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Inhalator Die Erfindung l>etrifft einen Inhalator, insbesondere
Tascheninhalator, (1. h. einen kleinen, in der Tasche zu tragenden Apparat zum Inhalieren
von z. B. Heilstoffen, wie aromatischen Ölen, Menthol od. dgl.
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Es ist eine Reihe von klein gebauten Inhalatoren im Gebrauch, die
durchweg nach dem Prinzip des Durchführens von Luft unter Druck durch den zu inhalierenden
Stoff arl>eiten. Diese Methode hat prinzipielle und schwerwiegende Nachteile,
vor allem den, daß durch die, z. B. mittels eines Gummiballes, unter Druck gesetzte
Luft ein zu konzentriertes Gemisch erzeugt wird.
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Es sind Inhalatoren vorgeschlagen worden, bei denen diese Nachteile
vermieden werden und bei denen das zu inhalierende Gemisch aus Luft und Heilstoffdämpfen
durch Ansaugen der Luft herbeigeführt wird. I)iese Vorrichtungen jedoch konnten
sich in der Praxis nicht einführen, da sie zwar die prinzipiellen Übelstände der
mit Gummiball arbeitenden Inhalatoren vermeiden, dafür aber andere schwerwiegende
Nachteile aufweisen.
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So beschreibt die Patentschrift 56I 647 eine aus zwei Teilen bestehende
Apparatur, wobei in jedem als Röhrchen ausgebildeten Teil eine zu inhalierende Flüssigkeit
sich befindet, die durch einen eingesenkten Docht der durch die Nasenöffnungen angesaugten,
durch je eine Eintrittsöffnung eintretenden Luft den zu inhalierenden Stoff mitteilen.
Eine solche Einrichtung ist verhältnismäßig sehr klein (die beiden Teile sollen
in die Nasenlöcher eingeschoben werden können), jedoch eignet sich eine solche Vorrichtung
nicht zum Mitführen in der Tasche, schon wegen der Schwierigkeit des Verschlusses,
der leichten Zerbreclhlichkeit usw.
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Diese Nachteile vermeidet die Vorrichtung der
I>atentschrift
623 421, die aus einem Vorratsgefäß und einem sehr kleinen Inhalationsteil besteht.
Die eigentliche Inhalationsvorrichtung gestellt aus einem durchlochten Stück, das
an die Nasenöffnung angesetzt werden soll, und durch dessen Durchlochung Luift von
außen durch einen mit der zu inhalierendum Flüssigkeit getränkten porösen Körper
durchgesaugt wird. Dieser poröse Körper ist z. P>. aus gesinterter Kieselgur
und hat die Form einer Tal>lette. Diese Tablette wird durch Aufsetzen des eigentlichen
Inlhalationsteils an das Vorratsgefäß und Kippen dieses Gefäßes getränkt. bei einem
solchen Vorgehen ensteht nun die Schwierigkeit daß einerseits zwar eine Dosierung
der Gesamtmenge des zu inhalierenden Stoffes ohne weiteres durch die Aufnahmefähigkeit
der porösen Tal>lette und gegebenenfalls eine mehr oder weniger vollständige
Durchtränkung möglich ist, jedoch nicht eine Dosierung des Anteils des zu inhalierenden
Stoffes in dem eingesaugten Luftstrom Beim Durchsaugen von Luft durch eine eben
getr.inkte Tablette ist zunächst die Konzentration des zu inhalierenden Stoffes
in der durchgesaugten Luft infolge der engen Luftdurchtritte zu groß, um dann im
Laufe der Zeit auf einen zu kleinen Wert abzusinken. Diese Einrichtung weist also
zu Beginn den Mangel der mit Druckluft betriebenen Vorrictungen auf, da in der Tat
die Luft sozusagen durch die Flüssigkeit durchgesaugt wird, und schafft Im weiteren
lietriel> andersartige Nachteile.
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Nach der Erfindung nun wird ein Inhalator, insbesondere ein Tascheninhalator,
vorgeschlagen, der die ollen geschilderten Nachteile nicht besitzt, dagegen eine
Reihe von Vorteilen mit sich l>ringt, und der gemäß dem Prinzip der Schaffung
des Gemisches von Luft und zu inhalierendem Stoff durch Ansaugen eines Luftstromes
arbeitet, wobei jedoch zum Unterschied von der letzterwähnten Ausführungsform der
Luftstrom nicht durch eine mehr otler weniger zusammenhängende Schicht des zu inhalierenden
Stoffes durchgesaugt, sondern an den @halierenden Stoff abgebenden Flächen entlang
durch verhältnismäßig weite Räume gesaugt wird, wodurch sich das Prinzip auch von
der oben beschriebenen, mit Dochten arbeitenden Vorrichtung, bei der die Luft nicht
am Docht entlang, sondern uber ihm eingesaugt wird, unterscheidet.
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Durch dieses Entlangführen der Luft an den zu inhalierenden Stoff
abgebenden Flächen durch viel. hältnismäßig weite Räume wird eine große Gleichmäßigkeit
der Konzentration des zu inhalierenden Stoffes in dem angesaugten Luftgemisch geschaffen,
und es kann außerdem hei nach diesem Prinzip arbeitenden Einrichtungen die Konzentration
auf verhältnismäßig einfache weise geregelt werden.
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Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist die Stromrichtung dieser
Luft in dem Inhalator im wesentlichen einheitlich und die den zu inhalieren-(leil
Stoff abgehenden Flächen sind parallel dieser geraden Stromrichtung angeordnet.
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Nach einer weiteren bevorzugten .-Nusfiihrungsform bestehen diese
Flächen aus einem im Querschnitt spiralförmigen Stück.
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Diese Flächen können aus irgendeinem Stoff bestehen, der durch die
zu inhalierenden Stoffe nicht angegriffen wird, und vorzugsweise aus einem verhältnismäßig
starren Stoff. z. B. einem Kunststoff.
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Nach einer bevorzugten Ausführungsform wird die Oberfläche dieser
den zu inhalierenden Stoff abgebenden Flächen saugfähig ausgebildet, insbesondere
durch Bedecken der Flächen mit einem saugfähigen Material, insl>esondere einem
saugfähigen Gewebe.
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Unter Umständen kann auch vorteilhaft sein, den Luftstrom in dem
Inhalator umzulenken, wobei dann die Flächen, an denen der Luftstrom entlang streicht,
zweckmäßig mit gegeneinander versetzten Öffnungen oder Ausschnitten versehen sind.
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Da die Flächen gemäß der Erfindung stets so ausgebildet und angeordnet
sind, daß sie zwischen sich verhältnismäßig wite Räume lassen und die Luft entweder
in einer einzigen Richtung oder unter Umlenkung an diesen Flächen in ihrer ganzen
Länge bzw. einem wesentlichen Teil ihrer Länge entlang strömt, so wird von den saugfähilgen
Oberflächen der zu inhalierende Stoff in gleichen Verhältnismengen abgegeben und
in dem eingesaugten Luftstrom eine im wesentlichen gleichmäßige Konzentration während
einer verhältnismäßig langen Zeitdauer slichergestellt.
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Das saugfähige Material, aus dem entweder die Flächen, z. B. die
spiralförmig angeordneten Flächen selbst, oder ihre Bedeckung besteht, kann selbst
die Tränkung herbeiführen und ergänzen dadurch, daß diese Stoffe ganz oder teilweise
in einen unterhalb dieser Flächen gelegenen Flüssigkeitsbehälter hereinreichen.
Auch kann z. B. so vorgegangen werden, daß diese Flächen mit einer solchen Menge
Flüssigkeit getränkt werden, daß sich in dem Inhalator außer der durch die Flächen
oder ihre Bedekungen aufgesaugten Flüssigkeit keine weitere Flüssigkeit mehr befindet.
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Da hei dem Vorgehen gemäß der Erfindung das Verschließen des Inhalators
unschwer iuöglfch ist, so läßt sich dies ohne Verlust an Inhalat durchführen.
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Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die den
zu inhalierenden Stoff abgebenden, vorzugsweise zusammenhängend ausgebildeten Flächen
in einer Umhüllung l>zw. einem Behälter mit Einsaugöffnung und Ansaugöffnung
untergebracht, wobei der Behälter bis auf diese Öffnungen verschlossen ist und diese
Öffnungen leicht verschlossen werden können.
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Nach einer bevorzugten Ausführungsform wird ein die Ansaugöffnung
von innen verschließender, vorzugsweise die Menge des Luftstroms regelnder Verschlußkörper
vorgesehen.
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Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Flächen
bzw. das Flächenstück, der Verschlußkörper und das Verschlußstück für die außere
Umhüllung miteinander verbunden, wobei nach einer weitereii lievorzugten Ausführungsform
mit diesem Aggregat cin liezüglich des Verschlußstückes verschiebbares, vorzugsweise
durch Dre-
hung schraubenförmig verschibbares, den Verschlußkörper
der Ansaugöffnung tragendes Rohrstück für das Ansaugen der Luft verbunden ist, dessen
Luftansaugöfnung bzw. Öffnungen durch Verschieben gegenüber dem Verschlußstück verschlossen
und geöffnet werden kann bzw. können, derart, daß die Schließstellung des Verschlußkörpers
bezüglich der Ansaugöffnung auch die Schließstellung des Verschlußstückes bezüglich
der Lufteintrittsöffnung bzw. Öffnungen dieses Rohres ist und die beiderseitigen
Öffenstellungen sich entsl)rechen.
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In den meisten Fällen ist ein kreisrunder Querschnitt des Behälters
und der den Inhalator bildenden Teile bevorzugt, jedoch kann es unter Umstäiideii
aiigeliracllt sein, dem Inhalator einen andereii Querschnitt zu gelen, wol>ei
der Querschnitt der Flächen bzw. des Fläc'henstückes und der anderen Teile dem Querschnitt
der Umhüllung angeglichen sein kann. Uer Querschnitt des Verschlußstückes ist naturgemäß
dann gleich der Querschnitt form des Behälters. Ein solches Abweichen von dem kreisrunden
Querschnitt empfiehlt sich z. 1). dann. wenn der Oberteil des inhalators zur Aufnahme
des Unterteil's der Nase ausgebildet ist, derart daß ciii im wesentlichen dreieckiger
Querschnitt geschaffen wird.
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In der Zeichnung sind bevorzugte Ausführungsformen des Inhalators
gemäß der Erfindung in seiner Anwendung als Tascheninhalator dargestellt.
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Fig. i zeigt eiiieii Querschnitt durch eine verhältnismäßig einfache,
doch sicherwirkende Ausführungsform des Inhalators; Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch
eine bevorzugte Ausführungsform mit verbessertem Verschluß und Regelung, wobei Fig.
2a das den Verschlußkörper tragende Betätigungsorgan und Fig. 2b eine perspektivische
Ansicht des vereinigten, aus Flächenstück, Verschlußkörper, Betätigungsorgan und
Verschlußstück bestehenden Aggregats zeigt; Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht
einer anderen bevorzugten Ausführungsform des Inhalators gemäß der Erfindung mit
im wesentlichen dreieckigem Querschnitt, während Fig. 3 a einen Querschnitt und
Fig. 31) eine Draufsicht auf eine solche Vorrichtung zeigen; Fig. 4 zeigt in perspektivischer
Darstellung eine andere Ausführungsform eines Flächenkörpers; Fig. 5 zeigt in Draufsicht
eine andere Ausbildung der Flächen.
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Die flaschenförmige Kapsel 1 besitzt eine konische Mündung 2 und
einen im wesentlichen zylindrischen Teil 3, in den ein Flächenkörper 4 mit im Querschnitt
spiraligen Flächen eingeschoben ist, der mittels des Stopfens bzw. Verschlußstückes
6 in der Umhüllung 3 gehalten wird. Der Stopfen 6 ist an seinem unteren Ende von
einer Hülse 5 umfaßt. die mit den zylindrischen Flächen der Umhüllung 3 zusammenpaßt.
Unterhalb des Flächenstückes 4 ist ein freier Raum gelassen, in tlell (las Ende
eilies Röhrchens 7 mündet, das über die Ansaugöffnung 9 in der konischen Mündung
2 der Flasche 1 mit der Außenluft in Verbindung steht.
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Durch Ansaugen von Luft durch die Einsaugöffnung 8 der konischen
Mündung 2, z. B. durch Einführen der konischen Mündung 2 in ein Nasenloch, wird
Luft durch die Ansaugöffnung g und das Rohr 7 eingesaugt und streicht dann entlang
der Flächen des Flächenkörpers 4 in gerader Richtung der Ansaugöffnung 8 zu.
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Die Einsaugöffnung 8 ist ebenso wie die Ansaugöffnung g verschließbar
durch eine Schraubkapsel Io.
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Bei der Ausführungsform der Fig. 2 ist Verschlußstück, Flächenkörper,
Luftansaugeinrichtung miteinander vereinigt und mit einem Verschluß-und Regelorgan
für die zur Einsaugöffnung 8 führende Leitung I6 versehen.
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Wenn nach Herausnehmen des Stopfens 6 die Gewebebedeckung der z.
B. aus nichtrostendem Stahl bestehenden Flächen 4 mit einer zu inhalierenden Flüssigkeit
getränkt und der Stopfen 6 wieder eingesetzt wird, so nimmt der Luftstrom Dämpfe
dieses Stoffes auf.
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Der Flächenkörper 4 ist dabei mit dem Verschlußstopfen I2 fest verbunden,
derart, daß der Flächenkörper mit dem Verschlußstopfen in die Umhüllung 3 einführbar
ist. Verschiebbar gegenüber dem Verschlußstopfen 12 und Flächenkörper 4 ist mit
ihnen eine Verschluß- und Regelvorrichtung verbunden, die zentral so angeordnet
ist, daß ein konischer Verschlußkörper 15 im Verhältnis zu den Wandungen der konischen
Leitung I6 zu der Einsaugöffnung 8 verschoben werden kann, derart, daß diese Leitung
entweder ganz verschlossen oder regelbar geöffnet werden kann. Der konische Verschlußkörper
15 ist an einem durch den Verschlußstopfen I2 durchgehenden Betätigungsorgan 11
befestigt, das von unten im Sinne des Schließens lozw. Öffnens betätigt werden kann.
In diesem Betätigungsorgan ist die Luftzuführung 13 untergebracht, derart, daß eine
Ansaugöffnung 18 oder mehrere derartige Öffnungen am unteren Teil des Betätigungsorgans
1 1 vorgesehen sind und eine Öffnung 19 bzw. mehrere Offnungen 19 unterhalb des
Flächenkörpers 4, aus denen die bei I8 eintretende Luft austritt, um dann entlang
der Flächen des Flächenkörpers 4 um das konische Verschlußstück I5 herum durch die
Leitung I6 zu der Einsaugöffnung 15 zu fließen.
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Die Ansaugöffnung 18 ist in dem rohrförmigen Teil 13 des Betätigungsorgans
II so angebracht, daß sie durch das Verschlußstück bzw. Stopfen 12 dann versc'hlossen
wird bzw. werden, wenn der konische Verschlußkörper 15 die Leitung 16 verschließt.
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In dieser Schließstellung also ist der Inhalator nach außen abgeschlossen,
derart, daß die in ihm enthaltene, zu inhalierende Flüssigkeit nicht entweichen
kann.
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Die Betätigung des konischen Verschlußkörpers 15 durch das Betätigungsorgan
II geschieht nach dieser Ausfphrungsform durch Drehung des Unterteils des Gestänges
II, wobei in den Wandungen des rohrförmigen Teils 13 des Gestänges eine schraubenförmige
Ausnehmung (nicht gezeichnet)
vorgesehen ist, die mit einem lin
dem Verschlußstopfen I2 befestigten Stift 14 im Sinne der Höhenverschiebung durch
Drehen in bekannter Weise zusammenwirkt.
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Gemäß Fig. 3, 3a und 3b ist die Umhüllung I im Querschnitt ungefähr
dreieckig geformt mit einem oberen vertieften Teil 20 zum Einlegen des Nasenunterteils
mit abgeflachten Wandungen 21.
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Der Flächenkörper 4 gemäß der Ausführungsform Fig. 4 ist mit einzelnen
Flächen 22 versehen, die bei einer Anwendung gemäß Fig. I an dem Rohr 7 mit gegeneinander
versetzten Ausschnitten angeordnet sind, wobei die übrigen Teile der Umlenkführungen
durch die Wandungen des Behälters I gebildet werden. Auch bei dieser Ausführungsform
streicht die Luft entlang der Flächen 22 und in den einzelnen Abschnitten parallel
zu ihnen.
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Bei der Ausführungsform Fig. 5 ist der Flächenkörper I mit radial
angeordneten Flächen 23 versehen, an denen entlang die Luft in gerader Richtung
streicht.