DE3714974A1 - Artillerietrainingsvorrichtung mit vorlauf/ruecklaufsimulation - Google Patents
Artillerietrainingsvorrichtung mit vorlauf/ruecklaufsimulationInfo
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- DE3714974A1 DE3714974A1 DE19873714974 DE3714974A DE3714974A1 DE 3714974 A1 DE3714974 A1 DE 3714974A1 DE 19873714974 DE19873714974 DE 19873714974 DE 3714974 A DE3714974 A DE 3714974A DE 3714974 A1 DE3714974 A1 DE 3714974A1
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum
realistischen Trainieren von Artilleriemannschaften beim
Laden und Abschießen von Artilleriegeschossen oder ande
ren Geschützsystemen.
In der Vergangenheit ist es zur realistischen Durchfüh
rung eines Trainings von Mannschaften an Geschützsystemen
oft erforderlich gewesen, ein Übungsschießen am System
unter Verwendung von scharfer Munition abzuhalten. Dies
ist nicht nur teuer und auf bewährte und oft entfernt
liegende Gebiete beschränkt, sondern auch für eine uner
fahrene Mannschaft gefährlich. Zur Vermeidung dieser
Probleme sind Trainingsvorrichtungen entwickelt worden,
bei denen keine scharfe Munition und reduzierte Treibla
dungen Verwendung finden. Obwohl hierdurch die Kosten
herabgesetzt und einige der Probleme von Übungsschüssen
mit scharfer Munition vermieden werden, haben sich die
bekannten Übungsgeräte nicht als vollständig zufrieden
stellend erwiesen. Die verwendeten reduzierten Treibla
dungen müssen sicherstellen, daß die Übungsgeschosse aus
dem Geschützrohr ausgestoßen werden. Die von derartigen
reduzierten Treibladungen erzeugten Kräfte sind jedoch
nicht ausreichend, um einen realistischen Rücklauf bzw.
Rückstoß des Geschützes durchzuführen. Bei einigen Ge
räten sind daher Sensoren zum Erfassen des Durchganges
des Übungsgeschosses durch die Rohrmündung und ziemlich
komplizierte Systeme zum Bewegen des Geschützrohres über
einen Rücklauf-Vorlauf-Zyklus bei jedem Abschuß eines
Geschosses verwendet worden. Da jedoch auch hierbei Ge
schosse tatsächlich abgeschossen werden, müssen derarti
ge Übungseinrichtungen immer noch in beschränkten Be
reichen verwendet werden und stellen immer noch eine Gefahren
quelle für die Bedienung dar. Darüber hinaus können durch
die Öffentlichkeit zur Reduzierung des Geräuschpegels in
Übungen, die ein tatsächliches Schießen mit den Geschütz
systemen beinhalten, Beschränkungen auferlegt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Geschütz
systemübungsvorrichtung zur Verfügung zu stellen, die
ein realistisches Training des Bedienungspersonals bei
sämtlichen Lade- und Schießvorgängen, die bei der Be
tätigung eines Geschützsystems anfallen, möglich macht
und die die Nachteile der bekannten Übungsvorrichtun
gen vermeidet.
Mit der erfindungsgemäßen Lösung wird eine Geschütz
systemübungsvorrichtung zur Verfügung gestellt, die ein
realistisches Training des Bedienungspersonals in bezug
auf sämtliche, am Geschützsystem durchzuführende Vor
gänge und Abschußschritte ermöglicht, ohne daß dabei
scharfe Munition oder auch nur reduzierte Treibladungen
verwendet werden müssen. Dadurch kann die Übungsvorrich
tung sogar auf Gefechtsniveau eingesetzt werden. Die
erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtung besitzt einen
vereinfachten Aufbau und kann entweder als alleinstehen
des System oder als ziemlich einfache Anpassung eines
vorhandenen Geschützsystems Verwendung finden. Die Er
findung kann zeitweilig das tatsächliche Geschützsystem
auf einem Fahrzeug, beispielsweise einem Panzer oder
einer Haubitze mit Selbstantrieb oder irgendeiner ande
ren Waffe, sowie auch vorhandene Übungsvorrichtungen
ersetzen. Eine Mannschaft kann hierdurch ihre Schießaus
bildung vervollkommnen, wobei sie gleichzeitig das Ge
fühl erhält, Abschüsse in einem Fahrzeug mit dem Geschütz
system oder um dieses herum zu tätigen, ohne jedoch tat
sächlich Geschosse abzufeuern. Bei der Vorrichtung kön
nen Geschosse Verwendung finden, deren Gewicht und Größe
tatsächliche Gefechtsgeschosse simulieren. Es können
exakte Duplikate von Treibladungen, Zündladungen und
anderen Teilen der Munition einer wirklichen Vorrich
tung Anwendung finden.
Allgemein gesagt wird gemäß einem Aspekt der Erfindung
eine Geschützsystemübungsvorrichtung zur Verfügung ge
stellt, die ein Geschützrohr umfaßt, das durch Montage
einrichtungen zur Durchführung einer Hin- und Herbewe
gung zwischen einer Gefechtsstellung und einer Rücklauf-
bzw. Rückstoßstellung gelagert ist. Hydraulikzylinderein
richtungen sind an das Geschützrohr und die Montageein
richtungen angeschlossen, um das Geschützrohr zwischen
der Gefechtsstellung und der Rückstoßstellung zu bewe
gen. Diese Hydraulikzylindereinrichtungen sprechen auf
Hydraulikmittel an, das einem ersten Einlaß der Hydrau
likzylindereinrichtungen zugeführt wird, um das Geschütz
rohr in einer ersten Richtung in die Gefechtsstellung
zu bewegen. Sie sprechen ferner auf Hydraulikmittel an,
das einem zweiten Einlaß der Hydraulikzylindereinrich
tungen zugeführt wird, um das Geschützrohr in einer zwei
ten Richtung in die Rückstoßstellung zu bewegen. Eine
erste Quelle von unter Druck stehendem Hydraulikmittel
ist an den ersten Einlaß angeschlossen. Um einen Rück
lauf durchzuführen, verbinden Hydrauliksteuereinrichtun
gen eine zweite Quelle von unter Druck stehendem Hydrau
likmittel mit dem zweiten Einlaß der Hydraulikzylinder
einrichtungen, so daß sich das Geschützrohr von der Ge
fechtsstellung in die Rückstoßstellung bewegen kann.
Wenn das Geschützrohr die Rückstoßstellung erreicht hat,
werden die Hydrauliksteuereinrichtungen umgeschaltet,
um den zweiten Einlaß von der zweiten Quelle zu trennen,
und das unter Druck stehende Hydraulikmittel aus der
ersten Quelle bewirkt, daß sich das Geschützrohr in die
Gefechtsstellung zurückbewegt, so daß auf diese Weise
das Rohr Rücklauf- und Vorlaufbewegungen durchführen
kann.
Genauer gesagt findet erfindungsgemäß ein doppelt wir
dender Hydraulikzylinder zum Steuern der Bewegung des
Geschützrohres zwischen der Gefechtsstellung und der
Rückstoßstellung sowie ein elektrisch betätigtes Rich
tungssteuerventil (Wegeventil) zum Steuern der Zufuhr
von unter Druck stehendem Hydraulikmittel zum doppelt
wirkenden Zylinder Verwendung. In einer Stellung des
Wegeventils wird unter Druck stehendes Hydraulikmittel,
das in einem Vorlaufspeicher gespeichert ist, derart
dem doppeltwirkenden Zylinder zugeführt, daß das Ge
schützrohr in die Gefechtsstellung gedrückt wird, wo
bei sichergestellt wird, daß das Geschützrohr zwangs
weise in der Gefechtsstellung gehalten wird. In Abhän
gigkeit von einem Schießsignal wird das Wegeventil in
eine zweite Stellung umgeschaltet, in der es Hydraulik
mittel mit höherem Druck aus einer anderen Quelle dem
doppeltwirkenden Zylinder derart zuführt, daß das Ge
schützrohr in die Rückstoßstellung getrieben wird. Wäh
rend dieser Bewegung wird das vom Hydraulikzylinder ab
gegebene Hydraulikmittel dem Vorlaufspeicher zugeführt.
Wenn das Geschützrohr die Rückstoßstellung erreicht hat,
wird das Wegeventil in die erste Stellung zurückgeschal
tet, in der die Quelle höheren Drucks abgeschaltet wird,
und die im Vorlaufspeicher in der Form von unter Druck
stehendem Hydraulikmittel gespeicherte Energie wird dem
Hydraulikzylinder zugeführt, um das Geschützrohr zurück
in die Gefechtsstellung zu bewegen. Durchflußsteuerven
tile in den Leitungen, die an die Einlässe des Hydrau
likzylinders angeschlossen sind, ermöglichen eine Durch
satzsteuerung, so daß die Rücklauf und Vorlaufgeschwin
digkeiten gesteuert werden können, wobei diese Ventile
so eingestellt werden können, daß die Rücklauf- und Vor
laufbewegungen des Geschützrohres genau diese simulieren,
die während des tatsächlichen Schießens mit dem Geschütz
system auftreten.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungs
beispiels in Verbindung mit der Zeichnung im einzelnen
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer hydrau
lischen/elektrischen Schaltung zur Durchfüh
rung einer Rücklauf/Vorlauf-Simulation einer
Geschützsystemübungsvorrichtung und
Fig. 2 einen Teil der Geschützsystemübungsvorrich
tung.
Die vorliegende Erfindung ist insbesondere für Artillerie
geschütze und ähnliche Geschützsysteme geeignet und wird
in Verbindung damit beschrieben. Dies ist jedoch nur
beispielhaft für eine der Nutzungsarten der Erfindung.
Um ein realistisches Training zu ermöglichen, ist es
erforderlich, daß das Geschützsystemübungsgerät sehr
genau die Vorgänge eines tatsächlichen Geschützsystems
simuliert, so daß die entsprechende Mannschaft sämtliche
Ladungs- und Schießvorgänge durchführen kann und das
Gefühl hat, am tatsächlichen System zu schießen. Erfin
dungsgemäß wird eine Übungsvorrichtung zur Verfügung
gestellt, mit der diese Ziele erreicht werden können,
ohne daß tatsächlich Geschosse abgefeuert werden. Die
Übungsvorrichtung kann entweder als speziell für Übungs
zwecke konstruierte Vorrichtung oder als Anpassung eines
vorhandenen Geschützsystems konstruiert sein, wobei der
letztgenannte Fall bevorzugt wird, da er die Verwendung
eines tatsächlichen Systems zu Übungszwecken ermöglicht.
Wenn ein tatsächliches System angepaßt wird, wird das
vorhandene Geschützrohr durch ein simuliertes Geschütz
rohr ersetzt. Alternativ dazu kann ein altes Geschütz
rohr, das seine nutzbare Lebensdauer überschritten hat,
modifiziert werden, damit Geschosse und Treibladungen
während eines Lade/Treibzyklus frei durch das Geschütz
rohr laufen können. Die Erfindung schlägt die Verwendung
von Übungsgeschossen, simulierten Treibladungen und si
mulierten Zündladungen vor, wobei alle die gleiche Größe,
Form und das gleiche Gewicht von entsprechenden wirkli
chen Vorrichtungen haben. Die Übungsgeschosse und simu
lierten Treibladungen werden entweder manuell oder auto
matisch gemäß dem am tatsächlichen Geschützsystem ablau
fenden Verfahren geladen. Die durch das Eintreibsystem
auf das Geschoß und die Treibladung aufgebrachte Energie
drückt das Geschoß und die Treibladung während des Lade
zyklus durch das Rohr, so daß diese aus dem Rohr ausge
stoßen werden und zur Wiederverwendung aufgefangen wer
den können. Nach Beendigung der Vorbereitungen für den
Lade- und Schießvorgang wird ein simulierter Abschuß
durchgeführt, indem eine Abzugsleine gezogen oder ein
Schalter betätigt wird, je nach dem Verfahren, das bei
dem speziellen Geschützsystem Verwendung findet. Hier
durch wird ein elektrisches Signal einem später beschrie
benen hydraulischen/elektrischen System zugeführt, das
bewirkt, daß das Geschützsystem einen Rücklauf/Vorlauf-
Zyklus durchführt, der dem entspricht, der bei einem
tatsächlichen Abschuß auftritt. Während dieses Zyklus
wird die Zündladung in der gleichen Weise wie bei einem
tatsächlichen Abschuß ausgestoßen. Das Übungsgerät kann
dann wieder geladen und wieder abgeschossen werden. Da
es in der gleichen Weise wie ein tatsächliches Geschütz
system reagiert, kann die Mannschaft die tatsächlichen
Bewegungen und Reaktionen des Geschützsystems unter rea
listischen Bedingungen wahrnehmen, ohne daß tatsächlich
mit dem System geschossen wird.
Fig. 1 zeigt ein elektrisches/hydraulisches System zur
Aufbringung einer Rücklauf/Vorlauf-Bewegung, die einer
solchen während eines tatsächlichen Schießvorganges ent
spricht, auf eine Geschützsystemschießübungsvorrichtung.
Wie man der Darstellung entnehmen kann, umfaßt das Sy
stem der Fig. 1 einen ersten Abschnitt 10, der eine
Quelle eines unter Druck stehenden Hydraulikmittels be
sitzt, und einen zweiten Abschnitt 12, der einen Rück
lauf/Vorlauf-Kreis umfaßt. Die Hydraulikmittelquelle
10 führt unter Druck stehendes Hydraulikmittel über eine
Auslaßleitung 14 einer entsprechenden Einlaßleitung 16
des Rücklauf/Vorlauf-Kreises zu und bildet eine Hydrau
likmittelrückführleitung 18 für eine entsprechende Rück
führleitung 20 des Rücklauf/Vorlauf-Kreises. Die Leitun
gen 14 und 16 und 18 und 20 können über Schnelltrenn
kupplungen 22 miteinander verbunden sein. Geschützsy
steme, auf die sich die Erfindung bezieht, sind übli
cherweise auf einem Fahrzeug, beispielsweise einem Pan
zer oder einer Haubitze mit Selbstantrieb, installiert,
und die Hydraulikmittelquelle 10 kann eine herkömmliche
Hydraulikanlage des Fahrzeuges umfassen, die für den
Antrieb von anderen Fahrzeugsystemen verwendet wird.
Wie in der Figur gezeigt, kann die Hydraulikmittelquelle
10 eine Pumpe 22, beispielsweise mit niedrigem Volumen,
umfassen, die von einem Motor 24 angetrieben wird. Die
Pumpe 22 kann an zwei Zweigleitungen 26 und 28 ange
schlossen sein. Mit Hilfe der Leitung 26 führt die Pumpe
unter Druck stehendes Hydraulikmittel einem Hauptspei
cher 30 über ein Rückschlagventil 32 und einen Verteiler
34 zu. Die Auslaßleitung 14, die unter Druck stehendes
Hydraulikmittel dem Rücklauf/Vorlauf-Kreis 12 zuführt,
kann in der gezeigten Weise an den Verteiler 34 ange
schlossen sein. Eine andere Leitung 36, die ebenfalls
an den Verteiler angeschlossen ist, kann unter Druck
stehendes Hydraulikmittel über ein Druckreduzierventil
40 und Schnelltrennkupplungen 42 einer anderen Auslaß
leitung 38 zuführen (die nicht gezeigte Sekundärkreise
versorgen kann). Druckmeßgeräte 44 können zur Überwa
chung des Drucks am Verteiler und am Auslaß des Druckre
duzierventils 40 vorgesehen sein, wie gezeigt. Der Ver
teiler 34 kann eine nicht benutzte Öffnung 47 besitzen,
die blockiert ist.
Eine Rückführleitung 45 von den über die Leitung 38 ver
sorgten Sekundärkreisen kann über Schnelltrennkupplun
gen 46 an einen anderen Verteiler 48 angeschlossen sein,
der über eine Leitung 49 über ein Filter 52 und ein
Entlastungsbypassventil 54, das parallel zwischen einem
Tank und dem Verteiler geschaltet ist, an einen Hydrau
likmittelversorgungstank 50 angeschlossen ist. Eine Lei
tung 56 mit einem Absperrventil 58 kann zwischen dem
Auslaß des Druckreduzierventils 40 und dem Verteiler
48 angeschlossen sein, damit Hydraulikmittel im System
in den Tank 50 zurückgeführt werden kann. Eine andere
Leitung 60 ist zwischen dem Druckreduzierventil 40 und
dem Speicher 48 angeschlossen, um Hydraulikmittel zum
Tank zurückzuführen.
Die Zweigleitung 28 von der Pumpe 22 kann über ein Ent
lastungsventil 62 an eine Leitung 64 angeschlossen sein,
die an eine Leitung 49 zwischen dem Verteiler 48 und
dem parallelgeschalteten Filter 52 sowie dem Bypassent
lastungsventil 54 angeschlossen ist. Das Entlastungs
ventil 62 sowie ein elektrisch betätigtes Entlüftungs
ventil 68, das von einem auf Druck ansprechenden Schal
ter 70 gesteuert wird, dient dazu, den Druck im System
innerhalb eines gewünschten Bereiches zu halten, d. h.
zwischen 117 und 145 bar. Das Entlüftungsventil 68 wird
durch den Druckschalter 70 gesteuert, der den Hydraulik
mitteldruck in der Leitung 26 zwischen dem Rückschlag
ventil 32 und dem Verteiler 34 überwacht. Der Druckschal
ter 70 kann über einen Ein/Aus-Schalter 72 mit Hilfe
einer elektrischen Fassung 74 an eine Spannungsquelle
(nicht gezeigt) angeschlossen sein, und zwar derart,
daß Spannung am Entlüftungsventil 68 angelegt wird,
wenn sich der Schalter in einer offenen Stellung (der
in der Figur gezeigten Stellung) befindet. Nachdem
Spannung an das Entlüftungsventil 68 angelegt worden
ist, wird das Entlastungsventil 62 über eine Leitung
66 entlüftet, so daß es sich schließt und damit die Lei
tung 28 an die Leitung 64 anschließt, so daß die Pumpe
nur noch Hydraulikmittel zum Tank zurückführt. Der
Druckschalter 70 kann so ausgewählt sein, daß er in
die offene Stellung (die in der Figur gezeigte Stel
lung) schaltet, wenn der Druck in der Leitung zwischen
dem Rückschlagventil 32 und dem Verteiler 34 auf den
maximal gewünschten Druck im System, d. h. 145 bar, an
steigt, und in dieser Stellung verbleibt, bis der Druck
unter den minimal gewünschten Druck im System, d. h.
117 bar, abfällt. Wenn der Druck unter diesen Minimal
wert fällt, schließt der Druckschalter 70 das Entlüf
tungsventil 68, so daß keine Entlüftung des Entlastungs
ventils 62 auftritt und dadurch die Pumpe den Hydrau
likmitteldruck im System zurück in den gewünschten Be
reich bringen kann.
Wie vorstehend erwähnt, dient der Hydraulikmittelquel
lenabschnitt 10 der Fig. 1 als Quelle eines unter hohem
Druck stehenden Hydraulikmittels für den Rücklauf/Vor
lauf-Kreis 12 und sollte in der Lage sein, eine hohe
intermittierende Durchflußleistung sowie einen Druck
zur Verfügung zu stellen, der ausreicht, um den Rück
lauf/Vorlauf-Kreis zu betreiben. Irgendeine Hydraulik
mittelquelle, die diese Funktion übernehmen kann, kann
dabei Verwendung finden. Die schematisch in Fig. 1 dar
gestellte Hydraulikmittelquelle 10 entspricht einer her
kömmlich ausgebildeten Hydraulikanlage eines Typs, der
typischerweise bei Geschützsystemen Verwendung findet,
für die die Erfindung geeignet ist, und ist beispiel
haft für eine geeignete Energiequelle für den Rücklauf/
Vorlauf-Kreis.
Bevor der Rücklauf/Vorlauf-Kreis 12 der Fig. 1 beschrie
ben wird, wird zuerst ein Abschnitt eines typischen Ge
schützsystem in Verbindung mit Fig. 2 erläutert, um
das Verständnis der Erfindung zu erleichtern.
Wie in Fig. 2 gezeigt, umfaßt ein typisches Geschütz
system 10, bei dem die Erfindung Anwendung finden kann,
ein zurücklaufendes Geschützrohr 102. Das rückwärtige
Ende des Geschützrohres ist innerhalb eines Rohrmontage
zylinders 104 angeordnet und wird darin über Buchsen
106 gelagert, so daß es eine hin- und hergehende Axial
bewegung ausführen kann. Der Zylinder 104 ist mit einem
Rohrmontagegestell 108 verbunden, das wiederum über ei
nen Montagezapfen 110 gelagert wird, so daß die Höhe
des Geschützrohres verändert werden kann. Das Geschütz
system kann einen Schraub- oder Gleitverschluß 112 und
einen Geschoßtreiber 114 besitzen, der in der in der
Figur dargestellten Form einen hydraulisch betätigten
Zylinder zum Eintreiben von Geschossen in das Geschütz
rohr besitzen kann. Das Geschützsystem kann ferner einen
herkömmlich ausgebildeten Rücklaufzylinder 116 als Teil
des Gestells besitzen. Das Gestell kann auch mit einem
halbkreisförmigen Ablenkschirm 118 versehen sein.
Die bis dahin beschriebenen Elemente des Geschützsy
stems sind alle von herkömmlicher Bauart. Wenn mit dem
Geschütz geschossen wird, bewirken die auf das Geschütz
rohr einwirkenden Rückstoßkräfte, daß sich das Geschütz
rohr in der Figur nach links bewegt, so daß es relativ
zum Rohrmontagezylinder 104 gleitet. Das Geschützrohr
wird dann in die in der Figur gezeigte Gefechtsstellung
zurück nach vorne geführt.
Erfindungsgemäß können die Rücklauf- und Vorlaufbewe
gungen des Geschützrohres ohne tatsächliches Schießen
mit dem Geschützsystem mit Hilfe eines doppeltwirken
den Hydraulikzylinders 120 durchgeführt werden, der am
herkömmlichen System befestigt ist. Wie die Figur zeigt,
kann ein Ende des Hydraulikzylinders 120 über einen dar
an befestigten Arm 122 mit dem Rohrmontagezylinder 104
verbunden sein, und die Stange 123 des beweglichen Kol
bens (nicht gezeigt) des Hydraulikzylinders kann an ei
nen Arm 124 angeschlossen sein, der mit dem Verschluß
ende 126 des Geschützrohres in Verbindung steht. Wie
nachfolgend im einzelnen beschrieben wird, wird der Kol
ben des Hydraulikzylinders, wenn unter Druck stehendes
Hydraulikmittel einer ersten Einlaßleitung 128 an der
Bohrungsseite des Hydraulikzylinders zugeführt wird,
in der Figur nach links gedrückt, so daß sich die Kol
benstange und der Arm 124 in die gestrichelt dargestell
te Position bewegen. Hierdurch erhält das Geschützrohr
eine entsprechende Rückstoßbewegung nach links, wodurch
es relativ zum Rohrmontagezylinder 104 in eine Rückstoß
stellung gleitet. Die Vorlaufbewegung des Geschützrohres
wird dann durchgeführt, indem unter Druck stehendes Hy
draulikmittel der Kolbenstangenseite des beweglichen
Kolbens des Hydraulikzylinders über eine andere Einlaß
leitung 130 zugeführt wird. Hierdurch bewegen sich der
Kolben des Hydraulikzylinders und der Arm 124 in der
Figur nach rechts, so daß das Geschützrohr in seine ur
sprüngliche gezeigte Gefechtsstellung zurückkehrt und
damit ein Rücklauf/Vorlauf-Zyklus beendet ist.
Die Verwendung eines doppeltwirkenden Hydraulikzylin
ders zur Simulation der Rücklauf- und Vorlaufbewegung
des Geschützrohres hat den Vorteil, daß in einfacher
Weise ein tatsächliches Geschützsystem für Übungszwec
ke angepaßt werden kann. Wie vorstehend erläutert, wird
das Geschützrohr durch ein simuliertes Geschützrohr er
setzt, das so ausgebildet ist, daß das Übungsgeschoß
und die simulierte Treibladung in einfacher Weise das
Rohr durchdringen können. Alternativ dazu kann ein wirk
liches Geschützrohr, das seine nutzbare Lebensdauer
überschritten hat, ausgebohrt und verwendet werden. Wenn
daher das Übungsgeschoß und die simulierte Treibladung
in das Geschützrohr getrieben werden, bewirken die Treib
kräfte einen Ausstoß derselben aus dem Rohr.
Wie in Fig. 1 gezeigt, kann das dem doppeltwirkenden
Hydraulikzylinder 120 zugeführte Hydraulikmittel durch
ein elektrisch betätigtes Richtungssteuerventil (Wege
ventil) 140 gesteuert werden. Eine Spannung kann über
einen Schalter 136 und eine Leitung 138 an ein Solenoid
144 des Wegeventils angelegt werden. Hierdurch wird das
Ventil so betätigt, daß es gerade Durchflußkanäle her
stellt, so daß die Einlaßleitung 16 des Rücklauf/Vorlauf-
Kreises an die Einlaßleitung 130 des Hydraulikzylinders
120 (über ein Absperrventil 146) angeschlossen und die
Rückführleitung 20 des Rücklauf/Vorlauf-Kreises mit der
Einlaßleitung 128 des Hydraulikzylinders über ein Durch
flußsteuerventil 148 und ein parallelgeschaltetes Rück
schlagventil 150 in Verbindung gebracht wird, wie ge
zeigt. Ein Druckmeßgerät 152 kann ebenfalls an den Ein
laß 130 des Hydraulikzylinders über ein Absperrventil
154 angeschlossen sein, damit der Hydraulikmitteldruck
am Einlaß überwacht werden kann. Ferner kann ein ande
res Absperrventil 156 verwendet werden, um das Wegeven
til zu umgehen und damit den Einlaß 130 direkt an die
Rückführleitung 20 anzuschließen, so daß das System ent
leert werden kann, wenn das Absperrventil geöffnet wird.
Der Einlaß 130 des Hydraulikzylinders ist ferner über
ein anderes Durchflußsteuerventil 162 und ein parallel
geschaltetes Rückschlagventil 164 an einen Vorlaufspei
cher 160 angeschlossen, wie gezeigt.
Wenn zu Beginn der Strom eingeschaltet wird, wird eine
Spannung über den Schalter 136 am Solenoid 144 des We
geventils angelegt, so daß gerade Durchflußkanäle ausge
bildet werden, wie vorstehend beschrieben. Das Absperr
ventil 146, das manuell betätigt werden kann, kann lang
sam geöffnet werden, damit unter Druck stehendes Hydrau
likmittel von der Einlaßleitung 16 dem Einlaß 130 des
Hydraulikzylinders und dem Vorlaufspeicher zugeführt
werden kann. Hierdurch werden die Kolbenstange 123 des
Hydraulikzylinders und der Arm 124 in die mit durchge
zogenen Linien in den Fig. 1 und 2 dargestellten Po
sitionen gedrückt, und der Vorlaufspeicher wird vorge
laden. Wenn der Druck des Vorlaufspeichers, der vom
Druckmeßgerät 152 überwacht wird, einen gewünschten Wert,
d. h. 69 bar, erreicht, wird das Absperrventil 146 ge
schlossen, so daß ein weiterer Hydraulikmitteldurchfluß
von der Einlaßleitung 16 blockiert wird. Danach wird
das Absperrventil 146 in seiner geschlossenen Stellung
gehalten, und der Druck im Vorlaufspeicher stellt si
cher, daß das Geschütz zwangsweise in der Gefechtsstel
lung gehalten wird.
Wenn ein Schießsignal abgegeben wird, beispielsweise
durch Betätigung eines Zündknopfes (nicht gezeigt), wird
der Schalter 136 in die in Figur gestrichelt dargestellte
Position bewegt. Hierdurch wird das Solenoid 144 des
Wegeventils 140 aberregt und ein anderes Solenoid 168
des Wegeventils erregt. Dabei wird das Wegeventil so
betätigt, daß die Hydraulikmitteleinlaßleitung 16 an
die Einlaßleitung 128 des Hydraulikzylinders und die
Rückführleitung 20 an das geschlossene Absperrventil
146 angeschlossen wird.
Unter diesen Bedingungen wird Hydraulikmittel, das auf
den Betriebsdruck der Hydraulikmittelquelle 10, d. h.
117 - 145 bar, gebracht worden ist, der Einlaßleitung
128 des Hydraulikzylinders zugeführt, wodurch der Kol
ben und der damit verbundene Arm 124 in die gestrichelt
in den Fig. 1 und 2 dargestellte ausgefahrene Posi
tion gedrückt werden, so daß das Geschützrohr eine Rück
stoßbewegung durchführt. Der Hauptspeicher 30 der Hy
draulikmittelquelle 10 stellt die hohe intermittierende
Durchflußleistung für den doppeltwirkenden Hydraulik
zylinder 120 zur Verfügung, die dieser benötigt, um ei
nen Rücklauf des Geschützrohres durchzuführen. Während
des Rücklaufes wird das Hydraulikmittel, das im doppelt
wirkenden Zylinder 120 an der Kolbenstangenseite des
Kolbens gespeichert worden war, durch die Bewegung des
Kolbens nach außen über die Einlaßleitung 130 in den
Vorlaufspeicher 160 verdrängt, der die Energie zur Durch
führung eines Vorlaufes speichert. Am Ende des Rücklauf
hubes wird das Solenoid 168 des Wegeventils aberregt
und das Solenoid 144 erregt, beispielsweise durch einen
Nocken 172 am Geschützrohrbetätigungsschalter 136, und
zwar am Ende des Rücklaufhubes des Geschützrohres. Hier
durch wird das Wegeventil so geschaltet, daß es den Ein
laß 128 von der Quelle 10 des unter Druck stehenden Hy
draulikmittels trennt und den Einlaß wieder mit der Lei
tung 20 in Verbindung bringt. Dabei wird sofort die Ener
gie, die in Form von unter Druck stehendem Hydraulikmit
tel im Vorlaufspeicher 160 gespeichert ist, auf die Kol
benstangenseite des doppeltwirkenden Hydraulikzylinders
120 durch die Einlaßleitung 130 aufgebracht, wodurch
der Kolben und der Arm 124 zurück in die in den Figuren
mit durchgezogenen Linien dargestellte Position gedrückt
werden, so daß das Geschütz einen Vorlauf durchführt.
Während des Vorlaufes wird das Hydraulikmittelvolumen
in der Bohrung des doppeltwirkenden Hydraulikzylinders
über die Einlaßleitung 128 und die Rückführleitungen 20
und 18 zum Tank 50 hin abgeführt, während der Hauptspei
cher 30 durch die Pumpe 22 wieder aufgeladen wird.
Die veränderlichen Steuerventile 148 und 162 ermöglichen
eine Steuerung der Vorlauf- und Rücklaufgeschwindigkei
ten, indem sie die Hydraulikmitteldurchsätze in den an
die Hydraulikzylindereinlässe angeschlossenen Leitun
gen steuern. Während des Rücklaufes gewährt das Rück
schlagventil 150 einen freien Hydraulikmitteldurchfluß
von der Einlaßleitung 16 zum Einlaß 128 des Hydraulik
zylinders, und das Steuerventil 162 steuert den Durch
satz, mit dem das Hydraulikmittel an der Kolbenstangen
seite des Kolbens des Hydraulikzylinders vom Einlaß 130
ausgestoßen wird. Während des Vorlaufes gewährt das Rück
schlagventil 164 einen freien Durchfluß zum Einlaß 130,
und das Steuerventil 148 steuert den Durchsatz, mit dem
das Hydraulikmittel an der Bohrungsseite des Zylinders
in die Rückführleitung abgeführt wird. Die Durchflußsteu
erventile können eingestellt werden, so daß die gewünsch
ten Rücklauf- und Vorlaufgeschwindigkeiten erreicht wer
den.
Die Durchführung der Rücklauf- und Vorlaufbewegung des
Geschützsystems durch Verwendung von unter Druck stehen
dem Hydraulikmittel in der vorstehend beschriebenen Weise
besitzt eine Reihe von Vorteilen. Hierdurch wird ein
rasches Ansprechen und eine genaue, zeitrichtige Simu
lation der Rücklauf- und Vorlaufbewegung des Geschütz
systems erreicht. Durch Verwendung eines Vorlaufspeichers
zur Speicherung von Energie, die während des Rücklauf
hubes des Rücklauf/Vorlauf-Zyklus erzeugt worden ist,
und zur Freigabe dieser Energie zur Durchführung eines
Vorlaufes wird ein großer Hydraulikmittelstrom von der
Hydraulikmittelquelle 10 nur während der Rücklaufhälfte
des Zyklus benötigt, und die Pumpe 22 kann den Haupt
speicher 30 während der Vorlaufhälfte des Zyklus wieder
auf den Betriebsdruck des Systems aufladen. Darüber hin
aus absorbieren die Speicher 30 und 160 die während des
Rücklaufs und Vorlaufs erzeugten Schockbelastungen. Fer
ner wird durch Verwendung eines doppeltwirkenden Hy
draulikzylinders, der durch Steuerung der Zufuhr von
Hydraulikmittel zwangsweise in entgegengesetzte Richtun
gen angetrieben wird, eine bessere Steuerung über die
Rücklauf- und Vorlaufbewegung des Geschützsystems er
reicht und eine genaue selbsttätig ablaufende Reposi
tionierung des Geschützes in die Gefechtsstellung si
chergestellt. Schließlich besitzt die erfindungsgemäße
Vorrichtung einen einfachen Aufbau und kann in billi
ger und einfacher Weise sofort an vorhandenen Geschütz
systemen verwirklicht werden. Falls gewünscht, kann an
stelle der Verwendung eines doppeltwirkenden Hydraulik
zylinders zur Durchführung der Rücklauf- und Vorlaufbe
wegung des Geschützrohres der vorhandene Rücklaufzylin
der (116 in Fig. 2) modifiziert werden, um hieraus einen
doppeltwirkenden Hydraulikzylinder zu formen, der die
gleiche Funktion wie der Hydraulikzylinder 120 ausführt.
Claims (11)
1. Geschützsystemübungsvorrichtung, gekennzeichnet
durch ein Geschützrohr (102), das durch Montageein
richtungen gelagert ist, um eine Hin- und Herbewegung
relativ zu den Montageeinrichtungen zwischen einer Ge
fechtsstellung und einer Rückstoßstellung durchzufüh
ren, Hydraulikzylindereinrichtungen (120), die mit dem
Geschützrohr (102) und den Montageeinrichtungen verbun
den sind, um das Geschützrohr zwischen der Gefechts
stellung und der Rückstoßstellung zu bewegen, und die
in Abhängigkeit von einer Hydraulikmittelzufuhr zu ei
nem ersten Einlaß (130) das Geschützrohr in einer er
sten Richtung in die Gefechtsstellung und in Abhängig
keit von einer Hydraulikmittelzufuhr zu einem zweiten
Einlaß (128) das Geschützrohr in einer zweiten Rich
tung in die Rückstoßstellung bewegen, eine erste und
zweite Quelle von unter Druck stehendem Hydraulikmit
tel, wobei die erste Quelle an den ersten Einlaß (130)
angeschlossen ist, und hydraulische Steuereinrichtun
gen zum Anschließen der zweiten Quelle von unter Druck
stehendem Hydraulikmittel an den zweiten Einlaß (128)
der Hydraulikzylindereinrichtungen (120), um das Ge
schützrohr (102) aus der Gefechtsstellung in die Rück
stoßstellung zu bewegen, und nach dem Erreichen der Rück
stoßstellung zum Abtrennen der zweiten Quelle vom zwei
ten Einlaß (128), damit das unter Druck stehende Hydrau
likmittel von der ersten Quelle das Geschützrohr (102)
in die Gefechtsstellung zurückführen kann, so daß auf
diese Weise das Geschützrohr eine Rücklauf- und Vorlauf
bewegung durchführen kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die zweite Quelle von unter Druck stehendem Hydrau
likmittel eine Hochdruckzuführleitung (14) und eine Nie
drigdruckrückführleitung (18) aufweist und daß die hy
draulischen Steuereinrichtungen ein elektrisch betätig
tes Richtungssteuerventil (Wegeventil) (140) zum Hin-
und Herschalten des zweiten Einlasses (128) zwischen
der Zuführleitung (14) und der Rückführleitung (18) um
fassen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Richtungssteuerventil (140) ein erstes und zwei
tes Solenoid (168, 144) besitzt und eine erste Stellung
aufweist, wenn das erste Solenoid (168) durch eine Span
nung erregt ist, bei der die Rückführleitung (18) an
den zweiten Einlaß (128) der Hydraulikzylindereinrich
tungen angeschlossen ist, sowie eine zweite Ventilstel
lung besitzt, wenn das zweite Solenoid (144) durch die
Spannung erregt ist, bei der die Zuführleitung (14) an
den zweiten Einlaß (128) angeschlossen ist.
4. Vorichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß sie eine Spannungsumschalteinrichtung aufweist, um
das erste Solenoid (168) normalerweise im erregten Zu
stand und dadurch das Geschützrohr (102) in der Ge
fechtsstellung zu halten, wobei die Spannungsumschalt
einrichtung auf ein Schieß- bzw. Zündsignal anspricht
und das erste Solenoid (168) aberregt sowie das zweite
Solenoid (144) erregt, damit sich das Geschützrohr (102)
in die Rückstoßstellung bewegen kann, und Einrichtungen,
die auf das Erreichen der Rückstoßstellung durch das Ge
schützrohr (102) ansprechen und die Spannungsumschaltein
richtung so betätigen, daß diese das zweite Solenoid
(144) aberregt und das erste Solenoid (168) erregt, da
mit das Geschützrohr einen Vorlauf durchführen und in
die Gefechtsstellung zurückkehren kann.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Quelle von unter Druck stehendem Hydrau
likmittel einen Hydraulikmittelspeicher (160) umfaßt,
der an den ersten Einlaß (130) der Hydraulikzylinder
einrichtungen (120) angeschlossen ist und Energie in
der Form von unter Druck stehendem Hydraulikmittel spei
chert, das von den Hydraulikzylindereinrichtungen bei
einer Bewegung des Geschützrohres (102) in der zweiten
Richtung ausgestoßen wird, und zur Freigabe der gespei
cherten Energie, wenn das Geschützrohr die Rückstoßstel
lung erreicht hat, damit die Hydraulikzylindereinrich
tungen (120) das Geschützrohr (102) in der ersten Rich
tung zurück in die Gefechtsstellung bewegen können.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß sie des weiteren eine erste Durchflußsteuereinrich
tung (162) aufweist, die an den zweiten Einlaß (128)
der Hydraulikzylindereinrichtungen (120) angeschlossen
ist, sowie eine zweite Durchflußsteuereinrichtung (148),
die an den Speicher (160) angeschlossen ist, um die Durch
sätze an Hydraulikmittel zu den Einlässen (128, 130)
und damit die Bewegungsgeschwindigkeit des Geschützroh
res in der ersten und zweiten Richtung zu steuern.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Geschützrohr (102) so ausgebildet ist, daß es
leicht von Übungsgeschossen und einer simulierten Treib
ladung passiert werden kann, wobei das Übungsgeschoß und
die simulierte Treibladung nach dem Eintreiben in ein
Verschlußende des Geschützrohres (102) von einem Mündungs
ende des Geschützrohres ausgestoßen werden können.
8. System zur Simulierung einer Rücklauf- und Vorlaufbe
wegung eines hin- und herlaufenden Rohres eines Geschütz
systems, gekennzeichnet durch einen mit dem Geschützrohr
(102) in Verbindung stehenden Hydraulikzylinder (120),
der einen ersten und zweiten Hydraulikmitteleinlaß (130,
128) aufweist und das Geschützrohr (102) in einer er
sten Richtung in eine Gefechtsstellung bewegt, wenn Hy
draulikmittel dem ersten Einlaß (130) zugeführt wird,
sowie das Geschützrohr in einer zweiten entgegengesetz
ten Richtung in eine Rückstoßstellung bewegt, wenn Hy
draulikmittel dem zweiten Einlaß (128) zugeführt wird,
eine Quelle von unter Druck stehendem Hydraulikmittel,
einem elektrisch betätigten Steuerventil (140), das an
die Quelle von unter Druck stehendem Hydraulikmittel
und an den zweiten Einlaß (128) angeschlossen ist sowie
eine erste Stellung besitzt, bei der die Quelle von un
ter Druck stehendem Hydraulikmittel vom zweiten Einlaß
(128) abgetrennt ist, sowie eine zweite Stellung auf
weist, bei der die Quelle von unter Druck stehendem Hy
draulikmittel an den zweiten Einlaß (128) angeschlos
sen ist, Schalteinrichtungen, um normalerweise ein elek
trisches Signal an das Steuerventil (140) anzulegen und
dieses in der ersten Stellung zu halten, wobei die Schalt
einrichtungen auf ein Schieß- bzw. Zündsignal zum Umschal
ten des Steuerventils in die zweite Stellung ansprechen,
derart, daß unter Druck stehendes Hydraulikmittel an
den zweiten Einlaß (128) angelegt wird, um das Geschütz
rohr in die Rückstoßstellung zu bewegen, Einrichtungen,
die auf die Bewegung des Geschützrohres in die Rückstoß
stellung ansprechen und die Schalteinrichtungen so steu
ern, daß sie das Steuerventil (140) zurück in die erste
Stellung schalten, und einen Speicher (160), der an den
ersten Einlaß (130) des Hydraulikzylinders (120) ange
schlossen ist, um Energie in der Form von unter Druck
stehendem Hydraulikmittel zu speichern, das vom Hydrau
likzylinder (120) während der Bewegung des Geschützroh
res (102) in die Rückstoßstellung ausgestoßen wird, und
um die gespeicherte Energie an den Hydraulikzylinder
freizugeben, nachdem das Steuerventil (140) in die er
ste Stellung zurückgeschaltet worden ist, damit sich
das Geschützrohr in die Gefechtstellung bewegenn kann.
9. System nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
das elektrisch betätigte Steuerventil (140) ein Rich
tungssteuerventil (Wegeventil) mit einem ersten und zwei
ten Steuersolenoid (168, 144) zum Anordnen des Steuer
ventils (140) in der ersten und zweiten Stellung auf
weist und daß die Schalteinrichtungen einen Schalter
zum Umschalten einer Spannung auf das erste und zweite
Solenoid (168, 144) umfassen.
10. System nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Einrichtungen zum Steuern der Schalteinrichtungen
Einrichtungen zum Betätigen des Schalters, wenn sich
das Geschützrohr (102) in die Rückstoßstellung bewegt
hat, umfassen.
11. System nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
es des weiteren ein erstes veränderliches Durchflußsteu
erventil (162) umfaßt, das zwischen dem ersten Einlaß
(130) des Hydraulikzylinders (120) und dem Speicher (160)
angeschlossen ist, sowie ein zweites veränderliches Durch
flußsteuerventil (148), das zwischen dem elektrisch be
tätigten Steuerventil (140) und dem zweiten Einlaß (128)
des Hydraulikzylinders (120) angeschlossen ist, wobei die
Durchflußsteuerventile (148, 160) einstellbar sind, um
die Durchsätze an Hydraulikmittel zum und vom Hydrau
likzylinder (120) zu verändern und damit die Rücklauf-
und Vorlaufgeschwindigkeiten des Geschützrohres (102)
zu steuern.
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