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DE275665C - - Google Patents

Info

Publication number
DE275665C
DE275665C DENDAT275665D DE275665DA DE275665C DE 275665 C DE275665 C DE 275665C DE NDAT275665 D DENDAT275665 D DE NDAT275665D DE 275665D A DE275665D A DE 275665DA DE 275665 C DE275665 C DE 275665C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
switch
train
magnet
special
line
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT275665D
Other languages
English (en)
Publication of DE275665C publication Critical patent/DE275665C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L11/00Operation of points from the vehicle or by the passage of the vehicle

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 275665 KLASSE 20*. GRUPPE
GEORG SCHÖNFELDER in BERLIN.
Zusatz zum Patent 275095.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. April 1913 ab. Längste Dauer: 31. März 1928.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verhüten des Umstellens einer Weiche unter einem fahrenden Zuge nach Patent 275095. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß der hinter der Stellschiene liegende Schalthebel mittels einer zur durchgehenden Fahrdrahtleitung parallelen besonderen Oberleitungsstrecke durch den Stromabnehmer überbrückt wird, so daß ein den Stromkreis der Stellvorrichtung in bekannter Weise ausschaltender Magnet dauernd erregt bleibt, solange ein Zug sich zwischen dem Schalter und den am Ende der Weichenstraßen liegenden Schalthebeln befindet. In der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform dargestellt.
Zu dem durchgehenden Fahrdraht b parallel ist eine besondere, in der Zeichnung strichpunktiert angedeutete Oberleitungsstrecke q angeordnet, die von dem Stromabnehmer d gleichzeitig berührt wird. Diese als Sicherheitsstrecke dienende Leitung q beginnt unmittelbar hinter dem Schalthebel i und ist bis zu den Schalthebeln am Ende der Weichenstraßen durchgeführt. Ferner ist diese Leitung in dem Ausführungsbeispiel mit der Wicklung eines Magnetausschalters r verbunden, der den Stellstromkreis an den Kontakten s, s unterbricht. Die Wirkungsweise ist folgende:
Unmittelbar nach dem Befahren der Stellschiene g und nach dem Umlegen des Schalthebels i gleitet der Stromabnehmer d auf der 35
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Fahrdrahtleitung b und der besonderen Leitungsstrecke q. Hierbei geht aus der Fahrdrahtleitung b durch den Stromabnehmer d über die Leitungsstrecke q ein Strom nach dem Magnetausschalter r zur Schienenrückleitung. Der so erregte Magnetschalter r unterbricht während dieser Zeit dauernd den Stromkreis der Stellvorrichtung c an den Kontakten s, s. Es bleibt somit eine Umlegung der Schalthebel k, k am Ende der Weichenstraßen durch einen vorausfahrenden Zug ohne Einfluß auf die Weichensteuerung, da zwar über k, k der Einschaltmagnet m1 des Kippschalters l,n. erregt wird, aber der Stellstromkreis an einer zweiten Stelle an den Kontakten s, s unterbrochen gehalten wird. Die beim Verlassen der Schiene g durch den Stromabnehmer d veranlaßte kurze Bewegung des Schalthebels i, die ohne die neue Vorrichtung von den Schalthebeln k, k aufgehoben werden könnte, obwohl sich noch ein Zug in der Weiche befindet, wird also verlängert und zwangläufig aufrechterhalten, da der Schalter i in der gekennzeichneten Weise überbrückt wird.
Statt durch den Magnetschalter r den Stellstromkreis an den Kontakten s, s unterbrechen zu lassen, kann man beispielsweise die Unterbrechungsstelle auch in die Verbindungsleitung des Schalthebels k, k und des Einschaltmagneten m1 des Kippschalters verlegen, um dieselbe Wirkung zu erzielen.
Ferner kann man, anstatt den Stellstromkreis
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Claims (1)

  1. auszuschalten, diesen in bekannter Weise kurzschließen.
    Will man es vermeiden, außer dem Kippschalter noch einen besonderen Magnetschalter vorzusehen, so kann als eine weitere Ausführungsform die Anordnung gewählt werden, daß von der besonderen Leitungsstrecke q der Überbrückungsstrom über eine Hilfswicklung des Magneten m des Kippschalters nach der Schienenrückleitung
    ίο geführt wird. Es wird dann, solange der Stromabnehmer d die Fahrdrahtleitung b und die besondere Leitung q berührt, die von dem Schalthebel i eingeleitete Ausschaltbetätigung des Magneten m durch die als Haltewicklung an sich bekannte Hilfswicklung aufrechterhalten, und es ist der beim Ausfahren eines Vorderzuges über k erregte Einschaltmagnet w1 nicht imstande, den Stellstromkreis zu schließen, da die Zugkraft des Ausschaltemagneten infolge der Hilfswicklung überwiegt. Bei einem etwaigen Befahren in der Richtung von k nach g oder bei in beiden Richtungen zu befahrenden eingleisigen Strecken kann aber doch keine störende Umlegung, des Kippschalters in die Ausschaltstellung verursacht werden, weil die erwähnte Hilfswicklung des Magneten m nur ausreicht, um den umgelegten Anker η festzuhalten, nicht aber, um ihn umzulegen. Es bleiben deshalb beim Befahren der Weiche und der Sicherheitsstrecke q in der Richtung von k nach g der Kippschalter und die Stellvorrichtung selbst in Ruhe.
    Als weitere Ausführungsform kann man an Stelle der erwähnten Hilfswicklung des Magneten η ein an sich bekanntes magnetisches Gesperre über q erregen lassen, das den Kippschalter in der Auschaltstellung festhält, solange sich ein Zug innerhalb der Sicherheitsstrecke in der Richtung von g nach h bewegt. Bei der umgekehrten Fahrtrichtung von h nach g ändert der Kippschalter seine Schließlage nicht, und es haben nach der Ausfahrt des Zuges aus der Weiche wieder alle Teile ihre Ruhelage eingenommen.
    Bei den Ausführungsformen, bei denen ein besonderer Ausschaltmagnet vorgesehen ist, wird zwar bei der Fahrtrichtung von k nach g der Stellstromkreis oder Steuerstromkreis unterbrochen, aber nur vorübergehend. Sobald der Stromabnehmer d die Sicherheitsstrecke q verlassen hat, wird der Schalter r stromlos und die Unterbrechung des Stell- oder Steuerstromkreises in bekannter Weise durch Gewicht oder Feder aufgehoben, so daß alle Teile der Vorrichtung ihre Ruhelage einnehmen.
    Gemeinsam ist den als Beispiele beschriebenen Ausführungsformen, daß eine etwaige Unterbrechung des Betriebsstromes die Abhängigkeit der einzelnen Teile voneinander nicht ändert, so daß nach Wiederherstellung des Stromes alle Teile ordnungsmäßig arbeiten.
    Die beschriebene Vorrichtung hat auch den Vorteil, daß sie für die Zugbewegungen in beiden Fahrtrichtungen verwendbar ist und die Abhängigkeit der einzelnen Teile der Vorrichtung voneinander durch die umgekehrte Zugrichtung nicht gestört oder aufgehoben wird.
    Infolge der Deckung des innerhalb der Sicherheitsstrecke befindlichen Zuges kann der Abstand der Züge auf das geringste zulässige Maß beschränkt werden, wodurch wiederum bei größter Sicherheit eine Beschleunigung des Verkehrs ermöglicht wird.
    Für Bahnen mit eigenem Bahnkörper können an Stelle der Schalthebel h, i, k geeignete Schienenkontakte o. dgl. angeordnet, die Stellschiene g neben den Schienen α, α und die besondere Leitung q entsprechend dem Stromzuführungssystem ausgebildet werden.
    Durch die neue Vorrichtung wird verhütet, daß, wenn bei dichtem Verkehr und bei kurzen Zugabständen ein am Ende der Weichenstraßen ausfahrender Zug den die Freigabe der Stellvorrichtung steuernden Schalthebel /e bewegt, während noch ein anderer Zug in der Weiche steht und z. B. in der gleichen Fahrtrichtung bei unveränderter Weichenlage folgen will, ein dritter die Stellschiene befahrender Zug die Weiche unter dem in ihr stehenden Zug umstellen kann.
    Pat ε ν ϊ -Λ ν s ρ r u c η :
    Vorrichtung zum Verhüten des Umstellens einer Weiche unter einem fahrenden Zuge nach Patent 275095, dadurch gekennzeichnet, daß der hinter der Stellschiene (g) liegende Schalthebel (i) mittels einer zur durchgehenden Fahrdrahtleitung parallelen, besonderen Oberleitungsstrecke (q) durch den Stromabnehmer (d) überbrückt wird, so daß ein den Stromkreis der Stellvorrichtung (c) in bekannter Weise ausschaltender Magnet dauernd erregt bleibt, solange ein Zug sich zwischen dem Schalter (i) und den am Ende der Weichenstraßen liegenden Schalthebeln (k) befindet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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