DE282291A - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 46 «^GRUPPE Z
Zündungseinrichtung für Explosionskraftmaschinen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. März 1913 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Zündungseinrichtung für solche Explosionskraftmaschinen,
bei denen ein Teil der Flammengase der einen Explosion in einer Kammer aufbewahrt wird, um die nächste Ladung zu
zünden.
Von bekannten Einrichtungen dieser Art unterscheidet sich die den Gegenstand der Erfindung
bildende Einrichtung dadurch, daß
ίο eine kleine mit feuerfestem Material ausgefüllte
Aufspeicherungskammer benutzt wird, innerhalb deren ein Teil der Flammengase der
einen Explosion so lange in Berührung mit stark erhitztem, feuerfestem Material gehalten
!5 wird, bis die aufbewahrten heißen Gase zur
Zündung der folgenden Ladung in den Zylinder zurückgeschickt werden. Dadurch, daß
die heißen Gase während der Zeit, in der sie sich in der Aufspeicherungskammer befinden,
in Berührung mit dem stark erhitzten, feuerfesten Material sind, verbleiben sie selbst in
stark erhitztem Zustande, wie es für eine zuverlässige Zündung der nächsten Ladung erforderlich
ist.
Die Erfindung ist bei allen Arten von Explosionskraftmaschinen, unabhängig von der
Konstruktion oder Zahl der Zylinder, anwendbar. Jedoch ist auf der Zeichnung als beispielsweise
Ausführungsform eine Viertaktein-Zylindermaschine dargestellt.
Auf der Zeichnung zeigt
Fig. ι einen Grundriß des Zylinderkopfes einer Maschine, bei der eine Vorrichtung nach der Erfindung angebracht ist.
Auf der Zeichnung zeigt
Fig. ι einen Grundriß des Zylinderkopfes einer Maschine, bei der eine Vorrichtung nach der Erfindung angebracht ist.
Fig. 2 ist ein Schnitt im vergrößerten Maßstab nach Linie H-II der Fig. 1, und
Fig. 3 zeigt eine Einzelheit der Steuerung.
Auf der Zeichnung bedeutet 1 den Zylinderkopf, der an dem Zylinder der Maschine durch
Schrauben 2 befestigt ist, und 3 bezeichnet ein Ansatzstück, welches in geeigneter Weise mit
dem Zylinderkopf 1 verbunden ist. Dieses Ansatzstück ist mit einer Aussparung oder Kammer
4 versehen, die mit dem Zylinder durch einen Kanal 5 und mit der Auspuffleitung oder
mit der Außenluft durch einen Kanal 6 verbunden ist, so daß die Gase aus dem Zylinder
durch diese Kammer hindurchstreichen und in ihr mittels Ventile festgehalten werden können.
7 bezeichnet das Einlaßventil mit der Stange 8, das normalerweise durch die Feder 9 an seinen
Sitz gedrückt wird, wobei es den Kanal 5 abschließt. 10 bezeichnet einen an der Ventilstange
8 angeordneten Kopf, der durch den Arm 11, entgegen dem Druck der Feder 9, nach
abwärts gedrückt werden kann. Der Auslaßkanal 6 wird durch ein Ventil 12 mit der
Stange 13 gesteuert, das eine Feder 14 besitzt, welche das Ventil 12 gegen seinen Sitz drückt.
Die Ventilstange 13 ist mit einem Knopf 15 ausgerüstet,
der durch den· Winkelhebel 16, entgegen dem Druck der Feder 14, nach abwärts
gedrückt wird. Diese Winkelnebel 11 und 16
sind hin und her schwingende Hebel, die in geeigneter Weise drehbar um die kleine Welle 17
gelagert sind und durch Stangen 18 angetrieben werden, welche in Hülsen 19 geführt sind.
Die Stangen 18 werden von den Nocken 21, 22 einer Steuerwelle 20, die in geeigneter Weise
entweder von den Schwungscheiben oder von der Hauptwelle der Maschine gedreht wird, angetrieben,
wodurch die Ventile im richtigen Zeitpunkte geöffnet und geschlossen werden. Die Nocken 21, 22 sind von genügender Länge
und derart ausgeführt, daß das den Einlaßkanal 5 zur Kammer 4 steuernde Ventil 7 langer
geöffnet bleibt als das den Auslaßkanal 6 steuernde Ventil 12, so daß ein Teil der Flammengase
durch die Kammer 7 direkt nach außen oder in eine Auspuffleitung strömen kann, während ein anderer Teil der Flammengase
unter Druck in der Kammer festgehalten wird.
Gemäß der Erfindung wird die Kammer 4 mit feuerbeständigem Material ausgefüllt, das
durch die Flammengase erhitzt wird. Karborundum ist für den beabsichtigten Zweck besonders
geeignet, und seine Verwendung findet vorzugsweise in der Gestalt von Stücken statt,
die scharfe Kanten und Ecken besitzen. 23 bezeichnet die Karborundumstücke, die innerhalb
der Kammer 4 in einem Gehäuse 24, welches aus einem gegen Hitze widerstandsfähigem
Material hergestellt ist, aufgespeichert sind. Das Gehäuse 24 besitzt Durchbohrungen 25, die
sich mit dem Einlaßkanal 5 decken und ferner Durchbohrungen 26, die in Linie mit dem Auslaßkanal
6 liegen. 27 bezeichnet irgendeine geeignete Zündkerze, um die erste Ladung zu zünden.
Unter der Annahme, daß die Erfindung bei einer Viertaktmaschine benutzt wird, ist die
Arbeitsweise der Maschine folgende: Sind die ersten Zündungen durch die Zündkerze 27 erfolgt,
so wird die Tätigkeit der Zündkerze unterbrochen und die Steuerwelle 20 in Eingriff
mit ihrem Antriebsgliede gebracht, oder diese Steuerwelle kann auch mit ihrem Antriebsgliede,
falls dies gewünscht wird, dauernd in Eingriff stehen. Sogleich nach der Explosion
wird das Ventil 7 geöffnet, so daß ein Teil der heißen Gase aus dem Zylinder in die Kammer
4 geleitet wird, das feuerbeständige Material in dieser Kammer durchströmt und durch das
Ventil 12 in die freie Luft oder in die Auspuffleitung 6 strömt, bis das Ventil 12 geschlossen
wird. Infolge der besonderen Ausbildung der Nocken 21, 22 auf der Steuerwelle 20 wird das
Ventil 12 etwas früher geschlossen als das Ventil 7. Beim Schließen des Ventils 7 werden alsdann
verbrannte Gase unter Druck in der Kammer 4 aufgespeichert und in Berührung mit den
Wänden der Kammer und dem feuerbeständigen Material gehalten, wodurch die hohe Temperatur
der Gase erhalten bleibt. Bei der nächsten Arbeitsfolge wird das Ventil 7 geöffnet,
und die in der Kammer 4 festgehaltenen, unter Druck stehenden heißen Gase werden in den
Zylinder hineingeschleudert, um die folgenden Ladungen zu zünden. Sogleich nachdem die
Explosion stattgefunden hat, wird das Ventil 12 geöffnet und ein Teil der Flammengase strömt
in die Kammer 4, um die kühlen Gase, welche innerhalb der Kammer 4 zurückgeblieben sind,
hinauszutreiben und die Temperatur des Karborundums oder anderen feuerbeständigen Materiales
innerhalb der Kammer, zu erhöhen. Ein Teil der Flammengase wird dann wieder
festgehalten, und die Arbeitsvorgänge wiederholen sich dann in derselben Reihenfolge. Die
Ausführungsformen der Erfindung können in einem weiten Maße voneinander verschieden
Claims (2)
1. Zündungseinrichtung für Explosionskraftmaschinen, bei denen ein Teil der
Flammengase der einen Explosion in einer Kammer aufbewahrt wird, um die nächste Ladung zu zünden, dadurch gekennzeichnet,
daß die heißen Gase zum Teil in der Aufspeicherungskammer zurückbehalten und in Berührung mit dem in der Kammer
enthaltenen feuerfesten Material verbleiben, worauf sie dann zur Zündung der folgenden
Ladung in den Zylinder zurückgeschickt werden.
2. Zündungseinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufspeicherungskammer
nach dem Zylinder zu zur Zeit der Zündung geöffnet wird und dann gleichzeitig für eine kurze Zeit nach
der Außenluft hin offengehalten wird und das Ventil zwischen der Aufspeicherungskammer und dem Zylinder später geschlossen
wird als das Ventil, das von der Aufspeicherungskammer zur Außenluft führt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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