DE3146066A1 - Potentiometrische elektrode - Google Patents
Potentiometrische elektrodeInfo
- Publication number
- DE3146066A1 DE3146066A1 DE19813146066 DE3146066A DE3146066A1 DE 3146066 A1 DE3146066 A1 DE 3146066A1 DE 19813146066 DE19813146066 DE 19813146066 DE 3146066 A DE3146066 A DE 3146066A DE 3146066 A1 DE3146066 A1 DE 3146066A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- electrode
- redox
- filling
- pair
- electrode according
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
- G01N27/00—Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means
- G01N27/26—Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating electrochemical variables; by using electrolysis or electrophoresis
- G01N27/28—Electrolytic cell components
- G01N27/30—Electrodes, e.g. test electrodes; Half-cells
- G01N27/36—Glass electrodes
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Electrochemistry (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Analytical Chemistry (AREA)
- Molecular Biology (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Immunology (AREA)
- Pathology (AREA)
- Hybrid Cells (AREA)
- Investigating Or Analyzing Materials By The Use Of Electric Means (AREA)
- Pens And Brushes (AREA)
Description
Registered Representatives
before the
European Patent Office
ORION RESEARCH PUERTO RICO, INC. PUERTO RICO
MöhlstraBe 37 D-6000 München 80
Tel.: 089/98 2085-67 Telex: 0529802 hnkl d
Telegramme: ellipsoid
211,351 /Dr. F/gs/to 20. November 1981
Potentiometrische Elektrode
3H6066
Potentiometerische Elektrode
Die Erfindung ist mit elektrochemischen Mess- und Nach-. weismethoden befaßt und betrifft insbesondere potentiometrische
Systeme für die selektive Erfassung' oder Bestimmung und Messung der Ionenaktivität in einer Lösung sowie
für derartige Systeme geeignete temperaturkompensierte Elektroden.
Eine ionenselektive potentiometrische bzw. Potentiometer-Elektrode
ist - allgemein gesagt - eine Halbzelle' mit einer ionenselektiven Membran, die mit mindestens einem
Teil ihrer einen Fläche in physikalische bzw. körperliche Berührung mit der Lösung gelangen kann, in welcher
die Aktivität der betreffenden lonenart erfaßt und/oder gemessen werden soll. Mindestens ein Abschnitt der anderen
Fläche der Membran ist leitend mit einer leitenden Zuleitung verbunden, die ihrerseits ah den Eingang eines
Hochimpedanz-Detektors oder -Elektrometers angeschlossen ist. Bei den Elektroden, auf die sich die Erfindung bezieht,
erfolgt die elektrische Ankopplung der Membran an die Zuleitung über eine interne Ionen-Lösung, die eine
festgelegte Konzentration oder Aktivität der interessierenden lonenart aufweist. Die Zuleitung steht mit der internen
Lösung typischerweise über eine Ag/AgCl- oder Kalomel-Bezugselektrode
in Verbindung, wodurch ein static
les, gut definiertes internes Kontaktpotential gewährleistet
ist. Wenn die Elektrode mit dem Probensystem in Berührung gebracht wird, erzeugt ein über die Membran
stattfindender Xonen-LadungsÜbergang ein elektrisches
Potential« Das System kann dadurch vervollständigt
9 · « fr n
den, daß dieselbe Probenlösung mit einer anderen Halbzelle
oder einer potentiometrischen Bezugselektrode, die ein festes Potential liefert," in Kontakt gebracht wird.
Die Summe der Potentiale der beiden Halbzellen kann dadurch bestimmt werden, daß die beiden Halbzellen miteinander
und mit einem Elektrometer in Reihe geschaltet werden.
Die Membranen solcher ionenselektiver potentiometrischer Elektroden bestehen aus entweder festen oder flüssigen
Ionenaustauschern oder neutralen Sequestrierungsmitteln; ihre Einsatzmöglichkeiten sind eben so vielfältig wie die
der bekannten Glasmembranen, die jeweils für z.B. N+, Na ,
K+ und dgl. selektiv sind, die von krystallinen, z.B. aus
LaF-, bestehenden Membranen, die für F~selektiv sind, sowie
von flüssigen Stoffen, wie Dodecylphosphorsäure, oder 'Antibiotika, etwa Trinactin, die in einer porösen, inerten,
.festen Matrix festgehalten werden.
' Entsprechend der bekannten Nernst' sehen Gleichung ist die
'■ . Beziehung zwischen dem mittels des Elektrometers gemessenen Potential E und der Aktivität A der interessie-
. renden Ionenarten üblicherweise über mehrere Größenordnungen
der Ionenaktivität (z.B.· von etwa 1M bis unter etwa .25 10""-3M für Pluoridionen, gemessen mit einer LaP-Elektrode)
logarithmisch - linear. Das Gefälle dieser
logarithmisch-linearen Beziehung ist durch den Nernst' sehen
Faktor gegeben und ändert sich daher temperaturabhängig. Theoretisch schneiden sich alle logarithmisch-linearen
^0 Kurven für verschiedene Temperaturen bei einer vorgegebenen
Elektrode in einem einzigen, als Isopotentialpunkt bezeichneten Punkt. Idealerweise sind, die handelsüblichen
. pH-Elektroden so ausgelegt, daß der Isopotentialpunkt dicht am pH-Wert 7 liegt; die.Temperaturkompensierschältungen
der handelsüblichen Geräte sind so ausgelegt, daß
* β * * «J
ft f. .
Ä ο * η
• 7 ·
dieser Umstand berücksichtigt wird.
In der Praxis verhalten sich jedoch Elektroden, ob ionenempfindliche Elektroden oder Bezugselektroden, nicht so„
wie theoi>-etisch vorherbestimmt; die verschiedenen Ansprecht-
oder Empfindlichkeitskurven tendieren zu einer Überschneidung innerhalb eines ziemlich weit gestreuten
Bereichs, anstatt sich in einem einzigen Punkt zu schneiden. Der Grund hierfür läßt sich anhand der Nernst'sehen
Gleichung für das Zellenpotential feststellen:
■ (-1) E = k + RT/f log (Ae + Probe)/(A "+ Int)
In dieser Gleichung bedeuten keine Konstante, RT/f den Nernst'sehen Paktor (normalerweise 59,16 mV bei 25°C),
,c (A„ + Probe) die Aktivität der interessierenden Ionenart
IDS'
in der Probenlösung und (A + Int) die Aktivität der in-
teressierenden Ionenart in der internen (eingefüllten) Lösung. Diese Abweichungen vom idealen"Verhalten sind auf
zwei Ursachen zurückzuführen; erstens auf die bis zum 2Q Erreichen des Temperaturgleichgewichtszustandes nötige
Zeit und zweitens auf die Nichtlinearität der Temperatur /EMK-Charakteristik bzw.-Kurve der Elektroden.
In Gleichung (1) steht der zweite Ausdruck RT/f log
.25 (As + Probe)/(A S + Int) für das Potential aufgrund der
ionenselektiven Membran. Der erste Ausdruck "k" steht für die Summe aller anderen Potentialquellen in der Zelle,
einschließlich des externen Bezugselektrodenpotentials, des internen'Bezugselektrodenpotentials., des Flüssigkeitsgrenzschichtpotentials
und der - thermischen Potentiale in mit den Bezugselement.en in Berührung stehenden
Lösungen» Theoretische Potential/Aktivitätskurven für ver=
.schiedene Temperaturen schneiden einander daher' nur dann in einem echten Isopotentialpunkt, wenn die Summe aller
im Ausdruck k enthaltenen Potentiale eine lineare Funkti-;·.
der Temperatur darstellt und der Ausdruck (A_ + Int) ten?-
peraturunver-■
änderlich ist. Diese Bedingungen werden jedoch von den bekannten Systemen eindeutig nicht erfüllt.
Bezüglich des Problems des Temperaturgleichgewichts(zustands)
ist folgendes zu sagen: enn ein eine Meßzelle bildendes potentiometrisches Elektrodenpaar bei einer
neuen Temperatur plötzlich in die Probenlösung getaucht wird, vergeht eine beträchtliche Zeit, bis alle Bauteile
der Elektroden diese neue Temperatur erreicht bzw. angenommen haben. Diese Zeitspanne Variiert mit der Elektrodenkonstruktion,
der Umgebungstemperatur und dem Temperaturgefälle. Bei einer typischen handelsüblichen pH-Elek-•
trodenkpmbination, die z.B. einer Temperaturveränderung von 100C bis 200C ausgesetzt ist, können beispielsweise
5 - 10 min verstreichen, bis die internen Temperaturgefälle
auf einige Zehntel Grad oder weniger gesunken sind. Während der bis zum Erreichen des Temperatürgleichgewichtszustands
erforderlichen Zeitspanne drifted das · gemessene Potential. Dieses Problem verstärkt sich noch
aufgrund der Verwendung der Bezugelektroden sowohl für externe Bezugseinheit als auch in der ionenselektiven
Elektrode, wobei beide Bezugelektroden die Sättigung eines kaum löslichen Salzes (z.B. Ag/AgCl) erfordern. Derartige
Bezugselektroden besitzen eine "Temperaturhyste-•■25
rese", weil aufgrund der niedrigen Lösungs- und Ausfällgeschwindigkeiten des schlecht oder schwer löslichen
Salzes neben der für die Einstellung der neuen Temperatur erforderlichen Zeit, eine beträchtliche Zeit bis zum Erreichen
eines chemischen Gleichgewichtszustands vergeht. Die langsame Einstellung des chemischen Gleichgewichts
bei Temperatur^-änderung ist der die Elektrodendrift beeinflussende
Hauptfaktor der die Meßgenauigkeit und die Notwendigkeit für" häufige Nacheichung oder Nachstandardisierung
bestimmt.
·
·
Wenn man lange genug abwartet (in manchen Fällen stun-
3 U6066
den- oder tagelang), könnten sich bei den bekannter. "-.an*
delsüblichen Elektroden der chemische Gleichgewichtszustand und der Temperaturgleichsgewichtszustand einstellen,
worauf reproduzierbare, zuverlässige Daten gewon-
5· nen werden könnten; diese Bedingungen sind jedoch für
Echtzeitmessungen oder Verfahrensregelungen eindeutig praxisfremd.
Gemäß der US-PS 3 445.563 wurde die Vorteilhaftigkeit
einer Elektrodenanordnung erkannt, bei welcher sich alle Isothermen am gleichen Punkt schneiden, vorzugsweise im
Bereich des pH-Werts 7 und beim elektrischen Null-Wert des Zellenpotentials. Zu diesem Zweck lehrt diese US-PS,
dem internen Elektrolyten der Anordnung einen Puffer aus einem Lösungsmittel, wie Wasser, Glycerin o. dgl.,
einer ein- oder mehrbasischen Säure, wie p-Nitrophehol,
einer ein- oder· mehrsäurigen Base, wie Morpholin, und
einem Lieferanten für mindestens eine der Ionenarten, die das Potential der internen, mit dem Puffer in Berührung
stehenden Bezugselektrode bestimmen, hinzufügen. Die interne Bezugselektrode gemäß dieser US-PS besteht
aus einer üblichen Metall/Metallsalz-Elektrode, etwa einer
Ag/AgCl- oder Hg/Hg^Clg-Elektrode.' ·
,25 Der Erfindung liegt damit insbesondere die Aufgabe zugrunde,
ein potentiometrisches System zur Bestimmung von Ionen in Lösungen anzugeben, wobei bei diesem System die
Elektroden selbst temperaturkompensiert sein sollen. Speziell
bezweckt die Erfindung die Schaffung einer für die Bestimmung von Ionen in Lösungen einsetzbaren potentiometrischen
Elektrode, bei welcher der thermische und der chemische Gleichsgewichtszustand wesentlich schneller
erreicht werden könne als dies bei den bisher gebräuchlichen Elektroden dieses Typs möglich ist. Diese potentiometrische
Elektrode soll dabei über einen weiten Ein-
satz- und Temperaturbereich eine Ionenaktivitäts(ansprech.}-
empfindlichkeit gewährleisten, die im wesentlichen temperaturunempfindlich ist. Diese Eelktrode soll zudem vom
Hersteller eichbar und bei elektrometrischen Vorrichtungen einsetzbar sein, die keiner Temperaturkompensierschal
tungen bedürfen. Weiterhin soll diese Elektrode ein schnelles und stabiles Ansprechverhalten auch bei
Werten im Submillivoltbereich über lange Zeit hinweg
zeigen. Insgesamt soll also eine praktisch temperaturunempfindliche bzw. -unabhängige potentiometrische Membranelektrode
geschaffen werden, die einen einfachen Aufbau besitzt und kostensparend herstellbar ist.
Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den in· den
beigefügten Patentansprüchen gekennzeichneten Merkmalen.
Im folgenden sind bevorzugte Ausführutigsformen der Erfindung
anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
20
20
Fig". 1 einen schematischen Querschnitt durch eine elektrochemische
Meßzelle mit Merkmalen nach der Erfindung, ·
.25 pig, 2 einen schematischen Längsschnitt längs der Linie
2-2 der Meßzelle von Fig. 1,
Fig. 3 eine idealisierte graphische. Darstellung der Sp%i-
. nung/ Zeitkurve in Abhängigkeit von Temperatur- SQ änderungen bei einer typischen bekannten Membranelektrode,
Fig. 4 eine graphische Darstellung der Zeit/Spannungskurve
bei beträchtlichen Temperaturänderungen für die Meßzelle gemäß der Erfindung,
Fig. 5 eine graphische Darstellung der Temperaturkoeffizientenkurven
für eine Reihe von Konzentrationen
11
' und Verhältnissen bei einem bestimmten Re..czpaar,
' und Verhältnissen bei einem bestimmten Re..czpaar,
Fig. 6 eine graphische Darstellung der Temperatur/Spannungskurve
(n) für aufeinander abgestimmte Kombinationen Puffer/Redoxpaar.
Fig. 7 eine graphische Darstellung der pH-Wert/Temperaturabhängigkeit
zur Veranschaulichung der Variation bei einer bekannten· Standardlösung und der
entsprechenden Ansprechkurve sowohl für eine
Elektrodenanordnung nach der Erfindung als auch für eine bekannte Elektrodenanordnung, und
Fig. 8 eine graphische Darstellung des Temperaturkoeffizienten
für ein Redoxpaar mit niedrigem·Austausch
strom in Kombination mit einem Austauschstromverstärker.
• Die Erfindung betrifft allgemein eine verbesserte potentiometrisehe
Elektrode für eine externe, eine interessierende Ionenart enthaltende Probeiösung, wobei die
Elektrode ein Gehäuse mit einer inneren Elektrolytfüllung
aufweist, die elektrisch an eine· Zuleitung für den externen Anschluß der Elektrode an z.B. ein Elektro-.26
meter angeschlossen ist. Der vorzugsweise mit der Pro-• benlösung nicht reagierende Elektrolyt enthält erfindungsgemäß
ein thermodynamisch reversibles Redoxpaar mit großem Austauschstrom. Die Zuleitung besteht aus
einem elektrisch leitenden Werkstoff, der unmittelbar in körperlicher Berührung mit dem Elektrolyten steht
und diesem gegenüber praktisch chemisch inert ist. Der im vorliegenden Fall benutzte Ausdruck "potentiometrische
Elektrode" soll sich auf alle für elektrochemische Messungen eingesetzten Elektroden des betreffenden Typs
beziehen und schließt insbesondere sowohl ionenempfindliche (auf Ionen ansprechende) Elektroden als auch Be-
3U6066
' zugselektroden ein. Der Ausdruck "Redoxpaar" bezieht
sich auf einen Elektrolyten, der sowohl oxidierte als
auch reduzierte Stufen auf Grund verschiedener Wertigkeitsstufen eines gegebenen Elements oder einer Kombination
von Elementen enthält, wobei diese Stufen thermodynamisch
reversibel sind, d.h. jede Stufe ist ausgehend von irgendeiner Gleichgewichtsgröße durch eine unendlich
■ kleine Änderung des Potentials in die andere Stufe umwandelbar. Hierbei erhält ein mit dem Elektrolyten in
Kontakt befindliches inertes Metall in Abhängigkeit vom Verhältnis der beiden vorhandenen Stufen ein bestimmtes,
definiertes und reproduzierbares Potential.
Die Fig. 1 und 2 veranschaulichen eine potentiometrische
Elektrodenanordnung 20 gemäß der Erfindung. Diese Anordnung 20 umfaßt eine spezielle Halbzelle 21 mit einem
ersten Gehäuse ·(enclosure means) in Form eines länglichen, rohrförmigen, hohlen Behälters 22, der .typischerweise
aus einem für Flüssigkeit' undurchlässigen, im wesentlichen steifen bzw. starren, elektrisch isolierenden
Werkstoff besteht, z.B. aus einem der bekannten hochmolekularen Polymerisate, Glas o. dgl., und der für den in
' ihm anzuordnenden, noch näher zu beschreibenden Elektrolyten im wesentlichen chemisch inert ist.
.25
Das Ende des Behälters 22 ist mit einer Membran verschlossen, die typischerweise die Form einer Blase 24
aus einem ionenempfindlichen (auf Ionen ansprechenden) Werkstoff besitzt. Zum Zweck der Beschreibung der Ausführungsform
nach Fig. 1 und 2 wird die Blase 24 als- pH-Membran
angesprochen, ersichtlicherweise kann sie jedoch aus verschiedenen an sich bekannten Werkstoffen bestehen,
die jeweils für eine bestimmte Ionenart empfindlich sind. Bevorzugte Abmessungen sowie Form und Festigkeit
der Blase 24 sind für den Fachmann offensichtlich und
3U6066
hängen selbstverständlich von der Art des jeweilig-..
Werkstoffes ab, aus dem die Membran hergestellt ist. Die Abdichtimg bzw. Verschweißung der Membran mit dem Ende
des Behälters 22 hängt ebenfalls vom jeweiligen Werkstoff und von den dafür angewandten, an sich bekannten
Verfahren ab.
Potentiometrische Elektroden dieser Art enthalten, wie an sich bekannt, typischerweise eine ionenleitfähige innere
Füllung bzw. einen Elektrolyten, der an eine externe Zuleitung elektrisch angeschlossen ist. Die Elektrodenanordnung
20 enthält z.B. im Behälter 22 eine Masse eines Elektrolyten 26 aus z.B. einem Phosphatpuffer (z.B.
einer Lösung mit 0,05M NaH2PO^ und 0,05M Na2HPOj1) zur
Festlegung der Aktivität der Wasserstoffionen d.h. des. pH-Wertes, und einem bestimmten, noch näher zu beschreibenden Redoxpaar. Der Elektrolyt kann selbstverständlich
(auch) eine echte Ionen-Lösung oder aber ein Gel, ein Sol ο. dgl. sein. Der Elektrolyt 26 steht mit mindestens
einem Ende der Zuleitung 28 in unmittelbarer körperlicher (physikalischer) und ele ktrischer Berührung.
Die Kombination aus dem Elektrolyten 26 und der Zuleitung (Leiter) 28 dient in an sich bekannter Weise zum
,25 elektrischen Anschluß der Elektrode nach außen hin bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung stabiler interner Potentiale,
die von den verschiedenen Anschlüssen bzw. Übergängen zwischen den verschiedenen, einander in der
Elektrodenkonstruktion kontaktierenden Materialien herrühren. Die vorstehend beschriebene .Elektrodenanordnung
ist ein typisches Beispiel für eine bekannte ionenemp. findliche Elektrode, jedoch mit Ausnahme des hinzugefügten
RedoXpaars. Im Gegensatz zu den bekannten pH-Elektodenanordnungen
ist die mit der Füllung (Elektrolyt) 26 in Berührung stehende Zuleitung 28 jedoch keine
interne Standard-Bezugselektrode, wie die übliche Ag/-
V * 0*
AgCl-Elektrode, sondern vielmehr ein Element aus einem
Werkstoff, der eine hohe elektrische Leitfähigkeit besitzt und für den Elektrolyten 26 chemisch inert ist. In
bevorzugter Ausführungsform besteht die Zuleitung 28 einfach aus .einem Platindraht.
Der erfindungsgemäß verwendete Elektrolyt·26 enthält notwendigerweise
ein Redoxpaar mit einem vergleichsweise großen Austauschstrom, nämlich von etwa 1 χ 10 A/cm
oder mehr. Der Austauschstrom ist bekanntlich eine kinetische Eigenschaft von Redoxpaaren; er bildet ein Maß für die
.Reversibilität der reversiblen Reaktion des"Redoxpaars.
Typische, für die Erfindung brauchbare Redoxpaare sind
folgende:
2e~ + I * <===>
51"
e" + Fe(CN)6"5 Φ==>
Fe(CN)6
2e" + Br2 <===^ 2Br"
Bekanntlich erzeigt ein praktisch inertes, elektrisch
leitendes Material, wie Platin o. dgl. Edelmetall, in ■Kontakt mit einer sowohl die oxidierte als auch die reduzierte
Form des Redoxpaars enthaltenen Lösung ein gegebenes und reproduzierbares Kontaktpotentiäl Bei einer
Temperaturänderung der Lösung erfährt der Gleichgewichtszu-
stand zwischen den reduzierten und oxidierten Formen des
Redoxpaars eine schnelle Verschiebung unter Erzeugung,
eines neuen Potentials, das gleichzeitig mit dem Erreichen eines neuen Gleichgewichtszustandes eine gegebene reproduzierbare
Größe annimmt. Da kein Werkstoff der Zuleitung 30
. aufgelöst oder ausgefällt zu" werden braucht, erfolgt die
Änderung der Potentialgröße sehr schnell,· nämlich innerhalb von Sekunden oder weniger. Vorzugsweise besitzt die
Redoxiösung einen sehr niedrigen Redoxpotential (tempera-
turkoeffizienten, so daß hierdurch das Problem des 35
langsamen Übergangs auf den Temperaturgleichgewichtszustand überwunden wird. Ein Beispiel für eine brauchbare
3U6065
ses Polymerisat ο. dgl. gebildet sein. Der Anschluß 32
soll eine freie Diffusionsstrecke für einen Strömungsmittelfluß
zwischen Innen- und Außenseite des' Behälters 30 bilden. Im Inneren des Behälters 30 ist eine ionenleitende
Füllung bzw. ein Elektrolyt 34 vorgesehen, der typischerweise aus einer beliebigen Vielzahl geeigneter
Füllösungen, wie 3,5M KCl, bestehen kann, die zur Bildung
einer Ionenquelle zwecks Gewährleistung von .Leit-'fähigkeit
vorgesehen ist und die notwendigerweise ein ausgewähltes, thermodynamisch .reversibles Redoxpaar mit
dem erforderlichen Austauschstrom enthält. Vorzugsweise ist dieses Redoxpaar dasselbe wie im Elektrolyten 26. Da
die Halbzelle 29 lediglich eine Bezugselektrode darstellt,
ist im Elektrolyten kein Puffer erforderlich.
Schließlich enthält die Halbzelle 29 eine elektrisch
leitfähige, gegenüber dem Elektrolyten 34 chemisch inerte
Zuleitung (Leiter) in Form eine Pülatindrahts 36, der
mit dem Elektrolyten 34 in physikalischer bzw. körperlicher
Berührung steht.
Die beiden Halbzellen 21 und 29 können zweckmäßig zu einer
einstückigen Konstruktion zusammengefaßt werden, obgleich dies für die Erfindungszwecke' nicht nötig ist. Ge-,25
maß den Fig. 1 und 2 ist zu diesem Zweck ein drittes Gehäuse
38 vorgesehen, das die Behälter 22 und 30 umschließt
und das vorzugsweise gegen den Behälter 22 umfangsmäßig um diesen herum abgedichtet bzw. verschweißt ist, und
zwar unmittelbar oberhalb der Verbindung zwischen Behälter
22 und Membran 24. Das Gehäuse 38 ist vorzugsweise ebenfalls mit einem Elektrolyten 4o.,z.B. einer 3,5M KCl-Lösung,der
mit dem Elektrolyten verträglich ist und von dem über den Anschluß 32 eine Diffusion zum Elektrolyten
34 stattfinden kann, gefüllt. Zur Vervollständigung der Zelle und zur Herstellung einer ionenleitenden Strecke
zwischen der Halbzelle 29 und einer mit der Außenseite
der Blase 24 in Berührung befindlichen Probenlösung ist
eine zweite Brücke bzw. ein verengter Strömungsanschluß 42 in Form einer winzigen Perforation bzw. öffnung in "
der einen Wand des Gehäuses 38, vorzugsweise dicht neben
der Membran 24 vorgesehen.
Zur Verdeutlichung der Unterschiede zwischen der Erfindung und dem Stand der Technik wurde eine typische bisherige,
handelsübliche pH-Elektrodenkombination (Modell 9I-02
der Gebrüder Moeller Glasbläserei, Zürich, Schweiz) in zwei Anteilen einer auf einen pH-Wert von 4,01 gepufferten
Probenlösung untersucht. Die eine Lösung wurde dabei zunächst auf eine Temperatur von 8o°C gebrächt, während
die andere Lösung auf etwa 26,4°C gehalten wurde. Diese
bisherige Elektrodenkombination wurde zyklisch (periodisch) zwischen den beiden Proben hin- und hergeführt
und zwar mit möglichst kurzer Zeitspanne zwischen dem Herausnehmen aus der einen Lösung und dem Eintauchen in
die andere. Die Elektrodenanordnung wurde in einer vorgegebenen Probe belassen, bis der an einem handelüblichen
Elektrometer mit hoher Eingangsimpedanz abgelesene Ausgangswert
eine reproduzierbare Anzeige lieferte. Gemäß Fig. 3 benötigte die bekannte Elektrodenanordnung bei
b.eiden Temperaturen Zeitspannen von etwa 1-2 min bis • 25 zur Lieferung einer praktisch wiederholbaren Spannung
(mV). Es waren geringfügige Änderungen der Folgetempera-. türen der Probenlösungen, anscheinend aufgrund des Wärmeübergangs
zwischen den Proben und der Elektrodenanordnung, zu beobachten.
Es wurde eine erfindungsgemäße Elektrodenanordnung mit
einer pH-empfindlichen Membran·und einem eingefüllten ■ Elektrolyten aus einer Phosphatpufferlösung mit einem
tTodid/Trijodid-Redoxpaar hergestellt. Diese Elektrode .
wurde denselben Prüfvorgängen wie die bekannte Elektrodenanordnung unterworfen. Bei der periodischen Umsetzung
zwischen Proben mit Temperaturen von 25°C und 8o°C wur-
3 U6066
den gemäß Fig. 4 in Zeitspannen von weniger als e*->~
30 s reproduzierbare Potentiale erreicht, wodurch die praktisch vollständige Temperaturunabhängigkeit (der erfindungsgemäßen
Elektrode) belegt wird.
Die Mitverwendung des Redoxpaars und einer chemisch inerten Zuleitung bei dem internen bzw. eingefüllten Elektrolyten
und die erfindungsgemäße Ankopplung gewährleisten ein schnelleres Ansprechen auf Temperaturänderungen als
die bekannte Anordnung; von besonderem Interesse für die Erfindung ist auch die Art des Redoxpaar-Temperaturkoeffizienten,
d.h. die Änderung des Kontaktpotentials mit der Metall-Zuleitung aufgrund von Gleichgewichtszustandsverschiebungen in Abhängigkeit von der Umgebungstempera-
tür. Beispielsweise wurde der Temperaturkoeffizient eines
typischen Redoxpaars mit erforderlich großem Austauschstrom, z.B. Jodid/Trijodid, für mehrere unterschiedliche
TrJLjodidjJodid-Verhältnisse bei einer Anzahl verschiedener
Konzentrationen der oxidierten und reduzierten Stufen bestimmt. Die verschiedenen Kurven gemäß Fig. 5, in denen
das Kontaktpotential (mV) für einen Platindraht in erweitertem Maßstab gegen die Temperatur (in 0C) aufgetragen ist,,
wurden experimentell für verschiedene Werte und Verhältnisse von Jodid und Trijodid in einem Jodid/Trijodid-Paar gemäß
folgender Tabelle bestimmt;
Tabelle
Kurve Molkonzentration Molkonzentration Verhältnis
A 2,84 ■ 1,835 x 10"^ 8,0 χ 10"H
B 2,84 8,25 x 10"3 3,6 * 10"4
C 2,84 . 4,58 χ 10"5 2,0 χ 10"*
D 2,84 1,0 χ 10""5 4,37x 10"5
"
:"; -:- -ε -;;- -: 3U6066
• - ζ :
Eine andere Kurve (E) wurde für eine Jodidkonzentration
von 5,68m und eine Trijodidjconzentration .von j5,67 χ 10
M,■entsprechend einem Verhältnis von 2 χ 10" , ermittelt,
Diese Kurve zeigt, daß der Temperaturkoeffizient nicht
ausschließlich eine Funktion des Verhältnisses, sondern auch von der Konzentration abhängig ist. Aus den Kurven
von Fig. 5 geht hervor, daß Gefälle (steilheit), Form
und Symmetrie des Temperaturkoeffizienten um einen bei
ungefähr 250C liegenden Isopotentialpunkt für ein Redox-.paar
herum entsprechend der Konzentration der Stufen des Redoxpaars und ihrem Verhältnis zueinander gewählt werden
kann. Dieser Umstand erlangt Bedeutung, wenn man bedenkt, daß der in die pH-Elektrode bzw. Halbzelle 21
eingefüllte Elektrolyt ein Gemisch aus dem Redoxpaar und einem Puffer zum Festelegen der internen Aktivität des
interessierenden Ions, d.h. im vorliegenden Fall von H+'
enthält.
.25
.25
Gemäß Fig. 6 besitzt ein Puffer, wie der in der Halbzelle 21 vorgesehene Phosphatpuffer, selbst einen Temperaturkoeffizienten,
der im wesentlichen eine aufwärts konkave Kurve zweiten Grades darstellt, wenn er mit einer
die Temperaturwerte (von links ansteigend) angebenden Abszisse und einer das Potential oder di-e pH-Werte (von
unten nach oben ansteigend)angebenden Ordinate graphisch dargestellt wird. Die Temperaturkoeffizientenkurve für
einen typischen Puffer ist in Fig. 6 durch die Kurve A veranschaulicht. In derselben Darstellung zeigt ersichtlicherweise
ein ausgewähltes Redoxpaar eine Temperaturkoeffizientenkurve (Kurve B), die nach unten konkav ist,
3H6G6G
so daß die beiden Temperaturkoeffizienten somit im %a~
sentlichen umgekehrt (invers) aufeinander bezogen sind. Es kann somit ein Elektrolyt 24 für eine pH- o. dgl.
ionenempfindliche Elektrode unter Verwendung eines Puffers zur internen Festlegung des Aktivitätspegels des
interessierenden Ions bereitgestellt werden, so daß die beiden Temperaturkoeffizienten einander etwa aufheben
und die Elektrode somit praktisch temperaturunabhängig oder -unveränderbar wird.
Die Wirkung der praktisch umgekehrten oder inversen Anpassung der Temperaturkoeffizienten von Redoxpaar und
Puffer in einer ionenempfindlichen (auf Ionen ansprechenden)
Elektrode läßt sich besonders deutlich durch Prüfung einer solchen Elektrode gegen eine Proben lösung
darstellen. Beispielsweise wurde eine Probenlösung aus einem standardisierten Phosphatpuffer zubereitet, deren
tatsächlicher, veröffentlichter Temperaturkoeffizient ■ durch Kurve A in Pig. 7 wiedergegeben ist. Der/pH-Wert
dieser Probenlösung wurde bei zahlreichen .Temperaturen im Bereich zwischen etwa 5° und 900C mittels der vorher
erwähnten, handelsüblichen pH-Elektrodenanordnung bestimmt. Die so ermittelte, auf einem handelsüblichen pH-Meßgerät
abgelesene Kurve der pH-Messungen ist als Kurve B in Fig. 7 dargestellt. Auffällig ist dabei nicht nur
die mangelnde Übereinstimmung zwischen den Kurven A und B, sondern es stellte sich bei anschließenden Wiederholungen
auch heraus, daß die Kurve B nicht sehr gut reproduzierbar war. Unter Verwendung einer erfindungsgemäßen
pH-Elektrodenanordnung, bei welcher der in die Halbzelle
21 eingefüllte Elektrolyt 24 ein Gemisch aus Puffer und Redoxpaar mit praktisch inversen Temperaturkoeffizienten
ist, wurde andererseits die Kurve C erhalten, die sich bei mehreren Wiederholungen als in höchstem Maße
reproduzierbar erwies. Die Koinzidenz der Kurven A und C
veranschaulicht den ganz erheblichen Unterschied zwischen
20
den Temperatureinflüssen auf bekannte Elektroden und
den Temperatureinflüssen auf bekannte Elektroden und
der mit den er£±ndungsgemäßen Elektroden erzielten, praktisch
vollständigen Temperaturunabhängigkeit.
Die Art der Kompensationskurve, d.ie durch Hinzufügung
des gewünschten Redoxpaars zu dem in eine Elektrode eingefüllten Elektrolyten erhalten wird, ist nicht notwendigerweise
auf die Kurven beschränkt, die mittels thermodynamisch reversibler Redoxpaare mit hohen Austauschströmen
erhalten werden. Es hat sich überraschend herausgestellt, daß brauchbare und reproduzierbare ΔΕ/ϋΤ-Kurven
auch unter Verwendung von Redoxpaaren erhalten werden können, die nicht notwendigerweise elektrochemisch
reversibel sind, d.h. die einen so niedrigen Austausch-
* ^ strom besitzen, daß sich eine angestrebte Messung ihrer
Temperatur/Potentialkoeffizienten gewöhnlich nicht durchführen läßt, weil die gemessenen Potentiale unvorherbestimmbar
und nicht reproduzierbar sind. Hierdurch vergrößert sich die Zahl der für die Erfindungszwecke brauchbaren
Redoxpaare, so daß der Bereich der für Kompensationszwecke verfügbaren Potentiale und (Kurven- )^Jiefalle beträchtlich
erweitert wird. Derartige Redoxpaare mit nie-■ drigem Austauschstrom können jedoch nur in Verbindung
mit einem einen hohen Austauschstrom liefernden, thermo-
' . dynamisch reversiblen, chemisch verträglichen Redoxpaar und unter den folgenden Bedingungen eingesetzt werden:
Die beiden Redoxpaare müssen in einer gemeinsamen Lösung
innig miteinander vermischt sein (das den großen Aus-30
. · tauschstrom liefernde Paar wird dabei aus noch zu erläuternden Gründen als Verstärkerpaar bezeichnet, während
das den niedrigen Austauschstrom liefernde Paar als Hauptpaar bezeichnet wird ), in welcher die relative Konzentration
der Paare so festgelegt ist, daß die Konzentnation des Hauptpaars um eine Größenordnung oder mehr höher
314606G
ist als diejenige des Verstärkerpaars. Die beiden Paare werden so gewählt, daß das Haupt-Paar in einer Redoxreaktion
mit dem Verstärkerpaar reversibel reagiert.
Beispielsweise kann als Hauptpaar das folgende Chlor/ Chlorid-Paar verwendet werden:
• 2e~ + Cl2 «===* 2Cl" ■· ■
Dieses Paar besitzt charakteristisch einen so kleinen
Austauschstrom, daß dieser üblicherweise nicht zuverläs-10
sig meßbar ist.
Ein den oben genannten Anforderungen genügendes, zweckmäßiges
Verstärkerpaar ist z.B. das nachstehend definierte, übliche Jod/Jodid-Paar:
15
15
2e" + I2 <===» 21"
Diese beiden Paare reagieren schnell und reversibel wie folgt miteinander:
21" + Cl2 4?=^ 2Cl" + I2
Im Gleichgewichtszustand sind die relativen Konzentrationen von Cl2 und Cl" im wesentlichen unverändert, weil,
wie erwähnt, eine erforderliche Bedingung.folgende ist:
Σ(ΙΡ + I") ^S(Cl + Cl")
,25 d d
Obgleich das Verstärkerpaar in vergleichsweise kleiner Konzentration vorhanden ist, sorgt es für einen Austauschstrom,
der die gewünschten Messungen von. AE/AT in bezug auf die kombinierte Lösung ermöglicht; aufgrund des vorhendenen,
relativ großen Anteils an dem Hauptpaar werden jedoch die Werte oder Größen von E durch dieses und nicht
durch das Verstärkerpaar bestimmt. Der Einfluß des Hauptpaars überdeckt den Einfluß des Verstärkerpaars auf das
festgelegte Potential.
Zur Veranschaulichung des Verhaltens des Doppelpaarsy
stems wurde eine Lösung zubereitet, die 0s1M HCl als Lie-
ferant von Chloridionen, zusätzlich 25 ppm Cl„ als NaOCl
und eine geringe Menge an Verstärkerpaar in Form von
-H-
10 M Ip enthielt. Die Lösung wurde in zwei Teile aufgeteilt
und in zwei entsprechende Becher eingefüllt, von denen der eine auf 250C gehalten wurde, während die Temperatur
des anderen Bechers variiert wurde. In jeden Becher wurden Platinelektroden eingeführt und als die jeweili-.
gen. Eingänge mit einem Elektrometer verbunden. Die Inhalte der beiden Becher wurden dabei durch eine SalzbrÜkke
in Form einer mit der Lösung gefüllten Röhre verbunden. Die Temperatur des zweiten Bechers wurde sodann fortschreitend
von einem niedrigen Wert von etwa 5°C auf einen hohen Wert von etwa 75°C geändert. Die resultierenden
Potentiale, als Funktion der Temperatur, sind in der graphischen Darstellung von Fig. 7 veranschaulicht; hierdurch
wird aufgezeigt, daß bei Verwendung eines Verstär- ·. kerpaars ein reproduzierbarer ΔΕ/^T-Wert auch mit Paaren
oder Paarungen erhalten werden kann, deren Austauschströme normalerweise für eine solche Messung ungenügend sind*
20
Leerseite
Claims (1)
- χ "' 314606bPATENTANSPRÜCHE;. 1.JPotentiometrische Elektrode mit einem Gehäuse (22), ^-^ das eine intern ionenleitende Füllung (26) enthält, welche die Elektrode (20) elektrisch an eine Zuleitung bzw. einen Leiter (28) für den externen Anschluß der Elektrode ankoppelt, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllung (26) ein erstes Redoxpaar mit einem großen Austauschstrom enthält und daß die Zuleitung (28) aus einem elektrisch leitenden Werkstoff in unmittelbarer körperlicher Berührung mit der Füllung (26) steht und dieser gegenüber chemisch inert ist.2. Elektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (22) eine Einrichtung (42) zur Her-^® Stellung eines Flüssigkeitsanschlusses oder -Übergangs zwischen der Füllung und einer externen Probenlösung aufweist.3. Elektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,^5 daß sie eine ionenempfindliche (auf Ionen ansprechen» de) Membran (24) aufweist, welche an mindestens einem Teil ihrer einen Fläche mit der Füllung und an mindestens einem Teil ihrer anderen Fläche mit derProbenlösung in Berührung steht. SO " ■4. Elektrode nach Anspruch 3$ dadurch gekennzeichnet a daß die Membran (24) aus einem pH-empfindlichen Glas besteht.Elektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet.*: daß das Redoxpaar einen kleinen Temperaturkoeffisi-β β · «3U6066enten des Redoxpotentials besitzt.6. Elektrode nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichent, daß das Redoxpaar aus einem Trijodid^Jodid-Paar (2e" + I" <*==* 31") besteht.7. Elektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllung einen Puffer für die interessierende Ionenart enthält.8. Elektrode nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,daß der Temperaturkoeffizient der Ionenaktivität des Puffers im wesentlichen eine umgekehrte'bzw. inverse Funktion des des Redoxpotential (temperaturkoeffizien-' ten) des Redoxpaars ist.9. Elektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,daß das Redoxpaar einen Austauschstrom besitzt, der 20wesentlich größer ist als 1 χ 10" - A/cm «10. Elektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuleitung aus einem Edelmetall hergestellt ist.11, Elektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, ■ , daß die Füllung ein zweites Redoxpaar mit einem Austauschstrom enthält, der zu klein ist, um normalerweise eine im wesentlichen reproduzierbare Messung einer Änderung des Redoxpotentials des zweiten Re- · doxpaars in Abhängigkeit von Temperaturänderungen zu erlauben, und daß das zweite Redoxpaar mit dem ersten Redoxpaar eine Redoxreaktion einzugehen ver- ~)mag und in einer Konzentration vorliegt, die um etwa eine Größenordnung oder mehr größer ist als die Konzentration des ersten Paars.3H606612. Elektrode nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,, daß das erste Redoxpaar ein Jod/Jodidpaar und das zweite Redoxpaar ein Chlor/Chlorid-Paar ist.15· Potentiometrische (Meß-) Zelle mit zwei potentiometrischen Elektroden zur Lieferung einer Meßgröße für die Aktivität von interessierenden Ionenarten in einer Probenlöäung auf einemElektrometer, ■ wobei die beiden Elektroden jeweils ein Gehäuse aufweisen, das jeweils eine interne Lösungsfüllung zur elektrischen Ankopplung der betreffenden Elektrode an eine zugeordnete, mit dem Elektrometer verbindbare Elektrode enthält, dadurch gekennzeichnet, daß jede Lösungsfüllung ein entsprechendes (zugeordnetes) Redoxpaar mit einem großen .Austauschstrom enthält und daß jede Zuleitung einen aus einem elektrisch leitenden Werkstoff geformten Abschnitt aufweist, der mit der jeweiligen Lösungsfüllung in unmittelbarer körperlicher Berührung steht und für diese Lösungsfüllung chemisch inert ist.14. Potentiometrische Zelle nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine erste Elektrode eine für die interessierende Ionenart empfindliche .25 bzw. auf diese ansprechende Membran aufweist und daß mindestens ein Abschnitt der einen Fläche der Membran mit der Lösungsfüllung in Berührung steht.
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
US21135180A | 1980-11-28 | 1980-11-28 |
Publications (2)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE3146066A1 true DE3146066A1 (de) | 1982-06-09 |
DE3146066C2 DE3146066C2 (de) | 1988-03-31 |
Family
ID=22786570
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE19813146066 Granted DE3146066A1 (de) | 1980-11-28 | 1981-11-20 | Potentiometrische elektrode |
Country Status (11)
Country | Link |
---|---|
JP (1) | JPS57116245A (de) |
AU (1) | AU542612B2 (de) |
CA (1) | CA1170722A (de) |
CH (1) | CH652827A5 (de) |
DE (1) | DE3146066A1 (de) |
DK (1) | DK158680C (de) |
FR (1) | FR2495325A1 (de) |
GB (1) | GB2088565B (de) |
NL (1) | NL183676C (de) |
NO (1) | NO814058L (de) |
SE (1) | SE460623B (de) |
Cited By (4)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE3405401A1 (de) * | 1983-06-21 | 1985-01-03 | Proton AG, Zug | Temperaturunabhaengige einstabmesskette fuer potentiometrische messungen |
EP0935138A2 (de) * | 1998-02-04 | 1999-08-11 | Eastman Kodak Company | PH-Elektrodenanordnung |
DE102006012799A1 (de) * | 2006-03-15 | 2007-09-27 | Schott Instruments Gmbh | Potentiometrische Messkette |
DE102007063119A1 (de) * | 2007-12-22 | 2009-06-25 | Endress + Hauser Conducta Gesellschaft für Mess- und Regeltechnik mbH + Co. KG | Differenzsensor zur pH-Messung |
Families Citing this family (10)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
JPS5940849U (ja) * | 1982-09-07 | 1984-03-15 | 電気化学計器株式会社 | 残留塩素測定装置 |
US4608148A (en) * | 1984-11-13 | 1986-08-26 | Allied Corporation | Combination pH/reference electrode with improved temperature response |
AU610378B2 (en) * | 1988-04-13 | 1991-05-16 | Unisearch Limited | Multi-cell potentiometric sensing device |
US5286365A (en) * | 1992-01-15 | 1994-02-15 | Beckman Instruments, Inc. | Graphite-based solid state polymeric membrane ion-selective electrodes |
DE4302323C2 (de) * | 1993-01-28 | 1998-11-26 | Inst Chemo Biosensorik | Langlebige miniaturisierbare Referenzelektrode |
DE10151867A1 (de) * | 2001-10-24 | 2003-05-08 | Conducta Endress & Hauser | Vorrichtung zur Bestimmung und/oder Überwachung des pH-Wertes eines Mediums |
US8366895B2 (en) | 2006-03-23 | 2013-02-05 | Hach Company | Differential pH probe |
WO2009055258A2 (en) * | 2007-10-22 | 2009-04-30 | Hach Company | Ionic probe |
WO2010023569A1 (en) | 2008-08-25 | 2010-03-04 | Nxp B.V. | Reducing capacitive charging in electronic devices |
DE102015118581A1 (de) | 2015-10-30 | 2017-05-04 | Endress+Hauser Conducta Gmbh+Co. Kg | Ionenselektive potentiometrische Messkette |
Citations (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US3445363A (en) * | 1964-10-29 | 1969-05-20 | Moller Glasblaserei Geb | Glass-electrode |
DE1297359B (de) * | 1962-06-06 | 1969-06-12 | Ingold W Dr Kg | Elektrodenmesskette zur potentiometrischen Bestimmung von Ionen-Konzentrationen |
Family Cites Families (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE2547629B1 (de) * | 1975-10-24 | 1976-11-25 | Licentia Gmbh | Platinelektrode zum elektrochemischen nachweis von kohlenmonoxid in luft, wobei die elektrode in einem elektrolyten angeordnet ist |
DE2722617C2 (de) * | 1976-05-19 | 1983-10-20 | Eastman Kodak Co., 14650 Rochester, N.Y. | Ionenselektive Elektrode und Verwendung derselben |
CH620298A5 (en) * | 1977-11-01 | 1980-11-14 | Proton Ag | Measuring electrode for measuring ions in solutions |
-
1981
- 1981-11-20 DE DE19813146066 patent/DE3146066A1/de active Granted
- 1981-11-23 CA CA000390648A patent/CA1170722A/en not_active Expired
- 1981-11-23 NL NLAANVRAGE8105289,A patent/NL183676C/xx not_active IP Right Cessation
- 1981-11-26 GB GB8135644A patent/GB2088565B/en not_active Expired
- 1981-11-27 JP JP56190456A patent/JPS57116245A/ja active Granted
- 1981-11-27 CH CH7630/81A patent/CH652827A5/de not_active IP Right Cessation
- 1981-11-27 AU AU77972/81A patent/AU542612B2/en not_active Expired
- 1981-11-27 FR FR8122303A patent/FR2495325A1/fr active Granted
- 1981-11-27 NO NO814058A patent/NO814058L/no unknown
- 1981-11-27 DK DK527181A patent/DK158680C/da active
- 1981-11-27 SE SE8107106A patent/SE460623B/sv not_active IP Right Cessation
Patent Citations (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1297359B (de) * | 1962-06-06 | 1969-06-12 | Ingold W Dr Kg | Elektrodenmesskette zur potentiometrischen Bestimmung von Ionen-Konzentrationen |
US3445363A (en) * | 1964-10-29 | 1969-05-20 | Moller Glasblaserei Geb | Glass-electrode |
Non-Patent Citations (2)
Title |
---|
Elektrochemie kurz u. buendig 1972, Kapitel 2.8.4, S. 87-95, Verf. H.Ebert * |
K.J. Vetter "Eelktrochemische Kinetik, 1961, S. 370-374 * |
Cited By (6)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE3405401A1 (de) * | 1983-06-21 | 1985-01-03 | Proton AG, Zug | Temperaturunabhaengige einstabmesskette fuer potentiometrische messungen |
EP0935138A2 (de) * | 1998-02-04 | 1999-08-11 | Eastman Kodak Company | PH-Elektrodenanordnung |
EP0935138A3 (de) * | 1998-02-04 | 2001-11-21 | Eastman Kodak Company | PH-Elektrodenanordnung |
DE102006012799A1 (de) * | 2006-03-15 | 2007-09-27 | Schott Instruments Gmbh | Potentiometrische Messkette |
DE102006012799B4 (de) * | 2006-03-15 | 2008-01-24 | Schott Instruments Gmbh | Potentiometrische Messkette |
DE102007063119A1 (de) * | 2007-12-22 | 2009-06-25 | Endress + Hauser Conducta Gesellschaft für Mess- und Regeltechnik mbH + Co. KG | Differenzsensor zur pH-Messung |
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
DK527181A (da) | 1982-05-29 |
GB2088565B (en) | 1984-09-05 |
FR2495325B1 (de) | 1985-01-25 |
GB2088565A (en) | 1982-06-09 |
CA1170722A (en) | 1984-07-10 |
DK158680C (da) | 1990-12-31 |
CH652827A5 (de) | 1985-11-29 |
JPS6351503B2 (de) | 1988-10-14 |
NO814058L (no) | 1982-06-01 |
SE8107106L (sv) | 1982-05-29 |
FR2495325A1 (fr) | 1982-06-04 |
NL183676B (nl) | 1988-07-18 |
SE460623B (sv) | 1989-10-30 |
AU542612B2 (en) | 1985-02-28 |
JPS57116245A (en) | 1982-07-20 |
NL8105289A (nl) | 1982-06-16 |
DE3146066C2 (de) | 1988-03-31 |
DK158680B (da) | 1990-07-02 |
NL183676C (nl) | 1988-12-16 |
AU7797281A (en) | 1982-06-03 |
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
DE3841622C2 (de) | ||
DE1933302C3 (de) | Anordnung zur Messung der Konzentration einer Flüssigkeitskomponente | |
DE3405431C2 (de) | ||
DE3789898T2 (de) | Referenzelektrode. | |
DE2722617C2 (de) | Ionenselektive Elektrode und Verwendung derselben | |
DE2908214A1 (de) | Vorrichtung zur kontinuierlichen und genauen messung der konzentration von in wasser geloestem chlordioxid | |
DE69212455T2 (de) | Referenzelektroden-Halbzelle | |
DE3146066A1 (de) | Potentiometrische elektrode | |
DE2548405A1 (de) | Miniatursonde | |
DE2627271C2 (de) | Elektrochemische Zelle mit einer polarographischen Einrichtung mit ionenselektiver Elektrode als Arbeits- und Bezugselektrode | |
DE69429892T2 (de) | Festkörper-Ionen-Sensor | |
DE1598230A1 (de) | Austauscher-Elektrode | |
DE69737627T2 (de) | Analysezelle | |
DE102019120446A1 (de) | Verfahren zur Korrektur von zwei Messwerten von jeweils verschiedener Analysenmessgeräte sowie Messstelle zum Ausführen des Verfahrens | |
DE2652703A1 (de) | Elektrode zur messung der nitrationenkonzentration | |
EP0395927A1 (de) | Elektrochemische Messzelle zur Bestimmung des Ammoniak oder Hydrazin in einer Messprobe | |
DE2243029A1 (de) | Einrichtung zur messung von elektrodenpotentialen | |
DE2349579A1 (de) | Potentiometrischer sauerstoff-sensor | |
DE19882510B4 (de) | Elektrochemischer Sensor zum Nachweis von Chlorwasserstoff und Verfahren zu dessen Gebrauch | |
EP0526479B1 (de) | Verfahren zur bestimmung von gaskonzentrationen und gassensor mit festem elektrolyten | |
DE2260193A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur messung der aktivitaet von schwefeloxyden | |
DE4231256C2 (de) | Elektrochemischer Sauerstoffsensor mit einer Luftsauerstoffelektrode als Bezugselektrode | |
DE4425135C2 (de) | Amperometrischer Sensor | |
DE1170677B (de) | Normalbezugselektrode zur pH-Messung | |
DE4036633C2 (de) | Befeuchteter, hochempfindlicher Sauerstoffdetektor |
Legal Events
Date | Code | Title | Description |
---|---|---|---|
OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: HENKEL, G., DR.PHIL. FEILER, L., DR.RER.NAT. HAENZ |
|
8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: POPP, E., DIPL.-ING.DIPL.-WIRTSCH.-ING.DR.RER.POL. |
|
D2 | Grant after examination | ||
8364 | No opposition during term of opposition |