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Hebeballonett. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Ballonett
zum Heben von Gegenständen, die sich auf dem Boden von Wasserbecken befinden. Es
ist bereits bekannt, Ballonetts mit einer Armatur aus starren Elementen, vorzugsweise
aus Metall, zu versehen, die demaufblähbarenBallonkörper Halt geben und zugleich
die Möglichkeit bieten, die zu hebende Last sicher anzuhängen, ohne daß eine Beschädigung
der aufblähbaren Hülle zu befürchten ist.
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Demgegenüber besteht die Erfindung darin, daß ein halbstarrer Ballonett
geschaffen wird, bei dem, die metallene Armierung der aufblähbaren Hülle mit der
Hülle zu einem; einheitlichen Gebilde zusammengeschlossen ist, so daß die Armierung
einen Teil des Ballonetts selbst bildet und nicht nur ein Schutzgehäuse darstellt,
wie es bei vorbekannten Hebeballonetts der Fall ist.
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Nach der Erfindung ist die Hülle aus falt- -barem. Stoff durch einen
senkrechten Achsialschnitt in zwei Hälften geteilt, die je einen
Flanschring
tragen und durch Verschrauben der beiden Flanschringe fest miteinander verbunden
werden. Durch entsprechende Anordnung von Ventilen ist Vorsorge getroffen, Luft
oder ein sonstiges Gas in den so entstandenen faltbaren Körper einzuleiten, so daß
eine Aufblähung vor sich gehen kann, wodurch das Ballonett in der gleichen Weise
wie vorbekannte Ballonetts Hubkraft gewinnt, um so seiner Bestimmung zu dienen.
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Von besonderer Bedeutung für die Verwendbarkeit des neuen Ballonetts
ist dabei, daß es in nicht gefülltem Zustande im, wesentlichen zu einer Scheibe
mit Flanschring zusammenschrumpft, so daß eine ganze Menge derartiger Ballonetts
auf einem kleinen Fahrzeug Platz finden kann. Die Zusammensetzung des Ballonetts
durch Verbindung von zwei Flanschringen miteinander ermöglicht auch ein bequemes
Auseinandernehmen behufs konservierender Behandlung des faltbaren Stoffes.
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Das neue Ballonett ist auf der beigefügten Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel
veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. i eine Ballonetthälfte im Grundriß und teilweise
im Schnitt und Abb. n ein Stück einer Seitenansicht auf die die beiden Ballonetthälften
verbindenden Kanten nahe der Stelle, an welcher der Füllschlauch angesetzt wird.
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Der Winkeleisenring ist mit i bezeichnet. Derselbe ist in seinem meridionalen
Flansch mit Öffnungen n versehen, welche mit den beiden aufeinanderzulegenden Flanschringen
der beiden Ballonetthälften zur Deckung miteinander gebracht werden können, so daß
eine Verschraubung der beiden Hälften miteinander durch Schraubbolzen und aufgesetzte
Muttern erfolgen kann. Die Flanschringe sind mit einem geeigneten Ballonstoff überspannt,
als welcher sich der Stoff geeignet zeigt, aus dem, man Taucheranzüge herzustellen
pflegt. Der Ballonstoff ist über den einen Rand des Ringes herübergezogen und auf
abwechselnd durch die Löchern gesteckte Stiftschrauben aufgezogen, so daß der Stoff
fest an dem Ring gehalten wird. Bevor die beiden Ballonhälften mit ihren Flanschen
zusammengelegt werden, wobei die Stiftschrauben der einen Hälfte die Löcher n des
Flansches der anderen Hälfte durchsetzen, empfiehlt es sich, noch einen besonderen
Dichtungsring zwischen den Rändern der beiden Ballonhälften einzulegen und dann
die Schrauben fest anzuziehen.
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Um eine Formänderung des Ballons durch äußere Beanspruchung nach Möglichkeit
zu verhindern, ist in jeder Hälfte des Ballonetts eine dieselbe diametral durchsetzende
Spannschraube 3 vorgesehen. Auf der Zeichnung sind die Spannschrauben beider Ballonhälften
angedeutet, welche gegeneinander nur eine ziemlich geringe Winkelversetzung aufweisen
und mit ihren beiden Enden nahe dem Luft-bzw. Überdruckventil an den Flanschring
angreifen. Das Luftfüllventil ist mit q. bezeichnet. Dasselbe ist an einer flanschartigen
Verbreiterung 5 des Flanschringes der einen Ballonhälfte vorgesehen. Das Ventil
ist als Rückschlagventil ausgebildet und wird durch eine Feder 6 für gewöhnlich
in seiner Schlußstellung gehalten. Der von dem Ventil. gesteuerte Durchlaß befindet
sich in einem, Schraubenstutzen 7, welcher in den verbreiterten Teil 5 des Ringflansches
eingesetzt ist. Zu beiden Seiten des Ventils sind Seilführungen 8 vorgesehen, welche
an dem Flanschring i befestigt sind und zum. Durchziehen von Seilen dienen und dabei
zugleich einen Schutz für den Ventilmechanismus abgeben. Gegenüber dem Füllventil
trägt der Flanschring x ein Überdruckventil 9 mit auswechselbarer Feder io. ii bezeichnet
eine Öse zur Befestigung eines Hebetaues in mit Haken 13. 14 sind an den Flanschringen
befestigte Taue o. dgl., welche als Schutz für das Ballonett dienen und die gegeneinander
durch Stricke 15 gesichert werden. i6 bezeichnet einen Luftschlauch, welcher vermittels
einer Überwurfmutter 17 an den Füllstutzen 7 angeschlossen werden kann.
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Das Ballonett wird in zusammengefaltetem, Zustande herabgelassen,
auf dem. Boden des Wasserbeckens an dem zu hebenden Gegenstand befestigt und darauf
durch Hineinpressen von Luft durch den Füllschlauch 16 mit Luft gefüllt, so daß
die Hubkraft der Luft zur Geltung kommt und das Ballonett in den Stand gesetzt wird,
den an ihm befestigten Gegenstand in die Höhe zu heben. Das Überdruckventil 9 schützt
das Ballonett gegen übermäßige Druckspannung im Innern, läßt aber eine Spannung
zu, bei welcher ein Eindrücken des Ballonetts durch Anpressen gegen den zu hebenden
Schiffskörper nicht zu befürchten ist. Die lösbare Verbindung der beiden Flanschhälften
ermöglicht ein leichtes Auseinandernehmen derselben und damit ihre pflegliche Behandlung.