DE2846289C2 - Vorrichtung zum Aufwickeln eines Sicherheitsgurtes mit Zugentlastung - Google Patents
Vorrichtung zum Aufwickeln eines Sicherheitsgurtes mit ZugentlastungInfo
- Publication number
- DE2846289C2 DE2846289C2 DE2846289A DE2846289A DE2846289C2 DE 2846289 C2 DE2846289 C2 DE 2846289C2 DE 2846289 A DE2846289 A DE 2846289A DE 2846289 A DE2846289 A DE 2846289A DE 2846289 C2 DE2846289 C2 DE 2846289C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- friction plate
- spring
- winding
- belt
- cam
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60R—VEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B60R22/00—Safety belts or body harnesses in vehicles
- B60R22/34—Belt retractors, e.g. reels
- B60R22/44—Belt retractors, e.g. reels with means for reducing belt tension during use under normal conditions
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60R—VEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B60R22/00—Safety belts or body harnesses in vehicles
- B60R22/34—Belt retractors, e.g. reels
- B60R22/44—Belt retractors, e.g. reels with means for reducing belt tension during use under normal conditions
- B60R2022/4446—Belt retractors, e.g. reels with means for reducing belt tension during use under normal conditions using one spring and one additional retraction device in series
- B60R2022/4453—Belt retractors, e.g. reels with means for reducing belt tension during use under normal conditions using one spring and one additional retraction device in series the additional retraction device being a second spring
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Automotive Seat Belt Assembly (AREA)
- Storage Of Web-Like Or Filamentary Materials (AREA)
- Storing, Repeated Paying-Out, And Re-Storing Of Elongated Articles (AREA)
- Buckles (AREA)
- Transmission Devices (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art
In der DE-OS 27 30 326 ist eine solche Vorrichtung zum Aufwickeln eines Sicherheitsgurtes beschrieben,
bei der eine aus Kunststoff hergestellte Reibplatte vorgesehen ist, die einen einstückig mit ihr verbundenen
Federarm aufweist der das federnd nachgiebige Element der Reibeinrichtung bildet Dieser Federarm
erstreckt sich entlang dem Umfang eines Antriebsrades in die Abwickeldrehrichtung und liegt dabei mit einer an
seinem Ende vorgesehenen Nase an dem Antriebsrad reibend an. Diese Ausbildung weist den Nachteil auf,
daß zum einen der aus Kunststoff hergestellte einstückig mit der Reibplatte verbundene Federarm eine relativ
schwache Druckkraft aufweist, die sich infolge der ständigen Andrucklage im Laufe des Gebrauches noch
aufgrund der bekannten Kunststoffeigenschaften verschlechtert Auf diese Weise wird die Reibkraft
zwischen dem Federarm und dem Antriebsrad ständig verringert, wodurch die Gefahr besteht, daß die
Vorrichtung nicht mehr betriebssicher arbeitet. Da der Federarm in die genannten Richtung frei hervorragt
und nur mit seinem freien Endpunkt in Druckkontakt mit dem Antriebsrad steht, ireten je nach Drehrichtung
unterschiedliche Reibkräfte auf, wobei der Federarm bei einer Bewegung in Aufwickelrichtung dazu neigt, sich in
die Oberfläche des Antriebsrades einzugraben, während umgekehrt infolge der Gleichheit der Drehrichtung mit
der Erstreckungsrichtung des Federarms eine geringere Reibung auftritt
Aus der US-PS 38 34 646 ist eine Vorrichtung zum Aufwickeln eines Sicherheitsgurts bekannt, bei welcher
die Aufwickelkräfte vollkommen unwirksam gema.ht werden. Bei dieser Vorrichtung wird zuerst der
Sicherheitsgurt über eine bestimmte Länge hinaus abgewickelt, dann über eine bestimmte Länge hinaus
mieder aufgewickelt, sodann auf eine weniger große Länge als die bestimmte Länge wieder abgewickelt und
schließlich verriegelt. Der Sicherheitsgurt wird somit bei dieser bekannten Vorrichtung in einer Folge von
Schritten, die ein Abwickeln und Wiederaufwickeln beinhalten, verriegelt. Dabei weist diese Vorrichtung
eine Kupplungsscheibe auf, an deren Seite ein Reibring vorgesehen ist, welcher mit einer Endplatte der
Aufwickelspule zusammenwirkt, während ein zweiter Reibring, der an der Seite einer Bremsscheibe
angeordnet ist, mit der Innenseite des Gehäuses der Vorrichtung zusammenwirkt, wodurch eine drehrichtungsunabhängige
Reibeinrichtung gebildet wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art zu schaffen,
die einen funktionssicheren Betrieb gewährleistet.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird die Reibplatte durch eine Reibeinrichtung mitgenommen,
die ein Paar in entgegengesetzten Drehrichtungen der Gurtaufwickelwelle vorstehender und federnd nachgiebiger
Elemente aufweist, die so ausgebildet sind, daß sie relativ zur Reibplatte hin- und herbeweglich sind und
damit eine gleichmäßige Reibkraft auf die Reibplatte unabhängig von der Drehrichtung der Gurtaufwickelwelle
aufbringen.
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben, wobei die mit den Ansprüchen 8 und 9 unter Schutz gestellten Merkmale auch bereits der
DE-OS 27 30 326 zu entnehmen sind.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen Schnitt der Vorrichtung zum Aufwickeln
eines Sicherheitsgurtes,
F i g. 2 einen Schnitt längs der Linie 11-11 in F i g. 1,
F i g. 3 einen Schnitt längs der Linie IiI-III in F i g. 1,
F i g. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in ^ i g. 1,
F i g. 5 bis 7 Schnitte längs der Linie V-V in F i g. 1 zur Erläuterung unterschiedlicher Arbeitsstellungen,
Fig.8 eine Vorderansicht auf eine Reibplatte der
Vorrichtung, ,
Fig.9 einen Schnitt längs der Linie IX-IX in Fig.8
und
F i g. 10 eine auf den Sicherheitsgurt wirkende Kraft P
in Abhängigkeit von der Abwickellänge L
Ein Gehäuse 10 der Vorrichtung hat Schenkel 12, die drehbar eine Gurtaufwickelwelle 14 lagern. An der
Gurtaufwickelwelle 14 ist ein Ende eines Sicherheitsgurtes 16 befestigt, so daß bei ihrer Drehung in
Aufwickelrichtung, d. h. Richtung des Pfeiles A in F i g. 2 und 3, der Sicherheitsgurt aufgewickelt wird.
Die von einem der Schenkel 12 des Gehäuses 10 abstehende Gurtaufwickelwelle 14 weist einen parallelflächigen
verkleinerten Abschnitt 18 auf, und ihr Endbereich g.ht in einen Abschnitt 20 mit einem
kleineren Durchmesser über als der Wellenabschnitt, auf dem der Sicherheitsgurt aufgewickelt wird Mit dem
Abschnitt 18 der Gurtaufwickelwelle 14 ist eine rechteckförmige, in zwei Teile aufgeteilte Bohrung
eines Zahnrades 22, gem. Fig.3, verbunden und mit
dem Abschnitt 20 kleinen Durchmessers ist ein Wellenbereich 25 eines Sperrzahnrads 24 vsrbunden, so
daß das Sperrzahnrad 24 sich unabhängig von der Gurtaufwickelwelle 14 frei drehen kann, während sich
das Zahnrad 22 zusammen mit der Gurtaufwickelwelle 14 dreht.
Das Zahn/ad 22 und Sperrzahnrad 24 sind in einem
Federgehäuse 26 untergebracht, das am Schenkel 12 des Gehäuses 10 befestigt ist. Wie es in Fig.2 gezeigt ist,
steht das innere und äußere Ende einer ersten Feder 32 mit einem an der inneren Umfangsfläche des Federgehäuses
26 vorgesehenen Schlitz 28 bzw. einem in dem Wellenbereich 25 des Sperrzahnrades 24 ausgebildeten
Schlitz 30 in Eingriff, so daß das Sperrzahnrad in Richtung des Pfeils A vorgespannt wird. Des weiteren
wird eine Abstützung 34 mit flügeiförmigem Querschnitt, die sich entgegengesetzt zum Wellenbereich 25
des Sperrzahnrades 24 erstreckt, von dem äußeren Ende einer zweiten damit in Eingriff stehenden Feder 36
umwunden, während das innere Ende der zweiten Feder 36 in einen zwischen Zahnrad 22 und dem parallelflächigen
Abschnitt 18 ausgebil Jeten Raum eingreift, so daß das Zahnrad 22 in Richtung des Pfeils A vorgespannt
wird.
Somit sind die erste und zweite Feder 32,36 über das
als Verbindungselement wirkende Zahnrad 22 miteinander
in Reihe verbunden, um die Gurtaufwickelwelle 14 in Aufwickelrichtung vorzuspannen. Die zweite Feder
36 bringt eine Vprspannkraft, d. h. ein Drehmoment, auf,
das geringer als die Vorspannkraft der ersten Feder 32 ist Obwohl bei dem vorliegenden Ausfuhrungsbeispiel
in Spiralfedern vorgesehen sind, ist es auch möglich,
gewöhnliche Zugfedern bei entsprechender Änderung der Konstruktion einzusetzen.
Am äußeren Umfang des Sperrzahnrades 24 sind Sperrzähne 38 ausgeschnitten, deren Sperrflanken nur
in eine Richtung weisen. Diese Sperrzähne 38 und eine Klaue 42, die durch einen Schwenkzapfen 40 an einem
der Schenkel 12 des Gehäuses 10 schwenkbar gelagert ist, bilden die Ratscheneinrichtung. Die Klaue 42 wird
auf die Sperrzähne 38 durch die Vorspannkraft einer Schraubendruckfeder 44 gespannt, die sich zwischen
dem Federgehäuse und der Klaue 42 erstreckt und bei Eingriff der Klaue 42 mit einem Sf*jrrzahn 38 eine
Drehbewegung des Sperrzahnrades 24 in Richtung des Pfeils A verhindert. Wenn daher die Ratscheneinrichtung
im Eingriff steht wird die Vorspannkraft der ersten Feder 32 nicht auf die Gurtaufwickel welle 14 wirken, so
daß au!" diese nur die zweite Feder 36 eine Aufwickelkraft aufbringt.
Mit dem äußeren Umfang des Zahnrades 22, das sich
jo mit der Gurtaufwickelwelie 14 dreht, sind eine Kurvenscheibe 46 und eine Reibplatte 48 verbunden, die
beide ihre Drehkraft von dem Zahnrad 22 durch Reibschluß erhalten.
Wie es in F i g. 3 gezeigt ist. steht von einem Teil der Kurvenscheibe 46 ein einstückig angeformter Arm 50
ab, der zusammen mit Spen-zähnen 52 eine Einwegkupplung bildet. Die Sperrzähne 52 sind an dem äußeren
Umfang des Zahnrades 22 ausgeschnitten. Der Zahnrad 22 steht nur dann in Eingriff mit dem Arm 50, wenn es
sich in Richtung des Pfeils A zur Drehung der Kurvenscheibe 46 dreht. Dreht sich das Zahnrad 22
dage^n in die entgegengesetzte Richtung, so überträgt
die Einwegkupplung die Drehkraft über den Arm 50 nur durch Reibkraft auf die Kurvenscheibe 46.
Ferner ist an einer Stelle des äußeren Umfangs der
Kurvenscheibe 46 eine im wesentlichen drjieckförmige
Erhöhung 54 vorgesehen, die eine als Nockenfläche wirkende geneigte Oberfläche 56 und eine als
Anschlagfläche 58 wirkende vertikale Fläche aufweist, wobei beide Flächen bei einer Drehung in Berührung
mit der Klaue 42 kommen.
Wenn sich bei dei- beschriebenen Anordnung das
Zahnrad 22 in Richtung des Pfeiles A dreht, dreht sich damit auch die Kurvenscheibe 46, wodurch die
Noekenfläche 56 die Klaue 42 gegen die Vorspannkraft
der Schraubendruckfeder 44 nach oben drückt, während
bei einer Drehung des Zahnrades 22 in die entgegengesetzte Richtung die Kurvenscheibe 46 aufgrund der
Reibungskraft mit dem Zahnrad 22 verdreht wird, wodurch die Anschlfgf lache 58 an dem hakenförmigen
Bereich der Klaue 42 in F i g. 3 anschlägt, so daß eine weitere Drehung verhindert wird.
Die an dem Zahnrad 22 befestigte Reibp.'atte 48 ist in
ähnlicher Weise wie die Kurvenscheibe 46 an ihrem äußeren Umfang mit einem Haltebereich 60 für den
Abwickelvorgang und einen: Haltebereich 62 für den Aufwickelvorgang mit einer dazwischenliegenden Vertiefung
64 versehen, wobei beide Bereiche radial
vorstehen. Des weiteren weist die Reibplatte 48 an einer den Haltebereichen 60 und 62 gegenüberliegenden
Stelle einen Vorsprung 70 für die Festlegung des Drehwinkels der Reibplatte 48 zwischen den Anschlägen 66 und 68 auf, die in einem bestimmten Abstand s
voneinander am Innenumfang des Federgehäuses 26 angeordnet sind.
Ferner ist gem. F i g. 8 und 9 der Vorsprung 70 mit einer Reibeinrichtung 72 versehen, die einen U-förmigen Basisabschnitt 74 und zwei daran einstückig
angeformte, in entgegengesetzten Richtungen vorstehende Elemente 76 aufweist. Der Basisabschnitt 74
klemmt an dem Vorsprung 70 in Richtung seiner Wandstärke, und halbkreisförmige ausgeschnittene
Bereiche 78 des Basisabschnitts 74 greifen in die Bodenbereiche von U-formigen Nuten 80 ein, die im
Vorsprung 70 ausgebildet sind, um ein Herausfallen des Basisabschnitts 74 zu verhindern. Die beiden Elemente
76 spreizen sich derart nach innen, daß ihre Längsachsen sich unter einem stumpfen Winkel schneiden, und sie
sind so angeordnet, daß der glatte äußere Umfang des Zahnrades 22 zwischen den beiden Elementen 76 mit
diesen in Berührung kommt. Die Berührung der Elemente 76 mit der äußeren Umfangsfläche des
Zahnrades 22 erfolgt über halbkreisförmig gebogene Bereiche 82, die an den vorderen Enden der Elemente 76
vorgesehen sind.
Des weiteren steht der Basisabschnitt 74 der Reibeinrichtung 72 mit seinem Boden 84 in Berührung
mit dem vorderen Endbereich einer dreieckförmigen Erhöhung 86, die innen von der Reibplatte 48 absteht, so
daß an dieser Stelle im wesentlichen eine Linienberührung vorliegt und die Reibeinrichtung 72 um diese
Berührungsstelle hin- und herbewegt werden kann.
Wenn sich die Gurtaufwickelwelle 14 in die eine oder andere Richtung dreht, erhält die Kurvenscheibe 46
über Reibschluß die Bewegung des Zahnrades 22.
Wenn, wie zuvor beschrieben, der Vorsprung 70. an
dem die Reibeinrichtung 72 angebracht ist, gegen den Anschlag 66 am Federgehäuse 26 gemäß F i g. 4 anliegt,
drückt der Haltebereich 60 für den Abwickelvorgang die Klaue 42 nach oben, so daß sie außer Berührung mit
dein Sperrzahnrad 24 kommt. Wenn dagegen der Vorsprung 70 am Anschlag 68 gem. F i g. 7 anliegt,
drückt der Haltebereich 62 für den Aufwickelvorgang in gleicher Weise die Klaue 42 nach oben, so daß ebenfalls
eine Eingriffnahme zwischen Sperrzahnrad 24 und Klaue 42 verhindert wird. Die Reibplatte 48 ist weiter
hinsichtlich ihres Umfanges so ausgelegt, daß, wenn die Klaue 42 in die Vertiefung 64 eingreift, sie gem. F i g. 5
einen Sperrzahn 38 des Sperrzahnrades 24 erfaßt, wodurch die Vorspannkraft der ersten Feder 32 nicht
auf die Gurtaufwickelwelle übertragen wird. Zu diesem Zweck sind die radial vorstehenden Längen der
Sperrzähne 38 am Sperrzahnrad 24, der Erhöhung 54 an der Kurvenscheibe 46 und die Haltebereiche 60, 62 an
der Reibplatte 48 so bemessen, daß die vorstehende Länge der Erhöhung 54 am größten und die des
Sperrzahnes 38 am geringsten ist.
Nachfolgend wird die Arbeitsweise des beschriebenen Ausführungsbeispiels erläutert Wenn der Sicherheitsgurt 16 abgewickelt wird, dreht sich die Gurtaufwickelwelle 14 entgegengesetzt zu der durch den Pfeil A
in F i g. 3 angedeuteten Richtung, und drehen sich das Zahnrad 22, die Kurvenscheibe 46 und die Reibplatte 48
aufgrund des Reibschlusses in die gleiche Richtung. Dadurch wird die Kurvenscheibe 46 so lange gedreht,
bis die Anschlagfläche 58 an der Erhöhung 54 gegen die
Klaue 42 anstößt, während sich die Reibplatte 48 so lange dreht, bis der Haltebereich 60 für den Abwickelvorgang in gleicher Weise gegen die Klaue 42 anstößt
und an dieser Stelle zum Stillstand kommt.
Das als Verbindungselement zwischen den beiden Federn wirkende Sperrzahnrad 24 dreht sich beim
Abwickeln des Sicherheitsgurtes entgegengesetzt zum Pfeil A, so daß, wenn der Sicherheitsgurt weiter
abgewickelt wird, ein Sperrzahn 38 die Klaue 42 gegen die Vorspannkraft der Schraubendruckfeder 44 nach
außen drückt.
Dieses hat zur Folge, daß die anhaltende Wirkung des Haltebereichs 60 für den Abwickelvorgang unterbrochen wird und damit die Reibplatte 48 sich weiter
drehen kann. Ferner schwenkt der Haltebereich 60 die Klaue 42 im Uhrzeigersinn in eine Lage, bei der die
Klaue 42 mit dem Sperrzahn 38 nicht in Berührung kommt. Wenn danach der Vorsprung 70 der Reibplatte
48 an dem Anschlag 66 anschlägt, kommt die Drehung der Reibpiare 4S zum Siiiisiand, wonach wiederum ein
Schlupf gegenüber dem Zahnrad 22 vorliegt. In diesem Zustand drückt der Haltebereich 60 für den Abwickelvorgang die Klaue 42 nach oben, so daß diese Klare mit
den Sperrzähnen 38 nicht in Berührung kommt, so daß sich die Sperrzähne 38 in Abwickelrichtung frei drehen
können.
Das Abwickeln des Sicherheitsgurtes 16 erfolgt bis zu einer Länge, die größer als die für das Anlegen des
Siehe: heitsgurtes erforderliche Länge ist. Daher dreht
sich das Zahnrad 22 anschließend in Richtung des Pfeiles A in Fig.4 und die Reibplatte 48 aufgrund des
Reibschlusses mit der Kurvenscheibe 46 und dem Zahnrad 22 in der gleichen Richtung, wobei die Klaue 42
in die Vertiefung 64 an der Reibplatte 48 einfällt. Daher tritt die Klaue 42 mit einem Sperrzahn 38 am
Sperrzahnrad 24 gemäß F i g. 5 in Eingriff. Dadurch wird die Drehung des Sperrzahnrades in Richtung des Pfeiles
A, d. h. in Aufwickeirichtung, gesperrt, wobei die erste
Feder 32, deren inneres Ende mit dem Sperrzahnrad 24 verbunden ist, unwirksam wird, so daß nur die
Vorspannkraft der zweiten Feder 36 an der Gurtaufwikkelwelle 14 liegt.
Auf diese Weise wird die auf den Sicherheitsgurt 16 wirkende Vorspannkraft herabgesetzt, wodurch sich der
Tragkomfort für den Fahrzeuginsassen verbessert.
Dieses ist der Zustand, bei dem der Sicherheitsgurt vom Fahrzeuginsassen getragen wird, und dieser
Zustand umfaßt auch eine begrenzte Bewegung des Fahrzeuginsassen im Fahrzeugraum, z. B. ein für die
Bedienung eines Zigarettenanzünders, Autoradios u. dgl. erforderliches Abwickeln und Aufwickeln.
Jetzt wird auf den Aufwickelvorgang eingegangen. F i g. 5 zeigt den Zustand, bei dem der Sicherheitsgurt
vom Fahrzeuginsassen getragen wird, dabei befindet sich die Erhöhung 54 an der Kurvenscheibe 46 am
oberen Bereich der Fig.5. Wenn bei diesem Zustand
das Aufwickeln des Sicherheitsgurtes 16 mittels der zweiten Feder 36 aufgrund des Eingriffs der Einwegkupplung beginnt, dreht sich die Erhöhung 54
zusammen mit der Gurtaufwickelwelle 14 in die durch den Pfeil A angedeutete Richtung, bis die Lage gem.
Fig.6 erreicht wird, wo sie in Berührung mit der Zahnoberseite der Klaue 42 kommt Bei weiterer
Drehung drückt die Nockenfläche 56 die Zahnoberseite der Klaue 42 nach außen. Dabei steht natürlich die
Zahnoberseite an der Klaue 42 in Eingriff mit einem Sperrzahn 38, so daß das Drehmoment der ersten Feder
32 auf die Klaue 42 belastend wirkt Aufgrund des
Eingriffs der Einvv egkupplung kann jedoch die Nockenflache 56 die Klaue 42 gegen diese Belastung nach oben
drucken. Wenn sich die Kurvenscheibe 46 weiterdreht.
uird der Eingriff zwischen Zahnoberseite an der Klaue
und Sperrzann 38 aufgehoben und es ergibt sich die
Lage gem. F ι g. 7. Dann dreht sich die Reibplatte 48
zusammen mit der Kurvenscheibe 46 infolge der Drehung der Gurtaufwickelwelle 14 im Uhrzeigersinn
in die durch den Pfeil A angedeutete Richtung, wenn die
Kurvenscheibe 46 die Klaue 42 vollständig nach oben gedruckt hat. wobei der Haltebereich 62 für den
•\ufuickeivorgang die Zahnoberseite der Klaue so halt.
daIi diese mit einem Sperrzahn 38 nicht in Eingriff
kommt, vgl. Γ ι g. 7. und sich das Sperrzahnrad 24 daher im I hr/eu'ersinn frei drehen kann. Daher wird die mit
dem -\uiuickelvorgang verbundene Drehung des
Sperr/ahnrades 24 nicht gesperrt, so daß die auf den
Sicherheitsgurt 16 wirkende Aufw. ickelkraft diesen mit
hoher Kraft aufwickelt.
Wie zuvor beschrieben wurde, ist die Einwegkupplung an der Kurvenscheibe 46 auf dem Zahnrad 22
angeordnet, wobei das Zahnrad 22 einstückig mit den Sperrzähnen 52 und die Kurvenscheibe 46 einstückig
mit dem Arm 50 versehen ist. Wenn jedoch die einstückige Ausbildung des Armes 50 schw ierig ist. kann
ein getrennt vorgesehenes Federelement an der Kurvenscheibe 46 befestigt werden. Ferner ist bei dem
vorliegenden Ausführungsbeispiel die Reibplatte 48 mit dem Abwickel-Haltebereich 60 versehen, um die Klaue
42 während des Abwickeins so zu halten, daß sie nicht in
die Sperrzähne 38 eingreifen kann. Dieser Bereich kanr jedoch fortgelassen werden und statt dessen ein
Hallebereich an der Erhöhung 54 der Kurvenscheibe 46 zusätzlich vorgesehen sein, so daß die Klaue 42 durch
die Kurvenscheibe 46gehalten werden kann.
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Aufwickeln eines Sicherheitsgurtes
mit Zugentlastung, bestehend aus einer Federeinrichtung mit einer ersten und einer zweiten
Feder, welche Federn mitteis eines mit Sperrzähnen versehenen Verbindungselements in Reihe miteinander
verbunden sind, wobei die erste Feder sich zum einen an einem Gehäuseabschnitt und zum
anderen an dem Verbindungselement abstützt und die zweite zum einen an dem Verbindungselement
und zum anderen zwecks Übertragung der Aufwikkelkraft mit einer Gurtaufwickelwelle verbunden ist,
aus einer Ratscheneinrichtung mit einer um eine Achse schwenkbaren Klaue, die mit den Sperrzäh- i-s
nen des Verbindungselements lösbar in Eingriff bringbar ist, um die Einwirkung der Federkraft der
ersten Feder auf die Gurtaufwickelwelle zu verhindern, aus einer Kurvenscheibe zum Lösen des
Eingriffs zwischen den Sperrzähnen und der Klaue, wobei dt£ Kurvenscheibe mittels einer in Gurtaufwickelrichtung
in Eingriff bringbaren Einwegkupp-Iung formschlüssig mit der Gurtaufwickelwelle
verbindbar ist und aus einer Reibplatte, die ihre Drehkraft von der Gurtaufwickelwelle über eine
einen Reibschluß bewirkende Reibeinrichtung erhält, um die Klaue in Eingriff ;nit den Sperrzähnen zu
bringen, wobei die Reibeinrichtung ein in Umfangsrichtung vorstehendes und federnd nachgiebiges
Element aufweist, dadurch gekennzeich-30 net, daß die Reibeinrichtung (72) zwei in
entgegengesetzten Richtungen vorstehende Elemente (76) aufweist, die ret-.tiv zur Reibplatte (48)
schwenkbar sind und rnabhängig von der Drehrichtung der Gurtaufwickelwelle {; 4) eine gleichmäßige
Reibkraft auf die Reibplatte (48) aufbringen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei vorstehenden Elemente (76)
integral an einem an der Reibplatte (48) angeordneten Basisabschnitt (74) angeformt sind. *o
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Basisabschnitt (74) eine U-förmige
Gestalt hat und an der Reibplatte (48) in Richtung der Wandstärke angeklemmt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekenn- « zeichnet, daß der Basisabschnitt (74) mit aufgewölbten
Bereichen (78) versehen ist, die in Nuten (80) eingreifen, welche in der Reibplatte (48) ausgebildet
sind, um ein Herausfallen der Elemente (76) zu verhindern.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten (80) eine U-förmige, sich
radial nach außen öffnende Gestalt haben.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenfläche (84) des U-förmig
ausgebildeten Basisabschnitts (74) in Linienberührung mit dem vorderen Endbereich von einer
dreieckförmigen Erhöhung (86) steht, die in axialer Richtung innen an der Reibplatte (48) ausgebildet ist,
so daß der Basisabschnitt (74) um den vorderen Endbereieh schwenkbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei Elemente (76) dergestalt nach
innen gerichtet sind, daß sich ihre Längsachsen unter einem stumpfen Winkel schneiden.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Element (76) an seinem äußeren
Endbereieh mit einem im wesentlichen halbkreisförmigen gebogenen Bereich (82) versehen ist
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die halbkreisförmigen gekrümmten Bereiche (82) in Berührung mit der äußeren Umfangsfläche von einem Zahnrad (22) stehen, das
an der Gurtaufwickelwelle (14) angebracht ist, so daß die Reibplatte (48) über das Zahnrad in
Reibberührung mit der Gurtaufwickelwelle steht
10. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Basisabschnitt (74) an einem Vorsprung (70) an der Reibplatte (48) angeordnet ist,
der ihren Drehwinkel begrenzt
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
JP1977143105U JPS573320Y2 (de) | 1977-10-24 | 1977-10-24 |
Publications (2)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE2846289A1 DE2846289A1 (de) | 1979-04-26 |
DE2846289C2 true DE2846289C2 (de) | 1983-11-10 |
Family
ID=15331014
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE2846289A Expired DE2846289C2 (de) | 1977-10-24 | 1978-10-24 | Vorrichtung zum Aufwickeln eines Sicherheitsgurtes mit Zugentlastung |
Country Status (4)
Country | Link |
---|---|
US (1) | US4213580A (de) |
JP (1) | JPS573320Y2 (de) |
DE (1) | DE2846289C2 (de) |
GB (1) | GB2007085B (de) |
Families Citing this family (10)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
JPS5854136Y2 (ja) * | 1978-02-09 | 1983-12-09 | 株式会社東海理化電機製作所 | シ−トベルト巻取装置 |
GB2213363A (en) * | 1987-12-15 | 1989-08-16 | Autoliv Gmbh | Seat belt retractor |
US5029770A (en) * | 1988-09-30 | 1991-07-09 | Kabushiki Kaisha Tokai-Rika-Denki-Seisakusho | Webbing retractor |
US4993657A (en) * | 1989-10-03 | 1991-02-19 | Trw Vehicle Safety Systems Inc. | Dual spring retractor |
DE9102691U1 (de) * | 1991-03-06 | 1991-05-23 | Autoflug GmbH & Co Fahrzeugtechnik, 2084 Rellingen | Gurtaufroller mit Komforteinrichtung |
US5251842A (en) * | 1991-04-23 | 1993-10-12 | Takata Inc. | Dual-spring retractor operable by a series of discs |
US5520350A (en) * | 1994-02-22 | 1996-05-28 | Takata Inc. | Seat belt retractor having an intentional set comfort system |
US5478024A (en) * | 1994-05-04 | 1995-12-26 | Trw Vehicle Safety Systems Inc. | Tension reducing retractor with an energy absorbing device |
US5452862A (en) * | 1994-05-12 | 1995-09-26 | Trw Vehicle Safety Systems Inc. | Silent seat belt comfort retractor |
CN102908730B (zh) * | 2012-11-03 | 2014-10-01 | 中山市金马科技娱乐设备有限公司 | 座椅安全带结构 |
Family Cites Families (4)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
GB1366190A (en) * | 1971-11-09 | 1974-09-11 | Rainsfords Met Prod | Seat belt take-up spool latch |
DE2606293C3 (de) * | 1975-02-18 | 1978-07-06 | Nippon Soken, Inc., Nishio, Aichi (Japan) | Vorrichtung zum Zurückziehen und Aufrollen eines Sicherheitsgurtes |
US4126282A (en) * | 1976-07-06 | 1978-11-21 | Nippon Soken, Inc. | Seat belt retracting and winding device |
US4108393A (en) * | 1976-08-16 | 1978-08-22 | American Safety Equipment Corporation | Emergency locking retractor with comfort belt tension |
-
1977
- 1977-10-24 JP JP1977143105U patent/JPS573320Y2/ja not_active Expired
-
1978
- 1978-10-20 US US05/952,828 patent/US4213580A/en not_active Expired - Lifetime
- 1978-10-23 GB GB7841616A patent/GB2007085B/en not_active Expired
- 1978-10-24 DE DE2846289A patent/DE2846289C2/de not_active Expired
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
GB2007085B (en) | 1982-06-16 |
DE2846289A1 (de) | 1979-04-26 |
US4213580A (en) | 1980-07-22 |
GB2007085A (en) | 1979-05-16 |
JPS5468327U (de) | 1979-05-15 |
JPS573320Y2 (de) | 1982-01-21 |
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
DE69608445T2 (de) | Sicherheitsgurtaufroller | |
DE2254003C2 (de) | Sicherheitsgurt-Einziehvorrichtung mit Zugentlastung | |
EP0627345B1 (de) | Sicherheitsgurtaufroller | |
EP0769433B1 (de) | Gurtaufroller mit Gurtstraffer und Kraftbegrenzung | |
DE19541449C2 (de) | Sicherheitsgurtblockiervorrichtung | |
DE8803659U1 (de) | Im Notfall blockierende Rückholvorrichtung für einen Sitzgurt | |
DE2646238A1 (de) | Gurtaufroller fuer fahrzeug-sicherheitsgurte mit blockiervorrichtung | |
DE2846289C2 (de) | Vorrichtung zum Aufwickeln eines Sicherheitsgurtes mit Zugentlastung | |
DE19907962B4 (de) | Sicherheitsgurtvorrichtung mit Gurtstraffer | |
DE3124188C2 (de) | Gurtband-Klemmvorrichtung für Sicherheitsgurte in Kraftfahrzeugen | |
DE2504576C3 (de) | Selbsttätig sperrende Aufwickelvorrichtung für einen Sicherheitsgurt | |
DE2803874C2 (de) | Vorrichtung zum Rückholen und Aufrollen eines Sicherheitsgurtes | |
DE4311201C2 (de) | Sicherheitsgurtaufroller mit Klemmvorrichtung | |
DE68903707T2 (de) | Rollvorhang mit einer bremsvorrichtung mit einer zylindrischen nocke. | |
DE102004015825B4 (de) | Gurtaufroller für einen Fahrzeug-Sicherheitsgurt | |
DE2651747C2 (de) | Aufrollmechanismus für Sicherheitsgurte | |
DE2145077A1 (de) | Selbstsperrender gurtaufroller fuer sicherheits-anschnallgurte von personenbefoerderungsmitteln | |
DE3933453A1 (de) | Gurtaufroller | |
DE10145880A1 (de) | Spannspangenvorrichtung mit verbesserter Sicherheit | |
DE2730326C2 (de) | Gurtaufroller mit Zugentlastung für einen Sicherheitsgurt | |
DE9217298U1 (de) | Sitzgurt-Vorspanneinrichtung | |
DE3627715C2 (de) | ||
DE19963429A1 (de) | Sicherheitsgurtsystem | |
DE4001240C2 (de) | Sperrvorrichtung für Gurtaufroller | |
DE2610870A1 (de) | Gurtaufroller fuer fahrzeug-sicherheitsgurte |
Legal Events
Date | Code | Title | Description |
---|---|---|---|
OAP | Request for examination filed | ||
OD | Request for examination | ||
OF | Willingness to grant licences before publication of examined application | ||
D2 | Grant after examination | ||
8364 | No opposition during term of opposition | ||
8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |