DE3707616A1 - Koernige biozide zusammensetzung - Google Patents
Koernige biozide zusammensetzungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine körnige biozide Zusammensetzung;
sie betrifft insbesondere eine körnige biozide Zusammensetzung,
die ein pulverisiertes biozides Agens mit einer deutlich
verbesserten biologischen Aktivität enthält, vorteilhafte
Eigenschaften in bezug auf die Produktlagerung und die
Transportkosten aufweist, leicht suspendiert werden kann und
keine Umweltverschmutzung hervorruft.
Biozide Agentien, wie z. B. Insektizide, Germizide, Herbizide,
Mitizide oder dgl., sind im wesentlichen in Wasser unlöslich.
Daher werden sie bei ihrer praktischen Verwendung in die Form
einer flüssigen bzw. fließfähigen Suspension überführt, die
Wasser als ihre kontinuierliche Phase enthält.
Die flüssige bzw. fließfähige Suspesnion ist eine vorteilhafte
Formulierungsform in bezug auf die Produktlagerung, die Transportkosten,
die Umweltverschmutzung und die Möglichkeit der
Ernteschädigung, verglichen mit einer Emulsion, die durch
Auflösen eines bioziden Agens in einem organischen Lösungsmittel,
wie Xylol, Kerosin oder dgl., um es zu verflüssigen,
erhalten wird. Selbst wenn kein geeignetes organisches Lösungsmittel
für das Agens existiert, kann es darüber hinaus
in Form einer Suspension verflüssigt werden. Die flüssige bzw.
fließfähige Suspension ist eine Formulierung, auch für den
Auftrag aus der Luft geeignet ist.
Wie oben angegebenen, weist die flüssige bzw. fließfähige Suspension
verschiedene Vorteile als Formulierung für ein biozides
Agens auf und es wurden bereits verschiedene Versuche
unternommen, sie zu verbessern. Sie hat jedoch den Nachteil,
daß ein Zusammenbacken und Eindicken der Suspension auftritt,
wenn sie über einen längeren Zeitraum gelagert wird,
so daß sie nicht als völlig zufriedenstellend angesehen werden
kann.
Unter diesen Umständen wurden umfangreiche und intensive
Untersuchungen durchgeführt. Als Ergebnis dieser Untersuchungen
wurde gefunden, daß eine pulverisierte, biozid wirksame
Substanz, die zu mindestens 50 Gew.-% aus Teilchen mit
einem Teilchendurchmesser von 0,5 µm oder weniger besteht,
erhalten werden kann, wenn man eine Dispersion einer biozid
wirksamen Substanz zusammen mit einem festen Medium mit einem
Teilchendurchmesser von 0,5 µm oder weniger rührt, und
daß ein Pestizid-Präparat in Form einer Suspension, das eine
ausgezeichnete biozide Aktivität und Langzeit-Beständigkeit
aufweist und frei von dem Nachteil ist, daß die spontane
Sedimentation der biozid aktiven Substanz von einem harten
Zusammenbacken eines am Boden abgeschiedenen Teils begleitet
ist und daß die Suspension eindickt, erhalten werden kann
durch Verwendung der oben erhaltenen pulverisierten, biozid
wirksamen Substanz als Wirkstoff (aktive Komponente).
Das obengenannte Suspensionspräparat ist jedoch nicht immer
vorteilhaft in bezug auf seine Lagerung und seinen Transport.
Es wurden daher weitere Untersuchungen im Hinblick auf die
Pulverisierung eines bioziden Agens durchgeführt. Als Ergebnis
wurde nun gefunden, daß eine körnige Zusammensetzung,
die ein pulverisiertes biozides Agens und ein spezifisches
Dispergiermittel enthält und einen spezifischen Teilchendurchmesser
und eine spezifische Schüttdichte aufweist, vorteilhaft
ist in bezug auf die Vermeidung einer Umweltverschmutzung,
die eine Folge davon ist, daß das Pulver zum
Zeitpunkt des Auftrags verfliegt, leicht und vorteilhaft
gelagert und transportiert werden kann und leicht in eine
Suspension überführt werden kann, indem man sie in Wasser
einführt. Darauf beruht die vorliegende Erfindung.
Gegenstand der Erfindung ist eine körnige biozide Zusammensetzung
bzw. Zubereitung, die dadurch gekennzeichnet ist,
daß sie eine durchschnittliche Teilchengröße von 0,1 bis 1,0 mm
und eine Schüttdichte von 0,20 bis 0,6 g/cm3 aufweist
und ein pulverisiertes Biozid, das zu mindestens 50 Gew.-%
aus Teilchen mit einer Teilchengröße von 0,5 µm oder weniger
besteht, und ein Dispergiermittel enthält, das ausgewählt
wird aus der Gruppe:
- (1) einem in Wasser löslichen oder in Wasser dispergierbaren Polymeren oder Copolymeren eines Monomeren einer ungesättigten Carbonsäure oder eines Derivats davon,
- (2) einem Polymeren von Styrolsulfonat,
- (3) einem Formalinkondensat einer sulfonierten polycyclischen aromatischen Verbindung, die eine Kohlenwasserstoffgruppe als Substituent aufweisen kann, oder einem Salz davon und
- (4) einem Alkalimetallphosphat.
Das erfindungsgemäße pulverisierte biozide Agens enthält
mindestens 50 Gew.-% Teilchen mit einem Teilchendurchmesser
von 0,5 µm oder weniger. Vorzugsweise enthält das Agens mindestens
50 Gew.-% Teilchen mit einem Teilchendurchmesser von
0,5 µm oder weniger und gleichzeitig haben die Teilchen einen
durchschnittlichen Teilchendurchmesser von 0,5 µm oder weniger.
Es ist besonders bevorzugt, daß das Agens mindestens 70 Gew.-%
Teilchen mit einem Teilchendurchmesser von 0,5 µm oder weniger
enthält und daß gleichzeitig die Teilchen einen durchschnittlichen
Teilchendurchmesser von 0,4 µm oder weniger
haben.
Zu Beispielen für das erfindungsgemäß verwendete biozide Agens
gehören beliebige biozide Agentien, die in Wasser unlöslich
sind und bei Raumtemperatur in Form eines Feststoffes oder
einer Paste vorliegen, ungeachtet ihrer Art. Die bioziden
Agentien weisen ausgezeichnete biologische Effekte auf, wie
sie bisher nicht erreicht worden sind, wenn sie erfindungsgemäß
pulverisiert werden. Die bioziden Agentien können
in Form von Kombinationen von zwei oder mehr derselben mit
unterschiedlichen Strukturen verwendet werden.
Die bioziden Agentien, die in Wasser unlöslich sind und bei
Raumtemperatur in Form eines Feststoffes oder einer Paste vorliegen,
umfassen beispielsweise Germizide, wie Kupferbiozide;
Organozinnbiozide; Organoarsenbiozide; Organoschwefelbiozide
wie Dithane (Zinkethylenbis(dithiocarbamat)), Thiram (Bis-
(dimethylthiocarbamyl)disulfid); Organochlorbiozide, wie
Daconil (Tetrachlorisophthalonatril) und Rabcide (4,5,6,7-
Tetrachlorophthalid); sowie weitere Biozide, wie Captan
(N-(Trichloromethylthio)-4-cyclohexen-1,2-dicarboximid),
Difolatan (N-(1,1,2,2-Tetrachloroethylthio)-4-cyclohexan-
1,2-dicarboximid), Acricid (2-sec-Butyl-4,6-dinitrophenyl-
3-methylcrotonat), Topsin M (Dimethyl-4,4′-o-phenylen,3,3′-
dithiodiallophanat), Benlate (Methyl-1-(butylcarbamoyl)-2-
benzimidazolcarbamat), Tachigaren (3-Hydroxy-5-methylisoxazol)
und dgl.; Herbizide, z. B. Diphenyläther-Herbizide,
wie Nip (2,4-Dichlorophenyl-p-nitrophenyläther), MO (p-
Nitrophenyl-2,4,6-trichlorophenyläther); Säureamid-Herbizide,
wie Stam (3′,4′-Dichloropropioanilid) und Dymid
(N,N-Dimethyl-2,2-diphenylacetamid); Carbamat-Herbizide, wie
Swep (Methyl-3,4-dichlorocarbanilat); und Harnstoff-Herbizide,
wie Karmex D (3-(3,4-Dichlorophenyl)-1,1-diethylharnstoff);
Triazin-Herbizide, wie Simazine (2-Chloro-
4,6-bis(ethylamino)1,3,5-triazin) und Gesaprim (2-Chloro-
4-ethylamino-6-isopropylamino-1,3,5-triazin); Insektizide,
wie Organochlor-Insektizide, z. B. DDT (1,1,1-Trichloro-2,2-
bis-(p-chlorophenyl)ethan); Insektizide, die eine Organophosphorverbindung
mit einem aromatischen Ring umfassen,
wie z. B. Kayaace (p-Dimethylsulfamylphenyl-diethylphosphorothionat),
Gardcide (2-Chloro-1-(2,4,5-trichlorophenyl)-
vinyldimethylphosphat); Carbamat-Insektizide, wie Denapon
(1-Naphthyl-methylcarbamat), Tsumacide (m-Trimethylcarbamat),
Macbal (3,5-Xylyl-methylcarbamat), Mipcin (o-Cumenylmethylcarbamat)
und Suncide (o-Isopropoxyphenyl-methylcarbamat);
und andere Insektizide, wie z. B. Methaldehyd (Tetrameres
von Acetaldehyd) und Lannate (S-Methyl-N-(methylcarbamyloxy)-
thioacetamid); Miticide, wie z. B. Sappiran
(p-Chlorophenyl-p-chlorobenzolsulfonat), Tedion (p-
Chlorophenyl-2,4,5-trichlorophenylsulfon), Kelthane
(2,2,2-Trichloro-1,1-bis(p-chlorophenyl)ethanol), Omite
(2-(p-tert-Butylphenoxy)cyclohexylpropinyl-sulfit) und
Plictran (Tricyclohexylzinnhydroxid).
Das erfindungsgemäße pulverisierte biozide Agens wird hergestellt
durch Rühren einer Dispersion und eines bioziden Agens
zusammen mit einem Feststoffmedium mit einem Teilchendurchmesser
von 0,5 mm oder weniger.
Obgleich das biozide Agens als Ausgangsmaterial in Form einer
Dispersion verwendet wird, die durch Dispergieren eines
handelsüblichen Pulvers in Wasser erhalten wird, kann auch
eine handelsübliche Dispersion verwendet werden. Die Konzentration
der Dispersion an dem bioziden Agens beträgt vorzugsweise
5 bis 70 Gew.% und eine hohe Biozid-Konzentration ist
vom Standpunkt des Produktionswirkungsgrades aus betrachtet
bevorzugt.
Der Teilchendurchmesser des Mediums beträgt vorzugsweise
0,5 mm oder weniger, besonders bevorzugt 0,05 bis 0,5 mm.
Zu Beispielen für geeignete Materialien des Mediums gehören
Ottawa-Sand, Glas, Aluminiumoxid und Zirkon, unter denen
Glas bevorzugt ist.
Zu bekannten Vorrichtungen, die zum Rühren des bioziden
Agens und des Mediums für die Pulverisierung verwendet werden,
gehören eine Sandmühle und eine Sand-Reibmühle.
Die erfindungsgemäß verwendete Sandmühle und Sand-Reibmühle
kann irgendeine der allgemein bekannten Vorrichtungen
sein und sie kann eine solche vom vertilalen oder
horizontalen Typ sein. Außerdem können Scheiben eines gebräuchlichen
Typs verwendet werden.
Die Temperatur der Pulverisierung beträgt vorzugsweise 5
bis 40°C. Eine 40°C übersteigende Temperatur ist unvorteilhaft,
weil dabei viel Zeit für die Pulverisierung erforderlich
ist und Schwierigkeiten bei der Pulverisierung
auftreten.
Das Verhältnis von Medium zu biozidem Agens, die beim Pulverisieren
miteinander gemischt werden, liegt in dem Bereich
von 40/60 bis 80/20, vorzugsweise in dem Bereich von
60/40 bis 70/30.
Nach der Pulverisierung mit einer Sandmühle wird das pulverisierte
Produkt durch Filtrieren unter Druck oder durch Zentrifugieren
in das Medium und in eine Dispersion des bioziden
Agens aufgeteilt und erforderlichenfalls wird das Medium mit
Wasser gewaschen, wobei man das pulverisierte, erfindungsgemäß
verwendete biozide Agens erhält.
Die erfindungsgemäß verwendeten Dispergiermittel sind Verbindungen,
wie sie heute unter den nachstehenden Abschnitten (1)
bis (4) beschrieben werden, und sie können natürlich während
der Pulverisierung zugesetzt werden. Sie werden allein
oder in Form von Kombinationen von zwei oder mehr derselben
verwendet.
Zu Beispielen für die zur Herstellung des Polymeren (1)
verwendeten Monomeren gehören ungesättigte Monocarbonsäuren,
wie Acryl- und Methacrylsäure, ungesättigte Dicarbonsäuren,
wie Maleinsäure und Derivate davon, z. B. Alkylester (Methylester
und dgl.), Alkalimetallsalze (Natriumsalz und dgl.),
Ammoniumsalze und organische Aminsalze (Triethanolaminsalz und
dgl.) der obengenannten Säuren und Mischungen davon.
Neben diesen Monomeren können copolymerisierbare Monomere, wie z. B.
Vinylacetat, Isobutylen, Dibutylen oder Styrol, als Comonomeres
zugegeben werden.
Diese Monomeren können nach konventionellen bekannten Verfahren
polymerisiert werden. Obgleich keine speziellen Beschränkungen
in bezug auf die Mengenanteile der Monomeren und den
Polymerisationgrad erforderlich sind, muß das Polymere in
Wasser mindestens löslich oder dispergierbar sein.
Zu spezifischen Beispielen für das Polymere gehören ein Polymeres
von Acrylsäure, ein Polymeres von Methacrylsäure, ein
Copolymeres von Acrylsäure und Methacrylsäure, ein Copolymeres
von Acrylsäure und Methacyrlat, ein Copolymeres von Acrylsäure
und Vinylacetat, ein Copolymeres von Acrylsäure und
Maleinsäure, ein Copolymeres von Maleinsäure und Isobutylen
und ein Copolymeres von Maleinsäure und Styrol und Salze der
obengenannten Polymeren mit Alkalimetallen, Ammoniak und
organischen Aminen. Diese Polymeren können auch in Form von
Kombinationen von zwei oder mehr derselben verwendet werden.
Das Polymere eines Styrolsulfonats kann leicht hergestellt
werden durch Polymerisieren eines Stryrolsulfonats oder durch
Sulfonieren eines Polystyrols. Das Polymere eines Styrolsulfonats
hat ein Grundgerüst mit der folgenden Formel:
Das Polymere hat ein Molekulargewicht von 1000 oder mehr,
vorzugsweise von 10 000 bis 3 000 000. In der obengenannten
Formel steht M für ein Alkalimetall, wie Li, Na oder K,
NH3, ein Alkylamin, Alkanolamin oder dgl.
Das Polymere eines Styrolsulfonats kann ein Copolymeres desselben
mit einem oder mehreren anderen Monomeren sein. Ein
solches Copolymeres kann leicht hergestellt werden, indem
man entweder ein Styrolsulfonat mit einem oder mehreren
anderen Monomeren copolymerisiert oder ein Copolymeres von
Styrol mit einem oder mehreren anderen Monomeren sulfoniert.
Das Copolymere wird in einer Menge verwendet, die den Effekt
der vorliegenden Erfindung nicht beeinträchtigt. Zu Beispielen
für als Partner bei der Copolymerisation geeignete Monomere
gehören hydrophobe Monomere, wie Alkylacrylat, Alkylmethacrylat,
Vinylalkyläther, Vinylacetat, Ethylen, Propylen,
Butylen, Butadien, Diisobutylen, Vinylchlorid, Vinylidenchlorid,
Acrylnitril und Styrol, und hydrophile Monomere,
wie Acrylsäure, Methacrylsäure, Maleinsäure, Fumarsäure,
Maleinsäureanhydrid, Vinylalkohol, Acrylamid, Methacrylamid,
Diacetinacrylamid, N-Vinylpyrrolidon, 2-Acrylamido-2-methyl-
propansulfonsäure und Methallylsulfonsäure.
Zu spezifischen Beispielen dafür gehören Formalinkondensate
von Petroleumsulfonsäurederivaten, Ligninsulfonsäurederivaten,
Naphthalinsulfonsäurederivaten und dgl.
Die erfindungsgemäße obengenannte Verbindung (3) wird erhalten
beispielsweise nach einem Verfahren, das umfaßt das
Sulfonieren von Naphthalin, Alkyl-substituiertem Naphthalin,
Anthracen, Alkyl-substituiertem Anthracen, Lignin oder
einer Substanz mit einem aromatischen Ring, der in einem
Petroleumrest enthalten ist, unter Anwendung eines üblichen
Verfahrens und Durchführung einer Salzbildung mit dem Sulfonierungsprodukt
und anschließende Durchführung einer Formalinkondensation.
In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen,
daß der Kondensationsgrad vorzugsweise 1,2 bis 30, besonders
bevorzugt 1,2 bis 10, beträgt. Wenn der Kondensationsgrad
weniger als 1,2 beträgt, ist der Kondensationseffekt unzureichend.
Wenn andererseits der Kondensationsgrad 30 übersteigt,
hat das Produkt ein hohes Molekulargewicht, was zu
Problemen führt bei seiner praktischen Verwendung, beispielsweise
in bezug auf die Löslichkeit.
Obgleich die verwendeten polycyclischen aromatischen Verbindungen
verschiedener Art sein können, sind Lignin, Naphthalin
und Alkylnaphthalin mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bevorzugt.
Natürlich können sie auch in Form einer Mischung derselben
verwendet werden.
Die Salze umfassen nicht nur die Salze von Alkalimetallen,
wie Natrium und Kalium, und Erdalkalimetallen, wie Calcium,
sondern auch Aminsalze und Ammoniumsalze.
Zu Beispielen für geeignete Alkalimetallphosphate gehören
Natriumtripolyphosphat, Kaliumpyrophosphat, Natriumpyrophosphat,
Natriumhexametaphosphat, monobasisches Natriumphosphat,
dibasisches Natriumphosphat und tribasisches
Natriumphosphat. Sie können allein oder in Form einer Kombination
von zwei oder mehr derselben verwendet werden.
Das Mengenverhältnis zwischen dem pulverisierten bioziden
Agens und dem Dispergiermittel in der erfindungsgemäßen
Zusammensetzung bzw. Zubereitung beträgt 1/1 bis 1/50,
vorzugsweise 1/6 bis 1/40, ausgedrückt durch das Gewichtsverhältnis
Dispergiermittel/pulverisiertes biozides
Agens.
Die erfindungsgemäße körnige biozide Zusammensetzung kann
leicht hergestellt werden durch Sprühtrocknung einer wäßrigen
Aufschlämmung, die das obengenannte pulverisierte biozide
Agens und das Dispergiermittel enthält.
Das Sprühtrocknen wird unter den folgenden Bedingungen durchgeführt:
Bohrungsdurchmesser der Sprühdüse: 0,5 bis 4,0 mm,
vorzugsweise 0,6 bis 3,8 mm; Sprühdruck: 5 bis 250 kg/cm2,
vorzugsweise 6 bis 180 kg/cm2; Heißlufttemperatur: 150
bis 300°C am Einlaß, vorzugsweise 170 bis 280°C; und Abluft-
Temperatur: 60 bis 120°C, vorzugsweise 70 bis 110°C.
Erforderlichenfalls kann das sprühgetrocknete Produkt auch
zusammen mit einem Mineral zu Teilchen mit dem gewünschten
Durchmesser granuliert werden.
Bei der praktischen Durchführung der Erfindung kann gewünschtenfalls
neben den wesentlichen Komponenten, d. h. einem
pulverisierten bioziden Agens und einem Dispergiermittel,
das aus den obengenannten Gruppen (1) bis (4) ausgewählt
wird, auch ein anderes Dispergiermittel als das obengenannte,
ein wasserlösliches Eindickungsmittel, ein Antischaummittel,
ein Antizersetzungsmittel, ein Antiausflockungsmittel, ein
anorganisches Mineral und dgl. zugesetzt werden.
Beispiele für andere Dispergiermittel als diejenigen, die
aus den obengenannten Gruppen (1) bis (4) ausgewählt werden,
sind ein nicht-ionisches oberflächenaktives Agens und/oder
ein anionisches oberflächenaktives Agens. Zu Beispielen für
diese oberflächenaktiven Agentien gehören nicht-ionische
oberflächenaktive Agentien, wie Polyoxyethylen (nachstehend
als "POE" bezeichnet) - Alkylether (mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen
in der Alkylgruppe), POE-Alkylphenoläther (mit 4 bis 18
Kohlenstoffatomen in der Alkylgruppe, Polyoxypropylen-Polyoxyethylen
(Block oder Random)-Alkyläther, POE-Phenylphenoläther,
POE-styrylierter Phenoläther und POE-Tribenzylphenoläther,
sowie anionische oberflächenaktive Agentien, wie z. B.
Ligninsulfonat, Alkylbenzolsulfonat, Alkylsulfonat, POE-
Alkylsulfonat, POE-Alkylphenyläthersulfonat, POE-Alkylphenylätherphosphat,
POE-Phenylphenoläthersulfonat, POE-Phenylphenolätherphosphat,
Napthalinsulfonat, Formalinkondensate
von Naphthalinsulfonat, POE-Tribenzylphenoläthersulfonat und
POE-Tribenzylphenylätherphosphat. Diese Agentien können
allein oder in Form von Kombinationen derselben verwendet
werden. Der Gehalt an dem obengenannten Dispergiermittel in
der körnigen bioziden Zusammensetzung beträgt 0 bis 20 Gew.-%,
vorzugsweise 1 bis 10 Gew.-%.
Als wasserlösliches Eindickungsmittel kann jeder in der Natur
vorkommende, halbsynthetische und synthetische wasserlösliche
Schleim verwendet werden. Zu spezifischen Beispielen
für einen in der Natur vorkommenden Schleim gehören
Xanthangummi und von Mikroorganismen abgeleiteter Zanflo
und Pektin, Gummiarabicum und Guargummi, die von Pflanzen
abgeleitet sind. Zu spezifischen Beispielen für einen halbsynthetischen
Schleim gehören Methylierungsprodukte, Carboxyalkylierungsprodukte
und Hydroxyalkylierungsprodukte von
Cellulose oder Stärkederivaten (wie z. B. Methylcellulose,
Carboxymethylcellulose und Hydroxymethylcellulose). Zu
spezifischen Beispielen für einen synthetischen Schleim gehören
Polyacrylat, Polymaleat und Polyvinylpyrrolidon.
Das wasserlösliche Eindickungsmittel wird der körnigen
bioziden Zusammensetzung in einer Menge von etwa 0 bis
3,0 Gew.-%, vorzugsweise von etwa 0,05 bis 0,5 Gew.-%, einverleibt.
Vorzugsweise wird das Antischaummittel, das gegebenenfalls
zugegeben wird, in einer Menge von bis zu etwa 2 Gew.-%
eingearbeitet, um das Auftreten einer Schaumbildung während
der Herstellung zu verhindern, und das Antizersetzungsmittel
kann gewünschtenfalls in einer Menge von bis zu etw 7 Gew.-%
eingearbeitet werden, um eine Zersetzung insbesondere eines
Organophosphor-Biozids während der Lagerung zu verhindern.
Das Antischaummittel kann von beliebiger Art sein und zu
spezifischen Beispielen dafür gehören Polypropylenglykol und
Siliconöl. Zu Beispielen für das Antizersetzungsmittel gehören
Epichlorhydrin, Phenylglycidyläther und Allylglycidyläther.
Neben den obengenannten Zusätzen können auch ein festes Antiausflockungsmittel
(wie z. B. ein Polyoxyethylen/Polyoxypropylen-
Blockpolymeres), ein Antiverwehungsmittel, (wie z. B. Sorbit) und
dgl. als feste biozide Agentien in Mengen zugegebenen werden,
die den Effekt der vorliegenden Erfindung nicht beeinträchtigen.
Zu spezifischen Beispielen für das Mineralpulver gehören
Agalmatolik, Talk, Calciumcarbonat, Bentonit, Siliciumdioxidpulver,
Kalksteinpulver, saurer Ton, Pulver von Diatomeenerde,
Gips, Bimssteinpulver, Seemuschelpulver, Glimmerpulver
und kolloidales wasserhaltiges Natriumsilicat.
Das Mineralpulver wird einem benetzbaren Pulver in einer
Menge von 0 bis 60 Gew.-%, vorzugsweise von 2 bis 50 Gew.-%,
einverleibt.
Ein Beispiel für die körnige biozide Zusammensetzung gemäß der
vorliegenden Erfindung ist das folgende:
- (A) pulverisiertes biozides Agens30 bis 95 Gew.-%
(B) Dispergiermittel, wie unter den
Abschnitten (1) bis (4) aufgezählt 2 bis 50 Gew.% (C) oberflächenaktives Agens 0 bis 20 Gew.-% (D) wasserlösliches Eindickungsmittel 0 bis 3 Gew.-% (E) Antischaummittel 0 bis 2 Gew.-% (F) Antizersetzungsmittel 0 bis 7 Gew.-%
Da die erfindungsgemäße biozide Zusammensetzung körnig ist,
weist sie eine ausgezeichnete Lagerbeständigkeit auf und
kann leicht transportiert werden und sie verfliegt nicht bei
ihrer Handhabung. Außerdem weist die erfindungsgemäße körnige
biozide Zusammensetzung eine ausgezeichnete Dispergierbarkeit
in Wasser auf und ergibt leicht eine stabile Suspension, weil
die Zusammensetzung nicht nur ein biozides Agens in pulverisierter
Form und ein Dispergiermittel enthält, sondern auch
eine spezifische Schüttdichte aufweist. Da das biozide Agens
in einer pulverisierten Form vorliegt, weist es darüber
hinaus eine deutlich verbesserte biologische Aktivität auf,
verglichen mit konventionellen bioziden Agentien mit einem
großen Teilchendurchmesser.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert,
ohne jedoch darauf beschränkt zu sein.
60 Gew.-Teile Daconil-Pulver werden mit 4 Gew.-Teilen eines
Dispergiermittels der nachstehend angegebenen Formel (Molekulargewicht
etwa 350 000) gemischt:
55 Gew.-Teile Wasser und 140 Gew.-Teile Glasperlen (Medium)
mit einem Durchmesser von 0,1 bis 0,2 mm (Medium/Dispersion-
Volumenverhältnis = 50/50) gemischt. Die Mischung wird in
eine Sandmühle eingeführt und die Scheibe wird 12 h lang
sich drehen gelassen. Im Innern hat die Sandmühle eine Temperatur
von 20 bis 25°C. Nach Beendigung der Pulverisierung
wird das Produkt unter Druck filtriert, wobei man etwa 100 Gew.-Teile
einer pulverisierten Daconil-Dispersion enthält.
Wenn die Medien zweimal mit 70 Gew.-Teilen Wasser gewaschen
worden sind, erhält man 97 Gew.-Teile Daconil.
Wie aus Tabelle I ersichtlich, enthält das pulverisierte
Daconil Teilchen mit einer solchen Teilchendurchmesserverteilung,
daß der Mengenanteil der Teilchen mit einem Teilchendurchmesser
von 0,5 µm oder weniger 72 Gew.-% beträgt.
Daconil-DispersionTeilchendurchmesserverteilung (Gew.-%)
Daconil-DispersionTeilchendurchmesserverteilung (Gew.-%)
1,0 µm oder mehr 0
1,0-0,8 µm10
0,8-0,5 µm20
0,5-0,2 µm44
0,2 µm oder weniger28
46 Gew.-Teile Rabcide (Germizid)-Pulver werden mit 4,5 Gew.-Teilen
eines Salzes eines wasserlöslichen Copolymeren der
nachstehend angegebenen Formel (Molekulargewicht etwa
680 000)
63 Gew.-Teilen Wasser und 187 Gew.-Teilen Glasperlen (Medium)
mit einem Durchmesser von 0,1 bis 0,2 mm (Medium/Dispersion-
Volumenverhältnis = 63/37) gemischt. Die Mischung
wird in eine Sandmühle eingeführt und die Scheibe wird
12 h lang sich drehen gelassen. Im Innern hat die Sandmühle
eine Temperatur von 20 bis 25°C. Nach Beendigung der Pulverisierung
wird das Produkt unter Druck filtriert, wobei man
60 Gew.-Teile einer pulverisierten Rabcide-Dispersion erhält.
Wenn die Medien zweimal mit 70 Gew.-Teilen Wasser gewaschen
worden sind, erhält man 98 Gew.-% Rapcide.
Wie aus der folgenden Tabelle II ersichtlich, enthält das
pulverisierte Rapcide Teilchen mit einer solchen Teilchendurchmesserverteilung,
daß der Mengenanteil der Teilchen
mit einem Teilchendurchmesser von 0,5 µm oder weniger
100 Gew.-% beträgt.
56 Gew.-Teile Simazine (Herbizid)-Pulver werden mit 4,5 Gew.-Teilen
eines Salzes eines wasserlöslichen Copolymeren der
nachstehend angegebenen Formel (Molekulargewicht etwa 320 000)
39,5 Gew.-Teilen Wasser und 187 Gew.-Teilen Glasperlen (Medien)
mit einem Durchmesser von 0,1 bis 0,2 mm (Medium/
Dispersion-Volumenverhältnis = 53/47) gemischt. Die Mischung
wird in eine Sandmühle eingeführt und die Scheibe wird 12 h
lang sich drehen gelassen. Im Innern hat die Sandmühle eine
Temperatur von 20 bis 25°C. Nach Beendigung der Pulverisierung
wird das Produkt unter Druck filtriert, wobei man 60 Gew.-Teile
einer pulverisierten Simazine-Dispersion erhält.
Wie aus der folgenden Tabelle II ersichtlich, enthält das
pulverisierte Simazine Teilchen mit einer solchen Teilchendurchmesserverteilung,
daß der Mengenanteil der Teilchen
mit einem Teilchendurchmesser von 0,5 µm oder weniger 88 Gew.-%
beträgt.
45,5 Gew.-Teile Karmex D (Herbizid)-Pulver werden mit 4,5 Gew.-Teilen
eines Natriumsalzes eines Formalinkondensats
von Napthalinsulfonsäure (Kondensationsgrad 4), 50 Gew.-Teilen
Wasser und 180 Gew.-Teilen Glasperlen (Medium)
mit einem Durchmesser von 0,1 bis 0,2 mm (Medium/Dispersion-
Volumenverhältnis = 50/50) gemischt. Die Mischung wird in
eine Sandmühle eingeführt und die Scheibe wird 3 h lang
sich drehen gelassen. Im Innern hat die Sandmühle eine
Temperatur von 20 bis 25°C. Nach Beendigung der Pulverisierung
wird das Produkt unter Druck filtriert, wobei man
68 Gew.-Teile einer pulverisierten Karmex D-Dispersion erhält.
Wie aus Tabelle II ersichtlich, enthält das pulverisierte
Karmex D Teilchen mit einer solchen Teilchendurchmesserverteilung,
daß der Mengenanteil der Teilchen mit einem Teilchendurchmesser
von 0,5 µm oder weniger 95 Gew.-% beträgt.
45,5 Gew.-Teile Tsumacide (Insektizid)-Pulver werden mit 4,5 Gew.-Teilen
eines Salzes eines wasserlöslichen Copolymeren
der nachstehend angegebenen Formel (Molekulargewicht etwa
260 000)
50 Gew.-Teilen Wasser und 187 Gew.-Teilen Glasperlen (Medium)
mit einem Durchmesser von 0,1 bis 0,2 mm (Medium/Dispersion-
Volumenverhältnis = 50/50) gemischt. Die Mischung wird in eine
Sandmühle eingeführt und die Scheibe wird 8 h lang sich
drehen gelassen. Im Innern hat die Sandmühle eine Temperatur
von 20 bis 25°C. Nach Beendigung der Pulverisierung wird das
Produkt unter Druck filtriert, wobei man 70 Gew.-Teile einer
pulverisierten Tsumacide-Dispersion erhält.
Wie aus der folgenden Tabelle III ersichtlich, enthält das
pulverisierte Tsumacide Teilchen mit einer solchen Teilchendurchmesserverteilung,
daß der Mengenanteil der Teilchen mit
einem Teilchendurchmesser von 0,5 µm oder weniger 90 Gew.-%
beträgt.
45,5 Gew.-Teile Lannate (Insektizid)-Pulver werden mit 4,5 Gew.-Teilen
eines Salzes eines wasserlöslichen Copolymeren
der nachstehend angegebenen Formel (Molekulargewicht etwa
220 000)
50 Gew.-Teilen Wasser und 187 Gew.-Teilen Glasperlen (Medium)
mit einem Durchmesser von 0,1 bis 0,2 mm (Medium/Dispersion-
Volumenverhältnis = 50/50) gemischt. Die Mischung
wird in eine Sandmühle eingeführt und die Scheibe wird 8 h
lang sich drehen gelassen. Im Innern hat die Sandmühle eine
Temperatur von 20 bis 25°C. Nach Beendigung der Pulverisierung
wird das Produkt unter Druck filtriert, wobei man 45 Gew.-Teile
einer pulverisierten Lannate-Dispersion erhält.
Wie aus der folgenden Tabelle III ersichtlich, enthält das
pulverisierte Lannate Teilchen mit einer solchen Teilchendurchmesserverteilung,
daß der Mengenanteil der Teilchen
mit einem Teilchendurchmesser von 0,5 µm oder weniger 74 Gew.-%
beträgt.
45,5 Gew.-Teile Plictran (Mitizid)-Pulver werden mit 4,5 Gew.-Teilen
eines Salzes eines wasserlöslichen Copolymeren
der nachstehend angegebenen Formel (Molekulargewicht 180 000)
50 Gew.-Teilen Wasser und 187 Gew.-Teilen Glasperlen (Medium)
mit einem Durchmesser von 0,1 bis 0,2 mm (Medium/Dispersion-
Volumenverhältnis = 50/50) gemischt. Die Mischung wird
in eine Sandmühle eingeführt und die Scheibe wird 8 h lang
sich drehen gelassen. Im Innern hat die Sandmühle eine Temperatur
von 20 bis 25°C. Nach Beendigung der Pulverisierung
wird das Produkt unter Druck filtriert, wobei man 70 Gew.-Teile
einer pulverisierten Plictran-Dispersion enthält.
Wie aus der folgenden Tabelle III ersichtlich, enthält das
pulverisierte Plictran Teilchen mit einer solchen Teilchendurchmesserverteilung,
daß der Mengenanteil an Teilchen
mit einem Teilchendurchmesser von 0,5 µm oder weniger 100 Gew.-%
beträgt.
Nach Einstellung der Menge des in den pulverisierten bioziden
Agentien, wie sie in den Herstellungsbeispielen 1 bis 7
erhalten worden waren, enthaltenen Wassers wurde eine vorgegebene
Menge eines Dispergiermittels und anderer Komponenten
zugesetzt. Die resultierenden wäßrigen Aufschlämmungen, wie
sie in der folgenden Tabelle IV angegeben sind, wurden unter
den nachstehend angegebenen Bedingungen sprühgetrocknet,
wobei man körnige biozide Zusammensetzungen erhielt, wie sie
in der weiter unten folgenden Tabelle V angegeben sind.
Das Sprühtrocknen wurde unter Verwendung eines Gegenstrom-
Sprühtrockners durchgeführt, wobei man unter den nachstehend
angegebenen Bedingungen ein Pulver erhielt: Bohrungsdurchmesser
der Sprühdose 0,8 mm; Sprühdruck 80 g/cm2; Heißlufttemperatur
von 180°C am Einlaß; und Ablufttemperatur
100°C.
Die physikalischen Eigenschaften des unter den obigen Bedingungen
hergestellten Pulvers wurden unter Anwendung der
folgenden Verfahren bewertet. Die Ergebnisse sind in der
Tabelle V angegebenen.
Ein mit einem Stopfen ausgestatteter 250 ml-Zylinder wird mit
125 ml hartem Wasser mit einer Härte von 3° beschickt und es
werden 1,2 g einer Probe, hergestellt unter Anwendung des
vorstehend beschriebenen Verfahrens, vorsichtig in den Zylinder
eingeführt.
Während das Selbstdispergiervermögen der Probe beobachtet
wird, wird der mit einem Stopfen ausgestattete Zylinder alle
2 Sekunden einmal mit der Oberseite nach unten gedreht, um
festzustellen, wie oft der Zylinder mit der Oberseite nach
unten gedreht werden muß, bis eine Desintegration und Dispersion
aller eingeführten Teilchen vorliegt. Das Selbstdispergiervermögen
wird auf der Basis der folgenden Kriterien
bewertet:
- 4:es wird kein sekundäres Agglomerat gebildet und die eingeführten Teilchen werden sofort dispergiert, 3:obgleich kein sekundäres Agglomerat gebildet wird, bleiben 50% der eingeführten Teilchen undispergiert, 2:obgleich kein sekundäres Agglomerat gebildet wird, bleiben 80% oder mehr der eingeführten Teilchen undispergiert, 1:es tritt eine Agglomeration auf zwischen den Teilchen und 100% der eingeführten Teilchen bleiben undispergiert.
In einen 100 ml-Becher werden 100 ml hartes Wasser mit einer
Härte von 3° eingeführt und es werden 1,0 g einer Probe,
die nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren hergestellt
worden ist, vorsichtig in den Becher eingeführt, um die
Zeit zu bestimmen, die erforderlich ist, bis das Pulver im
Wasser nach unten sinkt.
Eine Probe wird in einem Becher genau gewogen und es werden
50 ml hartes Wasser mit einer Härte von 2° bei 20°C zugegeben.
Die gebildete Lösung wird ausreichend gemischt zur
Bildung einer Dispersion. Die Dispersion wird in einen mit
einem Stopfen ausgestatteten 250 ml-Zylinder eingeführt und
es wird hartes Wasser mit einer Härte von 3° von 20°C in
einer solchen Menge zugegeben, daß das Volumen der Dispersion
250 ml beträgt. Nachdem die Dispersion 15 min lang
stehen gelassen worden ist, wird der Zylinder heftig geschüttelt,
30 mal pro Minute mit der Oberseite nach unten
gedreht und dann 5 Minuten lang stehen gelassen. Anschließend
wird eine 25 ml-Vollpipette in die Dispersion eingeführt.
Die Spitze der Pipette wird in der Mitte der Dispersion
gehalten für die vorsichtige Entnahme von 25 ml der Lösung
als Probe. Die Probelösung wird durch ein Glasfilter filtriert.
Der Rückstand wird 4 h lang bei 105°C getrocknet
und nach der folgenden Gleichung wird eine Suspensionsrate
errechnet:
- A: Gewicht der anfangs eingewogenen Probe
- B: Gewicht des getrockneten Rückstandes der entnommenen Lösungsprobe
Der Teilchendurchmesser des Pulvers wird nach der Herstellung
und nach dem Verdünnen wird im Vergleich zum Teilchendurchmesser
des Granulats nach der Herstellung einer Pestizidaufschlämmung
gemessen unter Verwendung einer Zentrifugen-
Teilchengrößen-Meßvorrichtung (CAPA-500), hergestellt von
der Firma Horiba, Ltd., Japan.
Als "Maß" für die Sekundäragglomeration wird das erfindungsgemäße
Versuchsbeispiel 1 verwendet.
Unter Anwendung des nachstehend beschriebenen Verfahrens
wurden biologische Tests durchgeführt unter Verwendung
eines pulverisierten Daconil-Granulats, wie es im Versuchsbeispiel 2
erhalten worden war, und einer konventionellen
Formulierung. Die Ergebnisse sind in der Tabelle VI
zusammengefaßt.
Gurken (im Vier-Blatt-Zustand) wurden mit 5 ml der erfindungsgemäßen
Formulierung und der konventionellen Formulierung
in unterschiedlichen Konzentrationen besprüht.
3 Tage nach dem Besprühen wurde eine graue Pilzsporensuspension
aufgebracht. Nach dem Aufbringen der Sporen ließ
man die Gurken 3 Tage lang in einer Atmosphäre mit hoher
Feuchtigkeit bei 21°C stehen, um den Bekämpfungseffekt der
erfindungsgemäßen Formulierung und der konventionellen
Formulierung zu bestimmen. Der Bekämpfungseffekt (Kontrolleffekt)
wurde auf der Basis der folgenden Kriterien bewertet:
Ausmaß der Infektion der FruchtBewertung
gesunde Frucht4
( 0% Infektion)
20% Infektion4 50% Infektion3 80% Infektion2 100% Infektion1
20% Infektion4 50% Infektion3 80% Infektion2 100% Infektion1
Unter Anwendung des nachstehend beschriebenen Verfahrens
wurden biologische Tests durchgeführt unter Verwendung eines
pulverisierten Karmex-Granulats (Herbizids), wie es im Versuchsbeispiel 2
erhalten worden war, und einer konventionellen
Formulierung. Die Ergebnisse sind in der Tabelle VII angegeben.
Fingergras wurde bis zu einer Höhe von 7 cm bis zum Drei- bis
Vier-Blatt-Zustand wachsen gelassen und es wurde eine erfindungsgemäße
Formulierung und eine konventionelle Formulierung
aufgebracht, um die herbizide Aktivität zu bestimmen.
Die Bewertung erfolgte durch Bestimmung des Gewichtes des
überlebenden oberirdischen Teils und dann wurde der Prozentsatz der
herbiziden Wirksamkeit, bezogen auf den nicht-behandelten
Abschnitt, ermittelt. Die Menge an Verdünnungswasser betrugt
20 l/a.
Unter Anwendung des nachstehend beschriebenen Verfahrens
wurden biologische Tests durchgeführt unter Verwendung eines
pulverisierten Tsumacide-Granulats (Insektizids), wie es
im Versuchsbeispiel 2 erhalten worden war, einer entsprechenden
handelsüblichen Formulierung, eines emulgierbaren
Tsumacide 30%-Konzentrats und eines benetzbaren Lannate
45%-Pulvers. Die Ergebnisse sind in der Tabelle VIII angegeben.
Eine Reispflanze (Nihonbare) wurde bis zu einer Höhe von
25 cm bis zu einem Sieben-Blatt-Zustand wachsen gelassen und
die erfindungsgemäße Formulierung und die handelsübliche
Formulierung wurden bis auf unterschiedliche Konzentrationen
verdünnt und in einer Menge von 10 ml pro Wurzel aufgebracht.
6 Stunden nach dem Aufbringen wurden 50 Singzikaden
freigelassen und die Insektizid-Wirkung, bezogen
auf den unbehandelten Abschnitt, wurde 7 Tage nach der Freilassung
der Singzikaden bestimmt.
Claims (5)
1. Körnige biozide Zusammensetzung, dadurch
gekennzeichnet, daß sie eine durchschnittliche
Teilchengröße von 0,1 bis 1,0 mm und
eine Schüttdichte von 0,20 bis 0,6 g/cm3 aufweist und
ein pulverisiertes Biozid, das zu mindestens 50 Gew.-%
aus Teilchen mit einer Teilchengröße von 0,5 µm oder
weniger besteht, und ein Dispergiermiettel enthält, das
ausgewählt wird aus:
- (1) einem in Wasser löslichen oder in Wasser dispergierbaren Polymeren oder Copolymeren eines Monomeren einer ungesättigten Carbonsäure oder eine Derivats davon,
- (2) einem Polymeren von Styrolsulfonat,
- (3) einem Formalinkondensat einer sulfonierten polycyclischen aromatischen Verbindung, die eine Kohlenwasserstoffgruppe als Substituenten aufweisen kann, oder einem Salz davon und
- (4) einem Alkalimetallphosphat.
2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Biozid in Wasser unlöslich ist und bei Raumtemperatur
in Form eines Feststoffes oder einer Paste
vorliegt.
3. Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gewichtsverhältnis von Dispergiermittel
zu Biozid in dem Bereich von 1/1 bis 1/50 liegt.
4. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß sie 30 bis 95 Gew.-% des Biozids
und 2 bis 50 Gew.-% Dispergiermittel enthält.
5. Zusammensetzung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß sie außerdem bis zu 20 Gew.-% eines oberflächenaktiven
Agens, bis zu 3 Gew.-% eines wasserlöslichen Verdickungsmittels,
bis zu 2 Gew.-% eines Antischaummittels und bis
zu 7 Gew.-% eines Antizersetzungsmittels enthält.
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