DE293549C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE293549C DE293549C DENDAT293549D DE293549DA DE293549C DE 293549 C DE293549 C DE 293549C DE NDAT293549 D DENDAT293549 D DE NDAT293549D DE 293549D A DE293549D A DE 293549DA DE 293549 C DE293549 C DE 293549C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- places
- wire
- flexible
- postures
- flexibility
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 230000036544 posture Effects 0.000 claims description 4
- 239000004744 fabric Substances 0.000 claims description 2
- 210000001503 Joints Anatomy 0.000 description 7
- 210000002356 Skeleton Anatomy 0.000 description 7
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 5
- 210000000988 Bone and Bones Anatomy 0.000 description 3
- 239000000463 material Substances 0.000 description 3
- 210000003414 Extremities Anatomy 0.000 description 1
- 210000002268 Wool Anatomy 0.000 description 1
- 238000004581 coalescence Methods 0.000 description 1
- 230000000875 corresponding Effects 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
- 238000010618 wire wrap Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A63—SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
- A63H—TOYS, e.g. TOPS, DOLLS, HOOPS OR BUILDING BLOCKS
- A63H3/00—Dolls
- A63H3/04—Dolls with deformable framework
Landscapes
- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vi 293549 KLASSE 77f. GRUPPE
Es sind bereits Modelle bekannt geworden, bei welchen eine gewisse Biegsamkeit einzelner
Gelenke durch Einschaltung von Gelenkeinrichtungen in die starre Einlage erreicht
wird. Die bisher bekannten Puppen dieser Art zeigen jedoch ganz erhebliche Mangel.
Einerseits sind die eingeschalteten Gelenke meist nur in einer Ebene biegsam, während
doch an vielen Stellen des Körpers Gelenke ίο vorhanden sind, die nach allen Ebenen, des
Raumes gebogen werden können; andererseits sind bei jenen Modellen überhaupt nicht
** an allen denjenigen Stellen, die am lebenden ρ Körper biegsam sind, derartige Gelenke eingeschaltet.
Insbesondere fehlt die Biegsamkeit des Rückgrates, die überhaupt' nicht durch
, Scharniere erreicht werden kann, da sie über den ganzen Rücken verteilt sein muß.
Es ist demzufolge bei den bekannten Modellen mit starrer Einlage nicht möglich, in
wirklich künstlerischer Weise alle Bewegungen und Stellungen des lebenden Körpers darzustellen.
An dem neuen Modell ist nun die Möglichkeit der Darstellung aller Bewegungen und
Haltungen zunächst dadurch gegeben, daß das an sich bekannte starre Innengerippe an gewissen
Stellen, und zwar an denjenigen, die den gelenkigen Stellen des natürlichen Körpers
gleichkommen sollen, biegsamer gemacht ist, als an den übrigen. Diese ungleiche Biegsamkeit
kann z. B. dadurch erreicht werden, daß das Gerippe an den Stellen zwischen den Gelenken
durch Umwicklung mit Draht 0. dgl.
starr gemacht wird, während die Gelenkstellen selbst aus einem biegsamen, bleibende Formveränderung
gestattenden Material bestehen. Auch die Biegsamkeit des Rückgrates und des
Halswirbels wird dadurch nachgeahmt, daß das Innengerippe an diesen Stellen gleichfalls
aus einem elastisch deformierbaren Material ausgeführt ist, während die andern Stellen
verhältnismäßig starr bleiben.
Diese Ausführung des Innengerippes allein würde jedoch den gewünschten Erfolg nicht
voll erzielen lassen, auch bei dem Beschauer noch nicht den beabsichtigten Eindruck hervorrufen,
wenn das Gerippe in der bisherigen Weise lediglich in einen Stoff eingehüllt oder
durch eine Hülle umgeben, und etwa der Abstand zwischen Hülle und Gerippe durch irgendeine Masse, z. B. Werg, ausgefüllt sein
würde.
Einen wesentlichen Bestandteil der Erfindung bildet darum noch die Art der Umhüllung
des Gerippes, durch die das Modell besonders nach der künstlerischen Seite hin vervollkommnet
wird. Erst dadurch erhält das neue Modell die Eigenschaft, daß es gestattet, jegliche
Bewegung des Körpers nachzuahmen und so selbst komplizierte Haltungen des lebenden
Körpers vor Augen zu führen.
Jn der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgedankens in einem Längsschnitt
durch ein den Menschenkörper darstellendes Puppenmodell dargestellt.
Bei diesem Modell besteht die starre Einlage aus einem Drahtgerippe, welches durch
mittels Drahtspulen umwickelte Drähte gebildet wird, wobei an den Gelenkstellen die Drahtwicklung
fortbleibt oder an den Stellen, die biegsam gehalten werden sollen, so dünn gehalten
wird, daß sie jedenfalls biegsamer ist als die übrigen Stellen.
Das Gerippe besteht aus Längsdrähten α1, α2,
die an den zwischen den Gelenken befindlichen Teilen mit zweckmäßig verlöteten Drahtspulen
ίο umwickelt und starr gemacht sind. Die fünf
Gelenke ψ, V, V, b4",- b5 besitzen keine Drahtumwicklung
und sind demzufolge biegsam. Das Rückgrat wird durch zwei Drahtspulen c dargestellt, die an den Verbindungsstellen
d1, d2 durch Drahtbügel / zusammengehalten
werden. Die Drahtspulen c sind etwas nachgiebiger gehalten als die . an den Gliedern befindlichen
Spulen und demzufolge so weit biegsam, daß das Rückgrat nach den verschiedensten
Richtungen verbogen werden kann. Auch am Halswirbel g ist das Gerippe biegsam gehalten,
so daß auch hier die Verbiegungen des Halswirbels hervorgebracht werden können.
■ Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß an den Gelenkstellen b1 bis bs Biegungen des Drahtes ä1 und as2 vorgenommen werden können, welche eine natürliche Stellung der Körperteile verbürgen, zumal eine unbeabsichtigte Biegung an den übrigen, im lebenden Körper starre Knochen enthaltenden Stellen durch die mittels der Drahtiimwicklung hergestellte Starrheit der Drahteinlage verhindert wird. Die neue Puppe besitzt aber auch weiterhin die Biegsamkeit des Rückgrates und Halswirbels, die bisher in den seltensten Fällen und auch dann nur unter unnatürlicher Deformation der ganzen Puppe erreicht werden konnte.
Um den angestrebten Zweck j edoch in vollem Maße zu erreichen, bedarf das Drahtgerippe noch einer besonders gearteten Umhüllung. Diese besteht erfindungsgemäß darin, daß das Gerippe von einem Stoff, z. B. Wollfäden oder Streifen, in einer den Umrissen des natürliehen Fleisches entsprechenden Weise umwickelt ist. Es sind zwar schon Puppen mit gewickelten Gerippen bekannt geworden, diese Wicklung ist jedoch bisher nicht zielbewußt so geschehen, daß durch sie gleichzeitig die Weichteile des menschlichen oder tierischen Körpers in ihrer wirklichen Plastik erhalten werden. Der Avesentliche Unterschied Bekanntem gegenüber liegt hier also darin, daß die frühere Wicklung rein willkürlich und sozusagen mehr oder weniger gleichmäßig vorgenommen wurde, während dies beim Erfindungsgegenstand ungleichmäßig dick, d. h. genau den äußern Linien h des Leibes und der Körperteile folgend, in kunstgerechter Weise stattfindet. Ist hiernach die innere biegsame Einlage als das Knochengerüst des Körpers anzusprechen, so wird durch diese Art Umwicklung das wirkliche Fleisch, die wirkliche Muskulatur ersetzt, die mit den Knochen eng verwachsen sind. Erst durch dieses Verwachsensein erhält dann das Modell bei allen Veränderungen die natürlichen Haltungen des von demselben dargestellten Körpers.
■ Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß an den Gelenkstellen b1 bis bs Biegungen des Drahtes ä1 und as2 vorgenommen werden können, welche eine natürliche Stellung der Körperteile verbürgen, zumal eine unbeabsichtigte Biegung an den übrigen, im lebenden Körper starre Knochen enthaltenden Stellen durch die mittels der Drahtiimwicklung hergestellte Starrheit der Drahteinlage verhindert wird. Die neue Puppe besitzt aber auch weiterhin die Biegsamkeit des Rückgrates und Halswirbels, die bisher in den seltensten Fällen und auch dann nur unter unnatürlicher Deformation der ganzen Puppe erreicht werden konnte.
Um den angestrebten Zweck j edoch in vollem Maße zu erreichen, bedarf das Drahtgerippe noch einer besonders gearteten Umhüllung. Diese besteht erfindungsgemäß darin, daß das Gerippe von einem Stoff, z. B. Wollfäden oder Streifen, in einer den Umrissen des natürliehen Fleisches entsprechenden Weise umwickelt ist. Es sind zwar schon Puppen mit gewickelten Gerippen bekannt geworden, diese Wicklung ist jedoch bisher nicht zielbewußt so geschehen, daß durch sie gleichzeitig die Weichteile des menschlichen oder tierischen Körpers in ihrer wirklichen Plastik erhalten werden. Der Avesentliche Unterschied Bekanntem gegenüber liegt hier also darin, daß die frühere Wicklung rein willkürlich und sozusagen mehr oder weniger gleichmäßig vorgenommen wurde, während dies beim Erfindungsgegenstand ungleichmäßig dick, d. h. genau den äußern Linien h des Leibes und der Körperteile folgend, in kunstgerechter Weise stattfindet. Ist hiernach die innere biegsame Einlage als das Knochengerüst des Körpers anzusprechen, so wird durch diese Art Umwicklung das wirkliche Fleisch, die wirkliche Muskulatur ersetzt, die mit den Knochen eng verwachsen sind. Erst durch dieses Verwachsensein erhält dann das Modell bei allen Veränderungen die natürlichen Haltungen des von demselben dargestellten Körpers.
Es ist einleuchtend, daß das Wesen der Erfindung nicht in der Festlegung eines bestimmten
Stoffes für die Wicklung liegt. ,: Man kann
auch das Gerippe mit einer an dasselbe sich eng anschließenden Gummiplastik vereinigen,
wodurch die Wirkung des Verwachsenseins von »Knochen und Fleisch« gleichfalls erzielt
wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Modell, das sich zur Darstellung verschiedener Bewegungen und Haltungen des Menschen- oder Tierkörpers beliebig verändern läßt, dadurch gekennzeichnet, daß das an sich bekannte Innengerippe an den Stellen, wo zur Hervorbringung der Bewegungen und Haltungen Gelenkigkeit herrschen soll, biegsamer gemacht ist als an den übrigen Stellen, während dasselbe gleichzeitig von einem den Linien des Leibes und der Körperteile genau folgenden Stoffe (Fäden, Streifen, Gummi o. dgl.) eng umwickelt bzw. umschlossen ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE293549C true DE293549C (de) |
Family
ID=548206
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DENDAT293549D Active DE293549C (de) |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE293549C (de) |
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
FR2493168A1 (fr) * | 1980-11-05 | 1982-05-07 | Kader Ind Cy Ltd | Silhouettes de figurines, notamment de poupees et similaires |
US20040093920A1 (en) * | 2002-11-18 | 2004-05-20 | Howard Raymond W. | Key cap |
-
0
- DE DENDAT293549D patent/DE293549C/de active Active
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
FR2493168A1 (fr) * | 1980-11-05 | 1982-05-07 | Kader Ind Cy Ltd | Silhouettes de figurines, notamment de poupees et similaires |
US20040093920A1 (en) * | 2002-11-18 | 2004-05-20 | Howard Raymond W. | Key cap |
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
DE69017561T2 (de) | Biegsame spielzeugfigur mit einstückigem hautüberzug. | |
DE2424635A1 (de) | Saugbewegungen nachahmende puppe | |
DE19700529A1 (de) | Modell zum Üben der cardiopulmonaren Wiederbelebung (CPR) eines Menschen | |
DE293549C (de) | ||
DE2033246A1 (de) | Lebendige Puppe | |
DE202012102728U1 (de) | Therapiegerät zur Durchführung reittherapeutischer Behandlungen | |
DE1222416B (de) | Gelenkverbindung an den Beinen einer Puppe | |
CH646538A5 (en) | Artificial human or animal body or body part for teaching purposes | |
DE10000309A1 (de) | Spielzeugfigur | |
DE343128C (de) | Biegsames Innengerippe fuer Nachdildungen des menschlichen oder tierischen Koerpers | |
AT77792B (de) | Zur Darstellung verschiedener Bewegungen und Haltungen des Menschen- oder Tierkörpers beliebig veränderbares Modell. | |
DE228275C (de) | ||
DE3930881A1 (de) | Beweglicher dekorationsartikel | |
DE1603608A1 (de) | Spielpuppe mit einem Geruest aus gelenkig miteinander verbundenen Gliedern | |
Kornmann | DieUlothrix-Arten von Helgoland. I | |
DE3305816C2 (de) | ||
DE3242360A1 (de) | Spielfigur | |
DE412263C (de) | Gepolsterte Spielzeugfigur | |
DE199213C (de) | ||
DE2805369A1 (de) | Fuer spielzeugfiguren bestimmtes skelettgestell | |
DE4012261A1 (de) | Bewegbarer dekorationsgegenstand | |
DE336277C (de) | Aufstellvorrichtung fuer Puppen | |
DE202018105307U1 (de) | Plastische Figur mit einem personalisierten Gesicht | |
DE123967C (de) | ||
DE2649C (de) | Verfahren zur Imitation von Straufsenfedern für Damenputz |