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DE332205C - Steuerung fuer schwungradlose Dampfmaschinen - Google Patents

Steuerung fuer schwungradlose Dampfmaschinen

Info

Publication number
DE332205C
DE332205C DE1919332205D DE332205DD DE332205C DE 332205 C DE332205 C DE 332205C DE 1919332205 D DE1919332205 D DE 1919332205D DE 332205D D DE332205D D DE 332205DD DE 332205 C DE332205 C DE 332205C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
steam
line
control
pressure
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1919332205D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Knorr Bremse AG
Original Assignee
Knorr Bremse AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Knorr Bremse AG filed Critical Knorr Bremse AG
Application granted granted Critical
Publication of DE332205C publication Critical patent/DE332205C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L21/00Use of working pistons or pistons-rods as fluid-distributing valves or as valve-supporting elements, e.g. in free-piston machines
    • F01L21/02Piston or piston-rod used as valve members
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L25/00Drive, or adjustment during the operation, or distribution or expansion valves by non-mechanical means
    • F01L25/02Drive, or adjustment during the operation, or distribution or expansion valves by non-mechanical means by fluid means
    • F01L25/04Drive, or adjustment during the operation, or distribution or expansion valves by non-mechanical means by fluid means by working-fluid of machine or engine, e.g. free-piston machine
    • F01L25/06Arrangements with main and auxiliary valves, at least one of them being fluid-driven

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Turbines (AREA)

Description

  • Steuerung für schwungradlose Dampfmaschinen. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schiebersteuerung für schwungradlose Dampfmaschinen mit langem Arbeitskolben, bei welchen das Umsteuerorgan durch von dem Dampfkessel unmittelbar zuströmenden Frischdampf beaufschlagt wird, ohne daß eine besondere Vorsteuerung erforderlich wäre, wobei sowohl die Frischdampfzuführung als auch die Entlüftung durch den Arbeitskolben überwacht werden. Solche Steuerungen sind an sich bekannt.
  • Von diesen bekannten Steuerungen für schwungradlose Dampfmaschinen unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand dadurch, daß der Schieber, durch einen ständig unter gleichem. Druck stehenden kleineren Hilfskolben und einen abwechselnd unter Frischdampfdruck und Atmosphärenpressung stehenden größeren Hilfskolben bewegt wird, daß der Arbeitskolben an beiden Enden je eine Vertiefung aufweist, und daß die eine Vertiefung die Frischdampfzufuhr nach dem größeren Hilfskolben und die andere Vertiefung die Entlüftung des durch den größeren Hilfskolben begrenzten Raumes bewirkt.
  • Hierdurch wird eine besonders einfache und zuverlässige Steuerung des Schiebers durch das Treibmittel bewirkt.
  • Der Erfindungsgegenstand ist auf den beiliegenden Zeichnungen in schematischer Weise zur Darstellung gebracht, und zwar zeigt Fig. I die Steuerung in Anwendung auf eine doppelt wirkende, einzylindrige Simplex-Dampfmaschine, Fig. 2 eine mit der Steuerung ausgerüstete Simplex-Verbunddampfmaschine, Fig.3 die Steuerungsanordnung an einer Duplex-Zwillingsmaschine, Fig. 4. endlich eine Duplex-Verbundmaschine mit der Steuerung gemäß vorliegender Erfindung.
  • In Fig. i ist a der Dampfzylinder. Er ist etwas länger als der doppelte Hub der Maschine; in ihm bewegt sich der lange Arbeitskolben b, dessen Breite etwas mehr beträgt als der Hub der Maschine. C- ist das Gehäuse für das Steuerorgan. Letzteres besteht aus einem Differentialkolbensatz mit dem großen Hilfskolben D und dem kleinen Hilfskolben d und einem zwischen beiden angeordneten einfachen :Muschelschieber s. E ist die Einmündung der vom Dampfkessel kommenden Frischdampfleitung in das Steuergehäuse. Bei der gezeichneten Stellung des Steuerorgans strömt der Dampf über die Leitung i in das linke Ende des Zylinders und treibt denKolben b nach rechts; der auf der rechten Kolbenseite befindliche Abdampf strömt über die Leitung 2 durch Vermittlung der Höhlung K des Schiebers s in die Abdampfleitung 3. Kurz vor E zweigt von der Frischdampfleitung eine Leitung d. ab, die etwas rechts von der Mitte des Dampfzylinders in diesen mündet; unmittelbar links neben ihr mündet die Leitung 5, die auf der linken Seite in das Steuergehäuse C eintritt. In den Umfang des Arbeitskolbens b ist eine Nut e eingearbeitet, die die beiden Rohrleitungen 4 und 5 in der gezeichneten Stellung verbindet. In dieser Stellung des Kolbens strömt somit Frischdampf durch die Leitung 4 und die Leitung 5 in das Gehäuse C des Steuerorgans und beaufschlagt die linke Seite des Hilfskolbens D, ohne durch den rechtsseitigen Arbeitsraum des Dampfzylinders a zu strömen. Hierin liegt der Hauptvorteil des Erfindungsgegenstandes. Der Steuerkolbensatz D-d wird demgemäß in der in Fig. I dargestellten Lage gehalten, da die rechte Seite des ständig belasteten Hilfskolbens d über die Leitung 7 mit der Ausströmung A ständig in Verbindung steht. Bewegt sich der Arbeitskolben b nun nach rechts, so wird die Verbindung der Leitungen d und 5 unterbrochen; der in Leitung 5 und in der Kammer links vom Hilfskolben D des Differentialkolbensatzes eingeschlossene Frischdampf hält das Steuerorgan in seiner Lage fest, bis die dicht vor dem linken Ende des Arbeitskolbens b eingearbeitete Nut f die Kanäle 5 und 7 verbindet. In diesem Augenblick entweicht der Druck, der in Leitung 5 und der linken Kammer des Steuergehäuses eingeschlossen war, über Leitungen 6, 7 und 3 ins Freie; der auf die rechte Seite des Kolbens D wirkende Dampfdruck verschiebt das Steuerorgan nach links, und die Dampfeinströmung findet nun über den nunmehr vom Schieber s freigelegten Kanal 2 auf der rechten Kolbenseite statt. Der auf der linken Seite des Arbeitskolbens b befindliche Arbeitsdampf entweicht über die Leitung I, die Höhlung K des Schiebers s und die Leitung 3 ins Freie.
  • Bei der Simplex-Verbundmaschine nach Fig. 2 der Zeichnung ist die Anordnung der Steuerung im wesentlichen gleich derjenigen der Einzylindermaschine nach Fig. I; nur besitzt der Schieber s zwei Höhlungen K1 und K2, deren eine jeweilig die Überströmung des Abdampfes aus dem Hochdruckzvlinder nach dem Niederdruckzylinder vermnittelt, während gleichzeitig die andere den Albdampf des Niederdruckzylinders in die ins Freie führende Auspuffleitung strömen läßt. Die Steuerkanäle münden in den Hochdruckzylinder und werden vom Hochdruckkolben überwacht; infolgedessen ist nur dieser Kolben etwas breiter ausgeführt, als der Hub der Maschine beträgt, und besitzt die beiden Nute e und f. Der Niederdruckkolben ist in der bei den gewöhnlichen Dampfmaschinen üblichen Weise ausgeführt. Der Niederdruckzylinder entspricht in seiner Länge dem Hub.
  • In der in Fig. 2 dargestellten Lage der Steuerorgane tritt der Frischdampf bei E in das Steuergehäuse, strömt durch die Leitung I in die linke Seite des Hochdruckzylinders a1 und bewegt den Hochdruckkolben b1 nach rechts. Der Steuerkanal 4 ist zu Beginn der Bewegung wieder durch die Nut e imKolben b mit dem Steuerkanal s verbunden, und der der Hauptdampfleitung entnommene Frischdampf beaufschlagt den Hilfskolben D des Steuerorgans. Der auf der rechten Seite des Hochdruckkolbens befindliche Arbeitsdampf entweicht über Leitung 2 und die Kammer K2 in die Leitung 8 und tritt auf der linken Seite des N iederdruckzvlinders hinter den N iederdruckkolben b2, der den Hochdruckkolben b1 unterstützt. Der auf der rechten Seite des Niederdruckkolbens befindliche Dampf entweicht über die Leitung 9 in die Kammer K1 des Schiebers s und von da in die Auspuffleitung 3.
  • Zur Erleichterung bzw. zur Ermöglichung des Anlaufes der Maschine unter Belastung ist zwischen den Leitungen 1 und 2 eine direkte Verbindung 1o hergestellt, in die ein Anlaßventil AV eingeschaltet ist. Wird es in der in Fig. 2 dargestellten Stellung der Maschine geöffnet, so strömt Frischdampf in die Leitungen 1 und 2, beaufschlagt also beide Seiten des Hochdruckkolbens und hebt sich hinsichtlich seiner Wirkung auf die beiden Kolbenseiten auf; gleichzeitig strömt der Dampf aus Leitung 2 über die Höhlung K2 des Schiebers s und tritt durch Leitung 8 auf der linken Seite in den Niederdruckzylinder a2 ein; für das Anlaufen der Maschine steht also der auf den Niederdruckkolben ausgeübte Hochdruck des Frischdampfes zur Verfügung, der ein sicheres Ingangsetzen gewährleistet. Die Umsteuerbewegung vollzieht sich in genau der gleichen Weise wie im Falle der Fig. i.
  • Bei der in Fig.3 dargestellten Duplex-Zwillingsmaschine ist das Steuerorgan als ein Differentialkolbensatz ausgebildet, der zwei gleich große Hilfskolben D und D, und den kleinen Kolben d besitzt; dessen rechte Seite nicht mit der- Auspuffleitung, sondern mit der Frischdampfleitung F verbunden ist, also ständig von Frischdampf beaufschlagt wird. Die Überwachung der Steuerkanäle geschieht hier durch beide Arbeitskolben, was eine Gewähr dafür bietet, daß eine Umsteuerung nicht vorzeitig erfolgen kann, daß vielmehr beide Arbeitskolben ihren Hub vollendet haben müssen, bevor die Steuerkanäle so miteinander verbunden werden, daß eine Beaufschlagting des Hilfskolbens D mit Frischdampf bziv. eine Entlüftung desselben stattfindet. In Fig.3 ist C wieder das Steuergehäuse mit der Einströmung E und der Ausströmung A. i und 2 sind Frischdampfeinströmkanäle für die Arbeitszylinder a, und a_. 3' und d. sind die Ausströmkanäle. j, 6 und. 7 sind die den Frischdampf auf die linke Seite des Hilfskolbens D leitenden Steuerkanäle. 8, 9 und 1o sind die Steuerungsentlüftungskanäle. Die Ausströmkanäie 3 und 4 sind so eingerichtet, daß sie seitlich in die Zylinder münden, also gegen Ende der Hubbewegung von den Kolben b1 und b2 abgesperrt werden; die weitere Dampfausströmung findet dann über einen kleinen Teil der Einströmkanäle 1 bzw. 2 statt, die zu dem Zweck mit den Ausströmlzanälen über ein Drosselventil hinweg in Verbindung stehen. Es wird auf diese Weise eine die Hubbewegung verzögernde Dampfverdichtung erzielt, die ein sanftes, stoßloses Arbeiten der Maschine ergibt. In der in Fig.3 dargestellten Lage der Steuerorgane strömt Frischdampf bei E in das Steuergehäuse C. Über eine von der Hauptfrischdampfleitung abgezweigte Leitung F strömt gleichzeitig Frischdamnpf auf die rechte Seite des Hilfskolbens d des Differentialkolbensatzes; von F zweigt die Leitung 5 ab, die über die N ut e2 im Arbeitskolben b2 mit der Leitung 6 in Verbindung steht; letztere steht über die Nut u1 im Arbeitskolben b1 mit der Leitung 7 in Verbindung; diese mündet in das Steuergehäuse c und beaufschlagt den Hilfskolben D des Steuerkolbensatzes von links. Der auf die rechte Seite von D ausgeübte Frischdampfdruck wird durch den auf die linke Seite des gleich großen Kolbens D1 ausgeübten Druck ausgeglichen. Der auf die rechte Seite des kleinen Kolbens d ausgeübte Frischdampfdruck vermag den auf die linke Seite von D ausgeübten Frischdampfdruck nicht zu überwinden. Das Stetterorgan verbleibt also in der gezeichneten Lage, auch wenn die Frischdampfzuströmnung auf die linke Seite des Hilfskolbens D aufhört, was eintritt, sobald die Nut e1 im Arbeitskolben b1 über die Mündung der Kanäle 6 und 7 bzw. die Nut e2 des Arbeitskolbens b2 über die Mündungen der Kanäle 5 und 6 hinweggeglitten ist. Sobald die Arbeitskolben b1 und b2 an das Ende ihres Hubes gelangt sind, verbindet die Nut f1 im Kalben b1 die Ausström- oder Entlüftungskanäle 8 und 9 und die Nut f2 im Kolben bz die Kanäle 9 und 1o, und der im Steuergehäuse C links vom Kolben D befindliche Dampf entweicht durch die Ausströmöffnung A. Der auf die rechte Seite des kleinen Hilfskolbens d ausgeübte Frischdampfdruck verschiebt das Steuerorgan nach links, veranlaßt also die Unisteuerung. Nach erfolgter Umsteuerung findet die Dampfeinstremung zu den Arbeitszylindern durch die Leitung 2 statt; der Frischdampf tritt numnehr von oben in den Zylinder a2 und bewegt den Arbeitskolben b2 nach unten und im Zylinder a1 den Arbeitskolben b1 nach oben. Der Abdampf, der bei der Stellung der Steuerung nach Fig. 3 durch die Kanäle abströmte, verläßt nunmehr den Zylinder über die Kanäle 4 Gegen Hubende werden diese Kanäle durch die Arbeitskolben b1 und b2 abgesperrt, und der Abdämpf entweicht nunmehr über die Eintrittskanäle 1, und da deren obere Mündung in dem Steuergehäuse nunmehr durch den Hilfskolben D1 verschlossen ist, über die in der Verbindung zwischen den Leitungen 2 und 4 angeordneten Drosseiventile DV und durch Leitung 4 und Auspufföffnung A ins Freie. Die Einströmung des Frischdampfes in die Zylinder findet also je nach der Stellung des Steuerorgans abwechselnd auf dem Wege von F über die Leitung 1 und h über die Leitung 2 statt.
  • Bei der in Fig.4 dargestellten Duplex-Verbundmaschine ist das Steuerorgan ähnlich ausgebildet wie bei den Maschinen nach den fig. 1 und 2. Nur sind die.beiden Höhlungen K1 und K2 im Schieber s je mit zwei Öffnungen versehen. Auch bei dieser Maschine findet die Überwachung der Steuerkanäle durch beide Arbeitskolben statt, weshalb beide etwas länger sind als der Hub der Maschine, wiederum zu dem Zweck, ein vorzeitiges Umsteuern zu verhüten. Die Ausströmkanäle münden auch bei dieser 1Iaschine, wie bei der Dtiplex-Zwillingsmaschine, seitlich in die Zylinder, so daß sie gegen Ende der Hubbewegung durch die Arbeitskolben überdeckt werden und die weitere Ausströinung über einen Teil der Einströmkanäle stattfindet, die durch eine direkte Verbindung an die Ausströmkanäle angeschlossen sind, wobei ein in diese Verbindung geschaltetes Drosselventil, wie bei der Duplex-Zwillingsmaschine, eine Dampfverdichtung und damit ein stoßfreies Arbeiten der Maschine bedingt. In die Dampfeinströmungsleitungen zum Niederdruckzylinder sind Aufnehmer Al und AZ eingeschaltet, die je ein nach- dem Zylinder hin sich öffnendes Rückschlagventil besitzen. Die Aufnehmer sind erforderlich, uni ein gleichzeitiges Anspringen beider Kolben zu gewährleisten. Wären die Aufnehmer nicht vorhanden, so könnte im Augenblick des Umsteuerns der auf der einen Seite des Hochdruckkolbens befindliche Abdampf sich nicht ausdehnen, würde also .mit seinem vollen Druck der Bewegung des von der anderen Seite mit Frischdampf beaufschlagten Hochdruckkolbens - sich widersetzen. Der h ieder druckkolben, der mit dem vollen Abdampfdruck aus dem Hochdruckzylinder beaufschlagt würde, müßte sich dabei sofort in Bewegung setzen und würde dem Hochdruckkolben vorauseilen, was eine Störung in der Steuerung nach sich ziehen und die Gang= barkeit und Brauchbarkeit der ganzen Maschine in Frage stellen würde.
  • Das an den Aufnehmern angeordnete Rückschlagventil verhütet, daß die gegen Ende des Hubes infolge der Überdeckung der Ausströmkanäle durch den N iederdruckkolben im N iederdruckzylinder auftretende Dampfverdichtung durch Rückströmen des zu verdichtenden Dampfes in die geräumigen Aufnehmer verloren geht bzw. wirkungslos wird.
  • Das Umsteuerorgan entspricht hinsichtlich seiner Bauart und Wirkungsweise völlig demjenigen nach Fig. 1 der Zeichnung.
  • Aus dem Steuergehäuse strömt der bei E eintretende Frischdampf in die Leitung 1 und in das obere Ende des Hochdruckzylinders a1 und bewegt den Arbeitskolben b1 nach unten; cler auf der unteren Seite des Arbeitskolbens b1 befindliche Dampf entweicht durch die Leitung 3 und strömt über die Höhlung K2 im Schieber s in die Leitung 4, dehnt sich im Aufnehmer A1 aus und strömt mit verminderter Spannung über das am Aufnehmer befindliche, nach dem Zylinder zu sich öffnende Rückschlagventil unter den Arbeitskolben b2 im Niederdruckzylinder a2. Der Abdampf oberhalb des Arbeitskolbens b2 entweicht aus dem Niederdruckzylinder über die Leitung 7, die Höhlung K1 im Schiebers und strömt durch die Leitung g zum Auspuff A. Nach erfolgter Umsteuerung wird der Einströmkanal 1 durch den Schieber s geschlossen, der Einströmkanal 2 geöffnet, die Kanäle 8 und 5 werden durch die Höhlung K1, die Kanäle 6 und 9 durch die Höhlung K2 im Schieber s verbunden. Der Frischdampf tritt durch Kanal- 2 nunmehr unter den in seiner unteren Endstellung befindlichen Arbeitskolben b1 und bewegt ihn nach oben; der Abdampf über dem Kolben b1 entweicht durch Leitung 8 und strömt über die Höhlung K1 des Schiebers s in die Leitung 5, den Aufnehmer A2, öffnet das Rückschlagventil und tritt über den Kolben b2 im Niederdruckzylinder a2, und bewegt ihn nach unten. Der unter b2 befindliche Abdampf strömt über Leitung 6, Höhlung K, im Schiebers und Leitung 9 zum Auspuff A. Gegen Ende des Hubes sperrt bei der Lage der Steuerung nach Fig. 4 der Kolben b1 den Kanal 3 ab; der Abdampf nimmt daher seinen Weg in den Kanal 2 und strömt über das Drosselventil DV2, in die Leitung 3, dabei wird er verdichtet und wirkt stoßmildernd, indem er den Kolben b1 abfängt.
  • Der Abdampf des Niederdruckzylinders entweicht über Leitung 7; gegen Ende des Hubes wird auch diese Leitung durch den Kolben b2 abgesperrt, der Rest des Abdampfes muß zunächst über Leitung 5 entweichen; da ihn das Rückschlagventil am Eintritt in den Aufnehmer A, hindert, so muß er über das Drösselventil DV5 in die Leitung 7 strömen, wobei er sich verdichtet und den Arbeitskolben b2 abfängt. Bei der gegenläufigen Bewegung der Maschine strömt der Abdampf oberhalb des Hochdruckkolbens durch Leitung 8 ab, bis auch diese durch den Arbeitskolben b, abgesperrt wird;' dann entweicht der Abdampfrest über Leitung 1, Drosselventil DV1, verdichtet sich und strömt weiter in Leitung B.
  • Um auch diese Maschine unter Belastung anlassen zu können, ist die Einstromleitung 1 mnit der Einströmleitung 2 unmittelbar verbunden und in die Verbindung ein Auslaßventil AV eingebaut. In der gezeichneten Lage der Steuerung würde beim öffnen des Anlaßventils ein Teil des Frischdampfes auf Leitung 1 über AV nach Leitung 2 strömen und den Hochdruckkolben b1 auch von unten beaufschlagen, wobei sich der Druck von oben und von unten auf diesen Kolben aufheben würde. Der in die Leitung 2 und unter den Arbeitskolben b1 tretende Frischdampf strömt durch Leitung 3, Höhlung K2 im Schieber s, Leitung 4, Aufnehmer A1 unter den Niederdruckkolben. Die Maschine läuft mit dem durch Frischdampf von unten beaufschlagten Niederdruckkolben b, sicher an.
  • Steht das Steuerorgan in der nicht gezeichneten linken Endlage und der Hochdruckkolben b, in seiner unteren, der Niederdruckkolben b. in seiner oberen Stellung, so strömt beim Öffnen des Anlaßventils AIT Frischdampf in die Leitung 2 und beaufschlagt den Hochdruckkolben b, von unten. Gleichzeitig tritt Frischdampf von Leitung 2 über das geöffnete Anlaßventil AIj, und beaufschlagt den Hochdruckkolben b, von oben durch die Leitung r. Weiter strömt der Frischdampf über Leitung 8, Höhlung K, im Schieber s, Leitung 5, Aufnehmer :1. in den Niederdruckzylinder über den in seiner oberen Endlage befindlichen Kolben b. und verschiebt ihn nach unten. Die .Maschine läuft unter dein Einfluß des auf die verhältnismäßig große Fläche des Niederdruckkolbens _ wirkenden Frischdampfdruckes sicher an.

Claims (1)

  1. PATEN T-ANSPRUcIi: Schieber steuerung für schwungt=adlose Dampfmaschinen mit langem Arbeitskolben, bei welchem die Bewegung des Steuerorgans ohne Zwischenschaltung einer Vorsteuerung durch vom Arbeitskolben überwachte Frischclampfzuführung und Entlüftung bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (s) durch einen ständig unter gleichem Druck stehenden kleineren Hilfskolben (d) und einen abwechselnd unter Frischdampfdruck und Atmosphärenpressung stehenden größeren Hilfskolben (D) bewegt wird, daß der Arbeitskolben (b) an beiden Enden je eine Vertiefung (e und f) aufweist, und daß die eine Vertiefung (e) die Frischdampfzufuhr nach dem größeren Hilfskolben (D) und die andere Vertiefung (f) die Entlüftung des durch den größeren Hilfskolben (D) begrenzten Raumes bewirkt.
DE1919332205D 1919-10-28 1919-10-28 Steuerung fuer schwungradlose Dampfmaschinen Expired DE332205C (de)

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