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Diese Erfindung betrifft das Gebiet rekombinanter DNA-Biotechnologie.
In einem ihrer Aspekte betrifft die Erfindung DNA-Fragmente, die die
Transkription von DNA in Messenger RNA regulieren, und die Initiierung
und Termination der Translation von Messenger RNA in Protein.
In einem anderen Aspekt betrifft die Erfindung Expressionsvektoren, die
die oben beschriebenen DNA-Fragmente eingebaut haben. In einem noch
anderen Aspekt betrifft die Erfindung neue Mikroorganismen, die mit
den oben beschriebenen Expressionsvektoren transformiert sind. In einem
noch weiteren Aspekt betrifft die Erfindung die Herstellung von
Polypeptiden.
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Durch die Entwicklung rekombinanter DNA-Technologie in früheren
Jahren, wurde die kontrollierte Herstellung einer enormen Vielzahl von
nützlichen Polypeptiden durch Mikroorganismen möglich. Viele
eukaryotische Polypeptide, wie z. B. menschliches Wachstumshormon, Leukozyten-
Interferone, menschliches Insulin und menschliches Proinsulin, wurden
schon durch verschiedene Mikroorganismen hergestellt. Von der
fortdauernden Anwendung von sich schon in der Hand befindlichen
Techniken wird in der Zukunft erwartet, daß sie die Herstellung einer Vielzahl
von anderen nützlichen Polypeptidprodukten durch Mikroorganismen
erlauben.
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Die Basistechniken, die auf dem Gebiet rekombinanter DNA-Technologie
angewendet werden, sind Fachleuten bekannt. Die wünschenswerterweise
anwesenden Elemente für einen Wirt-Mikroorganismus, der für die
Durchführung rekombinanter DNA-Technologie nützlich ist, beinhaltet, ist
aber nicht darauf beschränkt:
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(1) ein Gen, das ein oder mehrere gewünschte(s) Polypeptid(e)
codiert und mit adäquaten Kontrollsequenzen, die für die
Expression in einem Wirt-Mikroorganismus erforderlich sind,
ausgestattet ist,
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(2) ein Vektor, gewöhnlich ein Plasmid, in welchen das Gen
insertiert werden kann. Der Vektor dient dazu, den Transfer des
Gens in die Zelle und das Beibehalten der DNA-Sequenzen in
der Zelle sowie eine Expression mit hoher Ausbeute des oben
erwähnten Gens zu garantieren und
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(3) ein geeigneter Wirt-Mikroorganismus, in den der Vektor der
das gewünschte Gen trägt, transformiert werden kann, wobei der
Wirt-Mikroorganismus auch den zellulären Apparat hat, der die
Expression der Information, die durch das insertierte Gen
codiert ist, erlaubt.
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Ein Basiselement, das in rekombinanter DNA-Technologie verwendet
wird, ist das Plasmid, welches extrachromosomale, doppelsträngige DNA
ist, die in einigen Mikroorganismen gefunden wird. Wo Plasmide
natürlicherweise vorkommend in Mikroorganismen gefunden werden, wird oft
gefunden, daß sie in vielen Kopien pro Zelle vorkommen. Zusätzlich zu
den natürlich vorkommenden Plasmiden wurde eine Vielzahl von durch
Menschen gemachten Plasmiden oder Hybridvektoren hergestellt.
Eingeschlossen in die durch die Plasmid-DNA codierte Information ist
diejenige Information, die erforderlich ist, das Plasmid in Tochterzellen zu
reproduzieren, d. h. eine autonom replizierende Sequenz oder ein
Replikations-Ursprung.
Eine oder mehrere phänotypische
Selektions-Charakteristiken müssen auch in die durch die Plasmid-DNA codierte Information
eingeschlossen sein. Die phänotypischen Selektions-Charakteristiken
erlauben Klonen der Wirtszelle, die das interessierende Plasmid enthält,
erkannt zu werden und durch bevorzugtes Wachstum der Zellen in
selektiven Medien selektiert zu werden.
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Die Verwendbarkeit der Plasmide liegt in der Tatsache, daß sie
spezifisch durch die eine oder andere Restriktionsendonuklease oder durch
das eine oder andere Restriktionsenzym geschnitten werden können, jede
von ihnen erkennt eine spezifische, einmalige (Schnitt-) Stelle auf der
Plasmid-DNA. Danach können homologe Gene, heterologe Gene, d. h.
Gene, die aus anderen Organismen als dem Wirt stammen, oder
Genfragmente in das Plasmid insertiert werden durch Verbinden an den
Enden des geschnittenen Plasmids und des gewünschten genetischen
Materials an der Schnittstelle oder an rekonstruierten Enden benachbart
zu der Schnittstelle. Das resultierende rekombinierte DNA-Material kann
als ein Hybridvektor bezeichnet werden.
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DNA-Rekombination wird außerhalb des Wirt-Mikroorganismus
ausgeführt. Der resultierende Hybridvektor kann in den Wirt-Mikroorganismus
durch ein Verfahren, das als Transformation bekannt ist, eingeführt
werden. Durch Wachsen des transformierten Mikroorganismus, können
große Mengen des Hybridvektors erhalten werden. Wenn das Gen
passend mit Bezug auf die Anteile des Plasmids, welche die Transkription
und Translation der codierten DNA-Nachricht steuern, insertiert ist, kann
der resultierende Hybridvektor verwendet werden, um die Herstellung der
Polypeptid-Sequenz, für welche das insertierte Gen codiert, zu lenken.
Die Herstellung des Polypeptids in dieser Weise wird als Genexpression
bezeichnet.
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Genexpression wird in einer DNA-Region initiiert, die als Promotor-
Region bekannt ist. In der Transkriptions-Phase der Expression windet
sich die DNA auf, um sich als Matrize für die Synthese von Messenger
RNA zu präsentieren. RNA-Polymerase bindet an die Promotor-Region
und bewegt sich entlang der entwundenen DNA von seinem 3' Ende zu
seinem 5' Ende, unter Transkribieren der in dem codierenden Strang
enthaltenen Information in Messenger RNA (mRNA) vom 5' Ende zum
3' Ende der mRNA. Die Messenger RNA ist ihrerseits an Ribosomen
gebunden, wo die mRNA in die Polypeptidkette translatiert wird. Jede
Aminosäure wird durch ein Nukleotid-Triplett oder Codon codiert, was
als das Strukturgen bezeichnet werden kann, d. h. der Teil des Gens,
der die Aminosäuresequenz des exprimierten Produkts codiert. Weil drei
Nukleotide für die Herstellung jeder Aminosäure codieren, ist es für eine
Nukleotid-Sequenz möglich, in drei verschiedenen Weisen gelesen zu
werden. Der spezifische Leserahmen, der das gewünschte
Polypeptidprodukt codiert, wird als der passende Leserahmen bezeichnet.
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Nach Bindung an den Promotor transkribiert die RNA-Polymerase zuerst
eine 5' Vorläufer-Region der mRNA, dann ein
Translations-Initiationsoder Start-Codon, gefolgt durch die Nukleotid-Codons innerhalb des
Strukturgens selbst. Um das gewünschte Genprodukt zu erhalten, ist es
notwendig, für das Initiations- oder Start-Codon die Translation der
Messenger RNA am Ribosom in dem passenden Leserahmen korrekt zu
initiieren. Schließlich werden die Stop-Codons am Ende des Strukturgens
transkribiert, was verursacht, daß jede Zusatzsequenz von mRNA
untranslatiert in Peptid an den Ribosomen verbleibt, sogar obwohl zusätzliche
Sequenzen von mRNA durch die Interaktion von RNA-Polymerase mit
der DNA-Matrize gebildet worden sind. Somit bestimmen Stop-Codons
das Ende der Translation und deshalb das Ende des weiteren Einbaus
von Aminosäuren in das Polypeptidprodukt. Das Polypeptidprodukt kann
erhalten werden durch Lysieren der Wirtszellen und Gewinnen des
Produkts durch geeignete Reinigung von anderem mikrobiellen Protein,
oder unter gewissen Umständen durch Reinigung des Fermentations-
Mediums, in welchem die Wirtszellen gewachsen sind und in welche sie
das Polypeptidprodukt sekretiert haben.
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In der Praxis kann die Verwendung von rekombinanter DNA-Technologie
Mikroorganismen erzeugen, die fähig sind, heterologe Polypeptide
vollständig zu exprimieren, d. h. Polypeptide, die gewöhnlich nicht in einem
gegebenen Mikroorganismus gefunden oder produziert werden - sog.
direkte Expression. Alternativ kann ein Fusionsprotein exprimiert werden,
d. h. ein heterologes Polypeptid fusioniert an einen Anteil der
Aminosäuresequenz eines homologen Polypeptids, d. h. Polypeptide, die im Wild-
Typ (nicht-transformiert) Wirt-Mikroorganismus gefunden oder produziert
werden - sog. indirekte Expression. Mit indirekter Expression ist das
anfänglich erhaltene Fusionsprotein-Produkt manchmal inaktiv für seinen
beabsichtigten Gebrauch bis das fusionierte homologe/heterologe
Polypeptid in einer extrazellulären Umgebung gespalten wird. Somit hat
Bromcyan-Spaltung von Methionin-Resten Somatostatin, Thymosin Alpha 1 und
die Komponenten A und B Ketten von Humaninsulin von fusionierten
homologen/heterologen Polypeptiden ergeben, während der enzymatische
Verdau von definierten Resten Beta-Endorphin ergeben hat.
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Bis jetzt haben sich kommerzielle Bemühungen, rekombinante DNA-
Technologie zur Herstellung verschiedener Polypeptide zu verwenden, auf
Escherichia coli als Wirt-Organismus konzentriert. Jedoch in einigen
Situationen kann sich E. coli als Wirt für ungeeignet herausstellen. Z. B.
enthält E. coli eine Anzahl von toxischen pyrogenen Faktoren, die von
einem Polypeptid, das als pharmazeutisches Produkt geeignet ist, entfernt
werden müssen. Die Effizienz mit der diese Reinigung erreicht werden
kann, wird natürlich mit dem speziellen Polypeptid variieren. Zusätzlich
können die proteolytischen Aktivitäten von E. coli die Ausbeuten an
einigen geeigneten Produkten ernsthaft limitieren. Diese und andere
Überlegungen haben zu einem wachsenden Interesse an alternativen
Wirten geführt, insbesondere die Verwendung von eukaryotischen
Organismen für die Herstellung von Polypeptidprodukten ist dringend.
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Die Verfügbarkeit von Mitteln für die Herstellung von
Polypeptidprodukten in eukariotischen Systemen, z. B. Hefe, konnte einen signifikanten
Vorteil bereitstellen, relativ zu der Verwendung von prokariotischen
Systemen, wie E. coli für die Herstellung von Polypeptiden, die durch
rekombinante DNA codiert werden. Hefe wird schon seit Jahrhunderten
in Fermentationen großen Ausmaßes verwendet, verglichen mit der relativ
kurzen Anwendung von E. coli Fermentationen großen Ausmaßes. Hefe
kann im allgemeinen zu höheren Zelldichten wachsen gelassen werden
als Bakterien und ist leicht an kontinuierliche Fermentations-Prozessierung
anpaßbar. In der Tat ist das Wachstum von Hefen wie Pichia Pastoris
zu ultrahohen Zelldichten, d. h. Zelldichten über 100 g/l durch Wegner
in US 4.414.329 (übertragen auf Phillips Petroleum Co.) offenbart.
Zusätzliche Vorteile von Hefe-Wirten schließen die Tatsache ein, daß viele
kritische Funktionen des Organismus, z. B. oxidative Phosphorylierung
innerhalb von Organellen lokalisiert sind und daher nicht den möglichen
zerstörerischen Effekten bei der Herstellung durch den Organismus von
Polypeptiden, die fremd zu den Wild-Typ Wirtzellen sind, ausgesetzt sind.
Als ein eukariotischer Organismus kann sich Hefe als fähig erweisen,
exprimierte Polypeptidprodukte zu glykosylieren, wo solche Glykosylierung
wichtig für die Bioaktivität des Polypeptidproduktes ist. Es ist auch
möglich, daß als eukariotischer Organismus Hefe die gleichen Codon-
Bevorzugungen wie ein höherer Organismus zeigt, was zu einer
effizienteren Herstellung von Expressionsprodukten von Säugetiergenen oder von
komplementärer DNA (cDNA), die durch reverse Transkription von z. B.
Säugetier-mRNA erhalten wird, abzielt.
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Die Weiterentwicklung von schlecht charakterisierten Hefe-Spezies als
Wirt-/Vektor-Systeme wird durch das Fehlen von Wissen über
Transformationsbedingungen und geeigneter Vektoren ernsthaft behindert.
Zusätzlich sind auxotrophe Mutationen oft nicht vorhanden, was eine
direkte Selektion auf Transformanten durch auxotrophe Komplementierung
ausschließt. Falls rekombinante DNA-Technologie seine Versprechen
voll einhalten soll, müssen neue Wirt-/Vektor-Systeme erdacht werden,
welche die Manipulation von DNA erleichtern und auch die Expression
von insertierten DNA-Sequenzen optimieren, so daß die gewünschten
Polypeptidprodukte unter kontrollierten Bedingungen und mit hoher
Ausbeute hergestellt werden können.
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Eine Aufgabe dieser Erfindung ist deshalb eine neue regulatorische
Region, die auf die Anwesenheit von Methanol anspricht.
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Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist eine neue Katabolit-sensitive
regulatorische Region, die auf die Anwesenheit von einigen
Kohlenstoffquellen anspricht, aber nicht auf die Anwesenheit von anderen
Kohlenstoffquellen anspricht.
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Eine andere Aufgabe der Erfindung ist eine neue regulatorische Region,
die auf Kohlenstoffquellenmangel anspricht.
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Eine weitere Aufgabe dieser Erfindung sind neue Vektoren, die fähig
sind, eine insertierte Polypeptid-codierende Sequenz zu expremieren.
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Weiter ist eine Aufgabe dieser Erfindung ein neuer Hefestamm der
Gattung Pichia.
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Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung
von Polypeptiden, das den hier oben beschriebenen neuen Hefestamm
verwendet.
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Diese und andere Aufgaben der Erfindung werden deutlich von der hier
bereitgestellten Offenbarung und den hier bereitgestellten Ansprüchen.
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In Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung haben wir DNA-
Sequenzen entdeckt, isoliert und charakterisiert, die die Transkription von
DNA in Messenger RNA und die Translation von Messenger RNA, um
ein Polypeptidprodukt zu geben, kontrollieren. Die neuen
DNA-Sequenzen dieser Erfindung sind nützlich für die Herstellung von
Polypeptidprodukten durch (a) Hefe-Stämme, die fähig sind, auf Methanol als
Kohlenstoff- und Energiequelle zu wachsen (b) Hefestämme, die fähig
sind, auf Glucose, Ethanol, Fruktose und ähnlichem zu wachsen; und (c)
Hefestämme, die fähig sind, auf Glyzerin, Galaktose, Acetat und
ähnlichem zu wachsen.
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Fig. 1 ist eine Korrelation der Beziehung zwischen dem genomischen
Klon (pPG 6.0) und cDNA-Klon (pPC 15.0) für Protein p76.
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Fig. 2 ist eine Korrelation der Beziehung zwischen dem genomischen
Klon (pPG 4.0) und den cDNA-Klonen (pPC 8.3 und pPC 8.0) für
Protein p72 (Alkoholoxidase).
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Fig. 3 ist eine Korrelation der Beziehung zwischen dem genomischen
Klon (pPG 4.8) und cDNA-Klon (pPC 6.7) für Protein p40.
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Fig. 4 stellt Restriktionskarten der regulatorischen Regionen der
Erfindung von Klon pPG 6.0 bereit.
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Fig. 5 ist eine Restriktionskarte der regulatorischen Region der
Erfindung von Klon pPG 4.0.
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Fig. 6 ist eine Restriktionskarte der regulatorischen Region der
Erfindung von Klon pPG 4.8.
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Fig. 7 ist eine Restriktionskarte der DNA-Sequenz, die vom 3' Ende
des p76 Strukturgens erhalten wurde.
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Fig. 8 stellt Restriktionskarten von DNA-Sequenzen, die vom 3' Ende
des p72 (Alkoholoxidase) Strukturgens erhalten wurden, bereit.
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Fig. 9 ist eine Restriktionskarte einer DNA-Sequenz, die vom 3' Ende
des p40 Strukturgens erhalten wurde.
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Fig. 10 ist eine Restriktionskarte des Protein p76 Strukturgens und der
5' regulatorischen Region dafür.
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Fig. 11 ist eine Restriktionskarte des Protein p40 Strukturgens und der
5' regulatorischen Region dafür.
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Fig. 12 ist eine Restriktionskarte von Protein p76-cDNA.
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Fig. 13 ist eine Restriktionskarte von Protein p72 (Alkoholoxidase)
cDNA.
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Fig. 14 ist eine Restriktionskarte von Protein p40-cDNA.
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Fig. 15 stellt Restriktionskarten von zwei neuen p76 regulatorischen
Region-lacZ DNA-Konstrukten der Erfindung bereit.
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Fig. 16 ist eine Restriktionskarte von einem neuen p72 (Alkoholoxidase)
regulatorischer Region-lacZ DNA-Konstrukt der Erfindung.
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Fig. 17 ist eine Restriktionskarte von Plasmid pSAOH 1.
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Fig. 18 ist eine Restriktionskarte von Plasmid pSAOH 5.
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Fig. 19 ist eine Restriktionskarte von Plasmid pSAOH 10.
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Fig. 20 ist eine Restriktionskarte von Plasmid pTAFH.85.
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Fig. 21 ist eine Restriktionskarte von Plasmid pT76H1.
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Fig. 22 ist eine Restriktionskarte von Plasmid pT76H2.
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Fig. 22a ist eine Restriktionskarte von Plasmid pT76H3.
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Fig. 22b ist eine Restriktionskarte von Plasmid pT76H4.
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Fig. 23 ist eine Restriktionskarte von Plasmid pYA2.
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Fig. 24 ist eine Restriktionskarte von Plasmid pYA4.
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Fig. 25 ist eine Restriktionskarte von Plasmid pYJ8.
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Fig. 26 ist eine Restriktionskarte von Plasmid pYJ8ΔCla.
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Fig. 27 ist eine Restriktionskarte von Plasmid pYJ30.
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Fig. 28 stellt eine Restriktionskarte von Plasmid pTAFH1 bereit und
zeigt wie das Plasmid erhalten wurde.
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Fig. 29 stellt eine Restriktionskarte von Plasmid pTAO12 bereit und
zeigt wie das Plasmid erhalten wurde.
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Fig. 30 ist eine Restriktionskarte von Plasmid pTAO13.
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Fig. 30a ist eine Restriktionskarte von Plasmid pT76U1.
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Fig. 31 stellt eine Restriktionskarte von Plasmid pTAO1 bereit und
zeigt wie das Plasmid erhalten wurde.
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Fig. 32 stellt eine Restriktionskarte von Plasmid pTAF.85 bereit und
zeigt wie das Plasmid erhalten wurde.
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Fig. 33 stellt eine Restriktionskarte von Plasmid YEp13 bereit.
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Fig. 34 ist eine Restriktionskarte von pBPf1.
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Die folgenden Abkürzungen wurden in dieser Anmeldung verwendet, um
die verwendeten Restriktionsenzym darzustellen:
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A = AsuII
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B = BamHI
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B&sub2; = BglII
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Bc = BclI
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C = ClaI
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H&sub2; = HincII
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H&sub3; = HindIII
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K = KpnI
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Nd&sub1; = NdeI
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Nr = NruI
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Ps = PstI
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Pv&sub1; = PvuI
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Pv&sub2; = PvuII
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R&sub1; = EcoRI
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R&sub5; = EcoRV
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Rs = RsaI
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S = SalI
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S&sub3; = Sau3AI
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Sc = SacI
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Sm = SmaI
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Sp = SphI
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Ss = SstI
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St = StuI
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T = TaqI
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Th = ThaI
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Xb = XbaI
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Xh = XhoI
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Xm = XmaI
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In den anhängenden Figuren werden die für die Manipulation von DNA-
Fragmenten verwendeten Restriktionsstellen, die aber durch Ligation
zerstört wurden, durch Einschließen der Abkürzung in Klammern für die
zerstörte Stelle, angezeigt.
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In Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung wird ein neues
DNA-Fragment bereitgestellt, das eine regulatorische Region umfaßt, die
mindestens auf eine der folgenden Bedingungen anspricht: die
Anwesenheit von Methanol, Kohlenstoffquellen-Mangel, wenn die Zellen auf
einigen anderen Substraten als Methanol wachsen, und die Anwesenheit
von anderen Nicht-Katabolit reprimierenden Kohlenstoffquellen als
Methanol. Die regulatorische Region des DNA-Fragments dieser Erfindung ist
fähig, die Transkription von Messenger RNA zu kontrollieren, wenn sie
am 5' Ende der DNA positioniert ist, die für die Herstellung der
Messenger RNA codiert. Eingeschlossen in den Umfang unserer Erfindung
sind auch Mutanten des oben beschriebenen DNA - Fragments.
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Weiter in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung wird auch
ein DNA-Fragment bereitgestellt, das eine regulatorische Region umfaßt,
die fähig ist, die Polyadenylation, Termination der Transkription und
Termination der Translation von Messenger RNA zu kontrollieren, wenn
sie am 3' Ende der Polypeptid-codierenden Region angebracht ist, welche
für die Herstellung der Messenger RNA codiert, wobei die Transkription
und Translation von Messenger RNA durch eine regulatorische Region
kontrolliert wird, die auf mindestens eine der folgenden Bedingungen
anspricht: die Anwesenheit von Methanol, Kohlenstoffquellen-Mangel,
wenn die Zellen auf einigen anderen Substraten als Methanol wachsen
und die Anwesenheit von anderen Nicht-Katabolit reprimierenden
Kohlenstoffquellen als Methanol. Auch eingeschlossen in den Umfang unserer
Erfindung sind Mutanten des oben beschriebenen DNA-Fragments.
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Weiter in Übereinstimmung mit einem spezifischen Ausführungsbeispiel
der Erfindung werden DNA-Fragmente bereitgestellt, welche den Einbau
von codierten Polypeptiden in Peroxisomen bewirken. Peroxisomen sind
intrazelluläre Körper, die in großer Menge in auf Methanol gewachsenen
Hefezellen anwesend sind. Diese intrazellulären Körper dienen dazu, das
eingebaute Polypeptidprodukt von intrazellulären Flüssigkeiten und
Enzymen, wie Proteasen, fernzuhalten.
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In Übereinstimmung mit einem anderen Ausführungsbeispiel der
Erfindung werden Gene bereitgestellt, die für die Herstellung von
Alkoholoxidase, für ein Protein von ungefähr 40 Kilodalton und für ein Protein
von ungefähr 76 Kilodalton codieren.
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In Übereinstimmung mit einem weiteren Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung werden Plasmide und transformierte Organismen
bereitgestellt, die die oben beschriebenen DNA-Fragmente enthalten.
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In Übereinstimmung mit einem noch weiteren Ausführungsbeispiel der
Erfindung werden Verfahren bereitgestellt zur Herstellung von sowohl
Plasmiden und DNA-Fragmenten der Erfindung als auch heterologen
Polypeptiden, d. h. Polypeptiden, die nicht aus dem Wirt-Organismus
stammen.
Isolation von regulierbaren Genen aus Pichia pastoris
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Eine ungefähr 20.000 Mitglieder umfaßende cDNA-Bibliothek wurde in
E. coli hergestellt mit poly A&spplus; RNA, die aus Pichia pastoris Zellen, die
auf Methanol als einziger Kohlenstoffquelle (siehe Beispiel III) gewachsen
waren, isoliert worden war. Die Bibliothek wurde durch Hybridisierung
"gescreent" unter Verwendung von kinasierter poly A&spplus; RNA, die von
Pichia pastoris Zellen, die in der Anwesenheit von entweder Methanol
oder Ethanol gewachsen waren, isoliert worden war. Nach einigen
Runden dieses "Plus-Minus-Screenings", wurden drei verschiedene, nicht
homologe
cDNA-Klone als Kopien von methanol-spezifischen Messenger RNAs
identifiziert. Diese Klone wurden als pPC 6.4, pPC 8.0 und pPC 15.0
bezeichnet und es wurde bestimmt, daß sie Inserts von 470, 750 bzw.
1100 Nukleotiden enthalten.
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In einem Versuch cDNA-Klone längerer Länge zu erhalten, wurde eine
zweite cDNA-Bibliothek hergestellt unter Verwendung milderer S1
Nuklease-Verdau-Bedingungen als sie für die Herstellung der ersten cDNA-
Bibliothek verwendet worden waren und die Mitglieder dieser neuen
Bibliothek wurden individuell mit ³²P-markierten cDNA-Klonen pPC 6.4,
pPC 8.0 und pPC 15.0 "gescreent". Als ein Ergebnis wurden längere
cDNA-Klone isoliert, die den cDNA-Klonen pPC 6.4 und pPC 8.0
entsprechen. Es wurde gefunden, daß die längeren Klone, pPC 6.7 und pPC
8.3, Inserts von 1200 bzw. 2100 Nukleotiden (siehe Fig. 2 und 3)
enthalten. Ein cDNA-Klon, der ein Insert größer als 1100 Nukleotide für
pPC 15.0 besitzt, wurde nicht beobachtet nach "Screenen" von mehr als
40.000 cDNA-Klonen.
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Die Isolation von genomischen DNA-Fragmenten, die jedem dieser
cDNA-Klone entsprechen, wurde ausgeführt durch zunächst
Herrauschneiden und Elektroeluieren von Pichia pastoris DNA-Fragmenten aus
Restriktionsendonuklease-behandelter chromosomaler DNA, die mit
³²P-markiertem pPC 15.0, pPC 8.0 oder pPC 6.4 hybridisierte, aus Agarose-
Gelen. Dann wurden die eluierten genomischen DNA-Fragmente in
Escherichia coli kloniert und die geeigneten genomischen Klone wurden
durch mehrmaliges "Screenen" mit jedem der obigen cDNA-Sonden
identifiziert.
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Die Beziehung von jedem cDNA-Klon zu seinem entsprechenden
genomischen Klon ist in den Fig. 1, 2 und 3 gezeigt. pPC 15.0 wird
innerhalb
eines 6000 Nukleotid HindIII genomischen Fragments, das in Klon
pPG 6.0 (Fig. 1) anwesend ist, codiert. Das 5' Ende des Gens, das
durch pPC 15.0 codiert wird, ist gegen das 1300 bp HindIII-EcoRI
Fragment, das in pPG 6.0 enthalten ist, orientiert, während das 3' Ende des
Gens benachbart zu den PstI-Stellen in pPG 6.0 ist.
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Der cDNA-Klon pPC 8.3 ist innerhalb des genomischen Klons pPG 4.0
(Fig. 2) enthalten. pPG 4.0 enthält ein EcoRI-PvuII Insert von 4000
Nukleotiden benachbarter genomischer DNA. Die Orientierung von pPC
8.3 innerhalb von pPG 4.0 plaziert das 5' Ende des Gens für diesen
cDNA-Klon nahe an die BamHI Stellen, während das 3' Ende dieses
Gens nahe der PvuII Stelle lokalisiert ist. Die Orientierung von pPC 8.0
(einem verwandten cDNA-Klon) innerhalb von pPG 4.0 plaziert das 5'
Ende dieses cDNA-Klons nahe an die KpnI Stelle am 3' Ende von pPG
4.0 und das 3' Ende des cDNA-Klons ist nahe der PvuII-Stelle
lokalisiert.
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Der cDNA-Klon pPC 6.7 ist vollständig innerhalb eines 4800 Nukleotid
EcoRI-BamHI genomischen Fragments (Fig. 3) lokalisiert. Klon pPC 6.4
wiederum ist vollständig innerhalb des cDNA-Klons pPC 6.7 lokalisiert.
Weil pPC 6.7 eine vollständigere Kopie als pPC 6.4 war, wurde letzterer
nicht weiter untersucht. Das 5' Ende von dem Gen ist näher am BamHI
Ende als am EcoRI Ende des genomischen Klons pPG 4.8 (Fig. 3)
positioniert.
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In allen diesen oben beschriebenen genomischen Klone gibt es
mindestens 1,2 Kilobasenpaare flankierender genomischer DNA-Sequenzen,
welche 5' zu den Strukturgenen sind, die in jedem der cDNA-Klone
kopiert sind.
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Jeder der oben beschriebenen genomischen und cDNA-Klone wurden
beim Northern Regional Research Center of the United States of
America, Peoria, Illinois hinterlegt. Alle Klone wurden in E. coli Wirten
hinterlegt:
PLASMID WIRT HINTERLEGUNGS-Nr.
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Jeder der obigen Organismen wurde unwiderruflich hinterlegt und am 31.
August 1984 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Einmaligkeit von pPG 6.0. pPG 4.0 und pPG 4.8 für Methanol
assimilierende Hefen
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Jeder der oben beschriebenen cDNA-Klone wurde markiert und als
Sonde chromosomaler DNA-Sequenzen von zahlreichen Methanol
assimilierenden Hefen und Methanol nicht-assimilierenden Hefen verwendet. Es
wurde gefunden, daß homologe Gene für alle drei der cDNAs existieren,
im wesentlichen in allen Methanol assimilierenden Hefen, aber sie waren
klar nicht anwesend in Methanol nicht-assimilierenden Hefen (S.
cerevisiae).
Es wird deshalb angenommen, daß diese Gene nur in Methanol
assimilierenden Hefen vorkommen. Zusätzlich zeigen die
Southern-Hybridisierungsexperimente detailliert in Beispiel XVII, daß ein hohes Ausmaß
von Homologie zwischen diesen einmaligen auf Methanol ansprechenden
Genen aus verschiedenen Methanol assimilierenden Hefen existiert.
Charakterisierung der RNA-Transkripte von pPG 6.0. pPG 4.0 und pPG
4.8 Genen
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Der Einfluß von Methanol auf die Expression von jedem dieser
klonierten Gene kann durch Studieren der Effekte auf die Transkription dieser
Gene beobachtet werden. Isolierte poly A&spplus; RNA von Pichia pastoris
Zellen, die mit Ethanol oder Methanol als einziger Kohlenstoffquelle
gewachsen waren, wurde verwendet, um Northern-Hybridisierungs-Filter
anzufertigen (siehe Beispiel IV). Drei identische Paare von Filtern mit
Methanol und Ethanol gewachsenen Zellen (siehe Beispiel I) wurden
separat mit ³²P-markierten Klonen pPC 15.0, pPC 8.0 und pPC 6.4
"geprobt". Die Klone pPC 15.0, pPC 8.0 und pPC 6.4 hybridisierten mit
RNA-Molekülen (von ungefähr 2400, 2300 bzw. 1300 Nukleotiden) von
Zellen, die auf Methanol gewachsen waren. Keine Hybridisierung der
Klone pPC 15.0 und pPC 8.0 mit den Hybridisierungs-Sonden wurde
beobachtet mit RNA, die von Zellen erhalten worden war, die in
Anwesenheit von Ethanol gewachsen waren. Jedoch, wenn RNA, die von
Zellen isoliert worden war, die auf Ethanol gewachsen waren, mit pPC
6.4 "geprobt" wurde, hybridisierte der Klon mit einem 1300-Nukleotid-
RNA-Molekül identisch zu dem, das mit Methanol gewachsenen Zellen
gesehen wurde, aber mit einem geschätzten (qualitativ) 5-fach geringeren
Level.
Größenbestimmung von Proteinprodukten, die durch pPG 6.0. pPG 4.0
und pPG 4.8 codiert sind
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Um zu bestimmen, welches Proteinprodukt durch jeden der oben
identifizierten cDNA-Klone codiert worden ist, wurde Poly A&spplus;RNA von auf
Methanol gewachsenen Pichia pastoris-Zellen selektiv mit jedem der
cDNA-Klone hybridisiert. Die hybrid-selektierte mRNA, d. h. mRNA, die
mit jedem der cDNA-Klone hybridisierte, wurde dann in-vitro translatiert
und jedes der Proteinprodukte wurde durch Elektrophorese unter
Verwendung von SDS-denaturierenden Bedingungen (siehe Beispiel V)
aufgelöst. Die Ergebnisse dieser in-vitro positiven
Hybridisierungs-Translations-Experimente zeigten an, daß die Klone pPC 15.0, pPC 8.3 und
pPC 6.7 mRNAs, die für eine Information für Polypeptide von 76.000
(p76), 72.000 (p72) beziehungsweise 40.000 (p40) Daltons codieren,
auswählen. Dieselben Proteine werden beobachtet, wenn Gesamt-Poly A&spplus;
RNA (d. h. nicht hybrid-selektiert) von auf Methanol gewachsenen Pichia
pastoris-Zellen im gleichen in-vitro-System translatiert worden ist.
Identifizierung von p72 als Alkoholoxidase
A. Molekulargewicht-Vergleich
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Eine Probe, die mit Alkoholoxidaseprotein hoch angereichert war, wurde
hergestellt durch Dialyse eines geklärten Zell-Lysates gegen H&sub2;O (siehe
Beispiel VII). Es wurde durch SDS-Elektrophorese gezeigt, daß das aus
dieser Dialyse resultierende kristalline Präzipitat vorwiegend zwei
Polypeptide von 76.000 bzw. 72.000 Dalton enthielt. Das Präzipitat wurde
durch Sephacryl 200 Chromatographie (siehe Beispiel VII) weiter
gereinigt, was zeigte, daß die Alkoholoxidase-Aktivität der Aktivität des
gereinigten 72.000-Dalton-Polypeptids entspricht. Die Größe dieses
Polypeptids
war identisch zu dem des Proteinprodukts, das durch cDNA-Klon
pPC 8.3 ausgewählt worden war (siehe Beispiel X).
B. Immunopräzipitation
-
Zusätzliche Stütze, daß die Klone pPC 8.3 und pPG 4.0 das
Alkoholoxidase-Strukturgen codieren, wurde mittels einem immunologischen
Versuch (Beispiel XI) erhalten. Die aus Pichia pastoris isolierte Protein-
Präparation, die sowohl die 76.000 und 72.000 Dalton Polypeptide
enthielt, wurde verwendet, spezifische Antiseren für diese Polypeptide in
Kaninchen zu erzeugen. Wenn die hybrid-selektierte Poly A&spplus; RNA von
Klon pPC 8.3 in-vitro translatiert worden war, wurde nur das 72.000
Dalton Translations-Produkt durch die Antiseren präzipitiert, die gegen
die Protein-Präparation von Pichia pastoris-Zellen gemacht worden waren.
C. Vorhergesagter/Aktueller Aminosäuresequenz-Vergleich
-
Um weiter zu verifizieren, daß Klon pPC 8.3 in der Tat der cDNA-Klon
ist, der für Pichia pastoris-Alkoholoxidase codiert, wurde die
Aminosäuresequenz für das aminoterminale Ende des Proteins mit der abgeleiteten
Aminosäuresequenz, die von pPC 8.3 codiert wird, verglichen. Somit
wurde bestimmt, daß die NH&sub2;-terminale Aminosäuresequenz (Sequenz A)
des isolierten 72.000 Dalton Proteins ist (Beispiel VIII):
-
Ala-Ile-Pro-Glu-Glu-Phe-Asp-Ile-Leu-Val-Leu-Gly-Gly-Gly-Ser-Ser-Gly--Ser
Sequenz A
-
Parallel dazu wurde die Nukleotidsequenz vom 5' Ende des Gens, das
durch pPC 8.3 und pPG 4.0 codiert wird, bestimmt. Die abgeleitete
Aminosäuresequenz für die Aminosäuren 2-19 (siehe Sequenz B), die sich
von den DNA-Sequenzen sowohl der genomischen als auch der cDNA-
Klone ergab, stimmte perfekt mit den ersten 18 Aminosäuren der oben
bestimmten Aminosäuresequenz (Sequenz A) für die isolierte Pichia
pastoris Alkoholoxidase überein:
Vorhergesagte Aminosäuresequenz Nukleotidsequenz
Sequenz B
-
Zusätzlich wurde die gesamte
Nukleotidsequenz für die codierende
Region des Alkoholoxidase-Gens bestimmt. Die bestimmte
Nukleotidsequenz und die abgeleitete Aminosäuresequenz werden in Sequenz B'
fortgesetzt und es wird geglaubt, daß sie sind:
Vorhergesagte Aminosäuresequenz Nukleotidsequens
-
Ein Vergleich der obigen Nukleotidsequenz mit der publizierten
Nukleotidsequenz (Ledeboer et al.) für die früher beschriebene Alkoholoxidase
von Hansenula polymorpha zeigt zahlreiche signifikante Unterschiede,
einschließlich der abgeleiteten Aminosäuresequenz, der tatsächlichen
Größe des Gens (und des resultierenden Proteins), der
Codon-Verwendungsneigung, und ähnlichem.
Identifizierung von p76 als Dihydroxyacetonsynthase
-
Die Nukleotidsequenz für die ersten 51 Nukleotide des p76-Gens wurde
durch Standardtechniken bestimmt. Von dieser Sequenz kann die
Aminosäuresequenz für das aminoterminale Ende des p76-Proteins vorausgesagt
werden:
Aminosäuresequenz Nukleotidsequenz
-
Diese abgeleitete Aminosäuresequenz für p76 kann verglichen werden mit
der publizierten Aminosäuresequenz für das Dihydroxyacetonsynthase
(DHAS)-Protein von Hansenula polymorpha (Manowicz et al.). Obwohl
verschiedene Unterschiede in der Sequenz auftauchen, gibt es
Ähnlichkeiten zwischen den zwei Proteinen, die wahrgenommen werden können:
Pichia DHAS Hansenula
-
Basierend auf dem signifikanten Homologie-Grad und der ähnlichen
Protein-Größe (ungefähr 76.000 Dalton) von Pichia p76 und Hansenula
DHAS, wurde p76 versuchsweise als DHAS von Pichia identifiziert.
-
Wie oben bei dem Alkoholoxidase-Gen zeigte ein Vergleich der
Nukleotidsequenz für die ersten 51 Nukleotide des Pichia DHAS-Proteins mit
der früher publizierten (Janowicz et al.) Nukleotidsequenz von Hansenula
DHAS zahlreiche Unterschiede in der Codon-Verwendungsneigung, der
abgeleiteten Aminosäuresequenz, der Gesamtgröße des Gens, usw.
DNA-Fragmente, die regulierbare Promotoren von Pichia Pastoris
enthalten
-
Die 5' regulatorischen Regionen der Erfindung sind detailliert in den
Restriktionskarten in den Fig. 4, 5 und 6 gezeigt. Die 5'
regulatorische Region, die die Expression von Polypeptid p76 kontrolliert, ist
innerhalb des DNA-Fragments, das in Fig. 4a gezeigt ist, lokalisiert. Es
wurde klar gezeigt, daß das ungefähr 2,9 Kilobasenpaar HindIII-XhoI-
Fragment die regulatorische Funktion, wie sie unten detaillierter
dargestellt wird, enthält. Weil cDNA-Klon pPC 15.0 keine cDNA vollständiger
Kopie ist, ist es sehr wahrscheinlich, daß mindestens ein Teil des in Fig.
4a gezeigten DNA-Fragments strukturelle codierende Sequenzen für
Polypeptid p76 enthält. Somit wird angenommen, daß die regulatorische
Funktion in dem ungefähr 1.300 Basen-Paar HindIII-EcoRI-Fragment,
gezeigt in Fig. 4b, liegt. Neue β-Galaktosidasegen enthaltene Konstrukte,
unten in größerer Einzelheit diskutiert, unterstützen diese Annahme.
-
Die 5' regulatorische Region, die die Expression von Polypeptid p72
(Alkoholoxidase) kontrolliert, ist innerhalb des ungefähr 2000 Basen-Paar
EcoRI-EcoRV-DNA-Fragments, das in Fig. 5 gezeigt ist, lokalisiert.
Neue β-Galaktosidasegen enthaltene Konstrukte, wie unten diskutiert,
zeigen die regulierbare Natur dieses DNA-Fragments.
-
Fig. 6 zeigt eine Restriktionskarte für das ungefähr 3 Kilobasen-Paar
BamHI-SalI-DNA-Fragment, das die 5' regulatorische Region enthält, die
die Produktion von Polypeptid p40 kontrolliert. Dieses Fragment ist klar
von den 5' regulatorischen Regionen, die detailliert in den Fig. 4 und
5 dargestellt sind, auf der Basis, unter anderem, von den verschiedenen
Restriktionsstellen, die innerhalb des DNA-Fragments lokalisiert sind,
unterscheidbar.
-
Fig. 10, 2a und 11 zeigen Restriktionsenzymdaten für die
regulatorischen Regionen plus Strukturgene für Polypeptide p76, p72
(Alkoholoxidase) bzw. p40. Daher zeigt Fig. 10 Details für das 3,8 Kilobasen-
Paar HindIII-PstI-Fragment von Pichia pastoris genomischer DNA,
welches die Herstellung von Polypeptid p76 kontrolliert und codiert. Fig.
2a handelt von dem 4,0 Kilobasen-Paar EcoRI-PvuII-Fragment von Pichia
pastoris genomischer DNA, das die Produktion von Polypeptid p72
(Alkoholoxidase) kontrolliert und codiert. Fig. 11 zeigt das 3,7
Kilobasen-Paar
BamHI-EcoRV-Fragment von Pichia pastoris genomischer DNA,
das die Herstellung von Polypeptid p40 kontrolliert und codiert.
-
Die genomischen Klone pPG 6.0, pPG 4.0 und pPG 4.8 wurden auch
durch Restriktions-Kartierung charakterisiert. Somit ist Klon pPG 6.0
detailliert in Fig. 1a dargestellt. Als Referenzpunkt wird das 5' Ende
des DNA-Fragments als Ursprung angenommen. Klon pPG 6.0 ist ein
HindIII-Fragment von Pichia pastoris chromosomaler DNA, der ungefähr
6 Kilobasen-Paare lang ist und durch verschiedene Restriktionsenzyme
wie folgt geschnitten wird:
Restriktionsenzym Schnittstellen Abstand vom Ursprung
-
Klon pPG 4.0 wird im Detail in Fig. 2a illustriert. Der Klon ist ein
EcoRI-HindIII-Fragment chromosomaler DNA, der ungefähr 4 Kilobasen-
Paare lang ist. Bezogen auf das 5' Ende des Klons als Ursprung, wurden
die folgenden Restriktions-Daten für pPG 4.0 erhalten:
Restriktionsenzyme Schnittstellen Abstand vom Ursprung
-
Klon pPG 4.8 wird im Detail in Fig. 3a illustriert. Der Klon ist ein 4.8
Kilobasen-Paar BamHI-EcoRI-Fragment von Pichia pastoris
chromosomaler DNA mit den folgenden zusätzlichen Restriktions-Stellen:
Restriktonsenzyme Schnittstellen Abstand vom Ursprung
-
Die genomischen Klone pPG 6.0, pPG 4.0 und pPG 4.8 wurden
manipuliert durch Insertion in einmalige Restriktions-Stellen auf dem E. coli
Plasmid pBR322. Klon pPG 6.0, der ein HindIII-Fragment ist, wurde
passend in die HindIII-Stelle von pBR322 kloniert. Klon pPG 4.0 wurde
in die EcoRI-PvuII-Stellen von pBR322 kloniert und Klon pPG 4.8
wurde in die EcoRI-BamHI-Stellen von pBR322 (siehe Beispiel VI)
kloniert. E. coli Stämme, die mit diesen Plasmiden transformiert worden
waren, wurden beim Northern Regional Research Center, Peoria, Illinois,
hinterlegt, um der Öffentlichkeit nach Erteilung eines Patentes auf diese
Anmeldung freien Zugang zu sichern. Den hinterlegten Stämmen wurden
die folgenden Hinterlegungsnummern gegeben:
Genomische Klasse Labor-Bezeichnung Hinterlegungs-Nr.
-
Fig. 7, 8 und 9 zeigen die Restriktionskarten-Daten für die 3'
regulatorischen Regionen der Polypeptide p76, p72 (Alkoholoxidase) bzw. p40.
Die 3' regulatorischen Regionen sind nützlich für die Kontrolle der
Polyadenylation, Termination der Transkription und Termination der
Translation von Messenger RNA, welche durch die vorhergehenden
Nukleotidsequenzen codiert wird. Somit ist die 3' regulatorische Region
des Polypeptid p76-Gens, ein 2,7 Kilobasenpaar EcoRI-HindIII-Fragment,
das in Fig. 7 gezeigt ist, nützlich für sowohl die Kontrolle der
Polyadenylation als auch der Termination der Transkription und Termination
der Translation von mRNA, welche für Polypeptid p76 codiert, oder
irgendeine andere mRNA, die von einem Gen, das "upstream" der 3'
regulatorischen Region insertiert ist, stammt. Das 0,2 Kilobasen-Paar StuI-
PvuII-Fragment des p72-Gens, detailiert in Fig. 8a dargestellt, das 0,3
Kilobasen-Paar StuI-HindIII-Fragment des p72-Gens, detailliert in Fig.
8b dargestellt, das 3,2 Kilobasen-Paar SalI-EcoRI-Fragment des p72-Gens
und das 1,9 Kilobasen-Paar SalI-EcoRI-Fragment von p40-Gen, detailliert
in Fig. 9 dargestellt, haben ähnliche Verwendungen, sowohl in Hinsicht
auf die Strukturgene, mit welchen sie in Wildtyp Pichia pastoris assoziiert
sind, und irgendwelchen fremden (d. h. heterologen) Genen, welche
"upstream" dieser 3' regulatorischen Region insertiert werden können.
-
Weil das Alkoholoxidase-Gen in pPG4.0 innerhalb weniger hundert
Basenpaare der AO-Gen-Transkriptions-Terminations-Stelle endet, wurde
die zusätzliche 3' Sequenz, detailliert in Fig. 8c dargestellt, wie folgt
erhalten. Der erste Schritt war, Pichia chromosomale DNA mit EcoRI
und SalI zu verdauen, und die verdaute DNA mit einem 2,0 kbp
³²Pmarkierten BamHI-HindIII-Fragment des AO-Gens mittels der Southern
Blot-Methode zu hybridisieren. Unter den Pichia EcoRI-SalI-Verdau-
Fragmenten, welche mit der AO-Gen-Sonde hybridisierten, war ein 3,2
kbp-Fragment, das den 3' Teil des AO-Gens und die Sequenzen, die den
3' Terminus des Gens flankieren, codiert.
-
Das 3' AO-Gen-Fragment wurde dann kloniert durch Erhalten von Eco-
RI-SalI-geschnittenen Pichia DNA-Fragmenten von ungefähr 3,2 kbp
mittels Gen-Elution und Insertieren der Fragmente in EcoRI und
SalIverdautes pBR322. Schließlich wurde ein rekombinantes Plasmid, pPG3.2,
das das 3' AO-Gen-Fragment enthielt, durch Kolonie-Hybridisierung
unter Verwendung des markierten AO-Gen-Fragments als Sonde
identifiziert. Ein E. coli-Stamm, der mit Plasmid pPG 3.2 transformiert worden
ist, wurde beim Northern Regional Research Center, Peoria, Illinois,
hinterlegt. Der hinterlegte Stamm erhielt die Hinterlegungsnummer
NRRL B-15999. Fig. 8c zeigt eine
Restriktionsendonuklease-Schnittstellenkarte des Pichia DNA-Fragments von pPG 3.2. Das Fragment
enthält ungefähr 1,5 kbp, das den 3' Teil von AO (von SalI bis HindIII)
codiert und ungefähr 1,7 kbp der Sequenz 3' des AO Gens.
Charakterisierung der cDNA-Klone
-
Die cDNA-Klone für die regulierbaren Gene von Pichia pastoris wurden
auch durch Restriktions-Kartierung charakterisiert. In Fig. 12 ist die p76
cDNA, ein 1,1 Kilobasen-Paar-Fragment detailliert gezeigt. Bezogen auf
das 5, Ende der DNA-Sequenz als Ursprung, schneidet das
Restriktionsenzym XhoI p76-cDNA ungefähr 500 Basenpaare vom Ursprung, HincII
schneidet ungefähr 950 Basenpaare vom Ursprung und EcoRI schneidet
p76-cDNA ungefähr 1050 bis 1100 Basenpaare vom Ursprung. Der
cDNA-Klon, der in Fig. 12 gezeigt ist, ebenso wie die cDNA-Klone, die
in den Fig. 13 und 14 gezeigt sind, sind alle mit PstI-Enden gezeigt.
Diese sind künstlich erzeugte Restriktionsstellen, die durch G-C-"Tailing"
der anfangs erhaltenen komplementären DNA hergestellt worden sind,
um die Klonierung der DNA-Fragmente in pBR322 zu erleichtern.
Basierend auf Northern-Hybridisierungs-Studien und auf der Größe des
Polypeptidproduktes wird geschätzt, daß der cDNA-Klon pPC 15.0 eine
inkomplette Kopie von p76 mRNA ist, wobei er nur ungefähr die Hälfte
der gesamten Messenger RNA-Sequenz darstellt.
-
In Fig. 13 wird eine zusammengesetzte Restriktions-Karte für p72
(Alkoholoxidase) cDNA, die durch Überlappen der Klone pPC 8.3 und
pPC 8.0 konstruiert worden ist, dargestellt. Wie oben wird das 5' Ende
der DNA-Sequenz als Ursprung angenommen. Somit erhält man durch
Behandlung von Alkoholoxidase cDNA mit einer Vielzahl von
Restriktionsenzymen, die folgenden Größenfragmente:
Restriktionsenzyme Schnittstellen Abstand vom Ursprung
-
Restriktionsenzym-Kartierung des 3' Endes des Alkoholoxidase-Gens in
den Klonen pPC 8.0 und pPC 8.3 zeigt, daß dem cDNA-Klon pPC 8.3
ungefähr 250 Nukleotide der Alkoholoxidase mRNA-Sequenz (Fig. 2)
fehlen. Die am 3' Ende der Alkoholoxidase mRNA vorhandene Sequenz
ist vorhanden im cDNA-Klon pPC 8.0, der pPC 8.3 ungefähr 500
Nukleotide überlappt.
-
Fig. 14 zeigt eine Restriktions-Karte für die cDNA von Polypeptid p40,
ein 1,2 Kilobasen-Fragment. Bezogen auf das 5' Ende des cDNA-Klons
als Ursprung, wird Klon pPC 6.7 durch SalI (und HincII) ungefähr 1000
Basen vom Ursprung geschnitten.
-
Jedes der cDNA-Fragmente wurde in pBR322 kloniert, welches dann in
E. coli transformiert wurde. Die transformierten Stämme wurden beim
Northern Regional Research Center in Peoria, Illinois hinterlegt. Die
hinterlegten Stämme erhielten die folgenden Hinterlegungs-Nummern:
cDNA-Klone Labor-Bezeichnung Hinterlegungs-Nr.
-
Jeder der oben beschriebenen cDNA-Klone war verwendbar als Sonde
für die Identifizierung und Isolierung von chromosomaler DNA, die für
die Herstellung von Polypeptiden codierte, die einzigartig für das
Wachstum von Hefe auf Methanol als Kohlenstoff- und Energiequelle sind.
Deshalb, wie schon beschrieben, wurden diese Klone verwendet zur
Identifizierung von P. pastoris chromosomalen DNA-Fragmenten, die die
regulatorischen Regionen und strukturellen Codierungs-Informationen für
die einzigartigen Polypeptide, die beobachtet wurden, wenn P. pastoris
auf Methanol wächst, enthielten. In ähnlicher Weise haben diese cDNA-
Klone Verwendung als Sonden für die Identifizierung und Isolierung von
analogen Genen von anderen Methanol-assimilierenden Hefen wie, z. B.
Torulopsis molischiana, Hansenula capsulatum, H. nonfermantens und
ähnlichem (siehe Beispiel XVII).
Detaillierte Analyse des Alkoholoxidase-Gens
-
Die 5, regulatorische Region von Klon pPG 4.0 wurde weiter
charakterisiert durch Bestimmung der Nukleotidsequenz des Klons upstream (5')
von dem Punkt, wo die Strukturinformation für p72 (Alkoholoxidase)
codiert ist. Die ersten 250 Nukleotide vor der
mRNA-Translationsstartstelle (ATG-Codon) sind:
Sequenz C
-
Es wird angenommen, daß die Promotor-Funktion von Klon pPG 4.0
innerhalb dieser Nukleotid-Basensequenz enthalten ist.
-
Um dieses neue DNA-Fragment vollständiger zu beschreiben, wurden
zusätzliche 301 Nukleotide weiter "upstream" von der in der obigen
Sequenz C gezeigten Sequenz bestimmt. Somit wird angenommen, daß
die ersten 551 Nukleotide vor dem mRNA-Translations-Start sind:
Sequenz D
-
Es wird angenommen, daß die in Sequenz D (verglichen mit Sequenz C)
zusätzlich enthaltenen Nukleotide mittels eines unbekannten Mechanismus
der Promotorregion, die innerhalb von Sequenz C enthalten ist,
zusätzliche regulatorische Funktionen verleihen. Es sollte erkannt werden, daß
Sequenz D nur teilweise DNA-Sequenzen für das 1,1 kbp DNA-Fragment
dargestellt, das in den Beispielen XIV und XV als fähig gezeigt ist, die
Genexpression in Hefe zu kontrollieren. Es kann sein, daß zusätzliche
Kontroll-Funktionen in dem Teil des 1,1 kbp DNA-Fragments, der nicht
in Sequenz D gezeigt sind, codiert sind.
-
Um dieses neue 1,1 kbp DNA-Fragment weiter zu beschreiben, wurde
zusätzliches Nukleotidsequenzieren ausgeführt, um die Nukleotidsequenz
des gesamten 1,1 kbp DNA-Fragments, das in den Beispielen XIV und
XV als fähig gezeigt ist, die Genexpression in Hefe zu kontrollieren,
vollständig zu bestimmen. Die Nukleotidsequenz wird als Sequenz D'
fortgesetzt:
Sequenz D'
-
Es wird durch einen Fachmann erkannt, daß zusätzliche
Kontrollfunktionen, relativ zu den Sequenzen C und D, in dem Teil von Sequenz D'
codiert sein können, welcher weiter "upstream" (d. h. in 5' Richtung) der
Nukleotidsequenzen, die in den Sequenzen C und D dargestellt sind, ist.
-
Um zu bestimmen, wo die RNA-Transkription für das Alkoholoxidase-
Gen initiiert ist, wurden die DNA-Sequenzen um das 5' Ende dieses
Gens vom genomischen Klon pPG 4.0 und vom cDNA-Klon pPC 8.3
miteinander verglichen. Der cDNA-Klon pPC 8.3 enthält ungefähr 100
Nukleotide einer untranslatierten Region 5' zum Alkoholoxidase-Gen.
Basierend auf dieser Sequenz wurde ein Oligonukleotid mit 15 Basen (5'
CTTCTCAAGTTGTCG-3') komplementär in Hinsicht auf die Nukleotide
-29 bis -43, wobei das A der Translations-Startstelle (ATG-Codon) als
+ 1 bezeichnet wird und das G in 5' Richtung als -1 bezeichnet wird,
synthetisiert (siehe Beispiel IX) und als "Primer" verwendet, um die
Alkoholoxidase mRNA zum Erreichen des 5' Endes zu verlängern. Die
cDNA-Sequenz, die durch dieses "Primer-Extension-Experiment" erhalten
wurde, zeigte drei verschiedene Transkriptions-Start-Punkte für Pichia
pastoris Alkoholoxidase mRNA. Das Haupttranskript beginnt 114
Nukleotide vom Transkriptions-Start-Codon. Zwei weniger bedeutende alternative
Transkripte beginnen 117 und 111 Nukleotide upstream (5') vom
Alkoholoxidase AUG Codon.
-
Die 55 Nukleotide, die dem Start der Alkoholoxidase mRNA
vorausgehen, enthalten eine mutmaßliche Goldberg-Hogness Box (TATAA-Box).
Die Sequenz TATAAA kommt bei Position -40 vom 5' Ende des Haupt-
Transkripts für Alkoholoxidase mRNA vor, und deshalb 165 Nukleotide
"upstream" des Start-Codons für dieses Protein.
-
Die 3' regulatorische Region des Alkoholoxidase-Gens wurde weiter
charakterisiert durch Bestimmung der Nukleotidsequenz für ungefähr 120
Nukleotide "downstream" der Stelle, wo die strukturelle Information für
p72 (Alkoholoxidase) codiert ist. Die Sequenz wird unten als Sequenz D''
fortgesetzt:
Sequenz D''
Detaillierte Analyse des p76-Gens
-
Die 5' regulatorische Region von Klon pPG 6.0 wurde weiter
charakterisiert durch Bestimmung der Nukleotidsequenz des Klons "upstream"
(5') von der Stelle, wo die strukturelle Information für p76 codiert ist.
Es wird angenommen, daß die ersten 622 Nukleotide vor der mRNA-
Translations-Start-Stelle (ATG-Codon) sind:
Sequenz D'''
-
Es wird angenommen, daß die Promotor-Funktion von pPG 6.0 innerhalb
dieser Sequenz von Nukleotid-Basen enthalten ist, obwohl der Fachmann
bemerkt, daß zusätzliche regulatorische Eigenschaften durch Sequenzen
weiter "upstream" der Sequenzen, die als Sequenz D''' präsentiert worden
sind, verliehen werden können.
-
Die 3' regulatorische Region von Klon pPG 6.0 wurde weiter
charakterisiert durch Bestimmung der Nukleotidsequenz für ungefähr 180
Nukleotide "downstream" (3') von der Stelle, wo die p76 strukturelle
Information codiert ist. Die Sequenz wird unten als Sequenz D'''' fortgesetzt:
Sequenz D''''
Expression in transformierter Hefe
-
Die oben beschriebenen Plasmide der vorliegenden Erfindung haben
Verwendung in Hefe-Stämmen, die transformiert werden können.
Regulation der Genexpression in Hefe durch die neuen DNA-Fragmente der
vorliegenden Erfindung kann erreicht werden, indem man die
transformierten Organismen einem Kohlenstoffquellen-Mangel aussetzt.
Kohlenstoffquellen-Mangel nach Wachstum auf einer Vielzahl von sowohl
Katabolit reprimierenden als auch Nicht-Katabolit reprimierenden
Kohlenstoffquellen induziert die Expression des Genprodukts, das unter der
Kontrolle der regulatorischen Regionen der Erfindung gehalten wird. Ein
anderes Mittel, um Expression des gewünschten Genprodukts in
geeigneten
Species von transformierten Hefen zu erreichen, ist, die
transformierten Hefen auf Methanol wachsen zu lassen. Ein weiteres Mittel, um die
Expression des gewünschten Genprodukts zu induzieren, ist, die
transformierte Hefe auf einem Medium, das Nicht-Katabolit reprimierende
Kohlenstoffquellen enthält, wachsen zu lassen.
-
Die regulatorischen Regionen dieser Erfindung sind für die Expression in
allen Hefestämmen nützlich, weil sich gezeigt hat, daß die regulatorischen
Regionen unter einer Vielzahl von Bedingungen induziert werden können.
Somit können Hefen, die fähig sind, auf Methanol oder einer Nicht-
Katabolit reprimierenden Kohlenstoffquelle zu wachsen, veranlaßt werden,
fremde, d. h. heterologe Polypeptide direkt herzustellen; während Hefen,
die fähig sind, auf Katabolit reprimierenden Kohlenstoffquellen zu
wachsen, veranlaßt werden können, fremde Polypeptide herzustellen durch
Aussetzen der so gewachsenen Hefezellen in Bedingungen von
Kohlenstoffquellen-Mangel.
-
Transformierte Hefestämme, welche für das Verfahren der vorliegenden
Erfindung bevorzugt sind, enthalten Mitglieder der Gattungen:
-
Candida,
-
Kloeckera,
-
Saccharomyces,
-
Schizosaccharomyces,
-
Rhodoturula,
-
Hansenula,
-
Torulopsis,
-
Pichia, und
-
Kluyveromyces.
-
Hefen dieser Gattungen sind bevorzugt, weil ihre Sicherheit der
Handhabung, ihre Wachstumsbedingungen und ähnliches etabliert sind und dem
Fachmann wohlbekannt sind.
-
Besonders bevorzugte Hefestämme zur Verwendung in einem der Ausführungsbeispiele
des Verfahrens der vorliegenden Erfindung sind solche
Hefe-Stämme, die fähig sind, auf Methanol als Kohlenstoff-Energie-Quelle
zu wachsen. Hefen, die fähig sind, auf Methanol zu wachsen, enthalten
Mitglieder der Gattungen:
-
Candida,
-
Kloeckera,
-
Saccharomyces,
-
Rhodoturula,
-
Hansenula,
-
Torulopsis, und
-
Pichia.
-
Weil die regulatorischen Regionen der vorliegenden Erfindung auch
durch Wachstum auf sowohl Nicht-Katabolit reprimierenden
Kohlenstoffquellen als auch durch Bedingungen von Kohlenstoffquellen-Mangel
induziert werden können, sind die Hefe-Stämme, welche fähig sind, auf
solchen nicht-methanolischen Substraten zu wachsen wie:
-
Glucose,
-
Acetat,
-
Glycerin,
-
Ethanol,
-
Lactose,
-
Galactose,
-
Fructose,
-
Sucrose,
-
und ähnlichen und Mischungen von zwei oder mehreren davon auch
brauchbar für die Ausführung der Erfindung. Durch Wachsen des Wirt-
Organismus auf einer geeigneten Nicht-Katabolit reprimierenden,
nichtmethanolischen Kohlenstoffquelle wie, z. B. Glycerin und Galactose, oder
durch Wachsen des Wirt-Organismus auf einer geeigneten Katabolit
reprimierenden Kohlenstoffquelle wie, z. B. Ethanol, Glucose und Fructose und
danach Aussetzen des Wirt-Organismus in Kohlenstoffquellen-Mangel-
Bedingungen, kann die Expression eines Genprodukts unter der Kontrolle
der regulatorischen Regionen der Erfindung erreicht werden.
-
Zusätzlich, weil die regulatorischen Regionen der Erfindung auf eine
Vielzahl von Wachstums-Bedingungen ansprechen, sowohl in Bezug auf
Induktion und Repression der Expression, kann die regulierte Expression
als Genprodukt unter der Kontrolle der regulatorischen Regionen dieser
Erfindung erreicht werden. Somit läßt man Zellen z. B. auf einer
Kohlenstoffquelle wachsen, die nur geringe Level einer fremden
Genexpression induziert, dann wechselt man sie über in Methanol, das stark die
Genexpression induzieren wird. Alternativ kann die regulierte
Genexpression durch Verwendung von Mischungen von
induzierenden/reprimierenden "Nahrungsstoffen", wie z. B. Methanol-Glucose-Mischungen, erreicht
werden. Als eine andere Alternative können die hohen Expressions-Level,
die durch das Wachstum auf Methanol erzeugt werden, wie gewünscht
reduziert werden durch Zusatz einer reprimierenden Kohlenstoffquelle,
wie Glucose oder Ethanol, zu den Wachstums-Medien. Natürlich erkennt
der Fachmann, daß andere Variationen der Nahrungsmischungen und
Reihenfolge der Nahrungseingabe möglich sind und einen großen Teil
der Kontrolle über die Level der Genexpression, die aus der Erfindung
der regulatorischen Regionen erhalten werden, gewährleisten.
-
Ein speziell bevorzugter Wirt-Hefestamm ist die Mutante Pichia pastoris
GS 115, welche eine Mutante ist, die einen Defekt hat in der
Möglichkeit, Histidin zu produzieren und somit bezeichnet wurde, daß sie den
mutanten Genotyp his4 hat. GS 115 stammt von Pichia pastoris NRRL
Y-11430 und wurde beim Northern Regional Research Center of the
United States Department Agriculture in Peoria, Illinois hinterlegt, um
ihn öffentlich zugänglich zu machen. Pichia pastoris GS 115 erhielt die
Hinterlegungs-Nummer NRRL Y-15851 am 31. August 1984. Dieser
spezielle Wirt ist nützlich, weil er eine auxotrophe Mutante ist, die
Defekte im Histidin-Stoffwechsel hat. Transformation dieses Wirts mit
einem Vektor, der unter anderen DNA-Sequenzen die HIS4-Gen-Funktion
enthält, erlaubt die einfache Selektion auf den transformierten Wirt.
-
Weil die regulatorischen Regionen der vorliegenden Erfindung sich auch
als brauchbar erwiesen haben für die regulierte Expression von
heterologen Genprodukten in Hefe-Stämmen der Gattung Saccharomyces, für
welche eine große Anzahl von auxotrophen Mutanten bekannt ist,
enthalten zusätzliche bevorzugte Wirt-Hefestämme ATCC 24683 (eine 1,
1, 2, 1, 1, 1 Mutante), ATCC 24684 (eine 1, 1, 7
1, 1 Mutante), ATCC 32810 (eine 5, 4, 5, 1, 2, 2
Mutante), ATCC 34182 (eine 3, , , Mutante), ATCC 34352
(eine 2 Mutante), ATCC 34353 (eine 2 Mutante), ATCC 38523
(eine 1, 1 Mutante), ATCC 38626 (eine 2 4 Mutante), ATCC
38660 (eine 4, 2 4 Mutante), ATCC 42243 (eine 3 Mutante),
ATCC 42336 (eine 1, 4, 4 Mutante), ATCC 42403 (eine 4,
7 Mutante), ATCC 42404 (eine 1, 4, 2 Mutante), ATCC
42564 (eine 1, 6 Mutante), ATCC 42596 (eine 4, 2, 1
Mutante), ATCC 42957 (eine 4, 2, 4, 5 Mutante), ATCC
42950 (eine Mutante), ATCC 42951 (eine , mutante), ATCC
44069 (eine 1 Mutante), ATCC 44070 (eine 2, 4 Mutante),
ATCC 44222 (eine 4 Mutante), ATCC 44376 (eine 4, 2
Mutante), ATCC 44377 (eine 4, 1 Mutante), und ähnliche, die dem
Fachmann leicht zugänglich sind.
-
Es wird durch den Fachmann erkannt, daß brauchbare Wirt-Stämme
nicht auf auxotrophe Mutanten limitiert sind. Somit stellt die
Transformation von prototrophen Stämmen mit positiven Selektions-Markern, wie
z. B. Antibiotika-Resistenz-Genen, auch ein brauchbares Mittel bereit für
die Detektion und Isolation von transformierten Stämmen.
-
Escherichia coli ist auch ein brauchbarer Wirt für die Plasmide der
Erfindung. Der Fachmann erkennt, daß viele Stämme von E. coli
brauchbare Wirte sind. Verschiedene Stämme, die in der vorliegenden Arbeit
verwendet worden sind, sind unten aufgelistet:
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Stamm-Bezeichnung Hinterlegungs-Nummer
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MC1061 nicht bekannt
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LE392 ATCC #33572
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MM294 ATCC #33625
Pichia pastoris-Transformations-Verfahren
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Die Transformation von Pichia pastoris ist bisher nicht beschrieben
worden. Die experimentellen Vorgehensweisen für die Transformation von
Pichia pastoris werden im größeren Detail unten präsentiert (Beispiel
XII). Um ein Transformations-System für P. pastoris zu entwickeln,
wurde die auxotrophe Mutante GS115 (NRRL Y-15851) isoliert und es
wurde bestimmt, daß sie einen Defekt im Histidin-Stoffwechsel in der
Weise hat, daß der Stamm keine detektierbare Histidinol-Dehydrogenase-
Aktivität hat.
-
GS115 (NRRL Y-15851) kann durch enzymatischen Verdau der
Zellwände, um Spheroplasten zu ergeben, transformiert werden; die
Spheroplasten werden dann mit der transformierenden DNA gemischt und in
der Anwesenheit von Calciumionen und Polyethlylenglycol inkubiert, und
dann in einem selektiven Wachstums-Medium, dem Histidin fehlt,
regeneriert. Die transformierende DNA enthält das HIS4-Gen, in welchem der
Wirts-Stamm einen Mangel hat, somit überleben nur transformierte
Zellen auf dem verwendeten selektiven Wachstums-Medium.
Isolation des Pichia pastoris HIS4-Gens
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Das HIS4-Gen wurde aus dem Stamm P. pastoris NRRL Y-11430 durch
partiellen Verdau von Gesamt-chromosomaler DNA mit Sau3A, dem eine
Zentrifugation über einen Sucrose-Gradienten folgte, isoliert (siehe
Beispiel XIII). Fragmente von 5 bis 20 kbp wurden in die
BamHI-Schnittstelle von S. cerevisiae-E. coli Shuttle Vector YEp13 (ATCC 37115;
Fig. 33) kloniert und in E. coli transformiert. Ungefähr 50.000 Kolonien
wurden kombiniert und Gesamt-Plasmid-DNA extrahiert. Spheroplasten
von S. cerevisiae Stamm 5799-4D (NRRL Y-15859), eine
his4ABC-Mutante, wurden mit ungefähr einem ug von YEp 13 Pichia DNA-Bibliothek
mittels des Verfahrens von Hinnen et. al. (1978) gemischt und sie
durften in einem Medium, dem Histidin fehlte, regenerieren. Die
Transformation ergab ungefähr 1·10³ prototrophe Hefe-Kolonien aus einer
Population von 5·10&sup7; gesamt-regenerierbaren Spheroplasten. Eine
parallele Kontrollprobe, die ohne DNA inkubiert worden war, erzeugte
keine Kolonien. Gesamt-Hefe-DNA wurde aus 20 der His+ Kolonien
extrahiert und in E. coli zurücktransformiert. 17 der
Hefe-DNA-Präparationen erzeugten Ampicillin-resistente Kolonien. Diese klonierten
Fragmente wurden weiter charakterisiert durch sowohl Restriktionsenzym-
Größenkartierung als auch durch ihre Fähigkeit zur Kreuz-Hybridisierung
mit einem markierten S. cerevisiae HIS4-Fragment bei geringer Stringenz
(Waschen nach der Hybridisierung in 2x SSC bei 55ºC) durch die in
Beispiel XIII, §G beschriebene Methode. HIS4-enthaltene Plasmide
enthielten jedes ein oder mehrere Fragment(e), das (die) mit dem S.
cerevisiae HIS4-Gen hybridisierte(n). Ein solches HIS4-enthaltenes
Plasmid wurde neu kloniert, um ein HIS4-enthaltenes Plasmid, das als pYJ8
bezeichnet wurde und in Fig. 25 gezeigt ist, zu ergeben. Plasmid pYJ8
enthält pBR 325 Sequenzen, einschließlich Chloramphenicol- und
Ampicillin-Resistenzgen, ebenso wie das Pichia HIS4-Gen.
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Das ARG4-Gen wurde aus P. pastoris NRRL Y-1 1430 unter Verwendung
eines analogen Protokolls und des Arg&supmin; S. cerevisiae-Stammes S2072A
(eine arg4 leu2 trp1 gal2 Mutante; erhalten aus dem "Yeast Genetic
Stock Center, Berkely, CA") isoliert.
-
Ein Fachmann erkennt, daß andere Marker-Gene von Pichia ähnlich
isoliert werden können unter Verwendung von S. cerevisiae-Stämmen mit
entsprechendem Mangel.
Isolation von Pichia pastoris Autonom-Replizierenden-
Sequenzen
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Eine andere brauchbare Komponente der Vektoren der vorliegenden
Erfindung sind aus Pichia stammende Autonom-Replizierende-Sequenzen
(PARS), welche sowohl die Transformations-Frequenz von GS115 (NRRL
Y-15851) als auch die Beibehaltung des Plasmids als stabiles
extrachromosomales Element verbessern.
-
Um nach Pichia ARSen zu suchen, wurde DNA aus Pichia pastoris
GS115 (NRRL Y-15851) partiell mit TaqI verdaut und 5 bis 10 kbp
Fragmente wurden isoliert und in die einzige ClaI-Stelle von pYJ8ΔCla
(siehe Fig. 26) kloniert. Plasmid-DNA wurde aus ungefähr 10.000 His+
Pichia-Kolonien gewonnen und zur Transformation von E. coli verwendet.
Plasmide aus ungefähr 10.000 Ampicillin-resistenten Kolonien wurden
isoliert und dann in GS 115 zurücktransformiert. Vierzig der His + Hefe-
Kolonien von dieser "Unterbibliothek''-Transformation wurden separat auf
selektives Medium gestrichen und in separaten Kulturen in selektivem
Medium wachsen gelassen. Gesamt-Hefe-DNA wurde von jeder dieser 40
Kulturen extrahiert und in E. coli transformiert. Zwei Plasmide, pYA63
(PARS 1) und pYA90 (PARS2), deren Hefe-DNA-Präperationen, die am
meisten Ampicillin-resistenten E. coli Kolonie produzierten, wurden für
die weitere Analyse selektiert. Beide Plasmide transformierten Pichia
pastoris GS115 (NRRL Y-15851) mit einer sehr hohen Häufigkeit und
jedes enthielt ein Insert fremder DNA.
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Als ein Maß für die Fähigkeit der ARSen die Plasmide als autonome
Elemente in Pichia zu behalten, wurden Kulturen von Hefe-Zellen, die
mit jedem Plasmid transformiert worden waren, in selektivem Medium
wachsen gelassen und es wurden periodisch Proben entnommen. Der
Zustand der Plasmid-Sequenzen in den Zellen wurde durch
Southern-Hybridisierung von nicht-geschnittenen Hefe-DNAs mit radioaktiv-markiertem
pBR325 bestimmt. Die Plasmide pYA63 und pYA90 blieben in Pichia
für mindestens 10 Generationen in selektivem Medium erhalten (aber sie
waren nach 50 Generationen integriert).
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Eine der mutmaßlichen Pichia Autonom-Replizierenden-Sequenzen
(PARS1) wurde in verschiedene andere Pichia-Vektoren kloniert, um ihre
Fähigkeit zu prüfen, die transformierende DNA als autonomes Element
zu behalten. Die Plasmide pYJ30 (Fig. 27) und pBPf1 (Fig. 34) waren
noch als autonome Elemente nach 20 Wachstums-Generationen auf
selektivem Medium (His&supmin;) vorhanden und waren in mehreren Kopien pro
Zelle vorhanden. Southern Blot-Analyse von mit pYJ30 transformierten
Zellen zeigte ungefähr 10 Kopien pro Zelle.
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Um zu bestimmen, ob die Plasmide pSA0H5 (siehe Fig. 18) und
pT76H4 (siehe Fig. 22b), welche PARS1 durch pYJ30 bzw. pBPf1
eingebracht enthielten, den Plasmiden von denen sie stammten ähnliche
Stabilität vermitteln, wurden Zellen, die diese Vektoren enthalten, unter
selektiven Bedingungen für ungefähr 50 Generationen unter selektiven
Bedingungen (His&supmin;) in Anwesenheit von Glucose wachsen gelassen. Die
Zellen wurden dann in nicht-selektive Bedingungen (His&spplus;) übergewechselt
und der Verlust der Prototrophie wurde überwacht. Die Stabilität dieser
Plasmide war mit der Stabilität von pYJ30 vergleichbar, einschließlich
dem schnellen Verlust der His-Prototrophie nach Überwechseln in
nichtselektive Medien. Somit wird angenommen, daß diese Experimente, die
mit Plasmiden ausgeführt wurden, die die
Autonom-Replizierende-Sequenz, PARS 1, enthalten, Ergebnisse über die Genexpression autonomer
Plasmid-DNA bereitstellen.
Neue β-Galaktosidasegen enthaltene Konstrukte
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Um die Fähigkeit der regulatorischen Regionen dieser Erfindung, daß sie
die Produktion von Proteinprodukten kontrollieren, zu demonstrieren,
wurden neue DNA-Konstrukte hergestellt. Somit wurde das E. coli lacZ
Gen in verschiedene Plasmide eingebaut und zwar unter der Kontrolle
der regulatorischen Regionen der Gene, die Polypeptide p72
(Alkoholoxidase) oder p76 codieren. Die Präparation der Plasmide pSAOH 1,
pSAOH5, pSAOH10, pTAFH.85, pT76H1, pT76H2, pT76H3 und pT76H4
ist im Beispiel XIV beschrieben.
-
Obwohl die Einführung der Fusion aus regulatorischer
Region-β-Galaktosidasegen der Erfindung in Wirt-Hefezellen unter Verwendung von
Plasmiden als Vehikel für die Einführung hier beschrieben ist, wird ein
Fachman erkennen, daß es nicht für das regulatorische
Region-Strukturgen-Konstrukt notwendig ist, in die Zelle via einem Plasmid eingeführt
zu werden. Somit kann jedes Molekül, das fähig ist, in Hefe behalten zu
werden, verwendet werden. Deshalb kann das regulatorische Region-
Strukturgen-Konstrukt der Erfindung via anderen Vektoren als Plasmiden
manipuliert werden. Alternativ kann das regulatorische
Region-Strukturgen-Konstrukt in das Chromosom der Wirt-Hefezelle integriert werden.
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Ein Fachmann erkennt auch, daß der Umfang der vorliegenden
Erfindung nicht auf die Herstellung von β-Galaktosidase unter der Regulation
der hier offenbarten regulatorischen Regionen limitiert ist. Die Vielzahl
der Polypeptide, die unter der Regulation der regulatorischen Regionen
der Erfindung hergestellt werden können, ist nur durch die
Vorstellungskraft des Lesers limitiert. Viele Vorgehensweisen existieren für die
Herstellung von DNA-Sequenzen, die für gewünschte Polypeptide
codieren. Zum Beispiel können Oligonukleotide verschiedener Länge durch
bekannte Verfahren synthetisiert werden. Verschiedene solcher
Oligonukleotide können sich in längere, doppelsträngige Moleküle
zusammenschließen und zwar als Folge ihrer spezifischen
Basenpaarungseigenschaften. Die beteiligten Oligonukleotide dieses Doppelstrang-Moleküls können
durch das Enzym DNA-Ligase miteinander verbunden (ligiert) werden.
Alternativ können DNA-Moleküle mit der gewünschten
Codierungs-Sequenz unter Verwendung des Enzyms Reverse Transcriptase synthetisiert
werden, wobei die das gewünschte Polypeptid betreffende Messenger
RNA als Matrize für die Tätigkeit der Reversen Transcriptase verwendet
wird. Eine noch andere Möglichkeit ist das Klonieren von genomischen
DNA-Fragmenten und das Beobachten, ob direkte Expression des
gewünschten Produktes stattfindet.
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Die DNA-Sequenz, die für das gewünschte Polypeptid codiert, kann für
die Herstellung des regulatorischen Region-Strukturgen-Konstruktes durch
eine Vielzahl von Verfahren modifiziert werden. Zum Beispiel können
die Enden der wie oben hergestellten DNA mit dem Enzym DNA-Ligase
zu kurzen doppelsträngigen DNA-Molekülen ligiert werden, sogenannte
Linker-Moleküle, welche die Nukleotidsequenz enthalten, die durch
spezifische Restriktionsendonukleasen erkannt wird. Verdau dieser
Moleküle mit einer spezifischen Restriktionsendonuklease nach der Ligation
wird Enden erzeugen, die der speziellen
Restriktionsendonuklease-Erkennungsstelle an den Enden der hergestellten DNA-Sequenz entsprechen.
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Drei spezifische regulatorische Region-β-Galaktosidasegen-Konstrukte, die
im Laufe dieser Arbeit hergestellt worden sind, sind anhand der
Restriktionskarten bzw. -daten, die in den Fig. 15 und 16 präsentiert sind,
beschrieben. Die Restriktions-Karte, die in Fig. 15a präsentiert wird,
beschreibt ein Konstrukt, das aus einem 0,85 Kilobasenpaar HindIII-
BamHI Teil, der aus der 5' regulatorischen Region von pPG 6.0 und
dem lacZ Gen von E. coli (gezeigt wird das 3,6 Kilobasenpaar BamHI-
NrvI Fragment) stammt, umfasst. Dieses gleiche Konstrukt ist anwesend
in jedem der Plasmide pTAFH.85, pT76H1 und pT76H2, die unten in
größerem Detail beschrieben sind (siehe Beispiel XIV). Die
Restriktionskarte, die in Fig. 15b präsentiert wird, beschreibt ein Konstrukt
umfassend einen 1,3 Kilobasenpaar HindIII-EcoRI Teil, der von der 5'
regulatorischen Region von pPG6.0 und dem lacZ Gen von E. coli
stammt. Dasselbe Konstrukt ist anwesend in jedem der Plasmid pT76U 1,
pT76H3 und pT76H4, die unten in größerem Detail beschrieben werden
(siehe Beispiel XIV).
-
Fig. 16 ist eine Restriktionskarte eines Konstrukts umfassend ein 1.1
Kilobasenpaar EcoRI-BamHI Fragment, das aus einem Teil der 5,
regulatorischen Region von pPG 4.0 und dem LacZ-Gen von E. coli stammt.
Dieses Konstrukt ist anwesend in jedem der Plasmide pSAOH1, pSAOH5
und pSAOH10, die unten in größerem Detail beschrieben werden (siehe
Beispiel XIV).
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Plasmid pSAOH1 wird schematisch in Fig. 17 dargestellt. Zusätzlich
dazu, daß es das fusionierte Produkt regulatorische
Region-β-Galaktosidasegen, das in Fig. 16 gezeigt ist, enthält, wird gezeigt, daß das
Plasmid enthält:
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(a) pBR322-Sequenzen einschließlich dem Arnp®-Gen;
-
(b) Pichia pastoris HIS4-Gen;
-
(c) S. cerevisiae 2 um Ring-DNA; und
-
(d) das unterbrochene URA3 Gen von S. cerevisiae.
-
Das Plasmid hat deshalb die Fähigkeit in E. coli-Wirten und
Hefe-Wirten zu transformieren und zu replizieren. Selektierbare Marker sind
anwesend für die Manipulation von DNA in entweder E. coli- oder
Hefe-Wirten.
-
Plasmid pSAOH5 wird schematisch in Fig. 18 dargestellt. Das Plasmid
ist ähnlich zu dem oben beschriebenen pSAOH 1, außer, daß die S.
cerevisiae 2 u Ring DNA und etwas der Pichia pastoris HIS4 Gen
flankierenden DNA deletiert worden ist, während eine Pichia pastoris
autonom replizierende Sequenz (PARS 1 von pYA63) hinzugefügt worden ist.
-
Plasmid pSAOH10 wird in Fig. 19 schematisch illustriert. Das Plasmid
enthält:
-
(a) die Fusion von regulatorischer Region-β-Galaktosidasegen;
-
(b) pBR325 Sequenzen, einschließlich Genen, die eine Tetracyclin-
Resistenz, Chloramphenicol-Resistenz und Ampicillin-Resistenz
(tetR, camR, bzw. ampR) verleihen;
und
-
(c) S. cerevisiae HIS4 Gen (erhalten aus Plasmid pYA2, wie unten
beschrieben).
-
Die Plasmide pTAFH.85, pT76H 1 und pT76H2 sind analog zu den
oben beschriebenen drei Plasmiden, außer, daß die verwendete
Fusion von regulatorischer Region-β-Galaktosidasegen jene von Fig.
15a ist (anstelle der Fusion, die in Fig. 16 beschrieben ist).
-
Die Plasmide pT76H3 und pT76H4 sind analog zu pSAOH1 bzw.
pSAOH5, außer, daß die verwendete Fusion von regulatorischer
Region-β-Galaktosidasegen jene von Fig. 15b war (anstelle der in
Fig. 16 beschriebenen Fusion).
-
Plasmid pTAFH.85 wird schematisch in Fig. 20 gezeigt und umfaßt:
-
(a) die Fusion regulatorische Region-fi-Galaktosidase Gen, gezeigt in
Fig. 15a;
-
(b) pBR322 Sequenzen einschließlich dem ampR Gen;
-
(c) Pichia pastoris HIS4 Gen;
-
(d) S. cerevisiae 2 u Ring-DNA; und
-
(e) das unterbrochene URA3 Gen von S. cerevisiae.
-
Plasmid pT76H1 wird schematisch in Fig. 21 gezeigt und umfaßt:
-
(a) die Fusion regulatorische Region-β-Galaktosidasegen, gezeigt in
Fig. 15a;
-
(b) pBR322 Sequenzen einschließlich den ampR Gen; und
-
(c) Pichia pastoris HIS4 Gen und autonom replizierende Sequenz
(PARS1).
Plasmid pT76H2 wird schematisch in Fig. 22 gezeigt und umfaßt:
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(a) die Fusion regulatorische Region-β-Galaktosidase Gen, gezeigt in
Fig. 15a;
-
(b) pBR325 Sequenzen einschließlich Genen, die
Tetracyclin-Resistenz, Chloramphenicol-Resistenz und Ampicillin-Resistenz
verleihen; und
-
(c) S. cerevisiae HIS4 Gen.
-
Plasmid pT76H3 wird schematisch in Fig. 22a gezeigt und umfaßt:
-
(a) die Fusion regulatorische Region-β-Galaktosidasegen, gezeigt in
Fig. 15b;
-
(b) pBR322 Sequenzen einschließlich dem ampR Gen;
-
(c) P. pastoris HIS4 Gen;
-
(d) So cerevisiae 2 u Ring-DNA;
-
(e) das unterbrochene URA3 Gen von S. cerevisiae.
-
Plasmid pT76H4 wird schematisch in Fig. 22b gezeigt und umfaßt:
-
(a) die Fusion regulatorische Region-β-Galaktosidasegen, gezeigt in
Fig. 15b;
-
(b) pBR322 Sequenzen einschließlich dem amp Gen
-
(c) Pichia pastoris HIS4 Gen;
-
(d) Pichia pastoris autonom replizierende Sequenz (PARS1).
Expression von β-Galaktosidase in Hefe
-
Pichia pastoris GS115 (NRRL Y-15851) wurde mit den oben
beschriebenen neuen β-Galaktosidasegen-enthaltenen Konstrukten transformiert.
Verschiedene der resultierenden transformierten Hefe-Stämme wurden
beim Northern Regional Research Center of the United States
Department of Agriculture hinterlegt und erhielten die Hinterlegungs-Nummern
wie folgt:
Wirt Plasmid Hinterlegungs-Nr. des transformierten Stamms
-
Die neuen β-Galaktosidasegen-enthaltenden Konstrukte wurden auch
verwendet, um E. coli zu transformieren. Transformierte Bakterienstämme
wurden auch beim Northern Regional Research Center in Peoria, Illinois,
hinterlegt. Die transformierten Stämme erhielten die folgenden
Hinterlegungs-Nummern:
Wirt Plasmid Hinterlegungs-Nr. des transformierten Stamms
-
Pichia pastoris GS115 (NRRL Y-15851) transformiert mit jedem der
oben beschriebenen ersten acht Plasmide, die die Fusion aus
Alkoholoxidase und p76-regulatorischer Region-lacZ Gen der Erfindung enthalten,
wurden bis zur stationären Phase auf Minimal-Medium ergänzt mit Biotin
plus Glucose als Kohlenstoffquelle wachsen gelassen. Sobald die Zellen
die stationäre Phase erreicht hatten, wurden sie in Minimal- Medium
ergänzt mit Biotin plus Methanol als Kohlenstoffquelle übergewechselt.
Nachdem die Zellen für ungefähr drei bis fünf Generationen bei 30ºC
gewachsen waren, wurden sie in frisches Minimal-Medium ergänzt mit
Biotin übergewechselt und auf Glucose oder Methanol als
Kohlenstoffquelle wachsen gelassen. Zu bestimmten Zeitpunkten wurden
Kulturproben entnommen und auf die Anwesenheit von β-Galaktosidase und
Alkoholoxidase durch die in den Beispielen VII und XV beschriebenen
Methoden analysiert.
-
Es wurde gefunden, daß die auf Glucose als Kohlenstoffquelle
gewachsenen Zellen keine detektierbare Ausbeute an β-Galaktosidase oder
Alkoholoxidase produzierten, während die auf Methanol als einziger
Kohlenstoffquelle gewachsenen Zellen signifikante Ausbeute von sowohl
Alkoholoxidase als auch β-Galaktosidase exprimierten. Es wurde auch gefunden,
daß die auf Glucose gewachsenen Zellen, wenn sie Bedingungen von
Kohlenstoffquellen-Mangel ausgesetzt worden waren, auch meßbare
Mengen von sowohl Alkoholoxidase als auch β-Galaktosidase
exprimierten. Somit ist es klar, daß die regulatorischen Regionen dieser Erfindung
sowohl auf die Anwesenheit von Methanol als auch auf Bedingungen von
Kohlenstoffquellen-Mangel ansprechen.
-
Als Verifizierung, daß die regulatorischen Regionen der Erfindung sowohl
auf Wachstum auf Nicht-Katabolit reprimierenden Kohlenstoffquellen als
auch auf Bedingungen von Kohlenstoffquellen-Mangel ansprechen, wurde
ein Plasmid enthaltend die Alkoholoxidase regulatorische Region,
pTAO 13, und ein Plasmid enthaltend die p76 regulatorische Region,
pT76U1, verwendet, um einen nicht-Methanol verwendenden Hefe-Stamm,
Saccharomyces cerevisiae, zu transformieren. Einer der verwendeten
transformierten Stämme mit der Labor-Kennzeichnung SEY2102-pTAO13
wurde beim Northern Regional Research Center in Peoria, Illinois
hinterlegt. Der transformierte Stamm erhielt die Hinterlegungs-Nummer NRRL
Y-15858. Saccharomyces cerevisiae NRRL Y-15858 und SEY2102-pT76U1
wurden auf Glucose, Fructose, Ethanol, Glycerin und Galactose für
ungefähr fünf Generationen hochwachsen gelassen, dann Bedingungen von
Kohlenstoffquellen-Mangel ausgesetzt. Der übliche Assay auf
β-Galaktosidase (siehe Beispiel XV) nach fünf Generationen zeigte an, daß auf
Glycerin und Galactose gewachsene Zellen große Mengen an
β-Galaktosidase produzierten, während auf Glucose und Fructose gewachsene
Zellen im wesentlichen keine β-Galaktosidase produzierten. Wenn die β-
Galaktosidase nach 6 Stunden Wachstum unter Kohlenstoffquellen-Mangel
gemessen wurde, wurde die Produktion mäßiger Mengen an
β-Galaktosidase durch die auf Glucose und Fructose gewachsenen transformierten
Organismen als auch wesentliche Mengen an A-Galaktosidase hergestellt
durch auf Glycerin und Galactose gewachsenen Zellen beobachtet. Somit
sind die regulatorischen Regionen dieser Erfindung fähig, die Produktion
von Proteinprodukten in genetisch sehr verschiedenen Hefe-Wirten zu
kontrollieren und sind nicht eingeschränkt auf die Verwendung von
Methanol verwendenden Stämmen.
BEISPIELE
-
Die in den folgenden Beispielen verwendeten Puffer und Lösungen haben
die unten angegebenen Zusammensetzungen:
-
1 Tris-Puffer 121,1 g Tris-Base in 800 ml H&sub2;O; auf den
gewünschten pH-Wert durch Zusatz von
konzentrierter (35%) wässriger HCl einstellen; abkühlen
lassen auf Raumtemperatur vor der endgültigen
pH-Einstellung, auf ein endgültiges Volumen von 1
l verdünnen.
-
S-Puffer 1,5 Sorbitol in 004 Natrium-Phosphat-Puffer
bei pH 6,6.
-
PK-Puffer 0,14 NaCl
-
1% Natriumdodecylsulfat (SDS)
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0,01 EDTA
-
in 0,05 (pH 8.4) Tris-Puffer
-
ETS-Puffer 10 m EDTA
-
0,2% SDS
-
in 0,01 (pH 7.4) Tris-Puffer
-
TE-Puffer 1,0 m EDTA
-
in 0,01 (pH 7.4) Tris-Puffer
-
SSC 0,15 NaCl
-
15 m Natriumcitrat
-
auf pH = 7.0 mit NaOH einstellen
-
TAE 40 m Essigsäure
-
5 m EDTA
-
in 0,02 (pH 8,3) Tris-Puffer
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PBS (Phosphatgepufferte Salzlösung) 10 m Natriumphosphat (pH 7,0)
-
0,15 NaCl
-
Laemmli Ladungs-Puffer 62,5 m Tris-HCl (pH 6,8)
-
2% SDS
-
10% Glycerin
-
5% 2-Mercaptoethanol
-
0,01% Bromphenolblau
-
RIPA-Puffer 1% NP40 (Sigma)
-
1% Natrium-Deoxycholat
-
0,1% SDS
-
in PBS
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20x SSPE 20 m EDTA
-
0,16 NaOH
-
0,2 NaH&sub2;PO&sub4;·H&sub2;O
-
3,6 NaCl
-
auf pH = 7.0 mit NaOH einstellen
-
Denhardt's Lösung (50 X) 5 g Ficoll
-
5 g Polyvinylpyrrolidon
-
5 g Rinderserumalbumin (BSA; Pentax Fraction V)
mit Wasser auf ein Gesamtvolumen von 500 ml
bringen
-
Prehybribisierungs-Puffer 5x SSPE
-
5x Denhardt's Lösung
-
50% deionisiertes Formamid
-
0,2% SDS
-
200 ug/ml gescherte und denaturierte
Heringsperm DNA
-
LB (Luria-Bertani) Medium 5 g Bacto-Trypton
-
5 g Bacto-Hefe Extract
-
2,5 g NaCl
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in 1 l Wasser, auf pH = 7,5 mit NaOH einstellen
-
YPD-Medium 1% Bacto-Hefe Extract
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2% Bacto-Pepton
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2% Dextrose
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SD-Medium 6,75 g Hefe-Nitrogen-Base
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ohne Aminosäuren (DIFCO)
-
2% Dextrose
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in 1 l Wasser
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SED 1 Sorbitol
-
25 m EDTA
-
50 m DTT
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SCE-Puffer 9,1 g Sorbitol
-
1,47 g Natriumcitrat
-
0,168 g EDTA
-
50 ml H&sub2;O
-
--pH auf 5,8 mit HCl
-
CaS 1 Sorbitol
-
10 m CaCl&sub2;
-
--Sterilfiltrieren
-
PEG-Lösung 20% Polyethylenglycol - 3350
-
10 m Ca Cl&sub2;
-
10 m Tris-HCl (pH = 7,4)
-
--Sterilfiltrieren
-
SOS 1 Sorbitol
-
0,3x YPD-Medium
-
10 m CaCl&sub2;
-
Formamid-Farb-Mix 0,1% Xylencyanol FF
-
0,2% Bromphenolblau
-
10 m EDTA
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95% deionisiertes Formamid
-
Top-Gel 76,8 g Harnstoff
-
24 ml Acrylamid-Stamm
-
8 ml 10x TBE
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auf ein Volumen von 160 ml bringen
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Acrylamid-Stamm 38 g Acrylamid
-
2 g Bis(N,N-methylenbisacrylamid)
-
Wasser zufügen auf ein Gesamtvolumen von 100 ml
-
Unteres Gel 14,4 g Harnstoff
-
3 g Sucrose
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7,5 ml 10x TBE
-
4,5 ml Acrylamid-Stamm
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0,3 ml Bromphenolblau-Lösung (0,01 g/ml)
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Wasser zufügen auf ein Gesamtvolumen von 30 ml
-
Prehybridisierungs-Puffer für die Hybridisierungs-Selektion 50% Formamid
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0,75 NaCl
-
0,1 Tris, pH 7,4
-
0,008 EDTA
-
0,5% SDS
-
200 ug/ml Kaninchenleber tRNAs (Sigma)
-
0,5 NETS-Puffer 0,5 NaCl
-
10 m EDTA
-
10 m Tris, pH 7,4
-
0,2% SDS
-
10X RT-Puffer 500 m NaCl
-
340 m Tris, pH 8.3
-
60 m MgCl&sub2;
-
50 m DTI (Dithiothreitol)
-
dil RT 4 ul H&sub2;O
-
1 ul 10X RT Puffer
-
5 ul Reverse Transcriptase, 15 U/ul
-
(Life Sciences, Inc.)
-
Dideoxy:
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dd ATP 0,49 m
-
dd CTP 0,1165 m
-
dd GTP 0,369 m
-
dd TTP 0,82 m
-
dNTP-Mix 0,625 m dGTP
-
0,625 m dATP
-
0,625 m TTP
-
Chase 1,125 m dATP
-
1,125 m dCTP
-
1,125 m dGTP
-
1,125 m TTP
-
in 1x RT-Puffer
-
Falls nicht anders angegeben, stellen die obigen Lösungen die verwendete
Basis (1x) Konzentration dar. In den Beispielen, wo die verschiedenen
Konzentrations-Level verwendet worden sind, ist diese Tatsache angezeigt
durch Hinweis auf die Lösung als ein Vielfaches der Basis (1x)
Konzentration.
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Die folgenden Abkurzungen werden in den Beispielen mit der folgenden
Bedeutung verwendet:
-
EDTA Ethylendiamintetraessigsäure
-
TEMED N,N,N',N'-Tetramethylendiamin
-
DTT Dithiothreitol
-
BSA Rinderserumalbumin
-
EtBr Ethidiumbromid
-
Ci Curie
-
dATP Deoxyadenosintriphosphat
-
dGTP Deoxyguanosintriphosphat
-
TTP Thymidintriphosphat
-
dCTP Deoxycytidintriphosphat
-
dXTP "allgemeines" Deoxytriphosphatnucleotid
-
oligo(dT)&sub1;&sub2;&submin;&sub1;&sub8; Quelle: Collaborative Research, Inc.
-
Zymolyase 60,000 Quelle: Miles Laboratories
-
Verschiedene Verfahrensweisen, die auf einer Routine-Basis ausgeführt
worden sind, folgen einem Standardprotokoll, das hier detailliert gezeigt
wird.
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Eine Zentrifugation wird für eine Zeitspanne und eine Drehrate
ausgeführt, die genügt, einen klaren Überstand bereitzustellen. Im allgemeinen
wird die Zentrifugation von Hefe-Zellen bei mindestens 1.500 g für
mindestens 5 Minuten ausgeführt.
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Nukleinsäure-Extraktionen mit Phenol/Chloroform/Isoamylalkohol
umfassen, daß die Nukleinsäure-enthaltende Lösung mit einem gleichen
Volumen von Phenol, Chloroform bzw. Isoamylalkohol mit einem
Volumen-Verhältnis von 50 : 48 : 2 kontaktiert wird. Extraktionen mit
Chloroform/Isoamylalkohol umfassen, daß die zu behandelnde Lösung mit
einem gleichen Volumen einer Mischung von Chloroform und
Isoamylalkohol mit einem Volumen-Verhältnis von 48 : 2 kontaktiert wird.
-
Wenn beschrieben worden ist, daß Gele, Filter, usw. in einer speziellen
Lösung gewaschen oder eingeweicht werden, wurde das ganze Gel, Filter
o. ä. in einem passenden Gefäß (Pfanne, Schüssel, Fläschchen, usw.)
eingetaucht, um die gesamte Oberfläche des Gels, Filters, o. ä. mit der
interessierenden Lösung zu kontaktieren.
-
Die Ethanol-Ausfällung von Nukleinsäuren umfaßt, daß zuerst der Salz-
Gehalt der Nukleinsäure-enthaltenden Lösungen angeglichen wird und
dann die Lösung mit 2 Volumina kaltem Ethanol kontaktiert wird.
BEISPIEL I
Wachstum und Präration von Hefe-Zellen
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Pichia pastoris NRRL Y-11430 wurde unter kohlenstofflimitierten
Bedingungen in einer kontinuierlichen Kultur bei 30ºC mit entweder
Methanol oder Ethanol als einziger Kohlenstoffquelle in IM1 Satz Minimal-
Medium, wie durch Wegner in U.S. 4,414,329 beschrieben, wachsen
gelassen. IM1 Minimalmedium enthält pro Liter Medium 36 m
KH&sub2;PO&sub4;, 23 m (NH&sub4;)&sub2;SO&sub4;, 2m MgSO&sub4;, 6,7 m KCl 0,7 m
CaCl&sub2;, 0,2 uM CuSO&sub4;·5 H&sub2;O, 1,25 uM KI, 4,5 uM MnSO&sub4;, 2 µ
Na&sub2;MoO&sub4;, 0,75 u H&sub3;BO&sub3;, 17,5 u ZnSO&sub4;, 44,5 u FeCl&sub2; und 1,6
u Biotin. Die auf Methanol gewachsenen Zellen ließ man hochwachsen
auf eine Zelldichte von 140 g/l (Trockengewicht) mit einer Retentions-
Zeit von ungefähr 12 Stunden. Die auf Ethanol gewachsenen Zellen ließ
man hochwachsen auf eine Zelldichte von 90 g/l mit einer Retentions-
Zeit von ungefähr 11,5 Stunden. Wenn Methanol oder Ethanol in den
Fermenter eingespeist worden waren, wurden Nahrungs-Stammlösungen,
die Konzentrationen von 20 bzw. 45% Alkohol enthielten, verwendet.
-
Zehn Gramm der im Fermenter gewachsenen Pichia pastoris Zellen
wurden durch Zentrifugation gesammelt und resuspendiert auf ungefähr
10&sup8;
Zellen/ml in 0,1 M Tris (pH 8,0) enthaltend 1%
2-Mercaptoethanol. Diese Zellen wurden für 5 bis 10 Minuten bei 37ºC inkubiert und
durch Zentrifugation gesammelt. Das Pellet wurde einmal mit 30 ml S-
Puffer gewaschen und in 5 ml S-Puffer pro Gramm Zellen resuspendiert.
Zymolyase (Miles Biochemicals) wurde zu der Zell-Suspension
hinzugefügt, um eine Endkonzentration von 500 ug/ml zu geben. Die Zellen
wurden bei 37ºC für 20 Minuten inkubiert und dann zentrifugiert; der
Überstand wurde verworfen und das Zellpellet gesammelt. Dieses Pellet
wurde in flüssigem Stickstoff eingefroren und bei u70ºC für spätere
Verwendung aufgehoben.
BEISPIEL II
Isolation von Hefe-RNA
-
Gesamt-Zellen-RNA wurde hergestellt, indem man das gefrorene Pellets,
das wie in Beispiel 1 beschrieben hergestellt worden war, mit einem
Mörser und Pistil pulverisierte und weiter wurde das gefrorene Pellet für
ungefähr 2 bis 5 Minuten einem "Waring Blender" in Anwesenheit von
flüssigem Stickstoff aufgebrochen. Das pulverisierte Pellet wurde zu PK-
Puffer hinzugefügt auf eine Konzentration von 7,5 ml pro Gramm Zellen.
Proteinase K (Boehringer Mannheim) wurde zu dem resuspendierten
Pellet hinzugefügt, um eine Endkonzentration von 400 ug/ml zu ergeben
und die Suspension wurde bei Raumtemperatur für 10 Minuten inkubiert.
Diese Mischung wurde mit Phenol/Chloroform/Isoamylalkohol extrahiert,
wobei dieser Extraktion eine Chloroform/Isoamylalkohol-Extraktion folgte.
Die Nukleinsäuren wurden durch Einstellen der Lösung auf 0,25 NaCl
und Hinzufügen von Ethanol präzipitiert. Das Pellet wurde in einem
geringsten Volumen von ETS-Puffer resuspendiert, d. h. das
Puffer-Volumen
reichte aus, die Nukleinsäuren aufzulösen; allgemein ungefähr 100
ug bis zu ungefähr 1 mg DNA pro ml Lösung. Diese Lösung wurde
reextrahiert mit Phenol/Chloroform/Isoamylalkohol, dann mit Chloroform/
Isoamylalkohol reextrahiert und schließlich mit Ethanol präzipitiert.
-
Die Nukleinsäuren wurden in einem geringsten Volumen von TE-Puffer
wieder aufgenommen. Die in dieser Lösung anwesende RNA wurde
entweder angereichert durch Zentrifugation durch ein 4 ml CsCl-Kissen
(1 g CsCl/ml, 1 m EDTA, in 10 m Tris (pH 7,4) Puffer) oder
durch Präzipitation, indem man die Lösung auf 2 LiCl einstellt, bei
4-8ºC über Nacht stehenläßt und durch Zentrifugation sammelt. Die
Poly A&spplus; RNA wurde aus der Lösung durch Affinitäts-Chromatographie
auf einer Oligo (dT) Cellulose-Säule herausgeholt. Allgemein wurden 0,25
g Oligo (dT) Cellulose, Typ 3 (Collaborative Research) für eine
Chromatographie von 5-10 mg Gesamt-RNA hergestellt. 0,25 g Oligo (dT)
Cellulose wurde in 2 ml ETS-Puffer aufgeschlämmt und in eine schmale,
silikonisierte Glas-Säule gegossen. Diese Oligo (dT) Cellulose-Säule wurde
durch Überschichten mit 10 ml 0,1 NaOH über die Oligo (dT)
Cellulose gewaschen und die Wasch-Lösung konnte durch die Oligo (dT)
Cellulose-Matrix fließen. Die Oligo (dT) Cellulose wurde dann in der
gleichen Weise mit 10 ml ETS-Puffer gewaschen und ein letztes Mal
wurde sie mit 10 ml 05 NETS-Puffer gewaschen.
-
Gesamt-RNA (5 bis 10 mg) wurde in ETS-Puffer auf eine Konzentration
nicht größer als ungefähr 10 mg/ml resuspendiert, in ein 65ºC Wasser
bad für 2 Minuten plaziert und dann sofort auf Eis gestellt. Die RNA-
Lösung durfte sich dann auf Raumtemperatur erwärmen und eine
Stamm-Lösung von 5 NaCl wurde hinzugegeben, um eine End-Salz-
Konzentration in der RNA-Lösung von 0,5 NaCl zu geben. Die
resultierende RNA-Lösung wurde auf die präparierte Oligo (dT)
Cellulose-Säule
geschichtet und durfte langsam mit einer Rate von 1
Tropfen/ 5 Sekunden durch die Säule fließen. Das aus dem Säulenboden
fließende Material wurde in einem Röhrchen gesammelt und oben auf
die Säule wieder aufgeschichtet. Das vom Säulenboden gesammelte
Material wurde oben ein zweites Mal aufgeschichtet, was dazu führte,
daß die RNA-Lösung insgesamt drei Mal durch die Oligo (dT) Cellulose-
Säule durchging. Nach dem letzten Durchgang durch die Säule wurde das
Material gesammelt und als Poly A&supmin; markiert, d. h. nicht-poly-A RNA.
Die Säule wurde dann mit 30 ml 0,5 NETS gewaschen und
schließlich wurde die Poly A&spplus; RNA von der Säule durch Aufladen von 5 ml
ETS-Puffer auf die Säule eluiert, und dieser Puffer durfte langsam
durchfließen, Sammeln der Poly A&spplus; RNA-Fraktion in der 5 ml Fraktion, die
aus dem Boden der Säule tropfte. Nimmt man an, daß kein NaCl in der
Poly A&spplus; RNA-Fraktion war, wurde die NaCl-Konzentration dieser
Fraktion auf 0,25 M NaCl eingestellt und die RNA mit Ethanol präzipitiert.
BEISPIEL III
Konstruktion einer cDNA-Bibliothek
-
Komplementäre DNA (cDNA) Klone wurden wie folgt synthetisiert. Zehn
ug von wie in Beispiel 11 beschrieben hergestellter Poly A&spplus; RNA
wurden in 7 ul H&sub2;O resuspendiert und auf eine Endkonzentration von 2,7
m CH&sub3;HgOH gebracht, dann bei Raumtemperatur für 5 Minuten
inkubiert. Der erste cDNA-Strang wurde bei 42ºC für 15 Minuten in
einer Lösung synthetisiert, die 50 m Tris (pH 8.3 bei 42ºC), 10 m
MgCl&sub2;, 30 m 2-Mercaptoethanol, 70 m KCl, 500 u jedes von
dATP, dGTP, und TIP 200 u dCTP, 25 ug/ml Oligo (dT), 60 ug/ml
Actinomycin D, 25 Units RNasin (Biotec, Inc.), 25 uCi α-³²P dCTP (32,5
pmoles), und 120 Units Reverse Transcriptase (Life Sciences Inc.)
enthält. Dieses Reaktionsgemisch wurde bei 37ºC für weitere 15 Minuten
inkubiert. Die Reaktion wurde terminiert durch Zusatz von 2 ul 0,5
EDTA und 0,5 ul 20% SDS. Die Reaktion wurde auf 0,3 NaOH
eingestellt und bei 65ºC für 30 Minuten inkubiert. Das
Reaktions-Gemisch wurde dann durch Zusatz von 10 ul 1 Tris (pH 7,4)
neutralisiert und das Reaktions-Gemisch wurde auf 0,21 HCl eingestellt. Das
Reaktions-Gemisch wurde mit Phenol/Chloroform/Isoamylalkohol
extrahiert, dann mit Chloroform/Isoamylalkohol extrahiert und schließlich
über eine Sephadex G50-Säule in TE-Puffer chromatographiert. Die
radioaktive einzelsträngige cDNA wurde in einer Fraktion "gepoolt" und
auf 100 ul entweder durch Butanol-Extraktion oder Verdampfen durch
Zentrifugation unter Vakuum konzentriert. Die einzelsträngige cDNA
wurde aus der konzentrierten Lösung mit Ethanol präzipitiert, die cDNA
durch Zentrifugation gesammelt und in 100 ul Wasser resuspendiert.
-
Die wässrige einzelsträngige cDNA-Lösung wurde auf 2,5
Ammoniumacetat eingestellt, mit Ethanol präzipitiert, durch Zentrifugation gesammelt
und in 20 ul Wasser resuspendiert. Diese einzelsträngige DNA-Lösung
wurde auf ein End-Volumen von 50 ul mit 50 m Kaliumphosphat-
Puffer (pH 7,4) enthaltend 5 m MgCl&sub2;, 1 m 2-Mercaptoethanol, 250
u jedes von dATP, dGTP und TIII, 125 u dCTP, 25
uCi-α-³²PdCTP (32,5 pmoles), und 8 Units Klenow Fragment DNA PolI (New
England Biolabs) gebracht. Das resultierende Reaktions-Gemisch wurde
bei 37ºC für eine Stunde inkubiert, um den komplementären zweiten
DNA-Strang zu der einzelsträngigen cDNA zu synthetisieren. Die
Reaktion wurde beendet durch Hinzufügen von 2 ul 0,5 EDTA. Die
doppelsträngige cDNA wurde mit Phenol/Chloroform/Isoamylalkohol
extrahiert, mit Chloroform/Isoamylalkohol extrahiert und über eine
Sephadex G50-Säule in TE-Puffer chromatographiert. Die
doppelsträngigen cDNA-Fraktionen wurden "gepoolt" und der "Pool" wurde, wie für
die einzelsträngige cDNA beschrieben, konzentriert und präzipitiert.
-
Nach der letzten Ethanol-Präzipitation und dem Sammeln der
doppelsträngigen cDNA durch Zentrifugation wurde das Pellet in 20,25 ul
Wasser resuspendiert, dann auf ein Endvolumen von 50 ul mit 50 m
Tris (pH 8,3 bei 42ºC) enthaltend 10 m MgCl&sub2;, 30 m
2-Mercaptoethanol, 70 m KCl, 500 µ von dXTP und 150 Units Reverse
Transcriptase gebracht. Die resultierende Lösung wurde bei 42ºC für 15
Minuten inkubiert, um die Vervollständigung der Synthese des zweiten
cDNA-Stranges zu sichern. Die Reaktion wurde beendet durch den
Zusatz von 2 ul 0,5 EDTA und konzentriert und präzipitiert wie für
die einzelsträngige cDNA-Reaktion beschrieben.
-
Das doppelsträngige cDNA-Pellet wurde in 42 ul H&sub2;O resuspendiert und
die Lösung wurde auf ein Endvolumen von 47 ul durch den Zusatz von
5 ul einer Stammlösung enthaltend 28 NaCl, 200 m NaOAc und
45 m ZnSO&sub4; gebracht, dann auf einen pH von 4,5 bei 22ºC mit HCl
eingestellt. Um den "Hairpin-Loop" zu verdauen, wurden drei getrennte
Reaktionen mit drei verschiedenen Konzentrationen S&sub1;-Nuclease (Sigma)
ausgeführt. Ein Unit, 10 Units oder 100 Units S&sub1;-Nuclease wurden
hinzugefügt, um das Reaktions-Volumen auf 50 ul zu bringen und die
Reaktion wurde bei 22ºC für 30 Minuten inkubiert. Die Reaktion wurde
durch Zusatz von 2 ul 0,5 EDTA und 2,67 ul 2 Tris-Base
beendet. Sechs ug Kaninchenleber-tRNA wurden als Carrier hinzugefügt, und
das Reaktions-Gemisch wurde, wie oben beschrieben, konzentriert und
präzipitiert außer, daß die DNA-Pellets statt in Wasser in TE-Puffer
resuspendiert wurden. Nach der letzten Präzipitation wurde das Pellet in
20 ul TE-Puffer resuspendiert und auf ein Endvolumen von 50 ul in
Terminale-Transferase-Puffer (BRL) enthaltend 10 pmole α-³²P-dCTP, 2
u dCTP und 21 Units Terminale Transferase (Ratliff Biochem.)
gebracht. Die resultierende Lösung wurde bei 37ºC für 30 Minuten
inkubiert, um poly d(C)-Schwänze an das 3' OH-Ende der doppelsträngigen
cDNA anzuhängen. Die Reaktion wurde terminiert durch den Zusatz von
5 ul 0,5 EDTA extrahiert, chromatographiert und als
Ethanol-Präzipitat aufbewahrt.
-
Die doppelsträngige mit d(C)-Schwanz versehene cDNA wurde entweder
direkt an mit einem poly d(G)-Schwanz versehenes pBR322, das an der
PstI-Stelle geöffnet worden war oder zuerst auf einer Sepharose
CL4B-200-Säule (25 ul-Fraktionen) größenfraktioniert worden war, "reannealed".
Für die unfraktionierte Bibliothek wurden 150 ug doppelsträngige mit
poly d(C)-Schwanz versehene cDNA in 180 ul 10 m Tris (pH 7,4), das
0,1 an NaCl und 1 m an EDTA ist, an 900 ng mit d(G)-Schwanz
versehenes pBR322, das an der PstI-Stelle geöffnet ist, "annealed". Jede
25 ul-Fraktion der fraktionierten Bibliothek wurde an 125 ng mit poly
d(G)-Schwanz versehenes pBR322 in 50 ul Endvolumen desselben
"Annealing-Gemisches" wie oben beschrieben "annealed". Die "Annealing-
Reaktionen" wurden bei 65ºC für 3 Minuten, dann für 2 Stunden bei
42ºC inkubiert und dann durften sie langsam auf Raumtemperatur
abkühlen.
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Die "annealte" cDNA-Bibliothek wurde in kompetente E. coli LE392
(ATCC 33572) transformiert, die wie folgt hergestellt worden waren: Eine
Impfkultur von LE392 wurde über Nacht bei 37ºC in 2x LB-Medium
wachsen gelassen. Fünf ml dieser Übernachtkultur wurden in 200 ml
frisches 2x LB-Medium überimpft und auf eine OD&sub6;&sub0;&sub0; von 0,2-0,3 bei 37ºC wachsen gelassen. Diese Kultur wurde für 10 Minuten auf Eis gestellt
und die Zellen wurden durch Zentrifugation bei 4ºC gesammelt. Das
Zellpellet wurde in 80 ml eiskaltem 0,1 CaCl&sub2; resuspendiert und für
25 Minuten bei 4ºC inkubiert. Die Zellen wurden durch Zentrifugation
bei 4ºC gesammelt, das Zellpellet wurde in 2 ml eiskaltem 0,1
CaCl&sub2; resuspendiert und für mindestens 2 Stunden vor dem Gebrauch
bei 4ºC inkubiert. Dann wurden 200 ul kompetente Zellen pro 50 ul
"Annealing-Gemisch" für die Transformation verwendet. Die kompetenten
Zellen und die DNA wurden kombiniert und bei 4ºC für 10 Minuten
inkubiert, gefolgt von einer Inkubation bei 37ºC für 5 Minuten und
schließlich für 10 Minuten auf Eis gestellt. Ein gleiches Volumen von 2x
LB-Medium wurde zu den Transformations-Mischungen hinzugefügt und
bei 37ºC 45 Minuten inkubiert. Die transformierten Zellen wurden mit
250 ul/Platte auf 150 mm 2x LB-Platten enthaltend 15 ug/ml Tetracyclin
ausplattiert. Die Platten wurden bei 37ºC für 24 Stunden inkubiert und
bei 4ºC aufbewahrt.
-
Replika-Filter wurden hergestellt durch Abdrücken der Nitrozellulosefilter
auf einen Originalfilter, der verwendet worden war, um die Kolonien von
der Platte abzuheben. Diese Replika-Filter wurden auf 2x LB-Tet-(15
ug/ml Tetracyclin) Platten inkubiert. Die Kolonien auf den Filtern
wurden zur Sondierung hergestellt durch Transferieren der Filter auf 2x
LB-Tet-Platten enthaltend 200 ug/ml Chloramphenicol, Inkubieren der
Filter bei 37ºC für mindestens 12 Stunden, dann Lysieren der Kolonien
durch Überschichten der Filter mit einer wässrigen Flüssigkeit, die 15
NaCl und 0,5 NaOH enthält, für 10 Minuten. Die Filter wurden dann
neutralisiert durch Überschichten mit einer wässrigen Flüssigkeit, die 1,5
NaCl und 0,5 Tris (pH 7,4) enthält, für 15 Minuten und
nochmalige Wiederholung dieser Neutralisierung. Die Filter wurden dann an der
Luft getrocknet und schließlich unter Vakuum für 2 Stunden bei 70ºC
getrocknet.
BEISPIEL IV
Kolonie-Hybridisierung
-
Die im Vakuum getrockneten Nitrozellulose-Filter, die die
cDNA-Bibliothek (hergestellt wie im vorigen Beispiel beschrieben) enthalten, wurden
bei 42ºC für 5 Stunden in Prehybridisierungs-Puffer prehybridisiert. Die
Filter wurden aus dem Prehybridisierungs-Puffer entfernt und gleich mit
der handschuhtragenden Hand in 5x SSPE gerieben, um Zell-Trümmer
zu entfernen. Die Filter wurden in Hybridisierungs-Puffer (der gleiche
wie der Prehybridisierungs-Puffer, außer 1x Denhardt's) gelegt. Entweder
³²P-markierte einzelsträngige cDNA (10&sup6; cpm/ml) oder endmarkierte poly
A&spplus; RNA wurden mit den Filtern für 17 Stunden bei 42ºC hybridisiert.
Nach der Hybridisierung wurden die Filter kurz in 2x SSPE bei 22ºC
gewaschen. Es folgten zwei jeweils 10-minütige Waschungen bei 65ºC in
0,1x SSPE.
-
Endmarkierung von poly A&spplus; mRNA wurde durchgeführt durch Zusatz
von 2 ug poly A&spplus; mRNA zu einem Volumen von 50 ul enthaltend 50
m Tris (pH 9,5), Aufheizen auf 100ºC für drei Minuten und dann
sofortiges Stellen auf Eis. Diese RNA-Lösung wurde auf ein Endvolumen
von 200 ul verdünnt und auf 50 m Tris (pH 9,5), 10 m MgCl&sub2;, 5
m DTT und 50 pmole³²P-α-ATP eingestellt. Zehn Units
T&sub4;-Polynucleotid-Kinase (Boehringer Mannheim) wurden hinzugefügt und die
Mischung wurde bei 37ºC eine Stunde inkubiert. Die kinasierende
Reaktion wurde beendet durch Zusatz von 10 ul 0,5 EDTA,
Extraktion mit Phenol/Chloroform/Isoamylalkohol und Chromatographie
durch Sephadex G50, um die nicht eingebauten radioaktiven
Markierungen zu entfernen.
BEISPIEL V
Northern-Hybridisierungen
-
Zwei bis fünf ug poly A&spplus; mRNA wurden auf 65ºC für 5 Minuten in
10 m Natriumphosphat-Puffer (pH 7,4) enthaltend 50% Formamid, 2,2
M Formaldehyd und 0,5 m EDTA erhitzt. Die resultierende Lösung
wurde auf Raumtemperatur abgekühlt und eine entsprechende Menge
(allgemein ungefähr 0,2 Volumen basierend auf dem Volumen der
behandelten Probe) 5x Proben-Puffer (0,5% SDS, 0,025%
Bromphenolblau, 25% Glycerin, 25 m EDTA) wurde hinzugefügt. Die Proben
wurden auf ein 1,5% Agarose-Gel, das in 10 m Natriumphosphat-
Puffer (pH 7,4) enthaltend 11 Formaldehyd hergestellt worden war,
geladen und in demselben Puffer elektrophoresiert. Das Gel wurde mit
Acridinorange (33 ug/ml) in 10 m Natriumphosphat-Puffer (pH 7,4)
angefärbt, das Gel wurde durch Einweichen in demselben Puffer für 10
Minuten entfärbt, in 10x SSPE für mindestens 10 Minuten eingeweicht,
und die RNA wurde auf Nitrozellulose übertragen wie in Beispiel VI
beschrieben.
BEISPIEL VI
Isolierung von genomischer DNA und Klonen
-
Pichia genomische DNA wurde unter Verwendung der in Beispiel II für
Pichia RNA-Isolation beschriebenen Methode isoliert. Das Nukleinsäure-
Pellet wurde in einem minimalen Volumen TE-Puffer resuspendiert und
mit 20 ug/ml RNase A für 30 Minuten bei 37ºC inkubiert. Die Lösung
wurde auf 0,14 NaCl gebracht und mit Proteinase K bei 200 ug/ml
für 15 Minuten bei 22ºC behandelt. Die resultierende Lösung wurde
erst mit Phenol/Chloroform/Isoamylalkohol extrahiert und dann mit
Chloroform/Isoamylalkohol extrahiert und schließlich mit Ethanol
präzipitiert. Die präzipitierte DNA wurde in einem minimalen Volumen TE-
Puffer resuspendiert und zentrifugiert, um die DNA-Lösung zu klären.
10 ug Pichia genomische DNA, hergestellt wie in dem früheren Abschnitt
beschrieben, wurde mit verschiedenen Restriktionsenzymen (BRL) verdaut
und auf einem 1% Agarose-Gel enthaltend TAE elektrophoresisiert. Die
DNA-Fragmente im Gel wurden durch Einweichen des Gels in 15
NaCl 0,5 NaOH für 20 Minuten denaturiert. Das Gel wurde durch
Einweichen in 15 NaCl, 0,5 Tris (pH 7,4) für 20 Minuten
neutralisiert. Vor dem Transfer wurde das Gel in 10x SSPE für mindestens 5
Minuten eingeweicht. Ein Blatt Nitrozellulose wurde auf die Größe des
Gels zurechtgeschnitten, mit Wasser benetzt und kurz in 10x SSPE
eingeweicht. Dieser Filter wurde oben auf das Gel gelegt, welches
umgekehrt auf ein Stück Parafilm gelegt worden war. Ein Blatt Whatman-
Filterpapier und ein Stapel Papiertaschentücher wurden oben auf die
Nitrozellulose gelegt, um die DNA aus dem Gel zu ziehen und sie auf
die Nitrozellulose zu übertragen. Ein Gewicht wurde auf den Stapel
gelegt, um den Transfer zu erleichtern. Die DNA wurde in dieser Weise
für mindestens 3 Stunden übertragen. Nach dem Transfer wurde der
Filter kurz in 5x SSPE eingeweicht, luftgetrocknet und unter Vakuum bei
70ºC für 2 Stunden getrocknet. Komplementäre genomische Fragmente
wurden durch Hybridisierung mit den nick-translatierten cDNA-Klonen
pPC 8.0, pPC 6.4 und pPC 15.0 unter Verwendung derselben
Prehybridisierungs-, Hybridisierungs-, und Wasch-Puffer, wie in Beispiel IV
beschrieben, identifiziert.
-
200 ng der cDNA-Klone wurde nick-translatiert für 90 Minuten bei 14
ºC in 30 ul einer Lösung enthaltend 50 m Tris-HCl (pH 7,4), 10 m
MgSO&sub4;, 100 u DTT, 50 ug/ml BSA, 20 u jedes von dGTP, TTP
und dATP, 31,25 pmole ³²P-α-dCTP (3200 Ci/mmol, NEN), 2 Units E.
coli DNA PolI (BRL), und 0,02 ng DNaseI. Die Reaktion wurde
beendet durch Zusatz von 1 ul 05 EDTA und 1 ul 20% SDS. Die
markierte DNA-Lösung wurde auf eine Endkonzentration von 03 M
NaOH gebracht und in kochendes Wasser für 3 Minuten gestellt. Diese
Mischung wurde auf einer Sephadex G50-Säule chromatographiert. Die
markierten DNA-Fraktionen wurden vereinigt, die spezifische Aktivität
bestimmt und die Sonde in Hybridisierungs-Experimenten verwendet.
-
Genomische Fragmente, welche mit den cDNA-Sonden hybridisierten,
wurden durch Verdau von 200 ug Pichia genomischer DNA mit
verschiedenen Restriktionsenzymen (BRL) und Elektrophorese des Verdaus
auf einem 1% Agarose-Gel in TAE-Puffer isoliert. Die Bande mit der
entsprechenden Größe wurde aus dem Agarose-Gel ausgeschnitten, die
DNA elektroeluiert, über eine Elutip-Säule (Schleicher und Schuell)
gegeben und mit Ethanol präzipitiert.
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Die elektroeluierten Fragmente wurden in Wasser resuspendiert und 200
ng Fragmente wurden mit 500 ng pBR322, welches an der
entsprechenden Restriktionsstelle geschnitten worden war und, falls notwendig,
dephosphoryliert worden war, ligiert. Die Ligations-Reaktion wurde
ausgeführt in 300 ul 66 m Tris (pH 7,4) enthaltend 6,6 m MgCl&sub2;, 10 m
DTT, 0,4 m ATP 25 ug/ml BSA, und 40-80 Units T4-DNA-Ligase,
dann bei 4º c für 24 Stunden inkubiert. Das Ligations-Gemisch wurde
direkt in kompetente LE392 E. coli-Zellen transformiert. Die Zellen
wurden kompetent gemacht und die Transformation wurde, wie in
Beispiel III beschrieben, ausgeführt. Eine Serie von drei Transformationen
wurde mit 10, 40 und 100 ng pBR322 (plus Insert) ausgeführt, wobei
jede Transformation in 100 ul kompetenter Zellen erfolgte. Die Zellen
wurden wie in Beispiel III ausplattiert, außer daß die
Antibiotika-Selektion über 50 ug/ml Ampicillin erfolgte. Die Klone wurden auf
Nitrozellulose übertragen, Replikafilter wurden angefertigt und für die
Hybridisierung vorbereitet, wie in Beispiel III beschrieben. Die Filter wurden mit
dem entsprechenden nick-translatierten cDNA-Fragment sondiert. Über
Ausstreichen gereinigte Kolonien, die bei der Hybridisierung positiv
waren, wurden verwendet, um zusätzliches Plasmid wie folgt herzustellen.
-
Das plasmidtragende LE392 E. coli wurde auf eine OD&sub6;&sub0;&sub0; von 1,0 in 1x
LB-Medium enthaltend 50 ug/ml Ampicillin wachsen gelassen und über
Nacht durch Zusatz von Chloramphenicol auf eine Endkonzentration von
200 ug/ml amplifiziert. Die Zellen wurden gewaschen in 0,8% NaCl, 20
m Tris (pH 8,0), 20 m EDTA, dann Lysozym-behandelt in 25%
Sucrose, 50 m Tris (pH 7,4), 20 m EDTA mit 450 ug/ml Lysozym.
Die Lysis wurde erreicht durch Zusatz von 5 NaCl auf eine
Endkonzentration von 2,0 , gefolgt durch den Zusatz von einem gleichen
Volumen von 0,2% Triton X-100 und 40 m EDTA. Die Präparation
wurde durch Zentrifugieren bei 20.000 rpm für 45 Minuten geklärt. Der
Überstand wurde dann mit Phenol/Chloroform/Isoamylalkohol extrahiert,
dann mit Chloroform/Isoamylalkohol extrahiert und mit Ethanol
präzipitiert. Das Pellet wurde in TE-Puffer resuspendiert, RNase A-behandelt,
mit Phenol/Chloroform/Isoamylalkohol extrahiert und mit Chloroform/-
Isoamylalkohol extrahiert. Festes CsCl wurde hinzugegeben, um eine
Endkonzentration von 800 ug/ml zu ergeben, sowie EtBr wurde
hinzugefügt, um eine Endkonzentration von 1 mg/ml zu ergeben. Die
resultierende Lösung wurde in einem VTT 50 Rotor bei 49.000 rpm für
18 bis 20 Stunden bei 20ºC zentrifugiert.
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Die Plasmid-Bande wurde mit UV-Fluoreszenz sichtbar gemacht und aus
dem Röhrchen unter Verwendung einer Nadel und einer Spritze
abgezogen. Die Plasmid-Lösung wurde vier Mal mit n-Butanol extrahiert und
mit Ethanol bei -20ºC präzipitiert. Die Ethanol-Präzipitation wurde
mindestens zwei Mal wiederholt, um alles CsCl zu entfernen. Das
Plasmid wurde als Ethanol-Präzipitat bei -20ºC aufbewahrt.
BEISPIEL VII
Reinigung von Alkoholoxidase
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Protein-Proben von auf Methanol gewachsenen Pichia pastoris-Zellen, wie
in Beispiel I beschrieben, wurden hergestellt durch Lyse der Hefe-Zellen,
gefolgt von einer klärenden Zentrifugation, um Zelltrümmer zu entfernen,
wie folgt: Ein Teil des Fermenter-Abflusses wurde entfernt und auf einen
pH 7,5 mit Ammoniumhydroxid eingestellt, und er wurde auf einer
"Dyno-Mill Modell KDL" unter Verwendung eines 0,6 l-Gefässes in einer
kontinuierlichen Arbeitsweise bei 30ºC unter Verwendung einer "Belt-
Kombination" #3 und einem Fluß von 20-30 ml/h homogenisiert. Die
Perlen der Mühle waren bleifreie Perlen aus Glas mit einem
Durchmesser von 0,3-0,5 mm. Das resultierende Homogenat wurde bei 5ºC
und 20.000xg für 30 Minuten zentrifugiert, um einen zellfreien Überstand
zu erhalten.
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Sechs 130 ml Portionen des zellfreien Überstandes wurden in
Celluloseacetat-Dialysebeutel gegeben und bei 5ºC gegen ungefähr 8 Liter
destilliertes Wasser dialysiert. Nach 4 Tagen wurde die wässrige Phase aus
jedem Beutel dekantiert. Die überbleibenden Feststoffe in den Beuteln
bestanden aus zwei Typen von Feststoffen. Die obere weiße Schicht
wurde sorgfältig entfernt und verworfen. Der untere Feststoff war
braungelb und war kristalline Alkoholoxidase. Eine Portion der kristallinen
Alkoholoxidase wurde in destilliertem Wasser aufgelöst (ungefähr 10 Mal
das Volumen des Feststoffs) und ein Assay mit der Farbstoff-Peroxidase-
Methode zeigte eine Aktivität von 94 EU/ml an. Die spezifische
Aktivität der Alkoholoxidase war 10,4 EU/mg Protein.
-
Das kristalline Präzipitat, das sich aus der oben beschriebenen Dialyse
ergab, wurde gegen 0,05 Kaliumphosphat-Puffer (pH 7,5) dialysiert
und auf eine 2·200 cm Sephacryl 200 (Pharmacia)-Säule, die mit
demselben Puffer equilibriert war, gegeben. Fraktionen von 3,5 ml wurden
gesammelt bei einer Fließrate von 10 ml/h und auf Alkoholoxidase-
Aktivität untersucht.
-
Die Alkoholoxidase-Aktivität für die Reaktion mit Methanol wurde durch
das folgende Assay-Verfahren (Farbstoff-Peroxidase-Methode) bestimmt.
Ein Farbstoff-Puffer-Gemisch wurde durch Mischen von 0,1 ml
o-Dianisidin-Lösung (1 Gewichts-% o-Dianisidin in Wasser) mit 12 ml begastem
0,1 Natriumphosphat-Puffer (pH 7,5) hergestellt. Das Assay-Gemisch
wurde mit 2,5 ml des Farbstoff-Puffer-Gemisches, 50 ul Methanol, 10 ul
Peroxidase-Lösung (1 mg Meerrettich-Peroxidase, Sigma, Typ II) und 25
ul Alkoholoxidase-Lösung hergestellt. Das Assay-Gemisch wurde bei 25ºC in einer 4·1·1 cm Küvette gehalten und der Anstieg in der
Absorption durch den Farbstoff bei 460 nm wurde für 2 bis 4 Minuten
aufgenommen. Die Enzym-Aktivität wurde berechnet durch
-
Aktivität (u mole/min./ml oder Enzym Units/ml) = ΔA/min·11,5,
wobei 11,5 ein Faktor ist, der auf einer Standardkurve basiert, die mit
bekannten Aliquots von H&sub2;O&sub2; hergestellt worden war und ΔA der
Wechsel in der Absorption während des Versuchszeitraumes ist.
-
Insgesamt wurden 0,1 ug Gesamt-Protein von jeder Fraktion auch auf
ihren AIkoholoxidase-Gehalt durch Gel-Elektrophorese mit
SDS-Polyacrylamid (12%) untersucht.
BEISPIEL VIII
DNA- und Protein-Sequenzierung
-
Die Bestimmung der DNA-Sequenzen wurde durch die Dideoxy-Ketten-
Verlängerungs-Methode unter Verwendung von Bakteriophage M13
(Sanger et al, 1980) oder durch die chemische Modifikations-Methode
(Maxam und Gilbert, 1980) durchgeführt. Die DNA-Fragmente
entsprechend dem 5' Ende des AIkoholoxidase-Gens wurden in M13mp8 und
M13mp9-Vektoren insertiert oder endmarkiert für die chemische
Modifikations-Methode unter Verwendung von Restriktionsenzym-Stellen, die in
dieser Region vorhanden sind.
-
Das 710bp HindIII/SalI-Fragment von pPG 4.0 wurde für die Maxam-
Gilbert-Sequenzierung endmarkiert, und zwar indem man erst 33 ug des
Plasmids mit HindIII verdaute. Das Reaktions-Gemisch wurde mit
Phenol/Chloroform/Isoamylalkohol extrahiert, mit Chloroform/Isoamylalkohol
extrahiert und mit Ethanol präzipitiert. Die DNA wurde durch
Zentrifugation gesammelt und in 31 ul Wasser resuspendiert. 100 uCi³²
P-αdCTP (3200 Ci/mmol) und 2 Units Klenow-Fragment DNA PolI wurden
zu dem Reaktions-Gemisch hinzugefügt, um ein Endvolumen von 50 ul
enthaltend 400 u dATP, 400 u dGTP, 50 m Tris (pH 7,4), 10 m
MgSO&sub4;, und 1 m DTT zu ergeben. Das Reaktions-Gemisch wurde bei
37ºC für 1 Stunde inkubiert und durch Hinzufügen von 2 ul 0,5
EDTA gestoppt. Die Mischung wurde dann mit Phenol/Chloroform/-
Isoamylalkohol extrahiert, mit Chloroform/Isoamylalkohol extrahiert, auf
einer Sephadex G-50-Säule chromatographiert und die markierten
Nukleinsäure-Fraktionen wurden vereinigt und mit Ethanol präzipitiert. Nach
der Zentrifugation wurden die DNA-Pellets in Wasser resuspendiert und
mit SalI verdaut. Der Verdau wurde auf einem 1% Agarose-Gel in
TAE-Puffer elektrophorisiert und die 710 bp-Bande wurde aus dem Gel
ausgeschnitten, die DNA elektroeluiert, mit Butanol extrahiert und mit
Ethanol präzipitiert. Das Fragment wurde in 100 ul TE-Puffer
resuspendiert, auf 25 Ammoniumacetat eingestellt und dann mit Ethanol
präzipitiert. Das resultierende DNA-Fragment wurde in TE-Puffer auf
eine Konzentration von 50.000 cpm/ul resuspendiert.
-
Die vier Basen-Modifikations-Reaktionen wurden durchgeführt wie folgt:
(a) the G (Guanin)-Reaktion wurde für 8 Minuten bei 22ºC inkubiert
und enthielt 1 ul (50.000 cpm) des markierten DNA-Fragments, 4 ul
Wasser, 200 ul m Natriumcacodylat (pH 8,0), 1 m EDTA (DMS-
Puffer) und 1 ul Dimethylsulfat. Die Reaktion wurde durch Zusatz von
50 ul DMS-Stop-Puffer enthaltend 1,5 Natriumacetat (pH 7,0), 1
2-Mercaptoethanol und 100 ug/ml tRNA beendet, dann wurde Ethanol
(750 ul) hinzugefügt und das Reaktions-Gemisch wurde bei -70ºC
gehalten für mindestens 15 Minuten. (b) die G/A (Guanin/Adenin)-
Reaktion wurde für 10 Minuten bei 22ºC inkubiert und enthielt 2 ul
(100.000 cpm) des markierten DNA-Fragments, 8 ul Wasser und 30 ul
Ameisensäure. Die Reaktion wurde durch den Zusatz von 200 ul Hz-
Stop-Puffer (0,3 Natriumacetat pH 5,5, 0,1 EDTA und 25 ug/ml
tRNA) beendet, dann wurde Ethanol (750 ul) hinzugefügt und das
Reaktions-Gemisch wurde bei -70ºC gehalten für mindestens 15
Minuten. (c) die T/C (Thymin/Cytosin)-Reaktion wurde für 10 Minuten bei
22ºC inkubiert und enthielt 2 ul (100.000 cpm) des markierten DNA-
Fragments, 18 ul Wasser und 30 ul Hydrazin. Die Reaktion wurde
terminiert wie oben in (b) beschrieben. (d) die C (Cytosin)-Reaktion
wurde für 10 Minuten bei 22ºC inkubiert und enthielt 1 ul (50.000
cpm) des markierten DNA-Fragments, 4 ul Wasser, 15 ul 5 NaCl und
30 ul Hydrazin. Die Reaktion wurde beendet, wie oben unter (b)
beschrieben.
-
Die DNA-Pellets wurden durch Zentrifugation gesammelt, in 250 ul 0,3
M Natriumacetat (pH 5,5) resuspendiert und mit 750 ul 95% Ethanol
präzipitiert. Die Pellets wurden durch Zentrifugation gesammelt, unter
Vakuum für 5 Minuten getrocknet und die DNA wurde durch
Resuspendieren der Pellets in 100 ul einer 1 bis 10 (v/v) Verdünnung von
Piperidin gespalten. Die Spaltungs-Reaktion wurde bei 900 C für 30
Minuten inkubiert und dann durch Zusatz von 500 ul 98% Ethanol, 60
m Natriumacetat (pH 5,5) und 10 ug/ml tRNA beendet. Das
Reaktions-Gemisch wurde für ungefähr 5 Minuten in ein Trockeneis/Ethanol-
Bad (ungefähr -70ºC) gestellt und die DNA-Fragmente wurden durch
Zentrifugation gesammelt. Die Fragmente wurden in 50 ul 0,3
Natriumacetat (pH 5,5) resuspendiert und dann mit 100 ul 95% Ethanol
präzipitiert. Diese Ethanol-Präzipitation wurde wiederholt, die Pellets
wurden mit 95% Ethanol gewaschen und unter Vakuum während der
Zentrifugation getrocknet. Die Pellets wurden in 10 ul 80% Formamid,
10 m NaOH, 1 m EDTA, 0,1% Xylencyanol und 0,1%
Bromphenolblau resuspendiert. Zwei bis drei ul wurden auf einem 10% 0,4 mm
dicken Polyacrylamid-Gel in TBE-Puffer elektrophoretisch aufgetrennt.
-
Die Aminosäuresequenz von Alkoholoxidase wurde durch Sequemat, Inc.
(Watertown, Mass.) unter Verwendung von 2 mg gereinigter
Alkoholoxidase aus Pichia pastoris bestimmt. Es wurde bestimmt, daß die ersten
18 Aminosäuren des maturierten Proteins sind:
-
Ala-Ile-Pro-Glu-Glu-Phe-Asp-Ile-Leu-Val-Leu-Gly-Gly-Gly-Ser-Gly-Ser.
BEISPIEL IX
Bestimmung der Alkoholoxidase Transkriptionellen Initiationsstelle
-
Um zu bestimmen, wo der Start der mRNA für die Alkoholoxidase
lokalisiert ist, wurde ein Primer-Extension-Experiment durchgeführt unter
Verwendung eines synthetischen Oligonukleotids als Primer, das von den
DNA-Sequenzen am 5' Ende des Alkoholoxidase-Gens kopiert ist und 10
ug poly A&spplus; Pichia pastoris mRNA als Matrize. Zehn ug Pichia pastoris
poly A&spplus; mRNA wurden mit 3 ng Primer (5'-CTT CTC AAG TTG
TCG-3') in einem 9,3 ul Endvolumen, das 43 m NaCl, 29,2 m Tris
(pH 8,3), 5,2 m MgCl&sub2; und 4,3 m DTT war, kombiniert. Die
Nukleinsäuren wurden bei 70ºC für 5 Minuten denaturiert und durften sich
durch langsames Abkühlen auf 22ºC "reannealen". Der "Reannealing-Mix"
wurde zu einem Röhrchen hinzugefügt, das 4 ul dNTP-Mix, 0,8 ul RT-
Puffer und 1 ul³²P-α-dCTP (800 Ci/mmol) enthielt. Drei ul dieser
Mischung wurden zu 1 ul des jeweiligen dNTP hinzugefügt. Die endgültigen
3 ul in dem Gemisch wurden zu 1 ul Wasser hinzugefügt. Die
Reaktionen wurden durch Zusatz von 1 ul dil-RT gestartet und bei 42ºC 15
Minuten inkubiert. Die Reaktionen wurden mit 3 ul "Chase-RT" bei 42ºC für 15 Minuten "gechast". Die Reaktionen wurden durch Zusatz von
7,5 ul Formamid-Farbstoff-Gemisch gestoppt und 4-5 ul wurden auf
einem 0,4 mm dicken Gradienten-Gel in 1x TBE elektrophoretisch
aufgetrennt. Nach der Elektrophorese wurde das Gel in 10% Essigsäure
mit 10% Methanol für 20 Minuten fixiert. Das Gel wurde unter
Vakuum getrocknet und wurde verwendet, um einen XAR-Röntgen-Film zu
belichten.
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Das Gradienten-Gel wurde wie folgt hergestellt: 300 ul 10%
Ammoniumpersulfat und 14 ul TEMED wurden zu 30 ml des Top-Gels
hinzugefügt; 75 ul 10% Ammoniumpersulfat und 3,5 ul TEMED wurden zu
7 ml unterem Gel hinzugefügt, 6 ml des Top-Gels wurde in eine Pipette
aufgezogen und dann wurden 6 ml des unteren Gels in dieselbe Pipette
aufgezogen. Das Gel wurde zwischen die Gelplatten gegossen, gefolgt von
22 ml Top-Gel.
BEISPIEL X
mRNA Hybridisierungs-Selektion und In-Vitro-Translationen
-
Positive Hybridisierungs-Translationsexperimente wurden durchgeführt
durch Linearisieren von zwanzig Gramm klonierter Pichia genomischer
DNA (hergestellt wie beschrieben in Beispiel VI), indem man diese mit
verschiedenen Restriktionsendonukleasen verdaute. Diese DNA wurde
durch Einstellen der Lösung auf 0,3 M NaOH und 10-minütige
Inkubation bei 65ºC denaturiert. Die denaturierte DNA-enthaltende Lösung
wurde schnell auf Eis gestellt und durch Einstellen auf 0,5 M Tris-HCl
(pH 7,4) neutralisiert. Ein gleiches Volumen von 20x SSPE wurde zu der
denaturierten DNA kurz vor der Bindung der DNA an die
Nitrocellulose-Filter hinzugefügt. Vor dem Aufbringen der DNA auf die
Nitrocellulose-Filter
(Schleicher und Schuell, BA83, 9 mm Durchmesser), wurden
die Filter vorbereitet durch Benetzen mit H&sub2;O, Kochen für 10 Minuten
und dreimaliges Spülen in 10x SSPE. Zehn ug DNA wurden dann an
jeden Filter gebunden durch Aufbringen der DNA auf den Filter,
Lufttrocknen und schließlich Trocknen der Filter unter Vakuum bei 70ºC
für zwei Stunden.
-
Vor der Prähybridisierung wurden die Filter mit der gebundenen DNA
in 1 ml steriles Wasser gelegt und für eine Minute auf 100ºC erhitzt,
auf Eis gekühlt, durch Vortexen in 1 ml sterilem Wasser gespült und mit
1 ml Prähybridisierungs-Puffer gespült. Die Filter wurden in 1 ml
Prähybridisierungspuffer prähybridisiert, dann wurden 40 ug (2 ug/ml ETS)
Poly A&spplus; mRNA direkt zu dem Prähybridisierungs-Puffer hinzugefügt. Das
Hybridisierungs-Gemisch wurde auf 65ºC für 10 Minuten erhitzt und
dann bei 42ºC für 24 Stunden inkubiert.
-
Der Hybridisierung folgend wurden die Filter kurz 2 mal in 1x SSPE,
das 0,5% SDS enthielt, bei 22ºC, 7 mal in 1x SSPE, das 0,5% SDS
enthielt, bei 50ºC für jeweils 5 Minuten, 3 mal in 0,1x SSPE bei 50ºC
für jeweils 5 Minuten und einmal in 0,1x SSPE bei 65ºC für 10
Minuten gewaschen. Die RNA wurde aus den Filtern durch Kochen für 1
Minute in 300 ul H&sub2;O enthaltend 15 ug Rattenleber-tRNA eluiert. Die
eluierte RNA wurde schnell in einem Trockeneis-Ethanol-Bad gefroren.
Das RNA-Gemisch durfte sich auf Raumtemperatur erwärmen und die
Filter wurden entfernt. Das RNA-Gemisch wurde dann durch Einstellen
des Mediums auf 2,5 Ammoniumacetat präzipitiert und 2 mal mit
Ethanol präzipitiert und schließlich vor der Lyophilisation in 100 ul H&sub2; O
resuspendiert.
-
Die Translationen wurden gemäß dem Fachmann bekannten
Standardtechniken durchgeführt, wie z. B. Instruktionen, die durch New England
Nuclear In-vitro-Kaninchen-Retikulozyten-Lysat-Translations-Kits
bereitgestellt werden. Proteinprodukte wurden auf 8% Polyacrylamid-Gelen
enthaltend 4,5% "Stacking-Gel" elektrophoretisch aufgetrennt.
BEISPIEL XI
Antiseren-Herstellungen und Immunopräzipitationen
-
Antiseren, die in Kaninchen gegen einen Extrakt aus Pichia pastoris
Zellen enthaltend sowohl p72 (Alkoholoxidase) als auch p76 Polypeptide
erzeugt wurden, wurden unter Verwendung von Standardprotokollen
hergestellt. Die Extrakte wurden gegen PBS vor der Injektion dialysiert.
Über einen Zeitraum von 8 Wochen erhielt jedes Kaninchen 3
Injektionen, wobei jede davon aus 1 mg Gesamt-Protein in einem Volumen von
0,1 ml mit 0,2 ml Freund's komplettem Adjuvans bestand. Die Injektionen
wurden intradermal an 6-10 Stellen in dem Kaninchen gegeben. Am
Ende der 8 Wochen wurde den Kaninchen Blut entnommen und ihre
Seren wurden gegen gereinigte Pichia pastoris Alkoholoxidase mittels des
Ouchterlony-Doppel-Diffusionsverfahrens getestet.
-
Gereinigte Kaninchen anti-p72 (Alkoholoxidase) und anti-p76 Protein
Antikörper wurden hergestellt durch Affinitätschromatographie von
gesamten Antiseren über eine CNBr gekoppelte p72 (Alkoholoxidase)-p76
Sepharose 4B Säule (Pharmacia). Ein Gramm von CNBr aktiviertem Gel
wurde durch Hydratisieren des Gels für 15 Minuten in 200 ml 1m
HCl hergestellt, gefolgt von 3·50 ml Waschungen in Kopplungs-Puffer
(0,1 Natriumcarbonat (pH 8) und 0,5 NaCl). 5 ml einer 6 mg/ml
Lösung von p72-p76 in Kopplungs-Puffer wurde zu dem Gel hinzugefügt
und sanft über Nacht bei 4ºC bewegt. Ungebundes Protein wurde durch
Waschen mit 3·50 ml Kopplungs-Puffer entfernt. Die zurückbleibenden
aktiven Gruppen wurden durch eine 2 Stunden Inkubation in 1
Ethanolamin (pH 8) eliminiert. Nicht-kovalent gebundenes Material wurde
aus dem Gel durch eine 50 ml Waschung mit 2 Natriumthiocyanat in
PBS entfernt. Vor der Chromatographie der Antiseren wurde das Gel
zum Schluß mit 3·50 ml PBS gewaschen. 5 ml geklärte anti-p72-p76
Antiseren wurden mit dem Gel gemischt und unter leichter Bewegung 2
Stunden bei 4ºC inkubiert. Das Antiseren-Gel-Gemisch wurde dann in
eine 1·8 cm Säule pipettiert und mit 150 ml PBS gewaschen. Der
gereinigte Antikörper wurde aus der Säule mit 6 ml 2
Natriumthiocyanat in PBS eluiert. Nach der Elution aus dem Gel wurde der
gereinigte Antikörper ausgiebig gegen PBS, das 0,02% Natriumazid enthielt,
dialysiert.
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Die Affinitäts-gereinigten Antiseren wurden zu einem in-vitro-Translations-
Mix in PBS, 1% NP40 hinzugefügt und über Nacht bei 4ºC inkubiert.
Der Antikörper-Antigen-Komplex wurde mit Pansorbin (Calbiochem) auf
Eis für 2,5 Stunden präzipitiert. Pansorbin wurde hergestellt durch
Waschen in RIPA-Puffer. Die Pansorbin-Präzipitate wurden 4· in RIPA-
Puffer gewaschen und in Laemmli-Ladungs-Puffer vor der Elektrophorese
aufgelöst.
BEISPIEL XII
Pichia pastoris Transformations-Verfahren
A. Zellwachstum
-
1. Überimpfe eine Kolonie Pichia pastoris GS115 (NRRL Y-15851)
in ungefähr 10 ml YPD-Medium, schüttele die Kultur bei 30ºC
für 12 bis 20 Stunden.
-
2. Nach ungefähr 12 bis 20 Stunden verdünne die Zellen auf eine
OD&sub6;&sub0;&sub0; von ungefähr 0,01 bis 0,1 und halte die Zellen in der
"log-Wachstumsphase" in YPD-Medium bei 30ºC für ungefähr
6-8 Stunden.
-
3. Nach ungefähr 6-8 Stunden, überimpfe 100 ml YPD-Medium mit
0,5 ml der "Saat-Kultur" bei einer OD&sub6;&sub0;&sub0; von ungefähr 0,1
(oder eine äquivalenten Menge). Schüttle bei 30ºC für ungefähr
12-20 Stunden.
-
4. Ernte die Kultur, wenn die OD&sub6;&sub0;&sub0; ungefähr 0,2-0,3 ist (nach
ungefähr 16-20 Stunden) durch Zentrifugation bei 1500 g für 5
Minuten.
B. Herstellung von Spheroplasten
-
1. Wasche die Zellen einmal in 10 ml sterilem Wasser (alle
Zentrifugationen für die Schritte 1-5 werden bei 1500 g für 5
Minuten ausgeführt).
-
2. Wasche die Zellen einmal in 10 ml frisch bereitetem SED.
-
3. Wasche die Zellen zwei Mal in 10 ml sterilem 1 Sorbitol.
-
4. Resuspendiere die Zellen in 10 ml SCE-Puffer.
-
5. Füge 5-10 ul 4 mg/ml Zymolyase 60.000 (Miles Laboratories)
hinzu. Inkubiere die Zellen bei 30ºC für ungefähr 30-60
Minuten.
-
Weil die Herstellung der Spheroplasten ein kritischer Schritt in
dem Transformations-Verfahren ist, sollte man die
Spheroplasten-Bildung wie folgt überwachen: Füge 100 ul Aliquots der
Zellen zu 900 ul 5% SDS und 900 ul 1 Sorbitol vor oder
gerade nach der Zugabe von Zymolase und zu verschiedenen
Zeiten während der Inkubationsdauer. Beende die Inkubation an
dem Punkt, wo die Zellen in SDS lysieren, aber nicht in
Sorbitol (gewöhnlich zwischen 30 und 60 Minuten der Inkubation).
-
6. Wasche die Spheroplasten zwei Mal in 10 ml sterilem 1 u
Sorbitol durch Zentrifugation bei 1000 g für 5-10 Minuten. (Die
Zeit und die Zentrifugations-Geschwindigkeit können variieren;
zentrifugiere genügend, um die Spheroplasten zu pelletieren,
aber nicht soviel, daß sie durch die Kraft zerrissen werden).
-
7. Wasche die Zellen einmal in 10 ml sterilem CaS.
-
8. Resuspendiere die Zellen in insgesamt 0,6 ml CaS.
C. Transformation
-
1. Gebe die DNA-Proben (bis zu 20 ul Volumen) in 12·75 mm
sterile Polypropylen-Röhrchen. (Die DNA sollte sich in Wasser
oder TE-Puffer befinden; für maximale
Transformations-Häufigkeiten mit geringen Mengen von DNA ist es ratsam, ungefähr
1 ul von 5 mg/ml beschallter E. coli DNA zu jeder Probe
hinzuzufügen).
-
2. Füge 100 ul Spheroplasten zu jeder DNA-Probe und inkubiere
bei Raumtemperatur für ungefähr 20 Minuten.
-
3. Füge 1 ml PEG-Lösung zu jeder Probe und inkubiere bei
Raumtemperatur für ungefähr 15 Minuten.
-
4. Zentrifugiere die Proben bei 1000 g für 5-10 Minuten und
dekantiere die PEG-Lösung.
-
5. Resuspendiere die Proben in 150 ul SOS und inkubiere bei
Raumtemperatur für 30 Minuten.
-
6. Füge 850 ul steriles 1 Sorbitol hinzu und plaziere die
Aliquots der Proben wie unten beschrieben.
D. Regeneration der Spheroplasten
-
1. Rezept für das Regenerations-Agar-Medium:
-
a) Agar-Sorbitol-9 g Bacto-Agar, 54,6 g Sorbitol, 240 ml H&sub2;O,
autoklavieren.
-
b) 10x Glucose- 20 g Dextrose, 100 ml H&sub2;O, autoklavieren.
-
c) 10x SC- 6,75 g Hefe-Nitrogen-Base ohne Aminosäuren, 100
ml H&sub2;O, autoklavieren. (Füge jede gewünschte Aminosäure
oder Nukleinsäure bis zu einer Konzentration von 200
ug/ml vor oder nach dem Autoklavieren hinzu.)
-
d) Füge 30 ml 10x Glucose und 30 ml 10x SC zu 240 ml der
geschmolzenen Agar-Sorbitollösung. Füge 0,6 ml 0,2 mg/ml
Biotin und irgendeine andere gewünschte Aminosäure oder
Nukleinsäure auf eine Konzentration von 20 ug/ml zu.
Halte den geschmolzenen Regenerations-Agar bei 55-60ºC.
2. Plattieren der Transformations-Proben:
-
Gieße eine untere Agar-Schicht von 10 ml Regenerations-Agar
pro Platte mindestens 30 Minuten bevor die Transformations-
Proben fertig sind. Verteile 10 ml Aliquots des Regenerations-
Agars in Röhrchen in einem 45-50ºC Bad, und zwar während
der Zeit, in der die Transformations-Proben in SOS sind. Füge
Aliquots der oben beschriebenen Transformations-Proben in die
Röhrchen mit dem Regenerations-Agar und gieße sie auf die
untere Agar-Schicht der Platte. Füge eine Menge jeder Probe zu
den 10 ml Aliquots des geschmolzenen Regenerations-Agars, der
auf 45-50ºC gehalten wird und gieße jede auf Platten, die eine
feste 10 ml untere Agar-Schicht des Regenerations-Agars
enthalten.
Bestimmung der Qualität der Spheroplasten-Präparation:
-
Entferne 10 ul von einer Probe und verdünne 100 mal durch
Addition zu 990 u 1 Sorbitol. Entferne 10 ul der 100-fachen
Verdünnung und verdünne nochmals 100-fach durch Addition zu
einem zweiten 990 ul Aliquot von 1 Sorbitol. Streiche 100
ul von beiden Verdünnungen auf YPD Agar-Medium aus, um
die Konzentration von nicht-spheroplastizierten ganzen Zellen,
die in der Präparation verblieben waren, zu bestimmen. Füge
100 ul jeder Verdünnung zu 10 ml Regenerations-Agar ergänzt
mit 40 ug/ml Histidin, um die gesamten regenerierbaren
Spheroplasten zu bestimmen. Gute Werte für ein
Transformationsexperiment sind 1-3·10&sup7; Gesamt-regenerierbare
Spheroplasten/ml und ungefähr 1·10³ ganze Zellen/ml.
4. Inkubiere die Platten bei 30ºC für 3-5 Tage.
Beispiel XIII
Isolation von Pichia pastoris HIS4-Gen und autonom replizierende
Sequenzen
A. Stämme
-
Die verwendeten Stämme beinhalten:
-
(a) Pichia pastoris Stamm NRRL Y- 11430;
-
(b) Pichia pastoris GS115 (his4; NRRL Y-15851);
-
(c) S. cerevlsiae Stamm 5799-4D (ein his4-260 his4-39; NRRL
Y-15859);
-
(d) E. coli Stamm 848 (F&supmin; met thi gal T&sub1;® 80S hsdR&supmin; hsdM&spplus;).
B. Plasmide
-
pYA2 (siehe Fig. 23; besteht aus dem S. cerevisiae HIS4 Gen auf
einem 9,3 kbp PstI Fragment insertiert an der PstI-Stelle von
pBR325) war die Quelle von S. cerevisiae HIS4 Gen-Fragmenten
und wurde in einem E. coli Wirt hinterlegt und ist für die
Öffentlichkeit zugänglich als NRRL B- 15874.
-
YEpI3 ist erhältlich von der American Type Culture Collection und
hat die Hinterlegungs-Nummer ATCC 37115 erhalten.
C. Medien
-
Pichia pastoris wurde in YPD (reich) oder IMG (minimal) Medien
wachsen gelassen. IMG, ein Minimal-Medium, besteht aus dem
folgenden:
-
1. IM&sub1;-Salze auf einer Endkonzentration von 36,7 m KH&sub2; PO&sub4;,
2,7 m (NH&sub4;)&sub2;SO&sub4;, 2,0 m MgSO&sub4;·7H&sub2;O, 6,7 m KCl
0,7 m CaCl&sub2;·2H&sub2;O, hergestellt als eine 10x Stamm-Lösung
und autoklaviert;
-
2. Spuren-Salze auf einer Endkonzentration von 0,2 µ CuSO&sub4;
5 H&sub2;O, 1,25 u KI, 4,5 u MnSO&sub4;·H&sub2;O, 2,0 u NaMoO&sub4;
·2H&sub2;O, 0,75 u H&sub3;BO&sub3;, 17,5 u ZnSO&sub4;·7H&sub2;O, 44,5 u
FeCl&sub3;·6H&sub2;O, hergestellt als eine 400x Stamm-Lösung und
sterilfiltriert;
-
3. 0,4 ug/ml Biotin; und
-
4. 2% Dextrose
-
E. coli wurde kultiviert in entweder LB-Medium oder
2B-Medium (0,2% NH&sub4;PO&sub4;, 1,2% Na&sub2;HPO&sub4;, 0,013% MgSO&sub4;·
7H&sub2;O, 0,074% CaCl&sub2;·2H&sub2; 0, 1 ug/ml Thiamin und 0,4%
Dextrose) ergänzt mit 100 ug/ml Tryptophan und 0,2%
Casaminosäuren.
D. DNA-Isolation
1. Präparationen von Hefe-DNA in großem Maßstab
-
Sowohl Pichia pastoris als auch S. cerevisiae DNA-Präparationen
wurden ausgeführt durch Wachsen der Hefe-Zellen in 100 ml
Minimal-Medium bis A&sub6;&sub0;&sub0; gleich 1-2 war und dann Ernten der
Zellen durch Zentrifugation bei 2000 g für 5 Minuten. Die
Zellen wurden einmal in H&sub2;O, einmal in SED, einmal in 1
Sorbitol gewaschen und dann in 5 ml 0,1 Tris-HCl (pH 7,0),
welches 1 an Sorbitol ist, suspendiert. Die Zellen wurden mit
50-100 ul einer 4 mg/ml Lösung Zymolase 60.000 (Miles
Laboratories) gemischt und bei 30ºC für eine Stunde inkubiert, um
die Zell-Wände zu verdauen. Die Spheroplasten-Präparation
wurde dann bei 1000 g für 5-10 Minuten zentrifugiert und in
Lysis-Puffer (0,1% SDS, 10 m Tris-HCl (pH 7,4) 5 m
EDTA und 50 m NaCl) suspendiert. Proteinase K (Boehringer
Mannheim) und RNase A (Sigma) wurden jeweils auf 100
ug/ml hinzugefügt und die Mischung wurde bei 37ºC für 30
Minuten inkubiert. Die DNA wurde deproteiniert durch sanftes
Mischen der Präparation mit einem gleichen Volumen
Chloroform, das Isoamylalkohol enthält (24:1, v/v), und die Phasen
wurden durch Zentrifugation bei 12.000 g für 20 Minuten
getrennt. Die obere (wässrige) Phase wurde in ein frisches
Röhrchen abgezogen und mit einem gleichen Volumen
Phenol/Chloroform/Isoamylalkohol extrahiert. Die Phasen wurden wie zuvor
getrennt und die obere Phase in ein Röhrchen enthaltend 2-3
Volumen kaltes 100% Ethanol gegeben. Die Probe wurde sanft
gemischt und die DNA wurde durch Aufwickeln auf einen
Plastikstab gesammelt. Die DNA wurde sofort in 1 ml
TE-Puffer
aufgelöst und über Nacht bei 4ºC gegen 100 Volumen TE-
Puffer dialysiert.
2. Hefe-DNA-Präparationen im kleinen Maßstab
-
5 ml von Hefe-Kulturen in Minimal-Medium wurden wachsen
gelassen bis A&sub6;&sub0;&sub0; gleich 1-5 war und durch Zentrifugation bei
2.000 g für 5 Minuten geerntet. Die Zellen wurden in 1 ml
SED suspendiert und in ein 1,5 ml Mikrofugen-Röhrchen, d. h.
Eppendorf-Cup, überführt, einmal in 1 Sorbitol gewaschen
und in 0,5 ml 0,1 Tris-HCl (pH 7,4), welches 1 an
Sorbitol ist, resuspendiert. Zymolase 60.000 (10 ul einer 4 mg/ml
Lösung) wurden hinzugefügt und die Zellen wurden für 30-60
Minuten bei 30ºC inkubiert. Die Zellen wurden dann für eine
Minute zentrifugiert, in Lysis-Puffer suspendiert und bei 65-70ºC inkubiert. Nach 15 Minuten wurden die Proben mit 100 ul
5 Kaliumacetat gemischt, für 15 Minuten in ein Eisbad
gestellt und für 5 Minuten zentrifugiert. Die Überstände wurden
in ein frisches Eppendorf-Cup dekantiert, das 1 ml 100%
Ethanol enthielt, gemischt und für 10 Sekunden zentrifugiert.
Schließlich wurden die DNA-Pellets für 10-15 Minuten luftgetrocknet
und in 50 ul TE-Puffer aufgelöst.
E. coli DNA-Isolationen großen Maßstabs
-
E. coli Kulturen für Plasmid-Präparationen großen Maßstabs
(0,5-11) wurden bei 37ºC unter Schütteln in 2B-Medium, das
wie oben beschrieben ergänzt war und die entsprechende Menge
Antibiotikum enthielt, wachsen gelassen. Für Zellen, die von
pBR322 stammende Plasmide enthielten, wurden die Kulturen
auf eine A&sub5;&sub5;&sub0; von ungefähr 0,7 wachsen gelassen, zu dieser Zeit
wurde genügend Chloramphenicol hinzugesetzt, um eine
Konzentration von 100 ug/ml zu ergeben und die Zellen wurden
ungefähr 15 Stunden später geerntet. Stämme, die von pBR325
stammende Plasmide enthielten, wurden in das ergänzte 2B-
Medium bei einem Ahfangs-A&sub5;&sub5;&sub0; von ungefähr 0,01-0,05
überimpft und unter Schütteln bei 37ºC für 20-24 Stunden vor dem
Ernten inkubiert.
4. E. coli DNA-Präparationen kleinen Maßstabs
-
Für schnelle Plasmid-Isolationen in kleinem Maßstab werden 2
ml Kulturen in dem mit Antibiotika ergänzten 2B-Medium über
Nacht bei 37ºC unter Schütteln wachsen gelassen und durch
Zentrifugation in 1,5 ml Eppendorf-Cups geerntet. Plasmide von
allen Präparationen werden durch die alkalische Lysis-Methode,
die von Birnboim und Doly (1979) beschrieben worden ist,
isoliert.
E. Schneiden von DNA und Fragment-Isolierung
-
Restriktionsenzyme wurden von New England Biolabs und Bethesda
Research Laboratories erhalten und die Verdaus wurden gemäß
Routinetechniken ausgeführt. Restriktions-Kartierungen wurden durch
Vergleich von parallelen Verdaus von Plasmiden mit und ohne
Insert-DNA ausgeführt. Restriktions-Fragmente wurden durch
Elektroelution aus Agarose-Gelen in Whatman 3 MM Papierstreifen, die
mit Dialyse-Schlauch verstärkt sind, gereinigt. Die Fragmente wurden
aus dem Papier und dem Schlauch durch 3-4 Waschungen mit 0,1-
0,2 ml Volumen einer Lösung bestehend aus 0,1 NaCl 50 m
Tris-HC1 (pH 8,0) und 1 m EDTA wiedergewonnen. Schließlich
wurden die Fragmente mit Phenol/Chloroform/Isoamylalkohol
extrahiert, mit Ethanol präzipitiert und in einem kleinen Volumen TE-
Puffer wieder aufgelöst.
P. pastoris Bibliothek Konstruktion in E. coli
-
Für die Pichia pastoris DNA-YEp13 Bibliotheks-Konstruktion wurden
100 ug YEp 13 vollständig mit BamHI verdaut und mit Kälber
intestinaler alkalischer Phosphatase behandelt, um die terminalen 5'
Phosphate von der DNA zu entfernen. Ein 100 ug Aliquot von
Wildtyp Pichia pastoris DNA von Pichia pastoris NRRL Y-1 1430
wurde partiell mit 10 Units Sau3AI durch Inkubation für 5 Minuten
bei 37ºC in einem Gesamtvolumen von 1 ml verdaut. Fragmente
von 5-10 kbp wurden größenselektiert durch Zentrifugation über
einen 5-20% Sucrose-Gradienten. 1 ug des Vektors und 2 ug der
Pichia Sau3AI Fragmente wurden gemischt mit 20 Units T4-DNA-
Ligase (Bethesda Research Laboratories) in einem Gesamtvolumen
von 200 ul und über Nacht bei 4ºC inkubiert. Die ligierten DNAs
wurden in E. coli durch Zusatz des gesamten Ligations-Reaktions-
Mixes zu 2 ml kompetenten E. coli 848 Zellen und Inkubation für
15 Minuten bei 0ºC transformiert. Die Mischung wurde auf 37ºC
für 5 Minuten aufgewärmt, wonach 40 ml LB-Medium zugefügt
wurden und die 37ºC Inkubation für eine weitere Stunde andauerte.
Ampicillin wurde auf eine Gesamtkonzentration von 100 ug/ml
zugegeben und die Inkubation für eine zweite Stunden fortgesetzt.
Schließlich wurden die Zellen für 10 Minuten bei 3.000 g
zentrifugiert, in 1 ml frischem LB-Medium resuspendiert und in gleichen
Aliquots auf 10 LB-Agarplatten enthaltend 100 ug/ml Ampicillin
ausgestrichen. Die resultierenden ungefähr 50.000 Kolonien wurden
von den Platten gekratzt und ein Teil der Zellen wurde in 500 ml
ergänztem 2B-Medium bei einer Start-A&sub5;&sub5;&sub0; von ungefähr 0,1
überimpft. Die Kultur wurde wachsen gelassen und das Plasmid wurde
wie oben beschrieben extrahiert. Von den Kolonien, die für die
Bibliothek vereinigt worden waren, waren 96 von 100 getesteten
Tetracyclin-sensitiv und 7 von 10 getesteten enthielten Plasmide mit
Insert-DNA.
-
Für die Pichia pastoris DNA-pYJ8ΔClaI Bibliotheks-Konstruktion
wurden 50 ug pYJ8ΔCla komplett mit ClaI verdaut und mit Kälber
intestinaler alkalischer Phosphatase verdaut, um das terminale 5,
Phosphat von der DNA zu entfernen. Ein 100 ul Aliquot von DNA
aus Pichia pastoris NRRL Y-15851 wurde teilweise mit 20 Units
TaqI durch Inkubation für 5 Minuten bei 65ºC in einem
Gesamtvolumen von 1 ml verdaut. Fragmente von 5-10 kbp wurden durch
Elektroelution aus einem 0,5% Agarosegel größenselektiert (siehe
Beispiel II, Sektion E). Ein ug des Vektors und 2 ug der Pichia
TaqI Fragmente wurden mit 20 Units T4-DNA-Ligase (Bethesda
Research Laboratories) in einem Gesamtvolumen von 200 ul
gemischt und über Nacht bei 4ºC inkubiert. Die ligierten DNAs
wurden in E. coli durch Zusatz des gesamten Ligations-Reaktions-
Mixes zu 2 ml kompetenten E. coli 848 Zellen transformiert und für
15 Minuten bei 0ºC inkubiert. Das Gemisch wurde auf 37ºC für 5
Minuten aufgewärmt, wonach 40 ml LB-Medium hinzugefügt wurden
und die 37ºC Inkubation für eine weitere Stunde andauerte.
Ampicillin wurde dann auf eine Gesamtkonzentration von 100 ug/ml
zugesetzt und die Inkubation für eine zweite Stunde fortgesetzt.
Schließlich wurden die Zellen für 10 Minuten bei 3.000 g
zentrifugiert,
in 1 ml frischem LB-Medium resuspendiert und in gleichen
Aliquots auf 10 LB-Agarplatten enthaltend 100 ug/ml Ampicillin
ausgestrichen. Die resultierenden ungefähr 10.000 Kolonien wurden
von den Platten abgekratzt und ein Teil der Zellen wurden in 500
ml ergänztem 2B-Medium bei einer Start-A&sub5;&sub5;&sub0; von ungefähr 0,1
überimpft. Die Kultur wurde wachsen gelassen und die Plasmide
wurden wie oben beschrieben extrahiert.
G: Southern Hybridisierungen
-
Für den Transfer von großen oder von "Supercoil"-DNA Molekülen
auf Nitrocellulose, wurde die DNA erst partiell durch Spülen der
Agarose-Gele in 0,25 HCl für 10 Minuten vor der alkalischen
Denaturierung hydrolysiert. Die Hybridisierung von markierten
Fragmenten von dem S. cerevisiae HIS4 Gen mit Pichia pastoris DNA
wurde in der Anwesenheit von 50% Formamid, 6x SSC, 5x
Denhardtls, 0,1% SDS, 1 m EDTA und 100 ug/ml denaturierter
Hering-Sperm-DNA bei 42ºC ausgeführt. Nach der Hybridisierung
wurde in 1x SSC 1 m EDTA, 0,1% SDS und 1,0%
Natriumpyrophosphat bei 65ºC gewaschen. Die DNA wurde³² P-markiert, wie
in Beispiel IV beschrieben.
H.DNA-Sequenzierung
-
Die DNA wurde durch die
Dideoxynucleotid-Ketten-Terminationsmethode von Sanger et al (1980) sequenziert.
Hefe-Transformationen
-
S. cerevisiae-Transformationen wurden ausgeführt durch die
Spheroplasten-Generations-Methode von Hinnen et al (1978).
-
Pichia pastoris-Transformationen wurden dem oben beschriebenen
Verfahren folgend durchgeführt.
J. Analyse der Pichia pastoris-Transformanten
-
Die Fähigkeit von jedem Plasmid, als autonomes Element in Pichia
pastoris Zellen behalten zu werden, wurde wie folgt bestimmt: Eine
Transformanten-Kolonie wurde aus der Regenerations-Agarplatte
gepickt und auf eine SD-Medium-Agarplatte gestrichen und in
flüssige IMG-Medium überimpft. Die SD-Platte wurde bei 30ºC für 3
Tage inkubiert, wonach eine Einzelkolonie von dieser Platte gepickt
wurde, auf eine zweite SD-Platte gestrichen und in eine zweite
Flasche mit IMG-Medium überimpft wurde. Dieses Verfahren wurde
ein drittes Mal wiederholt. Die 3 IMG-Kulturen wurden bei 30ºC
unter Schütteln bis zu einer A&sub6;&sub0;&sub0; von ungefähr 1-2 wachsen gelassen
und dann durch Zentrifugation geerntet. Die DNA von den Hefe-
Kulturen wurde wie oben beschrieben extrahiert, bei 30 Volt 30 mA
für 10-15 Stunden in 0,8% Agarose-Gelen elektrophoretisch
aufgetrennt, auf Nitrocellulose übertragen und mit den oben
beschriebenen ³²P-markierten pBR322 oder pBR325 hybridisiert. Als
Kontrolle wurde eine Probe enthaltend 10 ng aus E. coli isoliertes
Plasmid und eine Probe enthaltend 1-2 ug untransformierte Pichia
pastoris GS 115 DNA parallel mit den experimentellen Proben
elektrophoretisch aufgetrennt.
Isolation von Pichia DNA Sequenzen
-
DNA-Fragmente, die das Pichia HIS4-Gen enthielten, wurden aus
einer Pichia DNA-Bibliothek, durch ihre Fähigkeit den S. cerevisiae
his4-Stamm zu komplementieren, isoliert. Die Bibliothek war
zusammengesetzt aus 5-20 kbp Sau3AI partiell verdauten Fragmenten
von Wildtyp Pichia DNA insertiert in die BamHI-Stelle des S.
cerevisiae-E. coli Shuttle Vektors YEp13. Spheroplasten von S.
cerevisiae NRRL Y-15859 (5799-4D; ein his4ABC&supmin;Stamm) wurden
durch die Technik von Hinnen et al (1978) erzeugt, mit der Pichia
DNA-Bibliothek gemischt, und sie durften sich in einem Medium,
dem Histidin fehlte, regenerieren. Die Transformation lieferte
ungefähr 1·10³ prototrophische Hefe-Kolonien aus einer Population von
5·10&sup7; gesamtregenerierbaren Spheroplasten. Gesamt Hefe-DNA
wurde aus 20 von den His+ Kolonien extrahiert und in E. coli
transformiert. 17 der Hefe DNA-Präparationen produzierten
Alnpicillin-resistente Kolonien und jede enthielt ein Plasmid, das YEp13
plus Insert-DNA umfaßte. Um sicherzustellen, daß die His+
transformierenden Plasmide das Pichia His4 Gen enthielten und nicht ein
DNA-Fragment mit Suppressor-Aktivität, wurden die Restriktions-
Verdaus der Plasmide mit einem markierten DNA-Fragment
enthaltend einen großen Teil des S. cerevisiae HIS4 Gens hybridisiert und
bei geringer Stringenz gewaschen. Jedes der Plasmide, das die his4
S. cerevisiae Stämme komplementierte, enthielt Sequenzen, die mit
dem S. Cerevisiae HIS4-Gen hybridisierten.
-
Um nach DNA-Fragmenten zu suchen, die Pichia ARS-Aktivität
enthielten, wurde DNA aus Pichia pastoris GS115 (NRRL Y-15851)
partiell mit TaqI verdaut und 5 bis 10 kbp Fragmente wurden
isoliert und in die einzige ClaI Stelle von pYJ8bCla kloniert (siehe
Fig. 26). Plasmid-DNA wurde aus ungefähr 10.000 His+ Pichia
Kolonien gewonnen und verwendet, um E. coli zu transformieren.
Plasmide von ungefähr 10.000 Ampicillin-resistenten Kolonien wurden
isoliert und dann zurück in GS 115 transformiert. Vierzig der His+
Hefe-Kolonien von dieser Unterbibliotheks-Transformation wurden
separat auf selektives Medium ausgestrichen und in separaten
Kulturen in selektivem Medium wachsen gelassen. Gesamt Hefe-DNA
wurde von jedem dieser 40 Kulturen extrahiert und in E. coli
transformiert. Zwei Plasmide, pYA63 (PARS1) und pYA90 (PARS2),
deren Hefe-DNA-Präparationen die am meisten Ampicillin-resistenten
E. coli Kolonien lieferten, wurden für die weitere Analyse
ausgesucht. Beide dieser Plasmide transformierten Pichia pastoris GS 115
(NRRL Y-15851) mit einer besonders hohen Frequenz und jedes
enthielt ein Insert von fremder DNA.
BEISPIEL XIV
Konstruktion von regulatorische Region-lacZ Gen-Fusionen
A. p72 (Alkoholoxidase) regulatorische Region-Konstrukte
-
Plasmid pPG 4.0, ein pBR322 Vektor, der das 4 Kilobasenpaar Eco-
RI-PvuII genomische DNA-Fragment von Pichia pastoris enthielt,
wurde mit PstI geschnitten, mit S1-Nuclease behandelt, um "Blunt-
Enden", wo die Spaltung stattfindet, herzustellen, dann mit BamHI,
um ein 1,12 kbp DNA-Fragment zu ergeben, geschnitten, welches die
Alkoholoxidase regulatorische Region und die Codierungs-Information
für die ersten 15 Aminosäuren für Alkoholoxidase enthält. Dieses
1,12 kbp DNA-Fragment hat die folgende Nukleotidsequenz:
-
Diese 1,12 kbp wurden in den EcoRI/SmaI/BamHI Linker
(gespalten mit BamHI und 5mal) des E. coli-S. cerevisiae Shuttle Vektors
pSEY101, Douglas et al (1984), ligiert. Vektor pSEY101 enthält das
E. coli lacZ Gen und einen Polylinker mit der folgenden Nukleotid-
Sequenz:
-
um das Hybrid-Plasmid pTAO11 (siehe Fig. 29) zu ergeben.
-
Weil die regulatorische Region-lacZ Gen-Fusion von pTAO11 aus
der Phase ist mit Bezug auf die Herstellung von β-Galaktosidase wie
in Sequenz E gezeigt:
Sequence E
-
Vektor pTAO11 wird an der einzigen BamHI-Stelle gespalten und
der folgende Smal Linker insertiert:
-
wodurch der Hybridvektor pTAO12 hergestellt wird, der die folgende
Nukleotidsequenz hat in Bezug auf die regulatorische Region-lacZ-
Fusion:
Sequence F
-
und somit ist die regulatorische Region lacZ-Fusion von pTAO12
immer noch aus der Phase mit Bezug auf den lacZ-Leserahmen. Um
die N-terminale Codierungsinformation für das
Alkoholoxidase-Strukturgen in einen offenen Leserahmen mit dem strukturellen lacZ-Gen
zu bringen, wurde pTAO 12 mit EcoRI-Smal behandelt und das
resultierende DNA-Fragment in pSEY101 ligiert, das ebenso mit
EcoRI und Smal behandelt worden war, wodurch der Hybridvektor
pTAO 13 hergestellt worden ist (siehe Fig. 30 und die Nukleotid-
Sequenz unten):
Seqience G
-
Der Vektor pTAO13 wurde dann verwendet, um S. cerevisiae
SEY2102 zu transformieren für weitere unten in Beispiel XV
beschriebenen Studien.
-
Vektor pTAO13 wurde dann mit PstI oder PstI-NruI gespalten und
die regulatorische Region-lacZ-Fusion, die in dem gespaltenen
Fragment enthalten war, wurde mit dem HIS4 Gen-enthaltenen Fragment
von Shuttle Vektor pTAFHI (siehe Fig. 28), pYJ30 (siehe Fig.
27) oder pYA2 (siehe Fig. 23) ligiert, um die Plasmide pSAOH 1,
pSAOH 5 bzw. pSAOH 10 zu ergeben.
plus Resultierende Plasmide
B. p76 regulatorische Region-Konstrukte
-
Regulatorische Region-lacZ Gen-Fusionen wurden wie folgt mit der
p76 regulatorischen Region hergestellt.
1. Verwendung des gesamten 5, Teils von pPG 6,0
-
Das 1,35 kbp I-Fragment von pPG 6.0 wurde in die
einzige RI Stelle von pSEY101, einem E. coli-S. cerevisiae
Shuttle Vektor kloniert, wobei sich das Plasmid pT76U1 (siehe
Fig. 30a) ergibt. Vektor pT76UI wurde dann mit I- I
gespalten und das längere DNA-Fragment mit dem HIS4
Genenthaltenden Fragment von Shuttle Vektor pTAFH1 (Fig. 28)
ligiert, um wie oben beschrieben pT76H3 zu ergeben; oder mit
dem an dem RI-Ende aufgefüllten I- RI-Fragment des
Shuttle Vektors pBPf1 (siehe Fig. 34) ligiert, um pT76H4 zu
ergeben.
2. Verwendung eines 31 Verdaus von 5' pPG 6,0
-
Ein 1,35 kbp EcoRI-Fragment von pPG 6.0 wurde in die
einzige EcoRI Stelle von pSEY8, einem E. coli-S. cerevisiae
Shuttle Vektor, kloniert, welcher eine einzige SalI-Stelle angrenzend
zu der EcoRI-Stelle hat, in welche die Pichia DNA insertiert
war, wodurch sich Plasmid pTAO1 ergab (siehe Fig. 31). Das
Plasmid pTAO1 wurde mit SalI gespalten, mit
Bal31-Exonuclease behandelt, um "Blunt-End"-Fragmente der regulatorischen
Region von Polypeptid p76 in verschiedenen Längen
herzustellen. Die "Blunt-End"-Fragmente wurde von dem restlichen
Plasmid pSEY8 durch Spaltung mit EcoRI befreit. Die
resultierenden DNA-Fragmente wurden in den EcoRI-SmaI-Linker von
pSEY101 kloniert, um u. a. Plasmid pTAF.85 (siehe Fig. 32)
zu ergeben. Plasmid pTAF.85 ist analog zu pTAO11, das in
Fig. 29 gezeigt ist, jedoch mit der p76 regulatorischen Region
anstelle der p72 (Alkoholoxidase) regulatorischen Region.
-
Vektor pTAF.85 wurde dann in analoger Weise wie Vektor
pTAO13 behandelt, um die Plasmide pTAFH.85, pT76H1 und
pT76H2 zu ergeben. Somit wurden die folgenden Vektoren
gespalten und ligiert:
plus Resultierende Plasmid
BEISPIEL XV
Regulation der β-Galaktosidase-Produktion in Pichia pastoris
-
Die Herstellung von β-Galaktosidase durch verschiedene Pichia pastoris
GS115 (NRRL Y-15851) Transformanten, die auf verschiedenen
Kohlenstoffquellen und unter verschiedenen Bedingungen gewachsen waren,
wurde untersucht. Die transformierten Stämme wurden in
Minimal-Medium enthaltend 0,5 ug/ml Biotin und 0,1% Glucose bei 30ºC wachsen
gelassen bis sie die stationäre Phase erreichten. Die Zellen wurden dann
durch Zentrifugation gesammelt und in Minimal-Medium enthaltend 0,5
ug/ml Biotin und 0,5% Methanol übertragen und für ungefähr 3 bis 5
Generationen bei 30ºC wachsen gelassen. Nach diesem anfänglichen
Wachstum auf Methanol wurden die Zellen durch Zentrifugation
gesammelt und in frisches Minimal-Medium enthaltend 0,5 ug/ml Biotin und
entweder 0,1% Glucose oder 0,3% Methanol als Kohlenstoffquelle
übertragen. Die Zellen wurden dann bei 30ºC für ungefähr 80 Stunden
inkubiert, wobei periodisch Proben abgezogen wurden, um die
Alkoholoxidase- und β-Galaktosidase-Level zu bestimmen. Nach ungefähr 20-50
Stunden war die Kohlenstoffquelle erschöpft und danach wurden die
Zellen unter diesen Kohlenstoffquellen-Mangel-Bedingungen gehalten. Die
Ergebnisse sind in Tabelle I zusammengefaßt.
TABELLE I Maximale Level (Inkubationszeit, Std.)
von β-Galaktosidase und
Alkoholoxidase (Units/OD&sub6;&sub0;&sub0;) in Transformanten
von Pichia pastoris NRRL Y-15851
β-Galaktosidase Plasmid Glucose Glucose-Mangel Methanol
Alkoholoxidase Plasmid Glucose Glucose-Mangel Methanol
-
a Die Zellen wurden abgezogen zu verschiedenen Zeitpunkten und β-
Galaktosidase und Alkoholoxidase Aktivitäts-Assays wurden ausgeführt
wie im Text beschrieben.
-
nd = nicht bestimmt
-
Die Alkoholoxidase wurde durch die oben beschriebene
Farbstoff-Peroxidase-Methode bestimmt (siehe Beispiel VII) und die β-Galaktosidase
wurde wie folgt bestimmt:
B-Galaktosidase-Assay A. Benötigte Lösungen
Z-Puffer End-Konzentration
-
auffüllen auf 1l; pH sollte 7 sein
O-Nitrophenyl-β-D-Galaktosid (ONPG):
-
Löse 400 mg ONPG (Sigma N-1127) in 100 ml destilliertem Wasser
auf, um eine 4 mg/ml ONPG-Lösung herzustellen.
B. Assay-Verfahren:
-
1. Ziehe ein Aliquot aus dem Kulturmedium (0,1-0,5 0D&sub6;&sub0;&sub0; Hefe-
Zellen) ab, zentrifugiere und wasche das Zellpellet mit Wasser.
-
2. Füge 1 ml Z-Puffer zu dem Zellpellet, 30 ul CHCl&sub3; und 30 ul
0,1% SDS, vortexe, inkubiere 5 Minuten bei 30ºC.
-
3. Starte die Reaktion durch Hinzufügen von 0,2 ml ONPG (4
mg/ml), vortexe.
-
4. Stop die Reaktion durch Hinzufügen von 0,5 ml einer 1
Na&sub2;CO&sub3;-Lösung zu dem entsprechenden Zeitpunkt (A&sub4;&sub2;&sub0; < 1).
-
5. Lese die Absorption des Überstands bei 420 mn ab.
C. Berechnung der β-Galaktosidase Aktivitäts-Units:
-
1 U = 1 nmol von Orthonitrophenol (ONP) gebildet pro Minute
bei 30ºC und einem pH = 7.
-
1 nmol von ONP hat bei 420 nm (A&sub4;&sub2;&sub0;) eine Absorption von 0,0045
mit einer Weglänge von 1 cm; somit stellt eine Absorption von 1
bei 420 mn 222 nmole ONP/ml dar oder 378 nmole/ 1,7 ml, weil
das Gesamtvolumen des zu analysierenden Überstands 1,7 ml ist.
Daher werden die in den Tabellen ausgedruckten Einheiten (Units)
berechnet:
-
Die in Tabelle I präsentierten Ergebnisse zeigen an, daß ein zu
Hefe fremdes Protein, d. h. β-Galaktosidase, in Pichia pastoris, die
entweder durch die Anwesenheit von Methanol im
Wachstums-Medium oder durch Kohlenstoffquellen-Mangel nach Wachstum auf
einer Katabolit-reprimierenden Kohlenstoffquelle reguliert wird,
produziert werden kann.
BEISPIEL XVI
Regulation der β-Galaktosidase-Produktion in S. cerevisiae
-
Saccharomyces cerevisiae SEY2102, ein Stamm, der Uracil, Leucin
und Histidin Ergänzung für das Überleben erfordert, wurde mit den
Plasmiden pTAO13 und pT76U1 transformiert. Die transformierten
Organismen werden leicht durch Selektionieren auf Kolonien, die
keinen Uracil-Zusatz für ihr Wachstum benötigen, isoliert. Die
isolierten Transformanten erhielten die Labor-Bezeichnungen
SEY2102-pTAO13 bzw. SEY2102-pT76U1. SEY2102-pTAO13 wurde
beim Northern Research Center in Peoria, Illinois, hinterlegt, um
Zugang für die Öffentlichkeit ab einem Hinterlegungs-Datum am
31.08.1984 zu sichern. Dieser Stamm erhielt die
Hinterlegungs-Nummer NRRL Y-15858.
-
Die Zellen von NRRL Y-15858 und SEY2102-pT76Ul wurden bei
30ºC für ungefähr 3-4 Generationen in Minimal-Medium enthaltend
20 ug/ml Histidin und Leucin und 5% Glucose inkubiert. Die
Zellen wurden dann übergewechselt, d. h. durch Zentrifugation
gesammelt und in YP-Medium mit 3% der Kohlenstoffquelle, wie
in Tabelle II angezeigt, transferiert und für ungefähr 5 Generationen
bei 30ºC wachsen gelassen. Die Zellen wurden dann für zusätzliche
50 Stunden unter Kohlenstoffquellen-Mangel-Bedingungen inkubiert
und periodisch auf β-Galaktosidase untersucht. Die Ergebnisse sind
in Tabelle II zusammengefaßt.
TABELLE II Produktion von β-Galaktosidase durch S. cerevisiae
β-Galaktosidase, Units/OD&sub6;&sub0;&sub0; A. Alkoholoxidase regulatorische Region (pTA013)
Kohlenstoffquelle Nach 5 Generationen Mangel-Bedingungen Glucose Fructose Ethanol Glycerin Galaktose B. p76 regulatorische Region
-
Diese Ergebnisse zeigen an, daß ein zu Hefe fremdes Protein, d. h. β-
Galaktosidase, durch Saccharomyces cerevisiae produziert werden kann,
reguliert durch die p72 (Alkoholoxidase) und p76 regulatorische Regionen
unter Kohlenstoffquellen-Mangel-Bedingungen, wenn eine
Katabolit-reprimierende Kohlenstoffquelle für das Wachstum verwendet worden ist oder
durch Wachstum von transformierten S. cerevisiae Zellen auf einer
relativ Nicht-Katabolit reprimierenden Kohlenstoffquelle wie Glycerin oder
Galaktose.
-
Die Expressions-Level für β-Galaktosidase in S. cerevisiae unter der
Kontrolle der regulatorischen Region in dieser Erfindung können
verglichen werden mit den Expressions-Level, die mit anderen S. cerevisiae
regulierenden Promotoren möglich sind.
Promotor Kohlenstoffquelle β-Galaktosidase, Units/OD&sub6;&sub0;&sub0; Cytochrome Raffinose Galactose Galaktose Invertase Glucose
-
Es wurde gesehen, daß die regulatorischen Regionen dieser Erfindung
überraschenderweise als S. cerevisiae Promotoren mindestens ebenso
effektiv oder effektiver sind wie solche Promotoren, die nativ zu S.
cerevisiae sind.
BEISPIEL XVII
Southern Hybridisierungen mit genomischer Hefe-DNA
-
Neun verschiedene Methanol assimilierende Hefen und eine Methanol
nicht-assimilierende Hefe wurden auf Minimal-Medien (IM1, siehe
Beispiel 1) plus 0,75% Methanol bzw. 1,0% Glucose wachsen gelassen.
Gesamt-chromosonale DNA wurde, wie in Beispiel VI beschrieben,
isoliert, d. h. die gesamten Nukleinsäuren wurden isoliert, mit RNase A
behandelt, zuerst mit Phenol/Chloroform/Isoamylalkohol extrahiert, dann
mit Chloroform/Isoamylalkohol extrahiert und schließlich mit Ethanol
präzipitiert. Die präzipitierte DNA wurde in einem minimalen Volumen
TE-Puffer resuspendiert und zentrifugiert, um die DNA-Lösung zu reinigen.
-
Southern-Hybridisierungs-Filter wurden, wie in Beispiel VI beschrieben,
hergestellt, d. h. 10 ug Gesamt-DNA von verschiedenen Hefe-Spezies
wurden mit einem Überschuß HindIII verdaut, elektrophoretisch
aufgetrennt, die DNA denaturiert, das Gel neutralisiert und die DNA auf
Nitrozellulose-Filter übertragen. Die Prähybridisierungsbedingungen für
diese Filter schlossen die Behandlung mit 50% deionisiertem Formamid,
6x SSC, 5x Den-hardt's, 1 m EDTA, 0,1% SDS und 100 ug/ml
denaturierter Lachs-Sperm DNA bei 42ºC über Nacht ein. Die gleichen
Bedingungen wurden als Hybridisierungs-Medium unter Verwendung von
³²P-nick-translatierten Sonden auf eine Endkonzentration von 10&sup6; cpm/ml
verwendet. Die Sonden schlossen die cDNA-Inserts (PstI-Fragmente) der
Klone pPC 8.3, pPC 15.0 und pPC 6.7, sowie ein 2.7 kbp BglII DNA-
Fragment von P. pastoris HIS4-Gen ein. Jede dieser Sonden wurde
separat auf identischen Filtern für die Hybridisierung, die 24 Std. bei 42
ºC dauerte, verwendet. Nach der Hybridisierung wurden die Filter
zweimal für 15 Min. bei Raumtemperatur und dreimal bei 65ºC für 15
Minuten in einer Lösung enthaltend 2x SSC, 1 m EDTA, 0,1% SDS
und 0,1% Natriumpyrophosphat, gewaschen. Andere Waschungen wurden
bei geringerer Stringenz versucht, d. h. bei 55ºC und 42ºC, um die
Hybridisierungsergebnisse zu bestätigen. Die Filter wurden dann für 72
Std. autoradiografiert. Die Ergebnisse dieser Hybridisierungen sind in
Tabelle III zusammengefaßt.
TABELLE III Hybridisierung von P. pastoris Genen mit verschiedener
chromosomaler Hefe-DNA
P. pastoris
P. pastoris
Hansenula H. henricii H. nonfermentans H. polymorpha H. wickerhamii Torulopsis Saccharomyces Legende Hybridisierung schwache Hybridisierung keine Hybridisierung beobachtet unter den verwendeten Bedingungen
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Die in Tabelle III präsentierten Ergebnisse zeigen an, daß die Gene für
Polypeptide analog zu p76, p72 und p40 in praktisch allen
Methanolassimilierenden Hefen anwesend sind. Es soll bemerkt werden, daß
keines dieser drei Gene durch Hybridisierung von DNA aus einer
Methanol nicht-assimilierenden Hefe, S. cerevisiae, beobachtet wurde,
während Homologie zwischen dem P. pastoris HIS4-Gen und dem HIS4-Gen
aus S. cerevisiae leicht beobachtet werden konnte.
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Die Beispiele werden lediglich bereitgestellt, um die Praxis der Erfindung
zu illustrieren und sollen nicht als Einschränkung des Umfangs dieser
Erfindung oder der anhängenden Ansprüche gelesen werden. Vernünftige
Variationen und Modifikationen, die nicht von dem Wesen und Geist der
Erfindung wegführen, werden als innerhalb des Umfangs des gewünschten
und gedachten Patentschutzes liegend betrachtet.
Bibliographie
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Der folgende Teil der Beschreibung sind bevorzugte Ausführungsbeispiele
1 bis 34, dargestellt in Form von Ansprüchen.
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1. DNA-Fragment, das eine regulatorische Region, die aus Pichia
pastoris stammt, umfaßt, wobei die regulatorische Region auf die
Anwesenheit von Methanol im Kulturmedium anspricht, mit dem ein
Wirtsorganismus für dieses DNA-Fragment in Kontakt ist, wobei die
regulatorische Region fähig ist, die Transkription von Messenger
RNA zu kontrollieren, wenn sie am 5' Ende einer DNA positioniert
ist, die für diese Messenger RNA codiert, wobei die regulatorische
Region ausgewählt ist aus:
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a) die regulatorische Region, die die Transkription von Messenger
RNA kontrolliert, die für Dihydroxyacetonsynthase codiert, wobei
die Region aus Klon pPG 6.0 (NRRL B-15867) von der 5'-
HindIII-Schnittstelle bis zur 3'-XhoI-Schnittstelle erhältlich ist;
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b) die regulatorische Region, die die Transkription von Messenger
RNA kontrolliert, die für Alkoholoxidase codiert, wobei die
regulatorische Region aus Klon pPG 4.0 (NRRL B-15868) von
der 5'-EcoRI-Schnittstelle bis zur 3'-EcoRV-Schnittstelle
erhältlich ist;
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c) die regulatorische Region, die die Transkription von Messenger
RNA kontrolliert, die für p40 codiert, wobei die regulatorische
Region aus Klon pPG4.8 (NRRL B-15869) von der 5' BamHI-
Schnittstelle bis zu der 3'-SalI-Schnittstelle erhältlich ist.
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2. DNA-Fragment gemäß Ausführungsbeispiel 1, wobei die
regulatorische Region aus dem Hefestamm Pichia pastoris stammt.
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3. DNA-Fragment gemäß Ausführungsbeispiel 2, wobei die Hefe Pichia
pastoris NRRL Y-11430 ist.
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4. DNA-Fragment gemäß Ausführungsbeispiel 3, wobei die
regulatorische Region die Transkription von Messenger RNA kontrolliert, die
für die Produktion von Alkoholoxidase codiert.
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5. DNA-Fragment gemäß Ausführungsbeispiel 3, wobei die
regulatorische Region die Transkription von Messenger RNA kontrolliert, die
für die Produktion von Polypeptid p76 codiert.
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6. DNA-Fragment gemäß Ausführungsbeispiel 3, wobei die
regulatorische Region die Transkription von Messenger RNA kontrolliert, die
für die Produktion von Polypeptid p40 codiert.
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7. DNA-Fragment gemäß Ausführungsbeispiel 4, wobei dieses weiter die
3' DNA-Sequenz stromabwärts bzw. "downstream" der DNA umfaßt,
die für die Produktion von Alkoholoxidase codiert.
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8. DNA-Fragment gemäß Ausführungsbeispiel 5, wobei dieses weiter die
3' DNA-Sequenz stromabwärts bzw. "downstream" der DNA umfaßt,
die für die Produktion von Polypeptid p76 codiert.
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9. DNA-Fragment gemäß Ausführungsbeispiel 6, wobei dieses weiter die
3' DNA-Sequenz stromabwärts bzw. "downstream" der DNA umfaßt,
die für die Produktion von Polypeptid p40 codiert.
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10. DNA-Fragment gemäß Ausführungsbeispiel 1, wobei die Messenger
RNA für die Produktion eines heterologen Polypeptids codiert.
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11. DNA-Fragment gemäß Ausführungsbeispiel 4, wobei dieses Fragment
die Nukleotidsequenz hat:
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12. DNA-Fragment gemäß Ausführungsbeispiel 4, wobei das Fragment
die Nukleotidsequenz hat:
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13. DNA-Fragment gemäß Ausführungsbeispiel 4, wobei das Fragment
die Nukleotidsequenz hat:
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14. DNA-Fragment gemäß Ausführungsbeispiel 5, wobei das Fragment
die Nukleotidsequenz hat:
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15. DNA-Fragment gemäß Ausführungsbeispiel 1, wobei dieses weiter
umfaßt:
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eine Polypeptid codierende Region; wobei die regulatorische
Region am 5, Ende dieser Polypeptid codierenden Region
positioniert ist.
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16.
DNA-Fragment gemäß Ausführungsbeispiel 15, wobei die Polypeptid
codierende Region für die Produktion von Alkoholoxidase codiert.
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17. DNA-Fragment gemäß Ausführungsbeispiel 16, wobei das Fragment
die Nukleotidsequenz hat:
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18. DNA-Fragment gemäß Ausführungsbeispiel 15, wobei die Polypeptid
codierende Region für die Produktion von Polypeptid p76 codiert.
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19. DNA-Fragment gemäß Ausführungsbeispiel 15, wobei die Polypeptid
codierende Region für die Herstellung von Polypeptid p40 codiert.
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20. DNA-Fragment gemäß Ausführungsbeispiel 15, wobei die Polypeptid
codierende Region für die Herstellung eines heterologen Polypeptids
codiert.
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21. DNA-Fragment gemäß Ausführungsbeispiel 20, wobei das heterologe
Polypeptid β-Galaktosidase ist.
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22. DNA-Fragment gemäß Ausführungsbeispiel 15, wobei dieses weiter
eine 3' DNA-Sequenz stromabwärts bzw. "downstream" der Polypeptid
codierenden Region umfaßt, wobei die 3' DNA-Sequenz fähig ist, die
Polyadenylierung, Termination der Transkription und Termination der
Translation von Messenger RNA, die für die Polypeptid codierende
Region codiert, zu kontrollieren.
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23. DNA-Fragment gemäß Ausführungsbeispiel 15 oder 22, wobei das
DNA-Fragment weiter eine oder mehrere zusätzliche DNA-Sequenzen
umfaßt, die aus der Gruppe stammen, die bestehend aus:
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bakterielle Plasmid DNA,
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Bakteriophagen DNA,
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Hefeplasmid DNA und
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Hefe-chromosomale DNA.
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24. DNA-Fragment gemäß Ausführungsbeispiel 23, wobei die
Hefe-chromosomale DNA eine autonom replizierende DNA Sequenz und ein
Markergen umfaßt.
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25. Gen, das für die Herstellung von Alkoholoxidase codiert oder einer
Untereinheit davon oder einem Äquivalent eines solchen Gens oder
einer solchen Untereinheit.
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26. Gen gemäß Ausführungsbeispiel 25, wobei das Gen die
Nukleotidsequenz hat:
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27. Gen, das für die Herstellung von p76 codiert oder einer
Untereinheit davon oder einem Äquivalent eines solchen Gens oder
einer solchen Untereinheit.
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28. Gen, das für die Herstellung von Polypeptid p40 codiert oder einer
Untereinheit davon oder einem Äquivalent eines solchen Gens oder
einer solchen Untereinheit.
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29. DNA-Fragment gemäß Ausführungsbeispiel 23, wobei das Fragment
die Form eines geschlossenen zirkulären Hybridplasmids hat.
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30. Transformierter Hefestamm, wobei der transformierte Hefestamm ein
Wirt für rekombinantes DNA-Material ist;
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wobei das rekombinante DNA-Material umfaßt:
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(1) ein DNA-Fragment, und
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(2) eine Polypeptid codierende Region;
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wobei das DNA-Fragment mindestens auf eine der Bedingungen
anspricht, die aus der Gruppe ausgewählt ist:
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(i) die Anwesenheit von Methanol in dem Kulturmedium'
in dem ein Wirtorganismus für dieses DNA-Fragment
in Kontakt ist, und
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wobei die regulatorische Region am 5' Ende der Polypeptid
codierenden Region positioniert ist; und
wobei der transformierte Hefestamm fähig ist, das Polypeptid zu
exprimieren, das durch die Polypeptid codierende Region codiert
wird.
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31. Transformierter Hefestamm gemäß Ausführungsbeispiel 30, wobei der
transformierte Hefestamm auf Methanol als Kohlenstoff- und
Energiequelle wachsen kann.
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32. Transformierter Hefestamm gemäß Ausführungsbeispiel 30, wobei das
rekombinante DNA-Material weiter ein zweites DNA-Fragment
umfaßt;
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wobei das zweite DNA-Fragment fähig ist, die Polyadenylierung,
Termination der Transkription und Termination der Translation von
Messenger RNA zu kontrollieren, wenn es am 3' Ende der
Polypeptid codierenden Region positioniert ist, welche für die Produktion
der Messenger RNA codiert.
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33. Verfahren zum Herstellen von Polypeptiden, wobei das Verfahren
umfaßt:
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Kultivieren eines transformierten Hefestamms in einem
Wachstumsmedium, das Methanol enthält, wobei der transformierte Hefestamm
fähig ist, eine insertierte Polypeptid codierende Sequenz zu
exprimieren, die aus rekombinantem DNA-Material stammt;
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wobei das rekombinante DNA-Material umfaßt:
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(1) ein auf Methanol ansprechendes DNA-Fragment, und
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(2) eine Polypeptid codierende Region;
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wobei das auf Methanol ansprechende DNA-Fragment am 5' Ende
der Polypeptid codierenden Region positioniert ist.
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34. Verfahren gemäß Ausführungsbeispiel 33, wobei dieses weiter
umfaßt:
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Isolieren und Reinigen des Polypeptids.