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DE2905215C2 - 1,1-disubstituierte Octahydroindolo[2,3-a]chinolizine und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents

1,1-disubstituierte Octahydroindolo[2,3-a]chinolizine und Verfahren zu ihrer Herstellung

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Publication number
DE2905215C2
DE2905215C2 DE2905215A DE2905215A DE2905215C2 DE 2905215 C2 DE2905215 C2 DE 2905215C2 DE 2905215 A DE2905215 A DE 2905215A DE 2905215 A DE2905215 A DE 2905215A DE 2905215 C2 DE2905215 C2 DE 2905215C2
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DE
Germany
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udf54
udf53
octahydroindolo
quinolizine
general formula
Prior art date
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Expired
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DE2905215A
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DE2905215A1 (de
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György Dipl.-Ing.-Chem. Dr. Kalaus
Egon Dr. Kárpáti
Lajos Dipl.-Chem. Dr. Szabó
László Dr. Budapest Szporny
Csaba Dipl.-Ing.-Chem. Dr. Szántay
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Richter Gedeon Vegyeszeti Gyar Nyrt
Original Assignee
Richter Gedeon Vegyeszeti Gyar RT
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Publication date
Application filed by Richter Gedeon Vegyeszeti Gyar RT filed Critical Richter Gedeon Vegyeszeti Gyar RT
Publication of DE2905215A1 publication Critical patent/DE2905215A1/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D471/00Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, at least one ring being a six-membered ring with one nitrogen atom, not provided for by groups C07D451/00 - C07D463/00
    • C07D471/12Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, at least one ring being a six-membered ring with one nitrogen atom, not provided for by groups C07D451/00 - C07D463/00 in which the condensed system contains three hetero rings
    • C07D471/14Ortho-condensed systems
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61PSPECIFIC THERAPEUTIC ACTIVITY OF CHEMICAL COMPOUNDS OR MEDICINAL PREPARATIONS
    • A61P9/00Drugs for disorders of the cardiovascular system
    • A61P9/08Vasodilators for multiple indications

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Description

  • Die Erfindung betrifft
    1,1-disubstituierte Octahydroindolo[2,3-a]chinolizine der allgemeinen Formel I °=c:80&udf54;&udf53;vu10&udf54;&udf53;vz7&udf54; &udf53;vu10&udf54;worin R eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen und A eine geradkettige oder nicht in 1-Stellung verzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, eine im Alkylteil 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthaltende, geradkettige oder nicht in 1-Stellung verzweigte Phenylalkylgruppe oder die Acylgruppe einer aliphatischen Carbonsäure mit unter Hinzunahme des Kohlenstoffatoms der CO-Gruppe 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeuten, die optischen Antipoden davon sowie die pharmazeutisch anwendbaren Säureadditionssalze dieser Verbindungen.
  • Die oben definierten Verbindungen werden erfindungsgemäß derart hergestellt, daß man in an sich bekannter Weise 1-(3-Aminopropyl)-octahydroindolo[2,3-a] chinolizine der allgemeinen Formel II °=c:80&udf54;&udf53;vu10&udf54;&udf53;vz7&udf54; &udf53;vu10&udf54;worin R die oben angegebene Bedeutung hat, mit einer Verbindung der allgemeinen Formel III oder IV °=c:40&udf54;&udf53;vu10&udf54;R&dlowbar;-CO-X@,(III)&udf53;zl10&udf54;(R&dlowbar;-CO)ÊO@,(IV)&udf53;zl10&udf54;worin R&min; ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen, den Phenylrest oder ein Phenylalkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen im Alkylrest und X Wasserstoff, Halogen oder eine Hydroxylgruppe bedeuten, umsetzt, das erhaltene Acylaminoderivat gewünschtenfalls oder das erhaltene Aldiminoderivat reduziert und gewünschtenfalls die erhaltene Verbindung der allgemeinen Formel I in ein pharmazeutisch anwendbares Säureadditionssalz überführt und/oder das in razemischer Form erhaltene Produkt in die optischen Antipoden zerlegt.
  • Die erfindungsgemäß herstellbaren neuen Verbindungen der allgemeinen Formel I besitzen vorteilhafte blutgefäßerweiternde Wirkungen.
  • In der allgemeinen Formel I kann R eine gerade oder verzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 6, besonders mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, z. B. eine Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Isopropyl-, n-Butyl-, sec.-Butyl-, tert.-Butyl-, Amyl-, Isoamyl-, n-Hexylgruppe bedeuten.
  • Das Symbol A kann als Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen ebenfalls die als mögliche Bedeutungen von R erwähnten Gruppen vertreten, sofern eine Verzweigung nicht in 1-Stellung vorliegt. Als Phenylalkylgruppe kann das Symbol A die Benzyl-, Phenyläthyl-, Phenylpropyl- und Phenylbutylgruppen vertreten.
  • Als aliphatische Acylgruppe kann A den Acylrest von gesättigten einbasigen aliphatischen Carbonsäuren, z. B. Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure oder Valeriansäure, vertreten.
  • Die der obigen Definition entsprechenden Verbindungen der allgemeinen Formel I sind neue, in der Literatur bisher nicht beschriebenen Produkte. Am nächsten verwandte Analoga stellen die aus der DE-OS 25 51 952 bekannten l,l-disubstituierten Octahydroindolo[2,3-a]chinolizine dar, bei denen jedoch die in der einen der beiden Seitenketten vorhandene Aminogruppe unsubstituiert ist. Diese bekannten Substanzen sind im Hinblick auf ihre gefäßerweiternde Wirkung den erfindungsgemäßen deutlich unterlegen, wie sich aus den weiter unten angegebenen pharmakologischen Untersuchungen ergibt.
  • Die Ausgangsstoffe des erfindungsgemäßen Verfahrens, die 1-(3-Aminopropyl)-octahydrodinolo[2,3-a]chinolizine der allgemeinen Formel II können auf die in der DE-OS 25 51 952 beschriebene Weise hergestellt werden.
  • Die Verbindungen der allgemeinen Formel III, welche an der Stelle von X ein Wasserstoffatom enthalten, werden in etwa äquimolekularen Mengen oder in geringem Überschuß (etwa 1,1 bis 1,8 Mol) zur Umsetzung mit den Verbindungen der allgemeinen Formel II eingesetzt. Diese Reaktion kann in einem unter den Reaktionsbedingungen inerten organischen Lösungsmittel durchgeführt werden. Als solche Lösungsmittel kommen z. B. protische Lösungsmittel, wie Alkohole, z. B. Methanol, Äthanol, aber auch aprotische Lösungsmittel, wie Benzol, Toluol in Betracht. Wenn man in aprotischen Lösungsmitteln arbeitet, dann kann man das bei der Reaktion entstehende Wasser durch azeotrope Destillation laufend aus dem Reaktionsgemisch entfernen; es ist aber auch bei der Anwendung von aprotischen Lösungsmitteln zweckmäßig, die Reaktion bei der Siedetemperatur des Reaktionsgemisches durchzuführen.
  • Mit an der Stelle von X Halogen enthaltenden Verbindungen der allgemeinen Formel III sowie mit Verbindungen der allgemeinen Formel IV ist die Umsetzung mit den Verbindungen der allgemeinen Formel II in Gegenwart eines Säurebindemittels auszuführen, um den Ablauf der Reaktion zu beschleunigen bzw. zu vervollständigen. Als Säurebindemittel können organische Basen, z. B. tertiäre Amine, wie Triäthylamin, Pyridin, oder anorganische Basen, z. B. Alkalicarbonate, wie Natriumcarbonat oder Kaliumcarbonat, oder auch Erdalkalioxyde, wie Magnesiumoxyd, eingesetzt werden. Die Reaktion kann in einem unter den Reaktionsbedingungen inerten organischen Lösungsmittel oder auch ohne Lösungsmittel durchgeführt werden, wobei in letzterem Fall ein Überschuß der Verbindung der allgemeinen Formel IV oder des Säurebindemittels (z. B. bei der Anwendung von Pyridin) als Reaktionsmedium dienen kann.
  • Im Fall von an der Stelle von X eine Hydroxylgruppe enthaltenden Verbindungen der allgemeinen Formel III ist es im Interesse der Beschleunigung bzw. Vervollständigung der Reaktion vorteilhaft, die Umsetzung mit den Verbindungen der allgemeinen Formel II in Gegenwart von Kondensationsmitteln, z. B. von Dicyclohexyl-carbodiimid, auszuführen.
  • Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Acylaminoderivate der allgemeinen Formel I können durch Reduktion in die entsprechenden Alkylamino- bzw. Aralkylaminoderivate übergeführt werden. Man kann diese Reduktion zweckmäßig mit geeigneten chemischen Reduktionsmitteln, vorteilhaft mit komplexen Metallhydriden, durchführen. Als komplexe Metallhydride können z. B. Lithiumaluminiumhydrid oder komplexe Borhydride, vorteilhaft Natriumborhydrid in Gegenwart eines Metallsalzes, z. B. von Kobaltchlorid, verwendet werden. Die Reduktion wird in einem unter den Reaktionsbedingungen inerten organischen Lösungsmittel durchgeführt. Als Lösungsmittel kommen z. B. Äther, wie Diäthyläther oder Tetrahydrofuran, oder Alkohole, wie Methanol, Äthanol, in Betracht.
  • Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Aldiminoderivate werden durch Reduktion ebenfalls in die entsprechenden Alkyl- bzw. Aralkylaminoderivate der allgemeinen Formel I übergeführt.
  • Diese Reduktion kann entweder ebenfalls auf die oben beschriebene Weise mit chemischen Reduktionsmitteln, z. B. mit komplexen Metallhydriden, oder auch mit katalytisch aktiviertem Wasserstoff durchgeführt werden. Im letzteren Fall können die bei den katalytischen Hydrierungen üblichen Metalle, wie Palladium, Platin, Nickel, Eisen, Kupfer, Kobalt, Chrom, Zink, Molybdän, Wolfram, sowie Oxyde oder Sulfide davon als Katalysatoren verwendet werden. Man kann auch auf die Oberfläche von Trägern aufgebrachte Katalysatoren verwenden; als solche Träger kommen z. B. Kohle, besonders Aktivkohle, ferner Siliciumdioxyd, Aluminiumoxyd, Erdalkalisulfate oder Erdalkalicarbonate in Betracht.
  • Besonders vorteilhaft können zu dieser katalytischen Hydrierung Palladium, zweckmäßig Palladium-Aktivkohle oder auch Raney-Nickel als Katalysatoren eingesetzt werden; im allgemeinen kann aber der in gegebenen Fällen anzuwendende Katalysator unter Berücksichtigung der Eigenschaften der zu reduzierenden Verbindung und der Reaktionsbedingungen gewählt werden.
  • Die katalytische Hydrierung kann in einem unter den Reaktionsbedingungen inerten Lösungsmittel durchgeführt werden; als Lösungsmittel kommen z. B. Alkohole, Äthylacetat, Eisessig oder Gemische davon in Betracht. Am besten haben sich für diesen Zweck aliphatische Alkohole, wie Methanol und Äthanol, bewährt. Wird Platinoxid als Katalysator verwendet, so arbeitet man in neutralem oder noch besser in saurem Medium, während bei der Anwendung von Raney-Nickel als Katalysator zweckmäßig in neutralem oder alkalischem Medium gearbeitet wird. Die Temperatur, der Druck und die Reaktionszeit der katalytischen Hydrierung können in Abhängigkeit von den zu reduzierenden Verbindungen zwischen weiten Grenzen variiert werden, in den meisten Fällen kann man aber die Hydrierung mit gutem Erfolg bei Raumtemperatur und atmosphärischem Druck durchführen.
  • Die erfindungsgemäß hergestellten neuen Verbindungen der allgemeinen Formel I können gewünschtenfalls durch Behandlung mit geeigneten Säuren in pharmazeutisch anwendbare Säureadditionssalze übergeführt werden. Als Säuren kommen für diesen Zweck anorganische Säuren, wie Halogenwasserstoffe, z. B. Salzsäure oder Bromwasserstoff, oder Phosphorsäure, sowie ferner organische Säuren wie Essigsäure, Propionsäure, Glykolsäure, Maleinsäure, Bernsteinsäure, Weinsäure, Citronensäure, Salicylsäure, Benzoesäure oder auch Sulfonsäuren, wie Methansulfonsäure oder p-Toluolsulfonsäure, in Betracht.
  • Die Salzbildung kann zweckmäßig in einem unter den Reaktionsbedingungen inerten Lösungsmittel, besonders in einem aliphatischen Alkohol, z. B. in Methanol, erfolgen; die Base der allgemeinen Formel I wird in diesem Lösungsmittel gelöst und dann so lange mit der wäßrigen oder alkoholischen Lösung der entsprechenden Säure versetzt, bis der pH-Wert der Mischung etwa 6 erreicht. Das auf diese Weise gebildete Salz kann dann durch Zugabe eines geeigneten organischen Lösungsmittels, z. B. von Äther, aus dem Reaktionsgemisch gefällt werden.
  • Die hergestellten Produkte können gewünschtenfalls, z. B. durch Umkristallisieren, weiter gereinigt werden.
  • Die neuen Verbindungen der allgemeinen Formel I werden nach dem erfindungsgemäßen Verfahren in hoher Ausbeute und in gut identifizierbarer Form erhalten. Die Ergebnisse der Elementaranalyse zeigen eine gute Übereinstimmung mit den berechneten Werten. Die Banden der charakteristischen Gruppen in den IR-Spektren, die Werte der Signale der magnetischen Kernresonanz und die Daten der Massenspektra beweisen eindeutig das Vorliegen der der allgemeinen Formel I entsprechenden chemischen Zusammensetzungen und Strukturen.
  • Unter den erfindungsgemäß herstellbaren neuen Verbindungen der allgemeinen Formel I sind vor allem die nachstehenden Octahydroindolochinolizine von besonderem Interesse:
    1α-Äthyl-1-(3-acetylamino-propyl)-1,2,3,4,6,7,12,12bβ- octahydroindolo[2,3-a]chinolizin,
    1α-Äthyl-1-(3-äthylamino-propyl)-1,2,3,4,6,7,12,12bβ-o octahydroindolo[2,3-a]chinolizin,
    -1α-Äthyl-1-(3-butylidenamino-propyl)-1,2,3,4,5,6,7,12,12bβ- octahydroindolo[2,3-a]chinolizin,
    1α-Äthyl-1-(3-butyroylamino-propyl)-1,2,3,4,6,7,12,12bβ- octahydroindolo[2,3-a]chinolizin,
    1α-Äthyl-1-(3-butylamino-propyl)-1,2,3,4,6,7,12,12bβ-octahydroindolo [2,3-a]chinolizin,
    1α-Äthyl-1-(3-benzoylamino-propyl)-1,2,3,4,6,7,12,12bβ- octahydroindolo[2,3-a]chinolizin,
    1α-Äthyl-1-(3-benzylamino-propyl)-1,2,3,4,6,7,12,12bβ- octahydroindolo[2,3-a]chinolizin,
    1α-Äthyl-1-[3-(3&min;,4&min;,5&min;-trimethoxy-benzoylamino)-propyl]- 1,2,3,4,6,7,12,12bβ-octahydroindolo[2,3-a]chinolizin,
    1α-Äthyl-1-[3-(3&min;,4&min;,5&min;-trimethoxy-benzylamino)-propyl]- 1,2,3,4,6,7,12,12bβ-octahydroindolo[2,3-a]chinolizin.
  • Die pharmakologischen Untersuchungen ergaben, daß die neuen Verbindungen der allgemeinen Formel I über eine bedeutsame blutgefäßerweiternde Wirkung verfügen. Diese Wirkung zeigt sich vor allem in einer starken Steigerung der Durchblutung von Gehirn und Gliedmaßen.
  • Die Untersuchungen wurden an mit Chloraloseurethan narkotisierten Hunden vorgenommen. Die Durchblutung der Gliedmaßen wurde an der Arteria femoralis gemessen, für die Durchblutung des Gehirns wurden Daten durch Messung der Blutströmung in der Arteria carotis interna und der Arteria vertebralis erhalten. Der Aderwiderstand im Kreislauf wurde aus den entsprechenden Werten von Blutdruck und Blutströmung berechnet.
  • Die zu untersuchenden Substanzen wurden in Dosen von 1 mg/kg intravenös verabreicht. Die Veränderungen wurden prozentual ausgewertet. Die als Durchschnitt an sechs Tieren erhaltenen Werte sind in der folgenden Tabelle zusammengefaßt; zum Vergleich sind auch die mit dem in der Therapie sich sehr gut bewährt habenden Apovincaminsäureäthylester in gleicher Weise erhaltenen Daten angegeben. Die in den einzelnen Spalten der Tabelle angegebenen Werte entsprechen den folgenden Daten:
    1. Durchblutung der Gliedmaßen
    2. Kreislaufwiderstand in den Gliedmaßen
    3. Durchblutung des Gehirns
    4. Kreislaufwiderstand im Gehirn
    5. Blutdruck
    6. Herzfrequenz
  • Die untersuchten Substanzen waren außer den erfindungsgemäßen Produkten der Beispiele 1,2,4 und 5 die folgenden:
    (A): Apovincaminsäureäthylester
    (B): l-Äthyl-l-(3-aminopropyl)-1,2,3,4,6,7,12,12b-octahydroindolo [2,3-a]chinolizin (DE-OS 25 51 952) Tabelle Durchschnittliche prozentuale, durch eine Dosis von 1 mg/kg i.v. verursachte Veränderungen &udf53;vu10&udf54;&udf53;vz13&udf54; &udf53;vu10&udf54;
  • Aus der Tabelle ist ersichtlich, daß die neuen Verbindungen der allgemeinen Formel I im Vergleich zur Bezugssubstanz (A) die Durchblutung der Gliedmaßen erheblich steigern. Insbesondere die die Durchblutung des Gehirns steigernde Wirkung der neuen Verbindungen ist sehr erheblich; sie ist bei der Verbindung gemäß Beispiel 1 etwa dreimal so hoch wie die der Bezugssubstanz (A) und etwa 40mal so hoch wie die der Bezugssubstanz (B).
  • Die Erfindung wird im folgenden an Hand von Beispielen näher erläutert, sie ist aber in keiner Weise auf den Inhalt dieser Beispiele beschränkt.
  • Beispiel 1 1α-Äthyl-1-(3-acetylamino-propyl)-1,2,3,4,6,7,12,12bβ- octahydroindolo[2,3-a]chinolizin
  • 4,2 g (13,5 mMol) 1α-Äthyl-1-(3-amino-propyl)- 1,2,3,4,6,7,12,12bβ-octahydroindolo[2,3-a]chinolizin werden in 70 ml abs. Pyridin gelöst; der Lösung werden 15 ml Essigsäureanhydrid zugegeben, und das Gemisch wird über Nacht bei Raumtemperatur stehengelassen. Dann werden das Lösungsmittel und der Überschuß von Essigsäureanhydrid im Vakuum abdestilliert und das als Rückstand erhaltene Öl mit 5%iger wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung verrieben und einige Stunden lang stehengelassen. Während dieses Stehens verfestigt sich das Produkt; es wird abfiltriert, mit Wasser gewaschen und aus Methanol/Wasser umkristallisiert. Es werden auf diese Weise 2,5 g 1α-Äthyl-1-(3-acetylamino- propyl)-1,2,3,4,6,7,12,12bβ-octahydroindolo[2,3-a]chino- lizin erhalten; F. 126-128°C.
    Analyse für C&sub2;&sub2;H&sub3;&sub1;N&sub3;O (Mol.Gew.: 353,49):
    berechnet: C 74,4% H 8,84% N 11,88%;
    gefunden: C 74,59% H 8,63% N11,52%.
    IR (in KBr): ν max = 3230 cm-1 (Indol-NH)
    2870 - 2730 cm-1 (Bohlman-Banden)
    1660 - 1620 cm-1 (=C=O)
  • Beispiel 2 1α-Äthyl-1-(3-äthylamino-propyl)-1,2,3,4,6,7,12,12bβ- octahydroindolo[2,3-a]chinolizinium-hydrochlorid
  • 1,8 g (5,1 mMol) 1α-Äthyl-1-(3-acetylaminopropyl)- 1,2,3,4,6,7,12,12bβ-octahydroindolo[2,3-a]chinolizin werden in 200 ml. abs. Äther suspendiert und die Suspension mit 1,5 g (39,6 mMol) Lithiumaluminiumhydrid versetzt. Das Gemisch wird 30 Minuten bei Raumtemperatur gerührt, dann 4 Stunden unter Rückfluß gekocht. Nach dem Abkühlen wird die erhaltene Lösung mit 100 ml gesättigter Lösung von Seignette-Salz (Kaliumnatriumtartrat) versetzt und einige Minuten gerührt. Die wäßrige Phase wird dann abgetrennt, mit 50 ml Äther ausgeschüttelt, die Ätherphasen werden vereinigt, mit wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet und abfiltriert, und aus dem Filtrat wird das Lösungsmittel verdampft. Das als Rückstand erhaltene, während des Stehens sich verfestigende Öl wird in wenig Methanol gelöst und die Lösung durch Zugabe von mit Salzsäuregas gesättigtem Methanol schwach angesäuert und mit Äther verdünnt. Das dadurch gefällte Produkt wird abfiltriert, gewaschen und getrocknet. Es werden auf diese Weise 1,65 g 1α-Äthyl-1-(3-äthylaminopropyl)-1,2,3,4,6,7,12,12bβ- octahydroindolo[2,3-a]chinolizinium-dihydrochlorid (78,9% d. Th.) erhalten; F. 227 - 229°C (unter Aufschäumen).
    Analyse für C&sub2;&sub2;H&sub3;&sub3;N&sub3; · 2HCl (Mol.Gew.: 412,43):
    berechnet: C 64,06% H 8,55%% N 10,18%;
    gefunden: C 63,87% H 8,39% N 9,91%.
    IR (in KBr): ν max 3300 cm-1 (Indol-NH)
    2900 - 2700 cm-1 (Bohlmann-Banden)
  • Beispiel 3 1α-Äthyl-1-(3-benzylaminopropyl)-1,2,3,4,6,7,12,12bβ- octahydroindolo[2,3-a]chinolizin
  • 1,00 g (3,21 mMol) 1α-Äthyl-1-(aminopropyl)- 1,2,3,4,6,7,12,12bβ-octahydroindolo[2,3-a]chinolizin werden in 20 ml abs. Methanol gelöst. Der Lösung werden 0,50 g (0,48 ml, 4,71 mMol) Benzaldehyd zugesetzt, und das Reaktionsgemisch wird 48 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Danach werden der Lösung erneut 30 ml Methanol zugesetzt und das Reaktionsgemisch auf 0°C gekühlt. Bei dieser Temperatur wird das Gemisch unter ständigem Rühren in kleinen Anteilen mit 1,50 g (3,96 mMol) Natriumborhydrid versetzt. Das Rühren wird noch 1 Stunde lang bei 0°C fortgesetzt, und danach wird die Lösung mit 5 n wäßriger Salzsäure auf pH = 2 angesäuert und das Gemisch im Vakuum auf ein Volumen von 10 ml eingedampft. Der Rückstand wird in 100 ml Wasser gelöst und die Lösung durch Zusatz von 40%iger wäßriger Natronlauge bis zum pH = 10 basisch gemacht. Die alkalische Lösung wird mit 50, 30 und 20 ml Dichlormethan ausgeschüttelt und die vereinigte organische Lösung über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und im Vakuum eingedampft. Das erhaltene Öl wird aus Methanol umkristallisiert. Man erhält 0,80 g des angegeben Produktes als weiße Kristalle. Ausbeute: 62,0%. F.109°C bis 110°C.
    Analyse für C&sub2;&sub7;H&sub3;&sub5;N&sub3; (Mol.Gew.: 401,57):
    berechnet: C 80,75 H 8,78% N 10,18%;
    gefunden: C 80,65 H 8,74% N 10,64%.
    NMR-Spektrum (CDCl&sub3;):
    delta = 0,63 (t, 3H, CH&sub3;-)
    delta = 3,42 (s, 1H, Annell,-H)
    delta = 3,92 (s, 2H, Benzyl-CH&sub2;-)
    delta = 6,83 - 7,62 (m, 9H, arom. H)
    delta = 10,60 (s, 1H, Indol-NH)
  • Beispiel 4
  • 1α-Äthyl-l-(3-butyrylamino-propyl)-1,2,3,4,6,7,12,12bβ- octahydroindolo[2,3-a]chinolizin: Die Verfahrensweise von Beispiel 1 wird mit der Abweichung wiederholt, daß man statt Essigsäureanhydrid Buttersäureanhydrid verwendet. Man erhält das oben angegebene Produkt vom Schmelzpunkt 137 bis 138°C.

Claims (7)

1. Octahydroindolo[2,3-a]chinolizinderivate der allgemeinen Formel °=c:80&udf54;&udf53;vu10&udf54;&udf53;vz7&udf54; &udf53;vu10&udf54;worin R eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen und A eine geradkettige oder nicht in 1-Stellung verzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, eine im Alkylteil 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthaltende, geradkettige oder nicht in 1-Stellung verzweigte Phenylalkylgruppe, die Acylgruppe einer aliphatischen Carbonsäure mit unter Hinzunahme des Kohlenstoffatoms der CO- Gruppe 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder den Benzoylrest bedeuten, die optischen Antipoden davon sowie die pharmazeutisch anwendbaren Säureadditionssalze dieser Verbindungen.
2. 1α-Äthyl-1-(3-acetylamino-propyl)-1,2,3,4,6,7,12,12bβ-octahydroindolo [2,3-a]chinolizin.
3. 1α-Äthyl-1-(3-äthylamino-propyl)-1,2,3,4,6,7,12,12bβ-octahydroindolo [2,3-a]chinolizin und das Dihydrochlorid davon.
4. 1α-Äthyl-1-(butyrylamino-propyl)-1,2,3,4,6,7,12,12bβ-octahydroindolo [2,3-a]chinolizin.
5. 1α-Äthyl-1-(3-benzylamino-propyl)-1,2,3,4,6,7,12,12bβ-octahydroindolo [2,3-a]chinolizin.
6. Verfahren zur Herstellung der Verbindungen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise 1-(3-Aminopropyl)-octahydroindolo[2,3-a]chinolizine der allgemeinen Formel II °=c:80&udf54;&udf53;vu10&udf54;&udf53;vz7&udf54; &udf53;vu10&udf54;worin R die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung hat, mit einer Verbindung der allgemeinen Formel III oder IV °=c:40&udf54;&udf53;vu10&udf54;R&dlowbar;-CO-X@,(III)&udf53;zl10&udf54;(R&dlowbar;-CO)ÊO@,(IV)&udf53;zl10&udf54;worin R&min; ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen, den Phenylrest oder eine Phenylalkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen im Alkylrest und X Wasserstoff, Halogen oder ein Hydroxylgruppe bedeuten, umsetzt, das erhaltene Acylaminoderivat gewünschtenfalls oder das erhaltene Aldiminoderivat reduziert und gewünschtenfalls die in razemischer Form erhaltene Verbindung der allgemeinen Formel I in die optischen Antipoden zerlegt und/oder in ein pharmazeutisch anwendbares Säureadditionssalz überführt.
7. Vasodilatatorisch wirkendes Arzneimittelpräparat, dadurch gekennzeichnet, daß es als Wirkstoff eine Verbindung gemäß Anspruch 1 zusammen mit üblichen Hilfs- und Trägerstoffen enthält.
DE2905215A 1978-02-10 1979-02-12 1,1-disubstituierte Octahydroindolo[2,3-a]chinolizine und Verfahren zu ihrer Herstellung Expired DE2905215C2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
HU78RI658A HU178700B (en) 1978-02-10 1978-02-10 Process for preparing 1,1-disubstituted octahydro-indolo/2,3-a/-quinolizines

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2905215A1 DE2905215A1 (de) 1979-10-11
DE2905215C2 true DE2905215C2 (de) 1987-04-09

Family

ID=11001053

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2905215A Expired DE2905215C2 (de) 1978-02-10 1979-02-12 1,1-disubstituierte Octahydroindolo[2,3-a]chinolizine und Verfahren zu ihrer Herstellung

Country Status (26)

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US (1) US4329350A (de)
JP (1) JPS54117498A (de)
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