DE3546889C2 - Tastervorrichtung für Oberflächen - Google Patents
Tastervorrichtung für OberflächenInfo
- Publication number
- DE3546889C2 DE3546889C2 DE3546889A DE3546889A DE3546889C2 DE 3546889 C2 DE3546889 C2 DE 3546889C2 DE 3546889 A DE3546889 A DE 3546889A DE 3546889 A DE3546889 A DE 3546889A DE 3546889 C2 DE3546889 C2 DE 3546889C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- sliding
- axis
- sensor
- displacement
- base
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01B—MEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
- G01B7/00—Measuring arrangements characterised by the use of electric or magnetic techniques
- G01B7/28—Measuring arrangements characterised by the use of electric or magnetic techniques for measuring contours or curvatures
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01B—MEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
- G01B7/00—Measuring arrangements characterised by the use of electric or magnetic techniques
- G01B7/004—Measuring arrangements characterised by the use of electric or magnetic techniques for measuring coordinates of points
- G01B7/008—Measuring arrangements characterised by the use of electric or magnetic techniques for measuring coordinates of points using coordinate measuring machines
- G01B7/012—Contact-making feeler heads therefor
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Length Measuring Devices With Unspecified Measuring Means (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Tastervorrichtung für
Oberflächen gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
Insbesondere betrifft die Erfindung eine Tastervorrichtung,
die sicher und genau der Oberfläche eines Werkstückes fol
gen kann und den Oberflächenverlauf dabei mißt.
Im Stand der Technik ist ein Meßsystem zur Erfassung der
Oberfläche bekannt, das als Kontakttyp ausgelegt ist und
dem Oberflächenprofil eines Werkstückes kontinuierlich und
permanent folgt und dieses Profil erfaßt bzw. mißt. Ein
derart bekanntes Meßsystem weist einen Meßkopf für das
Oberflächenprofil auf, der an einer dreidimensionalen
CNC-Meßvorrichtung oder dergleichen angebracht ist. Bei diesem
Meßsystem wird die Kontaktsonde auf der Oberfläche des
Werkstückes bewegt. Die Koordinaten in den drei Richtungen
werden bei der Bewegung der Kontaktsonde ermittelt und auf
diese Weise das Profil des Werkstückes bestimmt. Diese Art
ist für die Vermessung von Werkstücken geeignet, die kom
plizierte Formen und Strukturen aufweisen.
Eine vorausgehend erwähnte Tastervorrichtung ist beispiels
weise in der US-PS 3 869 799 beschrieben. Diese Tastervor
richtung weist einen Detektorstift auf, der in drei axialen
Richtungen bewegbar ist. Dadurch, daß man den Detektorstift
dazu zwingt, der Oberfläche des Werkstückes zu folgen, wird
das Oberflächenprofil des entsprechenden Werkstückes abge
tastet bzw. erfaßt. Bei Tastvorrichtungen dieses Typs steht
die Kontaktsonde stets in Berührung mit dem Werkstück.
Mittels der Berechnung der erfaßten Verschiebung des Tast
kopfes bzw. der Berührungssonde und der Bewegung der Tast
vorrichtung selbst, werden die gewünschten Koordinaten der
Oberfläche des Werkstückes erhalten. Alternativ dazu kann
auch die Bewegung der Tastvorrichtung selbst gesteuert wer
den, während die Verschiebung des Tastkopfes konstant ge
halten wird. Aus den Koordinaten der bewegten bzw. verscho
benen Tastvorrichtung können die Oberflächenkoordinaten
aufgezeichnet und ermittelt werden. Auf alle Fälle steht
die Sonde bzw. der Fühler immer unter einem vorgegebenen
Druck in Kontakt und Berührung mit dem Werkstück. Aus die
sem Grund muß die Sonde sicher, relativ zu einer Basis bzw.
ihrem Gehäuse gehalten werden und zwar derart, daß der
Druck bzw. die Kraft auf die Sonde in allen Richtungen kon
stant bleibt. Ein derartiger beständiger oder konstanter
Druck kann nur dann erreicht werden, wenn die Reibungswi
derstände auf verschiedene unterschiedliche Teile oder die
Hysterese-Eigenschaften von Federn und dergleichen weitest
gehend reduziert werden.
Die vorausgehend genannte Tastervorrichtung weist Verschie
beeinrichtungen auf, die aus je zwei parallel und vertikal
angeordneten Platten bestehen. Die Platten können der Ver
schiebung des Meßfühlers durch eine Auslenkung um Drehach
sen an ihren Längskanten folgen. Obwohl diese Drehbewegung
stets eine Verschiebung in zwei Koordinatenrichtungen dar
stellt, wird jeweils nur die Verschiebung in einer Koordi
natenrichtung gemessen. Durch die Vernachlässigung der
zweiten Verschiebungskomponente wird das Meßergebnis un
genau.
Eine Tastvorrichtung zur Vermessung von Oberflächen ist
weiterhin aus der EP 0 106 033 bekannt. Der Tastkopf ist
bei dieser Tastvorrichtung in einer X- und einer Y-Richtung
verschiebbar kugelgelagert.
Zur Lagefestlegung des Nullpunktes des Tastkopfes sind die
Laufflächen der Kugeln kegelig ausgebildet. Durch diese ke
gelige Ausführung der Laufflächen in X- und Y-Richtung wird
jedoch der Meßwert senkrecht zur X-Y-Ebene verfälscht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Tastervorrichtung zu schaffen, bei der die Koordinaten ei
ner zu messenden Oberfläche in einem Kartesischen Koordina
tensystem mit einer hohen Genauigkeit bestimmt werden
können und bei der zudem der Meßfühler nahezu reibungsfrei
räumlich verschiebbar ist.
Tatsächlich dient die Basis als Lager, das durch Stütz
schenkel an einem Basis- oder Gehäuseblock angebracht oder
aufgehängt ist. Die Gleiteinrichtung in Z-Achse ist an
dieser Lagerung so angebracht, daß sie vertikal bewegbar
ist. Die Gleiteinrichtung in Z-Achse steht wiederum in
Eingriff mit den Gleiteinrichtungen in Y- und X-Achse,
wobei dies über Gleitnuteneinrichtung erfolgt, die zwischen
jeder benachbarten Gleiteinrichtung vorgesehen sind.
Aufgrund dieser Anordnung können die Gleiteinrichtungen in
X- und Y-Achse senkrecht zueinander bewegt bzw. verfahren
werden. Die unterste Gleiteinrichtung in X-Achse ist fest
oder sogar starr mit einem Meßkopf bzw. einem Meßfühler
verbunden, der zur Berührung des zu messenden Werkstückes
ausgelegt ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist des weiteren durch
Luftlager gekennzeichnet, die zwischen benachbarten
Gleitflächen durch Einleitung von Druckluft dazwischen ge
bildet werden. Auf diese Weise kann jede der Gleiteinrich
tungen ohne Reibungsverluste und mit einer hervorragenden
Präzision bei der Rückführung in die Ausgangslage schwim
mend gelagert bzw. abgestützt werden. Statt Druckluft kann
auch ein anderes unter Druck stehendes Medium verwendet
werden.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines schematischen
Ausführungsbeispieles noch näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein bevorzugtes Aus
führungsbeispiel einer Tastervorrichtung;
Fig. 2 einen Querschnitt längs der Linie II-II nach
Fig. 1 und
Fig. 3 einen Querschnitt längs der Linie III-III nach
Fig. 2.
In den Zeichnungen ist eine Tastervorrichtung für die Er
fassung von Oberflächen gezeigt, die auch als Konturfolge
einrichtung bezeichnet werden kann, und die einen Sockel
block bzw. Gehäuseblock 10 aufweist, dessen oberster Be
reich an einer Tastkopfhalterung einer hinreichend be
kannten dreidimensionalen CNC-Meßvorrichtung (nicht darge
stellt) befestigt ist. Die Tastervorrichtung kann sowohl
manuell oder automatisch in jegliche Koordinatenposition
durch die dreidimensionale Meßvorrichtung bewegt werden.
An dem Gehäuseblock 10 ist über Befestigungsschenkel 12
und 14 ein Basiselement 16 fest bzw. starr angebracht. Das
Basiselement 16 ist zweckmäßigerweise in Art eines vierecki
gen hohlen Führungszylinders ausgelegt. Die Befestigung
ist derart, daß ein Meßfühler 24 über eine Gleiteinrichtung
18 in der Z-Achse, eine Gleiteinrichtung 20 in der Y-Achse
und eine Gleiteinrichtung 22 in der X-Achse in allen Rich
tungen bewegbar geführt bzw. getragen wird.
Wie es am besten in der Fig. 3 erkennbar ist, ist das Basis
element 16 in der Gestalt einer hohlen quadratförmigen
Hülse mit einer inneren Peripheriefläche 16a ausgebildet,
wobei der Gleitschaft 18a, der in Z-Achse Säulenform auf
weist und im Querschnitt etwa quadratisch ist, der Gleit
einrichtung 18 in Richtung der Z-Achse in der Vertikalrich
tung (Z-Achse) verschiebbar vorgesehen ist.
Gemäß Fig. 2 hat die Gleiteinrichtung 18 für die Z-Achse ei
nen kolbenartigen Schaft 18b, der von einer Gleitnut 20a in
Richtung der Y-Achse in der Gleiteinrichtung 20 in der
Richtung der Y-Achse umfaßt wird bzw. mit dieser Nut in
Eingriff steht. Auf diese Weise kann die Gleiteinrichtung
20 relativ zur Gleiteinrichtung 18 für die Richtung der
Z-Achse in Richtung der Y-Achse frei verschoben werden.
Wie in Fig. 1 dargestellt ist, weist auch die Gleiteinrich
tung 20 in Richtung der Y-Achse eine Gleitnut 20b auf, die
in Gleiteingriff mit dem Gleitschaft 22a in/an der Gleit
einrichtung 22 für die X-Achse steht. Hieraus resultiert,
daß die Gleiteinrichtung 22 für die X-Achse in Richtung der
X-Achse frei verschiebbar ist relativ zur Gleiteinrichtung
20 für die Y-Achse.
Die Gleiteinrichtungen 18, 20 und 22 sind relativ zum Ba
siselement 16 vorgesehen und insbesondere relativ dazu auf
gehängt. Wie in Fig. 1 dargestellt, erstrecken sich Ansätze
26 und 28 von gegenüberliegenden Seiten des Führungsschaf
tes 18b an der Gleiteinrichtung 18 für die Z-Achse nach
außen, um eine Anbindung für Federn zu schaffen. Jeder die
ser Ansätze 26 und 28 steht in Eingriff mit dem unteren En
de einer Trag- oder Aufhängefeder 30 oder 32. Die oberen
Enden der Tragfedern 30 und 32 sind fest mit dem Gehäuse
block 10 verbunden. Durch diese Maßnahmen ist die gesamte
Gleiteinrichtung derart ausgestaltet, daß ihr gesamtes Ge
wicht einschließlich des Meßfühlers 24 in einer Position
gehalten wird, die aufgrund der von den Aufhängefedern 30
und 32 herrührenden Kräfte und Zugspannungen eine Gleichge
wichtslage darstellt. Das obere Ende von jeder Aufhängefe
der 30 und 32 ist über eine Federhalterung 34 bzw. 36 fest
mit einer Einstellscheibe 38 für die Federposition verbun
den. Aufgrund einer Vertikalverschiebung der Einstellschei
be 38 kann die Gruppe der Gleiteinrichtungen, die an den
Aufhängefedern 30 und 32 getragen wird, im Hinblick auf die
genaue Position eingestellt werden. Genauer betrachtet
weist die Einstellscheibe 38 eine Muttereinrichtung 38a
auf, die auf einem mit einem Außengewinde versehenen Schaft
40 gedreht ist, der wiederum im Gehäuseblock 10 drehbar ge
lagert ist. Durch Drehen des Schaftes 40 kann die Einstell
scheibe 38 in vertikaler Richtung bewegt werden. Es wird
darauf hingewiesen, daß die Einstellscheibe 38 nicht zusam
men mit dem mit Außengewinde versehenen Schaft 40 gedreht
wird, da die Einstellscheibe 38 mittels eines Arretierstif
tes 42 gegen Verdrehung relativ zum Schaft 40 festgelegt
ist.
Im dargestellen Ausführungsbeispiel weist der Schaft 40 ein
Kegelrad 44 auf, das darauf rotationsfest befestigt ist.
Dieses Kegelrad 44 steht in Eingriff mit einem anderen Ke
gelrad 46, das auf einer Antriebswelle 48 vorgesehen ist,
die von extern mit einem geeigneten Mittel (nicht darge
stellt) in Rotationsbewegung versetzt werden kann. Die Sei
tenwandung des Gehäuseblockes 10 weist ein Zugriffsloch 10a
auf, durch das ein geeignetes Werkzeug, wie z. B. ein
Schraubenzieher in den Gehäuseblock 10 eingeführt werden
kann, um die Antriebswelle 48 in Rotation zu versetzen oder
zumindest geringfügig zu verdrehen.
Die Gruppe der Gleiteinrichtungen ist in der vorbeschriebe
nen Weise durch die Aufhängefedern 30 und 32 zur Festlegung
ihrer Ausgangs- oder Bezugsposition im Hinblick auf die
vertikale Richtung (oder Z-Achse) angeordnet und insbeson
dere aufgehängt.
Darüber hinaus ist eine Rückholfeder 50 vorgesehen, die zur
Festlegung einer anderen Ausgangs- oder Bezugsposition in
der X-, Y-Achsenebene bestimmt ist. Diese Rückhol- oder
Rückzugsfeder 50 kann die Form eines Drahtes mit kreisför
migem Querschnitt haben, dessen unteres Ende über einen
insbesondere konischen Spannzapfen 52 mit der Gleitein
richtung 22 für die X-Achse starr oder fest verbunden ist.
Der Spannzapfen 52 kann die Rückholfeder 50 durch die Ro
tationsbewegung einer Spannschraube 54 darauf mindestens
kraftschlüssig erfassen.
Das obere Ende der Rückholfeder 50 ist vertikal bewegbar
und relativ zum Basiselement 16 geführt und abgestützt. Im
dargestellten Ausführungsbeispiel ist das obere Ende der
Rückholfeder 50 gleitend in einem Lager 56 geführt, das
fest mit dem Gleitschaft 18a für die Z-Achse verbunden ist,
wobei der Gleitschaft 18a wiederum vertikal gleitbar inner
halb des Basiselementes 16 geführt ist und nicht direkt von
dem Basiselement 16 abgestützt wird. Mit anderen Worten ist
das obere Ende der Rückholfeder 50 fest mit einem Gleit
schaft 50 verbunden, der wiederum gleitend in Richtung der
Z-Achse innerhalb des Lagers 56 gehalten ist.
Auf diese Weise wird das obere Ende der Rückholfeder 50 in
seiner Bezugsposition in der Ebene der X-, Y-Achse festge
legt. Andererseits erzeugt das andere Ende der Rückholfeder
50 eine Rückholkraft in allen Richtungen relativ zur Bewe
gung des Meßfühlers 24 in der Ebene der X-, Y-Achse, da
dieses andere Ende der Rückholfeder 50 fest verbunden mit
der Gleiteinrichtung 22 für die X-Achse vorgesehen ist. Auf
diese Weise kann die Ausgangs- oder Bezugsposition in der
Ebene der X-, Y-Achse genau festgelegt werden.
Aufgrund der Gleitmöglichkeit des Gleitschaftes 58 inner
halb des Lagers 56 in Richtung der Z-Achse, kann eine ver
tikale Verschiebung des Gleitschaftes 58 sogar dann absor
biert bzw. eliminiert und aufgenommen werden, wenn seine
Position durch eine Bewegung des Gleitschaftes 58 in der
Ebene der X-, Y-Achse verändert wird.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel können die Eigenschaf
ten der Rückholfeder 50 dadurch verändert werden, daß die
genaue Lokalisation der Rückholfeder 50, die vom Spannzap
fen 52 erfaßt wird, verändert wird. Aufgrund der gleitenden
Führung des oberen Endes der Rückholfeder 50 in Richtung
der Z-Achse, kann die vorstehend erwähnte Veränderung rela
tiv leicht durchgeführt werden.
Anhand der vorausgehenden Beschreibung wird verständlich,
daß eine einzige Ausgangsposition für die Gruppe der Gleit
einrichtungen in X-, Y- und Z-Achse festlegbar ist und daß
der Meßfühler 24 in X-, Y- und Z-Richtung in einem Gleich
gewichtszustand bzw. unter ausgeglichenen Druck- und Kraft
verhältnissen bewegt werden kann.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Meßfühler 24
demontierbar mit einem Fühlerhalter 60 verbunden. Der
Fühlerhalter 60 wiederum ist über ein Vibrations- oder
Schwingungselement 62 mit der Gleiteinrichtung 22 für die
X-Achse verbunden. Das Schwingungselement 62, das auch eine
separate Einrichtung sein kann, ist fest zwischen dem
Fühlerhalter 60 und einem Schwingungshalter 64 angebracht.
Als Schwingungselement 62 wird eines vom elektrostriktiven
Typ verwendet, das mechanisch mit sehr kleiner Amplitude in
Schwingung versetzbar ist. Als Ergebnis davon steht der
Meßfühler 24 während einer Vibrationsbewegung in Berührung
mit der Oberfläche eines Werkstückes (nicht dargestellt).
Folglich kann die Kontaktreibung zwischen dem Meßfühler 24
und der Oberfläche des Werkstückes so stark reduziert wer
den, daß die Folgefähigkeit des Meßfühlers 24 entsprechend
den Konturen der Oberfläche noch verbessert wird.
Um die Verschiebung jeder Gleiteinrichtung 18, 20 und 22
aus der Ausgangs- oder Bezugslage zu erfassen, ist eine
Skala für jede Gleiteinrichtung vorgesehen. Die Skala wird
dazu verwendet, um die Bewegung bzw. Verschiebung jeder
Gleiteinrichtung mittels eines optischen Sensors festzu
stellen.
Die Z-Achsenskala 66 erstreckt sich aufwärts von der Gleit
einrichtung 18 für die Z-Achse und ist gegenüber einem Sen
sor 68 für die Z-Achse am Basiselement 16 angeordnet. Eine
Verschiebung des Meßfühlers 24 in Richtung der Z-Achse kann
deshalb aufgrund der relativen Bewegung bzw. Verschiebung
der Z-Achsenskala 66 und des Sensors 68 festgestellt wer
den.
Entsprechend der Darstellung nach Fig. 2 ist eine Y-Achsen
skala 70 auf der Gleiteinrichtung 20 für die Y-Achse ange
bracht und gegenüber einem Sensor 72 für die Y-Achse, der
an der Gleiteinrichtung 18 für die Z-Achse vorgesehen ist,
angebracht. Die Y-Achsenskala 70 wirkt mit dem Sensor 72
für die Y-Achse zusammen, um die Bewegung der Gleiteinrich
tung 20 in Richtung der Y-Achse festzustellen.
In ähnlicher Weise ist, wie in Fig. 1 dargestellt, eine
X-Achsenskala 74 vorgesehen, die mit einem Sensor 76 für
die X-Achse zusammenwirkt, um eine Verschiebung oder Bewe
gung der Gleiteinrichtung für die X-Achse relativ zur
Gleiteinrichtung 20 für die Y-Achse zu detektieren.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel kann die Bewegung bzw.
Verschiebung in jede beliebige ausgewählte Richtung dadurch
blockiert werden, daß ein Anschlagstift, der von einem So
lenoiden betrieben wird, gegen ein korrespondierendes Teil
gedrückt wird, um eine Bewegung zu unterbinden.
Wie in den Fig. 2 und 3 dargestellt ist, wird die Blockie
rung einer Bewegung der Z-Achse durch das Zusammenwirken
zwischen einer Nut 18c an der Gleiteinrichtung 18 für die
Z-Achse und einer entsprechenden Nut 16c an dem Basisele
ment 16 realisiert. Ein Stoppstift 78 ist unter Beauf
schlagung durch einen Solenoiden 80 zu einer Bewegung in
die Nuten 16c und 18c vorgesehen. Sofern der Solenoid 80 in
Betrieb gesetzt wird, wird der Stoppstift 78 in die Nuten
18c und 16c hineinbewegt, wodurch eine Bewegung der Gleit
einrichtung 18 für die Z-Achse blockiert wird.
In ähnlicher Weise kann eine Bewegung der Gleiteinrichtung
20 für die Y-Achse dadurch blockiert werden, daß ein Stopp
stift 84 durch einen Solenoiden 82 in Nuten 20d und 18d
hineinbewegt wird, die in der Gleiteinrichtung 20 für die
Y-Achse bzw. in der Gleiteinrichtung 18 für die Z-Achse
ausgebildet sind.
Ganz ähnlich kann auch eine Bewegung der Gleiteinrichtung
22 für die X-Achse dadurch blockiert werden, daß ein Stopp
stift 88 über einen Solenoiden 86 in Aussparungen oder Nu
ten 22e und 20e hineinbewegt wird, die in den entsprechen
den Gleiteinrichtungen 22 und 20 für die entsprechenden
Achsen ausgebildet sind.
Zur Reduzierung der Reibungskräfte zwischen sich berühren
den oder nahezu berührenden Flächen benachbarter Gleitein
richtungen wird erfindungsgemäß Druckluft auf die Gleit
flächen 16a, 20a und 20b der entsprechenden Gleiteinrich
tungen 18, 20 und 22 geführt.
Der Gehäuseblock 10 weist hierzu einen darin ausgebildeten
Verteiler 90 für die Druckluft auf, der mit Druckluft von
einem externen Kompressor (nicht dargestellt) versorgt wird
(vgl. Fig. 2). Diese Druckluft wird den entsprechenden
Gleitflächen über Leitungen 92 und 94 zugeführt, um auf den
Gleitflächen Luftlager zu bilden.
Um die Gleitfläche 16a in Richtung der Z-Achse mit Druck
luft zu versorgen, ist die Leitung 92 mit einer Rille für
die Luft (nicht dargestellt) in dem Basiselement 16 verbun
den, wobei dies über eine Leitungsöffnung 96 erfolgt. Hier
durch kommuniziert die Leitung 92 mit einer Vielzahl klei
ner Öffnungen (nicht dargestellt) auf der Gleitfläche 16a.
Die unter Druck stehende Luft wird über diese kleinen Öff
nungen ausgeblasen, um ein Luftlager zu bilden, über das
der Gleitschaft 18a schwimmend innerhalb des Basiselementes
16 geführt werden kann.
Andererseits wird unter Druck stehende Luft über die Lei
tung 94 von einem Eintrittsbereich 98 auf die Gleiteinrich
tung 20 für die Y-Achse geleitet und anschließend zu einer
Vielzahl ähnlicher kleiner Öffnungen über die Gleitnut 20a
für die Y-Achse, über die Gleitnut 20 und eine zusätzliche
Rille bzw. Ausnehmung für Luft (nicht dargestellt). Die un
ter Druck stehende Luft wird durch diese Öffnungen unter
Bildung von Luftpolstern ausgeblasen, wodurch die Gleit
einrichtungen 20 und 22 für die Y-, X-Achsen schwimmend
geführt sind.
Auf diese Weise kann die Reibung zwischen benachbarten
Gleiteinrichtungen um ein Höchstmaß reduziert werden und
die Rückkehreigenschaft der Gleiteinrichtung in ihrer Aus
gangslage erheblich verbessert werden.
Im Ausführungsbeispiel weist der Gehäuseblock 10 Vor
verstärker 99, 100 und 102 zur zunehmenden bzw. schrittwei
sen Verstärkung elektrischer Signale von den Sensoren 68,
72 und 76 auf, wobei Obersignale oder höherwertige Signale
in den elektrischen Kenndaten herausgeholt und abgerufen
werden können.
Wie vorausgehend dargelegt, schafft die Erfindung eine Ta
stervorrichtung, die insbesondere für automatische Meßme
thoden und ähnliche Methoden für die Oberflächenerfassung
von Werkstücken geeignet ist.
Die Tastervorrichtung weist dabei einen stabilisierten
Berührungsdruck oder Bewegungsdruck in allen drei Achsrich
tungen auf. Die Tastervorrichtung und insbesondere der
Meßfühler kann sehr einfach und leicht in seine Ausgangs- oder
Bezugslage zurückgeführt werden und ist im Hinblick
auf die Folge- und Anpassungsfähigkeit an Konturen der
Oberfläche und im Hinblick auf seine Präzision wesentlich
verbessert.
Claims (5)
1. Tastervorrichtung zur Erfassung von Oberflächen mit ei
nem Meßfühler, der über Verschiebeeinrichtungen in X-,
Y- und Z-Richtung eines kartesischen Koordinatensystems
verschiebbar an einer Basis angebracht ist, wobei eine
erste Verschiebeeinrichtung im wesentlichen vertikal
zur Basis in Z-Richtung verschiebbar gelagert ist, auf
dieser ersten eine zweite Verschiebeeinrichtung ver
schieblich gelagert ist, die wiederum eine dritte dar
auf verschieblich gelagerte Verschiebeeinrichtung auf
nimmt, an welcher der Meßfühler befestigt ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verschiebeein
richtungen als Gleiteinrichtungen (18, 20, 22) mit
Gleitflächen ausgebildet sind, daß die Gleiteinrichtun
gen (18, 20, 22) senkrecht zueinander in ausschließlich
einer Achsrichtung frei verschiebbar sind, daß der
Meßfühler (24) über die Gleiteinrichtung (18) in
Z-Richtung, die Gleiteinrichtung (20) in Y-Richtung und
die Gleiteinrichtung (22) in X-Richtung geführt ist,
und daß die Gleitflächen der Gleiteinrichtungen (18,
20, 22) Luftlager aufweisen.
2. Tastervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gleiteinrichtungen (18, 20, 22) Nuten aufwei
sen, in welche zur Blockierung der Gleitbewegung ein
Anschlagstift (78, 84, 88) einfahrbar ist.
3. Tastervorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlagstift (78, 84, 88) durch einen
Solenoiden (80, 82, 86) betätigbar ist.
4. Tastervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Schwingungselement (63) vorgesehen ist.
5. Tastervorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Schwingungselement (62) von einem elektrostrik
tiven Typ ist.
Applications Claiming Priority (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
JP59172143A JPS6150007A (ja) | 1984-08-18 | 1984-08-18 | 表面形状測定用トレ−サ |
DE3529320A DE3529320C2 (de) | 1984-08-18 | 1985-08-16 | Tastvorrichtung für Oberflächen |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE3546889C2 true DE3546889C2 (de) | 1994-05-11 |
Family
ID=25835089
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE3546889A Expired - Fee Related DE3546889C2 (de) | 1984-08-18 | 1985-08-16 | Tastervorrichtung für Oberflächen |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE3546889C2 (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
CN109514662A (zh) * | 2018-12-29 | 2019-03-26 | 佛山佳加机械有限公司 | 定向调控机构 |
Citations (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US3869799A (en) * | 1972-08-29 | 1975-03-11 | Zeiss Stiftung | Universal multi-coordinate sensor |
EP0106033A2 (de) * | 1982-09-17 | 1984-04-25 | Dr. Johannes Heidenhain GmbH | Mehrkoordinaten-Tastkopf |
-
1985
- 1985-08-16 DE DE3546889A patent/DE3546889C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US3869799A (en) * | 1972-08-29 | 1975-03-11 | Zeiss Stiftung | Universal multi-coordinate sensor |
EP0106033A2 (de) * | 1982-09-17 | 1984-04-25 | Dr. Johannes Heidenhain GmbH | Mehrkoordinaten-Tastkopf |
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
CN109514662A (zh) * | 2018-12-29 | 2019-03-26 | 佛山佳加机械有限公司 | 定向调控机构 |
CN109514662B (zh) * | 2018-12-29 | 2023-11-03 | 佛山佳加机械有限公司 | 定向调控机构 |
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
DE3529320C2 (de) | Tastvorrichtung für Oberflächen | |
DE60216123T2 (de) | Vorrichtung zur Messung eines Oberflächenprofils eines zu vermessenden Objekts | |
DE69820921T2 (de) | Verfahren und Instrument mit Taster zur Messung der Innen- oder Aussendimension eines Objektes | |
DE10313038B4 (de) | Vorrichtung zur Erfassung der Lage eines Tastelements in einem Mehrkoordinatenmessgerät | |
DE102011100467B3 (de) | Messkopf für ein Koordinatenmessgerät zum Bestimmen von Raumkoordinaten an einem Messobjekt | |
DE69909262T2 (de) | Messkopf zum Kontrollieren linearer Dimensionen mit einem flachen Dämpfungselement | |
DE1773712A1 (de) | Messeinrichtung | |
WO2013164344A1 (de) | Verfahren zur bestimmung der achse eines drehtisches bei einem koordinatenmessgerät | |
DE4132308A1 (de) | Automatische innendurchmesser-messapparatur und deren nulleinstellung | |
EP0351714A2 (de) | Lagerung für Tastköpfe | |
DE69121909T2 (de) | Sensor zur Abtastung der Position | |
DE20321113U1 (de) | Werkzeughaltevorrichtung | |
DE602005005839T3 (de) | Verwendung von oberflächenmesssonden | |
DE3828713C2 (de) | ||
DE3546889C2 (de) | Tastervorrichtung für Oberflächen | |
DE19960191A1 (de) | Verfahren zur Sicherung eines Koordinatenmessgerätes vor Bedienfehlern | |
DE4326406C1 (de) | Verzahnungsprüfgerät | |
DE3118612A1 (de) | "einrichtung zur ankopplung eines messtisches an das grundgestell einer messmaschine" | |
DE60032635T2 (de) | Verfahren und vorrichtung zum testen von werkzeugmaschinen | |
DE102019205145A1 (de) | Ausrichten von Komponenten relativ zu einem Koordinatenmessgerät | |
DE10319947B4 (de) | Einrichtung zur Messung der Umfangsgestalt rotationssymmetrischer Werkstücke | |
DE102009044640A1 (de) | Koordinatenmessgerät | |
DE3823993A1 (de) | Verfahren zur koordinatenmessung an werkstuecken | |
DE2259091A1 (de) | Verfahren und tastkopf zur konturenvermessung | |
DE3422161C2 (de) |
Legal Events
Date | Code | Title | Description |
---|---|---|---|
Q172 | Divided out of (supplement): |
Ref country code: DE Ref document number: 3529320 |
|
8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
8125 | Change of the main classification |
Ipc: G01B 5/03 |
|
AC | Divided out of |
Ref country code: DE Ref document number: 3529320 Format of ref document f/p: P |
|
AC | Divided out of |
Ref country code: DE Ref document number: 3529320 Format of ref document f/p: P |
|
D2 | Grant after examination | ||
8364 | No opposition during term of opposition | ||
8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |