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Formschießmaschine
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Die Erfindung betrifft eine Formschießmaschine zum Einschießen und
Vorverdichten von Formsand in einem Formkasten und zum anschließenden Endverdichten
durch Pressen des rormsandes mit einem Schießkopf, der an seiner dem Formkasten
zugewandten Seite eine mit Schlitzen versehene Schießplatte aufweist.
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Bei einer derart ausgebildeten Formschleßmaschlne haben die als Durchtritt
fUr den Pormsand dienenden Schlitze in der Schießplatte eine Weite von etwa 20 bis
25 mm. Größere oder zumindest wesentlich größere Weiten kommen nicht in Betracht,
da die Schlitze 80 eng bleiben müssen, daß vor Beginn des Einschießvorganges der
Formsand nicht aus den Schlitzen herausfällt.
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Erfahrungsgemä ist durch die unterschiedlichen Höhen der Modelle der
Formsand nach dem Einschießen in den Formkasten, nicht in einem solchen Maße ausreichend
verteilt, wie es für eine gleichmäßige Verdichtung des Formsandes durch das anschließende
Pressen mit dem Schießkopf eigentlich wUnschenswert ware.
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Die Gleichmäßigkeit der Verdichtung könnte dadurch verbessert werden,
daß in denjenigen Bereichen, in denen hohe Modelle liegen, möglichst souiel Sand
in die Schlitze der Schießplatte zurückgedrickt wird, daß sich der spezifische Preßdruck
über die in uaterschiedlicher Höhe mit Modellen bestückten Bereiche hin so weit
wie möglich ausgleicht.
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Aufgrund der obengenannten notwendigen Begrenzung der Schlitzweite
jedoch ist der mögliche Ausgleich des spezifischen Preßdrucks über die ganze Formfläche
hin nur wenig gewährleistet.
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Hiervon ausgehend lag der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei einer
Formschießmaschine der eingangs genannten Art eine bessere Gleichmäßigkeit der Verdichtung
dadurch zu erreichen, daß überschüssiger Formsand in ausreichendem Maße ausweichen
kann.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß
in die Schlitze Teilkörper eingelassen sind, die den Durchtrittsquerschnitt eines
Schlitzes in entsprechende Teilguerschnitte unterteilen, und daß die Teilkörper
in einer der Einschießrichtung entgegengesetzten Richtung beweglich angeordnet sind.
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Hierdurch wird erreicht, daß die lichte Weise der Schlitze selbst
wesentlich großer bemessen werden kann als bisher; sie kann sogar bis zu 50 mm oder
mehr betragen, was im Einzelfall davon abhängt, ob der Schlitz durch einen oder
durch mehrere Teilkörper unterteilt wird. Die Schießplatte muB selbstverständlich
in jedem Fall so ausgelegt sein, daß die die Schlitze begrenzenden Stege derselben
ausreichend stark
sind, um die auftretenden treßkrR£te in jedem
Fall auf zu nehmen.
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Wen jetzt beim Verdichten des Formsandes in einigen Bereichen Aberschüssiger
Formsand vorhanden ist, so kann dieser in ausreichender kIenqe in die wesentlich
vergrößerten Schlitze ausweichen, da die Teilkörper in der der Einschießrichtung
entgegengesetzten Richtung nachgeben. WShrend insoweit eine effektive Vergrößerung
der Schlitze vorhanden ist, bewirken die Teilkörper aber eine so weitgehende Unterteilung
des Schlitzquersc0ittes, daß das Durchfallen des Formsandss vor den Schießen nicht
su befürchten ist.
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ei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Teilkörper
an einem an der Einschießseite der Schießplatte angeordneten Gitter befestigt. Dieses
Gitter kann erfindungsgemäß auf die Schießplatte entgegen der Einschießrschtung
beweglich, jedoch mit einer Führung in seitlicher Richtung, aufgelegt sein.
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Es fällt ferner in den Rahmen der Erfindung, daß die Schlitze dadurch
zwei oder mehr Teilkörper unterteilt sind, wodurch sich dann die Möglichkeit ergibt,
Aie eigentliche Schlitzweite entsprechend zu vergrößern. Zweckmäßig sollten die
durch die Teilkörper gebildeten Teilquerschnitte etwa gleich groß sein
Die
Form der Teilkörper kann nach Bedarf gewählt werden.
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Es sind verschiedene Formen denkbar. So kann der Querschnitt der Teilkörper
rechteckförmig, dreieckförmig oder auch trapezförmig sein. Auch kann die Anordnung
dieser Teilkörper so gewählt werden, daß der jeweils schmälere Querschnittsteil
in Richtung auf den Formkasten oder auch in die entgegengesetzte Richtung zeigt.
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Nachfolgend wird eine besonders bevorzugte Ausfthrungsform der Erfindung
anhand einer Zeichnung näher beschrieben.
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Im einzelnen zeigen: Fig. 1 einen Längsschnitt durch den unteren Teil
des Schießkopfes einer Formschießmaschine mit Formkasten; Fig. 2 eine Ansicht auf
die Schießplatte, gesehen vom Formkasten aus.
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Der Schießkopf 1o einer Pormschießmaschine ist mit hier nicht dargestelltem
Formsand gefüllt und hat an seiner Unterseite eine Schießplatte 11. Letztere ist
mit Schlitzen 12 versehen, die durch Stege 13 begrenzt sind.
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Die Schießplatte 11 taucht in einen FUllrahmen 14 ein, der auf einen
Formkasten 15 aufgesetzt ist. In diesem befindet sich
eln Modell
16.
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Auf die dem Formkasten 15 abgewandte Seite der Schießplatte 11 ist
ein Gitter 17 aufgelegt, an dem sich in die Schlitze 12 hinein erstreckende Teilkörper
18 in Form von Blechen mit rechteckigem Querschnltt angeschweißt sind. Die Abmessungen
des Gitters 17 sind so gewählt, daß es an den Seiten durch die innere Wandung des
Schießkopfes 10 geführt ist. Jeder Schlitz 12 ist durch den in ihn hineinragenden
Teilkörper 18 so unterteilt, daß zwei gleich große Querschnittsteile entstehen.
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Der auf der Schießplatte 11 ruhende Formsand kann also nicht durch
die Teilguerschnitte eines Schlitzes 12 hindurchfallen, da die lichte Weite zwischen
einem Teilkdrper 18 und einem Steg 13 nur etwa 20 mm beträgt. Dies würde einer Schlitzweite
von 45 mm entsprechen, wenn man für den Teilkerner 18 eine Starke von 5 mm in Ansatz
bringt.
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Wenn nach dem Einschießen des Formsandes in den Formkasten 15 die
Verdichtung erfolqt, so wird insbesondere in dem oberhand des Modells 16 befindlichen
Bereich übersohtineiner Formsand vorhanden sein. Dieser kann jetzt in ausreichender
Menge in die Schlitze 12 ausweichen, da letztere genügend groß sind, denn die Teilkörper
18 können durch den Formsand nach oben angehoben werden. Damit wird aber
auch
eine genügend große Verdichtung in den neben dem Modell 16 liegenden Bereichen möglich,
so daß die Verdichtung insgesamt in optimaler Weise gleichmßig ist.
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wie in Fig. 1 durch gestrichelte Darstellung angedeutet, ist es auch
denkbar, das Gitter 17 und damit die Teilkörper 18 mi-t einem Antrieb zu verbinden,
der diese Elemente zum geeigneten Zeitpunkt anhebt. Ein derartiger Antrieb kann
z.B. aus einer Kolben-Zylinder-Anordnung sowie einem entsprechenden Hebelgestänge
bestehen.
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Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe ist aber auch noch auf
einem anderen Wege lösbar Dieser ist dadurch gekennzeichnet, daß nur ein Teil der
die Schlitze der Schießplatte begrenzenden Stege für die Aufnahme der Preßkräfte
ausgelegt ist während ein anderer Teil der Stege so dünn bemessen ist, daß sich
an ihrer Unterseite beim Pressen einzur Unterstützung der Preßwirkung allenfalls
unwesentlich beitragender Preßkeil bildet.
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Dies heiRt mit anderen Eforten, daß die letztgenannten Stege einen
verhältnigmässig dünnen Querschnitt haben, so daß während des Pressens mit dem Schießkopf
der Formsand nahezu ungehindert an diesen Stegen vorbei in den durch die stärkeren
Stege begrenzten 5chlitzraum gelangen kann. Die gemaß dem
ersten
Vorschlag der Frfindung und dem beschriebenen P.usführungsbeispiel beweglich angeordneten
Teilkörper sind jetzt also durch zusätzliche Stege ersetzt, die feststehend angeordnet
und gerade so dünn bemessen sind, daß sie das vorzeitige Herausfallen des Formsandes
vor dem Pressen verhindern.
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Bezugsziffernliste lo Schießkopf 11 Schießplatte 12 Schlitz 13 Steg
14 Füllrahmen 15 Formkasten 16 Modell 17 Gitter 18 Teilkörper