DE3803117A1 - Stromunterbrecher fuer mit einem isoliergas gefuellte, gekapselte schaltanlagen - Google Patents
Stromunterbrecher fuer mit einem isoliergas gefuellte, gekapselte schaltanlagenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Stromunterbrecher für mit
einem Isoliergas gefüllte, gekapselte Schaltanlagen nach
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein Stromunterbrecher der genannten Art ist in
DE-AS 11 32 622 angegeben. Der dort beschriebene Druck
luftschalter besteht aus einem Haupttrennmesserpaar und
einem doppelschenkligen Hilfstrennmesser, beide sind in
einem gemeinsamen Drehpunkt gelagert. Das Hilfstrenn
messer trägt eine Löschkammer und ist mit einem Falten
balg so verbunden, daß die in letzterem während der Aus
schaltbewegung komprimierte Luft in die Löschkammer strömt
und den zwischen den seitlich in die Kammer ragenden Stif
ten und dem ortsfesten Kontakt brennenden Lichtbogen be
bläst. Der Faltenbalg ist dabei durch ein längsverschieb
liches, mit einer Innenbohrung versehenes Führungsteil als
Stützkonstruktion gehalten, das sein erstes Widerlager in
einem zum Drehpunkt der Trennmesser exzentrisch angeord
neten Festpunkt und sein zweites Widerlager in einem zur
Löschkammer gehörenden Drehgelenk hat. Bei einer Aus
schaltbewegung trennt zuerst das Haupttrennmesser und
nimmt im weiteren Verlauf das Hilfstrennmesser mit der
Löschkammer mit, wobei beide Trennmesser mit der gleichen
Winkelgeschwindigkeit geschwenkt werden. Dabei strömt die
durch das Zusammenschieben des Faltenbalges komprimierte
Luft in die Löschkammer zur Beblasung der Hilfsschaltstelle.
In dem bekannten Druckluftschalter wird Luft als Lösch
mittel eingesetzt. Im Vergleich zu einem hochwertigen
Isoliergas, z.B. SF6, verlangt dies für die erfolgreiche
Unterbrechung von Strömen in Mittelspannungsnetzen eine
große Stromungsgeschwindigkeit der Luft, die über eine ent
sprechend große Verdichtung während der Ausschaltbewegung
erzeugt werden muß. In dem bekannten Schalter wird die Ver
dichtung durch die Zusammendrückung eines Faltenbalgs er
reicht. Die Höhe des Kompressionsdruckes wird dabei durch
die Geschwindigkeit bestimmt, mit der der Faltenbalg zu
sammengedrückt wird.
Da während der Kompressionsphase auch gleichzeitig die Be
wegung der Haupt- und Hilfstrennmesser stattfindet, wird
für die erfolgreiche Stromunterbrechung somit eine ver
hältnismäßig große Antriebsleistung benötigt.
Bei dem bekannten Schalter wird außerdem durch die
Anordnung des Faltenbalgs hinter den beiden Trenn
messern in Verbindung mit einem zusätzlichen Festpunkt viel
Platz benötigt. Die Stützkonstruktion für den Faltenbalg und
die Dichtung am Drehgelenk derselben bedeuten darüber hinaus
einen zusätzlichen Aufwand.
Beim Unterbrechungsvorgang erfolgt innerhalb der Lösch
kammer eine achsiale Beblasung des Bogens, was einen
hohen Spannungsgradienten zur Folge hat. Die Ausführung
des bekannten Schalters sieht in Höhe des Austritts aus
der Löschkammer die beiden spannungsführenden Haupttrenn
messer und das ebenfalls spannungsführende Hilfstrenn
messer vor. Diese Teile werden vom Luftstrom nicht erreicht
und haben somit gegenüber dem ortsfesten Schaltstift eine
geringere Spannungsfestigkeit als die Lichtbogenstrecke,
was während der Lichtbogenzeit zu Sekundärzündungen an
den genannten Teilen und zum Versagen des Schalters führen
kann.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, einen Strom
unterbrecher nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1
zu schaffen, der bei minimaler mechanischer Antriebs
leistung und einfachem Aufbau ein großes Schaltvermögen
auch bei höheren Spannungen mittels einer selbsterzeug
ten Gasströmung aufweist. Der Stromunterbrecher soll dabei
in Verbindung mit einem hochwertigen Isoliergas, wie SF6
oder einer von deren Mischungen, auch als Leistungsschalter
Verwendung finden können.
Zur Lösung der Aufgabe ist ein Stromunterbrecher der ge
nannten Art mit folgenden Merkmalen vorgesehen:
- - der Blasebalg (8) ist mit jeweils einer seiner beiden offenen Stirnseiten dichtschließend mit dem Haupt- bzw. dem Hilfsschaltglied (1, 3) verbunden,
- - der Blasebalg (8) erstreckt sich senkrecht zur Kom pressionsrichtung nahezu über die gesamte Länge (L) des jeweils kürzeren Schaltgliedes (1, 3),
- - die mit dem Blasebalg (8) in geradliniger Strö mungsverbindung stehende Düse (9) aus Isolierstoff weist in ihrem Inneren einen Lichtbogenkontakt (17) auf,
- - die Mündung (24) der Düse (9) ist vom nächsten außen liegenden spannungsführenden Teil (5, 3) um ein von der Höhe der Nennspannung abhängiges Maß (M) entfernt, und
- - die Öffnungsbewegung des Hilfsschaltgliedes (3) beginnt nach Aufhebung einer Verrastung und erfolgt unter der Wirkung eines während der Öffnungsbe wegung des Hauptschaltgliedes (1) aufgeladenen Federspeichers.
Der Erfindung liegt die Idee zugrunde, einen Blasebalg
mit relativ großem Pumpvolumen zwischen das Haupt- und
das Hilfsschaltglied in vorteilhafter Weise ohne besondere
Stütz- oder Führungsteile einzusetzen und mit Hilfe von
nacheinander stattfindenden Bewegungen der Schaltglieder
die Antriebsleistung zu minimieren. Demnach wird bei einem
Unterbrechungsvorgang zunächst das Hauptschaltglied strom
los geöffnet, Isoliergas in das sich vergrößernde Volumen
des Blasebalgs gesaugt und ein Federspeicher gespannt. Die
ser Bewegungsabschnitt kann beliebig langsam erfolgen, da
noch kein Lichtbogen brennt. Erst gegen Ende dieses Ab
schnitts beginnt nach Aufhebung einer Verrastung die Be
wegung des Hilfsschaltgliedes unter der Wirkung des Feder
speichers. Der dabei entstehende Lichtbogen wird durch das
vom Blasebalg geförderte Isoliergas zumindest innerhalb
der Düse achsial beblasen, wobei durch besondere Maß
nahmen Rückzündungen zu in der Nähe befindlichen anderen
spannungsführenden Teilen verhindert werden. Die Unter
brechung erfolgt im ersten Stromnulldurchgang des Licht
bogens.
Aus der DAS 10 65 504 ist ein Schalter mit elektromagne
tischem Blasfeld bekannt geworden, bei dem ein Blasebalg
zwischen den Hauptkontakten und einem Hilfsmesserpaar
eingebaut ist, der den Lichtbogen mittels einer Düse
während des Öffnungsvorgangs von den Schaltkontakten in
die magnetische Blaskammer treiben soll. Das Hilfsmesser
paar wirkt während des gesamten Unterbrechungsvorgangs
als feste Verbindung der Magnetkammer mit dem Drehpunkt
kontakt, es stellt danach als Trennschalter eine Trenn
strecke her und verhindert so Rückzündungen längs der
thermisch hochbelasteten Wände der Magnetkammer.
Die erforderliche Antriebsleistung für diesen bekannten
Schalter ist deswegen nicht sehr groß, weil die vom Blase
balg erzeugte Luftströmung nicht zur Löschung von Schalt
lichtbögen, sondern nur zur Kommutierung derselben auf die
Elektroden der Löschkammer verwendet wird. Das Volumen des
Blasebalgs ist also relativ klein. Die Antriebsleistung
muß andererseits aber ausreichen, um neben dem Kompressions
vorgang der Luft auch noch die erforderliche Öffnungsge
schwindigkeit der realtiv schweren, die volle Stromtrag
fähigkeit aufweisenden Hauptkontakte sicherzustellen.
In der DE-PS 9 46 638 ist ein Schubtrennschalter mit einer
Einrichtung für zusätzliche Lastabschaltungen beschrieben.
Die Lichtbogenlöschung wird dabei hauptsächlich mittels
durch Lichtbogeneinwirkung gasabgebende Werkstoffe
herbeigeführt. Zur Unterbrechung sehr kleiner Leerlauf
ströme ist die Gasabgabe jedoch unwirksam. Deshalb ist zu
sätzlich in dem hohlen Hauptschaltstift ein Hilfsstift
mit Düse und Kolben vorgesehen, der während des Unter
brechungsvorgangs zunächst mit einem Gegenkontakt ver
rastet ist. Nach Aufhebung der Verrastung gleitet er unter
der Wirkung einer vorher gespannten Feder zurück und be
bläst dabei den zwischen der Düse und dem Gegenkontakt ent
standenen Lichtbogen. Da in dem bekannten Schalter die Kom
pressionseinrichtung nur zur Unterbrechung sehr kleiner
Ströme eingesetzt wird, genügt das geringe hauptsächlich
durch den Innendurchmesser des Hauptschaltstifts be
stimmte Volumen.
Eine Vergrößerung desselben hätte auch eine unerwünschte
Vergrößerung und Verteuerung der Abmessungen des Haupt
schaltstiftes und der restlichen Strombahnteile zur
Folge.
Nachteilig ist auch, daß die Düse gleichzeitig als Abreiß
kontakt ausgeführt ist und vom ortsfesten Gegenkontakt am
Düsenumfang berührt wird. Die durch die Düsenbohrung strö
mende Luft erfaßt also den Lichtbogen nicht in seinem vollen
Querschnitt, letzterer kann vielmehr ausweichen und sich
dem entionisierenden Luftstrom entziehen.
Ein weiterer Nachteil dieses bekannten Schalters besteht
darin, daß kein definierter Stromübergang zwischen dem
Hauptschaltstift und dem Hilfstift vorgesehen ist. Das
hat die Entstehung von Schmelzperlen auch bei nur weni
gen Millisekunden dauernden Strombelastungen während des
Unterbrechungsvorgangs zur Folge.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindungsidee sind in
den Unteransprüchen angegeben.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird auf die
folgenden Zeichnungen verwiesen, die im einzelnen dar
stellen:
Fig. 1 Längsschnitt durch Stromunterbrecher
im geschlossenen Zustand.
Fig. 2 Stromunterbrecher gegen Ende
der Ansaugphase des Blasebalgs,
Hilfsschaltglied kurz vor Auf
hebung der Verrastung.
Fig. 3 Stromunterbrecher während der
Lichtbogenphase, Lichtbogen wird
mit Isoliergas aus dem Blasebalg
beblasen.
Fig. 4 Schnitt A-B zur Fig. 2.
Fig. 5 Ansicht in Richtung C auf den
Stromunterbrecher.
In Fig. 1 ist das Hauptschaltglied 1, das gemäß Fig. 5
aus zwei parallelen Schaltmessern 21 besteht, mit seinem
ortsfesten Gegenkontakt 2 und das Hilfsschaltglied 3 mit
dem ortsfesten Lichtbogenkontakt 4 in Eingriff. Der
Stromunterbrecher befindet sich dabei in der mit I mar
kierten geschlossenen Betriebsstellung. Der Lichtbogen
kontakt 4 arbeitet mit einem zweiteiligen federnd ausge
bildeten, drahtförmigen Leiter 5 a, 5 b zusammen, über den
in dieser Betriebsstellung nur ein kleiner Teil des Gesamt
stromes von der auf der Achse 10 gelagerten Buchse 6 zur
mit einem Absatz 23 versehenen Spitze 7 des Lichtbogenkon
takts 4 fließt. (Fig. 4).
Um die Spitze 7 und den wesentlichen Teil des Lichtbogen
kontakts 4 ist die mit dem Blasebalg 8 in geradliniger
Strömungsverbindung stehende Düse 9 aus Isolierstoff
angeordnet. Der Blasebalg 8 erstreckt sich nahezu über
die gesamte wirksame Länge L der Schaltglieder 1 und 3
und ist mit der einen Stirnseite an der Fläche 22 des
Hilfsschaltglieds 3 und mit der anderen Stirnseite an
einer mit dem Hauptschaltglied 1 schwenkenden Platte 11
dichtschließend verbunden. Die Düse 9 ragt mit ihrer Mün
dung 24 um das Maß M über die spannungsführenden Teile
des Hilfsschaltgliedes 3 bzw. über die drahtförmigen Lei
ter 5 a, 5 b hinaus. Als Federspeicher ist eine um die
Buchse 6 der
Achse 10 gewickelte Biegefeder 12 vorgesehen, deren
Arme 12 a und 12 b sich jeweils auf dem Hilfsschaltglied 3
bzw. auf der Platte 11 abstützen. Die Schaltbewegung wird
vom Schalterantrieb über ein nicht dargestelltes Gestänge
auf den Hebelarm 13 des Hauptschaltgliedes 1 übertragen.
In Fig. 2 ist das Hauptschaltglied 1 aus der geschlossenen
Stellung I heraus geschwenkt und von seinem Gegenkontakt 2
getrennt worden, während das Hilfsschaltglied 3 mit dem
Lichtbogenkontakt 4 noch verrastet ist und so kurzzeitig
die leitende Verbindung über den drahtförmigen Leiter 5
herstellt. Bei dieser Bewegung wird die Biegefeder 12
gespannt und der Blasebalg 8 mit Löschgas gefüllt. Die
Füllung erfolgt vorteilhaft und sehr wirksam über das
Plattenventil 14. Wenn das Hauptschaltglied die Stellung
erreicht, wird die Verrastung zwischen dem Leiter 5 und der
Spitze 7 zwangsläufig aufgehoben. Die beiden Enden 5 a, 5 b
des Leiters 5 weichen nach außen im Pfeilrichtung aus und
geben so der Spitze 7 des Gegenkontaktes 4 einen Durchlaß
(Fig. 4). Die Mitnahme des Hilfsschaltgliedes 3 durch das
Hauptschaltglied 1 erfolgt dabei entweder durch die ge
streckten Wände 15 des Blasebalgs 8 oder durch eine andere
zusätzliche Mitnehmervorrichtung (nicht gezeichnet).
In Fig. 3 hat das Hauptschaltglied 1 nahezu die geöff
nete Stellung III erreicht, während das Hilfsschalt
glied 3 unter der Wirkung der Biegefeder 12 mit großer
Geschwindigkeit diesem nacheilt. Der Lichbogen 16 ent
steht zunächst zwischen den Leitern 5 a und 5 b und der
Spitze 7 des ortsfesten Lichtbogenkontakts 4, der eine
Fußpunkt springt jedoch sehr bald unter der Wirkung des
mit der Geschwindigkeit V G ausströmenden Gases auf den
innerhalb der Düse 9 angeordneten Lichtbogenkontakt 17,
der mit dem Hilfsschaltglied 3 leitend verbunden ist.
Der Lichtbogen 16 brennt zumindest mit einem Teil
seiner Länge immer innerhalb der Düse 9 und wird dabei
einer sehr wirksamen, achsialen Strömung ausgesetzt,
was in diesem Bogenabschnitt einen hohen Spannungsgradien
ten zur Folge hat.
Durch die Form der Düse 9, insbesondere das Maß M, zwischen
deren Mündung 24 und den spannungsführenden Teilen 3 bzw.5
wird eine Neuzündung des Bogens 16 zu dem Leiter 5 oder
dem Hilfsschaltglied 3 vermieden. Bei größeren Betriebs
spannungen können diese Teile erfindungsgemäß auch noch
durch eine Isolierhaube 18 abgedeckt werden.
Der Kompressionsdruck innerhalb des Blasebalgs 8 und
somit die Strömungsgeschwindigkeit v G in der Düse 9 wird
von der Differenz der Schaltgeschwindigkeit der beiden
Schaltglieder 1, 3 bestimmt. Während der Kompressions
phase ist das Plattenventil 14 geschlossen.
Liste der Bezugszeichen
1 Hauptschaltglied
2 Gegenkontakt zu 1
3 Hilfsschaltglied
4 Ortsfester Lichtbogenkontakt
5 Drahtförmiger Leiter
5 a, 5 b Enden von Leiter 5
6 Buchse
7 Spitze von Lichtbogenkontakt 4
8 Blasebalg
9 Düse
10 Achse
11 Platte
12 Biegefeder
12 a, 12 b Arme der Biegefeder
13 Hebelarm
14 Plattenventil
15 Wand des Blasebalgs 8
16 Lichtbogen
17 Lichtbogenkontakt
18 Isolierhaube
21 Schaltmesser
22 Fläche
23 Absatz
24 Mündung der Düse
2 Gegenkontakt zu 1
3 Hilfsschaltglied
4 Ortsfester Lichtbogenkontakt
5 Drahtförmiger Leiter
5 a, 5 b Enden von Leiter 5
6 Buchse
7 Spitze von Lichtbogenkontakt 4
8 Blasebalg
9 Düse
10 Achse
11 Platte
12 Biegefeder
12 a, 12 b Arme der Biegefeder
13 Hebelarm
14 Plattenventil
15 Wand des Blasebalgs 8
16 Lichtbogen
17 Lichtbogenkontakt
18 Isolierhaube
21 Schaltmesser
22 Fläche
23 Absatz
24 Mündung der Düse
Claims (15)
1. Stromunterbrecher für mit einem Isoliergas gefüllte,
gekapselte Schaltanlagen mit
- - einem schwenkbaren, stromlos öffnenden Hauptschalt glied,
- - einem mit einem Lichtbogenkontakt ausgerüsteten schwenkbaren Hilfsschaltglied und
- - einem Blasebalg, der während der Stromunterbrechung Isoliergas durch eine Düse in die Lichtbogenstrecke fördert,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- - der Blasebalg (8) ist mit jeweils einer seiner beiden offenen Stirnseiten dichtschließend mit dem Haupt- bzw. dem Hilfsschaltglied (1, 3) verbunden,
- - der Blasebalg (8) erstreckt sich senkrecht zur Kom pressionsrichtung nahezu über die gesamte Länge (L) des jeweils kürzeren Schaltgliedes (1, 3)
- - die mit dem Blasebalg (8) in geradliniger Strö mungsverbindung stehende Düse (9) aus Isolierstoff weist in ihrem Inneren einen Lichtbogenkontakt (17) auf,
- - die Mündung (24) der Düse (9) ist vom nächsten außenliegenden spannungsführenden Teil (5, 3) um ein von der Höhe der Nennspannung abhängiges Maß (M) entfernt, und
- - die Öffnungsbewegung des Hilfsschaltgliedes (3) beginnt nach Aufhebung einer Verrastung und erfolgt unter der Wirkung eines während der Öffnungsbe wegung des Hauptschaltgliedes (1) aufgeladenen Federspeichers.
2. Stromunterbrecher nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Hauptschaltglied (1) aus zwei parallel aus
gerichteten Schaltmessern (21) besteht, zwischen denen
eine Platte (11) zur Verbindung mit der einen Stirn
seite des Blasebalgs (8) vorgesehen ist.
3. Stromunterbrecher nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Fläche (22) des Hilfsschaltgliedes (3)
zur Verbindung mit der anderen Stirnseite des Blase
balges (8) vorgesehen ist.
4. Stromunterbrecher nach Anspruch 2 und 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß im geschlossenen und geöffneten Zustand des
Stromunterbrechers sich das Hilfsschaltmesser (3) und
der Blasebalg (8) zwischen den Schaltmessern (21) be
finden.
5. Stromunterbrecher nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß an einer oder an beiden Stirnseiten des Blase
balgs (8) Ansaugventile für das Isoliergas vorge
sehen sind.
6. Stromunterbrecher nach Anspruch 2 und 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Platte (11) ein oder mehrere Platten
ventile (14) als Ansaugventile vorgesehen sind.
7. Stromunterbrecher nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verrastung durch einen am Hilfsschaltglied (3)
befestigten elastischen Draht (5) erfolgt, der mit einem
Absatz (23) des ortsfesten Lichtbogenkontakts (4) zu
sammenwirkt.
8. Stromunterbrecher nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der innerhalb der Düse (9) angebrachte Lichtbogen
kontakt (17) in leitender Verbindung mit dem Hilfs
schaltglied (3) steht.
9. Stromunterbrecher nach einem oder mehreren den
Ansprüchen 1, 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Hilfsschaltglied (3) aus Isolierstoff besteht
und der Draht (5) nach Aufhebung der Verrastung die
elektrische Verbindung zum Lichtbogenkontakt (17)
herstellt.
10. Stromunterbrecher nach Anspruch 1 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verrastung durch Erreichung der Strecklage
der Wände (15) des Blasebalgs (8) aufgehoben wird.
11. Stromunterbrecher nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Schaltglieder (1, 3) auf einer gemein
samen Achse (10) gelagert sind.
12. Stromunterbrecher nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Federspeicher eine um die Achse (10)
gewundene Biegefeder (12) eingesetzt ist.
13. Stromunterbrecher nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Isolierhaube (18) die der Mündung (24)
der Düse (9) benachbarten spannungsführenden Teile
(3, 5) abdeckt.
14. Stromunterbrecher nach einem oder mehreren der
vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Isoliergas SF6 oder eine Mischung mit
SF6 vorgesehen ist.
Priority Applications (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19883803117 DE3803117A1 (de) | 1988-02-03 | 1988-02-03 | Stromunterbrecher fuer mit einem isoliergas gefuellte, gekapselte schaltanlagen |
DE8814827U DE8814827U1 (de) | 1988-02-03 | 1988-02-03 | Stromunterbrecher für mit einem Isoliergas gefüllte, gekapselte Schaltanlagen |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19883803117 DE3803117A1 (de) | 1988-02-03 | 1988-02-03 | Stromunterbrecher fuer mit einem isoliergas gefuellte, gekapselte schaltanlagen |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE3803117A1 true DE3803117A1 (de) | 1989-08-17 |
Family
ID=6346496
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE19883803117 Withdrawn DE3803117A1 (de) | 1988-02-03 | 1988-02-03 | Stromunterbrecher fuer mit einem isoliergas gefuellte, gekapselte schaltanlagen |
Country Status (1)
Country | Link |
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