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DE265584C - - Google Patents

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Publication number
DE265584C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gases
filter
crystalline
moisture
air
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT265584D
Other languages
English (en)
Publication of DE265584C publication Critical patent/DE265584C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D46/00Filters or filtering processes specially modified for separating dispersed particles from gases or vapours
    • B01D46/10Particle separators, e.g. dust precipitators, using filter plates, sheets or pads having plane surfaces
    • B01D46/12Particle separators, e.g. dust precipitators, using filter plates, sheets or pads having plane surfaces in multiple arrangements

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicines Containing Material From Animals Or Micro-Organisms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 265584 KLASSE 12 e. GRUPPE
EUGEN LIEBRECHT in MANNHEIM.
Verfahren zum Entstauben von Luft und Industriegasen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. November 1912 ab.
■ Es ist bekannt, Gase dadurch, daß man sie durch Koks, Steine usw. hindurchleitet, zu filtrieren. Um das Anhaften der in den Gasen befindlichen festen Bestandteile, wie Staub, Ruß, sowie der sich etwa bildenden kondensierten Teerdämpfe aus diesen Filtermitteln zu verhindern bzw. eine Verstopfung zu vermeiden, findet gewöhnlich eine fortgesetzte Berieselung des Filtermaterials statt. Abgesehen davon, daß hierzu große Wassermengen erforderlich sind, hat dieses Verfahren auch den Nachteil, daß die unteren Filterschichten weniger befeuchtet werden als die- oberen, also gerade dort, wo sich der größte Teil der festen Bestandteile der Gase absetzt, eine zumeist ungenügende Abspülung durch das Wasser stattfindet.
Zweck der Erfindung ist nun, die physikalische Beschaffenheit einer bestimmten Gattung von Filtermaterialien derartig auszunutzen, daß diese ohne jede Berieselung verwendet werden können, ohne daß eine Verstopfung oder Zusetzung erfolgt.
Der angestrebte Zweck wird der Erfindung gemäß auf folgende Weise erreicht: Man nimmt ein lösliches Material, welches kristallinische Form besitzt. Dieses Material muß die Eigenschaft besitzen, daß es bis zur vollständigen Auflösung seine kristallinische Gestalt beibehält (im Gegensatz zu jenen Materialien, welche bei ihrer Lösung in einen amorphen Zustand übergehen) . Diesem Material darf nur so viel Feuchtigkeit zugeführt werden, daß beim Durchgang der zu behandelnden Gase bzw. Luft eine ganz allmähliche Auflösung der Kristalle stattfindet.
Mit dem vorstehend angegebenen Verfahren wird folgende Wirkung erreicht:
Die in den Gasen bzw. in der Luft enthaltenen festen Bestandteile, wie Staub, Ruß u. dgl., werden zunächst durch die Filterwirkung des Materials zurückgehalten; unterstützend tritt' bei dieser Wirkung der Umstand hinzu, daß das Material gemäß der Erfindung an seiner Oberfläche feucht ist. Infolge der Löslichkeit des Materials findet gleichzeitig eine langsame Auflösung der obersten Kristallschicht und damit auch die Ablösung der dort haftenden und beim Durchgang der Gase zurückgehaltenen festen Bestandteile statt. Die in der Lösung befindlichen Ruß- und Staubteilchen tropfen dann langsam ab. Es ist damit zunächst eine stetige Erneuerung einer für das Zurückhalten der festen Bestandteile sehr geeigneten feuchten Oberfläche gegeben, ohne daß eine Berieselung o. dgl. stattfinden müßte.
Die einzelnen Kristalle scheiden so viel Staub bzw. Ruß ab, wie sie bis zu ihrer vollständigen Auflösung aufnehmen können. Diese Menge ist sehr groß.
Zur Erläuterung des Erfindungsgedankens ist ein Ausführungsbeispiel auf der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt die Figur einen Apparat im Längsschnitt zur Ausübung des Verfahrens.
" A ist ein Behälter von geeigneter Form, in welchem drei Schichten B, B1, B2 aus Kochsalz zwischen Sieben a1 angeordnet sind. Die Salzschichten weisen einen geeigneten Abstand voneinander auf. Am Boden des Gehäuses ist Wasser. D vorgesehen, welches durch eine
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Heizung d1 allmählich verdampft werden kann. E ist ein Gassauger, welcher die zu behandelnden Gase durch einen Stutzen a2 am unteren Ende des Behälters A einsaugt. Es kann unter Umständen bereits genügen, die Gase über eine Wasseroberfläche streichen zu lassen, so daß die Anwendung einer besonderen Verdampfung entbehrlich ist. Es sei überhaupt bemerkt, daß es für das Wesen der Erfindung gleichgültig ist,
ίο in welcher Weise Feuchtigkeit den Gasen zugeführt wird. Es sei noch weiterhin bemerkt, daß man bereits vorgeschlagen hat, Luft und Gase durch kristallinische, formbeständige, lösliche Materialien, wie Kochsalz o. dgl., hindurchzuleiten. Bei diesem bekannten Verfahren handelt es sich jedoch ausschließlich um die Trocknung, d. h. um die Beseitigung von in der Luft oder den Gasen enthaltener Feuchtigkeit, während das vorliegende Verfahren einem ganz anderen Zwecke dient und dementsprechend auch ganz andere Maßnahmen erfordert.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zum Entstauben von Luft und Industriegasen, dadurch gekennzeichnet, daß die zu reinigenden Gase durch ein kristallinisches, formbeständiges, lösliches Material hindurchgeleitet werden, dem gleichzeitig die für die allmähliche Auflösung erf orderliehe Feuchtigkeit zweckmäßig als Wasserdampf oder in Nebelform zugeführt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT265584D Active DE265584C (de)

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