DE3624608A1 - Verfahren und anordnung zur automatischen steuerung von luftbildaufnahmekameras - Google Patents
Verfahren und anordnung zur automatischen steuerung von luftbildaufnahmekamerasInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zur
automatischen Steuerung von Luftbildaufnahmekameras, bei der
mindestens das Verhältnis von Geschwindigkeit über Grund zur
Höhe über Grund (v g /h g ) und die Abdrift bestimmt und aus
diesen Daten Steuerdaten für die zeitgerechte Auslösung der
Kamera zur Erzielung von konstanten Bildüberdeckungen bei
Reihenaufnahmen sowie für die Kompensation der Abdrift gebildet
werden.
Automatische Steuergeräte für Luftbildkameras sind bekannt.
Im DD-WP 1 15 809 ist ein Steuergerät beschrieben, welches
in der Projektionsfläche eines Objektivs zwei voneinander
getrennte digitale Photoempfängermatrizen mit je vier Zeilen
enthält, denen eine Informationsverarbeitungsstufe nachgeschaltet
ist, welche des Bildfolgeintervall, die Abdrift und
weitere Einstellwerte der Kamera berechnet und mit diesen
Werten die Luftbildkamera steuert.
In der DE-OS 34 27 066 ist ein Steuergerät beschrieben, welches
in der Projektionsfläche mindestens zwei senkrecht zur
Bewegungsrichtung des Geländeabbildes verlaufende Photoempfängerzeilen
aufweist, denen Datenspeicher und eine
Korrelationsschaltung nachgeordnet sind, mit deren Hilfe
das Bildfolgeintervall und die Abdrift bestimmt werden.
Die Arbeitsweise der bekannten Lösungen beruht auf der Bestimmung
der Größe der Verschiebung identischer Bildstrukturen
über die Projektionsfläche, welche durch Korrelation
der von den zwei Photoempfängerzeilen (-matrizen) zu verschiedenen
Zeitpunkten gelieferten Helligkeitswerte des
Geländeabbildes bestimmt werden. Bei bekanntem Abstand der
beiden Zeilen voneinander ist die Zeit, in der eine Bildstruktur
von der einen Zeile zur anderen wandert ein Maß
für das v g /h g -Verhältnis, während die Verschiebung der
Struktur innerhalb der Zeile (Querverschiebung) ein Maß
für die Abdrift ist.
Die bekannten Lösungen mit zwei parallelen Zeilen (Matrizen)
weisen den Nachteil auf, daß die Bestimmung von v g /h g und
der Abdrift bei plötzlichen Bewegungen des Flugzeugs um
seine Längs-, bzw. Querachse, wie sie durch Turbulenzen,
Flugkorrekturen u. ä. praktisch ständig auftreten, sehr
fehlerhaft arbeitet bzw. sogar vollständig versagt.
Zur Lösung dieses Problems wurde im DD-WP 2 22 395 vorgeschlagen,
eine dritte Zeile parallel zur Bewegungsrichtung
des Geländeabbildes in der Projektionsfläche anzuordnen,
welche über einen eigenen Korrelator verfügt, mit dessen
Hilfe eine "differentielle" v g /h g -Bestimmung erfolgt.
Diese Lösung erfordert einen erheblichen Mehraufwand (3.
Zeile) und erbringt nur für die v g /h g -Bestimmung eine Abhilfe.
Das Kippen des Flugzeugs um die Längsachse bewirkt
eine plötzliche Verringerung des Korrelationsfaktors der
Daten der dritten Zeile, diese tritt jedoch auch bei Abdrift
des Flugzeugs auf, so daß keine Möglichkeit zur Trennung
der beiden Ursachen und somit zur Angabe der Einwirkung
der Verkippung auf das Ergebnis der Abdriftbestimmung
besteht. In solchen Fällen bleibt nur die Möglichkeit, die
bestimmte Abdrift nicht zur Steuerung der Kamera heranzuziehen
und den Zyklus der Abdriftbestimmung neu zu starten.
Somit ist die Funktionsfähigkeit des Steuergerätes stark
eingeschränkt.
Es ist das Ziel der Erfindung, die korrekte Funktion eines
automatischen Steuergerätes auch unter ungünstigen Flugbedingungen
zu gewährleisten und so einen Beitrag zur Verringerung
des personellen Aufwandes beim Bildflug und zur
Erhöhung der Qualität des gewonnenen Bildmaterials zu
leisten.
Die Erfindung hat die Aufgabe, ein Verfahren und eine Anordnung
zur automatischen Steuerung einer Luftbildaufnahmekamera
anzugeben, welches auch bei plötzlichen Bewegungen des
Flugzeugs um seine Längs- bzw. Querachse korrekte Werte für
das v g /h g -Verhältnis und die Abdrift liefert.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Verfahren zur
automatischen Steuerung von Luftbildaufnahmekameras, bei
dem die Verschiebung eines Geländebildes auf einer Projektionsfläche
mittels Vergleich (Korrelation) der Bilddaten
von zwei auf der Projektionsfläche im wesentlichen senkrecht
zur Bewegungsrichtung des Geländeabbildes angeordneten Photoempfängerzeilen
bestimmt wird, wobei die Bilddaten der in
Bewegungsrichtung des Geländeabbildes vorn liegenden Zeile
zwischengespeichert und in einem Zeitraster mit den Bilddaten
der zweiten Photoempfängerzeile verglichen werden,
und aus der für die Verschiebung identischer Bildstrukturen
von der ersten zur zweiten Zeile bestimmten Zeit das v g /h g -Verhältnis
und aus der Verschiebung entlang der Zeilenrichtung
die Abdrift bestimmt und diese Werte in Steuerdaten
für die Luftbildkamera umgesetzt werden, gelöst, indem
im wesentlichen im gleichen Zeitraster mindestens die Größe
der Kippung des Flugzeugs um seine Längsachse bestimmt wird,
aus der Größe dieser Kippung die entsprechende Verschiebung
des Abbildes der Bildstruktur berechnet wird und bei dem
Vergleich der Bilddaten der beiden Zeilen die durch die Kippung
bewirkte Verschiebung berücksichtigt wird. Dabei ist
es günstig, aus der Größe der Kippung den Teil der Bilddaten
zu bestimmen, der gleiche Bildstrukturen enthalten
kann, und nur diesen Teil für den Vergleich heranziehen.
Die Zeit der Pixel dieses Teils wird vorteilhafterweise
nach der Formel
berechnet, wobei n die Gesamtzahl der Pixel, σ der Bildwinkel
der Photoempfängerzeilen und ω die festgestellte
Verkippung ist.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung ergibt sich, wenn weiterhin
im gleichen Zeitraster die Kippung des Flugzeugs um seine
Querachse bestimmt wird, aus der Größe dieser Kippung die
entsprechende Verschiebung des Abbildes der Bildstruktur
berechnet wird, aus dieser Verschiebung ein Korrekturwert
für die Bewegungsgeschwindigkeit des Geländeabbildes gebildet
wird und dieser Korrekturwert bei der Bestimmung des
v g /h g -Verhältnisses berücksichtigt wird.
Die erfindungsgemäße Anordnung zur automatischen Steuerung
einer Luftbildaufnahmekamera weist mindestens zwei Photoempfängerzeilen,
welche in der Projektionsfläche eines
Objektivs vorzugsweise senkrecht zur Bewegungsrichtung des
Geländeabbildes angebracht sind sowie eine den Photoempfängerzeilen
nachgeschaltete Signalverarbeitungseinheit
auf, welche mindestens aus einem Zeitgeber, einem Zwischenspeicher
für die von den Photoempfängerzeilen gelieferten
Bilddaten, eine Korrelatorschaltung und einer Steuerimpulserzeugungsschaltung
besteht, wobei die Signalverarbeitungseinheit
weiterhin eine Datenkorrekturschaltung enthält,
welche mit Sensoren zur Bestimmung der Größe der Kippungen
um die Flugzeuglängs- bzw. -querachse verbunden ist.
Vorteilhafterweise besteht die Datenkorrekturschaltung aus
einer Rechenschaltung, welche nach der Formel
die Zahl der Pixel bestimmt, deren Bilddaten identische
Bildstrukturen repräsentieren können, sowie einer mit der
Korrelatorschaltung verbundenen Auswahlschaltung, welche
nur die so bestimmten Bilddaten an die Korrelatorschaltung
abgibt.
Die Sensoren können z. B. Winkelgeschwindigkeitsgeber sein
denen Integratoren nachgeschaltet sind, welche sowohl mit
der Datenkorrekturschaltung als auch mit dem Zeitgeber elektrisch
verbunden sind, aber auch geeignete andere Winkelgeber
sind einsetzbar.
Es ist vorteilhaft, wenn die Signalverarbeitungseinheit aus
mindestens einem Mikrorechner mit entsprechenden Peripheriebaugruppen
besteht und das erfindungsgemäße Verfahren durch
eine geeignete Programmierung realisiert wird.
Der Vorteil der Erfindung besteht darin, daß durch Kippungen
des Flugszeugs um seine Längs- bzw. Querachse hervorgerufene
Fehler der herkömmlichen optoelektronischen Bestimmung von
Abdrift- bzw. v g /h g -Verhältnis eliminiert werden, indem die
dadurch bewirkte Bildverschiebung berücksichtigt wird und
nur die Bilddaten zur Korrelation herangezogen werden, welche
gleiche Geländestrukturen repräsentieren. Weiterhin ergibt
sich durch diese Maßnahme ein schärferes Maximum der Korrelation
und somit eine Erhöhung der Genauigkeit der für die
Steuerung der Luftbildaufnahmekamera herangezogenen Meßwerte.
Die Erfindung wird in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
anhand von zwei Zeichnungen erläutert. Es zeigen
Fig. 1: ein Blockschaltbild der erfindungsgemäßen
Anordnung.
Fig. 2: eine Skizze zur Veranschaulichung der geometrischen
Verhältnisse bei der Kippung um
eine Flugzeugachse
In Fig. 1 befinden sich zwei Photoempfängerzeilen 1, 2 auf
der Projektionsfläche 3 eines hier nicht dargestellten Objektivs.
Der Pfeil 4 zeigt die Bewegungsrichtung des auf
die Projektionsfläche 4 projizierten Geländeabbildes an.
Den Zeilen 1 und 2 ist je eine Ansteuerschaltung 5, 6, die
auch Sample & Hold-Verstärker und A/D-Wandler enthält,
nachgeordnet. Der Ansteuerschaltung 5 der Zeile ist weiterhin
ein Datenspeicher 7 nachgeschaltet. Der Datenspeicher 7
und die Ansteuerschaltung 6 sind mit einem Mikrorechner 8
verbunden, der von einem Taktgeber 9 getaktet wird. Der
Rechner 8 weist Ausgänge 10, 11 für die Abdrift und das
v g /h g -Verhältnis auf. Zwei Winkelgeschwindigkeitsmessern
12, 13, die so im Flugzeug angebracht sind, daß sie auf die
Kippung um die Flugzeuglängsachse (ω) und die Flugzeugquerachse
(ϕ) reagieren, sind Verstärker 14, 15, Integratoren
16, 17 und A/D-Wandler 18,19 nachgeschaltet. Die Datenausgänge
der A/D-Wandler 18, 19 sind mit entsprechenden Eingängen
des Rechners 8 verbunden. Der Taktgeber 9 weist Verbindungen
zur Ansteuerschaltung 6 und den Integratoren 16, 17
auf.
Anhand diese Ausführungsbeispiels wird jetzt das erfindungsgemäße
Verfahren zur automatischen Steuerung einer Luftbildaufnahme
näher erläutert.
Zum Start wird vom Rechner über eine Signalleitung 20 das
Auslesen der Photoempfängerzeile 1 und die Abspeicherung
der in digitale Werte umgewandelten Bilddaten im Speicher 7
bewirkt, außerdem werden die in den Integratoren 16, 17
anstehenden Werte zurückgesetzt. Gleichzeitig wird der Taktgeber
9 dazu angestoßen, Impulse in einem regelmäßigen Zeitraster
von z. B. 50 ms zu erzeugen und an die Ansteuerschaltung
6 sowie die Integratoren 16, 17 abzugeben. Bei
jedem dieser Impulse wird die Zeile 2 ausgelesen und die
in digitale Werte gewandelten Bilddaten an den Rechner abgegeben,
gleichzeitig werden die nach der Integration der
Winkelgeschwindigkeit während der Zeit zwischen den Impulsen
in den Integratoren 16, 17 anstehenden Winkelwerte ausgelesen
und mittels der A/D-Wandler 18, 19 in digitale Werte
umgewandelt an den Rechner 8 abgegeben.
Der Rechner 8 berechnet jetzt für den Kippwinkel ω um die
Flugzeuglängsachse nach der Formel
Die Zahl der Pixel der beiden Zeilen, auf die bei Vernachlässigung
der Abdrift identische Bildstrukturen abgebildet
werden. Die geometrischen Zusammenhänge dazu sind in Fig. 2
dargestellt, der schraffierte Teil zeigt den Bildteil, der
auf beide Zeilen abgebildet wird. n ist dabei die Gesamtzahl
der Pixel und σ der Bildwinkel der beiden Zeilen,
Die Formel ist eine Näherung, die die Streckung der auf ein
Pixel abgebildeten Geländestruktur bei Nichtparallelität
zwischen Zeile und Gelände vernachlässigt, was bei ω≦ωτ10°
(maximaler praktisch vorkommender Wert) wegen des Faktors
durchaus zulässig ist. Wie aus Fig. 2 ebenfalls hervorgeht,
befinden sich die zum Vergleich der Bilddaten geeigneten
Pixel stets an den entgegengesetzten Enden der beiden
Zeilen; welches Ende jeweils zugrunde zu legen ist, wird
durch das Vorzeichen von ω bestimmt. Mit den so bestimmten
Bilddatenfolgen wird jetzt im Rechner 8 in dem durch den
Taktgeber 9 definierten Zeitraster der Vergleich (Korrelation)
zwischen den im Speicher 7 abgespeicherten und den
von Zeile 2 aktuell ankommenden Bilddaten durchgeführt,
d. h. daß jeweils vor der Korrelation der Einfluß der Kippung
um die Längsachse auf das "Gesichtsfeld" der Zeile 2
berücksichtigt wird. Die erhaltenen Korrelationsfaktoren
werden abgespeichert und mit den bei den vorangegangenen
Korrelationen erhaltenen verglichen, um so das Maximum an
Übereinstimmung zu finden. Dazu geeignete Verfahren sind
bekannt, z. B. kann das in der DE-OS 34 27 066 angegebene
benutzt werden. Ist das Korrelationsmaximum erreicht, so
bedeutet das, daß jetzt das Geländebild sich von Zeile 1
zu Zeile 2 bewegt hat. Aus der dazu notwendigen Zeit
(d. h. der Zahl der Takte des Zeitrasters) und dem Abstand
zwischen den Zeilen 1 und 2 wird das v g /h g -Verhältnis
bestimmt. Zur Berücksichtigung durch durch eine eventuelle
Kippung ϕ um die Flugzeugquerachse bewirkten Bildverschiebung
wird diese Bildverschiebung bei der v g /h g -Bestimmung
zu dem festen Abstand der beiden Zeilen addiert, so daß
jeweils ein korrigierter Abstandswert in die Rechnung eingeht.
Dieses v g /h g -Verhältnis und die aus der Verschiebung
der beiden nach dem oben angegebenen Verfahren bestimmten
Bilddatenfolgen gegeneinander bestimmte Abdrift werden über
die Ausgänge 10 und 11 vom Rechner an die Luftbildkamera
abgegeben. Anschließend beginnt der gesamte Zyklus erneut
mit dem Einlesen der Bilddaten von Zeile 1 in Speicher 7
und dem Zurücksetzen der in den Integratoren 16, 17 anstehenden
Werte.
Die Realisierung der Erfindung ist nicht an das dargestellte
Ausführungsbeispiel gebunden. So kann z. B. die Berücksichtigung
der Kippung um ϕ auch mit der im DE-WP 2 22 395 dargestellten
"differentiellen" Bestimmung des v g /h g-Verhältnissen
ausreichend sein. Als Sensoren für die Kippwinkel
können auch andere geeignete Systeme, wie z. B. Kreisel,
künstlicher Horizont u. ä. verwendet werden, insbesondere
bietet sich an, auf die zur Navigation des Flugzeugs von
vornherein vorhandenen Systeme zurückzugreifen. Desweiteren
ist es gleich, ob mit dem Rechner 8 nur die numerischen
Werte für v g /h g und Abdrift oder sofort die notwendigen
Steuerimpulse für die Luftbildkamera gebildet werden.
Claims (8)
1. Verfahren zur automatischen Steuerung von Luftbildaufnahmekameras,
bei dem die Verschiebung eines Geländeabbildes
auf einer Projektionsfläche (3) mittels Vergleich
(Korrelation) der Bilddaten von zwei auf der Projektionsfläche
(3) im wesentlichen senkrecht zur Bewegungsrichtung
(4) des Geländeabbildes angeordneten Photoempfängerzeilen
(1, 2) bestimmt wird, wobei die Bilddaten
der in Bewegungsrichtung (4) des Geländeabbildes vorn
liegende Zeile zwischengespeichert und in einem Zeitraster
(9) mit den Bilddaten der zweiten Photoempfängerzeile
(2) verglichen werden, und aus der für die Verschiebung
identischer Bildstrukturen von der ersten (1) zur
zweiten Zeile (2) bestimmten Zeit das v g /h g -Verhältnis
und aus der Verschiebung entlang der Zeilenrichtung die
Abdrift bestimmt und diese Werte in Steuerdaten für die
Luftbildkamera umgesetzt werden, gekennzeichnet dadurch,
daß im wesentlichen im gleichen Zeitraster (9) mindestens
die Größe der Kippung (ω) des Flugzeugs um seine Längsachse
bestimmt wird, daß aus der Größe dieser Kippung (ω)
die entsprechende Verschiebung des Abbildes der Bildstruktur
berechnet wird und daß bei dem Vergleich der Bilddaten
der beiden Zeilen (1, 2) die durch die Kippung (ω) bewirkte
Verschiebung berücksichtigt wird.
2. Verfahren zur automatischen Steuerung von Luftbildaufnahmekameras
nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch,
daß aus der Größe der Kippung (ω) des Flugzeugs der Teil
der Bilddaten der beiden Zeilen (1, 2), der gleiche Bildstrukturen
enthält, bestimmt, und daß zum Vergleich nur
dieser Teil der Bilddaten herangezogen wird.
3. Verfahren zur automatischen Steuerung von Luftbildaufnahmekameras
nach Anspruch 2, gekennzeichnet dadurch,
das die Zahl der Pixel der beiden Zeilen (1, 2), deren
Bilddaten die gleiche Bildstruktur repräsentieren, nach
Formel
berechnet wird, wobei n die Gesamtzahl der Pixel der
Zeilen, σ der Bildwinkel der Photoempfängerzeilen und ω
die festgestellte Verkippung ist.
4. Verfahren zur automatischen Steuerung von Luftbildaufnahmekameras
nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch,
daß weiterhin im gleichen Zeitraster (9) die Kippung (ω)
des Flugzeugs um seine Querachse (4) bestimmt wird, daß
aus der Größe dieser Kippung (ω) die entsprechende Verschiebung
des Abbildes der Bildstruktur berechnet wird,
daß aus dieser Verschiebung ein Korrekturwert für die
Bewegungsgeschwindigkeit des Geländeabbildes gebildet
wird, und daß dieser Korrekturwert bei der Bestimmung des
v g /h g -Verhältnisses berücksichtigt wird.
5. Anordnung zur automatischen Steuerung von Luftbildaufnahmekameras
nach dem Verfahren nach Anspruch 1, bei der
in einer Projektionsfläche (3) eines Objektivs mindestens
zwei Photoempfängerzeilen (1, 2) vorzugsweise senkrecht
zur Bewegungsrichtung (4) des Geländeabbildes angebracht
sind, wobei den beiden Photoempfängerzeilen (1, 2) eine
Signalverarbeitungseinheit nachgeschaltet ist, welche
mindestens aus einem Zeitgeber (9), einem Zwischenspeicher
(7) für die von den Photoempfängerzeilen (1, 2) gelieferten
Bilddaten, einer Korrelatorschaltung und einer
Steuerimpulserzeugungsschaltung besteht, gekennzeichnet
dadurch, daß die Signalverarbeitungseinheit eine Datenkorrekturschaltung
aufweist, welche mit Sensoren zur Bestimmung
der Größe der Kippungen (ω) um die Flugzeuglängs- bzw.
-querachse (ϕ) verbunden ist.
6. Anordnung zur automatischen Steuerung von Luftbildaufnahmekameras
nach Anspruch 5, gekennzeichnet dadurch,
daß die Datenkorrekturschaltung eine Rechenschaltung,
welche nach der Formel
die Zahl der Pixel bestimmt, deren Bilddaten identische
Bildstrukturen repräsentieren, sowie eine Auswahlschaltung,
die mit der Korrelatorschaltung verbunden ist,
aufweist, welche nur die so bestimmten Bilddaten an die
Korrelatorschaltung abgibt.
7. Anordnung zur automatischen Steuerung von Luftbildaufnahmekameras
nach Anspruch 5, gekennzeichnet dadurch,
daß als Sensoren Winkelgeschwindigkeitsgeber (12, 13)
vorgesehen sind, daß den Winkelgeschwindigkeitsgebern
(12, 13) Integratoren (16, 17) nachgeschaltet sind,
welche sowohl mit der Datenkorrekturschaltung als auch
mit dem Zeitgeber (9) elektrisch verbunden sind.
8. Anordnung zur automatischen Steuerung von Luftbildaufnahmekameras
nach Anspruch 5, gekennzeichnet dadurch,
daß die Signalverarbeitungseinheit aus mindestens einem
Mikrorechner (8) mit entsprechenden Peripheriebaugruppen
besteht.
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