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B e s c h r e i b u n g : Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltung
mit phasenstarrer Schleife, kurz phasenstarre Schaltung, und auf einen FM-Stereodemodulator
mit einer derartigen Schaltung.
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Phasenstarre Schaltungen enthalten einen Phasenkomparator zum Vergleich
der Phase eines Eingangssignals mit der einer von einem spannungsgesteuerten Oszillator
abgegriffenen Bezug-Schwingungsspannung, der ein der Phasendifferenz dieser beiden
Signale proportionales Spannungssignal erzeugt, einen Gleichstromverstärker zum
Verstärken des die Phasendifferenz darstellenden Gleichstromsignals, sowie den spannungsgesteuerten
Oszillator, dem das verstärkte Gleichstromsignal zugeführt und dessen Ausgangssignal
auf den Phasonkomparator rückgekoppelt ist. Die phasenstarre Schaltung bildet somit
eine Rückkopplung und erzeugt ein schwingendes Ausgang0signal, das im wesentlichen
in Phase liegt mit dem Eingangssignal. Die phasenstarre Schaltung kflI)fl somit
als Frequonzwäh3.er dienen. Es ist bekannt, einen FM-Stereodemodulator unter Verwendung
einer solchen phasc-nstarren Schaltung auszubilden.
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Der Stand der Technik und die Erfindung werden anhand der Zeichnung
näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 das Blockschaltbild eines herkömmlichen FM-Stereodemodulators
mit einer phasenstarren Schaltung; Fig. 2 im Diagramm die gesamte harmonische Verzerrung
in Abhängigkeit von der Audiofrequenz zum Vergleich eines erfindungsgemäßen mit
dem herkömmlichen FM-Stereodemodulator; Fig. 3 das Schaltbild eines erfindungsgemäß
ausgebildeten FM-Stereodemodulators mit einer phasenstarren Schaltung; Fig. 4A den
Verlauf der vom Phasenkomparator in der phasenstarren Schaltung erzeugten interferenten
oder Schwebungssignale;
Fig. 413 den Verlauf des Eingangssignels
für den Fall, daß das Schwebungs<signaldem Eingang des Differenzverstärkers zugefülnet
wird ; und Fig. 5 im Dingramm die Dämpfungskennlinie der Schwebungskomponente in
der erfindungsgemäßen phasenstarren Schaltung.
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Fig. 1 zeigt ein Beispiel eines FM-Stereodemodulators mit einer phasenstarren
Schaltung (Michael J. Gay, t'A Monolithic Phase-Lock-Loop Stereo Decoder", IEEE
Transactions on Broad cast and TV Receivers, Band 17, Nr. 4, November 1971, S. 270
bic 276). Nach Fig. 1 wird das Sterco-Gesamtsignal Vin, das die Signalc fr den linken
und den rechten Kanal sowie das 19-kHz-Pilotsignal enthält, einem Phasenkomparator
1 zugeführt. Das Ausgangssignal dcs Phasenkomparators 1 (z.B. die Phasendifferenz)
wird über einen Tiefpaßfilter 2 einem Gleichstromverstärker 3 zugeführt. Dis Gleichstrom-Ausgangssignal
des Gleichstromverstörkers 3 wird einem spannungsgesteuerten Oszillator 4 zugeführt,
dessen Mittenfrequenz bei 76 kHz liegt. Das AUsgangssignal des spannungsgestauorten
Oszillators 4 wird in einem Flip-Flop 5 in ein 38-kHz-Signal und in einem weiteren
Flip-Flop 6 in ein 19-kHz-Signal unterteilt. Das 19-kHz-Signal ist auf den Phasenkomparator
1 rückgekoppelt, so daß eine geschlossene Schleife entsteht.
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Das 38 z-Signal, das als Unterträgersignal des FM-Stereosignals erhalten
wird, wird zur Demodulation des linken und des rechten Audiosignals L bzw. R demoduliert,
und zwar nach dem Schaltverfahren in einem Decoder 7.
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Da bei einem solchen FM-Stereodemodulator der Phasenkomparator aus
einer Multiplizierstufe aufgebaut ist, die aus nichtlinearen Schaltungselementen
wie Transistoren und dergleichen besteht, erzeugen die harmonischen Komponenten
der audiofrequenten Signale des Gesamtsignals, das als Eingangssignal zugeführt
wird, und das 19-kHz-Schaltsignal Schwebungen Das schwingende Ausgangssignal des
spannungsgesteuerten Oszillators 4 wird durch diese Schwebungen
frequenzmoduliert.
Hierdurch wird das 38-kHz-Signal fo, das Ausgangssignal des Flip-Flops 5, ebenfalls
ffrequenzmoduliert, so daß Phasenverzerrungen eintreten. Infolgedessen wird es schwierig,
ein mit dem Unterträ£t:rsignnl der Scnderseite genau synchronisiertes Untertrargersignal
ZU erzeugen. Die Trennung des Schaltdecoders wird schlecht, und die Gesamtverzerrung
der Harmonischen des audiofrequenten Ausgangssignals des Decoder 7 wird verschlechtert.
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Fig. 2 zeigt die Frequenzabhängigkeit der gesamten harrJonischen Verzerrung.
Wie sich aus der Kurve A ergibt, steigt die gesamte harmonische Verzerrung in dem
Bereich zwischen 5 und 15 k im audiofrequenten Bereich stark un.
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Das bedeutet, daß Schwebungskomponenten der Harmonischen der audiofrequenten
Signale und das 19-KHz-Signal, die auf verhältnismäßig hohen Pegeln liegen, dem
spannungsgesteuerten Oszillator zugeführt werden, wenn die Frequenz der audiofrequenten
Signale im Gesamtsignal hoch wird.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannten Schaltungen
der in Frage stehenden Art zu verbessern. Insbesondere soll eine phasenstarre Schaltung
geschaffen werden, mit der ein synchronisiertes Eingangssignnl mit möglichst geringer
Phasenverzerrung erzeugt werden kann.
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ner soll ein FM-Stereodemodulator mit einer phasenstarren Schaltung
geschaffen werden, dessen Ausgangs-Audiosignal möglichst wenig vcrzerrt ist. Der
Fil-Stereodemodulator soll mit der integrierten Schaltungstechnik kompatibel sein.
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Die erfindungsgemäße phasenstarre Schaltung enthält einen Phasenko1Jparator,
einen ersten Tiefpaßfilter, einen Gleichstromverstärker und einen spannungsgesteuerten
Oszillator.
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Ein zweiter Tiefpaßfilter ist zwischen den Gleichstromverstärker und
den spannungsgesteuerten Oszillator geschaltet.
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Die Zeitkonstante des zweiten Tiefpaßfilters kann vorteilhafterweise
vermindert werden, wenn der Gleichstromverstärker
aus einem Differenzverstärker
besteht und das Ausgangssignal des Phasehkomparators dem Differenzverstärker als
abgeglichenes Eingangssignal zugeführt wird. Dies ermöglicht eine Unterdrückung
der Schwebungskomponenten ohne Einschränkung des Fangbereichs der phasenstarren
Schaltung.
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Diese eignet sich besonders zur Verwandung in FM-Stereodemodulatoren
; mit ihr kann die gesamte harmonische Verzernung im Audiofrequenzbereich wesentlich
vermindert werden.
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Weitere Aufgaten, Merkmale und Vorteile der Erfindung orgeben sich
aus der folgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels.
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Gemäß einer Grundausführungsform der Erfindung ist bei einer phasenstarren
Schaltung mit einem Phasenkomparator, einem Tiefpoßfilter, einem Gleichstromverstärker
und einem spannungsgesteuerten Oszillator zwischen dem Gleichstromverstärker und
dem spannungsgesteuerten Oszillator ein weiterer Tiefpaßfilter vorgeschen.
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Fig. 3 zeigt eine konkrete Ausführungsform eines FM-Stereodemodulators
mit einer erfindungsgemäßen phasenstarren Schaltung. Der Phasenkomparator 1 enthält
npn-Transistoren Q1 und Q2 und Widerstände R2 bis R5 mit je etwa 20 kOhm.
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Er wird mit einem ein 19-kH2-Pilotsignal enthaltendes Stereo-Gesamtsignal
Vin gespeist, und zwar über einen Gleichstrom-Sperrkondensator C3. Das Gesamtsignal
wird von einem nicht gezeigten Diskriminator des FM-Stereoempfängers einen gespeist.
Es enthält ein amplitndonnoduliertes Summen und ein amplitudenmoduliertes Differenzsignal
aus dem linken und rechten Kanal (L + R) bzw. (L - R), sowie das 19-kHz-Pilotsignal.
Das Signal (L + R) umfaßt den Bereich zwischen 0 und 15 IclIz und das Signal (L
- R) den Bereich zwischen 23 und 53 kHz und wird (larlestellt durch das Steitenband
eines unterdrückten 38-kHz-Unterträgers. Die Transistoren Q1 und Q2 dienen als in
zwei Richtungen wir
kendc Schalter. Die Basen dieser Transistoren
werden durch die 19-kllz-Schaltsignale mit einander entgegengesetzter Phase gespeist,
wie im folgenden noch beschrieben wird.
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Die Kollektoren dieser Transistoren sind an eine Bezugs-Gleichspannung
VREF2 angeschlossen. Das 19-kHz-Pilotsignal in dem Gesamtsignal wird den Emittern
der Transistoren und Q2 zugefilhrt, und zwar über die Widerstände R2 bzw. R4.
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Diese Transistoren wirken als Zerhacker für das 19-kIIz-Pilotignal;
ihre Ausgangssignale werden über die Widerstände R3 und R5 weitergeleitet. Die Transistoren
Q1 und Q2 wirken im Ergebnis als Multipliziereinrichtung für das dem Er,iij:tcr
zugeführte Pilotsignal und das der Basis zugofübrte Schaltsignal; sie erzeugen ein
der Phasendifferenz dieser Signale proportionales Ausgangssignal.
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Ein erster Tiefpaßfilter 2 enthält einen Widerstand RO (etwa 1 kOhm),
Kondensatoren CO (etwa 3,3 µF) und C'O (etwa 0,47 F). Der Tiefpaßfilter 2 dient
zum Aussiebcn der Harmonischen aus dem Ausgangssignal des Phassenkomparators 1.
Die Dämpfungscharakteristik des Tiefpaßfilters 2 wird durch den Wert des Widerstandes
RO, die Kapazitäten der Kondensatoren CO und C'O und den Wert der Widerstände R3
oder R5 bcßtimmt.
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Der als Differenzverstärker ausgebildete Gleichstromverstärker 3 enthält
npn-Transistoren Q5 und Q6, pnp-Transistoren Q3 und Q4, Widerstände R6 und R7 sowie
eine steuerbare Stromquelle 1. Der Phasenkomparator 1 und der Tiefpaßfilter 2 sind
im Basis-Eingangskreis der Transistoren des Differenzvers miteinander verbunden.
Das Ausgangssignal des Phasenkomparators wird dem Differenzverstärker 1 in Form
eines abgeglichenen Eingangssignals zugeführt und in dem Verstärker zu einem Steuerstrom
für einen Kollektor des Transistors Q4 verstärkt.
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Der spannungsgesteuerte Oszillator 4 enthält eine die Zeitkonstante
der
Schwingung bestimmende Schaltung mit einem Widerstand R8 (z.B. etwa 8,4 kOhm) und
einem Kondensator C2 (z.B. etwa 1.000 pF), einen Differenzverstärker mit npn-Transistoren
Q7 und Q8 und eine Konstantstromquelle 102, sowie eine Vorspannschaltung mit einem
pnp-Transistor Qg mit mehreren Kollektoren, einem npn-Transistor Q10 mit mehreren
Emittern, Widerständen Rg bis R13 und Konstantstromquellen 102 und 103. Er erzeugt
ein 76-kHz-Signal. Die Schwingungsfrequenz kann durch verschiedene Parameter bestimmt
werden, beispielsweise die Kapazität des Kondensators C2 (z.B. 1.000 pF) und den
Widerstand R8 (z.B. 8,4 k0hm bei C2 = 1.000 pF).
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Die Einzelheiten eines solchen Oszillators sind in der US-PS 3 688
220 beschrieben.
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Ein Puffer 4' enthält einen Widerstand R14 und einen npn-Transistor
Q11. Mit seiner Hilfe wird die Anstiegszeit des Schwingungssignals mit schmaler
Impulsform, wie es der spannungsgesteuerte Oszillator 4 liefert, verkürzt.
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Der Frequenzteiler 5 besteht aus einem Flip-Flop mit Transistoren
Q12 bis Q17 und Widerständen R15 bis R24. Ihm wird das Ausgangssignal des Puffers
4' zugeführt, so daß er die Schwingungsfrequenz des spannungsgesteuerten Oszillators
4 in ein 38-kHz-Signal heruntorteilt.
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Ein weiterer Frequenzteiler 6 ist ebenfalls als Flip-Flop ausgebildet
und enthält Transistoren Q18 bis Q21 und Widerstände R25 bis R Er teilt das Schwingungssignal
des Frequenzteilers 5 weiter herunter in ein 19-kHz-Rechtecksignal. Dieses 19-kHz-Signal
wird auf den Phasenkomparator 1 als Schaltsignal für die Transistoren Q1 und Q2
rückgekoppelt. Damit ist die phasenstarre Schaltung vollständig.
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Die Frequenzteiler 5 und 6 sind vom Master-Slave-Typ (A.
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Richardson, R.C. Foss, New Binary Counter Circuits",
Electronics
Letters, Bd. I, Nr. 10, Dezember 1965, S. 273.
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Der Frequenzteiler 5 und der Puffer 4' sind durch die Bezugs-Gleichspannung
VREF2 festgelegt.
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Das 38-kHz-Signal fO, das Ausgangssignal des Frequenzteilers 5, wird
einem Decoder 7 zugeführt. Bei dem Decoder 7 handelt es sich z.B. um einen Schaltdecoder
mit einer Multiplizierschaltung aus einem zusammengesetzten Paar von Transistor-Differenzverstärkern
der in der erwähnten Druckschrift IEEE Transactions on Broadcast and TV Receivers
beschriebenen Art. Die Audio-Ausgangssignale für den linken und rechten Kanal (L,
R) werden im Decoder 7 aus dem Gesamtsignal erzeugt.
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Eine steuerbare Gleichspannungsquelle Vcc liefert eine Spannung von
z.B. 6 Volt.
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Wesentliches Merkmal der Erfindung ist ein zweiter Tiefpaßfilter 8
mit einem Widerstand R1 und einem Kondensator C2 der zwischen den Gleichstromverstärker
3 und den spannungsgesteuerten Oszillator 4 der Schaltung der Fig. 3 geschaltet
ist, insbesondere im Zusammenhang mit dem Differenzverstärker des Gleichstromverstärkers
3.
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Das FM-Steroosignal wird in der vorstehend beschriebenen Schaltung
folgendermaßen demoduliert.
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Nach Anlegen des FM-Stereo-Gesamtsignals Vin vergleicht der Phasenkomparator
1 die Phase des 19-kHz-Pilotsignals des Gesamtsignals mit der des 19-kHz-Schaltsignals
vom zweiten Frequenzteiler 6. Das aus dem Vergleich herrtllirende Ausgangssignal
(Phasendifferenz) wird über den ersten Tiefpaßfiltr 2 geleitet, der die hochfrequenten
Komponenten unterdrückt oder dämpft. Das der Phasendifferonz des Pilotsignals und
des 19-kHz-Schaltsignals entsprechende Gleichspannungssignal wird dem Gleichstromverstärker
2 zugeführt und darin verstärkt. Der Ausgangsstrom des Gleichstromverstärkers 2
ist somit entsprechend der Phasendifferenz veränderlich. Das veränderliche Signal
wird
dem spannungsgesteuerten Oszillator 4 zugeführt, so daß sich
dessen Schwingungsfrequenz entsprechend ändert. Die Ausgangsfrequenz von etwa 76
kHz wird in dem ersten und dem zweiten Frequenzteiler 5 bzw. 6 zweimal geteilt,
so daß ein 19-kHz-Signal entsteht, das dem Phasenkomparator 1 wieder zugeführt wird.
Durch Wiederholung des vorstehend beschriebenen Zyklus wird die Schaltung stabil.
Auf diese Weise wird aus dem 19-kHz-Pilotsignal ein 38-kHz-Signal f0 erzeugt, das
mit dem Unterträgersignal zur Speisung des Decoders 7 synchronisiert ist. Das stabilisierte
38-kHz-Synchronsignal wird als Schaltsignal für den Decoder 7 verwendet, um das
rechte Audiosignal R und das linke Audiosignal L aus dem Gesamtsignal herauszutrennen.
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Durch die Erfindung sollen die bestehenden Schwierigkeiten insbesondere
in der Verbindung des Phasenkomparators 1 und des Gleichstromverstärkers 2 beseitigt
werden. Bei Untersuchungen hat sich gezeigt, daß die Verbindung des Phasenkomparators
1 und des Gleichstromverstärkers 2 folgende Schwierigkeiten nach sich zieht.
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In dem FisI-GEatsignal Vin ist das Pegelverllältnis des Hauptsignals
des linken und rechten Kanals zum Pilotsignal auf 9:1 eingestellt, während die Harmonischen
des Hauptsignals (L + R) und (L - R) infolge der Nicfitlinearität der Transistoren
Q1 und Q2 des Phasenkomparators 1 leicht auftreten können. Infolgedessen werden
durch diese Harmonischen und das 19-kHz-Schaltsignal Schwebungen mit hohem Pegel
erzeugt. Besonders wenn die Hauptsignalfrequenz hoch ist, entstuilen im Bereich
in der Nähe von 19 Mi mehr harmonische Komponenten, die Schwebungssignale mit niedrigeren
Frequenzen erzeugen. Selbst wenn die Schwebungssignale im ersten Tiefpaßfilter in
gewissem Maße gedämpft werden, enthält das Eingangssignal des Gleichstromverstärkers
3 immer noch Schwebungssignale. Die vom Schalttransistor Q1 und die vom Schalttransistor
Q2 im Phasenkomparator 1 erzeugten Schwebungssignale haben eine Phasendifferenz.
Sie
werden den Basen der Transistoren Q5 und Q6 des Differenzverstärkers als Differential-Eingangssignale
zugeführt. Wenn die von den Transistoren Q1 und Q2 des Phasenkomparators 1 erzeugten
Schwebungssignale den beiden Basiseingängen des Differenzverstärkers 3 phasenverschoben
zugeführt werden, haben infolgedessen die dem Differenzverstärker 3 zugeführten
Schwebungssignale eine im Vergleich zur Frequenz des vom Phasenkomparator 1 erzeugten
Schwebungssignah doppelte Frequenz. Wenn beispielsweise das dem Phasenkomparator
1 zugeführte Signal (L + R) eine Frequenz von 10 kHz hat und die als Zerhacker wirkenden
Transistoren Q1 und Q2 des Phasenkomparators 1 durch das 19-kHz-Schaltsignal gespeist
werden, so entsteht durch die Multiplizierwirkung des Phasenkomparators 1 ein Schwebungssignal
mit 1 kHz (Fig. 4A).
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In Fig. 4A stellen die Kurve a ein der Basis des Transistors Q5 und
die Kurve b ein der Basis des Transistors Q6 zugeführtes Schwebungssignal dar, die
um den Winkel Q phasenverschoben sind. Da die beiden Schwebungssignale eine Phasendifferenz
O haben, werden sie dem Differenzverstärker 3 differentiell als ein Schwebungssignal
mit der doppelten Frequenz zugeführt (Fig. 4B). Die Phasendifferenz der Schwebungssignale
entsteht durch den ersten Tiefpaßfilter 2. Das an einem Basiseingang des Differenzverstärkers
3 auftretende Schwebungssignal hat nämlich gegenüber dem am anderen Basiseingang
auftretenden eine Phasenverzögerung.
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Auf diese Weise verstärkt der Differenzverstärker 3 das vom Phasenkomparator
1 erzeugte unervinschte Schwebungssignal als eine Schwebungssignalkomponente mit
doppelter Frequenz. Der zweite Tiefpaßfilter 8 mit dem Widerstand R1 (z.B. 33 k0hm)
und der Kondensator C1 (z.B. 2.200 pF) unterdrücken oder dämpfen diese Schwebungssignalkomponenten
unter Ausnutzung der beschriebenen Eigenschaft, daß der Differenzverstärker 3 die
Frequenz der Schwebungssignale in eine hohe Frequenz umwandelt.
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Der zweite Tiefpaßfilter 8 dämpft die hochfrequenten Komponenten,
die vom ersten Tiefpaßfilter 2 nicht ausreichend gedämpft werden können und am Ausgang
(d.h. am Kollektor des Transistors 04)des Differenzverstärkers 3 auftreten.
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Gemäß Fig. 5 ist beispielsweise die Dämpfungskennlinie im niederfrequenten
Bereich von f1 bis f2 durch den ersten Tiefpaßfilter unter Beachtung des Einfangberoiches
der phasenstarren Schaltung eingestellt. Der zweite Tiefpaßfilter 8 bewirkt eine
zusätzliche Dämpfung im hochfrequenten Bereich oberhalb 2, so daß sich die Dämpfungscharakteristik
im hochfrequenten Bereich von der gestrichelten Linie c zur ausgezogenen Linie d
ändert. Da die Schwebungsfrequenz des Ausgangssignals des Differenzverstärkers 2
hoch ist, können die Schwebungskomponenten selbst bei einer verhältnismäßig kleinen
Zeitkonstante ausreichend gedämpft werden.
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Auf diese Weise kann die Zeitkonstante des zweiten Tiefpaßfilters
8 bestimmt werden, wobei lediglich die Dämpfungscharakteristik der Schwebungskomponenten
beachtet zu werden braucht. Ein ähnlicher Dämpfungseffekt könnte erzielt werden,
indem die im allgemeinen große Zeitkonstante des ersten Tiefpaßfilters 2 eingestellt
wird. In einem solchen Fall sollte Jedoch die Schleifenverstärkung der phasenstarren
Schaltung vermindert werden, um ihren Einfangbereich einzuschränken. Im Ergebnis
wird die Frequenzselektivität der phasenstarren Schaltung schlecht.
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Nach einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schaltung wird die
Zeitkonstante des ersten Tiefpaßfilters 2 nicht vermindert, sondern es wird ein
zweiter, getrennter Tiefpaßfilter vorgesehen, um den Einfangbereich breit zu halten
und die Schwebungskomponenten zu dämpfen. Weiterhin kann der Einfangbereich sogar
erweitert werden, wenn die Zeitkonstanten der Tiefpaßfilter in geeigneter Weise
gewählt werden.
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Wie beschrieben, wird erfindungsgemäß am Ausgang des Gleichstromverstärkers
3 der zweite Tiefpaßfilter 8 vorgesehen.
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Die Schwebungskomponenten werden durch diesen zweiten Tiefpaßfilter
8 nochmals gedämpft. Daher wird der Anteil der Schwebungskomponenten im Ausgangssignal
des spannungsgesteuerten Oszillators gering, und die FM-Modulation wird dadurch
vermindert. Damit wird auch die FM-Modulation des 38-kHz-Signals und die Phasenverzerrung
vermindert, so daß die Verschlechterung des vom 38-kHz-Signal gespeisten Decoder
7 erzeugten Audio-Ausgangssignals verhindert wird.
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Durch die Erfindung kann die Frequenzkennlinie der gesamten harmonischen
Verzerrung der Fig. 2 entsprechend der Darstellung der gestrichelten Linie B verbessert
werden.
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Die Vorteile der Erfindung wirken sich hauptsächlich bei Anwendung
in einem FM-Stereodemodulator aus. In den multiplexen -Storeo-Gesamtsignal, das
der phasenstarren Schaltung zueotllrt wird, sind die Frequenzkomponenten im Signal
(L + R) (im Bereich von 0 bis 15 kHz) um das 9-fache größer als das 19-kHz-Pilotsignal.
Es wirkt daher als Störungssignal fr die phasenstarre Schaltung zur Wahl des 19-kHz-Pilotsignals,
so daß unerwünschte Schwebungssignale entstehen. Wenn beispielsweise das Hauptsignal
(das Signal (L + R)) eine Frequenz von 10 kHz hat, so entsteht in der phasenstarren
Schaltung ein Schwebungssignal mit 1 kHz, wodurch die gesamte harmonische Verzerrung
des Audiosignalsam Ausgang des Decoders extrem verschlechtert wird. Erfindungsgemäß
kann dieses Schwebungssignal durch den zweiten Tiefpaßfilter 8 entfernt und somit
die gesamte harmonische Verzerrung extrem herabgesetzt werden.
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Die Erfindung ist nicht auf die Anwendung der phasenstarren Schaltung
im FM-Stereodemodulator beschränkt, sondern kann in weitem Maße bei phasenstarren
Schaltungen angewendet werden, wenn der spannungsgesteuerte Oszillator durch Erzeugung
von Schwebungen einer Frequenzmodulation unterworfen ist, durch die das Verhalten
verschlechtert wird.
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