Henkel, Kern, Feiler & Hänzel Patentanwälte
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Γ f. Feb. 1979
53P734-2
Tragbares Magnetbandgerät, insbesondere sog. Kassettenrekorder
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein tragbares Magnetband- bzw. Tonbandgerät,
insbesondere einen sog. Kassettenrekorder, und speziell ein Magnetbandgerät mit vollmechanischer automatischer
Umschalt- bzw. Rücklaufvorrichtung.
Einrichtungen für sog. Kassettenrekorder, die eine Aufnahme bzw. ein Abspielen in beiden Richtungen ermöglichen, werden
bekanntlich als "automatische Rücklaufsysteme" (Auto reverse)
bezeichnet. Mit diesen Einrichtungen kann die Aufnahme oder Wiedergabe auf der zweiten Bandspur automatisch fortgesetzt
werden, ohne daß die Kassette umgedreht und die Bedienungselemente betätigt zu werden brauchen, wenn das Band beim Vorlauf am Ende angelangt ist, wodurch ein spezieller Bedienungskomfort
für längere Aufnahmen oder Wiedergaben geboten wird.
Die bisherigen automatischen Rücklaufsysteme sind jedoch
sperrig, schwer und aufwendig und mit einem hohen Stromver-
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brauch behaftet, da sie elektromagnetische Schaltmechanismen, wie Solenoide bzw. Tauchkernspulen aufweisen.
Keines dieser bisherigen· Systeme war daher auf ein tragbares Kassettentonbandgerät o.dgl. anwendbar, bei dem Kompaktheit,
niedriges Gewicht und niedriger Preis sowie geringer Stromverbrauch vorrangige Erfordernisse darstellen, und zwar
insbesondere der geringe Stromverbrauch wegen der Verwendung von Batterien als Stromversorgung.
Aufgabe der Erfindung ist damit u.a. die Schaffung eines Bandstopp-Fühlmechanismus
für einen vollmechanischen automatischen Rücklaufmechanismus bei einem tragbaren Magnetbandgerät,
insbesondere Kassettenrekorder oder dergleichen, mit dem auf ausschließlich mechanischem Wege und ohne die Verwendung
von Solenoiden oder Tauchkernspulen oder anderen elektromagnetischen Schaltmechanismen auf Bandrücklauf zum Aufnehmen
oder Abspielen umgeschaltet werden kann und mit dem ein Bandstopp einfach und zufriedenstellend sicher festgestellt werden
kann.
Diese Aufgabe wird durch die in den beigefügten Patentansprüchen gekennzeichneten Merkmale gelöst.
Im folgenden sind bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Magnetbandgeräts mit Merkmalen nach der Erfindung,
Fig. 2 eine Aufsicht auf einen Teil des Geräts nach Fig. 1
mit weggelassenem Hauptchassis,
Fig. 3A bis 3J Darstellungen eines automatischen Abschaltmechanismus
des Bandgeräts, wobei die Fig. 3A bis 3D
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Aufsichten zur Veranschaulichung verschiedener Zustände des Mechanismus, Fig. 3E einen Schnitt durch einen
Spulenträger und eine Reib- oder Friktionsplatte, Fig. 3F einen Schnitt durch ein Vorgelege und die
Fig. 3G bis 3J schematische Aufsichten zur Veranschaulichung
verschiedener Stellungen des Zahnradmechanismus darstellen,
Fig. 4A bis 4C und 5A, 5B Aufsichten zur Verdeutlichung verschiedener
Betriebszustände eines automatischen Rücklaufantriebs des Bandgeräts,
Fig. 6A und 6B Aufsichten zur Darstellung verschiedener Betriebszustände
eines Normalgeschwindigkeit-Vorlauf/-Rücklaufschaltmechanismus
des Bandgeräts,
Fig. 7A bis 7H Aufsichten und Seitenansichten eines Magnetkopf -Umschaltmechanismus, aus verschiedenen Blickwinkeln
gesehen,
Fig. 8A und 8B Aufsichten auf einen Automatikumschalt-Frequenzbegrenzermechanismus
des Bandgeräts in zwei verschiedenen Zuständen,
Fig. 9A und 9B Aufsichten auf eine Abwandlung des Magnetkopf-Umschaltmechanismus
in zwei verschiedenen Betriebs zuständen ,
Fig. 1OA eine Aufsicht auf einen ein Löschen des Bands verhindernden
Mechanismus des Bandgeräts,
Fig. 10B bis 10E Aufsichten auf Rücklauf-Wiedergabe-, Aufnahme-
und Vorwärts-Wiedergabetasten in verschiedenen Formen und Anordnungen,
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Fig. 11A und 11B Aufsichten auf einen Schnellvorlauf/Rücklauf
mechanismus des Bandgeräts in zwei verschiedenen Stellungen,
Fig. 12A eine auseinandergezogene perspektivische Darstellung
einer Bandlaufanzeigeeinrichtung/
Fig. 12B bis 1 2E verschiedene Anzeigesymbole für den Anzeigemechanismus
nach Fig. 12A,
Fig. 12F eine perspektivische Darstellung eines abgewandelten
Anzeigeelements für den Bandlaufanzeigemechanismus nach Fig. 12A,
Fig. 13 eine Aufsicht auf eine abgewandelte Ausführungsform
der Bandende-Fühleinheit,
Fig. 14A bis 14C Aufsichten auf die Bandende-Fühleinheit in verschiedenen Stellungen zur Verdeutlichung ihrer
Arbeitsweise,
Fig. 15 bis 17A Aufsichten auf verschiedene Abwandlungen der
Bandende-Fühleinheit und
Fig. 17B eine Aufsicht auf ein abgewandeltes Steuerkurvenelement
für die Einheit nach Fig. 17A.
Das in Fig. 1 dargestellte Kassetten-Magnetbandgerät weist ein im wesentlichen U-förmiges Hauptchassis 11 auf, das an
Längs- und Querabschnitten mit verschiedenen, noch näher zu erläuternden Mechanismen versehen ist. Ein unterseitiger
Steuer- bzw. Bedienungsteil 12 enthält eine "STOP"-Taste
für Abschaltung und Kassettenauswurf, eine RÜCKSPUL-Taste 122,
eine RÜCKLAUF-Wiedergabetaste 123 für Wiedergabe bei Bandrücklauf,
eine AUFNAHME-Taste 124, eine VORWÄRTS-Wiedergabeta-
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ste 125 für Wiedergabe bei Bandvorlauf, eine SCHNELLVORLAUF-Taste
126 für schnellen Bandvorlauf und eine PAUSE-Taste für Aufnahme- und Wiedergabepause; diese Tasten sind, wie
dargestellt, in der angegebenen Reihenfolge von links nach rechts angeordnet, so daß sie in Richtung der Pfeile a und
b eingedrückt bzw. ausgelöst werden können. Bei Betätigung dieser Tasten 121 - 127 werden noch näher zu beschreibende
Antriebssysteme über die zugeordneten Steuerhebel 121a bis 127a in Betrieb gesetzt. Diese Steuerhebel oder Betätigungsstangen 121a - 127a sind unter dem chassis 11 in Richtung der
Pfeile a und b hin- und hei gehend verschiebbar. Wenn die Steuerhebel 122a - 127a eingedrückt sind, werden sie in ihrer
jeweiligen Betätigungsstellung durch Eingriff mit an sich bekannten, nicht dargestellten Arretiermechanismen arretiert
bzw. eingerastet. Lediglich der Steuerhebel 121a der STOP-Taste 121 rastet nicht ein, sondern beaufschlagt die Arretiermechanismen
in der Weise, daß die anderen Steuerhebel ausgerastet bzw. ausgelöst werden. Die PAUSE-Taste 127 mit ihrem
Steuerhebel 127a arbeitet andererseits unabhängig und ohne
Beeinflussung der Arretiermechanismen; sie beaufschlagt einen an sich bekannten, nicht dargestellten Gleichtaktmechanismus
unter der VORWÄRTS- bzw. LAUF-Taste. Bei einem Bandgerät, wie dem gemäß der Erfindung, das automatisch auf Rücklaufwiedergabe
umschaltbar ist, muß eine Tonwiedergabe und -aufnahme sowohl in Vorlauf- als auch in Rücklaufrichtung möglich
sein, so daß das Gerät mit zwei voneinander unabhängigen WIEDERGABE- bzw. LAUF-Tasten für Vor- und Rücklaufwiedergäbe
(und -Aufnahme) versehen sein muß. Wenn nur eine dieser LAUF-Tasten betätigt ist, ist eine Wiedergabe und Aufnahme nur in
der jeweiligen Richtung möglich. Wenn dagegen beide Tasten gleichzeitig betätigt werden, erfolgt eine automatische Rücklauf
umschaltung. Für normale Wiedergabe bzw. Aufnahme wird nur die LAUF-Taste für Vorlauf gedrückt.
Wenn die AUFNAHME-Taste 124 in Verbindung mit einer der bei-
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den LAUF-Tasten betätigt wird, wird über den betreffenden
Steuerhebel 124a ein Aufnahmesystem in Gang gesetzt, so daß
bei Bandvorlauf oder -rücklauf oder durch automatisches Umschalten
in beiden Richtungen eine Aufnahme vorgenommen werden kann. In diesem Fall ist, wie noch näher erläutert werden
wird, ein sich vom üblichen Mechanismus unterscheidender Mechanismus zur Verhinderung eines ungewollten Löschens
der Aufnahme vorgesehen.
Gemäß Fig.'1 sind ein linker und ein rechter Spulenträger
20 bzw. 21 im Mittelteil des Chassis 11 in einem festen Abstand voneinander angeordnet. Diese Spulenträger sind jeweils
mit einem automatischen Abschaltmechanismus bzw. einem Wechselumschaltmechanismus
gekoppelt, die später noch näher erläutert werden. An der Oberseite von Fig. 1 ist ein mit dem
linken Spulenträger 20 gekoppeltes Bandzählwerk 22 angeordnet,- und weiterhin sind ein Motor 23 als Antrieb für das Bandlaufwerk
sowie Steuerhebel 24 und 25 für einen automatischen Rücklauf-Frequenzbegrenzermechanismus und einen Handrücklaufmechanismus
vorgesehen, die später noch näher erläutert werden sollen.
Fig. 2 zeigt in Aufsicht den gesamten Bandlaufmechanlsmus nach
Fig. 1 mit der Übersichtlichkeit halber weggelassenem Chassis 11. Dieses Bandlaufwerk kennzeichnet sich insbesondere dadurch,
daß ein (NormalgeschwindigkeibJ Spulenantrieb 300 in einem
Normalgeschwindigkeit-Antriebsmechanismusteil von einem Tonwellenantrieb 400 unabhängig ist. Die Tonwellen werden daher
nicht durch Lastschwankungen beeinflußt, so daß Tonhöhenschwankungen und andere Eigenschaften verbessert werden können
und ein Detektor- bzw. Fühlerteil eines automatischen Abschaltmechanismus 500 dadurch vereinfacht werden kann, daß er in
ein und demselben System mit dem Normalgeschwindigkeit-Spulenantrieb 300 untergebracht wird. Eine auf der Antriebswelle
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des Motors 23 sitzende Motor-Treibscheibe 231 ist über einen ersten Riemen 301 mit dem einen größeren Durchmesser besitzenden
Abschnitt einer zentralen Riemenscheibe 302 verbunden. Eine rechte Aufspulzwischenscheibe 303 ist so angeordnet,
daß sie mit dem den kleineren Durchmesser besitzenden Teil der zentralen Riemenscheibe 302 in Berührung bringbar und von
ihr weg bewegbar ist. Wie noch näher erläutert werden wird, kann diese Zwischenscheibe 303 gleichzeitig auch mit dem rechten
Spulenträger 21 in Berührung gebracht und von ihm getrennt werden, und zwar über einen Hebelmechanismus bzw. ein Gestänge
26, der bzw. das über einen rechten Wiedergabe-Schieber 125b betätigbar ist, welcher seinerseits bei Vorlauf nach
rechts mit dem Steuerhebel 125a der Vorwärts-Wiedergabetaste 125 gekoppelt ist.
Um den kleineren Abschnitt der zentralen Riemenscheibe 302 ist ein zweiter Riemen 304 herumgelegt, der über eine im wesentlichen
dreieckige Bahn verläuft, deren eine Spitze durch diesen kleineren Riemenscheibenteil gebildet wird. Der Riemen
304 verläuft dabei zwischen einer linken Aufspulriemenscheibe
305 an der anderen Spitze der Grundlinie des so gebildeten Dreiecks und auch über eine Kurven- bzw. Nockenscheibe
306 an dem die lotrechte Spitze des Dreiecks bildenden Teil. Die linke Aufspulscheibe 305 ist mit dem linken Spulenträger
20 über ein Steuerelement 27 in Berührung bringbar und davon trennbar, wobei dieses Steuerelement 27 durch einen
linken Wiedergabe-Schieber 123b betätigbar ist, welcher, wie später in Verbindung mit Fig. 4A noch näher erläutert werden
wird, bei Rücklaufwiedergabe und -aufnahme mit dem Steuerhebel 123a der Wiedergabe-Rücklauftaste 123 gekoppelt ist. Die
Nockenscheibe 306 bildet den Detektor- bzw. Fühlerabschnitt des automatischen Abschaltmechanismus 500, welcher bei der
dargestellten Ausführungsform einen Stillstand sowohl des linken
als auch des rechten Spulenträgers 20 bzw. 21 festzustellen vermag. Dieser letztere Mechanismus wird später noch näher er-
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läutert werden.
Gemäß Fig. 2 weist der Tonwellenantrieb 400 ein linkes und ein rechtes Schwungrad 401 bzw. 402 auf, die zur gegenläufigen
Drehung durch einen dritten Riemen 405 über die Motortreibscheibe 231 und eine Leitscheibe 403 für die Schwungräder
miteinander gekoppelt sind. Jedes Schwungrad 401 und 402 trägt in seinem Zentrum eine linke bzw. eine rechte
Tonwelle 18 bzw. 19 in koaxialer Anordnung. Ein Vorlauf/-Rücklauf-Umschaltmechanismus
600 für Normalgeschwindigkeit-Bandtransport sowie ein Vorlauf/Rücklauf-Umschaltmechanismus
700 für Hochgeschwindigkeit-Bandtransport (Fig. 2) werden ebenfalls später noch näher erläutert werden.
Neben der erwähnten Verbesserung der Tonhöhenschwankungs- bzw. Gleichlaufeigenschaften bietet dieser Normalgeschwindigkeit-Antriebsmechanismus
die Vorteile, daß eine stabile übertragung der Drehbewegung gewährleistet wird, weil der Spulenträgerantrieb
in jeder Richtung an der Zugseite erfolgen kann, und daß der Motor nicht reversiert zu werden braucht, woraus sich niedrigere
Fertigungskosten und längere Betriebslebensdauer ergeben.
Das erfindungsgemäße Magnetbandgerät kann somit neben der normalen Funktion eines sog. Kassettenrekorders auch für Bandtransport
in beiden Richtungen unter automatischer Rücklaufumschaltung eingesetzt werden. Die genannte normale Funktion
gewöhnlicher Kassettenbandgeräte, deren Beschreibung hier auf das erforderliche Mindestmaß beschränkt sein soll, ergibt sich
ohne weiteres aus der Erläuterung der automatischen Rücklaufumschaltung. In der folgenden Beschreibung wird daher speziell
auf diese automatische Rücklaufumschaltung Gewicht gelegt. Zunächst sei der automatische Abschaltmechanismus 500 erläutert,
weil es zweckmäßig zu sein scheint, zunächst die Feststellung eines Bandendes durch den Fühlerteil dieses Mechanismus 500
zu beschreiben, da bei der automatischen Rücklaufumschaltung
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in an sich bekannter Weise bei Feststellung des Bandendes selbsttätig die Wiedergabe- bzw. Aufnahmerichtung umgeschaltet
wird.
Im folgenden sei angenommen, daß das Magnetband nach rechts oder links läuft, wenn sich das Bandgerät in irgendeinem
Betriebszustand, mit Ausnahme des noch näher zu erläuternden automatischen Rücklaufs befindet. In diesem Fall steht
der Abschaltmechanismus 500 in der Position gemäß Fig. 3A oder 3B. An den unteren Abschnitten von linkem und rechtem
Spulenträger 20 bzw. 21 sind gemäß Fig. 3E Friktionsmechanismen 201 bzw. 211 vorgesehen. Gemäß Fig. 3A greifen die betreffenden
Enden der unteren Stege eines linken und eines rechten, im wesentlichen T-förmigen Fühlhebels 501 bzw. 502
an den Reib- bzw. Friktionsplatten 202 bzw. 212 der Friktionsmechanismen 201 bzw. 211 an, während die anderen, d.h. einander
benachbarten Enden dieser Platten bzw. Hebel mittels einer Totgangverbindung miteinander verbunden und im Zentrum ihrer
unteren Schenkel jeweils schwenkbar gelagert sind. Am anderen bzw. gemäß Fig. 3A oberen Ende des rechten Fühlerhebels 502
ist ein Kurvenfühlerstift 503 vorgesehen, der an einem exzentrischen Innenkurventeil 306a der Kurven- bzw. Nockenscheibe
angreift und diese Innenkurve abtastet. Wenn das Magnetband somit gemäß Fig. 3A nach rechts läuft, wirkt auf den rechten
Fühlerhebel 502 stets eine im Uhrzeigersinn wirkende Vorbelastungskraft ein, so daß dieser Hebel bei der entgegen dem
Uhrzeigersinn erfolgenden Drehung des rechten Spulenträgers 21 (vgl. Pfeil in Fig. 3A) an der Friktionsplatte 212 anliegt.
Bei der Bandbewegung nach rechts schwingt infolgedessen der rechte Fühlerhebel 502 um seinen Schwenkpunkt herum innerhalb
eines engen Bereichs im Uhrzeigersinn und entgegen dem Uhrzeigersinn, während sein Taststift 503 die exzentrische Innenkurve
306a der Kurvenscheibe 306 abtastet. Wenn in diesem Zustand das Bandende erreicht wird, und der rechte Spulenträger
21 zum Stillstand kommt, wird die im Uhrzeigersinn wirkende
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Vorbelastungskraft am rechten>Fühlerhebel 502 aufgehoben, so
daß dieser in einer Position stehenbleibt, in welcher er gemäß Fig. 3C durch die Innenkurve 306a entgegen dem Uhrzeigersinn
weggedrückt ist. Dabei greift der Fühlerhebel 502 an der Flanke einer Erhebung 306b der Kurvenscheibe 306
an, die sich ihrerseits unabhängig vom Bandlauf weiterdreht.
Da die Kurvenscheibe 306 an einem Ende eines Kurvenhebeüs 504
drehbar gelagert ist, dreht sich die Kurvenscheibe 306 ihrerseits mit einer sog. Planetenradbewegung um einen Schwenkzapfen
in der Mitte des Hebels 504 unter ihrer eigenen Trägheit im Uhrzeigersinn. Dabei kommt ein Zahnradmechanismus
505, welcher über eine Torsionsfeder 505a am anderen Ende des Kurvenhebels angreift, in Eingriff mit einem Zahnrad 302a,
das koaxial zu dem den kleineren Durchmesser besitzenden Teil der zentralen Riemenscheibe 302 angeordnet ist. Das Zahnrad
302a ist unmittelbar mit dem Motor 320 verbunden, so daß es den Antrieb für den sog. automatischen Abschaltvorgang darstellt.
Die Fig. 3F bis 3J veranschaulichen den Eingriff des Zahnrads 302a mit dem Zahnradmechanismus 505 sowie die Funktionen
dieser Bauteile.
Der am Kurvenhebel 504 angreifende Zahnradmechanismus 505 besteht aus Zahnrädern A, B und C, von denen das Zahnrad A zur
Übertragung der Antriebskraft mit dem Zahnrad 302a der zentralen Riemenscheibe in Eingriff bringbar ist. Dabei wird das
Zahnrad B über ein koaxial und materialeinheitlich mit dem Zahnrad A ausgebildetes Ritzel in Drehung versetzt, so daß sich
das als Zahnradsegment ausgebildete Zahnrad C unter dem Antrieb durch ein kleines Zahnrad (Ritzel) dreht, das koaxial
und materialeinheitlich mit dem Zahnrad B ausgebildet ist. Dabei drückt ein am Zahnradsegment C befestigter Stift 506
einen Auslöseschieber 507 mit der Kraft, mit welcher das Zahnradsegment C schließlich im Uhrzeigersinn verdreht wird, gemäß
Fig. 3D nach unten , wodurch die durch den Arretiermechanismus verrasteten Bedienungstasten ausgelöst werden und das Band-
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gerät abgeschaltet wird.
Bei den vorstehend beschriebenen Vorgängen des automatischen Abschaltens schwenkt der Kurvenhebel 504 im Uhrzeigersinn,
um in einer Stellung anzuhalten, in welcher der Stift 504a am rechten Ende des Kurvenhebels 504 am Auslöseschieber
anliegt, so daß die Kurvenscheibe 306 in einer Bereitschaftsoder Wartestellung stehen bleibt, in welcher der Riemen
über sie hinwegrutscht (vgl. Fig. 3C). Wenn sich in diesem Zustand der Auslöseschieber 507 auf vorher beschriebene Weise
zu bewegen beginnt, und zwar mit einer Zeitverzögerung aufgrund der Ausbildung des kleinen Ritzels des Zahnrads B
als Zahnradsegment, wird der Kurvenhebel 504 weiter im Uhrzeigersinn verschwenkt, wobei sich die Kurvenscheibe 306 in derselben
Richtung dreht. Da die Berührungsfläche der Erhebung 306b der Kurvenscheibe 306 gegenüber, dem Taststift 503 geneigt
ist, bewegt sich letzterer selbsttätig über diese Berührungsfläche
an der Erhebung 306b vorbei. Infolgedessen dreht sich die Kurvenscheibe 306 unter ihrer Eigendrehkraft
im Uhrzeigersinn um den Schwenkpunkt des Kurvenhebels 504 herum, um in ihre Ausgangsstellung zurückzukehren (Fig. 3D).
Wenn das Magnetband gemäß Fig. 3B nach links läuft, wirkt ständig eine entgegen dem Uhrzeigersinn gerichtete Vorbelastungskraft
auf den linken Fühlerhebel 501 ein, der bei der im Uhrzeigersinn erfolgenden Drehung des linken Spulenträgers 20
(vgl. Pfeil in Fig. 3B) an der Friktionsplatte 202 angreift. Dabei wird das eine Ende des unteren Schenkels des rechten
Fühlerhebels 502, das bei der Bandbewegung nach rechts mittels einer Totgangverbindung (mit dem anderen Fühlerhebel)
gekoppelt ist, festgehalten, so daß der rechte Fühlerhebel 502 schließlich auf dieselbe Weise wie vorher ständig mit
mit einer im Uhrzeigersinn wirkenden Vorbelastungskraft beaufschlagt wird. Die anderen Vorgänge für den automischen
Endabschaltvorgang sind dieselben wie beim Bandlauf nach rechts.
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Aufgrund dieses automatischen Abschaltmechanismus 500 können der rechte Fühlerhebel 502 und die Kurvenscheibe 306
infolge der Drehkraft der Kurvenscheibe 306 selbsttätig aus ihrem gegenseitigem Eingriff gelöst werden, so daß keine
Notwendigkeit für ein Element zur Aufhebung dieses gegenseitigen Eingriffs besteht, wie dies bei den bisherigen automatischen
Abschaltmechanismen erforderlich war. Außerdem können Antrieb und Fühlerhebel für automatische Endabschaltung
beliebig angeordnet werden, und der Fühlerhebel selbst kann axial festgelegt sein, wodurch Betriebsgenauigkeit und -Stabilität
verbessert werden. Da die Kurvenscheibe 306, welche ein Element des Fühlerabschnitts bildet, durch den Normalgeschwindigkeit-Spulenantrieb
300 und einen einzigen Riemen in Drehung versetzt wird, kann ein Stillstand sowohl des linken
als auch des rechten Spulenträgers 20 bzw. 21 durch ein und dasselbe Element festgestellt werden, wodurch die Konstruktion
vereinfacht wird und sich der sog. Raumfaktor verbessern läßt.
Die vorstehende Beschreibung bezieht sich auf den Fall, daß die automatische Abschaltung beim Erreichen des Bandendes erfolgt.
Derselbe Abschaltvorgang kann jedoch auch im Fall von Bandlaufstörungen stattfinden, wodurch ein Schutz für das
Magnetband und verschiedene mechanische Teile gewährleistet wird.
Im folgenden sind die Vorgänge beim automatischen Umschalten auf Rücklauf erläutert. Fig. 4A veranschaulicht dabei im
einzelnen den automatischen Rücklaufantrieb nach Fig. 1 und 2. Die Hebel 123a und 125a für Rücklauf- und Vorwärts-Wiedergabe
bzw. -Aufnahme stehen über Federn 123c bzw. 125c mit Andruckrollen 16 bzw. 17 sowie einem linken und einem rechten
Wiedergabeschieber 123b und 125b zur Steuerung der rechten Aufspulzwischenscheibe 303 und des MagnetkopfSchlittens 14 in
Verbindung. Die Hebel 123a und 125a sind dabei unter der
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Führung durch Führungsstifte oder Zapfen 123e bzw. 125e,
die gemäß Fig. 4A ihrerseits in Schlitzen bzw. Langlöchern 123d und 125d geführt sind (was auch für die anderen, nicht
dargestellten Hebel gilt), geradlinig in Richtung der Pfeile a und b verschiebbar. Der Magnetkopfschlitten bzw. -träger
14 sowie linker und rechter Wiedergabeschieber 123b bzw. 125b sind ebenfalls in Richtung der Pfeile a und b verschiebbar
geführt, und zwar unter der Führung durch in zugeordneten Schlitzen bzw. Langlöchern 14a, 14b, 123f bzw. 125f
laufende Führungsstifte 14c, 14d, 123g bzw. 125g.
Bei Betätigung des Wiedergabehebels 125a oder 123a kann der Magnetkopfträger 14 aufgrund der Kopplung über die Federn
123c und 125c so verschoben werden, daß der linke oder der
rechte Schieber 125b bzw. 123b in die Antriebsstellung gelangt.
Der bei diesem Bandgerät vorgesehene Arretiermechanismus für den Bedienungsteil 12 vermag einen der Steuerhebel 123a
oder 125a zu arretieren, ohne den Einrastzustand des jeweils anderen Steuerhebels 125a bzw. 123a aufzuheben, und zwar unabhängig davon, ob das Einrasten gleichzeitig mit dem Einrasten
des anderen Steuerhebels oder mit einer Zeitverzögerung erfolgt. Weiterhin kann der Steuerhebel 124 für Aufnahme jeweils
mit den genannten Steuerhebeln gemeinsam eingerastet werden.
Wenn somit die Vorlauf- und Rücklauf-Steuerhebel 12 3a bzw.
125a praktisch gleichzeitig mit dem Drücken beider LAUF-RÜCKLAUF- und -VORLAUF-Tasten 123 bzw. 125 eingerastet werden,
sind beide Wiedergabeschieber 123b und 125 bestrebt, gemäß Fig. 4A und 4B in die Antriebsverbindung einzutreten.
Dabei stoßen sie an einen im wesentlichen T-förmigen Rücklauf-Mi tnehmer- oder Antriebshebel 601 an, dor zwischen diesen
beiden Schiebern schwenkbar angeordnet ist. Durch diesen Hebel 60 1 wird einer der Schieber ein einem EinruiJtem ijehindejrt
und in dieser Bereitschaf tfstul Lung gehalten, während der andere
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Schieber für Wiedergabe.in der entsprechenden Bandlaufrichtung
einzurasten vermag.
Im folgenden sei die Arbeitsweise bei Wiedergabe mit Bandlauf
nach rechts bzw. in Vorwärtsrichtung anhand von Fig. 4B betrachtet. Der Vorlauf/Rücklauf-ümschaltmechanismus 600
des Normalgeschwindigkeit-Bandlaufwerks ist so eingestellt, daß bei gleichzeitiger Betätigung der beiden Tasten 123 und
125 aus einem später noch näher zu erläuternden Grund dem Vorlaufbetrieb der Vorrang eingeräumt wird. In diesem genannten
Zustand ist ein Zahnrad-Sperrhebel 603, der durch eine in sein eines Ende eingehängte Zugfeder 602 (Fig. 4A) ständig
im Uhrzeigersinn vorbelastet und praktisch in seinem Mittelteil koaxial zur Tonwelle 19 schwenkbar gelagert ist, an
seinem anderen Ende aufgrund der Vorschubbewegung der Schieber 123b und 125b außer Eingriff mit nach unten abstehenden
Laschen an linkem und rechtem Schieber 123b bzw. 125b gebracht. Sodann dreht sich der Sperrhebel 603 aus der Stillstand-
bzw. Anschlagstellung gemäß Fig. 4A in Richtung der Vorbelastungskraft, bis er mit seinem oberen Ansatz 603a an
einem Kurventeil 604a eines noch näher zu erläuternden Reversierzahnradmechanismus
604 anliegt, wodurch der Rücklauf-Antriebshebel 601, der auf noch näher zu erläuternde Weise mit
dem Zahnradmechanismus 604 zusammenwirkt, in der dargestellten, auch als erste Stellung bezeichneten Position festgehalten wird,
in welcher eine Vorschubbewegung des linken Wiedergabeschiebers 12 3b durch Anlage gegen eine nach unten abstehende Lasche
dieses Schiebers verhindert wird. An diesem Punkt wird das eine Ende des Gestänges 26 durch eine Feder in eine
Ausnehmung 125b-1 in der oberen Seitenfläche des rechten Wiedergabeschiebers 125b, dessen Vorschubbewegung ermöglicht worden
ist, hineingedrängt, so daß sich die am anderen Ende des Gestänges 26 schwenkbar bzw. drehbar gelagerte Aufspultfwifjchenscheibe
30 3 im Uhrzeigersinn verschwenkt und mit dem kleineren flehe» ibenteil dor zentralen Riemenscheibe 302 sowie
df'in rechten Spulenträger 2 1 in Berührung gelangt und dadurch
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den Antrieb für Vorlaufwiedergabe herstellt. (Dasselbe gilt
auch für die noch näher zu erläuternde automatische Rücklaufbetätigung mit Einwegbewegung, wenn der Vorlauf-Steuerhebel
125a gemäß Fig. 5A betätigt ist.)
Wenn bei dieser Wiedergabe in Vorlaufrichtung das Bandende erreicht
ist, wird der Fühlerabschnitt des automatischen Abschaltmechanismus 500 auf vorher beschriebene Weise wirksam.
Dabei verschwenkt sich der Zahnrad-Sperrhebel 603 aus der Anschlagstellung gemäß Fig.4A im Uhrzeigersinn, wobei sein
eines Ende 603b mittels einer Stift/Schlitz-Kupplung schwenkbar mit dem Vorderende des Auslöseschiebers verbunden ist
und durch dieses Ende ein im wesentlichen L-förmiger Wählhebel 509, der normalerweise durch eine Feder 508 (Fig. 4A)
entgegen dem Uhrzeigersinn vorbelastet ist, um seinen zentralen Schwenkpunkt im Uhrzeigersinn verschwenkt wird. Infolgedessen
wird der Wählhebel 509 aus einer Stellung, in welcher er normalerweise einem Arretier- bzw. Sperrplatten-Auslöseteil
130 zugewandt ist, in eine Position verschoben, in welcher er dem einen Ende eines im wesentlichen L-förmigen, schwenkbar
gelagerten Reversierhebels 605 zugewandt ist, so daß
letzterer im Uhrzeigersinn verschwenkt wird, anstatt die genannte automatische Abschaltung durchzuführen. Dabei kommt
das andere Ende des Reversierhebels 605 mit einem nach unten ragenden Ende 603c in Berührung, wodurch der Hebel 603 entgegen
dem Uhrzeigersinn verschwenkt wird, so daß das nach oben ragende Ende 603a des Zahnrad-Sperrhebels 6 03 außer Berührung mit dem Kurvenabschnitt 604a des Rücklauf- oder
Reversierzahnradmechanismus 604 gelangt, und der Rücklaufbzw. Reversierantriebshebel 610, der auf noch näher zu erläuternde
Weise mit dem Zahnradmechanismus 604 zusammenwirkt, in die im folgenden auch als zweite Position bezeichnete Stellung
gemäß Fig. 4C verschoben wird.
Im folgenden ist das Zusammenwirken zwischen dem Reversierantriebshebel
601 und dem Reversier-Zahnradmechanismus 604 beschrieben. Der Zahnradmechanismus 604 umfaßt einen Stift 604b,
dor in einen Schlitz bzw. ein Langloch 601a am rechten Ende
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des Mitnehmer- bzw. Antriebshebels 601 eingreift, ein Reversierzahnrad
604c mit dem Kurventeil 604a und ein Reversierzahnrad 604e, an dem koaxial ein Ritzel angeformt
ist, das mit dem Zahnrad 604c kämmt. In einem Teil des Aussenumfangs
des Zahnrads 604e ist eine Aussparung oder Ausnehmung 604d vorgesehen, üblicherweise, beispielsweise auch
dann, wenn der Reversierantriebshebel 601 für Wiedergabe in einer festgelegten Richtung in erster oder zweiter Stellung
steht, ist die Aussparung 604d des Reversierzahnrads 604e dem Zahnrad 302a der zentralen Riemenscheibe zugewandt,
so daß die beiden Zahnräder 604e und 302a nicht miteinander kämmen. Wenn in diesem Zustand das Bandende erreicht ist,
und dabei auf beschriebene Weise die Verbindung zwischen dem Zahnrad-Sperrhebel 603 und dem Zahnradmechanismus 604 aufgehoben
wird, dreht sich das Reversierzahnrad 604c unter der
dem Antriebshebel 601 durch den Schieber 123b erteilten, im Uhrzeigersinn wirkenden Antriebskraft über ein kleines
Stück entgegen dem Uhrzeigersinn. Infolgedessen dreht sich dabei das Zahnrad 604e in Gegenrichtung bzw. im Uhrzeigersinn,
so daß es mit dem Zahnrad 302a in Eingriff gelangt. Das Zahnrad 302a der zentralen Riemenscheibe, das sich unabhängig
vom Bandlauf dreht und sozusagen als Antrieb für die automatische Rücklaufumschaltung ebenso dient wie für den automatischen
Abschaltvorgang, überträgt dabei seine Drehung auf den Zahnradmechanismus 604 zum Antreiben des Zahnrads 604e,
wodurch der Reversier-Antriebshebel 601 aus der Stellung gemäß Fig. 4D in die Stellung gemäß Fig. 4C verschoben wird.
Dies bedeutet, daß sich der Hebel 601 aus der ersten in die zweite Position verschiebt. Wenn hierbei das Übersetzungsverhältnis
des Zahnradmechanismus 604 entsprechend gewählt ist, kommt die Aussparung 604d des Reversierzahnrads 604e erneut
in Gegenüberstellung zum Zahnrad bzw. Ritzel 302a der zentralen Riemenscheibe sobald der Hebel 601 in die zweite Stellung
verschoben ist, wodurch der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt wird, in welchem die Zahnräder 604e und 302 nicht
miteinander kämmen. Die Fig. 6A und 6B veranschaulichen die
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Anfangs- und die Endstufen der Schwenkbewegung des Antriebshebels 601 in die erste Stellung.
Wenn der Rücklauf- bzw. Reversier-Antriebshebel 601 in die zweite Stellung verschoben ist, kann sich somit der Wiedergabeschieber
123b, der bisher an seiner nach unten gerichteten
Lasche durch das linke Ende des Hebels 601 arretiert worden war, vorschieben, so daß der Links- bzw. Rücklaufwiedergabe
zustand gemäß Fig. 4C hergestellt ist. Bei der Verschiebung des Hebels 601 aus der ersten in die zweite Stellung
wird der rechte Wiedergabeschieber 125b, der bisher vorgeschoben worden war, an seiner nach unten ragenden Anschlaglasche
125b-2 vom rechten Ende des Hebels 601 beaufschlagt und in die als Bereitschaftsstellung dargestellte untere Stellung
verschoben. Daraufhin wird das Steuerelement 27, das sich bisher in einem hakenförmigen Endabschnitt 123b-1 des linken
Schiebers 123b befand, der sich sodann vorschieben kann, freigegeben
und durch eine Feder 27a im Uhrzeigersinn um seinen Schwerpunkt verdreht. Dabei wird die am freien Ende des Steuerelements
27 angebrachte linke Aufspulscheibe 305 mit dem linken Spulenträger 20 in Berührung gebracht, so daß der
Bandantrieb für Rücklaufwiedergabe in Bewegung gesetzt wird.
Beim Erreichen des Bandendes bei dieser Rücklaufwiedergabe wird der Fühlerteil des automatischen Abschaltmechanismus 500
erneut wirksam, so daß die Wiedergaberichtung erneut von Rücklauf auf Vorlauf umgeschaltet wird (Fig. 4B). Daraufhin
wiederholt sich der Vorlauf/Rücklauf-Wiedergabevorgang beliebig lange, bis das Bandgerät durch Betätigung der STOP-Taste 121
abgestellt wird.
Die vorstehend beschriebene automatische Rücklaufbetätigung kann also auf vollmechanischem Wege durch den Vorlauf/Rücklauf-Umschaltmechanismus
600 des Normalgeschwindigkeitsystems mit dem Reversier-Antriebshebel 601 zur unmittelbaren Umschaltung
des Bandlaufs und dem damit zusammenwirkenden Reversier-
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Zahnradmechanismus 604 gewährleistet werden. Das Drehmoment des Motors 23 als eigentliche ümschaltantriebskraft für
das Bandgerät wird selektiv über das Zahnrad 302 der zentralen Riemenscheibe für die Betätigung des Reversier-Antriebshebels
601 übertragen, wobei der eine Wiedergabeschieber 123b oder 125b in den Antriebs- bzw. Betriebszustand und
der andere Schieber 125b bzw. 123b in Bereitschaftsstellung gebracht wird und dabei die erste und die zweite Position
eingestellt werden. Ersichtlicherweise kann dieses vollmechanische
automatische Rücklauf- bzw. Umschaltsystem auf sogenannte Kassettenrekorder und andere tragbare Magnetbandgeräte
angewandt werden, so daß die den bisherigen Magnetbandgeräten mit elektromagnetischen Schalteinrichtungen anhaftenden
Mängel vermieden werden. Da das automatische Rücklaufumschaltsystem
mit zwei WIEDERGABE- bzw. LAUF-Tasten arbeitet, kann die übliche Wiedergabe in jeweils einer Richtung
in beliebiger Bandlaufrichtung erfolgen.
Im folgenden ist ein Vorzugs- bzw. Prioritätsmechanismus beschrieben, welcher einem Bandlauf nach rechts den Vorzug
einräumt, wenn die LAUF-Tasten für Rücklauf- und Vorwärtslauf gleichzeitig betätigt werden. Wie erwähnt, kann diese PrioritätsbeStimmung
durch entsprechende Festlegung der Außermittenposition des Reversierantriebshebels 601 erreicht werden.
Diese Priorität hängt nämlich von der Lagenbeziehung
zwischen dem Vorlauf/Rücklauf-Umschaltmechanismus 600 für
Normalgeschwindigkeit mit dem Antriebshebel 601 und dem damit zusammenwirkenden Zahnradmechanismus 604 sowie von einer Anordnung
aus einem Netz-Zungenschalter 701 und einem Schalterkontakt 702 (vgl. Fig. 4A bis 4C und 5A und 5B) ab. Der von
allen Betätigungstasten, ausgenommen der STOP- und der PAUSE-Taste 121 bzw. 127 mitgenommene Schalterkontakt 702 wird gegen
den Zungenschalter 702 geschlossen, um den Motor 23 an Spannung zu legen. Sodann wird die automatische Umschaltung auf
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Rücklauf eingeleitet, indem die Vorschubbewegung des einen Wiedergabeschiebers
123b oder 125b ermöglicht und der andere Schieber arretiert wird. Wenn die beiden LAUF-Tasten 123 und 125
gleichzeitig betätigt werden, bewirkt der Reversier-Antriebshebel 601, sofern er sich in der ersten Stellung gemäß Fig. 6B
befindet, kein Schließen des Netzschalters 701 zur Einleitung des Vorwärtsbandlaufs, da das nach oben ragende Ende 603a
des Zahnrad-Sperrhebels 603 an der Kurve 604a des Reversier-Zahnradmechanismus
604 angreift, bevor die beiden Wiedergabeschieber 123b und 125b mit dem Antriebshebel 601 in Berührung
gelangen. Wenn sich dagegen der Antriebshebel 601 in der zweiten Stellung gemäß Fig. 6A befindet, wird beim Abstellen
des Bandgeräts während der Rücklaufbewegung das linke Ende des Antriebshebels 601 mit einem elastischen Kontakt des
Netz-Zungenschalters 701 in Berührung gebracht. Wenn daher der Schalterkontakt 702 durch Ausrasten der betreffenden Taste
vom elastischen Kontakt des Schalters 701 hinweg zurückgeführt wird, wird das Berührungsende des Antriebshebels 601 aufgrund
der Elastizität des elastischen Kontakts bzw. Federkontakts des Schalters 701 nach unten gedrückt, so daß das Gerät an
Spannung bleibt, bis die erste Position gemäß Fig. 6B wieder erreicht ist. Bei jeder gleichzeitigen Betätigung der LAUF-Tasten
123 und 125 wird somit einem Bandlauf nach rechts bzw. in Vorlaufrichtung die Priorität eingeräumt.
Ein solcher Vorrang- bzw. Prioritätsmechanismus ermöglicht eine vernünftige Betätigung bzw. Bedienung, ohne anderen Erfordernissen
zuwiderzulaufen, da das Magnetband bzw. die Kassette normalerweise für Vorwärtslauf nach rechts eingelegt
wird und die beiden LAUF-Tasten 123 und 125 für gewöhnlich in Vorbereitung auf automatische Rücklaufumschaltung gleichzeitig
gedrückt werden. Außerdem stützt sich dieser Vorrangmechanismus, für den kein einziger zusätzlicher Bauteil erforderlich
ist, nicht auf die Trägheitskraft eines Schwungrads oder dergleichen, so daß die Vorrang- bzw. Prioritätswahl ohne Vergrößerung eines Schwungrads in einfacher Weise
gewährleistet werden kann.
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Obgleich vorstehend in Verbindung mit der automatischen Rücklaufumschaltung
nur die Wiedergabebetriebsart erläutert worden ist, ist darauf hinzuweisen, daß eine fortlaufende Aufnahme
in der automatischen Rücklaufbetriebsart möglich ist, wenn die AUFNAHME-Taste 124 zusammen mit den beiden LAUF-Tasten
123 und 125 für Rücklauf bzw. Vorwärtslauf gedrückt wird.
Bei Aufnahme mit automatischem Rücklauf ist es im Gegensatz zur Wiedergabe mit automatischem Rücklauf meist unerwünscht,
ein überspielen auf einer bereits bespielten Bandseite zu wiederholen.
Dies bedeutet, daß bei der automatischen Rücklaufaufnahme
die Frequenz bzw. Häufigkeit des Bandlaufs vorzugsweise auf je einen Banddurchlauf jeder Bandseite begrenzt werden
sollte.
Diese Begrenzung der Umschalthäufigkeit kann nicht nur bei der
Aufnahme, sondern auch bei Wiedergabe erforderlich sein, wenn nur ein einmaliges Abspielen gewünscht wird oder wenn nach
mehreren Wiederholungen das Band nur noch ein weiteres Mal abgespielt werden soll. Aus diesem Grund ist ein Umschaltfrequenz-Begrenzermechanismus
zur Begrenzung der Zahl der automatischen Umschaltvorgänge mittels einer von außen her
erfolgenden Betätigung nötig. Im folgenden ist ein derartiger Mechanismus näher beschrieben. Wenn der Steuer- bzw. Schalthebel
24 gemäß Fig. 4A um seinen Drehpunkt im Uhrzeigersinn verschwenkt wird, wird über einen Drahtseilzug 801 ein im
wesentlichen L-förmiger, an einem Drehpunkt angelenkter Begrenzerhebel 124c in dieselbe Richtung verdreht. Sodann wird gemäß
Fig. 5A eine Begrenzerstange bzw. ein Begrenzerhebel 124b aus seiner Arretierstellung freigegeben, in welcher er bisher
durch seinen am Ende des Begrenzerhebels 124c anliegenden Stift gehalten worden ist, und durch eine Feder 124d beaufschlagt,
welche den Stift, wie dargestellt, nach links drängt. In diesem Zustand nimmt eine Aussparung 124b-1 einen vom einen Ende
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des Umschalthebels 605 abstehenden Stift auf, so daß die Begrenzerstange
124b in ihrer Stellung arretiert wird, während sie nach links vorbelastet ist. Wenn dann der Umschalthebel
605 durch den automatischen Abschaltmechanismus 500 im Uhrzeigersinn verschwenkt wird, wird der rechte Schieber
125b schließlich in die Warte- bzw. Bereitschaftsstellung zurückgeschoben, während der linke Schieber 123b vorgeschoben
werden kann, um dadurch das Laufwerk gemäß Fig. 5B zur Wiedergabe oder Aufnahme in Rücklaufrichtung umzuschalten.
Bei der Rücklaufbewegung des rechten Wiedergabeschiebers 125b greift der am linken Ende der Begrenzerstange 124b vorgesehene
Stift 124b-2, der nach links vorbelastet und waagerecht
verschiebbar ist, in eine Aussparung 125b-3 in der Vorderseite des Schiebers 125b ein, wodurch ein erneutes Einrasten
dieses Schiebers 125b verhindert wird. Der Umschalthebel 605 vermag sich dabei weiter im Uhrzeigersinn zu drehen,
so daß er mit seinem anderen Ende den Zahnrad-Sperrhebel 603 entgegen dem Uhrzeigersinn schwenken läßt. Durch Drehung des
Abschalthebels 509 in eine Stellung, in welcher er einem Entriegelungsabschnitt 130 zugewandt ist, erfüllt der automatische
Abschaltmechanismus 500 seine vorgesehene Funktion zu dem Zeitpunkt, an welchem bei Rücklaufwiedergabe oder -aufnahme
das Bandende erreicht wird. Auf diese Weise ist eine Wiedergabe oder Aufnahme sicher mit nur einem Banddurchlauf
durchführbar.
Auf die beschriebene Weise können Doppelaufnahmen oder .sonstige
Falschaufnahmen verhindert werden. Wahlweise kann auch bei einem Abspielvorgang die Häufigkeit der Umschaltung begrenzt
werden. Der Umschaltfrequenz-Begrenzermechanismus für diesen Zweck besteht dabei in vorteilhafter Weise aus einem
einzigen zusätzlichen Mechanismus zum vollmechanischen automatischen Rücklauf- bzw. Umschaltsystem. Die Umschalthäufigkeit
bzw. -frequenz kann somit bei Aufnahme und Wiedergabe nur dann begrenzt werden, wenn der Schalthebel 24 dieses Begrenzermechanismus
betätigt ist. Mit anderen Worten: sofern
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nicht der Schalthebel 24 betätigt ist, kann die automatische Umschaltung auch bei Aufnahme endlos fortgesetzt werden;
dies kann dann günstig sein, wenn nur die jeweils aktuellsten Informationen aufgenommen werden sollen, so daß zeitlich
begrenzte und zeitlich unbegrenzte automatische Umschaltvorgänge je nach den jeweiligen Anwendungsfällen entsprechend
gewählt werden können. Weiterhin bleibt dieser Begrenzermechanismus auch dann wirksam, wenn die Hand-Rücklauf- bzw.
-Umschalttaste 25 betätigt wird, d.h. während eines Handumschaltvorgangs. In jedem Fall wird das Bandgerät schließlich
nach demselben Betriebsschema abgeschaltet, beispielsweise in der Folge Vorlauf - Rücklauf - Stop oder Rücklauf - Vorlauf
- Rücklauf - Stop (wenn die LAUF-Taste 123 für Rücklauf mit Priorität betätigt wird), so daß sich der jeweilige
Funktionszustand ohne weiteres feststellen läßt.
Wenn dagegen die AUFNAHME-Taste 124 gleichzeitig mit beiden LAUF-Tasten 123 und 125 für Rücklauf und Vorlauf (für Aufnahme
mit automatischer Rücklaufumschaltung) gedrückt wird, kann es ratsam sein, eine ungewollte Aufnahme oder ein Löschen
einer Aufnahme durch Begrenzung der Umschalthäufigkeit zu verhindern, und zwar durch automatische Einleitung eines
einzigen Aufnahmedurchlaufs, ohne den Schalthebel 24 des Umschaltfrequenz-Begrenzermechanismus
von außen her zu betätigen. Für diesen Fall ist ein Mechanismus zum automatischen
Umschalten auf Aufnahme in einem Banddurchgang vorgesehen, wenn die AUFNAHME-Taste 124 zusammen mit den beiden LAUF-Tasten
123 und 125 für Aufnahme mit automatischer Rücklaufumschaltung gedrückt wird, wobei dem Bandvorlauf nach rechts
Priorität eingeräumt wird. Gemäß Fig. 8A ist eine Begrenzerstange 140 waagerecht verschiebbar so angeordnet, daß sie als
Anschlag für den Revers!erhebe1 605 dient, der bei Feststellung
des Bandendes den rechten Wiedergabeschieber 125b betätigt, der sich bei Vorlauf und Rücklauf vorschiebt bzw. zurückzieht,
und auch als Anschlag für den Steuerhebel 124a der AUFNAHME-Taste 124 dient. Die Begrenzerstange 140 ist dabei durch eine
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Feder 141 eindeutig nach links vorbelastet. Die Anschlagbzw. Arretierfunktion gegenüber den beiden genannten Teilen
ist dabei dieselbe wie bei der Begrenzerstange 124b gemäß Fig. 4A. Bezüglich des Steuerhebels 124a der AUFNAHME-Taste
124 wird diese Funktion jedoch durch einen am Ende der Begrenzerstange 140 vorgesehenen Stift 140a erreicht, der in
eine Aussparung 124Z in der Seitenfläche des Steuerhebels 124 einrastet. Die Begrenzerstange 140, die aufgrund der
Begrenzung oder Arretierung durch den Reversierhebel 605 bei Aufnahme während des Bandvorlaufs nicht in die dargestellte
linke Position schiebbar ist, wird unter Ermöglichung einer Verschiebung nach links von dieser Arretierung befreit, wenn
am Ende der Aufnahme bei Bandvorlauf nach rechts das Bandende festgestellt wird, so daß das Ende des Stifts 140a der Begrenzerstange
140 in die genannte Aussparung 124Z eintritt. Die
Drehung des Reversierhebels 605 auf vorher beschriebene Weise im Uhrzeigersinn bleibt daher erhalten, und die Aufnahme kann
auf einen Banddurchlauf begrenzt werden, indem beim Erreichen des Bandendes bei der Rücklaufbewegung des Bands gemäß Fig. 8B
die automatische Abschaltung durchgeführt wird. In diesem Fall schaltet der Reversierhebel 605 auf vorher beschriebene
Weise den Bandlauf von Vorlauf auf Rücklauf (von rechts nach links) um, wobei die automatische Abschaltung dann erfolgt,
wenn nach dem Rücklauf das Bandende festgestellt wird. Durch diesen Begrenzermechanismus können somit ungewollte Falsch-'
aufnahmen verhindert werden.
Im folgenden ist ein manueller Umschaltmechanismus beschrieben, mit dem die Bandlaufrichtung zu jedem beliebigen Zeitpunkt
reversiert werden kann, ohne daß die Betätigung des Fühlerabschnitts des automatischen Abschaltmechanismus 500 durch
das Bandende abgewartet zu werden braucht, wenn das Bandgerät auf automatische Umschaltung eingestellt ist und das Band
in einer Richtung durchläuft. Dieser Mechanismus bietet verschiedene Möglichkeiten für den praktischen Einsatz der automati-
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sehen Umschaltvorrichtung. Beispielsweise kann es wünschenswert
sein, beim Abspielen von Musikstücken von der einen Spur eines Tonbands in der automatischen Umschaltbetriebsart
ein Musikstück auf der anderen Spur wiederzugeben, ohne die folgenden Musikstücke auf der ersten Spur abhören zu müssen.
Weiterhin kann im Verlauf einer Aufnahme im automatischen Umschaltbetrieb das Vorlauf- oder Nachlaufbandstück und das
Zwischenbandstück erreicht werden, wodurch die Aufnahme unterbrochen wird, bis diese Bandstücke von der entsprechenden
anderen Spur abgelöst werden. Dieser ungünstige Fall kann dadurch vermieden werden, daß der Mechanismus vorher auf die
andere Bandspur umgeschaltet wird. Der manuelle Umschaltsteuermechanismus soll lediglich den Vorlauf/Rücklauf-Schaltmechanismus
600 für Normalgeschwindigkeit zu einem beliebigen Zeitpunkt in derselben Weise ansteuern, wie der Fühlerabschnitt
des automatischen Abschaltmechanismus 500. Dabei braucht lediglich der Zahnrad-Sperrhebel 603 gemäß Fig. 4A außer Eingriff
mit dem Kurventeil 604a des Reversier-Zahnradmechanismus 604 gebracht zu werden, indem der Schalthebel 25 in Richtung
des Pfeils bewegt und dadurch der Sperrhebel 603 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt wird, wobei ein mit dem
Schalthebel 25 verbundener Drahtseilzug 802 mit dem einen Ende des Sperrhebels 603 verbunden ist. Aufgrund dieser Anordnung
kann die Bandlaufrichtung einwandfrei zu einem beliebigen Zeitpunkt reversiert werden.
In den Fig. 7A und 7B ist ein Magnetkopf-Umschaltmechanismus
lOOdargestellt. Dabei ist ein Magnetkopf-Umschaltschlitten bzw. Kopfträger 101 in waagerechter Richtung in eine rechte oder
eine linke Position entsprechend der ersten bzw. zweiten Position des Reversier-Antriebshebels 601 vorgesehen. Im Vorderteil
dieses Kopfträgers ist eine Aussparung 101a vorgesehen,
in welche das untere Ende des Antriebshebels 601 des Vorlauf/-Rücklauf-Schaltmechanismus
600 für Normalgeschwindigkeit eingreift. Der Träger 101 besitzt keine unmittelbare Verbindung
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mit dem Magnetkopfträger 14, vielmehr greifen ein Führungsstift 11b eines Neben- bzw. Unterchassis 11a und eine Rastkugel 11c in ein Langloch 101b bzw. eine rechteckige Bohrung
101c oder 101d ein. Gemäß Fig. 7B ist eine Magnetkopf-Tragplatte
14b mit an beiden Enden vorgesehenen Löschköpfen 151 und 152 mit Hilfe einer geeigneten Anzahl von Streben
14a parallel zum Magnetkopfträger 14 befestigt. Vorderhalb
der Tragplatte 14b ist ein L-förmiger Magnetkopf-Umschalthebel 14c unter einem rechten Winkel zur Platte 14b schwenkbar gelagert.
Das eine Ende des Hebels 14c greift zwischen zwei aus Draht bestehende Mitnehmerelemente 101 ein, die vom Vorderende
des Umschaltträgers 101 getragen werden und von ihm abstehen, so daß dessen waagerechte Gleitbewegung in eine
lotrechte Verschiebung des Magnetkopfes 15 umgewandelt wird, und zwar über eine Halterung 14d mit einer im wesentlichen
U-förmigen Seitenfläche, in welche das andere bzw. rückwärts abstehende Ende des Umschalthebels 14c mit Spiel eingreift.
Diese Teile sind vom waagerechten Verschiebesystem mit dem Kopfträger 14 unabhängig. Die Halterung I4d trägt an ihrem
einen Ende den Aufnahme/Wiedergabe-Magnetkopf 15 mit einer diesem unterlegten Kopfbasis 15a. Gemäß Fig. 7C und 7D greifen
an der Kopfbasis 15a zwei Paare von oberen und unteren Aufnahme- bzw. Tragzapfen 102 und 103, die von der Tragplatte
14b bzw. vom Kopfträger 14 abstehen, sowie ein Paar oberer und
unterer Azimut-Einstellschrauben 104 und 105 an. Auf diese Weise wird eine vertikale Einstellposition festgelegt, und
oberer und unterer Azimut können optimal eingestellt werden. Oberer und unterer Tragzapfen 102 bzw. 103 weisen jeweils ein
konisches Ende und eine zwischen diesem und dem Hauptteil liegende Stufe auf, wobei die Stifte 102 und 103 jeweils in eine
Bohrung 15b bzw. 15c der Kopfbasis 15a eingreifen, so daß diese
entsprechend in lotrechter Richtung verstellbar und festlegbar ist. Die mit zwischengefügten Federn 106 und 107 versehenen
oberen und unteren Azimut-Einstellschrauben 104 bzw. dienen zur getrennten Einstellung des oberen und des unteren
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Azinmts des Magnetkopfs 15 auf optimale Werte über die festgelegte
Kopfbasis 15a. Die Fig. 7C und 7D veranschaulichen die Verschiebung des Magnetkopfes 15 nach oben bzw. unten,
wenn das Magnetband nach links bzw. rechts durchläuft, wobei sich der Reversier-Antriebshebel 601 in erster bzw. in
zweiter Stellung befindet. Die Fig. 7E und 7F zeigen ihrerseits eine mittlere Stellung bzw. eine Stillstandstellung
während und nach der Vorlaufbewegung des Bands nach rechts, in denen der Magnetkopf 15 nach unten verschoben ist. Die
Fig. 7G und 7H zeigen eine Mittelstellung bzw. eine Stillstandstellung während und nach der Rücklaufbewegung des Bands nach
links, in denen der Magnetkopf 15 nach oben verschoben ist.
Das Unterchassis 11a ist mit einem Kopfwählschalter 109 zum
Umschalten des Magnetkopfes 15, sofern es sich dabei um einen Stereomagnetkopf handelt, entsprechend dem linken und dem
rechten Kanal von Stereomagnetbändern mittels einer am Kopfträger 101 vorgesehenen Schaltfeder bei einer Vertikalverschiebung
des Magnetkopfes 15 sowie zum Umschalten der Löschköpfe 151 und 152 versehen. Im Fall von Monomagnetbändern ist die
genannte Funktion jedoch überflüssig.
Beim beschriebenen KopfUmschaltmechanismus können die Azimute
unabhängig voneinander im voraus entsprechend der Zeitverzögerung beim beidseitigen Bandlauf eingestellt werden,
so daß kein spezieller oder besonders teurer Aufnahme/-Wiedergabe-Magnetkopf erforderlich ist. Beim bisherigen Kopfumschaltmechanismus
erfolgt die Azimuteinstellung durch eine Tauchkernspule, durch welche die Instabilität des Magnetkopfes
in beiden Positionen nicht ausgeschaltet werden kann. Unabhängig der Dreipunktjustierung ist eine solche Einrichtung
nämlich wackelig bzw. instabil/ weil sie sich lediglich auf eine Flächenanlage stützt. Bei der Erfindungsgemäßen Konstruktion
ist dagegen die Kopfbasis 15a an drei Punkten mit Hilfe von zwei Kegelstiften und je einer Azimutjustierschraube
auf jeder Seite gehaltert, so daß sie stabil festgelegt ist und nicht wackeln kann. Da außerdem der Kegelstift in die
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entsprechende Bohrung der Kopfbasis eingreift und dadurch die Position festlegt, wird Instabilität an rechter und linker
Seite ausgeschaltet.
Beim Magnetkopfsteuer- bzw. -Umschaltmechanismus 100 sind die
beiden Löschköpfe 151 und 152 selbst festgelegt, d.h. in oberer und unterer Position angeordnet. Dabei muß jedoch ein wesentliches
Erfordernis erfüllt sein: Der Vorstand des Löschkopfes in die Magnetbandoberfläche muß vergrößert und verkleinert
werden, um die Löschwirkung bei automatischer Umschaltung (Aufnahme) und die Gleichlaufeigenschaften zu verbessern. Erfindungsgemäß
ist daher eine Löschkopf-Vorstandsteuerung vorgesehen, die diesem Erfordernis genügt. Wie durch die strichpunktierten
Linien in Fig. 9A und 9B angedeutet, ist eine im wesentlichen T-förmige Löschkopfbasis 14f vorgesehen, die
um einen Stift 14e zwischen Kopfträger bzw. -schlitten von Kopftragplatte zu schwingen vermag. Die Löschköpfe 151 und
152 sind an den gegenüberliegenden Enden der Oberseite dieser Löschkopfbasis 14f montiert. Eine Feder 14g, die mit ihrem
Mittelteil um den Stift 14e herumgelegt ist und deren Enden praktisch parallel zueinander verlaufen, greift mit ihrem
jeweiligen Schenkel an der Unterseite des Umschalt-Antriebshebels 601 an. Die Löschkopfbasis 14f wird somit entsprechend
der ersten und der zweiten Position des Antriebshebels 601 im Uhrzeigersinn (Fig. 9A) bzw. entgegen dem Uhrzeigersinn
(Fig. 9B) verdreht, und zwar unabhängig vom Magnetkopfträger
bzw. -schlitten und von der Kopftragplatte. Der Vorstand
(plunge) der Löschköpfe 151 und 152 ist damit, vom Magnetkopf 15 aus gesehen, an der in Bewegungsrichtung hinteren
Seite kleiner als an der in Bewegungsrichtung vorderen Seite. Die Löschwirkung kann auf diese Weise dadurch verbessert werden,
daß der Vorstand des linken Löschkopfes 151 um einen vorbestimmten Betrag größer eingestellt wird als derjenige des
rechten Löschkopfs 152, wobei die Gleichlaufeigenschaften
(Tonhöhenschwankungen) durch Verringerung der Belastung an
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der Seite hinter dem Magnetkopf, die eine wesentliche Ursache für Tonhöhenschwankung sein kann, bei Bandlauf nach
rechts verbessert werden können. Durch umgekehrte Vorstandseinstellung läßt sich eine ähnliche Wirkung beim Bandlauf nach
links erreichen. Gemäß Fig. 9A und 9B legt sich die Feder 14g an einen Anschlag 14h an, wodurch die Schwenkbewegung der
Löschkopfbasis 141 begrenzt wird. Ein Mitnehmerelement 14i
greift in eine Aussparung 14j am unteren Ende der Löschkopfbasis f ein, um den Kopf(umschalt)Träger 101 in waagerechter
Richtung zu verschieben. Wenn die Löschkopfbasis 14f eine
weite Schwingbewegung durchzuführen vermag, so daß der jeweils nicht benutzte Löschkopf über eine beträchtliche Strecke
zurückziehbar ist, kann ein magnetischer Löschkopf benutzt werden, der billiger ist als ein Wechselstrom-Löschkopf.
In Fig. 1OA ist eine auch in Fig. 1 gezeigte Löschschutzeinrichtung
dargestellt. Am Steuerhebel 124a der AUFNAHME-Taste
124 sind Anschlagteile 124n und 124o angeformt, die vom hinteren Endabschnitt dieses Steuerhebels nach links und rechts abstehen.
Schwenkbar gelagerte, im wesentlichen kurbeiförmige, linke und rechte Klauen-Fühlerhebel 124f und 124g liegen
jeweils mit einem Ende am zugeordneten Anschlagteil 124n bzw. 124o an, wobei diese Fühlerhebel 124f und 124g durch Federn
124p bzw. 124q entgegen dem Uhrzeigersinn bzw. im Uhrzeigersinn vorbelastet sind. Die Fühlerhebel 124f und 124 g sind
über Drahtzüge 124h und 124i schwenkbar mit einem linken und einem rechten Aufzeichnung-Sperrhebel 124j bzw. 124k verbunden.
Weiterhin sind Anschläge 1241 und 124m vorgesehen, die nach links und rechts schwenkbar sind und die anderen Enden der
Sperrhebel 124j bzw. 124k begrenzen. Die Anschläge 1241 und 124m entsprechen den Anschlagteilen 123b-5 und 125b-5 am linken
und rechten Wiedergabeschieber 123b bzw. 125b. In der Rückseite des Gehäuses einer Bandkassette CT sind zwei Abtastfenster
W1 und W2 vorgesehen. Wenn die AUFNAHME-Taste betätigt und ihr Hebel 12a in die strichpunktiert eingezeichnete Stellung
vorgeschoben ist, können sich linker und rechter Fühler-
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hebel 124f bzw. 124gf die bisher an den Anschlägen 124n und
124o des Steuerhebels 124a anlagen und auf diese Weise in einer inaktiven Stellung gehalten wurden, unter ihrer jeweiligen
Vorbelastungskraft in die entsprechende Richtung verschwenken. Dabei greifen die Außenenden der Fühlerhebel 124f
und 124g in die betreffenden Abtastfenster W1 bzw. W2 der Bandkassette ein. Wenn diese Fenster W1 und W2 durch die sog.
Löschschutzplatten verschlossen sind, wird ein Eintritt dieser Hebelenden in die Abtastfenster verhindert. Falls diese Platten
jedoch herausgebrochen worden sind, können die Fühlerhebelenden in die Fenster eintreten, so daß sich der Schwenkbewegungsweg
der Fühlhebel vergrößert. Dabei verschwenkt sich der linke oder der rechte Sperrhebel 124j bzw. 124k, auf den
die Schwenkbewegung durch den Drahtzug 124h bzw. 124i übertragen wird, so daß sich der Anschlag 1241 bzw. 124m aus der
in ausgezogenen Linien eingezeichneten Stellung in die gestrichelt eingezeichnete Stellung bewegt. Infolgedessen
stößt der linke oder der rechte Wiedergabeschieber 123b bzw. 125b mit seinem Anschlagteil 123b-5 bzw. 125b-5 am verschobenen
Anschlag 1241 bzw. 124m an. Infolgedessen wird eine
Vorschubbewegung eines oder beider Schieber 123b und 125b entweder
verhindert (Löschschutzplatten entfernt) oder ermöglicht (Löschschutzplatten intakt). Dabei kann eine Aufzeichnung oder
eine ungewollte Löschung an der Seite bzw. den Seiten verhindert werden, wo die betreffende Platte entfernt worden ist.
Im Gegensatz zu den bisherigen Bandgeräten dieser Art kann die AUFNAHME-Taste des erfindungsgemäßen Bandgeräts zu
jeder beliebigen Zeit und unabhängig vom Vorhandensein der Löschschutzplatten betätigt werden. Andererseits können eine
oder beide LAUF-Tasten auf einer Seite oder beiden Seiten nicht betätigt werden, wenn die Löschschutzplatten nicht vorhanden
sind. Infolgedessen kann eine Aufnahme bei einer Kassette mit einer einzigen Löschschutzplatte durchgeführt werjen,
indem das Band in Rücklaufrichtung transportiert wird, ohne daß es umgedreht eingelegt zu werden braucht. Die
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WIEDERGABE- bzw. LAUF-Tasten 123 und 125 für Rücklauf bzw. Vorlauf des Bands sind zu beiden Seiten der AUFNAHME-Taste
124 angeordnet, so daß sie ohne weiteres entsprechend der jeweiligen Laufrichtung des Magnetbands betätigt werden können.
Außerdem kann die Löschschutzeinrichtung symmetrisch ausgebildet werden, woraus sich Vorteile für Konstruktion und
Herstellung (speziell beim Spritzformen und dergleichen) ergeben.
Bei der beschriebenen Löschschutzeinrichtung wird außerdem der Fühlerhebel beim Abschalten des Bandgeräts zurückgezogen,
so daß die Bandkassette leicht eingelegt und herausgenommen werden kann. Dies gilt auch für den Fall, in welchem der übliche
Löschschutz vorgesehen wird, wenn die Hälfte des beschriebenen Mechanismus eingebaut ist. In diesem Fall wird
ebenfalls ein hoher Freiheitsgrad der Konstruktion gewährleistet, so daß sich spezielle Möglichkeiten für aufrechtstehende
Magnetbandgeräte ergeben.
Im folgenden ist der Vorlauf/Rücklauf-Umschaltmechanismus
700 für das Bandschnellaufsystem beschrieben. Dieser auch in
Fig. 1 und 2 veranschaulichte Mechanismus ist in Fig. 11A im einzelnen veranschaulicht. Die jeweiligen Steuerhebel 122a
und 126a der Rückspultaste und der Schnellvorlauftaste weisen Mitnehmerteile 122b bzw. 126b auf, die von ihren Innenseiten
abstehen. Zwischen diesen Steuerhebeln bzw. -Schiebern 122a und 126a ist ein im wesentlichen umgedreht T-förmiger Schalthebel
F11 schwenkbar gelagert, dessen beide Enden mit je einem
der Mitnehmerteile 122b bzw. 126b in Berührung bringbar sind. Ein vom oberen Ende des Schalthebels F11 abstehender Stift
greift zwischen zwei Schenkel eines Federmechanismus F12 ein und greift außerdem am einen Ende eines Zwischenscheiben-Traghebels
F13 an, welcher den Mittelteil des Federmechanismus F12 trägt. Am anderen Ende des Traghebels F13 ist eine Schnelllauf-Zwischenscheibe
bzw. -Rolle F14 zwischen zwei Schwung-
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rädern 401 und 402 sowie zwischen den Spulenträgern 20 und so angeordnet, daß sie selektiv das eine Schwungrad 401 mit
dem einen Spulenträger 20 oder das andere Schwungrad 402 mit dem anderen Spulenträger 21 zu verbinden vermag. Wenn
der Steuerhebel 126a der Schnellvorlauftaste auf die durch den Pfeil in Fig. 11B angedeutete Weise eingedrückt ist,
greift der Mitnehmerteil 126b am betreffenden Ende des Schalthebels
F11 an und verschwenkt diesen um seinen Drehpunkt entgegen dem Uhrzeigersinn. Hierdurch wird der Zwischenscheiben-Traghebel
F13 mittels des Federmechanismus F12 um seinen Drehpunkt
im Uhrzeigersinn verschwenkt, so daß die Zwischenscheibe bzw. -rolle F14 mit dem rechten Schwungrad 402 und dem
rechten Spulenträger 21 in Berührung gebracht wird, so daß ein Schnellvorlauf des Bands nach rechts erfolgt. Wenn in diesem
Fall die LAUF-Taste für Vorlauf vorher betätigt worden ist, und die Schnellvorlauftaste im Wiedergabebetrieb in derselben
Richtung betätigt wird, verschwenkt sich der Schalthebel F11 entgegen dem Uhrzeigersinn, wobei er mit seinem anderen Ende
an einem Schnellaufschieber F15 angreift und diesen dabei
in Richtung des Pfeils gemäß Fig. 11B zurückdrückt. Dabei wird
ein am Vorderende des Schiebers F15 vorgesehener Mitnehmerteil F16 gemäß Fig. 11B nach unten zurückgedrückt, wobei er
einen Mitnehmerteil 14k des Magnetkopfträgers 14 mitnimmt,
der vorher aus der in Fig. 11A in strichpunktierten Linien eingezeichneten Stellung (Stopp-Stellung) in die in Fig. 11B
in ausgezogenen Linien -eingezeichnete Stellung verschoben worden ist, wodurch der sog. Mithörbetrieb (cue operation)
möglich wird. Wenn der Steuerhebel 122a der Rückspultaste getrennt oder zusammen mit der Rücklauf-LAUF-Taste betätigt wird,
kann durch entgegengesetzt zu den vorstehend beschriebenen Vorgängen erfolgende Vorgänge ein Rückspul- bzw. Rückhörzustand
eingestellt werden.
Dieser Umschaltmechanismus für das Bandschnelltransportsystem enthält Einrichtungen mit bisymmetrischen Steuerschaltern
bzw. Tasten, wobei ein und dieselbe Schnellauf-Zwischenscheibe bzw. -rolle für Schnellvorlauf und Schnellrückspulung
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benutzt wird, wodurch die Zahl der zu steuernden Positionen weitgehend vermindert wird. Während bei den bisherigen Bandgeräten
dieser Art zwei getrennt betätigbare Tasten für Mithör- und Rückhörbetrieb (cue and review operations) benutzt
werden, ist beim erfindungsgemäßen Bandgerät hierfür, wie erwähnt, nur eine einzige Taste erforderlich. Durch die Verwendung
einer einzigen Taste wird außerdem eine Fehlbetätigung beispielsweise durch gleichzeitige Betätigung der Rt)CK-SPUL-Taste
verhindert, so daß sowohl das Band als auch das Bandlaufwerk geschont werden.
Im folgenden sind die Merkmale und Vorteile des für die vorher beschriebene Rücklauf- bzw. Umschaltfunktion vorgesehenen
Mechanismusteils erläutert. Wie bereits in Verbindung mit Fig. 1 usw. beschrieben, sind die LAUF-Tasten 123 und 125
für Rücklauf und Vorlauf zu beiden Seiten der AüFNAHME-Taste 124 angeordnet, während die RÜCKSPUL- und VORLAUF-Tasten
jeweils an den Außenseiten neben den LAUF-Tasten 123 und angeordnet sind. Der Schnellvorlauf/Rücklauf-Schaltmechanismus
und der Löschschutzmechanismus können somit unter Vereinfachung von Arbeitsweise, Konstruktion und Fertigung bisymmetrisch
ausgebildet sein.
Die Fig. 1OB bis 10E veranschaulichen verschiedene'Anordnungen
der AUFNAHME-Taste sowie der linken und rechten RUCKLAUF-
bzw. VORLAUF-LAUF-Taste. Bei diesen Anordnungen ist die AUFNAHME-Taste entweder schmäler ausgebildet, T-förmig bzw.
umgedreht T-förmig oder aber so angeordnet, daß sie beiden LAUF-Tasten übergreift. Auf diese Weise kann durch einen einzigen
Druck auf einen der in gestrichelten Kreisen angedeuteten Abschnitte über alle drei Tasten oder über zwei benachbarte
Tasten, je nach der einzustellenden Betriebsart, die gewünschte Arbeitsweise des Bandgeräts eingestellt werden.
Hierdurch wird Aufnahme oder Wiedergabe mit automatischer Umschaltung oder in einer beliebigen gewünschten Richtung
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weiter vereinfacht.
In den Fig. 12A und 12F ist eine Bandlaufanzeigeeinrichtung
dargestellt, die sich speziell für ein Magnetbandgerät mit dem vorstehend automatischen Rücklauf- bzw. Umschaltsystem
eignet. Gemäß Fig. 12A ist dabei eine Riemenscheibe D12
über einen Riemen D11 mit dem linken oder dem rechten Spulenträger
20 bzw. 21 verbunden. Die materialeinheitlich mit einer Anzeigescheibe D13 mit einer gestreiften Oberseite
D13a ausgebildete Riemenscheibe D12 ist auf einer zentralen
Welle bzw. Achse D14 drehbar montiert. Das über die Anzeigescheibe
D13 hinausragende obere Ende der Welle D14 durchsetzt
eine im wesentlichen kürbisförmige Friktionsplatte D15. Der
größere, kreisförmige Abschnitt der Friktionsplatte D15 enthält
zwei dreieckige öffnungen Di5a und D15b mit einander
zugewandten Spitzen in der Nähe des Umfangs des Kreises, während im schmäleren, laschenförmigen Abschnitt ein Schlitz D15c
ausgebildet ist. Die Friktionsplatte D15 ist im Zentrum des kreisförmigen Abschnitts im Hilfe einer zur Abbremsung dienenden
Drehmomenteinstell-Druckfeder D16, einer Sicherungsscheibe D17 und eines Halte- bzw. Sicherungsrings D18 auf der
Welle D14 montiert. Der Schlitz D15c des schmäleren Abschnitts
nimmt einen Anschlag D19 auf. In einem Teil des Bandgerätgehäuses
D20 ist ein Anzeigefenster D21 in einer Lage in der Mitte zwischen den dreieckigen öffnungen D15a und D15b der Friktionsplatte
D15 vorgesehen. Wenn sich bei dieser Konstruktion der linke oder der rechte Spulenträger 20 bzw. 21 in die eine
Richtung dreht, wird die Anzeigescheibe D13 aufgrund der Kraftübertragung
vom betreffenden Spulenträger ebenfalls in Drehung versetzt. Dabei ist die Friktionsplatte D15 bestrebt, sich
zu drehen, wobei sie jedoch durchrutscht, weil sie am einen Ende durch den den Schlitz D15c durchsetzenden Anschlag D19
angehalten wird. Die betreffende Rutschposition ist so eingestellt, daß eine der dreieckigen öffnungen D15a oder D15b
auf das Anzeigefenster D21 des Gehäuses D20 ausgerichtet wird.
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In diesem Zustand ist die Drehbewegung des gestreiften Teils D13a der Anzeigescheibe D13 durch das Anzeigefenster D21 und
die betreffende dreieckige Öffnung Di5a bzw. D15b der
Friktionsplatte D15 sichtbar, so daß gemäß den Fig. 12B bis
1 2E die Drehrichtung (Bandlaufrichtung) und die Drehzahl (normal oder hoch) des betreffenden Spulenträgers 20 oder 21
angezeigt werden. Die Fig. 12B und 12C veranschaulichen, genauer
gesagt, die Laufzustände mit Bandlauf nach rechts bzw.
links, wobei die Abstände zwischen den Streifen des gestreiften Teils D13a vergleichsweise breit erscheinen, weil sich
der gestreifte Teil D13a langsam bewegt. Andererseits sind in Fig. 12D und 12E der Schnellvorlauf- und der Rückspulzustand
veranschaulicht, in denen die Streifen schmäler erscheinen, weil sich der gestreifte Teil Dl 3b schneller bewegt. Hierbei
zeigt die Richtung der im Anzeigefenster D21 erscheinenden Spitze der jeweiligen dreieckigen Öffnung D15a oder D15b
der Friktionsplatte D15 die jeweilige Bandlaufrichtung an,
so daß bei Betrachtung des gestreiften Teils D13a Bandlaufrichtung
und -geschwindigkeit ohne weiteres bestimmbar sind. Ausserdem sind dabei Änderungen der Drehzahl des Spulenträgers
20 oder 21 bei Verkleinerung des verbleibenden Bandwickels feststellbar, wodurch eine ungefähre Anzeige für die verbleibende
Bandlänge geboten wird. Bei abgeschaltetem oder auf PAUSE geschaltetem Bandgerät ist selbstverständlich weder
die Öffnung D15 noch die Öffnung D15b im Anzeigefenster D21
sichtbar, so daß auch eine Anzeige für diese speziellen Zustände geboten wird.
Eine Verbesserung der Anzeige kann durch Beleuchtung der Anzeigescheibe
D13 beispielsweise mit einer Lampe D22 gemäß Fig. 12 erreicht werden. Durch den nicht mit dem Bandzählwerk
verbundenen Spulenträger 20 oder 21 kann außerdem auf beide Spulenträger 20 und 21 eine praktisch gleichmäßige Band-Gegenspannung
ausgeübt werden, wodurch der Bandlauf in beiden Richtungen weiter stabilisiert wird.
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Beim beschriebenen Bandgerät kann weiterhin eine Bandstopp-Detektoreinrichtung
vorgesehen sein, mit welcher eine Unterbrechung des Bandlaufs in einfacher Weise festgestellt
werden kann. Eine solche Einrichtung eignet sich ganz besonders für ein vollmechanisches automatisches Rücklaufbzw.
Umschaltsystem eines tragbaren Magnetbandgeräts.
Im folgenden ist anhand der Fig. 13 und 14C eine abgewandelte Ausführungsform der Bandende-Fühleinheit beschrieben.
Gemäß Fig. 13 sind zwei drehbar gelagerte Spulenträger 940 und 941 in einem bestimmten Abstand voneinander einmal
an der Aufspulseite und zum anderen an der Vorratswickelseite angeordnet. Bei Umkehrung der Bandlaufrichtung sind die
Funktionen dieser Spulenträger 940 und 941 jeweils umgekehrt. Wie im Fall der vorher beschriebenen Spulenträger 20 und
sind an den Spulenträgern 940 und 941 mit Hilfe je eines Frktionselements in Form einer Feder und dergleichen jeweils
Kippelemente 942 bzw. 943 koaxial aufgesetzt, die jeweils mit einer geradlinigen Abflachung 944 bzw. 945 versehen sind.
Zwischen diesen Kippelementen 942 und 943 sind Haupt- und Hilfsfühlelemente 946 und 947 angeordnet. Das Haupt-Fühlelement 946 ist im wesentlichen T-förmig ausgebildet, wobei
das Ende seines nach rechts abstehenden Arms 946a an der einen Seite der Abflachung 944 des ersten Kippelements 942 zugewandt
ist. In der Nähe des Endes eines nach rückwärts abgehenden Arms 946b des Elements 946 steht ein Abtaststift 952 nach
unten ab. Das Hilfs-Fühlelement 94 7 besitzt dagegen die Form
einer querverlaufenden Platte, deren linkes Ende der Abflachung 945 des zweiten Kippelements 943 zugewandt ist. Das rechte Ende
des Hilfs-Fühlelements 947 untergreift einen linken Arm
946c des Haupt-Fühlelements 946. Ein vom rechten Ende des Hilfs-Fühlelements 947 abstehender Stift 951 ist mit Spiel
in ein Langloch im anderen Fühlelement 946 eingesetzt. Unter dem Überlappungsbereich befindet sich ein Schwinghebel 917,
dessen eines Ende mittels eines Lagerzapfens 916 schwenkbar
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gelagert ist. An beiden Seiten der beiden Fühlelemente 946 und 947 sind getrennte Lagerzapfen 949 und 948 vorgesehen,
auf denen diese Fühlelemente 947 bzw. 946 montiert sind.
Der Abtaststift 952 des Haupt-Fühlelements 946 greift in eine Kurvennut 922 ein, so daß er mit einer Gleitbewegung eine
exzentrische Kurve 921 eines Kurvenelements 920 abzugreifen vermag, welches die Antriebskraft von einem drehbaren Element
919 abnimmt, das durch einen Motor oder ein Schwungrad angetrieben wird und sich unabhängig vom Bandlaufwerk dreht.
An der Außenseite der Kurvennut 922 des Kurvenelements 920 ist eine Erhebung 923 ausgebildet, die in der Position des
größten Radius mit dem Abtaststift 952 des Haupt-Fühlelements 946 in Berührung gelangt. An der Vorderseite des Schwinghebels
917 ist ein Hakenabschnitt 924 vorgesehen, der einen Stift 928 an einem hakenförmigen Hebel 927 aufnimmt, dessen
Basisende mittels eines Stifts oder Zapfens 926 schwenkbar mit dem hinteren Ende eines Schalthebels 925 verbunden ist.
Der Hakenhebel 927 ist einem Einrast- bzw. Mitnehmervorsprung 930 am drehbaren Element bzw. Drehkörper 919 zugewandt, so
daß er bei Betätigung mit seinem Hakenteil 929 mit dem Vorsprung in Eingriff zu gelangen vermag. Dieser Hakenhebel ist
dabei durch eine Zugfeder entgegen dem Uhrzeigersinn vorbelastet. Der Schalthebel 925 sitzt mit seinem Mittelteil auf
einer festen Achse 933, so daß er um diese herum schwenkbar ist. Das Vorderende des Schalthebels 925 greift an einem Vorsprung
935 einer Sperr- bzw. Arretierplatte 934 an.
Die Sperrplatte 934 dient in an sich bekannter Weise zum Umschalten
der Betriebszustände des Magnetbandgeräts, wie Aufnahme, Wiedergabe, Schnellvorlauf und Rückspülung, und sie
verriegelt die Steuerhebel bzw. -schieber 936 und 937 für den Antrieb eines Magnetbands in ihren eingedrückten Stellungen,
in denen sie an Vorsprüngen bzw. Laschen 934a an Anschlägen 936a und 937a der Steuerhebel 936 bzw. 937 angreift.
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Die Sperrplatte 934 ist durch eine Zugfeder 939 in Richtung
des Pfeils H gemäß Fig. 13 vorbelastet.
Im folgenden sind anhand der Fig. 14A bis 14C die verschiedenen
Arbeitsvorgänge bei der Bandende-Fühleinheit mit dem vorstehend beschriebenen Aufbau erläutert. Fig. 14A veranschaulicht
dabei den Betriebszustand bei Bandvorlauf während Aufnahme oder Wiedergabe, während Fig. 14B den Zustand während
des Bandrücklaufs veranschaulicht. In diesen beiden Bandlaufzuständen
wird das Haupt-Fühlelement 946 mit einer in Richtung des Pfeils Z (vgl. Fig. 14A) wirkenden Kraft beaufschlagt,
die durch die Drehkräfte der beiden Kippelemente 942 und 943 eingeführt wird. Bei Bandvorlauf ist also das Haupt-Fühlelement
946 einer Vorbelastungskraft in Richtung des Pfeils Z unterworfen, wobei der erste Lagerzapfen 948 als Drehachse für
eine durch das sich im Uhrzeigersinn drehende Kippelement 942 an der Aufspulwickelseite ausgeübte Drehkraft dient. Bei dieser
Bewegung läuft der Abtaststift 952 an der Innenseite der Kurvennut 922 am exzentrischen Kurventeil 921 des Kurvenelements
920 ab. Wenn das Bandende erreicht ist, und das Band zu laufen aufhört, kommt der erste Spulenträger 940 zum Stillstand,
so daß auch das erste Kippelement 942, auf welches die Drehung des Spulenträgers 940 durch das Friktionselement übertragen
wird, stehenbleibt und dabei die Vorbelastungskraft gegen das Haupt-Fühlelement 946 aufhebt. Dessen Abtaststift
952 läuft daher an der Außenseite der Kurvennut 922 im Kurvenelement
920 bis zur Position des größten Radius gemäß Fig. 14, um dann an der Erhebung in der Außenfläche der Kurvennut 922
stehenzubleiben. Das Haupt-Fühlelement 946 wird also durch die Drehkraft bzw. das Drehmoment des Kurvenelements 920
in Richtung des Pfeils O praktisch unter einem rechten Winkel zur Richtung des Pfeils Z verlagert. Dabei schwingt der Schwinghebel
917 um die feste Achse 916 entgegen dem Uhrzeigersinn.
Daraufhin schwingt der Hakenhebel 927 gegen die Kraft der Zugfeder
931 im Uhrzeigersinn und mit seinem Hakenteil 929 in. Eingriff mit dem Einrastvorsprung 930 am Drehkörper 919.
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Infolgedessen wird der mit dem Hakenhebel 927 verbundene
Schalthebel 925 durch das Drehmoment des Drehkörpers 919 im Uhrzeigersinn verkippt, so daß die Sperrplatte 934 unter
Auslösung der eingerasteten Steuerhebel verschoben wird.
Bei Bandvorlauf ist zwar das zweite Kippelement 943 bestrebt, sich in dieselbe Richtung, d.h. im Uhrzeigersinn zu verdrehen,
doch wird es durch einen Anschlag 954 angehalten. Infolgedessen wird hierbei keine Fehlbetätigung eingeleitet,
weil dieses Kippelement das Hilfs-Fühlelement 947 nicht zu
beeinflussen vermag.
Im Bandrücklaufbetrieb wird dagegen durch das entgegen dem Uhrzeigersinn wirkende Drehmoment des zweiten Kippelements
943 an der Aufspulwickelseite (vgl. Fig. 14B) eine im Uhrzeigersinn
wirkende Vorbelastungskraft auf das Hilfs-Fühlelement
947 um den zweiten Lagerzapfen 949 herum ausgeübt. Hierbei schwingt das mit dem Hilfs-Fühlelement 94 7 gekoppelte Haupt-Fühlement
946 um den ersten Lagerzapfen 948 entgegen dem Uhrzeigersinn, so daß es letztlich, wie im Fall des Bandvorlaufs,
mit einer im wesentlichen in Richtung des Pfeils Z wirkenden Vorbelastungskraft beaufschlagt wird. Bei durchlaufendem Band
liegt infolgedessen der Abtaststift 952 des Haupt-Fühlelements 946 in Gleitberührung an der exzentrischen Kurve 921 an der
Innenseite der Kurvennut 922 des Kurvenelements 920 an. Wenn das Bandende erreicht ist und das Magnetband stehenbleibt, wird
jedoch auf dieselbe Weise wie beim Bandvorlauf die auf das Haupt-Fühlelement 946 wirkende Vorbelastungskraft mittels einer indirekten
Wirkung durch das Hilfs-Fühlelement 947 aufgehoben, wobei das Haupt-Fühlelement 946 durch die Erhebung 923 des
Kurvenelements 920 angehalten und durch die Antriebskraft des Kurvenelements 920 zur Feststellung des Bandendes verlagert
wird.
Obgleich das erste Kippelement 942 bei Bandrücklauf bestrebt ist, sich ebenfalls entgegen dem Uhrzeigersinn zu verdrehen, wird
seine Bewegung durch einen Anschlag 953 verhindert. Infolge-
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dessen wird keine Fehlbetätigung aufgrund eines Einflusses auf das Haupt-Fühlelement 946 eingeleitet.
Mit der vorstehend beschriebenen Einrichtung kann also das Bandende bei Normalgeschwindigkeit-Aufnahme- und -Wiedergabe
in jeder Richtung auf mechanischem Wege sicher festgestellt werden, so daß die entsprechenden Mangel bisheriger Bandgeräte
dieser Art ausgeschaltet werden und ein automatisches Abschalten oder Umschalten ohne Fehlbetätigung gewährleistet
wird.
Da die beschriebene Einrichtung das Bandende an der jeweiligen Aufspulwickelseite sowohl bei Bandvorlauf als auch bei Bandrücklauf
mit Normalgeschwindigkeit festzustellen vermag, ist es gegenüber Belastungsschwankungen unempfindlich; außerdem
können auf diese Weise Gleichlauf- bzw. Tonhöhenschwankungen auf ein Mindestmaß unterdrückt werden. Außerdem werden dabei
einwandfrei Störungen, wie ein Herumwickeln des Magnetbands um die Tonwellen oder Andruckrollen aufgrund einer Störung
verhindert.
Schnellvorlauf und Schnellrückspulung erfolgen selbstverständlich auf übliche Weise.
Bei der beschriebenen Ausführungsform wird das Bandende durch zwei einander zugeordnete Fühlelemente festgestellt, die ihrerseits
jeweils einem Kippelement zugeordnet sind, die sich bei Bandvorlauf bzw. -rücklauf drehen und dabei das Haupt-Fühlelement
vorbelasten. Wahlweise kann jedoch gemäß Fig. 15 auch ein einziges Fühlelement vorgesehen sein.
Bei dieser abgewandelten Ausführungsform ist ein umgekehrt L-förmiges Abtast- bzw. Fühlelement 960 zwischen den beiden
Kippelementen 942 und 943 angeordnet. Der Mittelteil des Fühl-
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elements 960 ist dabei schwenkbar auf einem Lagerzapfen 961
am Schwinghebel 917 gelagert. Die Abflachung des ersten Kippelement
942 ist dabei dem einen Arm 960a des Fühlelements zugewandt, während die Abflachung des zweiten Fühlelements
943 dem anderen Arm 960b zugewandt ist. Die beiden Arme 960a und 960b laufen dabei in der Nähe des Lagerzapfens 961 zusammen.
Das Fühlelement 960 wird also durch das Kippelement 942 oder 943 mit einer Vorbelastungskraft in Richtung des
Pfeils Z beaufschlagt, und zwar unabhängig von der Laufrichtung des sich mit Normalgeschwindigkeit bewegenden Bands.
Eine exzentrische, drehbar gelagerte Steuerkurve 962 weist an ihrem Außenumfang einen äußeren Kurventeil 963 und einen
von diesem durch eine Kurvennut getrennten inneren Kurventeil 966 auf. Letzterer ist gegenüber der drehbaren Welle der
Steuerkurve 962 exzentrisch angeordnet und an der Stelle des größten Radius an seiner Außenfläche mit einem Anschlagteil
964 versehen. Bei dieser Ausführungsform wird das Fühlelement 960 unter der Drehkraft des Kippelements einer Vorbelastung
in Richtung des Pfeils Z unterworfen, so daß es die Innenkurvenflache des äußeren Kurventeils 963 unabhängig von
der Richtung der Bandbewegung abtastet. Wenn bei Erreichen des Bandendes der Bandlauf beendet wird, kommt das betreffende
Kippelement zum Stillstand, wobei die Vorbelastungskraft des Fühlelements 960 aufgehoben wird, so daß dessen Abtaststift
965 über die Kurvennut hinweg in Berührung mit der Außenkurvenflache
des Kurventeils 966 gelangt und durch den Anschlagteil 964 angehalten wird. Aufgrund der Drehung der Steuerkurve
im Uhrzeigersinn wird also das Fühlelement 960 durch den Anschlag 964 praktisch senkrecht zur Richtung des Pfeils Z
verschoben, wodurch auf vorher beschriebene Weise die Feststellung des Bandendes signalisiert wird.
Die Konstruktion nach Fig. 15 ist vorteilhafter als diejenige nach Fig. 13, weil sie mit einem einzigen Abtast- bzw.
Fühlelement zu arbeiten vermag. Andererseits ist die Vorrichtung nach Fig. 15 bezüglich Masse und somit bezüglich Vorbe-
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lastungswirkung etwas ungünstiger, weil sich das einstückige Fühlelement über beide Kippelemente hinweg erstreckt, obgleich
es in der Praxis möglicherweise dieselbe zufriedenstellende Wirkung ohne wesentliche Probleme zu gewährleisten
vermag.
Während die beiden Fühlelemente 946 und 947 gemäß Fig. 13
unterschiedliche Formen besitzen, können sie gewünschtenfalls zur Gewährleistung eines Massenausgleichs, ähnlich wie in Fig.2
und 16, im wesentlichen gleich ausgebildet sein.
Bei der weiteren Abwandlung gemäß Fig. 17 besitzt ein Abtastbzw.
Fühlelement 970, welches bei Bandvorlauf und -rücklauf mit einer Vorbelastungskraft in Richtung des Pfeils Z beaufschlagt
wird, einen U-förmigen vorderen Endabschnitt. Zwischen den beiden Schenkeln dieses Endabschnitts befindet sich
eine Steuerkurve 973 mit einer exzentrischen Kurvenfläche 971 und einem Anschlagteil 972 an der Stelle der größten Radius,
Diese Steuerkurve wird durch ein Schwungrad unabhängig vom Bandlauf angetrieben. Das Fühlelement 970 ist mit einem Mitnehmerteil
975 eines Steuerhebels 974 in Berührung bringbar.
Bei durchlaufendem Band wird das Fühlelement 970 mit einer Vorbelastungskraft beaufschlagt, so daß es der Steuerkurve
973 folgt und deren Anschlagteil 972 in keinem Fall mit dem oberen Schenkel des U-förmigen Endabschnitts des Fühlelements
970 in Berührung gelangt. Wenn das Magnetband bei Erreichen des Bandendes anhält, wird die auf das Fühlelement 970 wirkende
Vorbelastungskraft aufgehoben, so daß dieses Fühlelement durch die Steuerkurve 973 entgegengesetzt zur Richtung der
Vorbelastungskraft in die Stellung des größten Radius verschoben wird. Sodann kommt der Anteilteil 972 der Steuerkurve
973 mit dem oberen Schenkel des U-förmigen Endabschnitts des Fühlelements 970 in Berührung, und der Steuerhebel 974
wird in Richtung des Pfeils P verschoben, so daß der Betriebs-
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zustand des Magnetbandgeräts umgeschaltet wird.
Fig. 17B veranschaulicht eine Abwandlung der Steuerkurve
973 für die Vorrichtung nach Fig. 17A, wobei der Drehmittelpunkt der Steuerkurve 973 im Zentrum einer kreisförmigen
Platte liegt, an deren Umfang ein Vorsprung 976 angeformt ist.
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