-
Inhalationsstift
-
Die Erfindung betrifft einen Inhalationsstift zum jederzeitigen Inhalieren,
bestehend aus einem zylindrischen Behalter fUr das Präparat, dessen Dämpfe inhaliert
werden sollen, der ein abgerundetes, mit Durchtrittsöffnungen versehenes Ende hat
und bequem in der Tasche mitgeführt werden kann.
-
Diese Inhalotionsstifte sind in mehrfacher Hinsicht nachteilig. Ein
wesentlicher Nachteil besteht darin, daß nur kristalline Inhalationspraparate verwendet
werden können, die in fester oder zumindest pastöser Form in den Inhalationsstift
eingesetzt sind und somit nicht aus den fUr den Inhalationsvorgang benötigten Öffnungen
fließen können.
-
Die Intensität der Verdunstung derartiger Inhalationspräparate und
damit die jederzeit fUr das Inhalieren zur Verfugung stehende Dampfmenge ist begrenzt
und in machen Fallen nicht so groß, wie sie gerade gewünscht oder benötigt wird.
-
Ein weiterer Nachteil dieser bekanntgewordenen Inhalations stifte
besteht darin, daß der Behalter nach Verbrauch der Inhalationspräparatfullung weggeworfen
werden muß. Eine erneute Füllung mit dem pastt5sen Inhalationspräparat ist aus technischen
Gründen nicht möglich. Aus diesem Grunde sind auch keine Nachfullpackungen von Inhalationspröpora
ten auf dem Markt zu finden und der Behälter ist fest
verschlossen.
-
Die herkömmlichen Inhalationsstifte haben den weiteren Nachteil, daß
sie nur zur Inhalation Uber die Nasenöffnungen benutzt werden können, wobei also
tatsächlich nur der freiwerdende Dampf der ötherischen Bestandteile eingeatmet werden
kann; ein Sog, der einen verstärkten Austritt an Heildömpfen bewirken könnte, ist
nicht möglich, da der das Inhalationspraparat enthaltende Behälter auf der den Durchtrittsöffnungen
der gerundeten Kappe entgegengesetzten Seite verschlossen ist. Dort ist nämlich
das feste Inhalationspörparat eingesetzt# Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
einen Inhalationsl stift zu schaffen, der mit einem flüssigen Inhalationspräparat
ausgestattet werden kann, das leicht einzubringen ist und auf einfache Weise nochgefullt
werden kann. Dieser Inhalationsstift soll es weiterhin gestatten, durch intensiveres
Saugen an einem Stiftende einen kraftigeren Sog zu erzeugen, so daß die durch das
Innere des Inhalations stiftes während des Saugens strömende Luft eine verstärkte
Verdunstung bewirkt, wodurch die Intensität des Inhalierens gesteigert wird.
-
Erfindungsgemöß wird diese Aufgabe durch einen in den Behälter einsetzbaren
Docht, der dosiert mit einem etherische Ul oder einer Mischung mehrerer derartiger
Öle trönkbar ist
und auf beiden Stirnseiten Durchtrittsöffnungen
fUr die zu inhalierenden Dumpfe vorgesehen sind, gelöst.
-
Der erfindungsgemöße Respirator ist also in mehrfacher Hinsicht vorteilhaft.
Zunächst einmal ist erstmals das Nachfüllen des fnhalationspräparates, hier ein
ätherisches öl oder ein Gemisch derartiger öle,bequem möglich. Das Inholationspraparat
wird mittels einer geeigneten Flasche, die eine dosierende öffnung hat, auf den
Docht getropft oder gestrichen, bis sich dieser vollgesogen hat. Danach wird der
Behälter geschlossen und ist inhalationsbereit.
-
Die Trankung des Dochtes kann beliebig oft wiederholt werden.
-
Weil der Docht lediglich in einer zentrischen Halterung der Kappe
des Inhalationsstiftes gehalten ist und der Raum zwischen dem Umfang der Halterung,
die zweckmtißig zylindrisch ausgebildet ist, und der Außenwandung der Kappe fUr
den Durchtritt der zu inhalierenden Dämpfe zur Verfugung steht, können jetzt auch
in dem der Kappe gegenuberliegenden Boden des Inhalationsstiftes Durchtrittsöffnungen
angebracht werden, so daß die Luft auf der einen Seite des Inhalationsstiftes unter
der Einwirkung eines Soges ein- und auf der anderen Seite austreten kann. Das Inhalieren
kann so wesentlich intensiver gestaltet werden äls dies bisher der Fall war.
-
Der Docht kann aus den verschiedensten Materialien wie Zellstoff,
Watte, Zellwolle, Baumwolle oder ähnlichen, zufolge ihrer Kapillarwirkung gut trankbaren
Stoffen hergestellt sein, das andererseits gegen ätherische öle resistent ist.
-
Da der getränkte Docht das Inhalationsprdparat mit Sicherheit festhält,
kein Abtropfen des Inhalationspröparates zu befürchten ist und durch die Dochthalterung
ein Sicherheitsabstand zwischen Docht und dem perforierten Ende des hohlzylindrischen
Unterteiles sowie der Ubrigen Wandung des Inhalators gewährleistet ist, braucht
der Inhalationsstift jetzt nicht mehr durch eine ihn vollständig umschließende Kappe
abgedeckt zu werden. Dadurch verringern sich nicht nur die Herstellungskosten des
Inhalationsstiftes, sondern die Verwendbarkeit desselben bleibt stets voll erhalten,
während die herkömmlichen Inhalationsstifte dann, wenn die Abschlußkappe einmal
durch Unachtsamkeit verlorengegangen ist, nicht mehr in einer Tasche der Bekleidung
mitgeführt werden können.
-
Anstelle des Dochtes in der herkömmlichen Form könnte im Rahmen der
Erfindung die Dochthalterung#auch ein Gewebesöckchen oder -schlauch, mit einem entsprechenden
Ansatz versehen, und mit diesem Ansatz in die Dochthalterung eingreifend, in den
erfindungsgemäßen Inhalator eingesetzt werden, das mit Kristallen gefüllt ist, deren
Sublimat
die erwUnschte pharmakologische Heilwirkung hat.
-
Eine weitere Ausfuhrungsform des erfindungsgemößen Inholators ist
so gestaltet, daß die die Durchtrittsöffnungen enthaltenden Wandungsteile auf der
Innenseite mit einem gut durchlässigen Gewebe (Gaze) bespannt werden. Die sublimierenden
Kristalle können dann einfach in den Behälter geschüttet werden, der nach dem Aufstekken
der Kappe fUr die Durchzug-Inhalation zur Verfugung steht.
-
Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf ein in der Zeichnung
dargestelltes Ausfuhrungsbeispiel eines erfindungsgemößen Inhalationsstiftes ndher
erlau tert. Es zeigen : Fig. 1 den Längsschnitt durch eine vergrößert dargestellte
Kappe eines Inhalationsstiftes, die gleichzeitig eine mittige Halterung für den
Docht enthalt Fig. 2 eine Stirnansicht der Kappe gemäß Figur 1, Fig. 3 den Langsschnitt
durch den zylindrischen Körper des Inhalotionsstiftes, Fig. 4 die Stirnansicht des
Bodens des rohrförmigen
Teiles des Inhalationsstiftes und Fig. 5
' einen Längsschnitt durch den vollstandigen Inhalator.
-
Gemaß den Figuren 1 und 2 ist die Kappe 1 als hohler Zylinder 2 ausgebildet,
dessen eine Stirnseite offen und dessen andere Stirnseite, bis auf die Durchtrittsöffnungen
3 für den Heildampf, durch die Kuppe 4 verschlossen ist.
-
Am offenen Ende der Kappe 1 ist, auf der Innenseite derselben, ein
umlaufender Ringwulst 5 etwa dreieckigen Querschnitts vorgesehen, an den sich ein
nach außen geschrdgter Abschnitt 6 anschließt. Ringwulst 5 und Abschnitt 6 sind
Teil einer Rasterung, die mit der Ringnut 7 des hohlzylindrischen Unterteils 8 zusammenwirkt.
-
Die Kappe t wird dabei auf das noch offene stirnseitige Ende des Unterteiles
8 gesetzt und ihr unterer Abschnitt unter der Teilwirkung des geschrögten Abschnittes
6 so weit gedehnt, daß die Kappe 1 auf das Unterteil 8 geschoben werden kann, bis
die Ringwulst 5 in die Ringnut 7 rastet. Unter Anwendung eines mtIßigen Zuges kann
die Kappe 1 wieder von dem Unterteil 8 gezogen werden.
-
Das andere stirnseitige Ende des Unterteils 8 ist durch den Boden
9 verschlossen, der, wie die Kappe 1, Durch-
trittsöffnungen 10
fUr die sich innerhalb des Inhalators bildenden Heilddmpfe enthalt.
-
Die Kappe 1 ist mit der mittigen rohrförmigen Halterung 11 fUr den
Docht ausgestattet, in die der Docht 12 einfach eingescho#ben wird. Der Docht 12
kann mithin leicht und beliebig oft ausgewechselt werden. Ist die Tränkung des Dochtes
12 mit der titherischen Substanz nach gewisser Zeit verbraucht, so kann jederzeit
erneut eine Tränkung dieses Dochtes 12, nachdem die Kappe 1 von dem Unterteil 8
abgezogen worden ist, erfolgen.
-
Figur 4 zeigt die Stirnansicht der Unterteils 8. Man erkennt die kreissymmetrische
Verteilung der Durchtrittsöffnungen 10, die den Durchtrittsöffnungen 3 in der Kappe
1 entsprechen.
-
Der erfindungsgemaße Inhalator, wie er in Figur 5 dargestellt ist,
kann mit bestem Erfolg einmal zum Inhalieren durch die Nosenöffnungen verwendet
werden, wobei der obere Teil der Kuppe 4 jeweils in ein Nasenloch eingeführt wird.
-
Man kann jedoch mittels des erfindungsgemaßen Inhalators auch durch
den Mund inhalieren. In diesem Falle wird das untere Ende des Unterteils 8 zwischen
die Lippen genommen und Uber den Mund eingeatmet.
-
- Leerseite -