DE3324228C2 - Akustisches Oberflächenwellen-Bauelement - Google Patents
Akustisches Oberflächenwellen-BauelementInfo
- Publication number
- DE3324228C2 DE3324228C2 DE3324228A DE3324228A DE3324228C2 DE 3324228 C2 DE3324228 C2 DE 3324228C2 DE 3324228 A DE3324228 A DE 3324228A DE 3324228 A DE3324228 A DE 3324228A DE 3324228 C2 DE3324228 C2 DE 3324228C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- acoustic
- lower electrode
- surface wave
- fingers
- comb
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
- 238000010897 surface acoustic wave method Methods 0.000 claims description 31
- 239000000758 substrate Substances 0.000 claims description 21
- 239000004065 semiconductor Substances 0.000 claims description 4
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 3
- 230000002457 bidirectional effect Effects 0.000 claims description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 6
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 6
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 4
- XLOMVQKBTHCTTD-UHFFFAOYSA-N Zinc monoxide Chemical compound [Zn]=O XLOMVQKBTHCTTD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 238000000034 method Methods 0.000 description 3
- 230000005684 electric field Effects 0.000 description 2
- 238000005516 engineering process Methods 0.000 description 2
- GQYHUHYESMUTHG-UHFFFAOYSA-N lithium niobate Chemical compound [Li+].[O-][Nb](=O)=O GQYHUHYESMUTHG-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- PIGFYZPCRLYGLF-UHFFFAOYSA-N Aluminum nitride Chemical compound [Al]#N PIGFYZPCRLYGLF-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910003327 LiNbO3 Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000002411 adverse Effects 0.000 description 1
- 229910010293 ceramic material Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000005229 chemical vapour deposition Methods 0.000 description 1
- 239000004020 conductor Substances 0.000 description 1
- 230000008878 coupling Effects 0.000 description 1
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 description 1
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 description 1
- 239000013078 crystal Substances 0.000 description 1
- 230000007547 defect Effects 0.000 description 1
- 239000012535 impurity Substances 0.000 description 1
- 230000003068 static effect Effects 0.000 description 1
- 230000009466 transformation Effects 0.000 description 1
- 238000007740 vapor deposition Methods 0.000 description 1
- 239000011787 zinc oxide Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03H—IMPEDANCE NETWORKS, e.g. RESONANT CIRCUITS; RESONATORS
- H03H9/00—Networks comprising electromechanical or electro-acoustic elements; Electromechanical resonators
- H03H9/02—Details
- H03H9/125—Driving means, e.g. electrodes, coils
- H03H9/145—Driving means, e.g. electrodes, coils for networks using surface acoustic waves
- H03H9/14502—Surface acoustic wave [SAW] transducers for a particular purpose
- H03H9/14505—Unidirectional SAW transducers
-
- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03H—IMPEDANCE NETWORKS, e.g. RESONANT CIRCUITS; RESONATORS
- H03H9/00—Networks comprising electromechanical or electro-acoustic elements; Electromechanical resonators
- H03H9/02—Details
- H03H9/02535—Details of surface acoustic wave devices
- H03H9/02543—Characteristics of substrate, e.g. cutting angles
- H03H9/02574—Characteristics of substrate, e.g. cutting angles of combined substrates, multilayered substrates, piezoelectrical layers on not-piezoelectrical substrate
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Acoustics & Sound (AREA)
- Surface Acoustic Wave Elements And Circuit Networks Thereof (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein akustisches Oberflächenwellen-
Bauelement.
Ein akustisches Oberflächenwellen-Bauelement
ist so aufgebaut, daß elektrische Signale in akustische
Oberflächenwellen durch einen Wandler umgewandelt werden,
der auf einem piezoelektrischen Substrat ausgebildet ist,
und daß die akustischen Oberflächenwellen sich entlang
der Oberfläche des Substrates fortpflanzen, indem ein
piezoelektrisches Material, wie beispielsweise Berg
kristall, Lithiumniobat (LiNbO₃) usw. ein piezoelektrisches
keramisches Material oder ein dünner piezoelektrischer
Film verwandt wird, der auf einem nicht piezoelektrischen
Substrat angeordnet ist. Akustische Oberflächenwellen-
Bauelemente werden immer häufiger als ver
schiedene elektronische Bauteile, insbesondere als Filter,
eingesetzt.
Fig. 1 der zugehörigen Zeichnung zeigt ein Beispiel eines
als Filter verwandten, z. B. aus der DE-OS 25 28 256 bekannten akustischen Oberflächenwellen-
Bauelementes mit einem piezoelektrischen Substrat 1,
einem Eingangswandler 2, der aus einem Paar von kammförmigen
Elektroden 2A und 2B besteht, die ineinandergreifen, und
einem Ausgangswandler 3, der aus einem Paar von kamm
förmigen Elektroden 3A und 3B besteht, die ineinandergreifen.
Das Bauelement ist so aufgebaut, daß elektrische Signale,
die von einer Signalquelle 4 kommen und am Eingangwandler
2 liegen, in akustische Oberflächenwellen umgewandelt werden,
die sich entlang der Oberfläche des piezoelektrischen
Substrates 1 fortpflanzen und nach Erreichen des Aus
gangswandlers 3 wieder in elektrische Signale umgewandelt
werden und von einer Last 5 ausgegeben werden.
Die Breite W jedes Elektrodenelementes der kammförmigen
Elektroden und der Abstand L zwischen benachbarten
Elektrodenelementen, die zu verschiedenen kammförmigen
Elektroden 2A, 2B oder 3A, 3B gehören, die den Eingangs-
oder Ausgangswandler 2, 3 bilden, sind gleich einem vor
bestimmten Wert λ₀/4, wobei λ₀ die Wellenlänge der
Mittenfrequenz f₀ der benutzten akustischen Oberflächen
wellen ist. D.h., daß die Elektroden als Normalelektroden
ausgebildet sind.
Ein Filter, das mit Wandlern versehen ist, die aus Normal
elektroden bestehen, wie es in Fig. 1 dargestellt ist,
hat den Nachteil, daß wellenartige Änderungen im Frequenz
gang unvermeidlich sind, da infolge der Tatsache, daß
die akustischen Oberflächenwellen, die durch die Enden
der Elektrodenelemente reflektiert werden, in Phase mit
einander sind, beträchtliche mechanisch reflektierte
Wellen hervorgerufen werden.
Um derartige Einflüsse aufgrund von reflektierten Wellen
zu vermindern, ist der in Fig. 2 dargestellte, ebenfalls aus der DE-OS 25 28 256 bekannte Doppelelektro
denwandler vorgeschlagen worden. Dieser Aufbau ist derart,
daß jedes fingerförmige Elektrodenelement der Paare von
kammförmigen Elektroden 2A, 2B und 3A, 3B in zwei Teile
unterteilt ist. Infolge dieser Anordnung unterscheidet
sich die Phase der Wellen, die vom Ende eines der beiden
Teile reflektiert werden, um 180° von der Phase der anderen
Wellen, so daß diese einander kompensieren und die Ein
flüsse infolge der reflektierten Wellen vermindert sind.
In Hinblick darauf, daß die Frequenz bei den jüngsten
Oberflächenwellenbauelementen immer mehr angestiegen ist
und die Wellenlänge λ₀ mit zunehmender Frequenz immer
kleiner wird, ist eine hohe Genauigkeit für die Her
stellungstechnik der kammförmigen Elektroden erforderlich.
Bei Lithiumniobat, das am häufigsten als piezoelektrisches
Material verwandt wird und eine Mittenfrequenz von
1 GHz hat, beträgt λ₀/4 = 0,87 µm und λ₀/8 = 0,44 µm.
Diese Abstände sind mit einer guten Reproduzierbarkeit
selbst dann schwer zu verwirklichen, wenn die neuesten
Mikroherstellungstechniken angewandt werden, so daß es
unvermeidlich ist, daß die Herstellungsausbeute abnimmt.
Um diese Mängel zu beseitigen, sind weiterhin
z. B. in einem Artikel "Single-Phase and Balanced Separate
Comb Transducer Configurations in a ZnO/Si SAW Structure"
von Melloch, Gunshor, Pierret, IEEE Transactions on Sonics
and Ultrasonics, Vol. SU-29, Nr. 1, Januar 1982, Einphasen
wandler vorgeschlagen worden, wie sie in Fig. 3a und 3b
dargestellt sind. Diese Wandler sind so aufgebaut, daß
sie ein elastisches Substrat 6 und einen darauf ange
ordneten piezoelektrischen Film 7 als piezoelektrisches
Substrat 1 verwenden, wobei eine untere Elektrode 8 auf
dem elastischen Substrat 1 angeordnet ist und kamm
förmige Elektroden 9A und 9B, bei denen die Breite jedes
Elektrodenelementes und der Abstand dazwischen gleich
λ₀/2 ist, auf dem piezoelektrischen Film 7 der unteren
Elektrode 8 gegenüber angeordnet sind.
Wenn bei diesem Aufbau eine Signalquelle 4 zwischen die
obere Elektrode 9A und die untere Elektrode 8 geschaltet
ist, die an Masse liegt, wird durch ein elektrisches Feld
aufgrund einer an der oberen Elektrode liegenden elektrischen
Spannung eine mechanische Spannung erzeugt. In dieser Weise
werden akustische Oberflächenwellen erregt, die sich in
der durch den Pfeil angegebenen Richtung fortpflanzen.
Da die Breite jedes Elektrodenelementes, das zu nur einer
kammförmigen Elektrode gehört und der Abstand L dazwischen
gleich λ₀/2 sind, werden die Anforderungen an die Genauig
keit der Herstellungstechniken gemildert und wird es mög
lich, die Herstellungsausbeute zu erhöhen.
Dieser Aufbau ist jedoch vom sog. unsymmetrischen Ener
gieversorgungstyp, bei dem das Signalpotential bezüglich
des Massepotentials anliegt.
Es kann aufgrund dieser Tatsache ein in der Fachwelt als
"feed through effect" bekannter Effekt auftreten, der zu
einer direkten elektromagnetischen Kopplung der beiden
Wandler 9A und 9B führt. Dabei kann dann der Fall eintre
ten, daß elektrische Eingangssignale nicht in elastische
Oberflächenwellen umgewandelt, sondern als elektromagne
tische Wellen direkt übertragen werden. Zwischen der Aus
gangselektrode 9B und der unteren Elektrode 8 können daher
zusammen mit solchen Signalen, die durch Rückwandlung
akustischer Oberflächenwellen entstehen, durch den vor
genannten Effekt hervorgerufene Signale auftreten. Hier
durch kann die Filtercharakteristik des Bauelements in
nachteiliger Weise beeinflußt werden.
Der vorgenannte Artikel gibt zu diesem Problem eine Lö
sungsmöglichkeit an, indem zu einem Aufbau des Bauelement
übergegangen wird, bei dem jeder Wandler zwei quer zur Aus
breitungsrichtung der akustischen Oberflächenwellen ein
ander gegenüberliegende Kammelektroden mit nicht inein
andergreifenden Fingern umfaßt. Beide Kammelektroden werden
in ähnlicher Weise wie die eingangs besprochenen, herkömm
lichen Interdigitalwandler symmetrisch angeregt. Die Wand
ler sind jedoch weiterhin als Einphasenwandler ausgebildet.
Bei einem derartigen Rauelement sind die Einflüsse infolge
mechanisch reflektierter akustischer Oberflächenwellen so
wie die Einflüsse infolge des "Feed Through"-Effekts we
sentlich herabgesetzt. Darüber hinaus ist seine Herstellung
wesentlich erleichtert, da selbst in Hochfrequenzbereichen
kammförmige Elektroden mit vergleichsweise großen Elek
trodenbreiten verwendet werden können.
Die Erfindung geht von einem akustischen Oberflächenwellen-
Bauelement in Form eines bidirektionalen Wandlers zur Er
zeugung einer akustischen Oberflächenwelle gemäß dem soeben
diskutierten Aufbau eines Einphasenwandlers mit zwei
Kammelektroden aus. Hierzu umfaßt das Bauelement ein ela
stisches Substrat, eine auf dem elastischen Substrat an
geordnete untere Elektrode, einen über der unteren Elek
trode vorgesehenen piezoelektrischen Film und eine auf dem
piezoelektrischen Film angeordnete, die untere Elektrode
überlappende obere Elektrodenstruktur mit zwei im Abstand
voneinander angeordneten Kammelektroden, welche eine Mehr
zahl elektrisch leitender und elektrisch miteinander ver
bundener, quer zur Ausbreitungsrichtung der akustischen
Oberflächenwelle ausgerichteter, paralleler Finger auf
weisen, wobei die beiden Kammelektroden derart angeordnet
sind, daß ihre Finger nicht ineinandergreifen.
Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, einen
Weg zu zeigen, wie bei einem akustischen Oberflächenwellen-
Bauelement der gattungsgemäßen Art eine gewünschte Über
tragungsfunktion des Bauelements erreicht werden kann.
Zur Lösung dieses Problems ist erfindungsgemäß vorgesehen,
daß zur Erzeugung eines gewünschten Frequenzgangs des Ober
flächenwellen-Bauelements die Größe der Flächenbereiche, in
welchen die Finger der oberen Elektrodenstruktur und die
untere Elektrode sich überlappen, in Ausbreitungsrichtung
der Oberflächenwellen variiert und sich hierzu die Länge
der Finger und/oder die Form der unteren Elektrode ändert.
Im folgenden werden anhand der zugehörigen Zeichnung
besonders bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung
näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf ein bekanntes akustisches
Oberflächenwellen-Bauelement.
Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf ein weiteres bekanntes
akustisches Oberflächenwellen-Bau
element.
Fig. 3a und 3b zeigen eine Draufsicht und eine Querschnitts
ansicht jeweils noch eines weiteren bekannten
akustischen Oberflächenwellen-
Bauelementes.
Fig. 4a und 4b zeigen eine Draufsicht und eine Querschnitts
ansicht jeweils eines Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen akustischen Oberflächen
wellen-Bauelementes.
Fig. 5 bis 8 zeigen Draufsichten auf weitere Ausführungs
beispiele des erfindungsgemäßen akustischen
Oberflächenwellen-Bauelementes.
Fig. 9 zeigt eine Querschnittsansicht eines weiteren
Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
akustischen Oberflächenwellen-
Bauelementes, dessen Aufbau den in Fig. 4a und
5 bis 8 dargestellten Ausführungsbeispielen
gemeinsam sein kann.
Fig. 4a und 4b zeigen eine Draufsicht und eine Querschnitts
ansicht jeweils des Eingangswandlers eines Ausführungs
beispiels des erfindungsgemäßen akustischen Oberflächen
wellen-Bauelementes. Ein piezoelektrisches
Substrat 1 besteht aus einem elastischen Substrat 6 und
einem darauf angeordneten piezoelektrischen Film 7. Eine
untere Elektrode 10 besteht aus einer rechteckigen
Elektrode, die auf dem elastischen Substrat 6 angeordnet
ist, und eine obere Elektrode 11 besteht aus zwei kamm
förmigen Elektroden 11A und 11B, die auf dem piezoelektri
schen Film 7 angeordnet sind. In dieser Weise ergibt sich
ein sog. Einphasenwandler. Die kammförmigen Elektroden
11A und 11B sind auf dem piezoelektrischen Film 7 so
der unteren Elektrode 10 gegenüber angeordnet, daß sie
um λ₀/2 in Fortpflanzungsrichtung der akustischen Ober
flächenwellen gegeneinander verschoben sind und einander
gegenüber angeordnet sind. Die Breite jedes Elektroden
elementes oder Fingers kammförmigen Elektroden 11A und 11B und
der Abstand L zwischen den Elektrodenelementen sind so ge
wählt, daß beide gleich λ₀/2 sind. Weiterhin sind die
kammförmigen Elektroden 11A und 11B, die einander gegenüber
liegen, so ausgebildet, daß die effektive Länge der offenen
Zwischenräume zwischen zwei benachbarten Elektrodenelementen
sich nach einer Wichtungsfunktion ω (X) in X-Richtung
ändert, so daß die Elektrodenelemente eine gekürzte bzw.
beschnittene Elektrode bilden. Die Länge der Elektroden
elemente der kammförmigen Elektroden 11A und 11B ändert
sich somit in Fortpflanzungsrichtung der erzeugten akustischen
Oberflächenwellen nach der Wichtungsfunktion ω (X). Diese
Wichtungsfunktion kann durch eine inverse Fourier-
Transformation des gewünschten Frequenzganges erhalten wer
den. Der Ausgangswandler ist so ausgebildet, daß er ebenfalls die
gleiche Grundgestalt wie der oben beschriebene Eingangwandler
hat.
Wenn bei dem oben beschriebenen Aufbau eine Signalquelle
in Form einer symmetrischen Energieversorgung mit dem
Eingangswandler verbunden ist, d. h. wenn die Signalquelle
zwischen die beiden kammförmigen Elektroden, die die obere
Elektrode bilden, geschaltet ist, und die untere Elektrode
an Masse liegt, werden akustische Oberflächenwellen S₁
und S₂ angeregt, die sich in X-Richtung von jedem Elektroden
element der kammförmigen Elektroden 11A und 11B fortpflanzen,
die die obere Elektrode bilden, da ein elektrisches Feld
zwischen den kammförmigen Elektroden 11A und 11B und der
unteren Elektrode 10 erzeugt wird.
Da in diesem Fall die Elektrodenelemente der kammförmigen
Elektroden 11A und 11B um λ₀/2 gegeneinander in Fortpflanzungs
richtung X der akustischen Oberflächenwellen verschoben
sind und die Phase der elektrischen Signale, die an den
Elektroden 11A und 11B liegen, um 180° voneinander verschieden
ist, sind die akustischen Oberflächenwellen S₁ und S₂ in
Phase miteinander.
Bei dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel ist die untere
Elektrode 10 als ein großes Rechteck ausgebildet. Dieselbe
Wirkung kann jedoch auch erhalten werden, wenn die untere
Elektrode nur in einem Bereich vorhanden ist, der demjenigen Bereich gegenüber
liegt, in dem akustische Oberflächenwellen
erzeugt werden sollen, d. h. dem Bereich,
der von der Wichtungsfunktion ω (X) umgeben ist.
Wie es in Fig. 5 dargestellt ist, ist es auch möglich, den Be
reich, in dem die akustischen Oberflächenwellen
erzeugt werden, dadurch zu wichten, daß zwei kammförmige Elektroden 11A und
11B mit üblicher Form verwandt werden und die untere Elektrode
10 als gekürzte oder beschnittene Elektrode ausgebildet wird.
Fig. 6 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel, bei dem die
kammförmigen Elektroden in einer Linie so angeordnet sind,
daß sie voneinander einen Abstand gleich einem ganz
zahligen Vielfachen von λ₀/2 in Fortpflanzungsrichtung
X haben, so daß sie eine gekürzte bzw. beschnittene
Elektrode bilden.
Fig. 7 zeigt noch ein Ausführungsbeispiel der Erfindung,
bei dem die untere Elektrode 10 als gekürzte bzw. be
schnittene Elektrode ausgebildet und
den kammförmigen Elektroden 11A und 11B gegen
überliegend angeordnet ist, welche in einer Linie angeordnet sind.
Bei dem Aufbau, der in Fig. 6 und 7 dargestellt ist und
bei dem die kammförmigen Elektroden 11A und 11B in einer
Linie angeordnet sind, erregen die kammförmigen Elektroden
akustische Oberflächenwellen S, die in Phase miteinander
sind und sich in X-Richtung fortpflanzen.
Da bei dem Aufbau der oben beschriebenen Ausführungsbeispiele
die Breite W jedes Elektrodenelementes der kammförmigen
Elektroden 11A und 11B und der Abstand L zwischen den Elektro
denelementen gleich λ₀/2 sind, sind diese Werte 2- bis 4-
mal so groß wie die entsprechenden Werte bei bekannten
Normal- oder Doppelelektroden. Die Anforderungen an die
Genauigkeit der Herstellungstechnik können daher gemindert
werden und die Herstellungsausbeute kann erhöht werden.
Dadurch, daß der Abstand λ₀/2 zwischen zwei benachbarten
Elektrodenelementen gewählt ist,wie es oben erwähnt wurde,
haben die reflektierten Wellen F₁ und F₂, die an den Enden
jedes Elektrodenelementes E₁ und E₂ erzeugt werden, wie es
in Fig. 8 dargestellt ist, einen Phasenunterschied von 180°,
so daß sie entgegengesetzte Phasen haben. Diese reflektierten
Wellen können daher einander kompensieren. Das hat zur Folge,
daß Einflüsse von Reflexionen zwischen den Elektroden
elementen vermindert werden können und gleichfalls wellen
förmige Änderungen im Frequenzgang herabgesetzt werden
können.
Als elastisches Substrat 6, das oben erwähnt wurde, kann
weiterhin ein halbleitendes Material verwandt werden,
wie es in Fig. 9 dargestellt ist. In diesem Fall kann
ein Bereich 10′ mit niedrigem Widerstand dadurch gebildet
werden, daß ein bestimmter Bereich des Halbleitersubstrates
mit Störstellen datiert wird, wobei dieser Bereich als
untere Elektrode verwandt werden kann. Irgendein anderes
leitendes Material, das als untere Elektrode dient, ist
daher nicht notwendig. Unter Verwendung eines Halbleiter
substrates ist es in dieser Weise möglich, Oberflächen
wellen ausbildende Bauelemente und integrierte elektronische
Schaltungen in einem Körper anzubringen. Es wird somit
eine Anwendbarkeit des akustische Oberflächenwellen aus
bildenden Bauelementes in weiten verschiedenen Bereichen
möglich.
Der oben erwähnte piezoelektrische Film 7 aus Zinkoxid
(ZnO), Aluminiumnitrid (AlN) usw. kann durch ein bekanntes
Aufdampfverfahren, durch chemisches Bedampfen usw. ausgebildet
werden.
Aus dem Obigen ist ersichtlich, daß aufgrund der Tatsache,
daß das erfindungsgemäße akustische Oberflächenwellen
ausbildende Bauelement eine untere Elektrode, die auf
einem elastischen Substrat angeordnet ist,und eine obere
Elektrode umfaßt, die aus zwei kammförmigen Elektroden
besteht, die auf einem piezoelektrischen Film angeordnet
sind, der das elastische Substrat überdeckt und daß
wenigstens eine Elektrode der unteren und oberen Elektrode
als gekürzte bzw. beschnittene Elektrode ausgebildet ist,
der gewünschte Frequenzgang erhalten werden kann sowie
die Einflüsse der mechanisch reflektierten akustischen
Oberflächenwellen und des "feed-through"-Effekts
vermindert werden können. Da die Breite der Elektroden
elemente selbst in Hochfrequenzbereichen relativ groß
sein kann, ist weiterhin das erfindungsgemäße akustische
Oberflächenwellen ausbildende Bauelement leicht her
zustellen, wobei die Mängel der bekannten Bauelemente
beseitigt werden können.
Claims (8)
1. Akustisches Oberflächenwellen-Bauelement in Form
eines bidirektionalen Wandlers zur Erzeugung einer
akustischen Oberflächenwelle, umfassend:
- - ein elastisches Substrat (6)
- - eine auf dem elastischen Substrat (6) angeordnete untere Elektrode (10)
- - einen über der unteren Elektrode (10) vorgesehenen piezoelektrischen Film (7) und
- - eine auf dem piezoelektrischen Film (7) angeord
nete, die untere Elektrode (10) überlappende obere
Elektrodenstruktur mit zwei im Abstand voneinander
angeordneten Kammelektroden (11A, 11B), welche
jeweils eine Mehrzahl elektrisch leitender und
elektrisch miteinander verbundener, quer zur Aus
breitungsrichtung der akustischen Oberflächenwelle
ausgerichteter, paralleler Finger aufweisen, wobei
die beiden Kammelektroden (11A, 11B) derart ange
ordnet sind, daß ihre Finger nicht ineinandergrei
fen,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung eines gewünschten Frequenzgangs des Oberflächenwellen-Bauelements die Größe der Flä chenbereiche, in welchen die Finger der oberen Elek trodenstruktur und die untere Elektrode (10) sich überlappen, in Ausbreitungsrichtung der Oberflächen welle variiert und sich hierzu die Länge der Finger und/oder die Form der unteren Elektrode (10) ändert.
2. Akustisches Oberflächenwellenbauelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Finger der einen Kammelek
trode (11A) den Fingern der anderen Kammelektrode (11B)
gegenüberliegen und um eine halbe Wellenlänge der gewählten
Mittenfrequenz der akustischen Oberflächenwellen gegenein
ander in der Ausbreitungsrichtung verschoben sind.
3. Akustisches Oberflächenwellenbauelement nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Breite jedes Fingers
als auch der Abstand zwischen diesen gleich der halben
Wellenlänge der gewählten Mittenfrequenz der akustischen
Oberflächenwellen sind.
4. Akustisches Oberflächenwellenbauelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Kammelektroden (11A,
11B) in Ausbreitungsrichtung der akustischen Oberflächen
welle hintereinander angeordnet sind und voneinander einen
Abstand haben, der gleich einem ganzzahligen Vielfachen der
halben Wellenlänge der gewählten Mittenfrequenz der akusti
schen Oberflächenwelle ist.
5. Akustisches Oberflächenwellenbauelement nach einem der
Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine Einrichtung,
die an die Kammelektroden (11A, 11B) bezüglich der unteren
Elektrode (10) symmetrische elektrische Signale legt.
6. Akustisches Oberflächenwellenbauelement nach einem der
Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das elasti
sche Substrat (6) aus einem Halbleitermaterial besteht, in
dessen Oberfläche ein Bereich (10′) mit niedrigem Wider
stand eindotiert ist, der die untere Elektrode (10) bildet.
7. Akustisches Oberflächenwellenbauelement nach einem der
Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die untere
Elektrode (10) im wesentlichen rechteckig ist und die Länge
der Finger der Kammelektroden (11A, 11B) von einem Finger
zum nächsten variiert.
8. Akustisches Oberflächenwellenbauelement nach einem der
Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Finger
der Kammelektroden (11A, 11B) gleich lang sind und die
Abmessungen der unteren Elektrode (10) variieren.
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
JP57118059A JPS598417A (ja) | 1982-07-06 | 1982-07-06 | 弾性表面波装置 |
Publications (2)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE3324228A1 DE3324228A1 (de) | 1984-01-12 |
DE3324228C2 true DE3324228C2 (de) | 1995-04-13 |
Family
ID=14726993
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE3324228A Expired - Fee Related DE3324228C2 (de) | 1982-07-06 | 1983-07-05 | Akustisches Oberflächenwellen-Bauelement |
Country Status (4)
Country | Link |
---|---|
US (1) | US4531107A (de) |
JP (1) | JPS598417A (de) |
DE (1) | DE3324228C2 (de) |
GB (1) | GB2126036B (de) |
Families Citing this family (8)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US4609891A (en) * | 1985-10-16 | 1986-09-02 | Sperry Corporation | Staggered SAW resonator for differential detection |
US5633616A (en) * | 1994-10-07 | 1997-05-27 | Mitsubishi Denki Kabushiki Kaisha | Thin film saw filter including doped electrodes |
EP0940915B1 (de) * | 1998-03-06 | 2007-07-11 | Kabushiki Kaisha Toshiba | Akustische Oberflächenwellenanordnung und Kommunikationsgerät |
GB2363012B (en) * | 2000-05-31 | 2002-08-07 | Acoustical Tech Sg Pte Ltd | Surface acoustic wave device |
GB2363011B (en) * | 2000-05-31 | 2002-04-17 | Acoustical Tech Sg Pte Ltd | Surface acoustic wave device |
JP4407872B2 (ja) * | 2001-07-16 | 2010-02-03 | 富士通株式会社 | タッチパネル装置 |
US6640636B1 (en) * | 2002-05-20 | 2003-11-04 | Kohji Toda | Ultrasound radiating and receiving device |
JP2006340195A (ja) * | 2005-06-03 | 2006-12-14 | Epson Toyocom Corp | 弾性表面波デバイス |
Family Cites Families (7)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US3750027A (en) * | 1970-08-12 | 1973-07-31 | Texas Instruments Inc | Surface wave frequency discriminators |
US3828283A (en) * | 1973-07-24 | 1974-08-06 | Westinghouse Electric Corp | Method for improving semiconductor surface wave transducer efficiency |
GB1514923A (en) * | 1974-07-02 | 1978-06-21 | Plessey Co Ltd | Acoustic surface wave filters |
US3974464A (en) * | 1974-03-15 | 1976-08-10 | Texas Instruments Incorporated | Acoustic ridge waveguide |
US3938062A (en) * | 1975-04-10 | 1976-02-10 | The United States Of America As Represented By The Secretary Of The Army | End fire surface wave piezoelectric transducer |
JPS5685923A (en) * | 1979-12-13 | 1981-07-13 | Matsushita Electric Ind Co Ltd | Elastic surface wave transducer |
FR2484150A1 (fr) * | 1980-06-10 | 1981-12-11 | Michel Feldmann | Filtre transversal a transfert de charges commande par une onde elastique de surface et procede de fabrication |
-
1982
- 1982-07-06 JP JP57118059A patent/JPS598417A/ja active Granted
-
1983
- 1983-07-05 GB GB08318214A patent/GB2126036B/en not_active Expired
- 1983-07-05 DE DE3324228A patent/DE3324228C2/de not_active Expired - Fee Related
- 1983-07-06 US US06/511,500 patent/US4531107A/en not_active Expired - Fee Related
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
US4531107A (en) | 1985-07-23 |
GB2126036A (en) | 1984-03-14 |
JPH0410764B2 (de) | 1992-02-26 |
GB8318214D0 (en) | 1983-08-03 |
DE3324228A1 (de) | 1984-01-12 |
GB2126036B (en) | 1986-03-19 |
JPS598417A (ja) | 1984-01-17 |
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
DE3586199T2 (de) | Wandler fuer akustische oberflaechenwellen. | |
DE112014006013B4 (de) | Vorrichtung für elastische Wellen und Filtervorrichtung | |
DE69412424T2 (de) | Akustisches Oberflächenwellenfilter | |
DE69413843T2 (de) | Oberflächenwellenresonatoren mit zwei moden | |
DE2521290A1 (de) | Oberflaechenwellenresonatorvorrichtung | |
DE69620134T2 (de) | Akustisches Oberflächenwellenresonatorfilter mit longitudinaler Kopplung | |
EP1125364A1 (de) | Oberflächenwellenanordnung mit zumindest zwei oberflächenwellen-strukturen | |
DE102018118384B4 (de) | Hochfrequenzfilter | |
DE2604105A1 (de) | Oberflaechenwellenbauelement | |
DE102010046087A1 (de) | Piston-Mode-Akustikwellenvorrichtung und Verfahren, das einen hohen Kopplungsfaktor liefert | |
DE3309709A1 (de) | Gebilde von einrichtungen fuer akustische wellen | |
DE2848267C3 (de) | Akustische Oberflachenwelleneinrichtung | |
DE2513672A1 (de) | Oberflaechenwellenfilter | |
DE102007063470A1 (de) | Wandler, Resonator und Filter für akustische Oberflächenwellen | |
DE3853513T2 (de) | Akustische Oberflächenwellenanordnung. | |
DE69321414T2 (de) | Filtergerät mit akustischen Oberflächenwellen | |
DE2644620A1 (de) | Temperaturstabilisierte akustische verzoegerungsleitung | |
DE2831584C2 (de) | Wandler für akustische Oberflächenwellen und Filter auf der Basis dieser Wandler | |
DE3324228C2 (de) | Akustisches Oberflächenwellen-Bauelement | |
DE3025871A1 (de) | Akustische oberflaechenwelleneinrichtung | |
DE3320567C2 (de) | SAW-Bauelement | |
DE2512671A1 (de) | Mit akustischen oberflaechenwellen in einem ausgewaehlten frequenzbereich arbeitendes geraet | |
DE2820046C2 (de) | Akustisches Oberflächenwellen- Bauelement | |
DE3321843C2 (de) | ||
DE2754494C2 (de) | Akustisches Oberflächenwellenfilter |
Legal Events
Date | Code | Title | Description |
---|---|---|---|
8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
8120 | Willingness to grant licences paragraph 23 | ||
D2 | Grant after examination | ||
8364 | No opposition during term of opposition | ||
8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |