhelage im Stator (18) befindet und,
- I. in der Arbeitslage des Ankers (19) ist wenigstens eine der Steuerwicklungen (7 oder 8) von einem vom Ruhestrom verschiedenen, jedoch die gleiche Polarität aufweisenden Arbeitsstrom durchflossen.
2. Magnetventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Steuerwicklungen (7 und 8) in der Ruhelage der
Steuermagnet-Anordnung (16) von einem um den Faktor 2 bis
20, insbesondere 10, unter dem Wert des Arbeitsstroms
liegenden Ruhestrom durchflossen sind.
3. Magnetventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Anker (19) aus Permanentmagneten
aufgebaut ist.
4. Magnetventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnwand (27 bzw. 28)
des Ankers (19) mit einem magnetischen Isolator, wie
Kunststoff, Aluminium oder dergleichen versehen ist.
5. Magnetventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Innenoberfläche der
Polschuhe bildenden Endstirnwände (20 und 21) mit einem
magnetischen Isolator, wie Kunststoff, Aluminium oder
dergleichen versehen sind.
6. Magnetventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnwände (27 und 28)
des Ankers (19) vor dem Anschlag an den Endstirnwänden
(20 und 21) in Wirkung tretende Dämpfungsmittel aufweisen.
7. Magnetventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das den Anker (19) mit dem
Ventilkörper (47) bewegungskoppelnde Verbindungselement
(46) mit einer die Axialbewegung des Ankers (19) direkt
auf den Ventilkörper (47) übertragenden Kupplung (48)
versehen ist.
8. Magnetventil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß das den Anker (19) mit dem
Ventilkörper (47) bewegungskoppelnde Verbindungselement
(46) mit einer ein definiertes axiales Spiel aufweisenden
Kupplung (48) versehen ist.
9. Magnetventil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß das den Anker (19) mit dem
Ventilkörper (47) bewegungskoppelnde Verbindungselement
(46) mit einer die Axialbewegung des Ankers (19) verzögernd
bzw. dämpfend auf den Ventilkörper (47) übertragende
Kupplung (48) versehen ist.
10. Magnetventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die den Stator (18) stirnseitig
abschließende, Polkappen bildende Endstirnwände (20 und
21) die Steuerwicklungen (7 und 8) teilweise untergreifende
und die Felder der Wicklungen (7 und 8) leitende, in
Richtung des Ankers (19) sich erstreckende Vorsprünge (40
und 41) aufweisen, und der Anker (19) mit seinen
Stirnwänden (27 und 28) fluchtend mit den axialen
Stirnflächen (44 und 45) der Vorsprünge (40 und 41)
abschließt.
11. Magnetventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (47) drei
voneinander beabstandete Umfangsnuten (50, 51 und 52) und
das Ventilgehäuse (49) zwischen den Umfangsnuten (50, 51
und 52) vorgesehene Ringnuten (56 und 57) aufweist, die
in Ruhelage des Ankers (19) bzw. des Ventilkörpers (47)
überschneidungsfrei zueinander liegen.
12. Magnetventil nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß bei der Verschiebung des Ventilkörpers (47) aus seiner
Ruhelage in eine erste Arbeitslage die mit der Pumpe P
verbundene Umfangsnut (51) und die mit einem Arbeitsraum
verbundene Ringnut (56), dann miteinander kommunizieren,
wenn die mit einem Tank T verbundene Umfangsnut (52) und
die mit einem Arbeitsraum B verbundene Ringnut (57)
miteinander kommunizieren.
13. Magnetventil nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß sich bei der Verschiebung des Ventilkörpers (47) aus
seiner Ruhelage in eine zweite Arbeitslage die mit einem
Tank T verbundene Umfangsnut (50) und die mit einem
Arbeitsraum verbundene Ringnut (56), dann miteinander
kommunizieren, wenn die mit einer Pumpe P verbundene
Umfangsnut (51) und die mit einem Arbeitsraum B verbundene
Ringnut (57) miteinander kommunizieren.
14. Magnetventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (19) und der
Ventilkörper (47) einen die Ausnehmungen (26) mit den
Räumen (70 und 71) miteinander verbindenden axialen
Durchbruch (72) mit Queröffnungen (73 und 74) aufweist.
15. Magnetventil nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß der axiale Durchbruch des Ventilkörpers (47) eine
Drosselbohrung (75) aufweist, die in die mit dem Tank T
verbundene Umfangsnut (50 oder 51) mündet.
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