DE2924332C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft neue markierte Konjugate zur Verwendung
in spezifischen Bindungs-Untersuchungsverfahren
für Liganden oder deren Bindungspartner in einem flüssigen
Medium. Die Erfindung betrifft insbesondere Flavin-adenin-
dinukleotid (FAD)-markierte Konjugate zur Verwendung in
solchen Untersuchungen, insbesondere zum Nachweis von
Jodothyronin, wie Thyroxin, im Serum. Beschrieben werden
auch Zwischenprodukte, die bei der Synthese der neuen
markierten Konjugate gebildet werden.
Die Jodothyronine haben die folgende allgemeine Formel
worin β ¹ und β ² unabhängig voneinander Wasserstoff oder
Jod bedeuten. Die hauptsächlichsten Jodothyronine von
klinischem Interesse werden in der nachfolgenden Tabelle
1 gezeigt.
Die quantitative Bestimmung der Konzentration von verschiedenen
Jodothyroninen, insbesondere der Hormone T-3
und T-4 in Serum und der Sättigungsgrad der Jodothyronin-
Bindungsstellen an dem Trägerprotein-Thyroid-bindendem
Globulin (TBG) sind wertvolle Hilfen bei der Diagnose von
Thyroid-Störungen. Ebenso ist die Bestimmung anderer Komponenten
von Körperflüssigkeiten, einschließlich Serum,
brauchbar zur Beurteilung des Gesundheitszustandes von
Individuen. Beispiele für andere Substanzen von klinischem
Interesse gehen aus der nachfolgenden Beschreibung hervor.
Spezifische Bindungs-Bestimmungsmethoden haben eine technische
Weiterentwicklung erfahren von der ursprünglichen
kompetitiven Bindungsradioimmunoassay (RIA), bei welcher
ein Radioisotop-markiertes Antigen Kompetitiv zu einem Antigen
aus einer Versuchsprobe zum Binden des spezifischen
Antikörpers gemacht wird. Bei der RIA-Technik wird eine
Antigenprobe quantitativ bestimmt durch Messung des Anteils
der Radioaktivität, die mit dem Antikörper assoziiert
wird, indem man die Bindung des radiomarkierten Antigens
(die gebundene Spezies des markierten Antigens) zu der
Radioaktivität, die mit dem Antikörper (der freien Spezies)
unassoziiert verbleibt, mißt und dann das Verhältnis mit
einer Standardkurve vergleicht. Ein umfassender Überblick
über die RIA-Technik wird in Skelly et al., Clih. Chem., 19,
146 (1973), gegeben. Während RIA definitionsgemäß auf der
Bindung des spezifischen Antikörpers mit einem Antigen oder
Hapten basiert, wurden radiomarkierte Bindungsversuche
entwickelt, die auf anderen spezifischen Bindungsreaktionen
beruhen, wie zwischen Hormonen und deren Bindungsproteinen.
Aus den radiomarkierten Bindungsuntersuchungsmethoden haben
sich nicht-radioisiotopische Bindungsuntersuchungsmethoden
entwickelt, bei denen markierte Substanzen, wie Enzyme,
verwendet werden (siehe US-PS 36 54 090 und 38 17 837).
Kürzlich sind weitere verbesserte, nicht-radioisotopische
Bindungsversuche entwickelt worden, die in den DE-OS
26 18 419 und 26 18 511 beschrieben werden und bei denen
spezielle einzigartige Markierungssubstanzen, einschließlich
Coenzyme, zyklische Reaktanten, spaltbare Fluoreszenzenzymsubstrate
und Chemilumineszenmoleküle verwendet werden.
Flavin-adenin-dinukleotid wird als geeignet zur Coenzymmarkierung
erwähnt, weil FAD als Coenzym in geeigneten Überwachungsreaktionen
fungiert. In der deutschen Offenlegungsschrift
29 24 249 A1 der Anmelderin wird FAD als geeignet
beschrieben, spezifische Bindungs-Untersuchungsverfahren
zu verbessern unter Anwendung einer prostetischen
Gruppe als Markierung, weil FAD auch als prostetische
Gruppe in ausgewählten biochemischen Systemen wirkt. Es
gibt verschiedene Methoden zur Bestimmung von Jodothyronin-
Konzentrationen im Serum. Ein beachtlicher Fortschritt
in der Jodothyronin-Bestimmung wurde durch die Entwicklung
der kompetitiven Protein-Bindungsuntersuchungsmethode von
Murphy und Pattee, J. Clin. Endocrinol. Metab., 24, 187 (1964),
gezeigt, bei dem radiomarkiertes Jodothyronin mit Serumjodothyronin
kompetitiv bei der Bindung von TBG sind.
Die Entwicklung eines spezifischen Antiserums für verschiedene
Jodothyronine ermöglichte die Entwicklung von Radioimmunoassays,
bei denen radiomarkiertes und Serum-jodothyronin
kompetitiv an Antikörper anstelle von TBG gebunden werden.
In diesen beiden kompetitiven Protein-Bindungsuntersuchungsmethoden
und der Radioimmunoassay für Jodothyronin
besteht das radiomarkierte Material aus nativem Jodothyronin,
bei dem ein oder mehrere Jodatome durch radioaktives Jodisotop,
im allgemeinen ¹²⁵J, ersetzt wird. Die vorerwähnte
nicht-radioisiotopische Bindungs-Untersuchungsmethode hat
weitere vorteilhafte Verfahren zur Bestimmung von Jodothyronin
ermöglicht, insbesondere solche, wie sie in den
US-PS 40 43 872 und 40 40 907 und insbesondere in den
DE-OS 26 18 419 und 26 18 511 sowie in der DE-OS
29 24 249 beschrieben werden.
Es wurden nun neue Flavin-adenin-dinukleotid (FAD)-markierte
Konjugate entwickelt für die Verwendung in Bindungsuntersuchungen,
zur Bestimmung von Liganden oder Bindungspartner
davon, für die ein analytisches Interesse besteht,
wie Jodothyroninen, und insbesondere für die Anwendung in
der hier erwähnten Untersuchungsmethode unter Verwendung
einer Markierung prostetischer Gruppen. Die FAD-markierten
Konjugate haben die folgende allgemeine Formel
worin Riboflavin-(Phos)₂-Ribose den Riboflavin-pyrophosphat-
ribose-Rest in FAD darstellt, n=2 bis 6 und vorzugsweise
2 oder 6 bedeutet und ein spezifisch bindungsfähiger
Ligand ist oder ein spezifisches Bindungsanalog davon
und vorzugsweise ein Jodothyronin darstellt, wie Thyroxin,
das über eine Amidbindung gebunden ist.
Der spezifisch bindungsfähige Ligand oder dessen Analog bei
den vorliegenden markierten Konjugaten ist hinsichtlich
seiner chemischen Natur im allgemeinen ein Protein, Polypeptid,
Peptid, Kohlenwasserstoff, Glycoprotein, Steroid oder ein
anderes organisches Molekül, für welches ein spezifischer
Bindungspartner erhältlich ist. Funktionell ausgedrückt
ist der Ligand im allgemeinen ein Antigen oder ein Antikörper
dazu, ein Hapten oder ein Antikörper dazu, oder
ein Hormon, Vitamin oder ein Arzneimittel oder ein Rezeptor
oder eine Bindungssubstanz dafür. Im allgemeinen ist
der Ligand ein immunologisch aktives Polypeptid oder
Protein mit einem Molekulargewicht zwischen 1000 und 4 000 000,
wie ein antigenisches Polypeptid oder Protein oder ein
Antikörper, oder er ist ein Hapten mit einem Molekulargewicht
zwischen 100 und 1500.
FAD-markierte Konjugate, bei denen der Ligand ein Jodothyronin
ist, sind besonders bei der Verwendung in spezifischen
Bindungsuntersuchungsmethoden geeignet für die Bestimmung
von Jodothyronin in flüssigen Medien, wie Serum,
und haben vorzugsweise die allgemeine Formel
worin Riboflavin-(Phos)₂-Ribose den Riboflavin-pyrophosphat-ribose-
Rest in Flavin-adenin-dinukleotid darstellt, n=2
bis 6 bedeutet, β ¹ und β ² unabhängig voneinander Wasserstoff
oder Jod bedeuten.
Die FAD-markierten Konjugate werden in Bindungsversuchen
für Liganden oder für spezifische Bindungspartner davon
verwendet und werden bestimmt, d. h. überwacht, für die
Zwecke dieser Untersuchungsmethode durch Messung der FAD-
Aktivität, z. B. der Coenzym- oder prostetischen Gruppenaktivität,
die bei der Kombination eines solchen Konjugats
mit einem Apoenzym erzeugt wird, welches FAD veranlaßt,
seine katalytische Funktion auszuüben. Dies wird ausführlich
in der vorerwähnten DE-OS 29 24 249
beschrieben.
Die vorliegenden FAD-markierten Konjugate können auf verschiedene
Weise hergestellt werden. Beispielsweise besteht
eine Syntheseroute in der folgenden allgemeinen Reaktion:
Bei der Umsetzung von 6-Chlor-9-(2′,3′-O-isopropyliden-β-
D-ribofuranosyl)-purin (1) (Hampton et al., J. Am. Chem. Soc.,
83, 150 [1961]) mit einem α,ω-Diaminoalkan, ausgewählt aus
der in Tabelle 2 gezeigten Aufstellung
n | |
α,ω-Diaminoalkan | |
2 | |
1,2-Diaminoethan | |
3 | 1,3-Diaminopropan |
4 | 1,4-Diaminobutan |
5 | 1,5-Diaminopentan |
6 | 1,6-Diaminohexan |
erhält man das Zwischenprodukt 6-(ω-Aminoalkyl)-9-(2′,3′-
O-isopropyliden-β-D-ribofuranosyl)-purin (2)
Das Aminopurin-Zwischenprodukt (2) wird dann durch Bildung
einer Peptid- oder Amidbindung mit entweder dem Liganden,
sofern dieser eine Carbonsäurefunktion aufweist, oder einem
Bindungsanalog des Liganden (z. B. einem Derivat des Liganden),
wobei der Analog die gewünschte Carbonsäurefunktion
aufweist, verbunden unter Bildung des Liganden- oder Analog-
substituierten Adenosin-Zwischenproduktes (3)
worin der Ligand oder dessen Analog, gebunden über
eine Amidbindung, darstellt. Solche Kondensationsreaktionen
können durchgeführt werden, indem man das Aminopurin-Zwischenprodukt
(2) direkt mit dem Carbonsäure enthaltenden
Liganden oder dem Ligandenanalogen unter Anwendung üblicher
Peptidkondensationsreaktionen umsetzt, z. B. der Carbodiimidreaktion
(Science, 144, 1344 [1964]), der Mischanhydridreaktion
(Erlanger et al., Methods in Immunology and
Immunochemistry, herausgegeben von Williams and Chase,
Academic Press [New York, 1967], S. 149) und der Säureazid-
und Aktivesterreaktionen (Kopple, Peptides and Amino Acids,
W. A. Benjamin, Inc. [New York, 1966]). Ein allgemeiner
Überblick wird in Clin. Chem., 22, 726 (1976), gegeben.
Es ist natürlich ersichtlich, daß andere gut bekannte Verfahren
zum Kuppeln des Liganden oder eines Derivates
davon an das Aminopurin-Zwischenprodukt (2) möglich sind.
Insbesondere können übliche bifunktionelle Kupplungsmittel
zum Kuppeln eines Liganden oder dessen Derivat, enthaltend
eine Carbonsäure- oder Aminogruppe, an das Aminopurin-
Zwischenprodukt (2) verwendet werden. Zum Beispiel können
Amin-Amin-Kupplungsmittel, wie Bis-isocyanate, Bis-imidoester
und Glutaraldehyd (Immunochem., 6, 53 [1969]) zum Kuppeln
eines Liganden oder dessen Derivats, enthaltend eine Aminogruppe,
an das Aminopurin-Zwischenprodukt (2) verwendet
werden. Es sind weiterhin auch geeignete Kupplungsreaktionen
zum Einführen einer Brückengruppe beim Kuppeln eines
Amins bekannt (z. B. des Aminopurin-Zwischenproduktes) an
eine Carbonsäure (z. B. den Liganden oder ein Derivat davon)
bekannt. Kupplungsreaktionen dieser Art werden genau, z. B.
in der vorerwähnten Monografie von Kopple und in Lowe &
Dean, Affinity Chromatography, John Wiley & Sons (New York,
1974) beschrieben.
Solche Kupplungsverfahren können als Äquivalente für die
vorher erwähnten Peptid-Kondensationsreaktionen für die
Herstellung von brauchbaren markierten Konjugaten angesehen
werden. Die Wahl der Kupplungstechnik hängt von den in
dem Liganden oder dessen Analog für die Kupplung an das
Aminopurin-Zwischenprodukt (2) zur Verfügung stehenden
Funktionalitäten und der Länge der gewünschten Brückengruppe
ab. In allen Fällen umfaßt bei der vorliegenden Erfindung
das entstandene Kondensationsprodukt das Aminopurinderivat,
das dann schließlich in FAD umgewandelt wird, gebunden
an den restlichen Teil des Produktes, oder gebunden an den
restlichen Teil des FAD-markierten Konjugats, und zwar über
eine Amidbindung. Ein solcher Restteil des Kondensationsproduktes
oder Konjugats wird als Rest eines Bindungsanalogs
des Liganden angesehen, sofern der Ligand nicht selbst
direkt an das Aminopurin-Zwischenprodukt (2) gekuppelt ist.
In der vorliegenden Beschreibung und in den Ansprüchen bedeutet
die Abkürzung den Liganden oder dessen Bindungsanalog,
gekuppelt über eine Amidbindung, wobei das Analog
ein Derivat des Liganden, gekuppelt durch Peptidkondensation,
sein kann oder den Liganden oder dessen Derivat darstellt,
gekuppelt über eine Brückengruppe, die eingesetzt
wurde durch Kupplung des Liganden oder dessen Derivats mit
einem bifunktionellen Kupplungsmittel.
Es liegt auf der Hand, daß beim Kuppeln des Liganden oder
dessen Derivats an das Aminopurin-Zwischenprodukt (2) es
wünschenswert sein kann, gewisse reaktive Gruppen in einem
solchen Liganden, um Nebenreaktionen während der Kupplungsreaktion
zu vermeiden, zu schützen.
Der Schutz der reaktiven Gruppen kann auch wünschenswert
sein, um störende Reaktionen während der Synthesestufen, die
nachfolgend für die Herstellung der Zubereitungen von FAD-
markierten Konjugaten beschrieben werden, zu vermeiden.
Abhängig von dem spezifischen Liganden oder dessen Derivaten,
das bei der gewählten Kupplungsmethode angewendet wird, kann
die Zugabe von Schutzgruppen an den reaktiven Stellen in
dem Liganden oder dessen Derivat vor oder nach der Kupplung
an das Aminopurin-Zwischenprodukt (2) erfolgen. Der Fachmann
hat hier eine große Auswahl an üblichen Blockierungsreaktionen
zur Verfügung, mit denen er den gewünschten Schutz
der reaktiven Gruppen vornehmen kann, wobei die zugeführte
Blockierungsgruppe auch wieder einfach in einer nachfolgenden
Synthesestufe entfernt werden kann, um den ursprünglichen
Liganden oder dessen Derivat, gekuppelt an FAD, zu erhalten.
Ist z. B. der Ligand ein Jodothyronin, so wird bevorzugt,
die Aminogruppe vor der Kondensation oder Bindung mit
dem Aminopurin-Zwischenprodukt zu schützen. Das Amino-geschützte
Jodothyronin-Zwischenprodukt hat die Formel
β ¹, β ²=H oder J,
worin Y eine Aminoschutzgruppe bedeutet. Es ist ersichtlich, daß der Schutz der Aminogruppe ein übliches Verfahren ist und daß man die Aminoschutzgruppe aus einer Vielzahl von Gruppen auswählen kann, einschließlich der Trifluoracetylgruppe, die bevorzugt wird, und dergleichen und auch anderen Gruppen vom Acyltyp (z. B. Formyl, Benzoyl, Phthalyl, p-Tosyl, Aryl- und Alkylphosphoryl, Phenyl- und Benzylsulfonyl, Tritylsulfenyl, o-Nitrophenyl-sulfenyl und o-Nitrophenoxyacetyl), solchen vom Alkyltyp (z. B. Trityl, Benzyl und Alkyliden) und solchen vom Urethantyp (z. B. Carbobenzoxy, p-Brom-, p-Chlor- und p-Methoxycarbobenzoxy, Tosyloxyalkyloxy-, Cyclopentyloxy-, Cyclohexyloxy-, t-Butyloxy-, 1,1-Dimethylpropyloxy-, 2-(p-Biphenyl)-2-propyloxy- und Benzylthiocarbonyl.
worin Y eine Aminoschutzgruppe bedeutet. Es ist ersichtlich, daß der Schutz der Aminogruppe ein übliches Verfahren ist und daß man die Aminoschutzgruppe aus einer Vielzahl von Gruppen auswählen kann, einschließlich der Trifluoracetylgruppe, die bevorzugt wird, und dergleichen und auch anderen Gruppen vom Acyltyp (z. B. Formyl, Benzoyl, Phthalyl, p-Tosyl, Aryl- und Alkylphosphoryl, Phenyl- und Benzylsulfonyl, Tritylsulfenyl, o-Nitrophenyl-sulfenyl und o-Nitrophenoxyacetyl), solchen vom Alkyltyp (z. B. Trityl, Benzyl und Alkyliden) und solchen vom Urethantyp (z. B. Carbobenzoxy, p-Brom-, p-Chlor- und p-Methoxycarbobenzoxy, Tosyloxyalkyloxy-, Cyclopentyloxy-, Cyclohexyloxy-, t-Butyloxy-, 1,1-Dimethylpropyloxy-, 2-(p-Biphenyl)-2-propyloxy- und Benzylthiocarbonyl.
Die substituierten Adenosin-Zwischenprodukte, die durch
Kondensation bzw. Bindung zwischen dem Aminopurin-Zwischenprodukt
(2) und dem Amino-geschützten Jotothyronin-Zwischenprodukt
(4) erfolgt, haben die Formel (3), worin
β ¹, β ²=H oder J,
worin Y eine der vorerwähnten Aminoschutzgruppen ist.
worin Y eine der vorerwähnten Aminoschutzgruppen ist.
Die Behandlung des Zwischenproduktes (3) mit Phosphoroxychlorid
ergibt das mit dem phosphorylierten Liganden oder
dessen Analog substituierte Adenosin-Zwischenprodukt (6)
welches bei der Hydrolyse das durch den Liganden oder
dessen Analog substituierte 5′-Adenylsäure-Zwischenprodukt
(7)
ergibt.
Die Kondensation von Riboflavin-5′-monophosphat mit dem
Zwischenprodukt (7), aktiviert zu einem Phosphorimidazolidat
durch Behandlung mit N,N′-Carbonyldiimidazol, ergibt
FAD-markierte Konjugate (8)
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform, bei der der Ligand
Jodothyronin ist und somit durch die Formel
(5) dargestellt wird, hat das entstehende FAD-Jodothyroninkonjugat
die Formel (9)
β¹, β²=H oder J,
worin Y eine Aminoschutzgruppe ist oder nach üblicher Behandlung zur Entfernung einer solchen Schutzgruppe Y Wasserstoff darstellt.
worin Y eine Aminoschutzgruppe ist oder nach üblicher Behandlung zur Entfernung einer solchen Schutzgruppe Y Wasserstoff darstellt.
Wie vorher dargestellt, haben die neuen Zwischenprodukte
(2), (3), (6) und (7), die im Laufe der Synthese der FAD-
markierten Konjugate gebildet werden, die folgenden allgemeinen
Formeln (das Aminopurin-Zwischenprodukt (2) entspricht
der Formel A, und die Zwischenprodukte (3), (6) und (7) entsprechen
der Formel B,
Formel A
worin n=2 bis 6 ist; und
Formel B
worin ein spezifisch bindungsfähiger Ligand ist
oder ein Bindungsanalog dazu und vorzugsweise die Formel
(5) hat, gebunden über eine Amidbindung; n=2 bis 6 und
β ¹ und β ² unabhängig voneinander Wasserstoff oder Jod bedeuten
und
bedeutet, wenn R² und R³ zusammen die
Gruppe
bedeutet, und
bedeutet, wenn
R² und R³ OH bedeuten.
Wie bereits dargelegt, ist der Ligand in dem markierten Konjugat
oder dessen Bindungsanalog in den meisten Fällen ein
immunologisch aktives Polypeptid oder Protein mit einem
Molekulargewicht zwischen 1000 und 4 000 000, wie ein
antigenisches Polypeptid oder Protein oder ein Antikörper
oder ein Hapten mit einem Molekulargewicht zwischen 100
und 1500. Verschiedene Verfahren zum Kuppeln solcher Liganden
oder Analogen davon an das Aminopurin-Zwischenprodukt
(2) über eine Amidbindung bei der Synthese der vorliegenden
FAD-markierten Konjugate werden nachfolgend gezeigt.
Typische und spezifische bindungsfähige Proteinliganden
sind im allgemeinen Antikörper, insbesondere solche der
IgG-, IgE-, IgM- und IgA-Klasse, z. B. Hepatitis B-Antikörper,
und antigenische Proteine, wie Insulin, chorionisches
Gonadotropin (z. B. HCG), carcinoembrionisches Antigen (CEA),
Myoglobin, Hämoglobin, follikelstimulierendes Hormon,
humanes Wachstumshormon, thyroidstimulierendes Hormon
(TSH), humanes Placentalactogen, Thyroxinbindungsglobulin
(TSG), instrinsischer Faktor, Transcobalamin, Enzyme,
wie alkalische Phosphatase und Milchsäuredehydrogenase,
und hepatitisassoziierte Antigene, wie Hepatitis B-
Oberflächenantigen (HBsAg), Hepatitis e-Antigen (HBeAg)
und Hepatitis-Kernantigen (HBvAg). Typische Polypeptid-Liganden
sind Angiotensin I und II, C-Peptid, Oxytocin,
Vasopressin, Neurophysin. Gastrin, Secretin und Glucagon.
Da Liganden dieser allgemeinen Kategorie als Peptide zahlreiche
verfügbare Carbonsäure- und Aminogruppen aufweisen,
kann die Kupplung des Aminopurin-Zwischenproduktes (2)
nach üblichen Peptid-Kondensationsreaktionen durchgeführt
werden, wie durch eine Carbodiimidreaktion, der Mischanhydridreaktion
und dergleichen, wie sie bereits vorher erwähnt
wurden, oder unter Verwendung von üblichen bifunktionellen
Reagentien, die in der Lage sind, eine Kupplung
von Carbonsäure- oder Aminofunktionen in der Aminogruppe
des Aminopurin-Zwischenproduktes (2), wie vorher beschrieben,
zu bewirken. Allgemeine Hinweise bezüglich der Kupplung
von Proteinen an primäre Amine oder Carbonsäuren wurden
bereits vorher gegeben.
Haptene stellen eine große Klasse organischer Substanzen
dar, die eine immunochemische Reaktion in einem Gasttier
nur dann entwickeln, wenn sie in Form eines immunogenen
Konjugates aus dem Hapten, gekuppelt an ein Trägermolekül,
und zwar in den meisten Fällen einem Protein, wie Albumin,
injiziert werden. Die Kupplungsreaktionen zur Bildung der
immunogenen Konjugate sind aus dem Stand der Technik bekannt
und bestehen im allgemeinen aus der Kupplung eines
Carbonsäure-Liganden oder eines Carbonsäurederivates des
Liganden an eine verfügbare Aminogruppe des Proteinträgers
unter Bildung einer Amidbindung. Solche bekannten Kupplungsreaktionen
sind direkte Analoge zu der vorliegenden
Bildung von markierten Konjugaten durch Kupplung von Carbonsäureliganden
oder deren Bindungsanalogen an das Aminopurin-Zwischenprodukt (2).
Hapten-Liganden, die selbst Carbonsäurefunktionen aufweisen,
mittels derer sie direkt an das Aminopurin-Zwischenprodukt
(2) gekuppelt werden können, sind z. B. Jodthyroninhormone,
wie Thyroxin und Liothyronin, und auch andere
Stoffe, wie Biotin, Valpronsäure, Folsäure und gewisse
Prostaglandine. Es folgen typische Synthesewege zur Herstellung
von Carbonsäure-Bindungsanalogen von Hapten-Liganden,
die selbst keine verfügbaren Carbonsäurefunktionen enthalten,
wodurch solche Analoge an das Aminopurin-Zwischenprodukt
(2) durch die vorerwähnte Peptid-Kondensationsreaktion
oder eine bifunktionelle Kupplungsmittelreaktion
gekuppelt werden kann (in der nachfolgenden Strukturformel
bedeutet n eine ganze Zahl, gewöhnlich 1 bis 6, und Me bedeutet
Methyl).
Dibenz[b,f]azepin wird nacheinander mit Phosgen, einem
ω-Aminoalkanol, und Jones-Reagens (Chromtrioxid in Schwefelsäure)
nach dem Verfahren von Singh, gemäß US-PS 40 58 511
behandelt, wobei man die folgende Reihe von Carbonsäuren
erhält:
Arbeitet man nach dem Verfahren von Cook et al., Pharmacologist,
17, 219 (1975), so wird Chinidin demethyliert und dann
mit 5-Bromvalerat behandelt und anschließend sauer hydrolysiert
unter Bildung eines geeigneten Carbonsäurederivates.
Das Aglycon des Herzglycosids wird mit Bernsteinsäureanhydrid
und Pyridin nach dem Verfahren von Oliver et al.,
J. Clin. Invest., 47, 1035 (1968), behandelt, wobei man folgende
Verbindung erhält
Nach dem Verfahren von Cook et al., Res. Comm. Chem. Path.
Pharm., 13, 497 (1976), wird 4,5-Diamino-1,3-dimethylpyrimidin-
2,6-dion mit Glutarsäureanhydrid erhitzt, wobei man
erhält.
Natriumphenobarbital wird mit Methyl-5-bromovalerat erhitzt,
und das Produkt wird zu dem entsprechenden Säurederivat
von Phenobarbital hydrolysiert (Cook et al.,
Qantitative Analytic Studies in Epilepsy, herausgegeben
von Kelleway und Peterson, Raven Press [New York, 1976],
S. 39-58):
Um das Säurederivat von Primidon zu erhalten unter Verwendung
der gleichen Methode von Cook et al. wird 2-Thiophenbarbital
analysiert, hydrolysiert und das Produkt mit
Raney-Nickel behandelt, wobei man
erhält.
Nach dem Verfahren von Cook et al., Res. Comm. Chem. Path.
Pharm., 5, 767 (1973), wird Natriumdiphenylhydatoin mit
Methyl-5-bromovalerat umgesetzt und anschließend sauer
hydrolysiert, wobei man
erhält.
Freie Morphinbase wird mit Natrium-β-chloracetat nach dem
Verfahren von Spector et al., Science, 168, 1347 (1970), behandelt,
wobei man ein geeignetes Carbonsäurederivat erhält.
Nach dem Verfahren von Langone et al., Biochem., 12 (24),
5025 (1973), werden trans-Hydroxymethylnikotin und Bernsteinsäureanhydrid
umgesetzt, wobei man
erhält.
Geeignete Carbonsäurederivate von Testosteron und Androstendion,
die über einer der 1- oder 7-Stellungen des Steroidkerns
verknüpft sind, erhält man nach dem Verfahren von
Bauminger et al., J. Steroid Biochem. 5, 739 (1974). Typische
Testosteronderivat sind
Geeignete Carbonsäurederivate von Östrogenen, z. B. Östron,
Östradiol und Östriol, erhält man nach dem Verfahren
von Bauminger et al. Ein typisches Östronderivat ist
Geeignete Carbonsäurederivate von Progesteron und dessen
Metaboliten, die über eine der 3-, 6- oder 7-Stellungen
im Steroidkern verknüpft sind, erhält man nach dem Verfahren
von Bauminger et al. Ein typisches Beispiel hierfür
sind
Die vorerwähnten Verfahren sind lediglich Beispiele für
die vielen geeigneten Verfahren zur Herstellung von Carbonsäurederivaten
von Haptenen, von analytischem Interesse.
Die grundsätzlichen Verfahren zur Herstellung von Derivaten
sind in Clin. Chem., 22, 726 (1976), beschrieben und schließlich
die Veresterung eines primären Alkohols mit Bernsteinsäureanhydrid
(Abraham und Grover, Principles of Competitive
Protein-Binding Assays, herausgegeben von Odell und
Daughaday, J. B. Lippincott Co. [Philadelphia, 1971], S. 140-157),
die Bildung eines Oxims aus der Umsetzung einer
Ketongruppe mit einem Carboxymethylhydroxylamin (J. Biol.
Chem., 234, 1090 (1959), die Einführung einer Carbonsäuregruppe
in einen Phenolrest unter Verwendung von Chloracetat
(Science, 1968, 1347 [1970]) und das Kuppeln an diazotierte
p-Aminobenzoesäure in der in J. Biol. Chem., 235, 1051 (1960),
beschriebenen Verfahrensweise ein.
Das allgemeine Reaktionsschema, wie vorher beschrieben,
wird durch die folgende Beschreibung für die Synthese
von Ethyl-(n=2)- und Hexyl-(n=6)-analogen der FAD-
markierten Konjugate in Beispielen gezeigt, bei denen der
Ligand das Jodothyroninthyroxin ist (d. h. hat die
Formel (5), worin β ¹ und b ² beide Jod bedeuten). In der
Beschreibung sind auch Untersuchungsmethoden und die erzielten
Ergebnisse gezeigt, die erhalten wurden unter Anwendung
der in den Beispielen beschriebenen Analogen von
markierten Konjugaten in spezifischen Bindungs-Untersuchungen
für Thyroxin.
13,56 g (41,5 mmol) 6-Chlor-9-(2′,3′-O-isopropyliden-β-D-ribofuranosyl)-
purin (1) (Hampton et al., J. Am. Chem. Soc.,
83, 150 [1961]) wurden während 15 Minuten unter Rühren zu
einem kalten Überschuß an 1,2-Diaminoäthan (75 ml) gegeben.
Die erhaltene Lösung wurde 24 Stunden bei Raumtemperatur
stehengelassen. Die Lösung wurde im Vakuum eingedampft
und das erhaltene gelbe Öl wurde mit 50 ml kaltem,
gesättigtem Natriumbicarbonat gerührt. Die Mischung wurde
im Vakuum eingedampft, und der erhaltene Rückstand wurde
wiederholt im Vakuum eingedampft, zuerst aus Wasser (dreimal
aus 50 ml) und daß aus 2-Propanol (viermal aus 50 ml), wobei
man ein gelbes, glasartiges Produkt (15 g) erhielt.
Ein Teil (3 g) des glasartigen Produktes wurde in einer
geringen Menge Wasser gelöst und auf die Spitze einer 25×55
cm mit Dowex® 50W-X2-Kationenaustauscherharz in der
Ammoniumform gefüllte Kolonne gegeben.
Die Kolonne wurde mit einem linearen Gradienten mit 2 l
von jeweils Wasser und 0,5 mol/l Ammoniumbicarbonat eluiert.
Die Eluierung wurde vervollständigt unter Verwendung eines
Lineargradienten der erzeugt wurde mit 2 l von jeweils 0,5 mol/l
und 1 mol/l. Ammoniumbicarbonat. Der Abfluß aus dieser
Säule wurde in 19-ml-Fraktionen gesammelt und durch Eluieren
über Platten aus Kieselgel dünnschichtchromatografisch
mit einer Mischung von 9 : 1 (V/V)
aus Äthanol und Ammoniumhydroxid behandelt. Die entwickelten
TLC-Platten (Dünnschichtchromatografieplatten) wurden
unter ultraviolettem Licht untersucht und mit Ninhydrinreagenz
besprüht (Randerath, Thin Layer Chromatography,
Academic Press [1966]). Die Fraktionen 250 bis 350 aus
der Säulenchromatografie wurden vereint und im Vakuum
eingedampft, wobei man das gewünschte Purin (2) als schwarzgelbes
amorphes Glas (1,5 g) erhielt.
Analyse für C₁₅H₂₂N₆O₄:
Berechnet: C 51,42, H 6,33, N 23,99;
gefunden: C 50,92, H 6,54, N 23,01.
Berechnet: C 51,42, H 6,33, N 23,99;
gefunden: C 50,92, H 6,54, N 23,01.
NMR (60 MHz, CDCl₃):
δ 1,32 (s, 3 H, Isopropyliden), 1,63 (s, 3 H, Isopropyliden), 5,92 (d, 1 H, 1′-Ribose), 7,90 (s, 1 H, Purin), 8,26 (s, 1 H, Purin).
δ 1,32 (s, 3 H, Isopropyliden), 1,63 (s, 3 H, Isopropyliden), 5,92 (d, 1 H, 1′-Ribose), 7,90 (s, 1 H, Purin), 8,26 (s, 1 H, Purin).
Optische Drehung [α] =-74,85° (c 1,0, CH₃OH).
Das zurückbleibende Rohprodukt (12 g) wurde chromatografisch
über Dowex® 50W-X2, wie vorher beschrieben, gereinigt.
Die Gesamtausbeute betrug 8 g (55%).
Diese Verbindung wurde nach dem Verfahren von Blank, J. Pharm.
Sci., 53, 1333 (1964), hergestellt. Zu einer gekühlten (0°C)
und gerührten Suspension von 5 g (6,4 mmol) L-Thyroxin
in 60 ml trockenem Ethylacetat wurden 11,5 ml Trifluoressigsäure
und 1,9 ml Trifluoressigsäureanhydrid gegeben.
Nach 30 Minuten wurden die erhaltenen klaren Lösungen dreimal
mit 30 ml Wasser, einmal mit 30 ml einer 5%igen Natriumbicarbonatlösung
und zweimal mit 50 ml gesättigter
Natriumchloridlösung gewaschen. Die vereinten wäßrigen
Waschungen wurden zweimal mit 20 ml Ethylacetat extrahiert.
Die Ethylacetatschichten wurden kombiniert und mit
30 ml Wasser gewaschen und dann über Magnesiumsulfat getrocknet.
Die getrocknete Ethylacetatlösung wurde im Vakuum
eingedampft, wobei ein weißer Feststoff zurückblieb.
Beim Umkristallisieren aus einer Mischung aus Ethylether
und Petrolether erhielt man einen weiß-rosa Feststoff
(3,95 g, 70,5%) mit dem Schmelzpunkt 228 bis 230°C (Zersetzung).
Analyse für C₁₇H₁₀F₃J₄NO₅:
Berechnet: C 23,39, H 1,15, N 1,60;
gefunden: C 23,00, H 1,05, N 1,65.
Berechnet: C 23,39, H 1,15, N 1,60;
gefunden: C 23,00, H 1,05, N 1,65.
NMR [60 MHz, DCON(CD₃)₂]:
δ 7,28 (s, 2 H, aromatisch), 8,03 (s, 2 H, aromatisch), 9,7 (m, 1 H, Amido).
δ 7,28 (s, 2 H, aromatisch), 8,03 (s, 2 H, aromatisch), 9,7 (m, 1 H, Amido).
IR (KCl): 1700 (<C=0).
Optische Drehung [α] =-14,97° (c 1,0 Dimethylsulfoxid).
Bei einer zweiten Umkristallisation wurde ein zweiter Niederschlag
(0,95 g), F 224 bis 228°C (Zersetzung) erhalten.
Die Gesamtausbeute betrug 87,5%.
Eine Lösung aus 8,72 g (10,0 mmol) α-(N-Trifluoracetyl)-
amino-β-[3,5-dÿodo-4-(3′,5′-dÿodo-4′-hydroxyphenoxy)-
phenyl]-propansäure (4) und 3,6 g (11,0 mmol) 6-(2-Aminoethyl)-
amino-9-(2′,3′-O-isopropyliden-β-D-ribofuranosyl)-
purin (2) in 50 ml trockenem Dimethylacetamid wurde bei
-20°C unter einer trockenen Argonatmosphäre hergestellt.
Zu dieser kalt gerührten Lösung wurde eine Lösung aus
3,04 g (11,0 mmol) Diphenylphosphorylacid in 10 ml trockenem
Dimethylacetamid gegeben, und anschließend wurden 1,6
ml (11,0 mmol) trockenes Triethylamin zugegeben. Die
Lösung wurde 22 Stunden bei Raumtemperatur stehengelassen.
Zu der Lösung wurden dann bei 0°C 300 ml Wasser unter
Rühren zugegeben. Der erhaltene weiße Niederschlag
wurde durch Filtrieren gesammelt und im Vakuum (56°C) getrocknet,
wobei man 13,0 g eines hellen cremefarbenen Feststoffes
erhielt. Der Feststoff wurde in 500 ml Aceton
gelöst, und die Lösung wurde durch Sieden konzentriert. Der
aus der siedenden Acetonlösung ausfallende weiße Feststoff
wurde noch in der Hitze filtriert. Weiteres Sieden
des Filtrats ergab zwei weitere Ausfällungen. Die drei
Ausfällungen wurden vereint, wobei man 8 g (66,6%) eines
weißen Feststoffes, F 198 bis 200°C (Zersetzung) erhielt.
Analyse für C₃₂H₃₀F₃J₄N₇O₈:
Berechnet: C 31,89, H 2,51, N 8,14;
gefunden: C 31,95, H 2,60, N 7,86.
Berechnet: C 31,89, H 2,51, N 8,14;
gefunden: C 31,95, H 2,60, N 7,86.
NMR [220 MHz, (CD₃)₂SO]:
δ 1,32 (s, 3 H, Isopropyliden), 1,55 (s, 3 H, Isopropyliden), 6,14 (d, 1 H, 1′-Ribose), 7,02 (s, 2 H, Thyroxin), 7,82 (s, 2 H, Thyroxin), 8,25 (s, 1 H, Purin), 8,36 (s, 1 H, Purin), 8,41 (t, 1 H, J=6, Amido), 9,64 (d, 1 H, J=8, Trifluoracetamido).
δ 1,32 (s, 3 H, Isopropyliden), 1,55 (s, 3 H, Isopropyliden), 6,14 (d, 1 H, 1′-Ribose), 7,02 (s, 2 H, Thyroxin), 7,82 (s, 2 H, Thyroxin), 8,25 (s, 1 H, Purin), 8,36 (s, 1 H, Purin), 8,41 (t, 1 H, J=6, Amido), 9,64 (d, 1 H, J=8, Trifluoracetamido).
Optische Drehung [α] =-11,82° (c 1,0, Pyridin).
Eine Lösung aus 1,2 g (1,0 mmol) N-{2-[N-Trifluoracetyl)-
3,3′,5,5′-tetrajodothyronyl]-aminoethyl}-2′,3′-O-isopropliden-
adenosin (3) in 10 ml trockenem Triethylphosphat wurde
bei 0°C unter einer trockenen Argonatmosphäre hergestellt.
Zu der kalten gerührten Lösung wurden 0,45 ml
(5 mmol) Phosphoroxychlorid gegeben. Die erhaltene Lösung
wurde 24 Stunden bei 0°C gehalten und dann tropfenweise unter
Rühren zu 1 l Eiswasser gegeben. Der ausgefallene
Niederschlag wurde durch Filtrieren gesammelt und im Vakuum
getrocknet, wobei man 1,23 g eines weißen Feststoffs
erhielt. Der Feststoff wurde in Aceton gelöst, und 0,32 ml
(2,2 mmol) Triethanolamin wurden zugegeben. Es bildete
sich ein Niederschlag. Die Mischung wurde im Vakuum eingedampft
und mit trockenem Aceton ausgelaugt und dann aus
einer Mischung aus trockenem Methylalkohol und trockenem
Ethylether umkristallisiert, wobei man 390 mg (27,8% Ausbeute)
eines weißen Feststoffes, F 173 bis 183°C (Zersetzung)
erhielt.
Analyse für C₃₈H₄₈F₃J₄N₈O₁₂P:
Berechnet: C 32,50, H 3,45, N 7,98;
gefunden: C 32,24, H 3,08, N 7,58.
Berechnet: C 32,50, H 3,45, N 7,98;
gefunden: C 32,24, H 3,08, N 7,58.
NMR [60 MHz, (CD₃)₂SO]:
δ 1,53 (s, 3 H, Isopropyliden), 6,2 (d, 1 H, 1′ H-Ribose), 7,1 (s, 2 H, Thyroxin aromatisch), 7,87 (s, 2 H, Thyroxin aromatisch), 8,27 (s, 1 H, Purin), 8,52 (s, 1 H, Purin).
δ 1,53 (s, 3 H, Isopropyliden), 6,2 (d, 1 H, 1′ H-Ribose), 7,1 (s, 2 H, Thyroxin aromatisch), 7,87 (s, 2 H, Thyroxin aromatisch), 8,27 (s, 1 H, Purin), 8,52 (s, 1 H, Purin).
Optische Drehung [α] =-17,50° (c 1,0, CH₃OH).
200 mg (0,14 mmol) N-{2-[N-(Trifluoracetyl)-3,3′,5,5′-tetrajodothyronyl]-
aminoethyl}-2′,3′-O-isopropyliden-5′-adenylsäure-
monotriethylaminsalz-monohydrat (6) wurden in 1 ml Wasser
(0°C) suspendiert, und unter Rühren wurden tropfenweise
9 ml Trifluoressigsäure zugegeben. Nach 30 Minuten erhielt
man eine klare Lösung. Die Lösung wurde kalt (0°C) weitere
15 Stunden gehalten und dann im Vakuum (30°C) eingedampft.
Der erhaltene Rückstand wurde viermal im Vakuum (25°C)
aus 20 ml Volumina wasserfreiem Ethylalkohol eingedampft
und dann im Vakuum (25°C) getrocknet, wobei ein weißer
Feststoff zurückblieb.
Der Feststoff wurde 30 Minuten mit 10 ml kaltem Methylalkohol
gerührt, dann durch Filtrieren gesammelt und im
Vakuum (25°C) getrocknet, wobei man einen weißen Feststoff
(135 mg, 76% Ausbeute) erhielt, der langsam unter
Zersetzung oberhalb 188°C schmolz.
Analyse für C₂₉H₂₇F₃J₄O₁₁P:
Berechnet: C 27,97, H 2,19, N 7,87;
gefunden: C 28,11, H 2,31, N 7,65.
Berechnet: C 27,97, H 2,19, N 7,87;
gefunden: C 28,11, H 2,31, N 7,65.
NMR [220 MHz, (CD₃)₂SO]:
δ 5,95 (d, 1 H, 1′-Ribose), 7,04 (s, 2 H, Thyroxin aromatisch), 7,84 (s, 2 H, Thyroxin aromatisch), 8,25 (s, 1 H, Purin), 8,36 (s, 1 H, Purin), 8,43 (m, 1 H, Amido), 9,66 (d, 1 H, Trifluoracetamido).
δ 5,95 (d, 1 H, 1′-Ribose), 7,04 (s, 2 H, Thyroxin aromatisch), 7,84 (s, 2 H, Thyroxin aromatisch), 8,25 (s, 1 H, Purin), 8,36 (s, 1 H, Purin), 8,43 (m, 1 H, Amido), 9,66 (d, 1 H, Trifluoracetamido).
Optische Drehung [α] =-2,72° (c 1,0, Pyridin).
498 mg (0,4 mmol) N-{2-[N-(Trifluoracetyl)-3,3′,5,5′-
tetrajodothyronyl]-aminoethyl}-5′-adenylsäure (7) wurden
in 10 ml trockenem Dimethylformamid gelöst, und Tri-n-
butylamin (96 µl, 0,4 mmol) wurden hinzugegeben und anschließend
1,1′-Carbonyldiimidazol (320 mg, 2,0 mmol).
Nach 18stündigem Rühren bei Raumtemperatur in Abwesenheit
von Feuchtigkeit wurde Wasser (280 µl) zugegeben und
das Lösungsmittel im Vakuum eingedampft.
Das erhaltene Öl wurde wiederholt im Vakuum aus trockenem
Dimethylformamid (4× aus 10 ml) getrocknet. Das entstandene
Phosphorimidazolidat wurde wiederum in 10 ml trockenem
Dimethylformamid aufgelöst und tropfenweise zu einer
0,4-mmol-Lösung von Tri-n-octylaminsalz von Riboflavin-5′-
monophosphat in 10 ml trockenem Dimethylformamid gegeben.
Das Salz wurde hergestellt indem man eine Lösung
des Ammoniumsalzes von Riboflavin-5′-monophosphat (192 mg,
0,4 mmol) in 10 ml Wasser zu einer gerührten Lösung aus
Tri-n-octylamin (176 µl, 0,4 mmol) in 100 ml Aceton gab.
Nach 30 Minuten wurde die erhaltene Mischung im Vakuum
eingedampft. Der Rückstand wurde durch wiederholtes Verdampfen
im Vakuum aus trockenem Dimethylformamid getrocknet,
wobei das Salz als organgefarbener Feststoff zurückblieb.
Die obige Lösung, enthaltend das Phosphorimidazolidat
von (7) und das Riboflavin-5′-monophosphatsalz wurden
nach 24 Stunden in zwei aliquote Teile geteilt, und ein
Aliquot wurde im Vakuum eingedampft. Der erhaltene Rückstand
wurde über einer Säule (2,5×78 cm) von 100 g
Sephadex® LH-20, der bereits angequollen war (18 Stunden)
in einer 19 : 1-(V/V)-Mischung von Dimethylformamid und
Triethylammoniumbicarbonat ( mol/l, pH 7,5) chromatografiert.
Die Lösung wurde mit der obigen 19 : 1-(V/V)-Mischung
eluiert, und 10-ml-Fraktionen wurden gesammelt. Der Ausfluß
aus der Säule wurde durch Eluierung über Kieselgel
60 silanisierten RP-2®TLC-Platten (E. Merck, Darmstadt)
kontrolliert.
Die TLC-Platten wurden entwickelt unter Verwendung einer
40 : 40 : 25 : 1-(V/V)-Mischung aus Aceton, Chloroform, Methylalkohol,
Wasser und Triethylamin. Die Fraktionen 11 bis 17 aus
der vorerwähnten Säulenchromatografie wurden vereint und
im Vakumm eingedampft. Der Rückstand wurde über einer
Säule (2,5×75 cm), hergestellt aus 125 g Sephadex® LH-20,
die 18 Stunden in 0,3 mol/l Ammoniumbicarbonat vorgequollen
worden war, chromatografiert. Die Säule wurde mit 0,3 mol/l
Ammoniumbicarbonat eluiert, und 10-ml-Fraktionen wurden
gesammelt. Der Abfluß wurde durch Absorption von ultraviolettem
Licht bei 254 nm überwacht. Das Volumen der
Fraktionen wurde auf 20 ml, beginnend mit der Fraktion
Nr. 150, erhöht. Die Salzkonzentration aus dem Abfluß
wurde stufenweise wie folgt vermindert: 0,15 mol/l Ammoniumbicarbonat
bei Fraktion Nr. 295, 0,075 mol/l Ammoniumnat
bei Fraktion Nr. 376 und Wasser bei Fraktion Nr. 430.
Insgesamt wurden 480 Fraktionen gesammelt. Die Fraktionen
200 und 235 wurden vereint und im Vakuum eingedampft, wobei
das markierte Konjugat (8) als gelb-oranger Rückstand
zurückblieb. Eine alkalische wäßrige Lösung dieses
Rückstandes zeigte Ultraviolett-Absorptionsmaxima bei den
folgenden Wellenlängen: 266 nm, 350 nm, 373 nm und 450 nm.
Die Ausbeute, berechnet für die Absorption bei 450, betrug
etwa 5%.
Eine Phosphodiesterase-Zubereitung,
isoliert aus Schlangengift
(Crotalus Adamanteus), hydrolysierte das obige Produkt zu
Riboflavin-5′-monophosphat und der Thyroxin-substituierten
5′-Adenylsäure (7), von welcher die Trifluoracetyl-Blockierungsgruppe
entfernt worden war.
Das wie oben zubereitete markierte Konjugat wurde in
einer prostetische-Gruppen-markierten-spezifischen-Bindungsversuchsanordnu-ng
in folgender Weise verwendet
(nähere Einzelheiten über diese Versuchsmethode finden
sich in der DE-OS 29 24 249 A1):
Gereinigte Glucoseoxidase mit niedriger Katalaseaktivität
wurde zweimal
12 Stunden gegen 0,5% (W/V) Mannit (30 Volumeneinheiten
jeweils) dialysiert. Aliquote der Dialysate, enthaltend
100 mg Glucoseoxidase, wurden jeweils lyophilisiert und
bei -20°C aufbewahrt.
Rinderserumalbumin (200 mg) wurde in 12 ml Wasser, eingestellt
auf pH 1,6 mit konzentrierter Schwefelsäure, gelöst
und mit 150 mg Aktivkohle (RIA-Grad)
vermischt und dann auf 0°C
gekühlt. Lyophilisierte Glucoseoxidase (100 mg) wurde wieder
aufgelöst in 3,1 ml Wasser, und 3 ml wurden zu der gerührten
Albumin-Aktivkohle-Suspension zugegeben, und das
Rühren wurde 3 Minuten fortgesetzt. Die Suspension wurde
dann durch ein 0,8 µm, 25 mm Durchmesser, Filter,
befestigt
in einer Filterapparatur, in
eine 50-ml-Plastikabsaugflasche filtriert. Das Filtrat
wurde schnell auf pH 7,0 neutralisiert durch Zugabe von
2 ml 0,4 mol/l Phosphatpuffer (pH 7,6) und anschließend
5 n Natriumhydroxid. Trockene Aktivkohle (150 mg) wurde
dann zugegeben und das Ganze 1 Stunde bei 0°C gerührt.
Die erhaltene Suspension wurde zunächst durch ein 0,8-µm-
Filter filtriert und dann durch ein 0,22-µm-
Filter. Zu dem Filtrat wurde Glyzerin bis zu
einem Gehalt von 25% (V : V) zugegeben, und die stabilisierte
Apoglucose-Oxidase-Zubereitung wurde bei 4°C gelagert.
(1) Markiertes Konjugat: Das ethylanaloge, markierte
Konjugat, hergestellt wie in Abschnitt 1-I,
wurde in 0,1 mol/l Phosphatpuffer (pH 7) auf eine
Konzentration von 1 mmol/l verdünnt.
(2) Apoenzym: Apoglucoseoxidase wurde mit 0,1 mol/l
Phosphatpuffer (pH 7) auf eine Konzentration
von 0,6 µmol/l FAD-Bindungsstellen verdünnt. Die
FAD-Bindungsstellenkonzentration in der Apoenzymzubereitung
wurde experimentell durch Messung
der Minimummenge an FAD, die erforderlich ist,
um eine maximale Glucoseoxidaseaktivität beim
Inkubieren mit dem Apoenzym zu ergeben, bestimmt.
(3) Unlöslichgemachter Antikörper: Ein gewaschener,
feuchter Kuchen von Sepharose® 4B-Gel (Pharmacia
Fine Chemicals, Uppsala, Schwefen), aktiviert
mittels Cyanbromid nach dem Verfahren von March
et al., Anal. Biochem., 60, 119 (1974), wurde zu
einer Lösung auf 85 mg Antikörper (isoliert
aus Antiserum gegen ein Thyroxin-Rinderserumalbumin-
Konjugat) in 20 ml 0,1 mol/l Phosphatpuffer
(pH 7,0) gegeben und langsam 36 Stunden
bei 4°C gerührt. Nach Beendigung der Kupplungsreaktion
wurde 1 ml 1 mol/l Alanin zugegeben und
4 Stunden zum Blockieren von nichtreagierten
Stellen geschüttelt. Der erhaltene sepharosegebundene
Antikörper wurde auf einem Trichter
mit 400 ml von jeweils 50 mmol/l Natriumacetat
- 500 mmol/l Natriumchlorid (pH 5) und 50 mmol/l
Phosphatpuffer sowie 500 mmol/l Natriumchlorid
(pH 7,0) und 800 ml 100 mmol/l Phosphatpuffer
(pH 7) gewaschen. Der feuchte Filterkuchen wurde
dann in 100 mmol/l Phosphatpuffer (pH 7), enthaltend
0,01% Natriumazid, suspendiert, wobei man
22 ml einer etwa 50%igen Suspension erhielt.
(4) Standard: Eine 1,15-mmol/l-Vorratslösung von
Thyroxin in 5 mmol/l Natriumhydroxid wurde auf
2 µmol in 0,1 mol/l Phosphatpuffer (pH 7) verdünnt.
Nachweisreagenz: Ein Glucoseoxidasereagenz
für den Versuch wurde hergestellt unter Ausbildung
einer Mischung, die pro 130 µl folgende Bestandteile
enthielt: 25 µl 1,2 mg/ml Peroxidase
in 0,1 mol/l
Phosphatpuffer (pH 7), 5 µl 10 mmol/l 4-Aminoantipyrin
in Wasser, 20 µl 25 mmol/l 3,5-Dochlor-2-
hydroxybenzolsulfonat in 0,1 mol/l Phosphatpuffer
(pH 7), 30 µl 16,5%iges Rinderserumalbumin in
0,1 mol/l Phosphatpuffer (pH 7) und 50 µl 1 mol/l Glucose
in wäßriger gesättigter Benzoesäurelösung.
Bindungsreaktionsmischungen wurden hergestellt durch Vermischen
von 150 µl der unlöslichgemachten Antikörpersuspension,
80 µl der Lösung des markierten Konjugats, unterschiedliche
Mengen der Standardthyroxinlösung unter
Ausbildung von unterschiedlichen Konzentrationen an Thyroxin
in den Reaktionsmischungen und einem ausreichenden Volumen
an 0,1 mol/l Phosphatpuffer (pH 7), um das Gesamtvolumen
auf 500 µl einzustellen. Die Reaktionsmischungen wurden
unter Schütteln 2 Stunden bei 25°C inkubiert. Jede Reaktionsmischung
wurde dann durch eine mit Glaswolle verschlossene
trockene Pasteuer-Pipette, die zuvor hintereinander mit
Perjodat- und Ethylenglykollösungen zum Eleminieren einer
möglichen FAD-Verunreinigung behandelt worden war, filtriert.
Zu einem 300-µl-Aliquot eines jeden Filtrats wurden
130 µl des Nachweisreagenz und 50 µl der Apoenzymlösung
zugegeben. Nach 1 Stunde wurde die Absorption bei
jeder Reaktionsmischung bei 520 nm gemessen.
In der nachfolgenden Tabelle 3 werden die Ergebnisse der
Versuchsdurchführung beim Messen von Thyroxin gezeigt.
Die Absorptionsergebnisse sind Durchschnittswerte von doppelten
Ansätzen, korrigiert hinsichtlich der Restenzymaktivität
der Apoenzymlösung (Absorption von 0,522) und für
endogenes FAD in der Antikörpersuspension (Absorption
von 0,142).
Volumen an zugegebenen Thyroxinstandard (µl) | |
Absorption (520 nm) | |
0 | |
0,223 | |
25 | 0,221 |
75 | 0,281 |
250 | 0,286 |
Die Ergebnisse zeigen, daß die vorliegenden markierten
Konjugate geeignet sind für spezifische Bindungsversuchsverfahren
zum Bestimmen eines Liganden in einem flüssigen
Medium.
16,0 g (50 mmol) 6-Chlor-9-(2′,3′-O-isoproyliden-β-D-
ribofuranosyl)-purin (1) (Hampton et al., J. Am. Chem. Soc.,
83, 1501 [1961]) wurde unter Rühren zu einer geschmolzenen
Probe (70°C) von frisch destilliertem 1,6-Diaminohexan
(58 g, 500 mmol) gegeben. Die erhaltene Mischung wurde
unter Argon bei 40°C 18 Stunden gerührt. Das überschüssige
Diamin wurde durch Destillation unter vermindertem Druck
(60°C, 0,013 mbar) abdestilliert. Der zurückbleibende
schwach-gelbe Rückstand wurde auf 150 g Kieselgel
absorbiert und
zu einer chromatografischen 9 : 1-(V : V)-Mischung aus absolutem
Ethylalkohol und Triethylaminobicarbonat (pH 7,5, 1 mol/l)
gegeben. Die Säule wurde mit der obigen 9 : 1-(V : V)-Lösungsmittelmischung
eluiert, und es wurden 920 ml Fraktionen
gesammelt. Die Fraktionen wurden durch Dünnschichtchromatografie
(TLC) über Kieselgel durch Eluieren mit einer
7 : 3-(V :V)-Mischung aus absolutem Ethylalkohol und Diethylaluminiumbicarbonat
(pH 7,5, 1 mol/l) eluiert. Die Fraktionen
Nr. 391 bis 900 aus der Säulenchromatografie wurden vereint
und im Vakuum eingedampft, wobei 15,0 g eines glasartigen
Rückstandes (74%ige Ausbeute) zurückblieben. Eine
1-g-Probe dieses glasartigen Rückstandes wurde in einem
kleinen Volumen an Methylalkohol gelöst und auf eine Säule
aus 80 g Sephadex® LH-20 (Pharmacia Fine Chemicals, Uppsala,
Schweden), vorgequollen in Methylalkohol, gegeben. Die Säule
wurde mit Methylalkohol eluiert. Insgesamt wurden 90
8-ml-Fraktionen gesammelt. Die Fraktionen wurden durch TLC
über Kieselgel unter Eluierung mit einer 7 : 3-(V : V)-Mischung
aus absolutem Ethylalkohol und Triethylammoniumbicarbonat
(pH 7,5, 1 mol/l). Die Fraktionen 19 bis 27 aus der
Säulenchromatografie wurden vereint und im Vakuum eingedampft,
wobei 910 mg (91% Rückgewinnung) eines weißen,
glasartigen Stoffes zurückblieben.
Analyse für C₁₉H₃₀N₆O₄:
Berechnet: C 56,14, H 7,44, N 20,68;
gefunden: C 53,91, H 7,33, N 19,18.
Berechnet: C 56,14, H 7,44, N 20,68;
gefunden: C 53,91, H 7,33, N 19,18.
NMR (60 MHz, CDCl₃):
δ 1,40 (s, 3 H, Isopropyliden), 1,63 (s, 3 H, Isopropyliden), 5,98 (d, 1 H, 1′-Ribose), 7,92 (s, 1 H, Purin), 8,36 (s, 1 H, Purin).
δ 1,40 (s, 3 H, Isopropyliden), 1,63 (s, 3 H, Isopropyliden), 5,98 (d, 1 H, 1′-Ribose), 7,92 (s, 1 H, Purin), 8,36 (s, 1 H, Purin).
Optische Drehung [α] =-50,11° (c 1,0, Methylalkohol).
Eine Lösung aus 4,36 g (5,0 mmol) α-(N-Trifluoracetyl)-
amino-β-[3,5-dÿodo-4-(3′,5′-dÿodo-4′-hydroxyphenoxy)-
phenyl]-propansäure (4), hergestellt gemäß Abschnitt 1-I,
und 2,24 g (5,5 mmol) 6-(6-Aminohexyl)-amino-9-(2′,3′-O-
isopropyliden-β-D-ribofuranosyl)-purin (2) in 100 ml
trockenem Dimethylformamid wurde unter einer trockenen Argonatmosphäre
bei -20°C hergestellt. Zu dieser kalt gerührten
Lösung wurde eine Lösung aus 1,52 g (5,5 mmol) Diphenylphosphorylazid
in 50 ml trockenem Dimethylformamid
gegeben, und anschließend wurden 0,8 ml (5,5 mmol/l) trockenes
Triethylamin zugegeben. Die Lösung wurde 22 Stunden bei
Raumtemperatur stehengelassen. Dann wurde die Lösung tropfenweise
zu 600 ml kaltem (0°C) Wasser unter Rühren gegeben.
Der erhaltene weiße Niederschlag wurde durch Filtrieren
gesammelt und im Vakuum (60°C) getrocknet, wobei man 4,90 g
(78%ige Ausbeute) eines weißen Feststoffs erhielt.
Eine Probe dieses Feststoffes wurde aus einer Mischung
aus Aceton und Wasser umkristallisiert und ergab einen
weißen Feststoff, F 205 bis 207°C (Zersetzung).
Analyse für C₃₆H₃₈F₃J₄N₇O₈:
Berechnet: C 34,28, H 3,04, N 7,77;
gefunden: C 34,22, H 2,99, N 7,41.
Berechnet: C 34,28, H 3,04, N 7,77;
gefunden: C 34,22, H 2,99, N 7,41.
Massenspektrum (20 ma) m/e : 1262 [MH⁺], 1164 [M⁺ minus COCF₃].
Optische Drehung [α] =-21,89° (c 1,0, Pyridin).
Eine Lösung aus 1,89 g (1,5 mmol) N-{6-Trifluoracetyl)-
3,3′,5,5′-tetrajodothyronyl]-aminohexyl}-2′,3′-O-isopropylidenadenosin
(3) in 15 ml trockenem Tirethylphosphat wurde
in einer trockenen Argonatmosphäre bei -10°C hergestellt.
Zu der kalt gerührten Lösung wurden 0,68 ml (7,5 mmol)
Phosphoroxychlorid gegeben. Die erhaltene Lösung wurde 18
Stunden bei -15°C gehalten und dann tropfenweise unter Rühren
zu 1,5 l Eiswasser gegeben. Der Niederschlag wurde durch
Filtrieren gesammelt und im Vakuum getrocknet, wobei man
1,9 g (87%ige Ausbeute) eines weißen Feststoffs erhielt.
Der Feststoff wurde in 10 ml Methylalkohol gelöst, und dazu
wurden 0,38 ml (2,6 mmol) Triethylamin gegeben. Diese
Lösung wurde im Vakuum eingedampft, und der erhaltene Rückstand
wurde aus einer Mischung aus Methylalkohol und
Ethylether umkristallisiert, wobei man 720 mg (33%ige
Ausbeute) eines weißen Feststoffs, F 151 bis 154°C (Zersetzung)
erhielt.
Analyse für C₄₂H₅₆F₃J₄N₈O₁₂P:
Berechnet: C 34,54, H 3,86, N 7,67;
gefunden: C 35,24, H 3,88, N 7,75.
Berechnet: C 34,54, H 3,86, N 7,67;
gefunden: C 35,24, H 3,88, N 7,75.
Massenspektrum (20 ma) m/e : 1342 [MH⁺], 1244 [M⁺ minus COCF₃].
Optische Drehung [α] =-17,20° (c 1,0, CH₃OH).
600 mg (0,41 mmol) N-{6-[N-Trifluoracetyl)-3,3′,5,5′-
tetrajodothyronyl]-aminohexyl}-2′,3′-O-isopropyliden-5′-
adenylsäure-monotriethylaminsalz-monohydrat (6) wurden in
0,6 ml Wasser (0°C) suspendiert, und dazu wurden 6 ml Trifluoressigsäure
tropfenweise unter Rühren zugegeben.
Nach 50 min erhielt man eine klare Lösung. Die Lösung
wurde bei 0°C weitere 15 h gehalten und dann im Vakuum
bei 30°C eingedampft. Der erhaltene Rückstand wurde
im Vakuum fünfmal aus 20 ml Volumina an wasserfreiem Methylalkohol
eingedampft und dann mit 30 ml Wasser trituriert
und mit einem geringen Volumen Methylalkohol gewaschen.
Der erhaltene weiße Feststoff (430 mg) wurde aus Methylalkohol
umkristallisiert, wobei man 290 mg (54,6%ige
Ausbeute) als weißen Feststoff, F 180 bis 183°C (Zersetzung)
erhielt.
Analyse für C₃₃H₃₅F₃J₄N₇O₁₁P:
Berechnet: C 30,46, H 2,71, N 7,54;
gefunden: C 30,77, H 2,55, N 7,29.
Berechnet: C 30,46, H 2,71, N 7,54;
gefunden: C 30,77, H 2,55, N 7,29.
Massenspektrum (20 ma) m/e : 1302 [MH⁺), 1204 [M minus COCF₃].
130,13 mg (0,1 mmol) N-{6-[N-(Trifluoracetyl)-3,3′,5,5′-
tetrajodothyronyl]-aminohexyl}-5′-adenylsäure (7) wurden
in eine Argonatmosphäre gebracht. Zu dieser Probe wurde
eine Lösung aus 14 µl (0,1 mmol) Triethylamin in 1 ml
trockenem Dimethylformamid gegeben, und anschließend wurde
eine Lösung aus 16,2 mg (0,1 mmol) 1,1′-Carbonyldiimidazol in
1 ml trockenem Dimethylformamid gegeben. Nach 24 Stunden
wurde ein zweites Äquivalent an 1,1′-Carbonyldiimidazol
(16,2 mg) in 1 ml trockenem Dimethylformamid zugegeben. Diese
Reaktionsmischung ließ man insgesamt 48 Stunden unter Ausschluß
von Feuchtigkeit bei Raumtemperatur reagieren.
Eine Probe aus 47,3 mg (0,1 mmol) des Ammoniumsalzes von
Riboflavin-5′-monophosphat wurde wie in Abschnitt 1-T zuvor
beschrieben in das entsprechende Tri-n-octylaminsalz überführt.
Dieses Salz wurde in 3 ml trockenem Dimethylformamid
gelöst und der obigen Lösung, enthaltend das Phosphorimidazolidat
des Adenylsäure-Zwischenproduktes (7), gegeben.
Die erhaltene Lösung ließ man in der Dunkelheit bei
Raumtemperatur unter Ausschluß von Feuchtigkeit 24 h
stehen. Das Lösungsmittel wurde im Vakuum abgedampft,
und der erhaltene Rückstand wurde über einer Säule (2,5×78
cm), hergestellt aus 100 g Sephadex® LH-20, das zuvor
18 h vorgequollen worden war, in einer 19 : 1-(V : V)-Mischung
aus Dimethylformamid und Trimethylammoniumbicarbonat
(1 mol/l, pH 7,5) chromatografiert. Die Säule wurde mit
der obigen 19 : 1-(V : V)-Mischung eluiert, und es wurden 5 ml
Fraktionen gesammelt. Der Abfluß aus der Säule wurde überwacht
durch Elution über Kieselgel 60-silanisierten RP-2®-
TLC-Platten (E. Merck, Darmstadt). Die
TLC-Platten wurden entwickelt unter Verwendung einer 40 : 40 : 25 : 1 : 1-
(V : V)-Mischung aus Aceton, Choroform, Methylalkohol, Wasser
und Triethylamin.
Die Fraktionen 24 bis 38 aus der Säulenchormatografie wurden
vereint und im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wurde
über einer Säule (2,5×85 cm), hergestellt aus 125 g Sephadex
LH-20, die zuvor 18 Stunden in 0,1 mol/l Ammoniumcarbonat
vorgequollen worden war, chromatografiert. Die Säule
wurde mit einem linearen Gradienten, erzeugt aus 2 l 0,1 mol/l
Ammoniumbicarbonat und 2 l Wasser, eluiert, und es wurden
23 ml Fraktionen gesammelt. Der Abfluß wurde durch Ultraviolettabsorption
(244 nm) überwacht. Die Elution wurde fortgesetzt
mit 2 l 0,2 mol/l Ammoniumbicarbonat, und es wurden insgesamt
23 ml Fraktionen gesammelt. Insgesamt wurden 257
Fraktionen gesammelt. Die Fraktionen 70 bis 110 wurden vereint
und im Vakuum eingedampft, wobei man das markierte
Konjugat (8) als gelb-orangen Rückstand erhielt. Eine alkalische
wäßrige Lösung aus diesem Rückstand zeigte Ultraviolettabsorptionsmaxima
bei den folgenden Wellenlängen:
270 nm, 345 nm und 450 nm. Die Ausbeute, geschätzt für die
Absorption bei 450 nm, betrug etwa 5%.
Eine Phosphordiesterase-Zubereitung,
isoliert aus Schlangengift
(Crotalus Adamanteus), hydrolysierte das obige Produkt zu
Riboflavin-5′-monophosphat und die Thyroxin-substituierte
5′-Adenylsäure (7), in welcher die Trifluoracetylblockierungsgruppe
entfernt worden war.
Das wie oben hergestellt markierte Konjugat wurde in einem
prostetischen Gruppen-markiertem-spezifischen Bindungsversuch
in folgender Weise verwendet (nähere Einzelheiten über
die Versuchsmethoden finden sich in der DE-OS 29 24 249 A1).
Das Apoenzym wurde nach dem Verfahren gemäß 1-II, Teil
A, hergestellt.
(1) Markiertes Konjugat: Das hexylanaloge, markierte
Konjugat, hergestellt wie in Abschnitt 2-I, wurde
in 0,1 mol/l Phosphatpuffer (pH 7) auf eine Konzentration
von 100 nm verdünnt.
(2) Apoenzym: Dieses Reagenz war das gleiche wie das
in Abschnitt 1-II, Teil B (2), beschriebene.
(3) Unlöslichgemachte Antikörper: Dieses Reagenz
war das gleiche wie das in 1-II, Teil B (3), beschriebene.
(4) Standard: Eine 1,15 mmol/l Vorratslösung in Thyroxin
von 5 mmol/l Natriumhydroxid wurde auf 1 µl
in 0,1 mmol/l Phosphatpuffer (pH 7) verdünnt.
(5) Überwachungsreagenz: Ein Glucoseoxidasereagenz
wurde hergestellt, so daß es folgende Mischung
pro 117 µl enthielt: 25 µl 1,2 mg/ml Peroxidase
in
0,1 mol/l Phosphatpuffer (pH 7), 5 µl 10 mol/l 4-Amminoantipyrin
in Wasser, 20 µl 25 mmol/l 3,5-Dichlor-2-
hydroxybenzolsulfonat in 0,1 mol/l Phosphatpuffer
(pH 7), 17 µl 30%iges Rinderserumalbumin in
0,1 mol/l Phosphatpuffer (pH 7) und 50 µl 1 mol/l Glucose
in einer wäßrigen gesättigten Benzoesäurelösung.
Bindungsreaktionsmischungen wurde hergestellt durch Vermischen
von 30 ml der Suspension des unlöslichgemachten Antikörpers,
100 µl der Lösung des markierten Konjugats und entweder
100 µl oder gar keine Menge der Standardhydroxinlösung, sowie
einem ausreichenden Volumen an 0,1 mol/l Phosphatpuffer
(pH 7), bis zu einem Gesamtvolumen von 500 µl. Die Reaktionsmischungen
wurden unter Schütteln 2 h bei 25°C
inkubiert. Jede Reaktionsmischung wurde dann im Vakuum durch
mit Glaswolle verschlossenen trockenen Pasteur-Pipetten,
die zuvor hintereinander mit Perjodat- und Ethylenglykollösungen
behandelt worden waren, um eine mögliche FAD-
Verschmutzung auszuschließend, im Vakuum filtriert. Zu einem
350-µl-Aliquot eines jeden Filtrats wurden 117 µl des Überwachungsreagenz
und 50 µl der Apoenzymlösung gegeben. Nach
1 h wurde die Absorption einer jeden Reaktionsmischung
bei 520 nm gemessen.
In der folgenden Tabelle 4 werden die Ergebnisse der Versuchsdurchführung
zur Messung von Thyroxin gezeigt. Die Absorptionsergebnisse
werden, ausgedrückt als Durchschnitt von
Doppelversuchen, korrigiert, um die Restenzymaktivität in
der Apoenzymlösung (Absorption von 0,467) und für endogenes
FAD in der Antikörpersuspension (Absorption von 0,041).
Volumen an zugegebenem Thyroxinstandard (µl) | |
Absorption (520 nm) | |
0 | |
0,231 | |
100 | 0,295 |
Diese Ergebnisse zeigen, daß die vorliegenden markierten
Konjugate geeignet sind, in spezifischen Bindungsversuchsverfahren
zur Bestimmung eines Liganden in einem flüssigen
Medium.
Claims (7)
1. Ein Flavin-adenin-dinukleotid-markiertes Konjugat
der allgemeinen Formel
worin Riboflavin-(Phos)₂-Ribose den Riboflavin-pyrophosphat-
ribose-Rest in Flavin-adenin-dinukleotid, n=2
bis 6 und ein Hapten mit einem Molekulargewicht
zwischen 100 und 1500, ein antigenes Polypeptid oder
Protein, ein Antikörper, ein Hormon oder ein Rezeptor
für ein Hormon, gebunden über eine Amidbindung, bedeutet.
2. Markiertes Konjugat gemäß Anspruch 1 der Formel
worin Riboflavin-(Phos)₂-Ribose den Riboflavin-pyrophosphat-
ribose-Rest in Flavin-adenin-dinukleotid,
n=2 bis 6, Y eine Aminschutzgruppe oder Wasserstoff
und β ¹ und β ² unabhängig voneinander Wasserstoff oder
Jod bedeuten.
3. Verbindung der allgemeinen Formel
worin bedeuten:
ein Hapten mit einem Molekulargewicht zwischen 100 und 1500, ein antigenes Polypeptid oder Protein oder ein Antikörper, ein Hormon oder ein Rezeptor für ein Hormon, gebunden über eine Amidbindung,
n=2 bis 6, wenn R² und R³ zusammen die Gruppe wenn R² und R³ -OH bedeuten.
ein Hapten mit einem Molekulargewicht zwischen 100 und 1500, ein antigenes Polypeptid oder Protein oder ein Antikörper, ein Hormon oder ein Rezeptor für ein Hormon, gebunden über eine Amidbindung,
n=2 bis 6, wenn R² und R³ zusammen die Gruppe wenn R² und R³ -OH bedeuten.
4. Verbindung gemäß Anspruch 3, worin
ist, worin Y eine Aminoschutzgruppe und β ¹ und β ²
unabhängig voneinander Jod oder Wasserstoff bedeuten.
5. Verbindung gemäß Anspruch 4, worin Y Trifluoracetyl ist.
6. Verfahren zur Herstellung eines Konjugats der allgemeinen
Formel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man in an sich bekannter Weise folgende Stufen
durchführt:
- (a) Umsetzen von 6-Chlor-9-(2′,3′-O-isopropyliden- β-D-ribofuranosyl)-purin mit einem α,ω-Diaminoalkan, ausgewählt aus 1,2-Diaminoäthan, 1,3-Diaminopropan, 1,4-Diaminobutan, 1,5-Diaminopentan und 1,6- Diaminohexan, unter Bildung eines 6-(ω-Aminoalkyl)- 9-(2′,3′-O-isopropyliden-β-D-ribofuranosyl)-purins;
- (b) Kuppeln des Haptens mit einem Molekulargewicht zwischen 100 und 1500, des antigenen Polypeptides oder Proteins, des Antikörpers oder des Hormons oder Rezeptors für das Hormon an die primäre Aminogruppe des 6-(ω-Aminoalkyl)- 9-(2′,3′-O-isopropyliden-β-D-ribofuranosyl)-purins unter Bildung einer Amidbindung, wobei man ein substituiertes Adenosin-Zwischenprodukt erhält;
- (c) Behandeln des substituierten Adenosin-Zwischenproduktes mit Phosphoroxychlorid unter Bildung eines phosphorylierten Zwischenproduktes;
- (d) Hydrolysieren des phosphorylierten Zwischenproduktes unter Entfernung der Isopropylidengruppe unter Bildung eines 5′-Adenylsäure-Zwischenproduktes und
- (e) Kondensieren von Riboflavin-5′-monophosphat mit dem Phosphorimidazolidat, das gebildet wurde durch die Behandlung des 5′-Adenylsäure-Zwischenproduktes mit N,N′-Carbonyldiimidazol unter Ausbildung des gewünschten Flavin-adenin-dinukleotid-markierten Konjugats.
7. Verwendung einer Verbindung gemäß Anspruch 1 in einem
spezifischen Bindungs-Untersuchungsverfahren zum Nachweis
eines Haptens mit einem Molekulargewicht zwischen
100 und 1500, eines antigenen Polypeptides oder Proteins
oder eines Antikörpers in einem flüssigen Medium.
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US05/950,858 US4213893A (en) | 1978-10-12 | 1978-10-12 | Flavin adenine dinucleotide-labeled conjugates for use in specific binding assays |
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DE2924332C2 true DE2924332C2 (de) | 1989-03-23 |
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ID=27129736
Family Applications (1)
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DE19792924332 Granted DE2924332A1 (de) | 1978-06-22 | 1979-06-15 | Flavin-adenin-dinukleotid-markiertes konjugat und dessen verwendung in spezifischen bindungsversuchen |
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IL (1) | IL57571A (de) |
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CA1223831A (en) * | 1982-06-23 | 1987-07-07 | Dean Engelhardt | Modified nucleotides, methods of preparing and utilizing and compositions containing the same |
US4550075A (en) * | 1983-06-22 | 1985-10-29 | Kallestad Laboratories, Inc. | Method for ligand determination utilizing an immunoassay monitorable by biotin-containing enzymes, and compositions therefor |
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GB9823646D0 (en) * | 1997-12-19 | 1998-12-23 | Brax Genomics Ltd | Compounds for mass spectrometry |
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- 1979-06-15 IL IL57571A patent/IL57571A/xx unknown
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- 1979-06-21 GB GB7941829A patent/GB2040943B/en not_active Expired
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- 1979-06-21 FR FR7915952A patent/FR2429223A1/fr active Granted
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FR2429223A1 (fr) | 1980-01-18 |
GB2023609A (en) | 1980-01-03 |
GB2041919B (en) | 1982-08-11 |
IL57571A0 (en) | 1979-10-31 |
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D2 | Grant after examination | ||
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