DE3322144C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum
Strangpressen von mit Bindemittel vermengten
pflanzlichen Kleinteilen, insbesondere Holzkleinteilen
entsprechend den Merkmalen des Oberbegriffes des
Hauptanspruchs.
Ein solches Verfahren ergibt sich aus der GB-PS 7 61 228,
bei dem die zum Verpressen bestimmte und in einem
abgeschlossenen Raum abgefallenen Masse von drei Seiten
her erheblich verdichtet wird, bevor der Strangpreßhub
beginnt. Diese Verdichtung wird mehrstufig ausgeführt,
indem zunächst seitliche Formkanalwände gegeneinander
bewegt werden, woraufhin die Formbodenwand gegen den
Schließschieber angehoben wird. Diese Art des
Vorverdichtens führt in der Regel zu einer erheblichen
Volumenverminderung des in den Preßraum eingeführten
Materials, ohne daß eine wesentliche Festigkeitserhöhung
zu verzeichnen ist. Die Späne des verpreßten Materials
haben keine günstige Orientierung, sondern erstrecken
sich überwiegend parallel zur Stirnfläche des
Strangpreßkolbens, was zu einer hohen
Bruchempfindlichkeit des Stranges führt.
Mit der Erfindung wird hingegen angestrebt, Stränge zu
erzeugen, die ein mehrschichtiges Gefüge der verpreßten
Kleinteile und eine dichte Oberfläche besitzen und damit
wesentlich höhere Festigkeit und bessere Qualität
erhalten. Die Lösung einer solchen Aufgabe war zwar
erstrebenswert, bisher aber nicht durchführbar gewesen.
Bei einem bekannten Verfahren nach der DE-OS 17 03 414
orientieren sich die gepreßten Späne parallel zur
Preßfläche des Strangpreßkolbens und stehen damit im
Mantelbereich des Stranges nach außen vor, was dem
Strang eine gewisse Rauhigkeit und Unebenheit
vermittelt. Derartige Stränge sind außerordentlich
brechempfindlich, weil die Späne parallel zur Preßfläche
ausgerichtet sind. Es wird zwar vorgeschlagen, die im
Mantelbereich befindlichen Späne beim Strangpressen
umzubiegen, was sich aber in der Praxis als
nichtdurchführbar erweisen dürfte.
Bei einem anderen bekannten Verfahren nach der
DE-OS 29 32 406 wird versucht, die Kleinteile in einen
stark verfilzten Zustand zu überführen, wozu empfohlen
wird, mit Hilfe eines sehr langen Hubes des
Strangpreßkolbens eine fließende Bewegung des im
Preßraum befindlichen Kleinteilgemisches herbeizuführen,
in dessen Verlauf die einzelnen Kleinteile die
Möglichkeit haben, sich nach dem Prinzip des geringsten
Widerstandes einzurichten, was zu der verfilzenden
Orientierung führt. Damit lassen sich aber ebenfalls
keine mehrschichtigen Stränge erzeugen.
Ausgehend von der GB-PS 7 61 228 ergibt sich die Lösung
der erfindungsgemäßen Aufgabe durch die im Kennzeichen
des Hauptanspruchs aufgeführten Merkmale.
Die Erfindung ermöglicht, bei einem stranggepreßten
Erzeugnis bestimmte, vorwählbare Schichten, meistens die
Außenschichten, in einer gezielten Spanorientierung
herzustellen und damit von der Spanorientierung
abhängige technologische Eigenschaften des Stranges
herbeizuführen.
Durch die erfindungsgemäße Schichtenbildung wird zwar
der Takt des Strangpreßhubes um eine gewisse Zeit
verlängert, in welcher die Querverdichtung der einzelnen
Schichten des im Preßraum befindlichen Gemenges
vorgenommen wird. Im Ergebnis entsteht jedoch ein
mindestens zwei- oder mehrschichtiges
Strangpreßerzeugnis, welches durch deutlich voneinander
sich unterscheidende Orientierungen der Kleinteile im
Bereich einzelner Schichten erhebliche Standfestigkeit,
Biegefestigkeit und Oberflächen-Ebenheit zeigt. Aufgrund
des erfindungsgemäßen Verfahren ist es gelungen, die
kostengünstigen Elemente des Strangpressens dafür
einzusetzen, Strangpreßerzeugnisse, beispielsweise
Spanplatten, Türblattfüllungen, Balkenprofile u. dgl.
herzustellen, die den vergleichbaren, im
Formpreßverfahren hergestellten Gegenständen mindestens
ebenbürtig, meistens überlegen sind.
Die erfindungsgemäße Schichtenbildung wird bei der
vorteilhaften Ausgestaltung gemäß Anspruch 2 mit Hilfe
von den Preßraum durchsetzenden Orientierungsschiebern
herbeigeführt, auf die das Gemisch gefüllt wird. Indem
diese Orientierungsschieber in einer
pilgerschrittartigen Bewegung in die Öffnungsstellung
gebracht werden, erfolgt eine andere Art der
Vorverdichtung des Gemisches als beim Stand der Technik.
Die Öffnungsbewegung wird dabei in verschiedene Stufen
unterteilt, von denen die einzelne Stufe sowohl eine
Rückwärts- als auch eine Vorwärtsbewegung enthält. Die
Rückwärtsbewegung ist in ihrer Länge jedoch größer als
die Vorwärtsbewegung, so daß der einzelne
Orientierungsschieber die Tendenz zum Öffnen hat, wobei
jedoch bei jedem einzelnen Schritt eine Verdichtung des
in den von der Rückwärtsbewegung des Schiebers
freigegebenen Raum eingefüllten Gemenges erfolgt. Der
Rückwärtshub des einzelnen Orientierungsschiebers läßt
folglich zu, daß das mit Bindemittel versetzte Gemenge
nachrutschen kann. Durch den entgegengesetzt zur
Öffnungsbewegung gerichten Hub des
Orientierungsschiebers wird dieses nachgerutschte
Gemenge jedoch vorverdichtet und in eine Lage
eingerichtet, die senkrecht zur Preßfläche des
Strangpreßkolbens steht.
Die Bewegung der Orientierungsschieber erfolgt im Sinne
des Anspruches 3 zeitversetzt zueinander, indem
zunächst der untere mit seiner Oszillierungs- bzw.
Pilgerschritt-Bewegung beginnt und der obere einen
einstellbaren Zeitbereich verspätet mit dieser Bewegung
nachfolgt. Dadurch wird erreicht, daß das Gemenge durch
die oszillierende Bewegung des unteren
Orientierungsschiebers nachrutschen kann, bevor der
nächsthöhere Schieber auf das nachgerutschte Gemenge
einwirkt.
Die in der erwähnten Weise hergestellten mehrschichtigen
Stränge sind im Bereiche ihrer untenliegenden Oberfläche
glatt und verdichtet ausgebildet, weil nämlich die
Pilgerschritt-Bewegung des unteren
Orientierungsschiebers automatisch zur Folge hat, daß
Feinteile des Gemenges sich im Bodenbereich absetzen und
die nötige Ebenheit und Verdichtung der entsprechenden
Oberfläche bedingen. Bei der entgegengesetzten Oberfläche
ergibt sich diese Wirkung nicht von selbst. Um auch an
dieser Seite eine Ebenheit der Oberfläche und
Verdichtung herbeizuführen, sieht die Erfindung die
Merkmale des Anspruches 6 vor. Der darin offenbarte
Schieber, welcher oberhalb des Schließschiebers hin- und
herbeweglich geführt ist, führt dazu, daß beim Schließen
des Schließschiebers eine Art Siebvorgang stattfindet,
wonach die Oberfläche des im Preßraum angefüllten und
vom Schließschieber überdeckten Gemenges mit Kleinteilen
angereichert wird. Überraschenderweise ergibt sich durch
diese Maßnahme eine ungefähre Symmetrie der
Beschaffenheit beider Außenflächen des gepreßten
Stranges im Hinblick auf die Ebenheit und Verdichtung in
der Außenhaut.
Beim Strangpressen ist es üblich, daß die einzelnen
Strangpreßabschnitte mehr oder weniger verzahnt
aneinanderschließen. Die Biegefestigkeit eines Stranges
hängt aber entscheidend von dieser Verzahnung der
einzelnen Strangpreßabschnitte ab. Hierzu ist es
bekannt, die Stirnfläche des Strangpreßkolbens
sägezahnartig oder in sonstiger Weise zu profilieren
(DD-PS 11 158), um eine Verzahnung der
Strangpreßabschnitte im gepreßten Zustand zu erreichen.
Die Anwendung dieser bekannten Maßnahme beim
erfindungsgemäßen Verfahren stößt jedoch wegen der
schichtweisen Verdichtung auf Schwierigkeiten. Diese
werden mit den Merkmalen des Anspruchs 7 überwunden.
Durch die stufenartige Profilierung der Stirnfläche des
Strangpreßkolbens entsprechend der Lage und der Dicke
der Orientierungsschieber wird eine gezielte
Profilierung der Stirnbereiche der einzelnen
Strangpreßabschnitte herbeigeführt, die wie eine
Nut-Feder-Konstruktion wirken.
Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der
Zeichnung. In ihr ist die Erfindung schematisch und
beispielsweise dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 einen Querschnitt durch ein stranggepreßtes
Erzeugnis mit verschiedenen Schichten,
Fig. 2 einen Querschnitt durch einen Strang gemäß
Fig. 1 mit röhrenförmigen Kanälen,
Fig. 3-9 Querschnitte durch einen Preßkanal einer
Strangpresse in verschiedenen
Arbeitsstellungen und
Fig. 10 einen Längsschnitt durch den Preßkanal mit
besonderer Profilierung des
Strangpreßkolbens.
In den Fig. 1 und 2 ist jeweils ein Strang (1) im
Querschnitt gezeigt, wobei die Strangpreßrichtung
senkrecht auf die Zeichenebene verläuft.
Beim Beispiel der Fig. 1 ist ein Strang (1) gezeigt,
der eine Deckschicht (2) und eine Unterschicht (3)
aufweist, die hinsichtlich der Struktur ihrer Kleinteile
anders gestaltet ist als die Mittelschicht (4). Hierbei
handelt es sich um Stränge, die in einer
Kolbenstrangpresse erzeugt werden und aus pflanzlichen,
mit Bindemittel vermengten Kleinteilen, insbesondere aus
Holzkleinteilen bestehen. Bevorzugt werden Holzspäne in
verschiedener Größe zum Verpressen der Stränge
(1) eingesetzt. Die Erfindung erstreckt sich aber auch
auf solche Stränge, die aus anderen Materialien,
beispielsweise Stroh, Gartenabfällen u. dgl.
hergestellt sind.
Der Gegenstand der Fig. 2 unterscheidet sich von
demjenigen der Fig. 1 dadurch, daß im Bereiche der
Mittelschicht (4) röhrenförmige Kanäle (5) vorgesehen
sind, welche das Gewicht des einzelnen Stranges (1)
vermindern, ohne dessen Tragfähigkeit zu verringern.
Derartige röhrenförmige Kanäle (5) werden bei
Strangpreßvorrichtungen dadurch erzeugt, daß der
Strangpreßkolben mit Hilfe entsprechender Bohrungen über
koaxial zu den Kanälen (5) sich erstreckende Bolzen
geführt ist.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellten Schichten (2, 3)
lassen sich gemäß den Beispielen der Fig. 3 bis 9
durch Orientierungsschieber (10, 11) erzeugen, die quer
zur Strangpreßrichtung in einer bestimmten Weise
verschiebbar angetrieben sind.
Im Beispiel der Fig. 3 ist zunächst im Querschnitt eine
Kolbenstrangpresse (6) schematisch dargestellt, die
einen Preßraum (7) enthält, durch den ein Kolben
senkrecht zur Zeichenebene bewegbar ist. Der Preßraum
(7) wird durch einen Schließschieber (8) nach oben
abgedeckt. Dieser Schließschieber (8) führt zugleich den
nicht dargestellten Strangpreßkolben. Oberhalb des
Schließschiebers (8) erstreckt sich ein Einfüllschacht
(9), über den das mit Bindemittel vermengte
Kleinteilgemisch dem Preßraum (7) zugeführt werden soll.
Die Fig. 3 zeigt eine Stellung, in der der nicht
dargestellte Strangpreßkolben das im Preßraum (7)
befindliche Gemenge senkrecht zur Zeichenebene
abgeschoben hat.
Nach diesem Arbeitsschritt wird der
Orientierungsschieber (10) im Sinne des Pfeiles (13) in
die in Fig. 4 dargestellte Schließstellung bewegt, in
welcher der Orientierungsschieber (10) den Boden (12)
des Preßraumes (7) abdeckt. Zeitversetzt hierzu wird der
Schließschieber (8) in die Öffnungsstellung gemäß Fig. 4
zurückbewegt, so daß nunmehr der Einfüllschacht (9)
freigegeben ist und das Gemenge auf den
Orientierungsschieber (10) abfallen kann.
Nunmehr wird der Orientierungsschieber (11) entsprechend
dem Pfeil (13) gemäß Fig. 5 in die Schließstellung
gebracht. Damit ist das Gemenge (17) in zwei Bereiche
unterteilt, die sich beidseits des
Orientierungsschiebers (11) befinden.
Gemäß Fig. 6 beginnt nun der untere
Orientierungsschieber (10) eine Öffnungsbewegung im
Sinne des Pfeiles (14), der nicht nur eine rückläufige,
sondern auch eine gegenläufige Bewegung enthält, die
beim Ausführungsbeispiel der Erfindung als
Pilgerschritt-Bewegung bezeichnet wird. Danach folgt
jeder Rückwärtsbewegung eine das vom
Orientierungsschieber (10) freigegebene Teil
verdichtende Vorwärtsbewegung. Im Sinne der Erfindung
wird die Pilgerschritt-Methode dahingehend verstanden,
daß die Strecke der Rückwärtsbewegung des einzelnen
Orientierungsschiebers (10, 11) größer als die
entgegengesetzte Vorwärtsbewegung ist. Die
Vorwärtsbewegung führt aber dazu, daß eine
Spanorientierung (16) in demjenigen Bereich erfolgen
kann, der vom Orientierungsschieber (10, 11) freigegeben
wird. Auf diese Weise erfolgt eine Spanorientierung
parallel zur Stirnfläche der Orientierungsschieber
(10, 11), deren Längsausrichtung aber parallel zur
Strangpreßrichtung erfolgt. Somit ergibt sich
entsprechend der Dicke der Orientierungsschieber (10, 11)
eine Schicht (2, 3) (vgl. Fig. 1 und 2), deren
Kleinteile anders orientiert sind als im Bereiche der
Mittelschicht (4) (vgl. Fig. 1 und 2). Die Kleinteile
sind somit nicht mehr parallel zur Preßfläche des
Strangpreßkolbens (20), sondern senkrecht dazu, und zwar
in Richtung des Strangpressens orientiert.
Damit ergibt sich die in Fig. 1 dargestellte
mehrschichtige Strangpreßplatte o. dgl., wobei aber
noch offen ist, wie deren Oberfläche gestaltet ist.
Nun zeigt sich aber, daß durch die oszillierende
Bewegung des unteren Orientierungsschieber (10) eine
bevorzugte Ansammlung von Kleinteilen des Gemenges
entlang des Bodens (12) des Preßraumes (7) stattfindet.
Dieses versammelte Kleinteilgemenge führt zu Ebenheit
der stranggepreßten Platte o. dgl. an der
entsprechenden Oberfläche mit der Folge, daß die
Festigkeit entsprechend erhöht ist.
Im Beispiel der Fig. 8 ist oberhalb des
Schließschiebers (8) ein zusätzlicher Schieber (18)
vorgesehen, der entsprechend dem Pfeil (19) eine
oszillierende Bewegung herbeiführt, beispielsweise
zusammen mit dem Schieber (8) oder unabhängig von dessen
Bewegung. Jedenfalls hat die oszillierende Bewegung des
zusätzlichen Schiebers (18) entlang des Pfeiles (19) die
Folge, daß das oberhalb des Schließschiebers (8)
befindliche Gemenge (17) die Möglichkeit hat, dessen
Feinteile nach unten abzugeben, die sich folglich an der
Schicht (2), welche die Spanorientierung (16) besitzt,
absetzt. Der Vorteil dieser Maßnahme besteht darin, auch
an der oberen Fläche des Strangpreßerzeugnisses die
gleiche Verteilung von feinen und groben Gemengeteilen
herbeizuführen.
Im Beispiel der Fig. 9 ist die Endstellung der
Schieberbewegung gezeigt, wobei mit (25) die erwähnte
Feinteilschicht erzeugt ist, welche sich durch die
oszillierende Bewegung des Orientierungsschiebers (10)
und des zusätzlichen Schiebers (18) ergibt.
Im Ausführungsbeispiel der Fig. 10 ist schließlich
dargestellt, daß die Stirnfläche des Strangpreßkolbens
(20) einen Vorsprung (21) aufweisen kann, dessen
Profilierung der Schichtenrelation (2, 16) bzw. (3, 16)
angepaßt ist, so daß der Vorsprung (21) des
Strangpreßkolbens (20) etwa die Ausmaße der
Mittelschicht (4) (vgl. Fig. 1) aufweist. Durch diese
Profilierung des Strangpreßkolbens (20) werden
Preßabschnitte (23, 24) gebildet, die durch eine
stufenartige Verbindung (22) aneinandergefügt sind,
welche natürlich nicht ebenflächig sondern verzahnt
erfolgt. Auf diese Weise wird eine erhebliche
Versteifung längs der Strangpreßebene erzeugt.
Claims (7)
1. Verfahren zum Strangpressen von mit Bindemittel
gemischten pflanzlichen Kleinteilen, insbesondere
Holzkleinteilen, in einer horizontal wirkenden
Kolbenstrangpresse, bei der das Gemisch aus einem durch
einen Schließschieber verschließbaren Einfüllschacht in
einen Preßraum eingefüllt und vor dem Strangpreßhub
einer quer zur Strangachse gerichteten
Verdichtungsmaßnahme ausgesetzt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß die im Preßraum
befindlichen oberen und unteren Bereiche des Gemisches
vor dem Strangpreßhub quer zur Strangachse
schichtenbildend verdichtet werden und dabei ein
Spangefüge in diesen Schichten mit etwa senkrecht zur
Preßfläche orientierten Kleinteilen gebildet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Bildung von
Schichten das Gemisch auf den Preßraum durchsetzende
Orientierungsschieber gefüllt wird und daß daraufhin die
Orientierungsschieber in einer pilgerschrittartigen
Bewegung in die Öffnungsstellung zurückbewegt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der jeweils obere
Orientierungsschieber mit einer zeitlichen Verzögerung
gegenüber dem unteren bewegt wird.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch 1 oder einem der folgenden, bestehend aus einer
horizontal wirkenden Kolbenstrangpresse, deren Preßraum
von einem hin- und herbeweglichen Schließschieber
gegenüber dem darüber befindlichen Einfüllschacht
abdeckbar und mit einer quer zur Strangpreßrichtung
wirkenden Verdichtungseinrichtung ausgestattet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Verdichtungseinrichtung aus zwei Orientierungsschiebern
(10, 11) besteht, wovon der eine Orientierungsschieber
(10) entlang des Bodens (12) des Preßraumes (7) und der
zweite Orientierungsschieber (11) entlang der Unterseite
des Schließschiebers (8) geführt ist, wobei die
Orientierungsschieber quer zur Strangpreßrichtung aus
einer den Preßraum (7) überdeckenden Stellung in eine
den Preßraum (7) freigebenden Stellung beweglich geführt
und mit einem in und entgegen der Öffnungsrichtung
Bewegungsimpulse erzeugenden Antrieb versehen sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bewegung der
Orientierungsschieber (10, 11) druckgesteuert ist, indem
die der Öffnungsrichtung entgegengesetzt gerichtete
Bewegungskomponente bei jedem Pilgerschritt bei
Erreichen eines einstellbaren Druckes umgesteuert wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß auf der Oberseite des
Schließschiebers (8) ein über dessen vorauslaufenden
Rand überstehender, dünnwandiger Schieber (18)
angeordnet und hin- und herbeweglich geführt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder einem der folgenden mit
einem an der Stirnfläche profilierten Strangpreßkolben,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Stirnfläche des Strangpreßkolbens (20) einen
stufenartigen Vorsprung (21) aufweist, dessen Höhe etwa
der Dicke der zwischen den verdichteten Schichten (2, 3)
befindlichen Mittelschicht (4) entspricht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833322144 DE3322144A1 (de) | 1983-06-20 | 1983-06-20 | Verfahren und vorrichtung zum strangpressen von mit bindemittel vermengten pflanzlichen kleinteilen, insbesondere holzkleinteilen |
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Publications (2)
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ID=6201879
Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3322144A1 (de) |
Cited By (2)
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1983
- 1983-06-20 DE DE19833322144 patent/DE3322144A1/de active Granted
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| DE3322144A1 (de) | 1984-12-20 |
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: ANTON HEGGENSTALLER GMBH, 8892 KUEHBACH, DE |
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