DE293133C - - Google Patents
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- DE293133C DE293133C DENDAT293133D DE293133DA DE293133C DE 293133 C DE293133 C DE 293133C DE NDAT293133 D DENDAT293133 D DE NDAT293133D DE 293133D A DE293133D A DE 293133DA DE 293133 C DE293133 C DE 293133C
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- casting
- drive shaft
- nose
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Links
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- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 10
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41B—MACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
- B41B7/00—Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices
- B41B7/02—Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices operating with fixed combinations of matrices
- B41B7/04—Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices operating with fixed combinations of matrices for casting individual characters or spaces, e.g. type casting machines
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, welche ermöglichen soll, mit den bekannten
Maschinen zum Gießen und Setzen von Büchdrucklettern auch Lettern von ungewöhnlich
großen Abmessungen zu erzeugen.
Bei diesen Maschinen hängt die Betriebsgeschwindigkeit unter anderem von der Zeit
ab, in welcher nach jedem Letternguß das Metall in der Form erkaltet. Um die Temperatur
der Form möglichst niedrig zu halten, wird sie durch besondere Kanäle mit Wasser
gekühlt, und die Düse der Letternmetallpumpe bleibt nicht dauernd mit der Öffnung der
Form in Verbindung, sondern wird nur im
ig Augenblick des Gusses in einen entsprechend gestalteten Sitz eingedrückt und unmittelbar
nach dem Einspritzen des Metalls wieder zurückgezogen, damit sie möglichst wenig Wärme
an die Form abgeben kann. Trotzdem verstreicht nach jedem Guß einige Zeit, bis das
Metall in der Form erhärtet ist. Die Masse des Metalls, das eine Letter darstellt, ist entsprechend
der erforderlichen Kegelweite innerhalb ziemlich weiter Grenzen veränderlich, und die Abkühlungszeit wird daher bei den
gebräuchlichen Maschinen für die größten vorkommenden Kegelweiten einer Schriftgröße
gerade ausreichend bemessen.
Es besteht nun das Bedürfnis, Maschinen dieser Art, die im Betriebe zeitweise nicht
durch Herstellung von normalem Satz beschäftigt sind, dazu zu verwenden, um besondere
Lettern, meist solche von ungewöhnlichen Größen, wie Initialen u. dgl., auf Vorrat
zu gießen. Für solche Lettern, deren Kegel bis zu einem Vierfachen und mehr der Masse normaler Letternkegel erfordert, genügt
die betriebsmäßige Abkühlungszeit nicht, und es muß daher eine besondere Vorkehrung getroffen
werden, um zu verhindern, daß die Gießform sich während des Betriebes immer
höher erhitzt, was binnen kurzem dazu führen würde, daß der Betrieb überhaupt unterbrochen
werden müßte, weil die Letter aus der Form ausgestoßen werden würde, bevor sie erhärtet ist.
Diesen Übelstand zu beseitigen ist der Zweck der Erfindung. Bei den Maschinen
der genannten Art folgt auf jeden Letternguß eine Neueinstellung des Maternrahmens
über der Gießform, und die hierdurch bedingte Pause zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Güssen wird gleichzeitig benutzt, um die zuletzt gegossene Mater aus der Form auszustoßen. Außerdem sind die genannten
Maschinen mit einer Ausrückvorrichtung versehen, die in der Regel von Hand umzustellen
ist und ausschließlich die Lettern-
metallpumpe stillsetzt. Diese Vorrichtung wird bei der Erzeugung normalen Satzes unter
anderem hauptsächlich dazu benutzt, um die Erzeugung und Einfügung solcher Zeilen
in das Setzschiff zu verhindern, die durch Versehen des Setzers fehlerhaft gelocht worden
sind.
Die Erfindung besteht darin, daß mit Maschinen der genannten Art eine Vorrichtung
ίο verbunden wird, welche mit Hilfe der erwähnten
Ausrückvorrichtung die Antriebswelle der Metallpumpe nach jedem Guß um eine bestimmte
Anzahl von Umläufen außer Tätigkeit setzt und dadurch dem Guß Zeit läßt, zu erkalten.
In der Zeichnung ist:
Fig. ι eine schematisch gehaltene Ansicht einer Letternsetzmaschine,
Fig. 2 eine schaubildliche Ansicht der Ausrückvorrichtung nach der Erfindung,
Fig. 3 eine Stirnansicht der das Ausrücken steuernden Kurvenscheibe, und
Fig. 4 ein Längsschnitt durch das Ende der die Kurvenscheibe antreibenden Kurbel.
In den Fig. 1 und 2 ist 1 die in bekarinter Weise wirkende Ausrückstange, die im normalen Betriebe von Hand herausgezogen werden kann und dadurch die Metallpumpe außer Tätigkeit setzt. 2, 2 sind die beiden durch Zahnräder miteinander gekuppelten Wellen, welche durch den Antrieb der Maschine unmittelbar in Umlauf gesetzt werden und durch Vermittelung von Kurvenscheiben, die auf ihren Wellen festgekeilt sind, die Bewegungen der verschiedenen Teile der Maschine ihrer Zweckbestimmung entsprechend erzeugen.
In den Fig. 1 und 2 ist 1 die in bekarinter Weise wirkende Ausrückstange, die im normalen Betriebe von Hand herausgezogen werden kann und dadurch die Metallpumpe außer Tätigkeit setzt. 2, 2 sind die beiden durch Zahnräder miteinander gekuppelten Wellen, welche durch den Antrieb der Maschine unmittelbar in Umlauf gesetzt werden und durch Vermittelung von Kurvenscheiben, die auf ihren Wellen festgekeilt sind, die Bewegungen der verschiedenen Teile der Maschine ihrer Zweckbestimmung entsprechend erzeugen.
Nach der Erfindung ist auf die eine Wand des Maschinengehäuses eine Knagge 3 festgespannt, die einem Hebel 4 als Drehpunkt
dient. Der Hebel 4 umfaßt die Ausrückstange i, und seine Bewegung auf der Stange
wird durch zwei einstellbare Anschläge 5 und 6 . begrenzt. Auf einem ebenfalls in der Wand
des Maschinengestells verschraubten Zapfen 7 sitzt drehbar eine Kurvenscheibe 8, deren
äußerer Umfang mit Schaltzähnen 13 versehen ist. Auf dem Zapfen 7 ist ein Schaltarm
15 drehbar, der eine in die Zähne 13 greifende Schaltklinke 14 trägt. Am Schaltarm
15 greift eine Schubstange 16 an, die durch ein drehbar am Ende einer Kurbel 18
angebrachtes Auge 17 geführt ist, und deren Bewegungen im Auge 17 durch verstellbare
Anschläge 19 begrenzt werden. Die Kurbel 18 ist auf eine der Antriebswellen 2 aufgekeilt.
In drei Kreisen verschieden großer Radien sind auf der Stirnseite der Kurvenscheibe 8
Sätze von Kurvenleitstücken 10, 11 und 12
angeordnet, und am Ausrückhebel 4 befindet sich eine längsverstellbare Nase 9, die in
die Bahn eines Satzes der Leitstücke 10, 11,
12 vorspringt, und zwar je nach der Stellung, in der die Nase 9 am Hebel 4 festgespannt
wird, entweder in die Bahn des ersten oder des zweiten oder des dritten Satzes.
Die Einrichtung wirkt wie folgt: Beim Betriebe der Maschine läuft die Antriebswelle 2
mit gleichförmiger Geschwindigkeit um. Der Schaltarm 15 wird also durch die Schubstange
16 hin und her geschwenkt. Die Abmessungen sind so gewählt, daß bei jedem
ganzen Umlauf der Antriebswelle 2 die Klinke 14 eine vollständige Hin- und Herschwingung
ausführt und an jedem Ende ihres Hubes nach beiden Richtungen kurze Zeit stillsteht.
Die Bewegungen des Schaltarms 15 werden so gesteuert, daß der Schalthub der
Klinke in demjenigen Zeitabschnitt stattfindet, in welchem die Pumpendüse auf ihren Sitz
zu bewegt wird. Da die Ausrückvorrichtung als Riegel ausgebildet ist, der zwischen die
die Pumpe einrückenden Organe eingeschoben wird und bewirkt, daß die Pumpe während
ihrer Rückzugbewegung ausgerückt wird, so bleibt das Pumpwerk außer Tätigkeit, solange
die Ausrückstange 1 in der herausgezogenen Stellung festgehalten wird. Der äußerste Satz
von Leitstücken 12 besteht aus drei Teilen, deren Länge ungefähr der Länge der Schaltzähne
13 gleich ist, und die in entsprechenden Abständen angeordnet sind. Ist daher
die Nase 9 in die Bahn der Leitschienen 12 eingestellt, so wird der Ausrückhebel 4 bei
jedem zweiten Umlauf der Antriebswelle geschwenkt und in der Ausrückstellung festgehalten,
so daß die Abkühlungszeit der Gießform um die Zeit eines Umlaufs der Antriebswelle
nach jedem Guß verlängert wird.
Der innere Leitschienensatz 10 besteht aus zwei Leitstücken, deren Abstand ungefähr
dem aufeinanderfolgender Schaltzähne 13 entspricht. Ist also die Nase 9 auf diesen Satz
eingestellt, so wird die Pumpe während jedes dritten Umlaufs der Antriebswelle außer Tätigkeit
gesetzt, so daß die hinzukommende Abkühlungszeit zwischen je zwei aufeinanderfolgenden
Güssen eintritt.
Der mittlere Leitschienensatz 11 besteht
ebenfalls aus zwei Leitstücken, deren Länge ungefähr gleich der Länge zweier aufeinanderfolgender
Schaltzähne 13 gemacht ist. Ist also die Nase 9 auf diesen Satz eingestellt,
so wird die Abkühlungszeit auf zwei Umläufe in je drei aufeinanderfolgenden Umläufen der
Antriebswelle ausgedehnt.
Durch entsprechende Änderung der Verzahnung 13 und der Länge der Leitschienen
10 bis 12 kann die Länge und Folge der Abkühlungspausen
beliebig verändert werden. (
Claims (1)
- Patent-Anspruch:
Vorrichtung zum zeitweisen Ausschalten der Metallpumpe an Letterngießmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebswelle eine mit mehreren auf Kreisen verschiedener Radien liegenden Sätzen von Leitstücken versehene Scheibe trägt, und wobei nach Belieben einer der Sätze dieser Scheibe mit dem Ausrückhebel der Metallpumpe vermittels einer an ihm einstellbaren Nase in Eingriff gebracht werden kann.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE293133C true DE293133C (de) |
Family
ID=547828
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DENDAT293133D Active DE293133C (de) |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE293133C (de) |
-
0
- DE DENDAT293133D patent/DE293133C/de active Active
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