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Vorrichtung zur Änderung der Wellenlänge. Gegenstand der Erfindung
ist eine weitere Ausbildung, der Vorrichtung zur Änderung der Wellenlnge nach Patent
30;7i3. In den Fällen nämlich, wo der mit der Schaltungsanordnung nach Abb. i des
Hauptpatentes erreichbare Wellenbereich nicht ausreicht, ist es nach vorliegender
Erfindung möglich, unter Anwendung eines an sich bekannten Prinzips, zur Wellenveränderung
eine -weitere stetige und el:enfalls ohne Benutzung eines Schalters ausführbare
Wellenverlängerung herbeizuführen.
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Gemäß dem Hauptpatent findet eine einfache Serienkombination von Variometer
und Kondensator Anwendung; befindet sich diese in ihrer Maximalwertstellung, so
ist eine weitere `Venenverlängerung nicht mehr möglich. Bekanntlich kann man jedoch
durch einen parallel zu einer Spule geschalteten Kondensator die scheinbare Induktiv
ität dieser Spule vergrößern. Da nun das Variometer in seiner Maximalwertstellung
praktisch wohl immer eine sehr große Selbstinduktion gegenüber der Eigenselbstinduktion
der Antenne darstellen -wird, so kann man gemäß vorliegendem Zusatzpatent zu dein
@-ariometer des Hauptpatentes (vgl. Abb. i der beiliegenden Zeichnung @'ariometer
2) einen Drehkondensator 8 parallel schalten, welcher so lange auf Null steht, bis
das Variometer 2 seinen größten Wert erreicht hat. Beginnt man nun mit einer Vergrößerung
dieser Kapazität 8, so kann man die Eigenschwingung der Antenne weiterhin, und zwar
vollständig stetig vergrößern, bis auch die Kapazität dieses Kondensators 8 voll
eingeschaltet ist. Abb. i der beiliegenden Zeichnung zeigt dies, und zwar ist durch
den punktiert eingezeichneten Pfeil die Maximalwertstellung dieses Parallelkondensators
8 dargestellt. Bei einer Verkleinerung der Wellenlänge wird dann wieder zunächst
die Kapazität des Antennenparallelkondensators 8 auf den Wert Null gebracht, dann
das Variometer 2 auf seinen kleinsten Wert verkleinert und schließlich der Serien=
kondensator 6 bis in seine Anfangsstellung verkleinert.
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Die Einrichtungen nach dem Haupt- und dem vorliegenden Zusatzpatent
gestatten ferner unter Einführung einer ganz kleinen Abänderung die Erreichung eines
technisch völlig neuen Effektes. Vergrößert man nämlich bei Wellenverlängerung zunächst
die Kapazität des Serienkondensators 6 und dann das Variometer 2, so steigt die
Wellenlänge stetig an. Verkleinert man nun -wieder zunächst die Selbstinduktion
2 und dann die Kapazität 6, so fällt die Wellenlänge stetig ah. Dies tritt auch
ein; -wenn man in umgekehrter Reihenfolge zunächst den Kondensator 6 unn dann erst
das Variometer 2 verkleinert. Wie man leicht einsieht; werden dann bei Verkleinerung
die gleichen Wellenlängen durch eine andere Kombination von Selbtsinduktion und
Kapazität erreicht, als (lies bei Vergrößerung der Fall -war. Mit anderen Worten,
die Eigendämpfung der Antenne kann fier dieselbe Wellenlänge bei Hin- und Rückgang
verschieden gemacht werden. Dasselbe gilt bezüglich der Kopplung mit .-weiteren
Kreisen. Man ist übrigens auch in der Lage, nicht nur zwei verschiedene Werte hei
Hin- und Rückgang zri erzielen, sondern beliebig viele Werte, indem man nach Belieben,
z. B. beim Rückgang, zunächst den Kondensator ehvas verkleinert und dann erst das
Variometer zu verkleinern beginnt oder auch beim Rückgang, z. B. Variometer und
Kondensator, gleichzeitig verkleinert. Wenn man: das gegenseitige Verhältnis einstellbar
macht, so kann unter Umständen eine besondere Regelung zur Kopplung -weiterer Kreise
entbehrlich werden, da die Kopplung zwischen Variometer und irgendwelchen in ihrem
Felde angeordneten festen Spulen entsprechend der gegenseitigen Induktion veränderlich
ist. Nach der Erfindung ist man nun in der Lage, dieselbe Wellenlänge in der Antenne
mit beliebig vielen verschiedenen Werten der Variometerselbstinduktion zu erzeugen-,
man ist daher auch in der Lage, dieselbe Wellenlänge bei ebenso zahlreichen verschiedenen
Kopplungen mit den im Variometerfelde angeordneten festen Kopplungsspulen zu erreichen.
Auf diese Weise werden besondere Einrichtungen zur Kopplungsänderung samt Bedienungsgriffen,
beweglichen Spulen usw. überflüssig. Die Bedienung der Apparatur gestaltet sich
äußerst einfach, da
man die Einrichtung leicht so treffen kann,
daß man z. B. beim Hingang, wenn man von der kleinsten Welle anfängt, das ganze
Wellengebiet in einer vollständig eindeutigen und daher eichbaren Weise durchläuft
und dann die Wellenlänge des Empfanges an der Eichung ablesen kann. Die Einrichtung
kann dann leicht weiterhin so getroffen werden, daß unter Veränderung des Verhältnisses
von Kapazität zu .Selbstinduktion bei gleichbleibender Wellenlänge (las Zusammenwirken
des Variometers mit dem V erkürzungs- oder Verlängerungskondensator oder mit beiden
nur die Kopplung mit dem gekoppelten Kreise ändert, während die resultierenden Größen
von Kapazität und Selbstinduktion in Bezug auf die Antenne ganz die gleichen bleiben.
Diese Einrichtung wird praktisch leicht ausführbar, wenn man dafür sorgt, daß das
Variometer und die Kondensatoren die Antennenwellenlänge bei - Drehung der Abstimmittel
uni gleiche Beträge in gleicher Weise ändern; dann kann man sie nämlich ohne weiteres
in jeder beliebigen Lage zwangläufig kuppeln und ohne weiteres eine Konstanz der
resultierenden Wellenlänge erzielen. Diese Kupplungen kann man, wie schon ausgeführt,
lösbar machen und dafür eine so geartete Reihenfolge der Vergrößerungen oder Verkleinerungen
einführen, daß auf Grund dieser Reihenfolge eine Eichung nach Wellenlängen erfolgen
kann.
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Abb. 2 zeigtschematisch ein Drehvarioineter. bestehend aus der äußeren
Spule i und einer inneren Kugelspule 2. Eine oder mehrere feste Spulen 3 sind mit
dem Variometer gekoppelt und dienen zum Anschluß weiterer Kreise, z. B. eines aperiodischen
Detektorkreises oder eines Sekundärkreises. Der Drehgriff 4. des Variometers verstellt
durch eine entsprechend ausgebildete Mitnehmervorrichtung 5 den schematisch angedeuteten
Drehkondensator 6, welcher die Antennenverkürzung bewirkt. Mittels Zahnsegmentes
7 wird dafür gesorgt,- daß der Antennenparallelkondensator 8 nur dann verstellt
wird, wenn (las Variometer seinen größten Wert erreicht hat. In der Anordnung nach
Abb. 2 mag beim Rechtsdrehen des Knopfes 4. zunächst der Serienkondensator 6, dann
das Variometer 2, dann endlich der Parallelkondensator 8 vergrößert werden. Beim
Linksdrehen kann zunächst durch eine federnde Sperrverzahnung. 9, an deren Stelle
auch andere kinematische Hilfsmittel, z. B. Hebelübertragungen, Kurvenscheiben o,.
dgl., treten können, dafür gesorgt werden, daß der Kondensator 8 zunächst auf seinem
größten Wert verbleibt und erst nach einigerVerkleinerung desVariometers 2 an derN-erkleinerung
teilnimmt. Durch Druck auf den Knopf 4 ist es andererseits leicht möglich, dafür
zu sorgen, daß die. Verkleinerung des Kondensators 6 in jedem beliebig wählbaren
Augenblick einsetzt. Sind die Veränderungsgesetze des Variometers und der Kondensatoren
bzw. ihre kinematische Abhängigkeit voneinander so gewählt, daß die elektrischen
Konstanten des Serien- und des Parallelkondensators bei Rückwärtsdrehung des Kilo-)fes
.4 ungeändert bleiben, so bleibt die Antennenwelle ungeändert, und nur die Kopphing
mit der Spule 3 wird geschwicht. Die in Abb. 2 gezeichnete Apparatur wirkt daher
so, daß man bei Linksdrehung unter Konstanthaltung der Abstimmung nur die Kopplung
ändert und daher leicht in der Lage ist, das Optimum der Lautstärke auszuprobieren.