DE3927476A1 - Verfahren zur drehmoment- und/oder leistungsueberwachung von antrieben - Google Patents
Verfahren zur drehmoment- und/oder leistungsueberwachung von antriebenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Drehmoment-
und/oder Leistungsüberwachung von einen Elektromotor mit
umlaufendem Statorfeld aufweisenden Antrieben, wobei im
Antriebszug eine mechanische Drehfrequenz abgegriffen und
mit einer zweiten Drehfrequenz verglichen wird und wobei
aus dem Frequenzvergleich ein den auftretenden Drehmoment-
und/oder Leistungsänderungen entsprechendes Signal gewonnen
und zu einer Anzeige und/oder Prozeßsteuerung ausgewertet
wird.
In der Prozeßüberwachung, beispielsweise beim Einsatz von
drehangetriebenen spanenden Werkzeugen, beim Einsatz von
Rührwerkzeugen in der chemischen Verfahrenstechnik oder
bei anderen Prozessen, für deren Durchführung ein
Drehantrieb erforderlich ist, hat die Drehmoment- bzw.
Leistungsüberwachung eine zunehmende Bedeutung erlangt.
Diese Überwachung kann umso genauer erfolgen, je
feinfühliger Änderungen des Drehmoments und/oder der
Leistung erfaßt werden können.
Es ist bekannt, zu diesem Zweck die elektrische Spannung
und den elektrischen Strom zu messen, mit denen der
Elektromotor gespeist wird, um daraus das Drehmoment und
die Leistung zu bestimmen. Dieses Verfahren hat jedoch den
Nachteil, daß die für die Bestimmung zu messenden
elektrischen Signale in der Regel mit erheblichen
Störsignalen behaftet sind. Kleine Drehmoment- bzw.
Leistungsänderungen lassen sich auf diese Weise nicht
genau erfassen, da sie als Differenz zweier Werte
ermittelt werden, die selbst jeweils mit einer erheblichen
Meßungenauigkeit behaftet sind.
Das von einem Elektromotor abgegebene Drehmoment bzw. die
Leistung hängen sowohl von konstruktiven Auslegungsgrößen
des Elektromotors als auch von den elektrischen
Anschlußwerten ab. Eine absolute Messung des Drehmoments
bzw. der Leistung macht es erforderlich, alle
Einflußgrößen bei der Messung ausreichend genau zu
berücksichtigen. Deshalb können geringe Änderungen des
Drehmoments bzw. der Leistung, die bei der
Prozeßüberwachung bereits von Bedeutung sind, auf dem Wege
der absoluten Messung des Drehmoments und der Leistung
nicht oder nur unzureichend erfaßt werden.
Um die bei einer Leistungsmessung auf der elektrischen
Seite des Elektromotors auftretenden Störgrößen und
Ungenauigkeiten auszuschalten, ist es bekannt, im
mechanischen Teil des Antriebszuges, d. h. zwischen
Elektromotor und angetriebenem Werkzeug eine
Drehmomentmessung durchzuführen. Bei einem bekannten
Verfahren der eingangs genannten Gattung (DE-OS 35 09 763)
werden im mechanischen Antriebszug, beispielsweise an zwei
im Abstand zueinander angeordneten Stellen einer auf
Torsion beanspruchten Antriebswelle, zwei mechanische
Drehfrequenzen abgegriffen und bezüglich der Phasenlage
miteinander verglichen. Aus diesem Frequenzvergleich wird
ein Signal gewonnen, das dem jeweiligen Drehmoment
proportional ist. Unter Einbeziehung der gemessenen
Drehfrequenz kann ein den auftretenden Drehmoment
und/oder Leistungsänderungen entsprechendes Signal
gewonnen und zu einer Anzeige und/oder Prozeßsteuerung
ausgewertet werden.
Bei diesem bekannten Verfahren ist es erforderlich, im
mechanischen Teil des Antriebszuges ein ausreichend
drehelastisches Bauteil vorzusehen, damit die beiden
gegeneinander phasenverschobenen Drehfrequenzen
beiderseits dieses drehelastischen Bauteils abgegriffen
werden können.
Dieses drehelastische Bauteil kann beispielsweise auch
durch eine drehelastische Kupplung gebildet werden.
Derartige drehelastische Kupplungen liefern mit hoher
Auflösung ein für die Prozeßüberwachung gut verwertbares
Signal.
Der Einsatz von drehelastischen Bauteilen im mechanischen
Teil des Antriebszuges ist aber in vielen Fällen wegen des
zusatzlichen Bauaufwandes und Platzbedarfs unerwünscht
oder sogar technisch unmöglich. Dies gilt beispielsweise
bei den für die Hochgeschwindigkeitszerspanung
eingesetzten Hochfrequenzspindeln, bei denen der Rotor des
Elektromotors unmittelbar die den Fräser oder Bohrer
tragende Werkzeugspindel bildet. Ein drehelastisches
Bauteil ist hierbei nicht vorhanden und kann aus
konstruktiven Gründen auch nicht vorgesehen werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren der eingangs
genannten Gattung so auszubilden, daß mit möglichst
geringem zusätzlichem Bauaufwand, insbesondere ohne die
Notwendigkeit eines drehelastischen Bauteils im
mechanischen Teil des Antriebszuges, ein Signal mit hoher
Auflösung gewonnen werden kann, das den auftretenden
Drehmoment- und/oder Leistungsänderungen entspricht und
daher eine sehr wirksame Prozeßüberwachung ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß am
Elektromotor die Drehfrequenz des umlaufenden Statorfeldes
erfaßt und mit der im Antriebszug abgegriffenen
mechanischen Drehfrequenz verglichen wird, um das den
auftretenden Drehmoment- und/oder Leistungsänderungen
entsprechende Signal zu gewinnen.
Die Erfindung geht von der Überlegung aus, daß das
umlaufende magnetische Statorfeld, das den Rotor des
Elektromotors mitnimmt, im gesamten Antriebszug zwischen
der elektrischen Speisung und dem angetriebenen Werkzeug
ein elastisches Glied darstellt, dessen "Verformung" in
sehr einfacher Weise und mit hoher Genauigkeit und
Auflösung dadurch erfaßt werden kann, daß einerseits die
Drehfrequenz des elektrischen und damit auch des
magnetischen Statorfeldes und andererseits die mechanische
Drehfrequenz auf der Abtriebsseite des Elektromotors
erfaßt werden. Aus dem Vergleich dieser beiden
Drehfrequenzen erhält man einen Winkelversatz (bei einem
Elektromotor mit Synchronverhalten) bzw. einen Schlupf
(bei einem Motor mit Asynchronverhalten). Die so
erhaltenen Werte entsprechen bei kleinen Änderungen dem vom
Elektromotor abgegebenen Drehmoment- bzw.
Leistungsänderungen.
Vorzugsweise wird die Drehfrequenz des umlaufenden
Statorfeldes aus der Speisungsfrequenz des Elektromotors
gewonnen. Dadurch entfällt ein das Statorfeld unmittelbar
erfassender Sensor. Das Frequenzsignal des Statorfeldes
liegt in der Steuerung des Elektromotors bereits vor,
beispielsweise als Frequenzregelsignal eines
frequenzgeregelten Elektromotors. Es ist somit nur noch
erforderlich, die mechanische Drehfrequenz des Motors
abzugreifen. Dies kann mit einem gesonderten Sensor
erfolgen, der ein umlaufendes Teil des Rotors abtastet.
Hierfür kann aber auch der bei vielen Bauarten von
geregelten Elektromotoren ohnehin vorhandene
Rotorfrequenzgeber bzw. Rotorlagegeber verwendet werden,
so daß für die Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens keine zusätzlichen Bauteile erforderlich sind.
In jedem Fall ist der für die Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens erforderliche zusatzliche
Platzbedarf äußerst gering. Das Verfahren kann deshalb
besonders vorteilhaft auch bei Hochfrequenzspindeln für
die spanende Hochgeschwindigkeitsbearbeitung eingesetzt
werden, bei denen die Notwendigkeit für eine besonders
feinfühlige und schnell ansprechende Prozeßüberwachung
besteht.
Beim Einsatz an einem Elektromotor mit Synchronverhalten
(Synchronmotor) wird vorzugsweise aus der Drehfrequenz des
umlaufenden Statorfeldes und der mechanischen Drehfrequenz
eine Summen- oder Differenzfrequenz gebildet, die mit
einer der beiden Drehfrequenzen multipliziert wird. Eine
Schaltungsanordnung hierfür ist beispielsweise in der
DE-OS 35 09 763 beschrieben.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens an
einem Elektromotor mit Asynchronverhalten (Asynchronmotor)
ist in Ausgestaltung des Erfindungsgedankens vorgesehen,
daß die Drehfrequenz des umlaufenden Statorfeldes als
Zeitbasis für die Messung der mechanischen Drehfrequenz
verwendet wird.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung
anhand der Zeichnung beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 ein vereinfachtes Schaltbild einer Anordnung zur
Durchführung des erfindungsgemaßen Verfahrens bei einem
Hochfrequenzmotor mit Asynchronverhalten,
Fig. 2 ein vereinfachtes Blockschaltbild einer
Schaltungsanordnung zur Durchfuhrung des erfindungsgemäßen
Verfahrens bei einem Elektromotor mit Synchronverhalten
(Synchronmotor),
Fig. 3 ein Diagramm des mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren ermittelten Drehmomentverlaufs beim Bohren und
Fig. 4 ein Diagramm des mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren ermittelten Drehmomentverlaufs bei einem
Rührprozeß.
Fig. 1 zeigt in vereinfachter Darstellungsweise einen
Elektromotor 1 zum Antrieb einer Hochfrequenzspindel, der
im Drehzahlbereich von etwa 20 000-120 000 Umdrehungen
pro Minute arbeitet. Der Elektromotor weist einen von
einem Frequenzumformer 2 gespeisten Stator 3 auf, der ein
umlaufendes magnetisches Drehfeld erzeugt, und einen Rotor
4. Der Rotor 4 bildet einen Teil einer Hochfrequenz-
Werzeugspindel 5, die bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel einen Fräser 6 als Werkzeug für die
Hochgeschwindigkeitsbearbeitung eines nur schematisch
angedeuteten Werkstücks 7 trägt.
Zwischen dem umlaufenden Statorfeld und dem Rotor 4
besteht ein Schlupf, der sich unter Belastung vergrößert.
Zwischen diesem Schlupf und dem auf den Rotor 4 ausgeübten
Drehmoment besteht bei kleinen Änderungen ein annahernd
linearer Zusammenhang.
Der Frequenzumformer 2 liefert eine elektrische Frequenz,
die für die Zwecke der Prozeßüberwachung als konstant
angesehen werden kann und die der Drehfrequenz des
umlaufenden Statorfeldes gleich ist.
Auf der Spindel 5 ist ein Zahnrad 8 angebracht, das von
einem Sensor 9 berührungslos abgetastet wird. Der Sensor 9
enthält beispielsweise einen Hallgenerator, der ein
Frequenzsignal der mechanischen Drehfrequenz der Spindel 5
und somit des Rotors 4 liefert.
Dieses Frequenzsignal wird in einem Signalumformer 10, der
beispielsweise einen Verstärker und einen Pulsformer
enthält, aufbereitet und einem Frequenzmesser 11
zugeführt.
Die vom Frequenzumformer 2 gegebenenfalls über einen
weiteren Sensor 12 gelieferte Drehfrequenz des umlaufenden
Statorfeldes wird ebenfalls einem Signalumformer 13
zugeführt, wo das Frequenzsignal aufbereitet wird. Dieses
Frequenzsignal erzeugt in einem Zeitbasisgenerator 14 eine
Zeitbasis, die dem Frequenzmesser 11 zugeführt wird. Dort
erfolgt eine Messung der vom Sensor 9 gelieferten
mechanischen Drehfrequenz innerhalb der vom
Zeitbasisgenerator 14 in Abhängigkeit vom Signal der
Drehfrequenz des umlaufenden Statorfeldes erzeugten
Zeitbasis. lm Frequenzmesser 11 werden beispielsweise die
während eines Umlaufs des Statorfeldes am Sensor 9
vorbeilaufenden Zähne des Zahnrades 8 gezählt.
Das Ausgangssignal des Frequenzmessers 11 wird über eine
digitale und/oder analoge Signalverarbeitungseinrichtung
15 einer Auswerteeinheit und/oder Anzeigeeinheit 16
zugeführt und dort für die Prozeßüberwachung ausgewertet
bzw. angezeigt. Beispielsweise kann die Auswerteeinheit 16
bei Überschreiten einer vorgegebenen Signalschwelle, die
einer bestimmten Drehmomentveränderung an der Spindel 5
entspricht, ein Steuersignal an den Frequenzumformer 2
liefern, um den Elektromotor abzuschalten, wenn eine
solche Drehmomentänderung als Hinweis auf einen
Werkzeugbruch oder fortgeschrittenen Werkzeugverschleiß
anzusehen ist.
Fig. 2 zeigt in einem vereinfachten Blockschaltbild eine
Schaltungsanordnung zur Auswertung der Frequenzsignale,
die bei einem (nicht dargestellten) Elektromotor mit
Asynchronverhalten (Asynchronmotor) erhalten werden. Auch
hierbei liefert ein Sensor 9 über einen Frequenzumformer 10
ein der mechanischen Drehfrequenz des Rotors
entsprechendes Frequenzsignal S1. Ein Sensor 12 liefert
über einen Signalumformer 13 ein der Drehfrequenz des
umlaufenden Statorfeldes entsprechendes Frequenzsignal S2.
Aus den beiden Signalen S1 und S2 wird ein neues Signal S3
erzeugt, dessen Frequenz der Summen- oder
Differenzfrequenz der in den Signalen S1 und S2
enthaltenen Drehfrequenzen entspricht. Außerdem werden die
Signale S1, S2 und S3 zeitlich in eine bestimmte Beziehung
gesetzt. Die Signale S1, S2 und S3 werden einem
Multiplizierer 17 zugeführt.
Die Signale S1 und S2 werden einem Frequenzumsetzer 18
zugeführt, der das Signal S3 liefert. Im Frequenzumsetzer 18
ist ein Taktgenerator 19 vorgesehen, der über eine
Phasenregelschleife auf die Frequenz des Signals S1 oder
S2 synchronisiert wird. Die erhaltene Frequenz wird durch
einen direkten Frequenzteiler 20 geteilt. Über eine
Schaltung 21 wird die Pulsmitte des Signals S3 mit den
Signalen S1 und S2 zeitlich verknüpft. Die
Phasenregelschleife besteht aus dem Taktgenerator 19,
einem direkten Frequenzteiler 22, einem Phasenkomperator
23 und einem Tiefpaßfilter 24.
Das Ausgangssignal des Multiplizierers 17, in dem die
Summen- oder Differenzfrequenz mit einer der beiden
Drehfrequenzen multipliziert wird, wird einer Auswerte-
und/oder Anzeigereinheit 25 zugeführt und kann in der
schon beschriebenen Weise zur Prozeßüberwachung
ausgewertet werden.
Bei der Anwendung des Verfahrens bei einem Motor mit
Synchronverhalten (Synchronmotor) besteht ein
unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Drehmoment und dem
Winkelversatz zwischen Statorfeld und Rotor. Dadurch läßt
sich die Veränderung des Drehmoments bzw. der Leistung
allein über diesen Winkelversatz messen. Die Art der
Messung hat außerdem den Vorteil, daß Störsignale durch
die Rotorträgheit ausgefiltert werden. Diese Störsignale
liegen im starken Maße auf der elektrischen Seite des
Elektromotors 1 an. Der Rotor bildet hierbei ein
mechanisches Tiefpaßfilter. Aus dem ermittelten Drehmoment
bzw. den Drehmomentänderungen lassen sich durch
Multiplikation mit der ebenfalls jeweils ermittelten
Drehfrequenz unmittelbar die Leistung bzw. die
Leistungsschwankungen ermitteln.
Eine Möglichkeit zur Auswertung der bei einem
Asynchronmotor erhaltenen Frequenzsignale besteht darin,
der Rotorfrequenz jeweils eine Differenzfrequenz in der
Weise aufzuaddieren, daß die Summe der der gemessenen
Starterfrequenz entspricht. Die Summenfrequenz wird
- beispielsweise nach dem aus der DE-OS 35 09 763
bekannten Verfahren - mit hoher Genauigkeit auf die
Drehfrequenz des Statorfeldes synchronisiert. Damit ergibt
sich mit hoher Genauigkeit eine Messung der
Schlupffrequenz des Asynchronmotors. Diese Schlupffrequenz
ist unmittelbar proportional der jeweiligen
Leistungsänderung. Im Gegensatz zu einer absoluten
Messung, bei der alle Einflußgrößen mitberücksichtigt
werden müssen, erfolgt hierbei eine Relativmessung.
Fig. 3 zeigt als Anwendungsbeispiel den Drehmomentverlauf
beim Bohren. Das Drehmoment M ist hierbei über dem
Bohrweg s aufgetragen.
Bei s1 wird der Vorschub eingeschaltet. Das Drehmoment M
steigt während des Anbohrens bis zum Vorschubweg s2 an.
Während des anschließenden Bohrvorgangs bleibt das Moment
M unter normalen Arbeitsbedingungen etwa konstant, bis die
Bohrerspitze bei s3 an der Rückseite des Werkstücks
austritt. Beim Ausbohren sinkt das Moment M wieder ab.
Mit gestrichelter Linie ist in Fig. 3 der
Drehmomentverlauf bei einem Bohrer eingezeichnet, der
gegenüber dem mit ausgezogener Linie dargestellten
Verlauf einen erhöhten Verschleiß aufweist. Die Änderung
des Drehmoments infolge des eingetretenen Verschleißes
kann mit dem beschriebenen Verfahren erfaßt und zur
Prozeßüberwachung herangezogen werden, beispielsweise
indem der Bohrer ausgewechselt wird, wenn eine vorgegebene
Schwelle der möglichen Drehmomenterhöhung überschritten
ist, was ein Anzeichen für einen eingetretenen Verschleiß
darstellt.
Zweckmäßigerweise erfolgt ein Vergleich der
Schlupffrequenz beim scharfen Werkzeug mit der beim
Auftreten von Verschleiß vorhandenen Schlupffrequenz, um
auf den Verschleißzustand des Werkzeugs schließen zu
können. Voraussetzung hierfür ist, daß nur die
Schlupfdifferenzen für den Vergleich herangezogen werden,
die sich allein durch den Bearbeitungsprozeß ergeben. Dies
kann durch Nullsetzen vor jedem Bearbeitungsvorgang
sichergestellt werden.
Durch Messen der Motorschlupffrequenz unmittelbar vor der
Bearbeitung wird eine Frequenzdifferenz ermittelt. Während
der Bearbeitung wird ständig dieser immer wieder neu
ermittelte Wert von dem unter Belastung festgestellten
Frequenzwert subtrahiert. Der Verschleiß läßt sich danach
durch den Vergleich der beim verschlissenen und scharfen
Werkzeug ermittelten Werte bestimmen.
Das beschriebene Verfahren kann auch zur Überwachung des
Zeitspanvolumens herangezogen werden. Insbesondere beim
Betrieb von NC-gesteuerten Maschinen wird in zunehmendem
Maße das Zeitspanvolumen als Optimierungsgröße anstelle
von Schnittgeschwindigkeit und Vorschubgeschwindigkeit
eingesetzt. Unter der Voraussetzung, daß keine oder nur
geringe Änderungen durch Verschleiß eintreten, kann aus
einer festgestellten Drehmomentänderung auf eine Änderung
des Zeitspanvolumens geschlossen werden. Der
Bearbeitungsvorgang kann dann so optimiert werden, daß
beispielsweise die Forderung nach konstantem
Zeitspanvolumen erfüllt werden kann.
Fig. 4 zeigt den Verlauf des Drehmoments M über der Zeit t
bei einem Rührprozeß.
Beispielsweise beim Rühren einer Mixtur wird jeweils das
Rührmoment erfaßt. Während zu Prozeßbeginn nur ein
mechanisches Vermischen mit geringerem Momentbedarf
erfolgt, steigen die Vermischungskräfte und somit das
erforderliche Drehmoment an, wenn chemische Reaktionen
einsetzen. Beim Abschluß der chemischen Reaktion erfolgt
keine Zunahme der Vermischungskraft und damit des
Drehmoments mehr. Danach sinkt das Drehmoment ab, da die
zugefuhrte Rührleistung nur noch zur Erwärmung führt. Der
Rührprozeß kann daher beispielsweise nach Überschreiten
des höchsten Drehmoments im Zeitpunkt t1 abgeschaltet
werden.
Claims (7)
1. Verfahren zur Drehmoment- und/oder Leistungsüberwachung
von einen Elektromotor mit umlaufendem Statorfeld
aufweisenden Antrieben, wobei im Antriebszug eine
mechanische Drehfrequenz abgegriffen und mit einer zweiten
Drehfrequenz verglichen wird und wobei aus dem
Frequenzvergleich ein den auftretenden Drehmoment-
und/oder Leistungsänderungen entsprechendes Signal
gewonnen und zu einer Anzeige und/oder Prozeßsteuerung
ausgewertet wird, dadurch gekennzeichnet, daß am
Elektromotor die Drehfrequenz des umlaufenden Statorfeldes
erfaßt und mit der im Antriebszug abgegriffenen
mechanischen Drehfrequenz verglichen wird, um das den
auftretenden Drehmoment- und/oder Leistungsänderungen
entsprechende Signal zu gewinnen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Drehfrequenz des umlaufenden Statorfeldes aus der
Speisungsfrequenz des Elektromotors gewonnen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die mechanische Drehfrequenz von einem mit dem Rotor des
Elektromotors verbundenen Rotorfrequenzgeber ermittelt
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei ein Elektromotor mit
Synchronverhalten (Synchronmotor) verwendet wird, dadurch
gekennzeichnet, daß aus dem Vergleich der Drehfrequenz des
umlaufenden Statorfeldes mit der mechanischen Drehfrequenz
der Winkelversatz zwischen dem umlaufenden Statorfeld und
dem Rotor ermittelt und als das den auftretenden
Drehmoment- und/oder Leistungsänderungen entsprechende
Signal ausgewertet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
aus der Drehfrequenz des umlaufenden Statorfeldes und der
mechanischen Drehfrequenz eine Summen- oder
Differenzfrequenz gebildet wird, die mit einer der beiden
Drehfrequenzen multipliziert wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, wobei ein Elektromotor mit
Asynchronverhalten (Asynchronmotor) verwendet wird,
dadurch gekennzeichnet, daß aus dem Vergleich der
Drehfrequenz des umlaufenden Statorfeldes mit der
mechanischen Drehfrequenz der Schlupf zwischen dem
umlaufenden Statorfeld und dem Rotor ermittelt und als
das den auftretenden Drehmoment- und/oder
Leistungsänderungen entsprechende Signal ausgewertet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Drehfrequenz des umlaufenden Statorfeldes als
Zeitbasis fur die Messung der mechanischen Drehfrequenz
verwendet wird.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19893927476 DE3927476A1 (de) | 1989-08-19 | 1989-08-19 | Verfahren zur drehmoment- und/oder leistungsueberwachung von antrieben |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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DE19893927476 DE3927476A1 (de) | 1989-08-19 | 1989-08-19 | Verfahren zur drehmoment- und/oder leistungsueberwachung von antrieben |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE3927476A1 true DE3927476A1 (de) | 1991-02-21 |
Family
ID=6387480
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE19893927476 Ceased DE3927476A1 (de) | 1989-08-19 | 1989-08-19 | Verfahren zur drehmoment- und/oder leistungsueberwachung von antrieben |
Country Status (1)
Country | Link |
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DE (1) | DE3927476A1 (de) |
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