DE3306782C2 - Verfahren zur Behandlung von Stahlschmelzen - Google Patents
Verfahren zur Behandlung von StahlschmelzenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21C—PROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
- C21C7/00—Treating molten ferrous alloys, e.g. steel, not covered by groups C21C1/00 - C21C5/00
- C21C7/0037—Treating molten ferrous alloys, e.g. steel, not covered by groups C21C1/00 - C21C5/00 by injecting powdered material
- C21C7/0043—Treating molten ferrous alloys, e.g. steel, not covered by groups C21C1/00 - C21C5/00 by injecting powdered material into the falling stream of molten metal
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung von Stahlschmelzen, die in einem Gießgefäß desoxidiert und beruhigt und/oder legiert und/oder einer metallurgischen Nachbehandlung unterzogen werden. Um ein Verfahren zur Behandlung und zum Schutz einer Stahlschmelze außerhalb des eigentlichen Schmelzprozesses zu schaffen, das es erlaubt, den im Schmelzgefäß vorliegenden relativ niedrigen Stickstoffgehalt des Stahles bis zum Gießprozeß, auch bei Zwischenschaltung von pfannenmetallurgischen Maßnahmen, im wesentlichen beizubehalten, zumindest aber eine Aufstickung auf ein schädliches Maß zu vermeiden, wird vorgeschlagen, daß der in das Gießgefäß aus einem metallurgischen Schmelzofen einfließende Schmelzstrahl sowie die, nach beendetem Abstich, in dem Gießgefäß befindliche Schmelze während der metallurgischen Nachbehandlung mit einem feinkörnigen, bei Erwärmung Kohlendioxid abspaltenden Material umgeben bzw. ein solches Material in die Pfanne aufgegeben wird.
Description
Die Erfindung bezieht sich, ajji ein, Ve.r&hf!qn, zah; Behandlung
dlerten, und: beruhigten, und/pder, li^ieaen Scnrnplzen,
dlerten, und: beruhigten, und/pder, li^ieaen Scnrnplzen,
Es ist bekannt, Insbespndere. yom Tbomasyerüahflen, daß; Stahlschmelzen bei Kontakt mit l^u/t SMc.k$toBfi
aufnehrnen. Es ist ferner, bekannt, datt fun einige Stahlqualltatgn. ein, über« eia bestl.mrntfi«, Maß: tynaiisgshenlej;
Stlckstpffgehalt unerwünscht ist, insbesondere wegen der Nltritaushärtung. Diese Nitdtaushärtung hat man
bisher durch Zusatz stlckstpFfblndender Mittel, wie Vanadin, Aluminium oder Titan,, beseitigen können. Dieser
Effekt wird aber mit einer Minderung der Warmverformungseigenschaften und insbesondere bei hochfesten
Stahlen mit einer Verminderung der Schweißkraft erkauft.
Untersuchungen haben nun ergeben, daß bei modernen Sauerstoffblasverfahren zur Stahlherstellung bei Beendigung
des Blasprozesses Stickstoffgehalte In der Größenordnung von 20 bis. 30 ppm, also 0,0020 bis 0,0030%, Im
Mittel 25 ppm vorliegen. Beim Abstich der Schmelze aus dem Konverter wird die Schmelze durch, den Abstichstrahl der umgebenden tuft mit einer großen Oberfläche dargeboten. Neben einer Oxydation des Stahles. Ist
dieser Vorgang jedoch auch mit einer Aufstickung verbunden. Der Stickstoffgehalt kann hierbei auf Werte
zwischen 48 und 65 ppm. Im Mittel auf über 50 ppm steigen. Es wurde ferner gefunden, daß bei häufig sich
anschließenden metallurgischen Nachbehandlungen in der Pfanne» auch unter geschlossenem Pfannendeckel
und Abdecken der Schmelzenoberfläche mit Schlacke, eine weitere Aufstickung stattfindet, und zwar auf Werte
zwischen 55 und 70 ppm, Im Mittel 60 ppm. Unter metallurgischer Nachbehandlung wird jede Art von Pfannenmetallurgie,
wie z. B. Entschwefelungsbehandlung, Nachdesoxydation mit metallischen Erdalkalien oder auch
nur eine einfache Spülgasbehandlung zum Temperaturausgleich verstanden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Behandlung und zum Schutz einer Stahlschmelze
außerhalb des eigentlichen Schmelzprozesses zu schaffen, das es erlaubt, den Im Schmelzgefaß vorliegenden
relativ niedrigen Stickstoffgehalt des Stahles bis zum Gießprozeß, auch bei Zwischenschaltung von
pfannenmetallurgischen Maßnahmen, Im wesentlichen beizubehalten, zumindest aber eine Aufsiickung auf ein
schädliches Maß zu vermelden.
Diese Aufgabe wird gelöst durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung. Die Unteransprüche enthalten
weitere Maßnahmen der Ausgestaltung der Erfindung.
In einem Konverter liegt eine Schmelze von 225 t Gewicht nach dem Blasprozeß mit folgender Analyse und
Temperatur vor:
0,04% 0,21% 0,013% 0,021% 0,0021% 1662°
3780 kg Slllcomangan
275 kg Ferroslllzlum
275 kg Ferroslllzlum
sowie mit Aluminium legiert und desoxydiert. Gleichzeitig wird dem Schmelzenstrahl kontinuierlich während
der gesamten Laufzelt von 4 Minuten 1000 kg Kalksteinsand der Körnung kleiner 5 mm mittels einer mechanischen
Schüttvorrichtung dicht unterhalb der Abstichöffnung derart zugeführt, daß der Kalksteinsand den Gießstrahl
umgibt und mit diesem In die Pfanne gelangt. Nach beendetem Abstich weist die erste Pfannenprobe
folgende Werte aus:
0,09% 0,39% 1,37% 0,013% 0,013% 0,035% 0,0028% 1595° s
Die anschließende Entschwefelungsbehandlung, sowie die Feineinstellung der Stahlanalyse wird unter gleichzeitiger
kontinuierlicher Zugabe von Kalksteinsand während der gesamten aktiven Behandlungsdauer durchgeführt.
Die Zufuhrrate betragt 50 kg/Min. Ober Insgesamt 12 Minuten. Die Schmelze wird mit der nachfolgenden
Analyse an den Gießbetrieb abgegeben: io
Analyse an den Gießbetrieb abgegeben: io
0,10% 0,39% 1,48% 0,014% 0,0025% 0,041% 0,0029% 1562° is
Claims (3)
1. Verfahren zur Behandlung von Stahlschmelzen, di& in: eLnem Gjeßgefäß. desoxUM^rt uad: beruhigt
und/pdj?r legiert und/ode^ elger raej^&rgtec.tißn,. Nachb^haatüäflg uateczqgea werden, ufltet Ytcweodung:
S ypn, bei Erw,ärm:unr.. ^oWjendloxAdf afcgeJiejKleia Material·, d^d^ch, gejk.ffcn.n.ze.lglMNfeti,. daft de* In das
Gjeßgefäß aus einem, meta".ui£i!ic.hea Schmelzofen elnaießeaflfe Sfikrp^zeoslsahl tntt elfleofc feisfcönnigeiH
Kohlendioxid abspaltend^ Material uingeb^a w,ü&
2. Verfahren nach, Anspruch 1:, dadurch, gekennzeichnet, d&ß, dej;· SRhn).el.?ws>;rahl: mW. Hilfe eines inerten;
Gases, außer Stickstoff, tntt kacbonhaltigem 'Material mit eine* Korngröße kletae*; S mm u.osgebeo: *tlf4
ίο
3. Verfahren, nach Anspruch I und 2, dadurch gekeju^ejchneju'da& djis, Material· dsm, Schmelzeastrahl
dicht unterhalb der Ausgußöffnuns. kpntlnuJejclich Ober die. Abstichzeit zugeführt, wird.
Priority Applications (5)
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D2 | Grant after examination | ||
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8331 | Complete revocation |