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Zahnradprüfmaschine. Die Erfindung bezieht sich auf eine Z_ahnra(_Iprüfmaschine,
deren Wirkungsweise darauf beruht, daß (las zu prüfende Rad durch Federkraft in
Eingriff mit einem genau bearbeiteten Vergleichsrad gehalten wird und beide Räder
derart gelagert sind, (laß der Lagerbock des einen festspannbar und der des anderen
verschiebbar ist. Zum Zweck einer Prüfung der Verzahnung werden die Räder gedreht.
wobei sich etwaige Ungenauigkeiten darin äußern, (laß (las eine Rad von dem anderen
al)gedrängt wird. Diese Verschiebungen werden dann ü1 stark vergrößertem Maßstabe
mittels einer Schreibvorrichtung auf einem Diagranimblatt aufgezeichnet.
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Eine besondere Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß die
Achsen der Lagerböcke unter jedem beliebigen Winkel zueinander eingestellt werden
können, damit sich die Maschine zur Prüfung aller Räderarten eignet. Für diesen
Zweck ist die Bewegung,übertragung von dein verschiebbaren Lagerbock auf den Schreibstift
in eigenartiger Weise durchgebildet.
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In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
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Abb. i zeigt den Grundriß der Prüfmaschine in solcher Einstellung,
(laß darauf Stirnrüder geprüft werden können.
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Abb.2 läßt die gleiche Prüfmaschine wie Abb. i iin Grundriß erkennen,
wol:ei diese jedoch zur Prüfung von Kegelrädern eingestellt ist.
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Abb.3 erläutert die Einstellung der Maschine zur Prüfung eines Schneckentriebes.
Die Abb. d. und 5 veranschaulichen zwei Ausfiihrungsforinen für den verschiebbaren
Lagerbock.
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Abb. 6 ist ein Achsenschnitt durch den unteren Teil des verschiebbaren
Lagerbockes nebst der Vorrichtung, durch welche die Verschiebungswege desselben
auf den Schreibstift übertragen werden.
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Abb. 7 zeigt den Grundriß des Vorgeleges, das zur Bewegungsübertragung
von dem Lagerbock auf die Schreibvorrichtung dient.
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Abb. 8 erläutert die Einstellbarkeit des Schreibstiftes.
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Die Grundplatte der Prüfmaschine besteht aus zwei starr miteinander
verbundenen Teilen i und 2, von denen der eine (i) als Führung für einen Support
3 und der andere Teil 2 der Grundplatte zur Aufnahme des verschiebbaren Lagerbockes
d dient.
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Der Support 3 kann mittels der Knebel 5 auf der Grundplatte i festgespannt
oder nach deren Lockerung durch die Spindel 6 mittels der Handräder 7 verstellt
werden. Senkrecht zu seiner eigenen Verschiebungsrichtung besitzt der Support 3
eine Schwall:enschwanzführung 8, in welcher der Supportg quer zur Längsrichtung
des Grundplattenteiles i verschoben werden kann. Der Support 9 ist mittels des Knebels
io auf der Führungsbahn S feststellbar oder nach Lösung dieser Feststellvorrichtung
durch die Spindel i i von dein Handrad 12 aus verschiebbar. Auf dein Support g ist
eine Drehscheibe angeordnet, auf welcher der Lagerbock 13 in zwei verschiedenen
senkrecht zueinander liegenden Stellungen gemäß den Abb. i und 2 festgestellt werden
kann, damit sowohl Stirn als auch Kegelräder auf der gleichen Maschine geprüft werden
können. Auf dem Lagerbock 13 sind zwei Lager 1d. und 15 für die `Fellen der Riemenscheibe
16 einerseits und des Prüfrades i; anderseits vorgesehen. Falls sich die Lager 1d
und i5, wie es in den Zeichnungen dargestellt ist, senkrecht kreuzen, muß die Bewegungsüixrtragung
von der Riemenscheibe auf das Prüfrad mittels eines Schneckengetr iel:es erfolgen.
Der Antrieb der Riemenscheibe 16 wird von
einem Deckenvorgelege
so abgenommen, daß von diesem die Kraft in jeder Stellung der Riemenscheibe sicher
übertragen wird. Statt der Riemenscheibe 16 kann natürlich auch eine Handkurbel
angeordnet sein, um die Prüfmaschine von Hand betätigen zu können. Je nachdem, ob
gemäß Abb. z Stirnräder oder gemäß Abb. 2 Kegelräder zu prüfen sind, wird der Lagerbock
13 entweder so eingestellt, daß die Achse des zu prüfenden Rades parallel
der Schlittenführung i oder senkrecht zu dieser steht. Sind auf der Maschine Schraubenräder
oder Schneckengetriebe nachzuprüfen, so wird gemäß Abb. 3 der Lagerbock 13 gegen
einen anderen 13' ausgewechselt, in den dann das Prüfrad bzw. die Schnecke mit senkrecht
stehender Welle .eingespannt werden kann. Die Kraftübertragung auf diese von der
Riemenscheibe 16 aus erfolgt mittels Kegelräder.
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Auf einem Teil der Schlittenführung 8 läßt sich ein Hilfsschlitten
18 von dem Handrad rg aus verstellen und mittels des Knebels 2o festspannen. Auf
diesem Hilfsschlitten 18 ist ein fächerartiges Lineal 21 verschwenkbar angeordnet,
das, wie später näher erläutert wird, zur genauen Einstellung der zu prüfenden Kegelräder
notwendig ist.
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Uni das Rad 17 prüfen zu können, wird es durch eine entsprechende
Einstellung der Schlitten 3 und 9 sowie des Lagerbockes 13 in Eingriff mit
einem Gegenrad 25 gebracht, das auf dem Lagerbock q. abgestützt ist, wobei die Einstellung
durch Stricheinteilungen auf den Schlittenführungen wesentlich erleichtert wer-,len
kann. Der Lagerbock q. soll gegenüber der Grundplatte 1,:2 verschiebbar angeordnet
sein. Außerdem muß er unter jedem beliebigen Winkel zu dem Grundplattenteil r festgestellt
werden können, damit man auch Kegelräder prüfen kann, deren Achsen sich nicht unter
einem rechten Winkel schneiden.
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Um diesen verschiedenen Anforderungen zu entsprechen, ruht der Lagerbock
4 nicht unmittelbar auf dem Grundplattenteil 2 auf, sondern unter Zwischenschaltung
zweier Teile 26 und 27. Der Grundplatteriteil 2 besitzt ferner eine kreisförmige
Führungsschiene 28, die in eine entsprechende Kreisnut der Schlittenführung 26 eingreift,
so daß letztere gegenüber dem Grundplattenteil 2 verschwenkt, aber nicht verschoben
werden kann. N-littels einer in den Zeichnungennichtdargestellten,an sich bekannten
Feststellvorrichtung kann der Teil26 an der Grundplatte 2 in jeder Lage festgestellt
werden. An der Schlittenbahn 26 ist nun nach einer Seite hin weit ausladend der
Arin 29 vorgesehen. In der Längsrichtung desselben verläuft die irgendwie baulich
durchgebildete Führung für den Schlitten 27, der gleichfalls finit einem Arm 3o
ausgerüstet ist. Durch die Arme 29 und 30 soll eine verkleminungsfreie und
sichere Führung des Schlittens 27 erreicht werden. Infolgedessen brauchen zur Verschiebung
desselben an dem Prüfräderpaar 17, 25 keine so großen Kräfte wirksam zu werden,
daß dadurch et-,va Formänderungen an den zusammen arbeitenden Zahnflanken entstehen,
die das Prüfungsergebnis ungünstig beeinflussen könnten. Zur Verringerung der Reibung
zwischen den gegeneinander verschiebbaren Teilen 26 und 27 sind diese nur an ihren
beiden Enden aneinander abgestützt und geführt. Im übrigen läßt sich der Schlitten
27 an der Führungsbahn mittels der schematisch angedeuteten Einrichtung 75 in solcher
Stellung festlegen, daß die senkrechten Achsen beider Teile 26 und 27 zusammenfallen.
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Auf der Oberseite des Schlittens 27 befindet sich eine ähnliche kreisförmige
Führungsrippe 33 wie an dem Grundplattenteil :2 bei 28. Die Rippe 33 greift in eine
entsprechende Kreismit des Lagerbockes 4 ein, der infolgedessen gegenüber dem Teil
27 verdreht, aber nicht verschoben werden kann. Auf dem Bock .4 ist das Lager 34.
für das Prüfrad 25 angeordnet, wobei angenommen ist, daß letzteres auf einem Wellenstumpf
befestigt werden kann, der in, bekannter Weise mittels eines Konus in eine entsprechende
Längsbohrung der im Lager 34 gelagerten Welle eingesetzt werden kann. Falls jedoch
das Prüfrad nur zwischen Spitzen gelagert werden soll, muß der Bock 4. gemäß Abb.
5 gegen einen anderen (4.') ausgewechselt werden, der senkrecht über dem Prüfrad
25 die Stellwelle 36 trägt, auf welcher die leiden Böcke 37 und 38 für die Spitzenlager
39 verstellt und festgespannt werden können.
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Der Lagerbock 4 bzw. d.' muß beim Gebrauch der Maschine stets so eingestellt
werden, daß die Achsenrichtungen der Prüfräder im richtigen Winkel zueinander stehen.
In einfachster Weise ließe sich dies dadurch erreichen, daß der Lagerbock 13 jeweils
entsprechend verdreht wird. Aus Zweckmäßigkeitsgriinden soll dieser jedoch nur so
einstellbar sein, daß die Achse des Rades 17 entweder parallel zur Längsrichtung
des Grundplattenteiles r oder senkrecht dazu steht. Infolgedessen bleibt die Achse
des Prüfrades 25 bei der Prüfung von Stirnrädern und Schneckengetriehen, ja selbst
bei Kegelrädern und Schraubenrädern unverändert, solange sich bei den letzteren
Radarten die Achsen rechtwinklig kreuzen. Lediglich dort, wo letztere Bedingung
nicht erfüllt ist, muß die Achsenrichtung des auf dem Bock ..1. gelagerten. Prüfrades
entsprechend verstellt werden, um den richtigen Zahneingriff bei den Prüfrädern
zu sichern. Neben dieser Einstellung ist durch den ohen beschriebenen schichtenweisen
Unterbau des Lagerbockes .4 auch eine Verstellung der Schlittenführung 26, 27 möglich.
Dies ist mit Rücksicht auf die Genauigkeit
der Prüfergebnisse erwünscht.
Denn wie Versuche gelehrt haben, ist diese um so weniger durch Nebenerscheinungen,
wie Reibung, Verklemmungen, Formänderungen der Zähne u. dgl., beeinflußt, je leichter
sich ein Zahn bei fehlerhaftem Eingriff aus der Zahnlücke des anderen Rades herausdrängen
läßt. Dies aber hängt wieder erfahrungsgemäß wesentlich davon ab, in welcher Richtung
sich der Schlitten 27 verschieben läßt. Die zuverlässigsten Ergebnisse erzielt man,
wenn die Vezsehicbungsrichtung weder senkrecht zu den sich berührenden Zahnflanken
steht, noch auch durch den jeweiligen Berührungspunkt der zusammen arbeitenden Zähne
geht, sondern zwischen diesen beiden Richtungen liegt.
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Um nun den Lagerbock 4 gegenüber der Schlittenführung 26, 27 und letztere
gegenüber dem Grundplattenteil 2 leicht in der erforderlichen Weise einstellen zu
können, besitzt der Teil 26 ebenso wie der Schlitten 27 je eine Gradeinteilung und
dementsprechend der Grundplattenteil2 und der Lagerbock Strichmarken 40. Bei einer
Verdrehung der Schlittenführung 26, 27 gegenüber den Teilen 2 und 4 bleibt die Lage
der letzteren zueinander unverändert, wenn die Strichmarken an diesen Teilen 3 und
.1 auf die gleichen Gradstriche an den Teilen 26 und 27 zeigen. Soll aber für Kegel-
bzw. Schraubenräder mit sich nicht rechtwinklig kreuzenden Achsen ein anderer Winkel
zwischen dem Lagerbock :4 und der Grundplatte 1, 2 eingestellt werden, so müssen
die Strichmarken dieser Teile einen solchen Gradeinstellungsunterschied aufweisen,
als die Achsen der Prüfräder von der senkrechten Richtung zueinander abweichen.
Dabei ist es völlig gleichgültig, welche Richtung im übrigen die Schlitteneinrichtung
26, 27 zu der Grundplatte besitzt, denn es kommt nur auf den Unterschied der Gradeinstellung
an.
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Es sind nun noch die Mittel zu besprechen, durch «-elche die Verschiebung
des Schlittens 27 zu seiner Bahn 26 beim Gebrauch der Prüfmaschine auf die Schreibvorrichtung
übertragen und gleichzeitig ersterer federnd in Richtung auf das Gegenprüfrad 17
zu gedrückt -wird, damit die beiden Prüfräder 17 und 25 dauernd in Eingriff miteinander
gehalten -werden.
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An den Schlitten 27 ist mittels des Bolzens 41 ein Hebel 42 angelenkt,
der sich mit einer Nase 4.3 gegen eine Widerlahsplatte 44 an der Schlittenbahn 26
anlegt. Das freie Ende des Hebels 42 stützt sich gegen einen Bolzen der achsengleich
finit den Teilen 4 und 27 angeordnet ist und durch diese hindurchragt. An dem unteren
Teil des Bolzens .15 ist der Federteller .[6 vorgesehen, gegen den sich die Schraubenfeder
.4; stützt. Das andere Ende derselben legt sich an eine auf dem Bolzen 45 verschiebbare
Muffe 48 an; die ihrerseits von dem gabelförmigen Ende eines Hebels 49 gehalten
wird. Dieser ist bei 5o an dein Schlitteii 27 gelagert und steht unter dem Einfluß
einer Stellschraube 51, die in den Lagerbock 4 eingeschraubt ist. Durch die Verstellung
des Hebels 49 wird gleichzeitig die Feder 47 mehr oder weniger gespannt und dementsprechend
der Bolzen 45 gegen den Hebel d.2 gedrückt, .wodurch weiter der Schlitten 27 gegenüber
seiner Bahn 26 verstellt bzw. der Anpressungsdruck zwischen den beiden Prüfrädern
eingeregelt wird. Der oberste Teil des Bolzens 45 ist gemäß Abb. 7 an einer Seite
abgeflacht und dort mit einer Zahnstangenverzahnung versehen. Letztere greift in
das lange Ritzel 52 ein, das auf der Hohlwelle 53 sitzt. Diese ist auf der Welle
54 verschiebbar gelagert und trägt ferner die beiden Stirnräder 55 und 56. Letztere
können in Eingriff mit den Rädchen 57 bzw. 58 gebracht werden, die auf der Welle
59 befestigt sind. Die beiden Wellen 54 und 59 sind zur \"erringerung der Reibung
zwischen Spitzen gelagert. Die Verschiebung der Hohlwelle 53 erfolgt mittels des
Hebels 6o, der bei 61 auf dem Lagerbock 4 drehbar abgestützt ist und in die Nut
62 der Hohlwelle 53 eingreift. Je nach der Einstellung derselben werden. entweder
die Räder 55 und 57 oder die Räder 56 und 58 miteinander in Eingriff gebracht. Auf
der Welle 59 sitzt ferner das Stirnrad 63,, das in eine Zahnstange 64 an dem Schlitten
65 der Schreibvorrichtung eingreift und dadurch letztere beeinflußt.
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Der Schlitten 65 ist senkrecht zur Achsrichtung des Prüfrades 25 verschiebbar
mittels Rollenlagern an dem Lagerbock :4 abgestützt. Er ist gemäß den Abb. i bis
3 rahmenartig gestaltet und trägt eine Schreibvorrichtung 66, die gemäß Abb. 8 mittels
des Böckchens 6; verschiebbar auf dein Schlitten 65 befestigt ist. Dabei wird sie
von einem schleifenartig gebogenen, federnden Stahlband 68 gehalten, das bei 69
an dein Böckchen 6; herumlegbar gelagert ist und mittels des Schräubchens 7o und
dessen verbreiterter Mutter 71 so gespreizt werden kann, daß die Spitze der Schreibv
orrichtung 66 gerade das Diagrammblatt berührt. Letzteres ist -wie ein Trommelfell
auf eine kreisrunde Scheibe 72 mittels eines entsprechend gestalteten Ringes 73
aufgespannt. Die genannte Scheibe 72 ist dabei fest auf das freie Ende der Welle
des Prüfrades 25 aufgekeilt und dreht sich gleich schnell -wie letzteres. Schlitten
65 und Schreibvorrichtung 66 sind im übrigen so zur Scheibe 72 angeordnet, claß
jede Verschiebung des Schlittens 65 infolge eines Fehlers der Prüfradverzahnung
als radialer Strich erscheint, während bei der Prüfung einer fehlerfreien Verzahnung
eine glatte Kreislinie auf das Diagramniblatt aufgezeichnet
wird.
Durch Ausmessen der radialen Abweichungen von der Kreislinie lassen sich die Fehler
der Prüfradverzahnung ziffernmäßig bestimmen, wobei aber das Übersetzungsverhältnis
der Bewegung des verschiebbaren Lagerkopfes 4 zu derjenigen der Schreibvorrichtung
66 zu berücksichtigen ist. Die Unterteilung dieses Verhältnisses in eine Hebelübersetzung
4.3, 42 und in eine solche durch ein Zahnradvorgelege 53, 59 hat sich durch Versuche
als zweckmäßig erwiesen, um die erforderliche Feinfühligkeit erzielen zu lassen.
Damit nun diese durch ein etwaiges Spiel in der Räderübersetzung nicht beeinträchtigt
wird, greift die Zahnstange 64 des die Schreibvorrichtung tragenden Schlittens 65
außer in das Rad 63 auch noch in ein Hilfsrad 74 ein, das auf dem Lagerbock 4 drehbar
angeordnet ist und unter dem Einfluß einer sehr «-eichen Feder steht, so daß durch
diese Vorrichtung alle in Eingriff stehenden Zähne des Vorgeleges kraftschlüssig
in eindeutiger Berührung miteinander gehalten werden.
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Die Wirkungsweise der beschriebenen Prüfmaschine ergibt sich aus folgendem,
wobei angenommen ist, daß ein Kegelräderpaar niit sich nicht rechtwinklig schneidenden
Achsen zu untersuchen ist.
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Zwei zusammengehörige Kegelräder werden zweckmäßigerweise nacheinander
geprüft und dabei jedesmal mit einem genau bearbeiteten Vergleichsrad in der Prüfmaschine
in Eingriff gebracht, wobei es gleichgültig ist, auf welchem der beiden Lagerböcke
4 oder 13 das zu prüfende Rad 'und auf welchem das Vergleichsrad aufgespannt wird.
Im allgemeinen empfiehlt es sich, das kleinere Rad gemäß Abh. 2 auf. dem Lagerbock
13 und das größere Rad auf dem Lagerl;ock 4 zu befestigen.
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LTm nun die beiden sich nicht rechtwinklig kreuzenden Räder in richtiger
Weise miteinander in Eingriff zu bringen, muß vor allem der Lagerbock 4 derart schräg
zur Achse des Prüfrades 17 eingestellt werden, daß die Achsen. beider Räder unter
dem konstruktiv festgelegten Winkel zueinander stehen. Sodann wird der Hilfsschlitten
18 mittels des Handrades i9 in seiner Führung so weit verstellt, daß der Drehpunkt
des fächerartigen Lineals 2i in die Achse des Prüfrades 25 fällt. Da sich dieser
Drehpunkt außerdem infolge des Gesamtaufbaues der Prüfmaschine sets in der Achsrichtung
des Prüfrades 17 befindet, so ist durch ihn nach seiner Einstellung derjenige Punkt
bestimmt, in dein sich die Achsen der beiden Prüfräder schneiden. In diesem Fall
lassen sich die -beiden Seiten des Lineals 21, die sich gleichfalls in seinem Drehpunkt
schneiden, glatt an die Köpfe derjenigen Zähne der Prüfräder anlegen, die in der
durch die beiden Zahnradachsen bestimmten Ebene liegen. Erforderlichenfalls muß
die Prüfmaschine in bezug auf die gegenseitige Lage der Prüfräder zueinander so
lange nachgerichtet werden, daß jene Bedingung erfüllt wird. Während dieser und
der folgenden Einstellbewegungen müssen natürlich die beiden Schlittenführungsteile
26, 27 aneinander festgestellt sein, während die Festspannvorrichtungen für die
übrigen Maschinenteile zeitweise gelöst werden, um jeweils die eine oder andere
Einstellbewegung zu ermöglichen.
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Wenn auf diese Weise die richtige Lage der Prüfräder zueinander ermittelt
ist, werden der Hilfsschlitten 18 und der Ouerschlitten 9 von dein Prüfrad 25 fortbewegt
und die Schlittenführungsteile 26, 27 nach Lösung ihrer Verbindung mit der Grundplatte
2 bzw. mit dem Lagerkopf 4 in diejenige Richtung eingestellt, die sich durch vorangegangene
Versuche für ein Kegelräderpaar der vorliegenden Art als die günstigste Verschiebungsrichtung
erwiesen hat. Letztere ist einerseits von der Größe des Kegelrades 25 und anderseits
von dem Kegelwinkel der Verzahnung abhängig. Um die Einstellung der Schlittenführung
zu erleichtern, kann auf dem Fächer 21 eine Skala angebracht werden, die zu jedem
Kegelwinkel die entsprechende günstigste Verschiebungsrichtung angibt, welche dann
an der Gradeinteilung der Schlittenbahn 26 mittels der Strichmarke 4o einzustellen
ist. Bevor dann die Teile 26 und 2 einerseits und 27 und 4 anderseits wieder aneinander
festgespannt werden, ist zu prüfen, ob der Lagerkopf 4 in bezug auf den Grundplattenteil
-9 nach Ausweis der Leiden Stricheinteilungen an der Schlittenführung 26,
27
unter einem solchen Winkel eingestellt ist, wie er der Abweichung der beiden
Achsrichtungen aus der senkrechten Lage zueinander entspricht.
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Wenn in der eben beschriebenen Weise die Prüfmaschine für die Untersuchung
des eingespannten Prüfräderpaares genau eingestellt ist und alle Knebel wieder festgezogen
sind, wird ein Diagrammblatt auf die Scheibe 72 aufgespannt, ferner die Schreibvorrichtung
in Ordnung gebracht und nun zunächst durch Drehen des Prüfrades 25 die Nullinie
in Gestalt eines Kreises mit beliebigem Durchmesser auf dem Diagrarnmblatt verzeichnet,
wobei zweckmäßigerweise das Prüfrad 17 zurückgezogen ist.
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Wenn sodann beide Räder 17 und 25 miteinander in richtigen Eingriff
gebracht sind, wird der Schlitten 27 gegenüber seiner Bahn 26 freigegeben, so daß
er durch den Druck der Feder 47 vermittels des Hebels :2 und der Widerlagsplatte
.4 in seiner Verschiebungsrichtung verschoben und das Rad 25 an das Rad 17 eng herangedrückt
wird. Im allgemeinen ist es erwünscht, den Andruck des einen Rades
an
das andere möglichst weich zu gestalten, damit die beiden Prüfräder bei etwaigen
Fehlern ihrer Verzahnung sich leicht voneinander abdrücken können. Sollte es jedoch
aus irgendwelchen Gründen erwünscht erscheinen, die Vorspannung der Feder 47 und
damit zugleich den Anpressungsdruck der beiden Prüfräder aneinander zu erhöhen,
so wird durch Drehen der Stellschraube 51 der Hebel 49 verstellt und damit die Vorspannung
der Feder 47 geändert. Wenn nunmehr die Prüfräder 1,- und 25 von Hand oder mittels
eines Kraftantriel:es von der Riemenscheibe 16 aus gedreht werden, so verzeichnet
die Schreibvorrichtung 66 auf dem Diagrammblatt der Scheibe ; 2 eine Linie, deren
radiale Abweichungen von der Kreisform in vergrößertem Maßstabe genau den Verzahnungsfehlern
der Prüfräder 17 und 25 entsprechen, wobei man die Fehler nicht nur ihrer Größe
nach, sondern auch in.bezug auf ihre Lage genau ermitteln kann, da sich ja die Scheibe
72 gleich schnell wie das Rad 25 umdreht.
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Iss hat sich übrigens gezeigt, daß man die Feinfühligkeit der Maschine
steigern kann, wenn inan nach der genauen Einstellung aller Teile den Schlitten
3, also auch das Prüfrad 1;, mittels der Spindel 6 uin etwa i nnn in der Achsenrichtung
des Prüfrades 25 voll diesem fortbewegt und dann das letztere durch Federkraft wieder
in Eingriff finit dein Rade 1; bringt.
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Schließlich hat es sich auch als vorteilhaft erwiesen, die Riemenscheibe
16 mit einer plötzlich wirkenden Ausrückvorrichtung auszustatten, damit nian hei
besonders großen Ausschlägen der Schreibvorrichtung augenblicklich die Fehlerquelle
untersuchen und erforderlichenfalls eine Korrektur des Diagrainnis vornehmen kann.