DE3829942A1 - Dosierungsform zur abgabe von wirkstoffen - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine günstige Dosierungsform zur Abgabe
von Wirkstoffen an eine Anwendungsumgebung. Insbesondere be
trifft sie eine Dosierungsform umfassend eine Wand, die eine
Kammer umgibt und bildet, in der Wirkstoff enthalten ist, sowie
mindestens eine Austrittsöffnung zur Abgabe des Wirkstoffs über
einen längeren Zeitraum.
Seit Beginn in der Antike haben die Pharmazie und Medizin lange
nach einer Dosierungsform gesucht, die als Abgabesystem zur ge
steuerten Verabreichung eines Wirkstoffs an eine Anwendungs
umgebung geeignet ist. Der erste schriftliche Bericht, der ein
Abgabesystem, eine Dosierungsform, erwähnt, ist der Eber-Papy
rus etwa aus dem Jahre 1552 v. Chr. Der Eber-Papyrus erwähnt
Dosierungsformen, wie Suppositorien, Vaginalpessare, Salben,
oral verabreichbare Pillen und andere Dosierungsformen. Es ver
gingen etwa 2500 Jahre ohne irgendeinen Fortschritt in der Ent
wicklung von Dosierungsformen, bis der arabische Arzt Rhazes
865-925 v. Chr. überzogene Pillen, d. h. Drag´es, zur oralen Ver
abreichung erfand. Etwa ein Jahrhundert später überzog der
Perser Avicenna, 980-1037 n. Chr., Pillen mit Gold oder Silber,
um die Akzeptanz durch den Patienten zu erhöhen und die Wirk
samkeit des Arzneimittels zu verstärken. Auch etwa um diese
Zeit wird die erste Tablette in arabischen Manuskripten von
Al-Zahrawi, 936-1009 n. Chr., beschrieben. Das Manuskript be
schreibt eine in der hohlen Vertiefung von zwei aufeinander
passenden Tablettenformen geformte Tablette. Es vergingen
etwa 800 Jahre, bis die nächste Innovation bezüglich Dosierungs
formen für die Pharmazie und Medizin eintrat, als 1883 Mothes
die Kapsel zur Verabreichung eines Wirkstoffs erfand. Der näch
ste entscheidende Schritt auf dem Gebiet der Dosierungsformen
erfolgte im Jahre 1972 mit der Erfindung der osmotischen Ab
gabevorrichtung durch Theeuwes und Higuchi. Diese einzigartige
Abgabevorrichtung wird bei einer Ausführungsform zur oralen
Verabreichung hergestellt. Bei dieser Verabreichungsform be
sitzt diese Vorrichtung das Aussehen einer Tablette, umfassend
einen inneren arzneimittelhaltigen Kern und eine Abgabeöffnung.
Nach einer Anfangs- bzw. Startzeit setzt diese Vorrichtung den
Wirkstoff mit gesteuerter Geschwindigkeit über einen längeren
Zeitraum frei. Es ist die erste oral verabreichbare Dosierungs
form, die einen Wirkstoff über den gesamten Magen-Darm-Trakt in
einer gesteuerten Menge pro Zeiteinheit freisetzt.
Das oben erwähnte osmotische System, das einen einzigen arznei
mittelhaltigen Kern umfaßt, stellt eine Pionierleistung auf dem
Gebiet der osmotischen Abgabe und einen außerordentlichen Fort
schritt dar und ist zur Abgabe zahlloser Arzneimittel an die
Anwendungsumgebung geeignet. Es hat sich aber jetzt gezeigt,
daß ein solches System noch weiter verbessert werden kann, um
die Freisetzungskinetik und die Eignung des osmotischen Systems
zu verbessern. Das heißt, es hat sich jetzt überraschenderweise
herausgestellt, daß eine neue Dosierungsform als osmotische
Abgabevorrichtung hergestellt werden kann, die einen biologisch
wirksamen Stoff mit einer hohen Geschwindigkeit und einen (an
deren) biologisch wirksamen Stoff mit einer geringen Geschwin
digkeit in im wesentlichen konstanter Menge über einen längeren
Zeitraum freisetzt. Durch die schnelle Freisetzungsgeschwindig
keit wird Wirkstoff frühzeitig während der Freisetzungsperiode
abgegeben und die Anlaufzeit, die mit dem bekannten osmotischen
Dosierungsformen verbunden ist, im wesentlichen vermieden.
Durch die langsame Freisetzungsgeschwindigkeit wird Wirkstoff
mit gesteuerter konstanter Geschwindigkeit über einen längeren
Zeitraum freigesetzt. Die erfindungsgemäße Dosierungsform
ermöglicht in einzigartiger Weise die Wirkstoffabgabe mit zwei
unterschiedlichen Geschwindigkeiten, und sie wirkt daher ent
sprechend einem vorgewählten optimalen Programm für die Arznei
mittelverabreichung.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Dosierungsform
in Form einer osmotischen Abgabevorrichtung zur gesteuerten
Freisetzung eines Wirkstoffs mit einer hohen Geschwindigkeit
und mit einer geringen Geschwindigkeit über einen längeren
Zeitraum an einem Rezeptor zur Erzeugung einer therapeutischen
Wirkung zu entwickeln. Dadurch soll die Anlaufzeit der bekann
ten Vorrichtungen vermieden werden.
Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Dosierungsform bzw. Abgabevor
richtung soll es möglich sein, an einem Warmblüter ein voll
ständiges pharmazeutisches Programm, umfassend schwer lösliche
bis sehr leicht lösliche Arzneimittel, zu verabreichen, die so
fort zur Verfügung stehen, sowie kontinuierlich mit gesteuerter
Geschwindigkeit über einen bestimmten längeren Zeitraum abge
geben werden, wobei ein Eingreifen nur zu Beginn und möglicher
weise am Ende des therapeutischen Programms erforderlich ist.
Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Dosierungsform soll es auch
möglich sein, ein Arzneimittel an den Gastrointestinaltrakt zu
verabreichen, wobei ein vorzeitiges Aufbrechen vermieden wird
und eine Änderung in der Freisetzungsgeschwindigkeit von einer
höheren zu einer geringeren Geschwindigkeit über einen längeren
Zeitraum von mindestens 8 Stunden eintritt.
Die Erfindung wird anhand der, nicht maßstabsge
treuen Zeichnungen näher erläutert. Dabei ist
Fig. 1 eine seitliche vergrößerte Ansicht einer erfindungs
gemäßen Dosierungsform, die in Form und Größe zur
oralen Verabreichung an den Gastrointestinaltrakt
eines Tieres geeignet ist und zwei unterschiedliche
Schichten, die jeweils einen Wirkstoff enthalten, um
faßt;
Fig. 2 eine aufgeschnittene Ansicht der Dosierungsform nach
Fig. 1, um die innere Struktur dieser Dosierungsform
zu zeigen;
Fig. 3 ein Diagramm, das die an unterschiedliche Anwendungs
umgebungen abgegebene Wirkstoffmenge zeigt,
Fig. 4 ein Diagramm, das die an unterschiedliche Umgebungen
abgegebene Wirkstoffmenge zeigt, wobei die Dosie
rungsform verschiedene Ausgänge besitzt,
Fig. 5 ein Diagramm, das die Gesamtmenge an freigesetztem
Wirkstoff über einen längeren Zeitraum zeigt;
Fig. 6 ein Diagramm, das die Wirkstoffmenge zeigt, die durch
Ausgangsöffnungen mit unterschiedlichen Dimensionen
freigesetzt wird, und
Fig. 7 ein Diagramm, das die Wirkung des Gewichts der Wand
auf die aus Dosierungsformen freigesetzte Wirkstoff
menge zeigt.
Im einzelnen zeigt bei den Zeichnungen Fig. 1 eine Dosierungs
form (10), die als oral verabreichbare Abgabevorrichtung herge
stellt worden ist, umfassend einen Körper oder Hauptteil (11).
Die Dosierungsform (10) mit dem Hauptteil (11) kann in Form und
Größe so ausgebildet sein, daß sie in eine biologische Anwen
dungsumgebung zur gesteuerten Freisetzung eines Wirkstoffs an
diese Umgebung leicht eingebracht und längere Zeit dort festge
halten werden kann. Die Dosierungsform (10) umfaßt eine Wand
(12) mit einem Durchgang (13), der das Innere der Dosierungs
form (10) mit dem Äußeren der Vorrichtung verbindet.
In Fig. 2 ist die Dosierungsform (10) aufgeschnitten darge
stellt. Sie umfaßt einen Hauptteil (11) mit einer Wand (12),
die eine innere Kammer umgibt und bildet. Die Wand (12) ist zur
Erläuterung der inneren Kammer (15) bei (14) aufgeschnitten.
Die Wand (12) besteht zumindest teilweise aus einer semiper
meablen Masse, die für den Durchgang einer äußeren, in der An
wendungsumgebung vorhandenen Flüssigkeit durchlässig und für
den Durchgang eines Wirkstoffs und anderer Bestandteile, die in
der Kammer (15) vorhanden sein können, im wesentlichen undurch
lässig ist. Die Wand (12) der Dosierungsform (10) ist im we
sentlichen inert, d. h. sie behält ihre physikalische und chemi
sche Integrität während der Abgabezeit des Wirkstoffs bei und
besteht aus einer nichttoxischen Masse. Die Dosierungsform
(10), wie sie in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist, kann eine be
liebige übliche geometrische Form besitzen, wie ellipsoid, boh
nenförmig, kreisförmig, rechteckig, kuppelförmig u. ä. sein.
Die Dosierungsform (10) nach Fig. 2 enthält in der Kammer (15)
eine erste Schicht (16) und eine zweite Schicht (17). Die erste
Schicht (16) und die zweite Schicht (17) stehen miteinander in
Kontakt und wirken zusammen, um ein vollständiges Freisetzungs
programm zu ergeben. Die erste Schicht (16) umfaßt einen Wirk
stoff (18), vorzugsweise ein Arzneimittel, und die zweite
Schicht (17) umfaßt einen Wirkstoff (19), wie ein Arzneimittel.
Die erste Schicht (16), die den Wirkstoff (18) enthält, ist die
schnell freisetzende Schicht. Der Ausdruck "schnell wirkende
Schicht", wie er im Rahmen der Erfindung verwendet wird, gibt
allgemein an, daß, wenn die Dosierungsform (10) in der Anwen
dungsumgebung wirkt, die schnell wirkende Schicht (16) aus der
Dosierungsform (10) während der ersten Stunden abgegeben wird.
Die schnell wirkende Schicht (16) wird abgegeben, z. B. indem
sie in Lösung geht oder nahezu sofort einen freisetzbaren halb
viskosen Träger bildet und den Wirkstoff (18) nahezu sofort an
eine flüssige biologische Anwendungsumgebung freisetzt. Die Ab
gabe der schnell löslichen Schicht (16) mit dem Wirkstoff (18)
überwindet die Anlaufzeit bei der Wirkstofffreigabe, wodurch,
wenn der Wirkstoff (18) ein Arzneimittel ist, dieses verfügbar
ist, um eine frühzeitige Plasmakonzentration an Wirkstoff in
einem therapeutischen Programm bei einem Warmblüter, unter Ein
schluß des Menschen, zu erzeugen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform umfaßt die schnell wir
kende Schicht (16) eine Hydroxypropylcellulose und andere, die
Schicht (16) bildende Komponenten, wie Hydroxypropylmethylcel
lulose, Polyvinylpyrrolidon und ein aufschäumendes Mittel, wie
Natriumcarbonat, Kaliumcarbonat u. ä., einen Puffer wie Na
triumacetat, Kaliumacetat u. ä., einen Wirkstoff u. ä. Die für
die erfindungsgemäßen Zwecke angewandte Hydroxypropylcellulose
ist ein nicht-ionischer Ether mit neutralem pH-Wert und einem
Hydroxypropylgehalt von 7 bis 16%, wobei spezielle Hydroxypro
pylcellulosen einen Hydroxypropylgehalt von 7 bis 10% ein
Hydroxypropylgehalt von 10 bis 13% bzw. einen Hydroxypropyl
gehalt von 13 bis 16% aufweisen. Bei Ausführungsformen, bei
denen die Schicht (16) eine Hydroxypropylmethylcellulose ent
hält, besitzt diese vorzugsweise einen Hydroxypropylgehalt
von 4 bis 12% und einen Methyloxygehalt von 19 bis 24%. Eine
zur Herstellung der Schicht (16) geeignete beispielhafte
Hydroxypropylmethylcellulose umfaßt mindestens eine Substanz,
ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus
- a) einer Hydroxypro pylmethylcellulose mit einem Polymerisationsgrad (DP) von etwa 50, einer Viskosität von etwa 3 mPa · s (3 cP) in einer 2%igen wäßrigen Lösung und einem mittleren zahlenmäßigen Molekular gewicht von etwaw 9 200;
- b) einer Hydroxypropylmethylcellulose mit einer Viskosität von etwa 3 mPa · s, einem Polymerisations grad von etwa 51 und einem mittleren zahlenmäßigen Molekular gewicht von etwa 9 600;
- c) einer Hydroxypropylmethylcellulose mit einer Viskosität von 5, einem Polymerisationsgrad von 56 und einem mittleren zahlenmäßigen Molekulargewicht von 11 300;
- d) einer Hydroxypropylmethylcellulose mit einer Viskosität von 15, einem Polymerisationsgrad von 79 und einem mittleren zah lenmäßigen Molekulargewicht von 15 900; und
- e) einer Hydroxy propylmethylcellulose mit einer Viskosität von 35, einem Poly merisationsgrad von 102 und einem mittleren zahlenmäßigen Mo lekulargewicht von 19 600.
Im allgemeinen besitzt eine zur Her
stellung der schnell wirkenden Schicht (12) angewandte Hydroxy
propylmethylcellulose ein mittleres zahlenmäßiges Molekularge
wicht von etwa 9 000 bis 25 000. Die schnell wirkende Schicht
(16) enthält etwa 5 bis 50% Hydroxypropylcellulose und 2 bis
15% Hydroxypropylmethylcellulose. Die schnell wirkende Schicht
(16) kann bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform ein
Bindemittel wie Polyvinylpyrrolidon, leicht vernetztes
Polyvinylpyrrolidon u. ä. enthalten.
Der Ausdruck "langsam wirkende Schicht (17)", wie er hier ver
wendet wird, gibt an, daß die Schicht (16) durch den Durchgang
(13) mit gesteuerter kontinuierlicher Geschwindigkeit über
11/2 bis 14 h oder darüber freigesetzt wird. Der Zeitraum be
trägt bei einer bevorzugten Ausführungsform im allgemeinen 2
bis 12 h. Die langsam wirkende Schicht (17) enthaltend den
Wirkstoff (19) setzt diesen über einen entsprechenden Zeitraum
an die Anwendungsumgebung frei.
Die Schicht 17 umfaßt bei einer bevorzugten Ausführungsform ein
Hydrogel, ein Cellulosepolymer und einen Wirkstoff. Ein reprä
sentatives Hydrogel ist ein Polyalkylenoxid. Das Polyalkylen
oxid kann ein Homopolymer von Ethylenoxid, Propylenoxid und
Butylenoxid sein, sowie ein Copolymer aus Ethylenoxid, Pro
pylenoxid und Butylenoxid. Die Polyalkylenoxide, die hier ver
wendet werden, besitzen im allgemeinen ein mittleres Molekular
gewicht von etwa 10 000 bis 5 000 000 und bei einer bevorzugten
Ausführungsform ein mittleres Molekulargewicht von 10 000 bis
900 000. Der Polymerisationsgrad beträgt etwa 200 bis 115 000.
Das bevorzugte Polyalkylenoxid ist Polyethylenoxid mit einem
mittleren Molekulargewicht von 10 000 bis 200 000. Polyalkylen
oxide sind bekannt aus den US-PS 3 963 805 und 4 211 681.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform enthält das Cellulosepo
lymer, das zur Herstellung der Schicht (17) verwendet wird,
eine Hydroxypropylmethylcellulose mit einem mittleren Moleku
largewicht von 9 000 bis 250 000. Die in der langsam wirkenden
Schicht (17) vorhandene Hydroxypropylmethylcellulose kann die
gleiche oder eine andere sein, wie/als die Hydroxypropylmethyl
cellulose, die in der schnell wirkenden Schicht (16) vorhanden
ist. Vorzugsweise unterscheidet sich die Schicht (17) von der
Schicht (16), wobei die Schicht (16) Hydroxypropylcellulose
enthält.
Repräsentativ für Hydroxypropylmethylcellulosepolymere, die zur
Herstellung der langsam wirkenden Schicht (17) geeignet sind,
sind
- a) Hydroxypropylmethylcellulose mit einer Viskosität von 3, einem Polymerisationsgrad von 48 und einem mittleren zahlen mäßigen Molekulargewicht von 9 200;
- b) Hydroxypropylmethylcel lulose mit einer Viskosität von 35, einem Polymerisationsgrad von 102 und einem mittleren zahlenmäßigen Molekulargewicht von 19 600;
- c) Hydroxypropylmethylcellulose mit einer Viskosität von 100, einem Polymerisationsgrad von 145 und einem mittleren zahlenmäßigen Molekulargewicht von 27 800;
- d) Hydroxypropyl methylcellulose mit einer Viskosität von 4 000, einem Polymeri sationsgrad von 460 und einem mittleren zahlenmäßigen Moleku largewicht von 88 300;
- e) Hydroxypropylmethylcellulose mit einer Viskosität von 15 000, einem Polymerisationsgrad von 690 und einem mittleren zahlenmäßigen Molekulargewicht von 132 500;
- f) Hydroxypropylmethylcellulose mit einer Viskosität von 100 000, einem Polymerisationsgrad von 1 260 und einem mittle ren zahlenmäßigen Molekulargewicht von 241 900 u. ä. Bei einer anderen Ausführungsform enthält die Schicht (17) das Cellulose polymer Carboxymethylcellulose, wie Natriumcarboxymethylcellu lose.
Die Wand (12) der Dosierungsform (10) besteht ganz oder zumin
dest teilweise aus einer eine semipermeable Wand bildenden Mas
se, die den Wirkstoff, den Patienten oder andere Bestandteile
der Dosierungsform (10) nicht nachteilig beeinflußt. Die Wand
(12) ist für den Durchgang einer äußeren, in der
Anwendungsumgebung vorhandenen Flüssigkeit wie Wasser und
biologische Flüssigkeiten durchlässig und im wesentlichen
undurchlässig für den Durchgang von Wirkstoffen und anderen
Bestandteilen der Dosierungsform (10). Die selektiv
semipermeablen Materialien, die für die Herstellung der Wand
(12) geeignet sind, sind vorzugsweise nicht abbaubar und in
Flüssigkeiten unlöslich. Typische polymere Materialien zur
Herstellung der Wand (12) umfassen eine Substanz, ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Celluloseestern, Celluloseethern
und Celluloseesterethern. Die Cellu
losepolymere besitzen einen Substitutionsgrad, D. S., an ihrer
Anhydroglukoseeinheit von mehr als 0 bis zu einschließlich 3.
Unter Substitutionsgrad ist die mittlere Anzahl von Hydroxyl
gruppen zu verstehen, die ursprünglich in der Anhydroglukose
einheit des Cellulosepolymeres vorhanden waren und die durch eine
substituierende Gruppe ersetzt ist. Repräsentative polymere Ma
terialien umfassen eine Substanz, ausgewählt aus der Gruppe be
stehend aus Celluloseacylat, Cellulosediacylat, Cellulose
triacylat, Celluloseacetat, Cellulosediacetat, Cellulosetri
acetat, Mono-, Di- und Tri-cellulosealkanylaten, Mono-, Di- und
Tri-cellulosearoylaten u. ä. Beispielhafte Polymere umfassen
Celluloseacetat mit einem D. S. von bis zu 1 und einem Acetyl
gehalt von bis zu 21%; Celluloseacetat mit einem Acetylgehalt
von 32 bis 39,8%; Cellulosetriacetat mit einem D. S. von 1 bis
2 und einem Acetylgehalt von 21 bis 35%; Cellulosetriacetat
mit einem D. S. von 2 bis 3 und einem Acetylgehalt von 35 bis
44,85%; u. ä. Beispiele für spezielle Cellulosepolymere umfas
sen Cellulosepropionat mit einem D. S. von 1,8 und einem Pro
pionylgehalt von 39,2 bis 45% und einem Hydroxylgehalt von 2,8
bis 5,4%; Celluloseacetatbutyrat mit einem D. S. von 1,8 und
einem Acetylgehalt von 13 bis 15% und einem Butyrylgehalt von
34 bis 39%; Celluloseacetatbutyrat mit einem Acetylgehalt von
2 bis 29%, einem Butylrylgehalt von 17 bis 53% und einem
Hydroxylgehalt von 0,5 bis 4,7%; Cellulosetriacylate mit einem
D. S. von 2,9 bis 3, wie Cellulosetrivalerat, Cellulosetrilau
rat, Cellulosetripalmitat, Cellulosetrisuccinat und Cellulose
trioctanoat; Cellulosediacylate mit einem D. S. von 2,2 bis 2,6,
wie Cellulosedisuccinat, Cellulosedipalmitat, Cellulosediocta
noat, Cellulosedipentat u. ä. Weitere semipermeable Polymere,
die zur Herstellung der Wand (12) angewandt werden können, um
fassen Acetaldehyddimethylacetat, Celluloseacetatethylcarbamat,
Celluloseacetatphthalat zur Anwendung in Umgebungen mit niedri
gem pH-Wert, Celluloseacetatmethylcarbamat, Celluloseacetatdi
methylaminoacetat, semipermeable Polyamide, semipermeable Poly
urethane, semipermeable sulfonierte Polystyrole, vernetzte, se
lektiv semipermeable Polymere, die erhalten worden sind durch
gemeinsame Ausfällung eines Polyanions und eines Polykations,
wie angegeben in den US-PS 31 73 876, 32 76 586, 35 41 005,
35 41 006 und 35 46 142; semipermeable Polymere, wie sie ange
geben sind von Loeb und Sourirajan in der US-PS 31 33 132;
leicht vernetzte weichgemachte Polystyrolderivate; vernetztes
Polynatriumstyrolsulfonat; vernetztes Poly(vinylbenzyltri
methyl)ammoniumchlorid; semipermeable Polymere mit einer Flüs
sigkeitsdurchlässigkeit von 25 × 10-5 bis 25 × -1 (cm3 · µm/
cm2 · h · bar) [10-5 bis 10-1 (cc · mil/cm2 · h · atm)], angegeben in bar
(Atmosphären) hydrostatischer oder osmotischer Druckdifferenz
über die semipermeable Wand. Die Polymere sind bekannt aus den
US-PS 38 45 770, 39 16 889 und 41 60 020 und aus Handbook of
Common Polymers von J. R. Scott und W. J. Roff, 1971, CRC Press,
Cleveland, Ohio.
Die Dosierungsform (10) enthält einen Wirkstoff (18) in der
schnell wirkenden Schicht (16) und einen Wirkstoff (19) in der
langsam wirkenden Schicht (17). Der Wirkstoff kann in beiden
Schichten gleich sein oder er kann in beiden Schichten ver
schieden sein. Der Ausdruck "Wirkstoff", wie er hier verwendet
wird, bezeichnet vorzugsweise ein Arzneimittel. Im Rahmen die
ser Beschreibung und der Ansprüche umfaßt der Ausdruck "Arznei
mittel" irgendeine physiologisch oder pharmakologisch wirksame
Substanz, die eine lokale oder systemische Wirkung bei Tieren,
einschließlich warmblütigen Säugetieren, Menschen und Primaten,
Vögeln, Haustieren und Sporttieren sowie landwirtschaftlichen
Tieren, Labortieren, Fischen, Reptilien und Zootieren hervor
ruft. Der Ausdruck "physiologisch", wie er hier verwendet wird,
bezeichnet die Verabreichung eines Arzneimittels zur Erzielung
von allgemeinen normalen Gehalten und Funktionen in warmblüti
gen Tieren. Der Ausdruck "pharmakologisch" bezeichnet allgemein
Veränderungen als Reaktion auf die Menge des an den Wirt verab
reichten Arzneimittels (siehe Stedman's Medical Dictionary,
1966, Williams und Wilkins, Baltimore, MD).
Der Wirkstoff der verabreicht werden kann, umfaßt anorganische
und organische Verbindungen ohne Begrenzung, einschließlich
Arzneimittel, die auf die periphären Nerven, adrenerge Rezep
toren, cholinerge Rezeptoren, das Nervensystem, die Skelett
muskulator, das Herzgefäßsystem, die glatte Muskulatur, das
Kreislaufsystem, synaptische Stellen, Neuroeffektorverbindungs
stellen, das endokrine System, das hormonelle System, das immu
nologische System, Organ-Systeme, das reproduktive System, das
Skelettsystem, autocoide Systeme, Ernährungs- und Ausschei
dungssysteme, Hemmstoffe von autokoiden und Histaminsystemen
einwirken. Das therapeutische Arzneimittel, das zur Einwirkung
auf diese Rezeptoren abgegeben werden kann, umfaßt: Anti
krampfmittel, Analgetika, Anti-Parkinsonmittel, entzündungs
hemmende Mittel, Anästhetika, antimikrobielle Mittel, Anti-
Malariamittel, Anti-Parasitenmittel, blutdrucksenkende Mittel,
Hemmstoffe für das Angiotensin umwandelnde Enzym, Antihistami
nika, Antipyretika, α-adrenerge Mittel (a-adrenergic agnoist),
α-Blocker, Biocide, Baktericide, Bronchodilatoren, β-adrenerge
Stimulatoren, β-adrenerge Blockierungsmittel, Kontraceptiva,
Kardiovaskuläre Mittel, Calcium(kanal)inhibitoren, Depressiva
(dämpfende Mittel), Diagnostika, Diuretika, Elektrolyte,
Hypnotika (Schlafmittel), hormonelle Mittel, Hyperglycämika,
Muskelkontraktantien, Muskelrelaxantien, Ophthalmika (Augenmit
tel), psychische Anregungsmittel, Parasympathomimetika, Sedati
va, Sympathomimetika, Tranquilizer, Arzneimittel für den Harn
trakt, vaginale Mittel, Vitamine, Calcium(kanal)blocker und
ähnliche.
Beispielhafte Arzneimittel, die von der schnell wirkenden
Schicht (16) und von der langsam wirkenden Schicht (17) der Do
sierungsform (10) abgegeben werden können, sind Arzneimittel,
die in wäßrigen Flüssigkeiten sehr gut löslich sind, wie
Prochlorperazinedisylat, Eisen-II-sulfat, Aminocapronsäure,
Kaliumchlorid, Mecamylamin-hydrochlorid, Procainamid-hydro
chlorid, Amphetaminsulfat, Benzphetamin-hydrochlorid, Isopro
teronosulfat, Methamphetamin-hydrochlorid, Phenmetrazin
hydrochlorid, Bethanecholchlorid, Methacholinchlorid, Pilo
carpin-hydrochlorid, Atropinsulfat, Scopolaminbromid, Iso
propaminiodid, Tridihexethylchlorid, Phenformin-hydrochlorid,
Methylphenidat-hydrochlorid, Cimetidin-hydrochlorid, Theo
phyllincholinat, Cephalexin-hydrochlorid und ähnliche.
Beispiele für Arzneimittel, von der schnell wirkenden Schicht
(16) und der langsam wirkenden Schicht (17) der Dosierungsform
(10) abgegeben werden können, sind Arzneimittel, die in wäßri
gen Flüssigkeiten schwer löslich sind wie Diphenidol, Meclizin
hydrochlorid, Prochlorperazinmaleat, Phenoxybenzamin, Thi
ethylperazinmaleat, Anisindon, Diphenadion, Erythritzyltetra
nitrat, Digoxin, Isofluorphat, Acetazolamid, Methazolamid,
Bendroflumethiazid, Chlorpropamid, Tolazamid, Chlormadionon
acetat, Phenaglycodol, Allopurinol, Aluminium-aspirin,
Methotrexat, Acetylsulfisoxazol, Erythromycin, Progestine,
österogene Mittel, progestrative Mittel, Corticosteroide,
Hydrocortison, Hydrocorticosteron-acetat, Cortisonacetat,
Triamcinolon, Methyltesteron, 17-β-Östradiol, Ethinyl-
östradiol, Prazosin-hydrochlorid, Ethinyl-östradiol-3-methyl
ether, Prednisolon, 17-α-Hydroxyprogesteronacetat, 19-Nor
progesteron, Norgestrel, Norethindron, Progestreron,
Norgesteron, Norethynodrel und ähnliche.
Beispiele für andere Arzneimittel, die von der Schicht (16) und
der Schicht (17) der Dosierungsform abgegeben werden können,
umfassen Aspirin, Indomethacin, Naproxen, Fenoprofen, Sulindac,
Indoprofen, Nitroglycerin, Propranolol, Timolol, Athenolol,
Alprenolol, Cimetidin, Clonidin, Imipramin, Lovodopa, Chlor
promazin, Methyldopa, Dihydroxyphenylalin, Pivaloyloxyethtyl
ester von α-Methyldopa, Theophylin, Calcium-gluconat, Keto
profen, Ibuprofen, Cephalexin, Erytrohomycin, Haloperidol,
Zomepirac, Eisen-II-lactat, Vincamin, Diazepam, Captropril,
Phenoxybenzamin, Nifedipin, Diltiazem, Verapamil, Milrinon,
Madol, Quanbenz, Hydrochlorthiazid, und ähnliche. Die Arznei
mittel sind bekannt aus Pharmaceutical Sciences, 14. Aufl.
herausgeg. von Remington, (1979), Mack Publishing Co., Easton,
PA; The Drug, The Nurse, The Patient, Including Current Drug
Handbook von Falconer et al., (1974-1976), Sunder Co.,
Philadelphia, PA; Medicinal Chemistry, 3. Aufl., Bd. 1 und 2 von
Burger, Wiley-Interscience, New York und aus Physicians' Desk
Reference, 38. Aufl. (1984), Medical Economics Co., Oradell, NJ.
Das Arzneimittel kann in der Dosierungsform (10) in den Schich
ten (16) und (17) in verschiedenen Formen vorliegen: wie als
ungeladene Moleküle, Molekularkomplexe, pharmakologisch annehm
bare Salze wie Hydrochlorid, Hydrobromid, Sulfat, Laurat,
Palmitat, Phosphat, Nitrit, Borat, Acetat, Maleat, Tartrat,
Oleat und Salicylat. Bei sauren Arzneimitteln können Salze von
Metallen, Aminen oder organischen Kationen angewandt werden,
z. B. quaternäre Ammoniumsalze. Derivate von Arzneimitteln wie
Ester, Ether und Amide können ebenfalls angewandt werden. Es
kann auch ein Arzneimittel, das in Wasser unlöslich ist, in
einer Form verwendet werden, die in wasserlösliches Derivat
davon ist, um als gelöster Stoff zu dienen, und bei seiner
Freisetzung aus der Vorrichtung kann es durch Enzyme umgewan
delt, durch den pH-Wert des Körpers hydrolysiert oder durch
andere metabolische Prozesse zu der ursprünglichen biologisch
aktiven Form umgewandelt werden.
Die Löslichkeit eines Wirkstoffs einschließlich eines Arznei
mittels kann nach bekannten Verfahren bestimmt werden. Ein Ver
fahren zur Bestimmung der Löslichkeit eines Stoffes besteht in
der Herstellung einer gesättigten Lösung, enthaltend die Flüs
sigkeit plus das Mittel und Untersuchung der in einer bestimm
ten Flüssigkeitsmenge vorhandenen Wirkstoffmenge. Eine einfache
Vorrichtung zu diesem Zweck besteht in einem Reagenzglas mitt
lerer Größe, das senkrecht in einem Wasserbad bei konstanter
Temperatur und konstantem Druck gehalten wird. Die Flüssigkeit
und der Wirkstoff werden durch eine sich drehende Glasspirale
gerührt. Nach einer bestimmten Rührzeit wird das Gewicht der
Flüssigkeit untersucht und eine weitere Zeitlang gerührt. Wenn
die Analyse keine Zunahme an gelöstem Mittel nach aufeinander
folgenden Rührzeiten in Gegenwart von festem Mittel in der
Flüssigkeit anzeigt, ist die Lösung gesättigt und die Ergebnis
se werden als Löslichkeit des Produktes in der Flüssigkeit an
gesehen. Wenn das Mittel löslich ist, ist eine zusätzliche os
motisch wirksame Verbindung nicht unbedingt erforderlich. Wenn
das Mittel eine begrenzte Löslichkeit in der Flüssigkeit be
sitzt, kann eine osmotisch wirksame Verbindung in die Vorrich
tung eingebaut werden. Zahlreiche andere Verfahren zur Bestim
mung der Löslichkeit eines Wirkstoffs in einer Flüssigkeit sind
bekannt. Typische Verfahren, die zur Messung dieser Löslichkeit
angewandt werden, sind die Messung der chemischen und elektri
schen Leitfähigkeit. Einzelheiten der verschiedenen Methoden
zur Bestimmung von Löslichkeiten sind beschrieben in United
States Public Health Service Bulletin, Nr. 67, Hygenic
Laboratory; Encyclopedia of Science and Technology, Bd. 12,
S. 542-556, (1971), McGraw-Hill, Inc. und Encyclopedia
Dictionary of Physics, Bd. 6, S. 547-557, (1962), Pergamon Press,
Inc.
Ein Arzneimittel kann in der Schicht (16) und in der Schicht
(17) pur oder vorzugsweise zusammen mit einem Bindemittel,
Netzmittel, Gleitmittel oder Farbstoff oder anderen die Schicht
bildenden Bestandteile vorliegen. Repräsentative Bindemittel
sind Polyvinylpyrrolidon, leicht vernetztes Polyvinylpyrrolidon
u. ä.; Gleitmittel wie Magnesiumstearat u. ä.; Netzmittel wie
Fettamine, quaternäre Ammoniumsalze von Fettsäuren, Ester von
Sorbit u. ä.
Der Ausdruck "Arzneimittelzubereitung" gibt an, daß das Arznei
mittel in der Schicht (16) und (17) pur oder zusammen mit einem
Binder oder ähnlichem vorhanden ist. Die Schichten (16) und
(17) enthalten im allgemeinen (jeweils) eine Dosierungseinheit
eines Arzneimittels zur Durchführung eines therapeutischen Pro
gramms, d. h. zur Erzeugung einer therapeutischen Wirkung. Die
Menge an Wirkstoff in der Schicht (16) oder in der Schicht (17)
beträgt im allgemeinen von etwa 0,05 ng bis 5 g oder darüber,
wobei einzelne Schichten z. B. 25 ng, 1 mg, 5 mg, 10 mg, 25 mg,
100 mg, 125 mg, 250 mg, 750 mg, 1,0 g, 1,2 g, 1,5 g und ähnli
che Mengen enthalten. Bei einer bevorzugten Ausführungsform
enthält die langsam wirkende Schicht (17) mehr Wirkstoff als
die schnell wirkende Schicht (16). Die Menge an Wirkstoff kann
jedoch auch gleich sein. Im allgemeinen beträgt das Verhältnis
der Menge an Wirkstoff in der Schicht (16) zu der in der
Schicht (17) 1 : 1 bis 1 : 15. Die Dosierungsform kann einmal,
zweimal oder dreimal täglich verabreicht werden.
Der Ausdruck "Durchgang (13)", wie er hier verwendet wird, be
zeichnet einen Ausgang in der Wand (12), der das Äußere der Do
sierungsform (10) mit dem Inneren der Kammer (15) verbindet.
Der Ausgang bzw. Durchgang (13) ist ein Mittel zur Freisetzung
der schnell wirkenden Schicht (16) und der langsam wirkenden
Schicht (17) an die Anwendungsumgebung. Die Dosierungsform (10)
umfaßt bei einer Herstellungsform einen einzigen Durchgang. Bei
dieser Herstellungsform wird die schnell wirkende Schicht (16)
aus der Dosierungsform abgegeben, gefolgt von der langsam wir
kenden Schicht (17), und zwar durch den gleichen Durchgang aus
der Dosierungsform. Bei einer anderen Herstellungsform umfaßt
die Dosierungsform (10) zwei Durchgänge; einer, der mit der
schnell wirkenden Schicht (16) in Verbindung steht, und ein an
derer mit der schnell wirkenden Schicht (17). Bei dieser Her
stellung werden die Schichten (16) und (17) durch die jeweili
gen Durchgänge abgegeben. Der Ausgang (13) gibt die schnell
wirkende Schicht (16) in einem Zeitraum von mehr als 1 Minute
bis zu 2 Stunden frei. Der Durchgang (13) besitzt eine solche
Form und Größe zur Freisetzung der Schicht (16) in einer kurzen
Zeit. Der Ausgang (13) kann irgendeine schnell freisetzende
Form besitzen wie viereckig, rechteckig, parallelogrammförmig,
quadratisch, pentagonal, hexagonal u. ä. Bei einer Ausführungs
form kann der Durchgang (13) einen Spalt mit einer Länge von
0,25 bis 2 cm und einer Breite von 0,2 bis 1,25 cm u. ä. aufwei
sen. Der Ausgang (13) kann hergestellt werden durch mechani
sches Bohren, Laserbohren, Aufschneiden der Wand u. ä. Die Di
mensionen des Ausgangs bzw. Durchgangs (13) zur Freisetzung der
schnell wirkenden Schicht (16) innerhalb eines gegebenen Zeit
raums können bestimmt werden durch Herstellung der Dosierungs
form (10) auf die erfindungsgemäße Weise und Messung der Frei
setzung über die Zeit durch übliche Bestimmungsverfahren. Die
langsam wirkende Schicht (17) wird eingestellt durch Regelung
der Masse pro Einheitsvolumen der Schicht (17), z. B. unter Ver
wendung von Hydrogelen mit zunehmenden Molekulargewichten. Ver
fahren zur Bestimmung der Freisetzungsgeschwindigkeiten sind
angegeben in Pharmaceutical Sciences von Remington, (1970),
Teil V, Kapitel 36, "Testing and Analysis"; Kapitel 37,
"Analysis of Medicinals"; Kapitel 38, "Biological Testing";
Kapitel 39, "Clinical Analysis"; Kapitel 40, "Chromatograph"
und Kapitel 41, "Instrumental Methods of Analysis", Mack
Publishing Company, Easton PA.
Die Dosierungsform (10) wird nach einer bevorzugten Arbeitswei
se hergestellt, indem zunächst unabhängig die Schicht (16) oder
die Schicht (17) hergestellt wird, und zwar aus einer gut ge
mischten Masse der die Schicht bildenden Bestandteile. Zum Bei
spiel wird eine spezielle Schicht folgendermaßen hergestellt:
Zunächst wird jeder der die Schicht bildenden Bestandteile un abhängig gesiebt und diese werden dann, außer dem Gleitmittel, miteinander vermischt. Dann wird das homogene Gemisch durch Zugabe eines Lösungsmittels wie wasserfreiem Ethanol naß gra nuliert und die nassen bzw. feuchten Bestandteile vermischt, bis dadurch ein gleichmäßiges Gemisch erhalten wird. Anschlie ßend wird das feuchte Gemisch durch ein Sieb gegeben und zum Verdampfen des Lösungsmittels getrocknet. Das erhaltene Granu lat wird dann erneut durch ein Sieb gegeben. Anschließend wird eine kleine Menge eines feinzerteilten Gleitmittels zu dem trockenen Granulat gegeben und das Gleitmittel und das Granulat zu einem gleichförmigen Gemisch vermischt. Anschließend wird das oben beschriebene Verfahren für die andere Schicht wieder holt.
Zunächst wird jeder der die Schicht bildenden Bestandteile un abhängig gesiebt und diese werden dann, außer dem Gleitmittel, miteinander vermischt. Dann wird das homogene Gemisch durch Zugabe eines Lösungsmittels wie wasserfreiem Ethanol naß gra nuliert und die nassen bzw. feuchten Bestandteile vermischt, bis dadurch ein gleichmäßiges Gemisch erhalten wird. Anschlie ßend wird das feuchte Gemisch durch ein Sieb gegeben und zum Verdampfen des Lösungsmittels getrocknet. Das erhaltene Granu lat wird dann erneut durch ein Sieb gegeben. Anschließend wird eine kleine Menge eines feinzerteilten Gleitmittels zu dem trockenen Granulat gegeben und das Gleitmittel und das Granulat zu einem gleichförmigen Gemisch vermischt. Anschließend wird das oben beschriebene Verfahren für die andere Schicht wieder holt.
Anschließend werden die beiden eine Schicht bildenden Massen
unabhängig voneinander in getrennte Einfüllvorrichtungen einer
Preßmaschine eingefüllt. Die Vorrichtung verpreßt die eine
Schicht leicht und fügt dann das die zweite Schicht bildende
Granulat in laminatartiger Anordnung zu der ersten Schicht zu
und verpreßt die beiden Schichten miteinander. Typischerweise
wird ein Druck von etwa 2 t angewandt, um die Schichten zu
laminieren und die endgültige Dosierungsform zu erhalten.
Die Dosierungsform kann auch erhalten werden durch ein Trocken
granulierverfahren. Das Trockenverfahren umfaßt zunächst ein
Vermischen aller die Schicht bildenden Bestandteile mit Aus
nahme des Gleitmittels für eine bestimmte Schicht durch Führen
der gemischten Bestandteile durch eine Mühle auf eine kleine
Größe und kann Überführen des feinteiligen Pulvers in einen
Trockenkompaktor. Der Kompaktor verdichtet das Pulver und das
dichte Pulver wird dann durch eine Kalibriermühle geführt, um
die Masse erneut zu mahlen. Die Masse wird auf eine kleine
Korngröße, typischerweise 0,84 mm (20 mesh) oder kleiner, ver
mahlen. Schließlich wird ein trockenes Gleitmittel zugesetzt
und die Bestandteile unter Bildung der endgültigen die Schicht
bildenden Masse vermischt. Die zweite Schicht wird auf ähnliche
Weise hergestellt. Dann wird jede Masse unabhängig in die Kom
paktierpresse gegeben und zu der Dosierungsform, umfassend pa
rallele Schichten, verpreßt.
Andere Standardherstellungsverfahren können zur Herstellung der
Schichten und der laminierten Dosierungsform angewandt werden.
Zum Beispiel können die verschiedenen Bestandteile mit einem
Lösungsmittel in der Kugelmühle, durch Kalandern, Rühren oder
auf dem Walzenstuhl vermischt und dann zu der vorgewählten Form
und Größe verpreßt werden. Eine zweite Schicht, die auf ähnli
che Weise hergestellt worden ist und die in Form und Größe der
ersten Schicht entspricht, wird dann mit Druck auf die erste
Schicht aufgepreßt, um die Struktur der Dosierungsform zu er
halten.
Die Wand (12) kann um die langsam wirkende Schicht und die
schnell wirkende Schicht herum aufgebracht werden durch Formen,
Aufsprühen oder Eintauchen der verpreßten Schichten in die die
Wand bildende Masse. Ein anderes bevorzugtes Verfahren, das zum
Aufbringen der Wand angewandt werden kann, ist das Luftverwir
belungsverfahren. Dieses Verfahren besteht darin, daß man die
verpreßten Massen in einem Strom aus Luft und einer wandbilden
den Masse suspendiert und verwirbelt, bis die Wand die beiden
verpreßten Schichten umgibt und überzieht. Das Luftverwirbe
lungsverfahren ist geeignet zum unabhängigen Bilden der Wand.
Das Luftverwirbelungsverfahren ist beschrieben in US-A
27 99 241; in J. Am. Pharm. Assoc., Bd. 48, S. 451-459 (1959) und
ibid, Bd. 49, S. 82-84, (1960). Ein eine Dosierungsform bildendes
System kann auch mit einer eine Wand bildenden Masse überzogen
werden mit Hilfe einer Wurster®-Verwirbelungsüberzugsvorrich
tung unter Verwendung organischer Lösungsmittel, wie einem
Lösungsmittel aus Methylendichlorid und Methanol, 80 : 20
Gew./Gew., unter Anwendung von 2,5 bis 4% Feststoffen. Die
Aeromatic-Luftverwirbelungsvorrichtung unter Verwendung von
Methylendichlorid/Methanol als gemeinsames Lösungsmittel, 87 : 13
Gew./Gew., kann auch angewandt werden, um die Wand auf die
Schichten aufzubringen. Andere Verfahren zur Herstellung der
Wand, wie das Trommelbeschichten, können auch angewandt werden.
Beim Trommelbeschichten wird eine die Wand bildende Masse durch
aufeinanderfolgendes Aufsprühen der Massen auf das Arzneimittel
und gleichzeitiges Trommeln der verpreßten schnell und langsam
wirkenden Schichten in einer rotierenden Trommel erreicht. Ge
mäß einer Ausführungsform wird ein Trommelbeschichter ange
wandt, um eine dickere Wand zu erzeugen. Es kann ein großes
Volumen Methanol als Colösungsmittel verwandt werden, um eine
dünnere Wand zu erzeugen. Schließlich werden die Wand oder die
mit einer Schicht überzogenen Schichten in einem Umluftofen bei
50°C ein bis sieben Tage getrocknet, um die Dosierungsform von
Lösungsmittel zu befreien. Allgemein besitzt die auf diese Wei
se hergestellte Wand eine Dicke von 0,05 bis 0,5 mm (2 bis 20
mil), wobei eine Dicke von 0,1 bis 0,25 mm (4 bis 10 mil) be
vorzugt ist.
Beispielhafte Lösungsmittel, die geeignet sind zur Herstellung
der Schicht, umfassen anorganische und organische Lösungsmit
tel, die die Schicht bildenden Bestandteile und die endgültige
Dosierungsform nicht nachteilig beeinflussen. Die Lösungsmittel
umfassen allgemein eine Substanz ausgewählt aus der Gruppe be
stehend aus: Alkoholen, Ketonen, Estern, Ethern, aliphatischen
Kohlenwasserstoffen, halogenierten Lösungsmitteln, cycloalipha
tischen Lösungsmitteln, Aromaten, heterocyclischen Lösungsmit
teln und deren Gemischen. Typische Lösungsmittel sind u. a.:
Aceton, Diaceton, Methanol, Ethanol, Isopropylalkohol, Butyl
alkohol, Methylacetat, Ethylacetat, Isopropylacetat, n-Butyl
acetat, Methylisobutylketon, Methylpropylketon, n-Hexan,
n-Heptan, Methylendichlorid, Ethylendichlorid, Propylen
dichlorid, Ethylether und Gemische wie Aceton und Ethanol,
Aceton und Wasser, Aceton und Methanol, Methylendichlorid und
Methanol, Ethylendichlorid und Methanol u. ä.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher er
läutert.
Eine Dosierungsform zur gesteuerten Freisetzung des Wirkstoffs
Acetaminophen wird folgendermaßen hergestellt: Zunächst wird
eine Acetaminophen langsam freisetzende Schicht hergestellt
durch Vermischen von 19,375 g Acetaminophen, 1,625 g Hydroxy
propylmethylcellulose mit einem Molekulargewicht von 9 200,
2,875 g leicht vernetzter Natriumcarboxymethylcellulose und 1 g
Polyvinylpyrrolidon in einem V-Mischer während 20 bis 25 min.
Dann wird das homogene Gemisch in ein Becherglas gegeben und
10 ml absolutes Ethanol werden zu dem Gemich zugegeben und
weitere 10 min gemischt. Das nasse Gemisch wird durch ein Sieb
mit einer lichten Maschenweite von 0,84 mm (20 mesh) gegeben,
um ein nasses Granulat zu erhalten. Das Granulat wird bei Raum
temperatur 16 h getrocknet und dann erneut durch ein Sieb mit
einer lichten Maschenweite von 0,84 mm gegeben. Anschließend
werden 0,125 g Magnesiumstearat als Gleitmittel zugegeben und
3 min in einem V-Mischer gemischt.
Anschließend wird eine Acetaminophen schnell freisetzende
Schicht hergestellt durch inniges Vermischen von 18,125 g Acet
aminophen, 6,25 g Hydroxypropylcellulose mit einem Hydroxy
propoxygehalt von 10 bis 13%, und 0,5 g Polyvinylpyrrolidon
durch 20 min langes Mischen und anschließendes Überführen in
ein Becherglas. Dann werden 10 ml absolutes Ethanol zu dem Ge
misch gegeben und weitere 10 min gemischt. Das nasse Gemisch
wird durch ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von 0,84 mm
gegeben und 16 h bei Raumtemperatur getrocknet. Das trockene
Gemisch wird erneut durch ein Sieb gleicher Maschenweite ge
siebt. Das trockene Granulat wird in einen V-Mischer gegeben
und mit 0,125 g Magnesiumstearat 3 min vermischt.
Anschließend werden 451,6 mg der langsam wirkenden Masse in
einer ovalen, 1,75 cm (7/10 inch) Manesty-Schichtpresse ver
preßt und 206,89 mg der schnell wirkenden Schicht auf die lang
sam wirkende Schicht aufgepreßt, um einen zweischichtigen Kern
zu erhalten.
Anschließend wird der zweischichtige Kern mit einer semiper
meablen Wand umgeben. Die die semipermeable Wand bildende Masse
besteht aus 80% Celluloseacetat mit einem Acetylgehalt von
39,8%, 10% Hydroxypropylmethylcellulose mit einem Molekular
gewicht von 11 300 (HPMC E-%) und 10% Polyethylenglykol. Die
semipermeable Wand wird in einer Aeromatic-Verwirbelungsvor
richtung aufgebracht. Eine Aufbringlösung, enthaltend das Cel
luloseacetat, Hydroxypropylmethylcellulose und Polyethylen
glykol, gelöst in Methylenchlorid/Methanol, 90 : 10 Gew./Gew.,
mit 4% Feststoffen, wird um den zweischichten Kern aufge
bracht, um die Wand zu bilden. Anschließend werden die mit der
semipermeablen Wand überzogenen Dosierungsformen in einem Um
luftofen 16 h bei 50°C getrocknet, um Lösungsmittel zu verdamp
fen.
Anschließend werden die getrockneten Dosierungsformen in zwei
Gruppen aufgeteilt. Bei einer Gruppe wird eine 50 mm-Öffnung
(50 mil = 1,25 mm) auf beiden Seiten der Dosierungsform ge
bohrt. Bei der anderen Gruppe wird ein 0,5 mm (20 mil) breiter
und 49 mm (197 mil) langer Spalt in eine Seite gebohrt. Dann
werden beide Gruppen von Dosierungsformen in künstliche Magen
flüssigkeit und künstliche Dünndarmflüssigkeit bei 37°C gelegt
und die Freigabegeschwindigkeit mit einem USP-Freisetzungsge
schwindigkeitstester untersucht. Die Freisetzungsgeschwindig
keiten für die Dosierungsformen mit den beiden Öffnungen sind
in Fig. 3 angegeben. In Fig. 3 enthält die Dosierungsform (10)
zwei Öffnungen von 1,25 mm. Die Kurve der Freisetzungsge
schwindigkeit durch die Quadrate gibt die Freisetzung in
künstlicher Dünndarmflüssigkeit an und die Freisetzungskurve,
die die Pluszeichen verbindet, gibt die Messung in künstlicher
Magenflüssigkeit an. In Fig. 4 sind die Dosierungsformen mit den
beiden 0,5 cm-Spalten angegeben. Die Kurve, die die Quadrate
verbindet, gibt die Messungen in künstlicher Dünndarmflüssig
keit an und die Kurve, die die Pluszeichen verbindet, die Ge
schwindigkeit in künstlicher Magenflüssigkeit.
Eine Dosierungsform zur Freisetzung eines Wirkstoffs an einer
Anwendungsumgebung wird folgendermaßen hergestellt: Eine lang
sam wirkende Schicht wird in einem Vector-Freund-Flocoater im
Fließbett granuliert. Die langsam wirkende Schicht wird folgen
dermaßen hergestellt: Zunächst werden 22,25 kg Acetaminophen
und 6,0 kg Polyethylenoxid mit einem Molekulargewicht von
200 000 in dem Behälter des Fließbettgranulators gegeben. Dann
werden, während die Pulver vermischt werden, 30 kg einer Lösung
von 5% Hydroxypropylmethylcellulose mit einem Molekulargewicht
von 11 300 in destilliertem Wasser auf die Bestandteile aufge
sprüht, um ein Granulat zu erhalten. Anschließend werden 150 g
Magnesiumstearat zu dem Granulat in einem Rotocone-Mischer zu
gegeben und weitere 5 min gemischt. Die Endzusammensetzung des
Granulats ist 74,5% Acetaminophen, 20% Polyethylenoxid, 5%
Hydroxypropylmethylcellulose und 0,5% Magnesiumstearat.
Anschließend wird eine schnell wirkende Schicht folgendermaßen
hergestellt: 23,25 kg Acetaminophen, 2,1 kg Hydroxypropylmethyl
cellulose mit einem Hydroxypropoxygehalt von 10 bis 13%, 3 kg
Natriumbicarbonat und 0,09 kg Eisen-III-oxid werden in den Be
hälter eines Vector-Freund-Flocoaters gegeben. Während die Be
standteile in dem Granulator vermischt werden, werden 30 kg
einer 5%igen Hydroxypropylmethylcellulose mit einem mittleren
Molekulargewicht von 11 300-E5 in Wasser auf die Pulver aufge
sprüht, um ein Granulat zu erhalten. Das Granulat wird dann mit
154,7 g Magnesiumstearat 5 min in einem Rotocone-Mischer ver
mischt. Die Endzusammensetzung des Granulats ist 77,3% Acet
aminophen, 10% Natriumbicarbonat, 7% Hydroxypropylcellulose,
5% Hydroxypropylmethylcellulose, 0,5% Magnesiumstearat und
0,3% Eisen-III-oxid.
Die beiden schichtbildende Massen werden zu einem Bilaminat
mit Hilfe einer Manesty-Presse verpreßt. Zunächst werden
469,8 mg der langsam wirkenden Zubereitung in die Manesty-
Presse gegeben und unter Bildung einer Schicht verpreßt. Dann
werden 194,1 mg der schnell wirkenden Zubereitung in die
Manesty-Presse gegeben und zu einer schnell wirkenden Schicht
in Kontakt mit der langsam wirkenden Schicht verpreßt.
Anschließend wird das aus zwei Schichten bestehende Laminat mit
einer semipermeablen Wand umgeben. Die semipermeable Wand wiegt
35,2 mg und besteht aus 70% Celluloseacetat mit einem Acetyl
gehalt von 39,8%, 15% Polyethylenglykol 3350 und 15%
Hydroxypropylmethylcellulose mit einem mittleren Molekularge
wicht von 11 300. Die semipermeable Wand wird in einem sich
drehenden offenen AccelaCota-Beschichter aufgebracht. Die Be
schichtungslösung besteht aus dem Celluloseacetat, dem Poly
ethylenglykol und der Hydroxypropylmethylcellulose, gelöst in
Methylenchlorid/Methanol (90 : 10 Gew./Gew.) unter Bildung einer
4%igen Lösung.
Nach dem Trocknen wird ein spaltförmiger Durchgang in der Wand
mit Hilfe eines Lasers gebohrt. Zunächst wird mit Hilfe des
Lasers ein Spalt durch die Wand gebohrt, der die schnell wir
kende Schicht mit dem Äußeren der Dosierungsform verbindet.
Dann wird die Dosierungsform umgedreht und mit Hilfe des Lasers
ein Durchgang durch die Wand zu der langsam wirkenden Schicht
gebohrt.
Die Freisetzung des Arzneimittels aus der Dosierungsform wird
in künstlicher Magenflüssigkeit gemessen. Die freigesetzte Ge
samtmenge in Fig. 5 angegeben.
Das Verfahren des Beispiels 2 wird in diesem Beispiel ange
wandt. Die nach diesem Beispiel erhaltene Dosierungsform be
steht aus
- 1. einer schnell löslichen Schicht aus 77,5% Acetaminophen, 10% Natriumbicarbonat, 7% Hydroxypropylcellu lose, 5% Hydroxypropylmethylcellulose mit einem Molekularge wicht von 11 300 und 0,5% Magnesiumstearat,
- 2. einer langsam wirkenden Schicht aus 74,5% Acetaminophen, 20% Polyethylen oxid mit einem Molekulargewicht von 200 000, 5% Hydroxypropyl methylcellulose mit einem Molekulargewicht von 11 300 und 0,5% Magnesiumstearat, und
- 3. einer Wand aus 70% Celluloseacetat mit einem Acetylgehalt von 39,8%, 15% Hydroxypropylmethyl cellulose mit einem Molekulargewicht von 11 300 und 15% Poly ethylenglykol 3350.
In diesem Beispiel werden die kumulativen
Freisetzungsraten für Dosierungsformen mit unterschiedlichen
schlitzförmigen Durchgängen gemessen. Die Ergebnisse sind in
Fig. 6 angegeben, wobei die durch die Quadrate gehende Kurve die
Gesamtmenge angibt, die von einer Dosierungsform mit zwei
spaltförmigen Durchgängen von 1,25 × 0,0007 cm freigesetzt wird;
die die Pluszeichen verbindende Kurve für eine Dosierungsform
mit zwei spaltförmigen Durchgängen von 1,25 × 0,03 cm steht; die
die Rhomben verbindende Kurve eine Dosierungsform angibt mit
einem Spalt von 1 × 0,7 cm, und die durch die Dreiecke hindurch
gehende Kurve eine Dosierungsform mit einem einzigen spaltför
migen Durchgang von 1,5 × 0,04 cm betrifft. Bei einer bevorzugten
Ausführungsform besitzt der Durchgang eine Größe von 0,20 bis
0,40 cm2.
Dieses Beispiel erläutert die Wirkung des Gewichts der Wand auf
die freigesetzte Gesamtmenge einer Dosierungsform. In der Fig. 7
ist die Gesamtmenge Acetaminophen angegeben, die aus einer Do
sierungsform abgegeben wird, die einen einzigen Durchgang be
sitzt und bei der die langsam wirkende und die schnell wirkende
Schicht die folgende Zusammensetzung besitzen: Die die Quadrate
verbindende Kurve gibt die aus einer Dosierungsform freigesetz
te Menge an, deren Wand 13,1 mg wiegt; die die Pluszeichen ver
bindende Kurve gibt die freigesetzte Menge an, wenn die
Wand 77 mg wiegt; die die Dreiecke verbindende Kurve zeigt die
freigesetzte Menge für eine Wand von 25 mg und die Linie, die
die X's verbindet, zeigt die freigesetzte Menge, wenn das Ge
wicht der Wand 31 mg beträgt.
Dieses Beispiel erläutert die Freisetzungsrate für Dosierungs
formen, bei denen die langsam wirkende Schicht unterschiedliche
Bestandteile enthält. Die schnell wirkende Schicht der Dosie
rungsform besteht aus 80,0% Phenylpropanolhydrochlorid
(PPA + Cl), 10% Hydroxypropylcellulose, 5% Natriumbicarbonat
und 4,75% Hydroxypropylmethylcellulose mit einem Molekularge
wicht von 11 300 und 0,25% Magnesiumstearat. Die schnell wir
kende Schicht wird in zwei Dosierungsformen angewandt, die un
terschiedliche langsam wirkende Schichten enthalten. Die lang
sam wirkenden Schichten sind
- a) eine langsam wirkende Schicht aus 10% Hydroxypropylmethylcellulose mit einem Molekularge wicht von 9 200, 4% Hydroxypropylmethylcellulose mit einem Molekulargewicht von 241 900, 3% Hydroxypropylcellulose, 2% Hydroxypropylmethylcellulose mit einem Molekulargewicht von 11 300, 80,5% PPAHCl und 0,5% Magnesiumstearat; und
- b) eine langsam wirkende Schicht aus 4% Hydroxypropylmethylcellulose mit einem Molekulargewicht von 241 900, 3% Hydroxypropylcellu lose, 12% Hydroxypropylmethylcellulose mit einem Molekularge wicht von 11 300, 80,5% PPAHCl und 0,5% Magnesiumstearat.
Die langsam wirkende Schicht wiegt 62,11 mg und die schnell wirken
de Schicht 31,25 mg. Das Bilaminat aus der schnell und der
langsam wirkenden Schicht wird von einer Wand umgeben mit einem
spaltförmigen Durchgang auf jeder Seite. Die schnell wirkende
Schicht setzt 25 mg PPAHCl in kurzer Zeit frei und die langsam
wirkende Schicht setzt 50 mg PPAHCl über einen längeren Zeit
raum frei.
Die erfindungsgemäße Dosierungsform kann an ein Tier, ein
schließlich eines Menschen, verabreicht werden. Die Verabrei
chung eines Wirkstoffs mit gesteuerter Geschwindigkeit umfaßt
die folgenden Stufen:
- A) Verabreichung an einen Patienten einer Dosierungsform,
umfassend
- 1. eine Wand, die zumindest teilweise aus einer polymeren Masse besteht, die für den Durchgang von Flüssigkeit durchlässig und für den Durchgang von Arzneimittel im wesentli chen undurchlässig ist, und die
- 2. ein inneres Lumen umgibt;
- 3. eine schnell wirkende Schicht in dem Lumen, die von der Dosierungsform innerhalb 1 min bis zu 2 h abgegeben wird;
- 4. eine langsam wirkende Schicht in dem Lumen, die aus der Dosie rungsform innerhalb von 11/2 bis 24 h freigesetzt wird;
- 5. ein Arzneimittel in der schnell wirkenden Schicht;
- 6. ein Arzneimittel in der langsam wirkenden Schicht, das das gleiche oder ein anderes sein kann wie/als in der schnell wirkenden Schicht;
- 7. einen Ausgang durch die Wand, der die schnell wirkende Schicht mit dem Äußeren der Dosierungsform verbindet und der eine solche Größe besitzt, daß die schnell wirkende Schicht aus der Dosierungsform innerhalb von 1 min bis 2 h abgegeben wird.
- B) Einsaugen von Flüssigkeit durch die semipermeable Wand in jeder Schicht mit einer Geschwindigkeit, die bestimmt wird von der Permeabilität der semipermeablen Wand und dem osmotischen Druckgradienten über die Wand, wobei sich die Schicht konti nuierlich zu einer freisetzbaren Form verändert, und Freiset zung der Schicht unter hydrostatischem Druck aus der Dosie rungsform an das Tier zur Verabreichung des Arzneimittels zur Erzeugung einer therapeutischen Wirkung.
Die erfindungsgemäße Dosierungsform stellt ein Mittel dar, um
präzise Freisetzungsgeschwindigkeiten in der Anwendungsumgebung
zu erzielen, während gleichzeitig eine wirksame Therapie für
einen Patienten erreicht wird.
Die schnell wirkende Schicht kann ein freisetzbares Bindemittel
enthalten und die langsam wirkende Schicht kann ebenfalls ein
gleiches oder vorzugsweise ein verschiedenes freisetzbares Bin
demittel enthalten. Die die Schichten bildenden Massen sollen
wasserlöslich sein, um ein Arzneimittel aus der Schicht in Ge
genwart von Wasser oder einer biologischen Flüssigkeit, die in
die Schichten eindringt, freizusetzen.
Claims (11)
1. Dosierungsform zur Abgabe eines Wirkstoffs an eine Anwen
dungsumgebung, umfassend:
- a) eine Wand, die zumindest teilweise aus einer semipermeab len Masse besteht, die für Flüssigkeit durchlässig und für den Wirkstoff im wesentlichen undurchlässig ist, und die umgibt und bildet:
- b) eine Kammer,
- c) einen Kern in der Kammer,
- d) einen oder mehrere gleiche oder verschiedene Wirkstoffe und
- e) mindestens einen Ausgang in der Wand, der das Äußere der Vorrichtung mit dem Kern verbindet,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kern aus einer schnell wirkenden Schicht, die in kurzer
Zeit freigesetzt wird, und einer langsam wirkenden Schicht, die
über einen langen Zeitraum freigesetzt wird, besteht, in minde
stens einer Schicht Wirkstoff vorhanden ist und ein Ausgang die
schnell wirkende Schicht mit dem Äußeren der Dosierungsform
verbindet und eine solche Form und Größe besitzt, daß die
schnell wirkende Schicht innerhalb kurzer Zeit an die Umgebung
abgegeben werden kann.
2. Dosierungsform nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie zur oralen Verabreichung an den Magen-Darm-Trakt geeig
net ist.
3. Dosierungsform nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Ausgang die langsam wirkende Schicht mit dem Äußeren
der Dosierungsform verbindet und eine solche Form und Größe be
sitzt, daß die langsam wirkende Schicht innerhalb eines langen
Zeitraums an die Umgebung abgegeben werden kann.
4. Dosierungsform nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die schnell wirkende Schicht eine gelförmige Masse und die
langsam wirkende Schicht eine unterschiedliche gelförmige Masse
umfaßt.
5. Dosierungsform nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die schnell wirkende Schicht eine Masse auf Cellulosebasis
und die langsam wirkende Schicht eine unterschiedliche Masse
auf Cellulosebasis umfaßt.
6. Dosierungsform nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ausgang spaltförmig, d. h. länger als breit, ist.
7. Dosierungsform nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die schnell wirkende Schicht zu Beginn mit der langsam wir
kenden Schicht in Kontakt steht.
8. Dosierungsform nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die schnell wirkende Schicht und die langsam wirkende
Schicht parallel angeordnet sind.
9. Dosierungsform nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die langsam wirkende Schicht dicker ist als die schnell
wirkende Schicht.
10. Dosierungsform nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die langsam wirkende Schicht mindestens ein Polymer mit
einem höheren Molekulargewicht aufweist als das Polymer in der
schnell wirkenden Schicht.
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