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Motorische Stelleinrichtung für mechanisch
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beweabare Verstellalieder Stand der Technik Die Erfindung betrifft
eine motorische Stelleinrichtung für mechanisch bewegbare Verstellglieder, wie Fenster,
Schiebedächer, insbesondere Schiebe-Hebe-Dächer in Kraftfahrzeugen, der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 angegebenen Gattung.
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Bei einer bekannten Stelleinrichtung dieser Art für ein Fenster eines
Kraftfahrzeugs weist die Abschaltvorrichtung zum selbsttätigen Stillsetzen des Gleichstrommotors
in der Schließ- und Öffnungsposition des Fensters zwei in den Fenster führungen
untergebrachte Endschalter auf, die von dem Fenster bei Erreichen der jeweiligen
Endlage mechanisch umgeschaltet werden. Der Gleichstrommotor ist damit einerseits
über den Handschalter und andererseits über den umgeschalteten Endschalter an das
negative Betriebsspannungspotential
gelegt und wird damit schlagartig
gebremst. Durch entsprechende Ausbildung des Handschalters wird bei Wiedereinschalten
des Gleichstrommotors in entgegengesetzter Drehrichtung über den geschlossenen Endschalter
ein Betriebsstrom zum Anfahren des Gleichstrommotors geführt. Sobald dieser das
Fenster aus dessen Endlage herausbewegt hat, schaltet der Endschalter auf eine Anschlußleitung
um, die über den zweipoligen Handschalter an negativem Betriebsspannungspotential
liegt. Nach unmerklich kurzer Unterbrechung dreht der Gleichstrommotor in gleicher
Richtung weiter, bis das Fenster wieder geschlossen ist. Der gleiche Vorgang wiederholt
sich nunmehr in dieser Endlage des Fensters.
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Die separaten Endkontakte und die dazu erforderlichen elektrischen
Zuleitungen erfordern nicht nur einen erhöhten Montageaufwand und zusätzlichen Bauraum
im Kraftfahrzeug, sondern müssen oftmals an solchen Stellen angebracht werden, wo
sie aus anderen Gründen hinderlich sind. Insbesondere das Verlegen der elektrischen
Zuleitungen bringt erhebliche Platz-und Montageprobleme mit sich. Außerdem ist die
beschriebene Abschaltvorrichtung in der Stelleinrichtung nur zum automatischen Stillsetzen
des Fensters in den. Bewegungsendpunkten geeignet. Eine automatische Unterbrechung
der Fensterbewegung an einer vorwählbaren Zwischenposition ist nicht möglich.
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Vorteile der Erfindung Die erfindungsgemäße motorische Stelleinrichtung
mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 hat demgegenüber den Vorteil,
daß - bis auf den Handschalter -alle
mechanischen Schaltkontakte
entfallen. Damit entfallen auch alle dadurch gegebenen Störmöglichkeiten in der
Stelleinrichtung selbst und in anderen Anlagen des Kraftfahrzeugs, wobei hier nur
auf Funkenbildung, Schaltkontaktabrieb und dadurch bedingte geringe Lebensdauer
und elektrische Zuleitungen in beweglichen Teilen, wie Kraftfahrzeugtüren, verwiesen
sei.
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Die Stellvorrichtung selbst kann als kompakte Baueinheit ohne räumlich
entfernt liegende und durch Kabel zu verbindende Bauteile ausgeführt werden. Die
Stoppositionen des Verstellglieds lassen sich beliebig einstellen, und zwar mit
geringstem Montageaufwand nur durch einfaches Verändern der Referenzspannung.
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Die Stelleinrichtung ist damit vielseitig verwendbar und eignet sich
zum Antrieb einerVielzahl von verschiedenartigen Verstellgliedern. Die jeweilige
Position des Verstellgliedes kann ohne nennenswerten Zusatzaufwand optisch angezeigt
werden.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ergibt sich aus Anspruch
2. Durch den erfindungsgemäßen impulsgesteuerten Schalter läßt sich eine Abschaltung
des Gleichstrommotors nicht nur in einer Verstellgliedendlage sondern in jeder beliebigen
Position in der Bewegungsbahn des Verstellgliedes vornehmen, wobei nach Wiedereinschalten
des Gleichstrommotors das Verstellglied über die Stopposition hinaus in gleicher
Richtung wie zuvor weiterbewegt werden kann.
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Dadurch ist es möglich, z.B. bei motorischer Fenster-oder Schiebedachöffnung
die Fenster- oder Schiebedachbewegung bei z.B. halber Öffnung automatisch zu unterbrechen.
Wird danach der Handschalter erneut, und zwar für die gleiche Bewegungsrichtung
des Fensters oder SchiebedacDs,betätigt, so wird die Stopposition
überlaufen
und das Fenster bzw. das Schiebedach öffnet vollständig. Beim Schließvorgang hingegen
wird die Stopposition in der halben Öffnungsstrecke ohne Halt überfahren. Da die
Stopposition sehr einfach nur durch Einstellen der Referenzspannung an jede beliebige
Stelle der Bewegungsbahn gesetzt werden kann, kann durch eine entsprechende Vorrichtung
für den Fahrer die Möglichkeit geschaffen werden, sich diese automatischen Stoppositionen
nach eigenen Wünschen einzustellen.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ergibt sich auch aus
Anspruch 3. Durch das Vorsehen zweier impulsgesteuerter Schalter kann die Bewegung
des Verstellgliedes in beiden Bewegungsrichtungen automatisch unterbrochen werden
und die Verstellgliedbewegung durch erneute Betätigung des Handschalters in gleicher
Richtung fortgesetzt werden.
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Eine solche automatische Stopposition mit der Möglichkeit des Uberfahrens
nach erneuter Handschalterbetätigung kann bei Schiebe-Hebe-Dächern in Kraftfahrzeugen
dazu benutzt werden, um von der Betriebsart "Dach öffnen/ Dach schließen", in welcher
das Schiebedach im wesentlichen parallel zum Kraftfahrzeugdach bewegt wird, auf
die Betriebsart " Dach ausstellen / Dach einziehen" umzuschalten, in welcher die
hintere Kante des Schiebedaches in vertikaler Richtung bewegt wird. Hierzu bedarf
es nur der entsprechenden Ausbildung eines Getriebes zwischen Abtriebswelle des
Gleichstrommotors und Schiebedach.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ergibt sich auch aus
Anspruch 5. Durch die weiteren Komparatoren wird zusätzlich eine Abschaltung des
Antriebs in
den beiden Endlagen des Verstellgliedes erzielt.
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Diese Endlagen des Verstellgliedes können nicht - auch nicht durch
mehrfaches Wiedereinlegen des Handschalters in gleicher Richtung - überfahren werden.
Hier ist nur noch die Drehrichtungsumkehr des Gleichstrommotors durch entsprechende
Betätigung des Handschalters möglich, die eine Reversierbewegung des Verstellgliedes
aus der jeweiligen Endlage heraus auslöst.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ergibt sich auch aus
Anspruch 9, insbesondere in Verbindung mit Anspruch 10. Durch diese Maßnahmen wird
eine Steuerschaltung mit hohem Integrationsgrad und kleinem Bauvolumen erzielt.
Die beiden positiv flankengetriggerten D-Flipflopswerden zweckmäßigerweise als Dual-Flipflop,
z.B. des Typs CD 4013 der Fa. RCA ausgebildet. Die vier Komparatoren und die drei
Inverter sind vorteilhaft als integrierte Schaltungen ausgeführt, z.B. des Typs
LM 2902 der Fa. Texas Instruments und CD 4093 der Fa. RCA.
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Zeichnung Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels in der nachfolgenden Beschreibung näher-erläutert. Die Zeichnung
zeigt dabei einen Schaltplan einer motorischen Stelleinrichtung für ein Schiebe-Hebe-Dach
eines Kraftfahrzeugs.
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Beschreibung des Ausführungsbeispiels Die motorische Stelleinrichtung
für ein Schiebe-Hebe-Dach eines Kraftfahrzeugs weist einen reversiblen Gleichstrommotor
10 auf, der mittels eines Handschalters 11 wahlweise in der einen oder anderen Drehrichtung
eingeschaltet werden kann. Über eine nicht dargestellte Abtriebswelle des Motors
10 und ein Zwischengetriebe wird das ebenfalls nicht dargestellte Schiebedach angetrieben.
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Der Handschalter 11 weist eine Aus-Stellung und zwei Einschaltstellungen
auf, in welchen jeweils ein Ausgang 12 bzw. 13 mit dem Eingang 14 verbunden werden
kann. Der Eingang 14 des Handschalters 11 ist mit dem Pluspotential einer Betriebs
spannung, die hier 12 V beträgt, verbunden. Zwei Anschlußleitungen 15, 16 verbinden
die Ausgänge 12, 13 des Handschalters 11 mit dem Motor 10. In den Anschlußleitungen
15, 16 ist jeweils ein Umschaltkontakt 17 bzw. 18 eines Schaltrelais 19 bzw. 20
eingeschaltet. Während die Arbeitskontakte 21, 22 der Schaltrelais 19, 20 mit je
einem der beiden Handschalterausgänge 12, 13 verbunden sind, sind deren Ruhekontakte
23, 24 mit dem unteren Potential, hier Nullpotential, der Betriebsspannung verbunden
Die Steuerwicklung 25 des Schaltrelais 19 ist mit dem Ausgang 12 und die Steuerwicklung
26 des Schaltrelais 20 ist mit dem Ausgang 13 des Handschalters 11 verbunden. Andererseits
sind die beiden Steuerwicklungen 25, 26 über jeweils eine Diode 27 bzw. 28 und einen
Transistor 29 mit dem Nullpotential der Betriebsspannung verbunden. Den Steuerwicklungen
25, 26 der Schaltrelais 19, 20 ist jeweils eine Freilaufdiode 30 bzw. 31 parallel
geschaltet.
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Durch Umlegen des Handschalters 11 in die eine oder andere Einschaltstellung
kann der Motor 10 im Links-oder Rechtssinn eingeschaltet werden, wobei - wie noch
später erläutert werden wird - eine Schiebedach-Öffnungsbewegung, eine Schiebedach-Schließbewegung
oder eine Schiebedach-Ausstellbewegung, Schiebedach-Einziehbewegung ausgelöst werden
-kann. Eine Abschaltvorrichtung 32 sorgt für automatisches Abschalten des Motors
10 und damit Stillsetzen des Schiebedachs in der jeder Bewegung zugeordneten Endlage,
hier insgesamt in drei Positionen des Schiebedachs. Hierzu weist die Abschaltvorrichtung
32 ein Potentiometer 33 auf, das als Wendelpotentiometer ausgebildet ist und dessen
Abgriff 34 über einen nicht dargestellten Zahnradantrieb von einem auf der Abtriebswelle
des Motors 10 sitzenden Ritzel verstellbar ist. Das Potentiometer 33 ist einerseits
an den beiden Ausgängen 12, 13 des Handschalters 11 und andererseits an dem Nullpotential
der Betriebsspannung angeschlossen. Die am Abgriff 34 des Potentiometers 33 abgegriffene
Vergleichsspannung entspricht der momentanen Position des Schiebedachs. Weiter gehört
zur Abschaltvorrichtung 32 eine Vergleichsschaltung 35, der einerseits die Vergleichsspannung
und andererseits drei Referenzspannungen U1, U2 und U zugeführt sind, wobei jeweils
2 3 eine Referenzspannung einer vorgegebenen Stopposition des Schiebedachs entspricht.
Bestandteil der Abschaltvorrichtung 32 ist noch eine Steuerschaltung 36, die einerseits
mit der Vergleichsschaltung 35 und andererseits mit dem Handschalter 11 verbunden
ist und die an zwei getrennten Steuerausgängen 37, 38 Steuersignale zum drehrichtungswahlfreien
Einschalten und zum automatischen Stillsetzen des Motors 10 ausgibt. Die
beiden
Steuerausgänge 37 und 38 sind mit der Basis des Transistors 29 verbunden.
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Die Vergleichsschaltung 35 weist vier Komparatoren 40 - 43 und einen
Spannungsteiler 39 auf, der einerseits an den beiden Ausgängen 12, 13 des Handschalters
11 und andererseits am Nullpotential der Betriebsspannung angeschlossen ist. Der
Spannungsabgriff 34 ist jeweils mit den invertierten Eingängen der Komparatoren
40 und 41 und mit den nichtinvertierten Eingängen der Komparatoren 42 und 43 verbunden.
Die größte Referenzspannung U1 liegt am nichtinvertierten Eingang des Komparators
40, die mittlere Referenzspannung U2 liegt sowohl am nichtinvertierten Eingang des
Komparators 41 als auch am invertierten Eingang des Komparators 42 und die kleinste
Referenzspannung U3 liegt am invertierten Eingang des Komparators 43.
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Die Steuerschaltung 36 weist ferner zwei impulsgesteuerte elektronische
Schalter 44, 45 auf, die hier als positiv flankengetriggerte D-Flipflops 46, 47
mit Set- und Reset-Eingang ausgebildet sind. Die Clock-Eingänge der D-Flipflops
46, 47 sind jeweils über einen Inverter 48 bzw. 49 mit den Ausgängen der Komparatoren
41, 42 verbunden. Die Set-Eingänge S der D-Flipflops 46, 47 sind über einen Inverter
50 mit den beiden Aus gängen 12, 13 des Handschalters 11 verbunden und andererseits
über einen Kondensator 51 mit dem Nullpotential der Betriebsspannung. Durch eine
Diode 59 und einen Widerstand 60 ist dem Kondensator 51 ein Entladekreis zugeordnet,
der in der Aus-Stellung des Handschalters 11 wirksam ist. Die D-Eingänge der D-Flipflops
46, 47 sind über den Widerstand 60 mit den Ausgängen 12, 13 des Handschalters 11
und unmittelbar mit dem Nullpotential
der Betriebsspannung verbunden
Der Ausgang 12 des Handschalters 11 ist über eine Diode 52 mit dem Q-Ausgang des
D-Flipflops 46 und über eine weitere Diode 53 mit dem Ausgang des Komparators 40
verbunden, während der Ausgang 13 des Handschalters 11 über eine Diode 54 mit dem
Q-Ausgang des D-Flipflops 47 und über eine weitere Diode 55 mit dem Ausgang des
Komparators 43 verbunden ist. Außerdem sind die beiden Ausgänge 12, 13 des Handschalters
jeweils über eine Diode 56 und 57 an die beiden Steuerausgänge 37, 38 der Steuerschaltung
36 angeschlossen. Wie beschrieben liegt die Basis des Transistors 29 an den beiden
Steuerausgängen 37, 38 und ist außerdem über einen Widerstand 58 an das Nullpotential
der Betriebsspannung angebunden.
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Die Wirkungsweise der vorstehend beschriebenen Stelleinrichtung für
ein Schiebe-Hebe-Dach eines Kraftfahrzeugs ist wie folgt: In der geschlossenen Stellung
des Schiebedachs nimmt der Abgriff 34 etwa eine mittlere Position am Potentiometer
33 ein. In dieser Schließstellung des Schiebedachs kann durch Umlegen des Handschalters
11 auf den Ausgang 12 die Betriebsart "Dach ausstellen" und durch Umlegen auf den
Ausgang 13 die Betriebsart "Dach öffnen" angewählt werden.
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Betriebsart "Dach ausstellen": Der Handschalter 11 verbindet den Eingang
14 mit dem Ausgang 12. Die am Potentiometer 33 abgegriffene Vergleichs spannung
ist größer als die Referenzspannung U3 und- kleiner als die Referenzspannung U1.
Die Ausgänge der Komparatoren 40 und 43 stehen damit auf H-Potential. Am Eingang
des Inverters 50 liegt
L-Potential, wodurch der Ausgang des Inverters
50 H-Potential annimmt und an den Set-Eingang der D-Flipflops 46, 47 ein Set-Impuls
gelangt. Die Q-Ausgänge der D-Flipflops 46, 47 werden damit auf H-Potential geschaltet.
Damit sind alle Dioden 52 - 55 gesperrt. Der Transistor 29 wird über die Diode 56
und den Steuerausgang 37 der Steuerschaltung 36 aufgesteuert. Das an Betriebsspannung
liegende Relais 19 wird damit erregtwund der Umschalter 23 wird auf den Arbeitskontakt
21 umgeschaltet.
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Der Motor 10 wird eingeschaltet und stellt das Dach aus. Gleichzeitig
damit wird der Abgriff des Potentiometers 34 so verstellt, daß die Vergleichsspannung
zunimmt.
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Nach kurzer Zeit ist der Kondensator 51 aufgeladen und an dem Eingang
des Inverters 50 liegt damit H-Potential. Mit dem L-Potential am Ausgang des Inverters
50 werden die Set-Eingänge der D-Flipflops 46, 47 inaktiv. Das H-Potential an den
Q-Ausgängen bleibt aber nach wie vor bestehen. In dem Augenblick, in dem die Vergleichs
spannung am Abgriff 34 des Potentiometers 33 größer wird als die Referenzspannung
U1, nimmt der Ausgang des Komparators 40 L-Potential an. Damit wird die Diode 53
leitend und die Ansteuerung des Transistors 29 über den Steuerausgang 37 der Steuerschaltung
36 unterbunden. Das Relais 19 fällt ab, damit schaltet der Umschaltkontakt 17 auf
den Ruhekontakt 23 um, und der Gleichstrommotor 10 liegt mit beiden Anschlüssen
an dem Nullpotential der Betriebs spannung und wird somit schlagartig gebremst.
Das Öffnen des Handschalters 11 und Wiedereinschalten auf den Ausgang 12 kann nicht
zu einer Einschaltung des Motors 10 führen, da durch die Stellung des Potentiometerabgriffs
34 nach wie vor die Diode 53 leitend ist und eine An-
steuerung
des Transistors 29 unterbindet. In dieser Stellung ist das Schiebedach völlig ausgestellt
und kann durch Umschalten des Handschalters 11 auf den Ausgang 13 wieder eingefahren
werden. In dieser Stellung des Handschalters 11 wird wiederum das Potentiometer
33, der Spannungsteiler39 und die Steuerschaltung 36 an Betriebsspannung gelegt.
Die Diode 53 ist nach wie vor leitend, da die Vergleichs spannung durch die Stellung
des Potentiometerabgriffs 34 größer ist als die Referenzspannung U1. Mit Einschalten
des Handschalters 11 wird wiederum ein Set-Impuls an den Set-Eingängen der D-Flipflops
46, 47 erzeugt und damit deren Q-Ausgänge wiederum auf H-Potential geschaltet. Die
Dioden 52, 54 und 55 sind gesperrt und der Transistor 29 wird über die Diode 57
und über den Steuerausgang 38 der Steuerschaltung 36 aufgesteuert. Das an dem Ausgang
13 mit seiner Steuerwicklung 26 angeschlossene Schaltrelais 20 wird erregt rund
schaltet den Umschaltkontakt 18 um, so daß die eine Anschlußleitung 16 zum Motor
10 mit dem Ausgang 13 des Handschalters 11 verbunden ist und damit der Motor 10
wiederum an Betriebsspannung liegt. Durch Aufladen des Kondensators 51 werden die
Set-Eingänge der D-Flipflops 46, 47 wieder inaktiviert.
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Mit Einschalten des Motors 10 verstellt dieser das Dach in Richtung
"einziehen" und gleichzeitig den Potentiometerabgriff 34 in einer solchen Weise,
daß die Vergleichsspannung reduziert wird. Sobald die Vergleichsspannung die Referenzspannung
U2 unterschreitet, springt das H-Potential am Ausgang des Komparators 42 auf L-Potential
um. Damit springt das Potential am Ausgang des Inverters 49 von L- auf H-Potential
Diese L-H-Flanke wirkt als Clock-Impuls für das D-Flipflop 47. Mit diesem
Clock-Impuls
wird das am D-Eingang anliegende Data-Signal, hier L-Potential, vom Q-Ausgang übernommen.
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Damit wird die Diode 54 leitend und die Ansteuerung des Transistors
29 unterbunden. Der Transistor 29 sperrt und das Relais 20 fällt ab. Durch Rückfallen
des Umschaltkontaktes 18 in seine in der Zeichnung dargestellte Ruhestellung wird
der Motor 10 stillgesetzt. Das Schiebedach ist wieder in seiner Schließstellung.
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Betriebsart "Dach öffnen": Durch Umlegen des in der Aus-Stellung stehenden
Handschalters 11 auf den Ausgang 13 wird wiederum das Potentiometer 33 und der Spannungsteiler
39 an Betriebsspannung gelegt. Die Vergleichsspannung ist kleiner als die Referenzspannung
U2 und größer als die Referenzspannung U3. Die Ausgänge der Komparatoren 40 und
43 liegen auf H-Potential. Die Dioden 53 und 55 sind gesperrt. Der mit Einschalten
des Handschalters 11 an die Set-Eingänge der D-Flipflops 46, 47 gelangende Set-Impuls
schaltet die Q-Ausgänge der D-Flipflops 46, 47 auf H-Potential, so daß auch die
Dioden 52 und 54 gesperrt sind. Über die Diode 57 und den Steuerausgang 38 der Steuerschaltung
36 wird der Transistor 29 aufgesteuert, und das Schaltrelais 20 zieht an.Der eingeschaltete
Motor 10 verstellt das Schiebedach in Richtung öffnen" und verstellt gleichzeitig
den Abgriff 34 des Potentiometers 33 in einer solchen Richtung, daß die Vergleichsspannung
zunehmend kleiner wird.
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Unterschreitet die Vergleichsspannung die Refer-enzspannung U3, so
nimmt der Ausgang des Komparators 43 L-Potential an. Damit wird die Diode 55 leitend
und die Ansteuerung des Transistors 29 unterbunden. Mit
Sperren
des Transistors 29 fällt das Relais 20 ab und der Motor 10 wird in der Öffnungsstellung
des Schiebedachs stillgesetzt. Ein weiteres Verstellen des Schiebedachs in die gleiche
Richtung ist unterbunden, da die Diode 55 solange leitend bleibt, wie die Vergleichsspannung
kleiner ist als die Referenzspannung U3.
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Zum Schließen des Dachs ist der Handschalter 11 auf seinen Ausgang
12 umzulegen. Der damit entstehende Set-Impuls an den Set-Eingängen der D-Flipflops
46, 47, schaltet deren Q-Ausgänge wieder auf H-Potential. Der Ausgang des Komparators
40 liegt ebenfalls auf H-Potential, da die Vergleichsspannung wesentlich kleiner
als die Referenzspannung U1 ist. Die Dioden 53 und 52 - und natürlich auch die Diode
54, was jedoch nicht von Interesse ist - sind gesperrt. Der Transistor 29 wird über
die Diode 56 und den Steuerausgang 37 der Steuerschaltung 36 aufgesteuert. Das Relais
19 zieht an.
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Der Motor 10 wird eingeschaltet und verstellt das Schiebedach in Richtung
"schließen". Gleichzeitig wird der Spannungsabgriff 34 am Potentiometer 33 so verstellt,
daß die Vergleichsspannung mit zunehmender Schließbewegung des Schiebedachs anwächst.
Übersteigt die Vergleichsspannung die Referenzspannung U2, so springt das bis dahin-
am Ausgang des Komparators 41 anstehende H-Potential auf L-Potential um. Der Ausgang
des Inverters 48 springt von L-Potential auf H-Potential. Diese positive L-H-Flanke
wirkt wiederum als Clock-Impuls an dem D-Flipflop 46, dessen Q-Ausgang das L-Potential
am D-Eingang übernimmt. Die Diode 52 wird leitend und die Basis des Transistors
49 auf L-Potential gelegt. Der Transistor 29 sperrt, das Schalt-
relais
19 fällt ab und der Motor 10 wird in der Schließstellung des Schiebe-Hebe-Dachs
stillgesetzt. Aus dieser Stellung kann das Schiebedach wiederum entweder in Richtung
"ausstellen" (Handschalter 11 auf Ausgang 12) oder in Richtung "öffnen" (Handschalter
11 auf Ausgang 13) betrieben werden.
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Die Erfindung ist nicht auf das vorstehend beschriebene Beispiel der
Steuerung eines Schiebe-Hebe-Dachs beschränkt. So können alle möglichen mechanischen
Verstellglieder,wie z.B. Fenster oder Türen,mit dieser Stelleinrichtung angetrieben
werden. Das Verstellglied wird dabei jeweils in einer Endstellung automatisch stillgesetzt
und kann von da aus nur zu einer Reversierbewegung wieder eingeschaltet werden.
Mit Hilfe der beiden Komparatoren 41 und 42 und der nachgeschalteten impulsgesteuerten
Schalter 44, 45 kann dabei zwischen den beiden Endlagen eine beliebig wählbare -
durch entsprechende Einstellung der Referenzspannung U2 - Stoppstellung des Verstellgliedes
vorgesehen werden. Diese Stopposition, in welcher der Gleichstrommotor 10 automatisch
abgeschaltet wird, unabhängig davon aus welcher Verstellrichtung das Verstellglied
diese Stopposition erreicht, kann durch Wiedereinschalten des Handschalters 11 überfahren
werden.
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Soll die automatische Stillsetzung des Verstellglie des in der gewählten
Stopposition nur in einer einzigen Verstellrichtung erfolgen, so kann je nach vorgegebener
Verstellrichtung eine der beiden Komparatoren 41 oder 42 mit zugeordnetem impulsgesteuerten
Schalter 44 oder 45 entfallen.