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DE362543C - Antrieb mittels Asynchronmotoren - Google Patents

Antrieb mittels Asynchronmotoren

Info

Publication number
DE362543C
DE362543C DES51556D DES0051556D DE362543C DE 362543 C DE362543 C DE 362543C DE S51556 D DES51556 D DE S51556D DE S0051556 D DES0051556 D DE S0051556D DE 362543 C DE362543 C DE 362543C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
motor
drive
drive according
asynchronous
auxiliary
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES51556D
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Deutschmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Schuckertwerke AG filed Critical Siemens Schuckertwerke AG
Priority to DES51556D priority Critical patent/DE362543C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE362543C publication Critical patent/DE362543C/de
Expired legal-status Critical Current

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  • Control Of Multiple Motors (AREA)

Description

  • Antrieb mittels Asynchronmotoren. In allen Fällen, in denen beim Anfahren elektrischer Motoren das Moment der Last unbekannt"ist und gleichzeitig große Massen zu beschleunigen sind, ist es wünschenswert, die Beschleunigung und Verzögerung der bewegten Massen zu kennen, um ein bestimmtes Fahrdiagramm innezuhalten oder unzulässige Beschleunigungen oder Verzögerungen zu vermeiden.
  • Ein solcher Fall liegt z. B. vor bei Förderanlagen, bei denen beim Einhängen die Last treibend wirkt. Um ein bestimmtes Fahrdiagramm innezuhalten, ist es erforderlich, unabhängig von Richtung und Größe der Last stets die gleiche Beschleunigung zu erhalten. Unzulässige Beschleunigungen oder Verzögerungen müssen aus Sicherheitsgründen vermieden werden, um gefährliche Beanspruchungen oder bei Köpescheiben Rutschen des Förderseiles auszuschließen. Auch im Bahnbetrieb ist es von Vorteil, beim Anfahren auf Steigungen und vor allem beim Bremsen im Gefälle die Beschleunigung bz-w. Verzögerung übersehen zu können. Diese Übersicht ist bei dem bekannten Leonardantrieb mit Gleichstrom möglich, weil jeder Stellung des Steuerhebels eine nahezu bestimmte Geschwindigkeit des Antriebsmotors entspricht. Bei allen Antrieben, bei denen zum Anlassen Widerstände im Hauptstromkreise Verwendung finden, wie z. B. bei Asynchronmotoren, ist dies indessen nicht mehr der Fall. Hier ist die Geschwindigkeit durch eine Lestimmte Stellung des Anlassers nicht mehr festgelegt, sondern von der Größe und Richtung der Last in hohem Maße abhängig. Die Beschleunigung oder Verzögerung läßt sich daher nicht mehr übersehen und ist von dem Bedienenden nur schwer zu regeln. Auch .die Kenntnis der Stromstärke oder bei Asynchronmaschinen der Leistungsaufnahme kann noch keine sichere Auskunft über die auftretenden Beschleunigungen oder Verzögerungen ge'-en. Die Stromaufnahme gibt ein Maß allein für das vom Motor entwickelte Drehmoment. Die tatsächliche Beschleunigung während der Anfahrperiode ist ater der Differenz zwischen diesem Motordrehmoment und dem Drehmoment der Last proportional, wird also kleiner, gleich oder größer sein als die vom Motorstrom erzeugte Beschleunigung, je nachdem die zu hebende Last positiv, Null oder negativ ist. Im Fall der Verzögerungsl,remsung ist umgekehrt die Verzögerung größer, gleich oder kleiner als die dem Generatorbremsmoment entsprechende Verzögerung, je nachdem die zu bremsende Last positiv, Null oder negativ ist.
  • Nach der Erfindung wird zur Feststellung der tatsächlichen Beschleunigung und Verzögerung bei Asynchronmotoren die Leistungsaufnahme und -abgabe verwendet, die bei einem eine Schwungmasse antreibenden Asynchronmotor auftritt, der mit dem Hauptmotor elektrisch vollkommen gekuppelt ist. Zu diesem Zwecke sind die Wicklungen des Ständers und des Läufers dieses Hilfsmotors an die Ständerwicklungen und die Läuferwicklungen des Hauptmotors entsprechend oder über Kreuz angeschlossen. Die am Hilfsmotor auftretenden Spannungen und Frequenzen sind also sowohl im Ständer als auch im Läufer genau die gleichen wie die des Hauptmotors. Innerhalb der durch die Überlastungsfähigkeit gezogenen Grenzen muß daher dieser zweite Motor alle Bewegungen des Hauptmotors kopieren. Da dieser Kopiermotor ausschließlich eine Schwungmasse antreibt, ist beim Anfahren jede Geschwindigkeitszunahme mit einer nur der Beschleunigung entsprechenden Leistungsaufnahme verbunden. Die Wattkomponente des von diesem Hilfsmotor aufgenommenen Stromes - abzüglich des kleinen Anteils zur Deckung der Eigenverluste - bietet somit ein Maß für die Beschleunigung seiner Masse. Da aber der Hilfsmotor alle Bewegungen des Hauptmotors kopiert, gibt der von- ihm aufgenommene Wattstrom auch ein Maß für die tatsächliche Beschleunigung des Hauptmotors, und zwar unabhängig von der Richtung und der Größe der Belastung dieses Motors, weil die Stromstärke desKopiermotorsebenfallshiervonunahhängig ist. Man kann daher die Beschleunigung und Verzögerung dem Auge durch einfachen Einbau eines Wattmeters oder unter Verzicht auf völlige Genauigkeit auch eines Stromzeigers in den mit Netzfrequenz gespeisten Teil des Kopiermotors kenntlich machen.
  • In Abb. i der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. a bedeutet einen vom Netz b gespeisten Asynchron-Drehstrommotor, der die Seilscheibe c für eine Förderanlage antreibt. Seine Geschwindigkeit wird durch den Widerstand d geregelt. Nach der Erfindung ist an den Ständer und Läufer dieses Motors ein zweiter kleiner Asynchrpnmotor e mit einer Schwungmasse f angeschlossen, wobei zur Herabsetzung der Spannung zwischen dem Motor e und dem Ständer des Fördermotors a ein Transformator g zwischengeschaltet ist. Zur Messung der dem Kopiermotor e zugeführten Leistung dient das Wattmeter lt, aus dessen Zeigerstellung die Beschleunigung des Fördermotors erkannt werden und dementsprechend eine Regelung desselben von Hand vorgenommen werden kann.
  • Die Regelung der Beschleunigung des Fördermotors kann auch selbsttätig eingerichtet werden, wenn nämlich an Stelle eines einfachen Wattmeters ein Wattmeterrelais verwendet wird, das auf einen Servomotor einwirkt, der entweder den Schlupfwiderstand d des Fördermotors verändert oder die Bewegungsfreiheit des Steuerhebels :beeinflußt. Das Relais tritt in Wirksamkeit, wenn eine bestimmte Beschleunigung der Fördermaschine nicht innegehalten wird. Die gewünschte Beschleunigung wird am Wattmeterrelais eingestellt durch Änderung der Vorschaltwiderstände der dünndrahtigen Spule, der Federspannung oder der Kontaktstellung. Diese Einstellung und damit . die Größe der tatsächlichen Beschleunigung kann auch während der Fahrt in Abhängigkeit vom zurückgelegten Weg beispielsweise durch eine vom Teufenzeiger aus angetriebene Kurvenscheibe, verändert werden. Es läßt sich dann selbsttätig ein beliebiges Fahrdiagramm mit veränderlicher Beschleunigung erreichen.
  • An Stelle eines Relais -mit Servomotor kann nach der Erfindung auch ein Asynchronmotor mit unverketteter Statorwicklung zur Erfassung und Regelung der Beschleunigung verwendet werden. Dieser Motor k wird, wie in Abb. a der Zeichnung dargestellt, in Reihe mit dem Kopiermotor geschaltet. Er verhält sich wie ein Stromtransformator, entspricht also einer dem Kopiermotor vorgeschalteten Drosselspule. Das Drehmoment dieses Reihenmotors soll dem auf die Regelung der Widerstände oder der Steuerhebellage wirkenden mechanischen Drehmoment für eine bestimmte Beschleunigung, also für eine bestimmte Stromstärke im Kopiermotorkreise, das Gleichgewicht halten. Das hierfür , erforderliche Drehmoment des Reihenmotors hängt außer von der Stromstärke von ,der im Motor verzehrten Spannung ab, die durch die Größe des Läuferwiderstandes l bestimmt wird, kann also in bequemer Weise durch Veränderung seines Läuferwiderstandes l eingestellt werden. Für Stromstärken, also auch Beschleunigungen, die von denen abweichen, für die der Apparat eingestellt ist, wird dann bei unverändertem Läuferwiderstand das Drehmoment des Reihenmotors das Drehmoment der Regelvorrichtung überwiegen oder ihm nachgeben.
  • Soll der Reihenmotor auf eine andere konstante Beschleunigung des Hauptmotors arbeiten, so muß entweder das mechanische Drehmoment, das die Verstellung der Widerstände oder der Steuerhebellage herbeizuführen sucht, oder das vom Reihenmotor k bei einer bestimmten Stromstärke entwickelte Drehmoment verändert werden. Letzteres geschieht einfach durch Änderung des in den Läuferkreis geschalteten Widerstandes 1.
  • Eine Veränderung der eingestellten Beschleunigung kann also durch einfache Widerstandsänderung herbeigeführt werden, so daß es auch -hier möglich ist, selbsttätig nach einem beliebigen Fahrdiagramm anzufahren. Auch Überregulierung kann bei der Beschleunigungsregelung nach der Erfindung vermieden werden. So wird z. B. bei Verwendung des beschriebenen Motorrelais die Abhängigkeit des Drehmomentes des Reihenmotors vom Widerstande hierzu benutzt, indem dieser bei Eintritt der Regelbewegung selbsttätig in Abhängigkeit von dieser verändert wird.
  • Auch zum Regeln der Verzögerung beim Bremsen des Hauptmotors ist die Erfindung zu verwenden. Wird der Hauptmotor beim Stillsetzen nach Abschaltung vom Netz dadurch zum bremsenden Generator gemacht, daß man entweder seine Ständer- oder seine Läuferwicklung mit Gleichstrom erregt, wie beispielsweise durch die Batterie m in Abb. 2, und entsprechend seine Läufer- oder seine Ständerwicklung auf Bremswiderstände schließt, so wird der Kopiermotor wegen der elektrischen Verbindung seiner Ständer- und Läuferwicklungen mit denen des Hauptmotors ebenfalls zur Synchronmaschine, die mit dem Hauptmotor parallel arbeitet und .die gleiche Geschwindigkeit wie dieser besitzt. Da die Schwungmasse des Kopiermotors seine Bewegung aufrechtzuerhalten sucht, ist beim Verzögern jede Geschwindigkeitsabnahme mit einer der Verzögerung entsprechenden Leistungsabgabe verbunden. Es bietet also hier der *abgegebene Bremsstrom ein Maß für die tatsächlich auftretende Verzögerung. Infolgedessen kann man ebenso wie vorher durch das Wattmeter oder den Stromzeiger im Kopiermotorkreise die Verzögerung kenntlich machen. Auch die selbsttätige Regelung der Verzögerung ist möglich, indem man ebenso wie vorher die Regelvorrichtung auf Freigabe des Steuerhebels oder auf Veränderung der Bremswiderstände .des Hauptmotors wirken läßt.
  • Durch Anwendung des Beschleunigungsreglers nach derErfindung ist es auch möglich, vollkommen selbsttätige Anlaßverfahren nach Art der Druckknopfsteuerungen auszubilden. Bei einer Förderanlage z. B. ist es nur nötig, zur Einleitung der Anfahrperiode den Fördermotor in .dem gewünschten Drehsinne einzuschalten und das im Ruhezustande gesperrte Drehmoment der Regelvorrichtung in seiner Wirkung einsetzen zu lassen. Das weitere Anlassen erfolgt selbsttätig entsprechend der vorher eingestellten Beschleunigung bis zur Erreichung der vollen Fahrtgeschwindigkeit, worauf eine besondere Vorrichtung die Regelvorrichtung für die Beschleunigung wieder sperrt. Zum Stillsetzen mittels Gleichstromerregung wird durch einen Anschlag am Teufenzeiger der Läufer von den Anfahrwiderständen abgeschaltet und an eine Gleichstromquelle angelegt; gleichzeitig wird der Ständer vom Netz abgeschaltet und über Bremswiderstände geschlossen (vgl. Abb. z an die Batterie na). Als Bremswiderstände können auch die Anfahrwiderstände Verwendung finden. In diesem Falle muß, da der Bremsstrom in umgekehrter Richtung fließt wie der Beschleunigungsstrom, jedesm,al beim Aufheben der Sperrung für das Drehmoment der Regelvorrichtung der Drehsinn der Regelvorrichtung mechanisch oder elektrisch umgeschaltet werden.
  • Da der Kopiermotor die Bewegung des Fördermotors genau kopiert, kann er gleichzeitig zum Antrieb eines Tachographen und zum Antrieb der Sicherheitsvorrichtungen gegen zu hohe Geschwindigkeiten verwendet werden.
  • Der im vorstehenden zur Feststellung der Beschleunigung und Verzögerung von Asynchronmotoren verwendete Kopiermotor kann. nach der Erfindung auch zur Feststellung der Größe und Richtung des Lastmomentes verwendet werden. Diese Feststellung ist beispielsweise im Förderbetriebe für die Bedienung ,der Steuerung wichtig. Sieht der Bedienende sofort beim Auslegen des Steuerhebels, daß eine schwere Senklast vorhanden ist, so kann er das Durchgehen des Motors dadurch verhüten, ilaß er .den Steuerh;b,el beire Anfahren schnell in die Kurzschlußstellung des Anlassers bringt. Allerdings müßte er in diesem Falle Stöße und Seilrutschen infolge zu grober Beschleunigung mit in Kauf nehmen.
  • Die Kenntnis von Größe und Richtung des Lastmomentes ist auch dann wertvoll, wenn der Asy nchronmotor durch Zufuhr von Gleichstrom zu einer Synchronmaschine gemacht wird, um den Motor an der Überschreitung der Synchrongeschwindigkeit zu hindern, und um ihn zur elektrischen Verzögerungsbremsung heranzuziehen. Im ersten Falle ist es zweckmäßig, den als Synchrongenerator rückarbeitenden Motor die Energie an das Netz ohne Phasenverschiebung zurückgeben zu lassen. Hierfür ist aber je nach der Belastung die Erregung verschieden groß. Wird daher diese nicht entsprechend der Größe der Last bemessen, so besteht die Gefahr, daß das Moment der Last das synchronisierende Moinent der Maschine überwiegt und die Maschine durchgeht. Im zweiten Falle, bei der elektrischen Verzögerungsbremsung, ist die von der Maschine zu erzeugende Bremsenergie für ein und denselben Bremsweg sowohl nach Größe als auch nach Richtung des abzubremsenden Lastüberschusses verschieden groß. Die erzeugte Bremsenergie ist abhängig von der Größe des Bremswiderstandes und der Größe der Erregung. Da man immer mit dem gleichen Bremswiderstand arbeiten wird, der durch die Steuerung proportional der Geschwindigkeitsabnahme verkleinert wird, so ist, um gleichen Auslaufsweg zu erhalten, die Stärke der Erregung der Größe und Richtung der Last anzupassen.
  • Nach der Erfindung wird die Größe und Richtung des Lastüberschusses dadurch festgestellt, daß man die Differenz zwischen der Leistungsaufnahme des Kopiermotors und der des Antriebsmotors feststellt. Die von dem Kopiermotor während der Anfahrt aufge= nommene Leistung entspricht in jedem Augenblick der Differenz zwischen dem Drehmoment frn des Antriebsmotors und dem Lastdrehmoment 31, dieses Motors. Die von dem Antriebsmotor aus dem Netz entnominene Leistung ist ein Maß für das von ihm entwickelte Drehmoment Mm. Die Differenz Leider Leistungen gibt demnach ein Maß für das Lastdrehmoment M, Dieses kann dadurch festgestellt werden, daß die den Leistungen entsprechenden Ströme auf die Drehachse eines Instruments einander entgegengesetzt zur Einwirkung gebracht werden, wobei sie mittels der ohnedies vorhandenen Stromtransformatoren auf vergleichbare Werte übersetzt werden müssen. Das auf die Drehachse des Instruments ausgeübte resultierende Moment ist dann gleich der Differenz zwischen Motordrehmoment weniger Lastdrehmoment einerseits und dem Motordrehinoinent allein andererseits, also (Mm -Mq) - Mm = - Mo" falls die Last q positiv ist. Für negative Last kehrt sich das Vorzeichen um. Ist die Last = 0, d. h. sind niedergehende und aufgehende Belastung einander gleich, so wird auch M" = 0, und das Instrument erfährt keinerlei Drehmoment. Als Meßinstrument kann ein Wattmeter mit zwei Spulensystemen verwendet werden, wie es für die Leistungsmessung ungleich belasteter Drehstromnetze bekannt ist. Dieses Instrument zeigt s-oafort bei Beginn der Anfahrt die Größe und Richtung eines Lastüberschusses an.
  • In Abb.3 der Zeichnung eist ein Ausführungsbeispiel hierfür dargestellt. Aus dem Drehstromnetz b wird der die Förderscheibe c antreibende Asynchronmotor a gespeist, dessen Geschwindigkeit durch den Widerstand d geregelt wird. Zur Feststellung .der Größe und Richtung des Lastüberschusses q sind Ständer- und Läuferwicklung des Antriebsmotors a mit den Ständer- und Läuferwicklungen des Kopiermotors e mit der Schwungmasse f verbunden. Ferner ist ein Leistungsmesser h mit zwei Spulensystemen i und h vorgesehen, die auf eine gemeinsame Achse 1 wirken. Das eine System i ist ,in .die Zuführungsleitungen vom Netz zum Kopiermotor eingeschaltet, das andere k in die Zuleitungen zum Antriebsmotor. Beide Systeme sind so geschaltet, daß die von ihnen auf die Achse L ausgeübten Drehmomente einander entgegenwirken. Die Differenz der Drehmomente, die der Größe der Last q proportional ist, wird durch den Zeiger o an der Skala p angezeigt. Die Richtung der Last ergibt sich aus der Richtung des Ausschlags des Zeigers. Entsprechend der während der ganzen Dauer der Anfahrperiode konstanten Anzeige ist dann die der ausgeglichenen Belastung entsprechende Gleichstromerregerspannung bei dem Ausschlag, der der Richtung der getriebenen Last entspricht, zu verringern, bei dem der Trieblast entsprechenden Ausschlag zu verstärken. Diese Einstellung der Erregerspannung kann von Hand aus oder mittels eines Servomotors selbsttätig erfolgen.
  • Zur selbsttätigen Regelung der Gleichstromerregerspannung können auch, wie in Abb. 4 der Zeichnung dargestellt ist, zwei Asynchronmotoren r und s verwendet werden. Der eine wird mit dem vom Netz b über den Transformator g gespeisten Teil des Kopiermotors in Reihe geschaltet, der andere wird dein Ständer des Fördermotors a unter Verwendung eines Stromtransformators t vorgeschaltet. Beide Motoren wirken einander entgegengesetzt auf eine Achse 2t, auf der ein Zahnrad v sitzt, das den Regelwiderstand u, für die Gleichstromerregung verstellt, die durch eine Gleichstrommaschine ia geliefert wird. Hat der Fördermotor eine positive Last zu heben, so überwiegt das Drehmoment des mit ihm verbundenen Relaismotors und verändert die Einstellung der Erregung so lange, bis dieser Drehmomentüberschuß durch das Gegendrehmoment einer beim Verstellen aus der Mittellage gespannten Feder z aufgehoben wird. Ist dagegen eine treibende Last vorhanden, so überwiegt das Drehmoment des mit dem Kopiermotor verbundenen Relaismotors und verändert die Erregung im entgegengesetzten Sinne gleichfalls bis zur Kompensation durch eine beim Verstellen immer stärker gespannte Feder y. Das Abgleichen der Drehmomente gegeneinander und in bezug auf das Gegendrehmoment der Federn erfolgt in einfacher Weise durch Veränderung der Läuferwiderstände in den beiden Relaismotoren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Antrieb mittels Asynchronmotoren, dadurch gekennzeichnet, daß zur Feststellung der Beschleunigung und Verzögerung der Motoren die Leistungsaufnahme und -abgabe eines mit Schwungmassen-versehenen, mit dem Motor durch doppelte Speisung elektrisch gekuppelten Asynchronmotors dient. a. Antrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe der Beschleunigung und Verzögerung durch Meßapparate, die von der Leistung oder der Stromstärke des Hilfsasynchronmotors beeinflußt werden, kenntlich gemacht wird. 3. Antrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein von der Leistung oder dem Wattstrom des Hilfsmotors abhängiges Relais durch Einwirkung auf den Steuermechanismus die Größe der Beschleunigung oderV erzögerung des Hauptmotors selbsttätig regelt. d.. Antrieb nach Anspruch i und 3, da, - durch gekennzeichnet, daß das Relais die Bewegungsmöglichkeit des Steuerhebels beeinflußt. Antrieb nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais die Regelwiderstände des Hauptmotors verstellt. 6. Antrieb nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Relais ein mit dem Hilfsmotor in Reihe geschalteter Asynchronmotor verwendet wird. 7. Antrieb nach Anspruch 1, 3 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Drehmoment des in Reihe geschalteten Asynchronmotors durch Änderung seines Läuferwiderstandes eingestellt wird. B. Antrieb nach Anspruch i und 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalt- und Steuerorgane der Motoranlage nach Beendigung eines Betriebsvorganges für den nächstfolgenden selbsttätig vorbereitet werden. g. Antrieb nach Anspruch i,,da!durch gekennzeichnet, daß der Hilfsmotor gleichzeitig zum Antrieb von Sicherheitsvorrichtungen benutzt wird. i o. Antrieb mittels Asy nchronmotoren, dadurch gekennzeichnet, daß der nach Anspruch i mit dem Antriebsmotor elektrisch verkettete Hilfsmotor mit Schwungmassen zur Feststellung der Größe und Richtung eines Lastüberschusses benutzt wird. i i. Antrieb nach Anspruch io, dadurch gekennzeichnet, daß zur Feststellung der Größe und Richtung des Lastüberschusses die Differenz der Leistungsaufnahme des Antriebsmotors und des Hilfsmotors benutzt wird. 1a. Antrieb nach Anspruch io und ii, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe und Richtung des Lastüberschusses durch einen Meßapparat angezeigt wird, bei dem eine Drehachse unter dem Einfluß der Differenzwirkung der Leistungsaufnahme des Antriebs- und des Hilfsmotors steht. 13. Antrieb nach Anspruch i o, i i und ia, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleichstromerregung des Antriebsmotors für Synchronantrieb und Verzögerungsbremsung durch ein von der Differenzwirkung der Leistungsaufnahme des Antriebs-und des Hilfsmotors abhängiges Relais beeinflußt wird. 1q.. Antrieb nach Anspruch io, ii und 13, dadurch gekennzeichnet, daß als Relais zwei Asynchronmotoren verwendet werden, von denen der eine in Reihe mit der vom Ständer des Hauptmotors gespeisten Wicklung des Hilfsmotors liegt, während der andere in die Netzleitungen zum Hauptmotor mittels Stromtransformators angeschlossen ist.
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