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DE295387C - - Google Patents

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Publication number
DE295387C
DE295387C DENDAT295387D DE295387DA DE295387C DE 295387 C DE295387 C DE 295387C DE NDAT295387 D DENDAT295387 D DE NDAT295387D DE 295387D A DE295387D A DE 295387DA DE 295387 C DE295387 C DE 295387C
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DE
Germany
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contacts
contact
wires
relay
lines
Prior art date
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Active
Application number
DENDAT295387D
Other languages
English (en)
Publication of DE295387C publication Critical patent/DE295387C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H67/00Electrically-operated selector switches
    • H01H67/02Multi-position wiper switches
    • H01H67/04Multi-position wiper switches having wipers movable only in one direction for purpose of selection
    • H01H67/12Linear-motion switches

Landscapes

  • Structure Of Telephone Exchanges (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezweckt, eine selbsttätige
' Fernsprechschaltung durch Verwendung von möglichst wenigen und einfachen Teilen in der Schaltungsanordnung so einfach wie möglich zu gestalten und hierdurch eine sichere Schaltung und niedrige Anlagekosten zu erzielen.
Für diesen Zweck werden, die Teilnehmerleitungen, beispielsweise wie in ]?ig. ι veranschaulicht, in nicht umsponnenen . Leitungsdrahten angeordnet, die sowohl in horizontaler wie in vertikaler Richtung verlegt sind. Für jeden Teilnehmer sind drei oder zwei in einem Dreieck oder in anderer Weise angeordnete Leitungsdrähte vorgesehen, ι und 2 sind die
X5 beiden Zweige der Doppelleitung, und 3 ist der Prüfdraht, der gegebenenfalls in Wegfall kommen kann. Die Leitungsdrähte sind voneinander getrennt vermittels isolierter Zwischenwände, die in mannigfacher Weise angeordnet werden können und in bekannter Weise an Gestellen aus Eisen oder einem anderen Material befestigt werden. In der Fig. 1 ist eine aus Ebonit bestehende Wand w, in der die Drähte in Vertiefungen befestigt sind, veranschaulicht; aber es läßt sich auch eine zu den Drähten rechtwinkelige Anordnung der Ebonitwand denken, wobei die Wand mit für die Drähte vorgesehenen Löchern versehen wird. K bezeichnet eine Stange, an der drei Federn i, 2 und 3 mit zugehörigen Leitungen 1, 2 und 3 befestigt sind.
Wenn diese Stange aus einer Anfangslage beispielsweise zuerst in horizontaler Richtung nach einem bestimmten Zwischenraum ζ und hiernach in vertikaler Richtung zu einer bestimmten Höhe geführt wird, so gelangen die • Federn dieser Stange in Verbindung mit den drei Drähten eines bestimmten Teilnehmers. Falls nun die zu der Stange K führenden Drähte mit einem anderen Teilnehmer in Verbindung stehen, so werden diese zwei Teilnehmer miteinander verbunden. Es leuchtet ohne weiteres ein, daß die Stange K durch entsprechende . Verschiebungen in horizontaler und vertikaler Richtung mit den Leitungen sämtlicher Teilnehmer, wenn eine beliebige Anzahl solcher Leitungssätze in dieser Weise zusammengestellt ist, in Verbindung kommen kann.
Wenn in der Fig. 2 jeder Punkt die drei Drähte eines Teilnehmers bezeichnet und diese drei Drähte eine Raumfläche von 10 qmm in Anspruch nehmen, so beanspruchen 100 Teilnehmer eine Raumfläche von etwa 100 qmm und 10 000 Teilnehmer eine solche von etwa ι qm (vgl. Fig. 3).
Denkt man sich nun eine Zentrale mit 30 000 Teilnehmern, so nehmen die Kontakte dieser Teilnehmer eine Raumfläche von 1 m Höhe und 3 m Länge in Anspruch, wenn die 10 oooer Leitungssätze, Wie in der oberen Hälfte der Fig. 4 gezeigt, nebeneinander angeordnet werden.
Für 60 000 Teilnehmer können z. B. drei neue 10 ooo-Sätze an die vorhergehenden angereiht werden; aber es können auch, wie Fig. 4 zeigt, die drei letzteren zu einer besonderen Gruppe für sich zusammengestellt und eine bewegliche Stange für jede 30 ooo-Gruppe I und II angeordnet werden.
Man kann auch die Drähte, wie in Fig. 5 dargestellt, in Rhomboiden statt in Rechtecken anordnen.
Es ist weiter klar, daß die Länge der nicht
umsponnenen Teilnehmerdrähte (Fig. 5) von der Anzahl der erforderlichen Schaltglieder oder Leitungswähler K abhängt.
In dieser Hinsicht hat man durch Erfahrung festgestellt, daß für 10 000 Teilnehmer nicht mehr als 2 Prozent, somit 200 derartige Schalglieder (Leitungswähler), und für 30 000 Teilnehmer nicht mehr als 6.00 Stück erforderlich sind.
Falls nun 300 Schaltglieder unterhalb und 300 oberhalb der Teilnehmerdrähte angebracht werden und jeder Leitungswähler in der Längsrichtung der Drähte eine Ausdehnung von 40 mm hat, so wird die Länge der Drähte etwa 12 m betragen müssen. Wenn auch die Anzahl der Leitungswähler auf. 1200 Stück erhöht wird, so wird doch die Länge nicht mehr als 24 m betragen,, was wesentlich weniger ist, als' bei den bisher bekannten selbsttätigen Systemen erforderlich ist.
.Im folgenden soll nun erläutert werden, wie das Schaltglied K in praktischer Weise zu bewegen ist, so daß es die verlangte Leitung findet. Dies kann in verschiedener Weise erfolgen.
Es soll deshalb hier nur die Beschreibung einer ; der zweckmäßigsten Ausführungen folgen.
Was zuerst den Antrieb anbetrifft, so kann derselbe vermittels gewöhnlicher, sich stufenweise bewegender Vorrichtungen, zweckmäßig aber — wie im folgenden beschrieben werden soll ·—· durch Maschinenkraft erzielt werden. Wenn daher der anrufende Teilnehmer in bekannter Weise selbsttätig Anschluß an ein freies Schaltglied erhält und durch Erdverbindung seiner Prüfleitung als besetzt gekennzeichnet worden ist, sendet er mittels einer gewöhnlichen Nummernscheibe so viele Impulse an seiner einen Sprachleitung aus, wie die 10 ooo-Ziffer der Nummer des verlangten Teilnehmers angibt.
Es soll nun unter Hinweisung auf Fig. 6 beschrieben werden, wie mittels dieser Impulse ein Registrierwerk derart betätigt wird, daß das Schaltglied nach beendeter Einstellung des Registrierwerkes eingestellt werden kann.
In Fig. 6 sind mit I bis VI sechs Drehschalter bezeichnet, deren bewegliche Kontaktarme d auf einer gemeinsamen Welle angebracht sind. Jeder Drehschalter besitzt sechs feste Kontakte ι bis 6.
Die verschiedenen Drehschalter I bis VI, die mit einem gemeinsamen Namen als Steuerschalter bezeichnet werden sollen, sind in folgender Weise mit verschiedenen Vorrichtungen
verbunden: . .
Schalterabteilung I: Die eine Sprechleitung a kommt zum beweglichen Schaltarm und geht von Kontakt 6 aus weiter; die Kontakte 1 bis 5 sind untereinander und mit einem Linienrelais X1 verbunden, welches an den einen Pol der Batterie B1 angeschlossen ist, während sein anderer Pol geerdet ist. Das Relais L1 wirkt auf die beiden Federn f\ und f\. f\ ist einerseits mit der geerdeten Batterie B2, anderseits mit einem Kontakte f\ verbunden, während f\ einerseits mit f\ und der Erde, anderseits mit dem Kontaktarm der Abteilung III verbunden ist.
Schalterabteilung II: Die andere Sprechleitung b kommt zum beweglichen Kontaktarm und geht von Kontakt 6 aus weiter; die Kontakte ι bis 5 sind untereinander und mit einem empfindlichen Linienrelais L2 verbunden, welches mit der Batterie B1 verbunden ist. Das Relais L2 wirkt auf die beiden Kontaktfedern f\ und f\. fl vermittelt die Verbindung zwischen Erde und den Kontaktarmen der Abteilungen IV und VI.
Schalterabteilung III: Die Kontakte 1 bis 5 sind mit je einem an einer geerdeten Batterie B5 angeschlossenen Relais A, B, C, D und E verbunden, die »Zahlenwähler« gemäß Fig. 7 in der unten näher beschriebenen Weise beeinflussen.
Schalterabteilung IV: Die Kontakte 1 bis 4 sind untereinander verbunden. Diese Kontakte sind teils mit dem Kontakt 5 der Schalterabteilung V durch Vermittelung der Kontakte k und Ht1, teils mit dem Kontakt 6 der Schalterabteilung VI und teils mit dem Schaltungsrelais R6 verbunden, welches an die geerdete Batterie Ba angeschlossen ist.
Schalterabteilung V: Der Kontaktarm d ist geerdet, und der Kontakt 5 ist mit den beiden bereits erwähnten Kontakten k und A1 verbunden.
Schalterabteilung VI: Der Kontakt 5 ist mit dem an die geerdete Batterie angeschlossenen Relais R verbunden, welches der "Anlaßkontakt£ beeinflußt. Dieser Kontakt ist zwischen Erde und (Fig. 10) dem Anlaßrelais L eingesetzt.
Es sind im folgenden die zu den verschiedenen Schalterabteilungen gehörenden Kontakte ι bis 6 derart bezeichnet, daß z. B. VI/4 der Kontakt 4 am Schalter VI ist.
Die Kontakte HI/6, IV/5, IV/6, V/i, V/2, V/3, V/4, V/6, VI/i, V1/2, VI/3 und VI/4 dienen bei dem beschriebenen System keinem besonderen Zweck.
Die Relais A bis E wirken derart auf je.einen Zahlenwähler (Fig. 7), daß bei Abgabe von z. B. drei Impulsen auf Relais A der entsprechende Zahlenwähler drei Schritte bewegt wird, wobei die Kontaktanschlüsse 1, 2 und 3 (Fig. 7) geerdet werden, die übrigen aber nicht. Der Zahlenwähler wird unten näher beschrieben werden.
Der Steuerschalter wirkt mit seinen Abteilungen I bis VI in folgender Weise:
Angenommen, daß der angerufene Teilnehmer die Nummer 25786 hat. Der anrufende Teilnehmer bewegt seine am Sprechapparate ■
befindliche Nummernscheibe auf 2, wobei —· bei diesem System, wo die Zahl der Impulse jeweils eine Einheit kleiner als die entsprechende Ziffer ist — ein Impuls über die Leitung a, Kontakt I/i, L1, B1 zur Erde fließt. Der Kontakt f\ schließt-sich, wobei ein Strom von B5 durch A, III/i, lll/d, fl fließt. Der einzige Impuls durch A bewegt den zugehörigen IO ooo-Zahlenwähler (Fig. 7) um einen Schritt, wobei dessen Kontakt 1 geerdet wird. Bei Zurückführung der Nummernscheibe arn Teilnehmerapparat wird ein Impuls durch die δ-Leitung gesandt, wobei der Strom über ll/d, f\, L2 und B1 fließt. Der Kontakt f\ schließt sich, wobei die Kontaktarme IV/iü und YI/d geerdet werden. IY/d ist aber über IV/i mit Rß und B3 verbunden, und das Schaltungsrelais R6 wird somit erregt. Dieses Relais wirkt derart auf die Welle c des Steuerschalters, daß bei einem Impulse durch R6 die Welle um einen Schritt bewegt wird, so daß die Arme d in die Lage 2 gehen.
Der anrufende Teilnehmer soll jetzt den durch Relais B bewegten 1000-Zahlenwähler beeinflussen. Da er seine Nummernschalter zu diesem Zweck auf die 1000-Zahlenziffer 5 führt, sendet er vier über die α-Leitung verlaufende Impulse, wodurch L1 viermal erregt wird. Ebenso oft wird über Ill/d, III/2 Relais B erregt. B beeinflußt den 1000-Zahlenwähler derart, daß derselbe vier Schritte bewegt wird, so . daß die Kontakte 1 bis 4 auf dem 1000-Zahlenwähler (Fig. 7) geerdet werden.
Bei Zurückfuhrung der Nummernscheibe wirkt ein Impuls auf L2 in derselben Weise, wie oben beschrieben, wobei der Steuerschalter von R6 beeinflußt wird, so daß er in die dritte Stellung 3 geht.
Über Kontakt III/3 erhält jetzt C sechs Impulse, so daß bei dem 100-Zahlenwähler die Kontakte 1 bis "6 geerdet werden. In dieser Weise werden auch die io-Zahlenwähler und Einer-Zahlen wähler bzw. sieben und fünf Schritte bewegt. Wenn nach diesen letzten fünf Impulsen die Nummernscheibe zur Nullstellung zurückgeführt wird, darf der Steuerschalter I bis VI in seine sechste Lage — Sprechlage — erst eingehen, wenn die Verbindung hergestellt ist, d. h. wenn das Schaltglied K des Wählers den verlangten Teilnehmer getroffen hat.
Die Zahlenwähler sind einfach eingerichtet und leicht beweglich, mit Federkraftzurückstellung versehen und derart angeordnet, daß, wenn z. B. die Zahlenziffer 5 ist, alle Ziffern von ι bis 4 einschließlich mit der Erde verbunden werden. Ein derartiger Zahlenwähler ist in der Fig. 7 schematisch veranschaulicht. I, 2, 3 bis 10 sind gewöhnliche .flache Kontaktfedern von zweckmäßiger Länge. Wenn sich die geerdete Scheibe S aus der Nullage z. B. zwei Schritte dreht (die entsprechende Ziffer ist dann 3), werden die Kontakte 1 und 2 mit der Erde verbunden. Man kann auch die Scheibe 5 durch einen Arm ersetzen, wobei derjenige Kontakt, auf dem der Arm stehenbleibt, mit der Erde verbunden wird.
Die verschiedenen Kontakte I bis 10 der fünf Zahlenwähler sind mit Kontakten an den Kontaktschienen I1, I2, I3, I5 und I6 (Fig. 8 oder 10) verbunden, und zwar derart, daß I1, I2 und Z3 bezw. mit dem 10 oooer-, 1000er- und Einer-Zahlenwähler, Z5 und Z6 aber bzw. mit dem 100er- und ioer-Zahlenwähler verbunden sind.
Es wurde oben erwähnt, daß der Steuerschalter (Fig. 6) nicht in die Lage 6 eingehen dürfte, bevor das Schaltglied die Leitung des angerufenen Teilnehmers getroff in hat. Bei der letzten Zurückführung der Nummernscheibe des rufenden Teilnehmers zur Nullstellung darf das Relais i?6 somit nicht beeinflußt werden, was dadurch erreicht wird, daß der Kontakt IV/5 mit A6 nicht verbunden ist, und dadurch, daß die Kontakte k und A1 beide geöffnet sind.
Diese beiden Kontakte sind parallel geschaltet und derart beschaffen, daß k bei der Bewegung des Schaltgliedes K (Fig. 1 und 8) nach oben geschlossen wird. Wenn nachher Verbindung mit dem verlangten Teilnehmer hergestellt worden ist, wird der Kontakt k durch Vermittelung eines Prüfrelais unterbrochen. Da U1 schon früher unterbrochen war, verliert R6 seinen Strom und wirkt somit auf den Steuerschalter, der in seine sechste Lage (Sprechlage) eingeht. R6 ist derart eingerichtet, daß es wirkt, wenn es seinen Strom verliert. Ist nun der gerufene Teilnehmer frei, so wird in bekannter Weise ein Prüfrelais selbsttätig umgelegt und verbindet die Teilnehmer; in entgegengesetztem Falle wird dies Relais nicht umgelegt, und der anrufende Teilnehmer erhält in gewöhnlicher Weise das »Besetzt «-Signal. In der fünften Lage des Steuerschalters soll, wie erwähnt, das Schaltglied K beeinflußt werden, und zwar derart, daß es sich auf die Leitung des gewünschten Teilnehmers einstellt, ehe der Nebenschalter seine Stellung 6 einnimmt. Dies wird dadurch erreicht, daß der letzte Impuls auf der δ-Leitung bei der letzten Zurückführung der Nummernscheibe, in die Ruhelage über VI/5, R und B4 fließt. Der Kontakt k2 wird somit geschlossen, wodurch das Schaltglied in Bewegung gesetzt wird, wie unten näher beschrieben werden soll.
Y sind in gewöhnlicher Weise wirkende Relais zur Zurückführung der Zahlenwähler und des Steuerschalters in die Ruhelage entweder während der Herstellung der Verbindung, falls diese vorzeitig unterbrochen wird, oder nach Beendigung des Gespräches. Falls der Teilnehmer vorzeitig anhängt, schließen sich die Federn f\ und f\ sofort, und alle beweglichen Teile werden in die Ruhelage mittels der Re-
lais Y in geeigneter Weise zurückgeführt. Da die Zurückstellung für die Erfindung unwesentlich ist, erübrigt es sich, näher darauf einzugehen.
Die Relais Y können, wenn es gewünscht wird, zu einem einzigen Zurückstellungsrelais zusammengebaut werden.
In den Fig. 8 und 9 wird schematisch gezeigt, wie das Schaltglied K konstruiert ist und wie es an die bestimmte Teilnehmerleitung herangeführt wird.
Es besteht aus zwei Teilen, einem Teil V (Fig. 8), der am besten durch Maschinenkraft in horizontaler Richtung bewegt wird, und einem Steiger K, der in vertikaler Richtung bewegt wird.
Der Teil V, der in verschiedener Weise ausgeführt werden kann, ist nach Fig. 8 als ein Wagen auf vier Rädern dargestellt, der sich an und zwischen den Schienen S1, S2, S3 und S4, die an einem festen Ständer oder der Wand F befestigt sind, bewegt. Diese Wand trägt auch vier Leisten I0, I1, I2, I3 mit isolierten Kontakten und eine Steuerungsleiste /4, die mit wellenförmigen Ausschnitten u versehen ist, in welche die von einer Feder geführte Rolle f, die an dem Wagen V befestigt ist, eingreift und so dem Wagen V immer eine bestimmte Lage sichert. T1 ist das an dem Wagen befestigte Zugseil, das ohne Ende über Führungsscheiben und über die Treibscheiben R1 und R2 läuft. Der Wagen V ist mit zwei parallelen Leisten nx und «2 versehen, zwischen denen das.in vertikaler Richtung bewegliche Schaltglied K sich bewegt, wobei es durch an denselben befestigte Ebonitrollen m und zwei an dem Wagen befestigte Rollen I1 und I2 gesteuert wird. Der Kontaktträger K bewegt sich dem Rahmen A0 entlang zwischen den Schienen S5 und S6.
R0 (Fig. 8) kann, wenn gewünscht, leicht ausbalanciert werden und bewegt sich auf und ab, beeinflußt von dem Zugseil r2, das um die Treibscheiben R3 und i?4 und am Boden um die Führungsscheiben r3, r4, r5 und r6 läuft.
Die Schnur q, die über die mit dem Gewicht W belastete Scheibe und weiter über die Scheibe χ hinunter zum Kontaktträger K läuft, enthält die drei Leitungen des Schaltgliedes, die beiden Zweige 1 und 2 und den dazu gehörenden Prüf draht 3 (Fig. 1). Durch die neue Anordnung wird die Anzahl der Kontakte in der Sprechleitung, wenn die gesamte Schaltung vollendet ist, bei der Verbindung zweier Teilnehmer in dem selbsttätigen Systeme nicht größer als bei den Systemen mit Handbetrieb, weil die Schaltung in gleicher Weise mittels nur einer Verbindungsleitung geschieht.
Nachdem somit beschrieben worden ist, wie das Schaltglied bzw. der Leitungswähler konstruiert ist, und wie der Kontaktträger sich in horizontaler und vertikaler Richtung an jede Teilnehmerleitung im ganzen Netz, möge die Anzahl der Teilnehmer beliebig groß sein, sich heranbewegen kann; so braucht nur noch gezeigt zu werden, wie er gerade an der verlangten Teilnehmernummer zum Stillstand ge- bracht wird.
Fig. 10 stellt dies dar; U2 ist der Anlaßkontakt, der die Erregung des Anlaßrelais I, welches den Wagen V und den Kontaktträger K in Gang setzt, veranlaßt (vgl. auch Fig. 6). (Bei halbautomatischen Systemen erfolgt dieses vorübergehende Schließen mit Hilfe einer Anlaßtaste.) Wenn das Relais I beim Schließen des Kontaktes A2 vorübergehend Strom von Batte- ■ rie B6 erhält, werden die Kontakte 11 und 12 geschlossen, 13 und 12 unterbrochen und 14 und 15 geschlossen. Wenn 14 und 15 geschlossen werden, wird eine magnetische Kupplung beeinflußt, die die Treibscheibe R1 (Fig. 8) mit einer ständig umlaufenden Welle koppelt; der Wagen V (Fig. 8) bewegt sich vorwärts, wobei die vier an dem Wagen V angebrachten untereinander verbundenen Federn f0, fv f2 und f3 sich an den festen Leisten I0, I1, I2 und I3 entlang bewegen (Fig. 8 und 10). Diese Leisten sind — wie bei I3. in Fig. 8 und 10 dargestellt ist — sämtlich mit Kontakten versehen, die mit den Kontakten 1 bis 10 an den verschiedenen Zahlenwählern (Fig. 7) verbunden sind.
f0 ist eine Schleiffeder, die den Kontakt zwischen den Federn f1} f2; f3 und dem Anlaßrelais I vermittelt, indem I0 mit I verbunden ist.
Es ist klar, daß, sobald I seinen Strom verliert, der Kontakt 14, 15 unterbrochen wird und die Horizontalbewegung von V und K aufhört; denn die magnetische Kupplung wird dann wieder freigegeben. Solange nun eine der Federn fv f2 oder f3 sich über erdverbundene Kontakte an den Schienen I1, I2 oder ^3 bewegt, solange dauert die Erdverbindung des Relais I durch die Schienen I1, I2 oder I3 an und solange setzt die Horizontalbewegung fort. In dem gegebenen Beispiel — Nr. 25786 wird angerufen — !°5 sind, da I1 durch Vermittelung ihrer Kontakte die 10 ooo-Zahlen bestimmt, wie oben beschrieben worden ist, durch den ersten Zahlenwähler I die 10 ooo-Zahlen an Erde gelegt worden, aber nicht die 20 ooo-Zahlen; deshalb würde der 11Q Wagen V auf einer Stelle, die der Ziffer 20 000 entspricht, stehenbleiben, wenn nicht die 1000-Zahlenleiste I2 vorhanden wäre; hier sind aber das erste bis vierte Tausend durch den 1000-Zahlenwähler an Erde gelegt. I erhält somit weiterhin Strom. Der Wagen V würde deshalb auf dem nächsten nicht geerdeten Kontakt an I2, d. h. auf dem fünften Kontakt, der 25 000 entspricht, stehenbleiben, denn bei dem fünften Kontakt an I2 erhält I keinen Strom mehr; aber durch die Kontakte an I3, die die Einer bezeichnen, sind die Zahlen 1 bis 5
an Erde gelegt, und der Wagen bleibt im sechsten Einerraum auf dem der Zahl 25 006 entsprechenden Kontakt stehen; denn das Relais I verliert seinen Strom durch das Aufheben der Erdleitung an I3.
Die Kontakte auf den Schienen I1, I2 und I3 sind derart angeordnet, daß I1 mit zehn Kontakten versehen ist, deren Abstand so gewählt ist, daß nach jedem Kontakt der Schiene I1 zehn Kontakte der Schiene I2 folgen, worauf wieder ein Kontakt auf I1 und zehn Kontakte auf I2 folgen usw. In ganz gleicher Weise sind die Kontakte an der Schiene I3 angeordnet. Nach jedem Kontakt an I2 kommen zehn Kontakte an I3, worauf wieder ein Kontakt an I2
. und abermals zehn Kontakte an I3 kommen usw.
Wenn die Kontakte 11 und 12 bei Erregung von I geschlossen wurden, trat das Relais R1 durch Vermittelung der Batterie B7 in Tätigkeit und erhielt einen Haltestrom über die Kontakte 18 und 19, wobei 16 und 17 geschlossen wurden. Wenn später das Relais I bei Vollführung der. Horizontalbewegung stromlos wird, wird das Anlaßrelais A8 für die Vertikalbewegung zur Erde geschaltet über 12, 13 und 16, 17, wobei die Kontakte k (vgl. Fig. 6) und 20, 21 geschlossen werden.
Durch Schließen der Kontakte 20 und 21 wird eine magnetische Kupplung zwischen der Scheibe R3 (Fig. 8) und ihrer Welle in Tätigkeit gesetzt. Die Leiste R0 und der Kontaktträger K (Fig. 8) bewegen sich dann nach oben. Durch Schließen des Kontaktes k (Fig. 6) kann der Nebenschalter noch nicht in die Sprechlage gelangen, obgleich bei der ersten Bewegung von K nach oben A1 unterbrochen wird. Wenn die Leiste R0 sich nach oben bewegt, gleiten die miteinander verbundenen Federn fit f5' und fe bzw. auf der Leiste /4 und den Kontakten an den Leisten ^5 und I6, die in Fig. 10 horizontal gezeichnet sind, die aber laut Fig. 8 vertikal verlegt sind.
/"4 ist eine Schleiffeder, die während der Bewegung den Kontakt zwischen den Federn f5 und /"g und dem Relais R7 vermittelt, indem I4 mit diesem Relais verbunden ist.
Die Kontakte auf I6, die mit den Kontakten ι bis 10 am 100-Zahlenwähler verbunden sind, bestimmen die ioö-Zahlen und, da f4 auf der Zahl 700 stehenbleiben muß, sind die Kontakte 1 bis 6 durch den betreffenden Zahlen wähler an Erde gelegt. Die Leiste A0 kann jedoch erst stehenbleiben, wenn R1 seinen Strom verliert; denn dann wird der Kontakt zwischen 16, 17 unterbrochen; R8 verliert seinen Strom, und Kontakt 20, 21 wird unterbrochen, so daß die Scheibe R3 abgekuppelt wird. Äokann somit nicht auf 700 stehenbleiben; denn die ίο-Zahl der verlangten Nummer ist 8, und deshalb sind in dem io-Zahlenwähler die Kontakte ι bis 7 an Erde gelegt, weshalb die Leiste A0 erst auf der achten Zehnerzahl stehenbleibt, weil erst dort R7 und R8 ihren Strom verlieren.
Relais Rs wird dann aberregt, und Kontaktträger K bleibt stehen in Verbindung mit den Leitungen der Nr. 25786.
Weil nun auch K unterbrochen wird — kx wurde, wie erwähnt, früher unterbrochen — geht der Steuerschalter in die Sprechlage über (Fig. 6), denn erst jetzt hört der Strom durch R6 auf, so daß der Steuerschalter um einen Schritt weiterbewegt wird.
Bei der Einstellung kann man übrigens hinsichtlich der Reihenfolge der einzustellenden Ziffern in beliebiger Weise verfahren. Bei dem angegebenen Beispiel der Ziffer 25786 läßt sich auch bei entsprechender Anordnung der Drähte im Drahtbündel zuerst auf 20 000, dann auf 25 000, hierauf auf 25 700, weiter auf 25 780 und schließlich auf die Einer einstellen.
Begnügt man sich mit einem nur halbautomatischen System, so können die Anordnungen sehr einfach und sogar sämtliche Impulsgaben vermieden werden. Anstatt der Zahlen wähler nach Fig. 7 wird dann eine einfache Tastenanordnung verwendet.
Es ist zu bemerken, daß das Schaltglied oder der Leitungswähler bei TeilnehmerzaKlen über 10 000 nicht zur Herstellung der Verbindungen genügt. Für solche großen Teilnehmerzahlen wird es erforderlich, die Teilnehmer in gewisse, voneinander getrennte Gruppen oder Unterstationen zu teilen. Um unter diesen Stationen zu wählen, muß in solchem Falle ein besonderer Gruppenwähler angeordnet werden, der in bekannter Weise. sich selbsttätig auf die gewünschte Gruppe oder Unterstation einstellt, wonach die weitere Schaltung wie oben beschrieben herbeigeführt wird.

Claims (2)

  1. Patent-An Sprüche:
    I. Leitungswähler für selbsttätig betriebene Fernsprechanlagen, bei dem die feststehenden Kontaktteile aus blanken, senkrecht zur Bewegungsebene der beweglichen Kontakte verlaufenden Drähten bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß in einem senkrecht zu den Drähten verlaufenden, ein Parallelogramm beliebiger Form bildenden Querschnitt durch das Drahtbündel mehrere Teilnehmer leitungen sowohl in wagerechter als auch in senkrechter Richtung neben7 einander angeordnet sind, so daß durch geeignet bemessene Bewegung in zwei Richtungen die beweglichen Kontakte durch Vermittlung von geeigneten Einstellvorrichtungen mit irgendeiner der Leitungen in Verbindung gebracht werden können.
  2. 2. Leitungswähler nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zu Drahtbündeln zusammengeführten Teilnehmerlcitungen parallel zueinander verlaufen und von solcher Länge sind, daß sie von einer größeren Anzahl nebeneinander angeordneter beweglicher Kontakte bestrichen werden können, wobei die Kontakte sowohl an einer Seite des Drahtbüschels entlang als auch senkrecht hierzu in den Zwischen-1 räumen zwischen den Leitungen beweglich sind.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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