DE2628272B2 - Diacylperoxidpasten - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft Pasten, die aromatische Acylperoxide, Phlegmatisierungsmittel und Wasser
sowie ggf. weitere Zusätze enthalten.
Acylperoxide sind organische Verbindungen, die auf den verschiedensten Gebieten industriell verwertet
werden, insbesondere bei Polymerisations- und Oxydationsreaktionen. Ein weiteres sehr wichtiges Einsatzgebiet
für organische Peroxide ist die Härtung von ungesättigten Polyesterharzen. Auch bei der Herstellung
von Acrylharzen finden organische Peroxide Verwendung.
Da organische Peroxide an sich verhältnismäßig instabil sind und zur Zersetzung, ja zum explosionsartigen
Zerfall neigen, hat es nicht an Versuchen gefehlt. Peroxide zu stabilisieren und sie in ihrer Handhabung
weniger gefährlich zu machen, so daß sie auch ohne größere Gefahren transportiert werden können.
So ist es bekannt, organische Peroxide mit sogenannten Phlegmatisierungsmitteln zu vermengen. Als Phlegmatisierungsmittel
sind solche Stoffe anzusehen, die gegenüber organischen Peroxiden inert sind und die
einen Flammpunkt von mindestens 1000C sowie einen
Siedepunkt von mindestens 150° C haben. Übliche Phlegmatisierungsmittel für organische Peroxide sind
z. B. Ester der Phthalsäure wie Dioctylphthalat; auch Phosphorsäureester, Siliconöle, chlorierte Paraffine
können als Phlegmatisatoren verwendet werden. Die stabilisierten Peroxide können als Lösung, Dispersion,
Paste, Granulat oder als Pulver aufgemacht sein. Bei den bekannten Dispersionen und Pasten besteht der
Nachteil, daß eine Entmischung stattfinden kann, so daß die Aktivität des Präparates nicht konstant ist. So
können sich durch Absetzen und Entmischung Ungleichmäßigkeiten ausbilden, so daß bei einem abgefüllten
Produkt die oberen Lagen andere Eigenschaften aufweisen als die in der Mitte oder im unteren Teil des
verwendeten Abfüllgefäßes. Für den industriellen Einsatz wird jedoch ein Produkt von gleichbleibender
Qualität benötigt.
Die als trockenes Pulver angelieferten Peroxide neigen zu Staubbildung. Auch sind sie empfindlicher
gegenüber Schlag als pastenförmige Aufmachungen.
Lösungen von beispielsweise gemischten Peroxiden in Estern der Phthalsäure werden beispielsweise in der
US-Patentschrift 24 54 254 beschrieben. Von Nachteil ist dabei u. a., daß das Peroxid zunächst in einem
separaten Schritt hergestellt werden muß. Auch muß das Peroxid zur Herstellung einer stabilen Lösung
vorher getrocknet werden.
In der DE-OS 22 56 255 wird ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von organischen Peroxiden
in Lösung beschrieben. Dabei ist während der Reaktion ein Lösungsmittel für das angestrebte
organische Peroxid vorhanden. Auf diese Weise werden echte Lösungen von Peroxiden erhalten, d. h. Produkte,
die flüssige Gemische aus mindestens 2 Komponenten darstellen, bei denen die Partner molekular dispers
vorliegen. Die Vorteile gemäß der Erfindung werden auf diese Weise nicht erzielt.
In der DE-OS 22 00 757 und der DE-OS 19 22 17!
werden Peroxidpasten beschrieben, die durch Mischen
tu der einzelnen Bestandteile gewonnen werden.
In der deutschen Patentschrift ä2 56 644 sowie in der
deutschen Auslegeschrift 17 68 199 werden Verfahren zur Herstellung von wasserfreien Granulaten organischer Peroxide durch Behandeln von wasserhaltigen
is organischen Peroxiden mit Phlegmatisatoren beschrie
ben. Dabei muß das wasserhaltige Rohperoxid in mindestens der lOfachen Menge Wasser dispergiert
werden. Anstelle der Rohperoxiddispersion kann auch das zu ihrer Herstellung erforderliche Carbonsäurechlo rid und Wasserstoffperoxid in alkalisch wäßriger Phase
verwendet werden. Ganz abgesehen davon, daß das Arbeiten mit so großen Mengen an Wasser umständlich
ist und Nachteile mit sich bringt, muß das Produkt später
wasserfrei gemacht werden. Außerdem ist nach den Verfahren gemäß dieser beiden Veröffentlichungen auf
sorgsames Zerkleinern der festen Bestandteile zu achten, so daß häufig der Einsatz spezieller Vorrichtungen
wie Walzen, Kolloidmühlen u. ä. nicht zu umgehen ist. Auch ist meistens der Zusatz von organischen
Lösungsmitteln wie z. B. Benzin erforderlich. Im übrigen werden nach den Lehren dieser Schriften keine Pasten
erhalten.
In der US-Patentschrift 35 38 011 schließlich wird die
Herstellung von stabilisierten wasserfreien Peroxidzu-
sr> sammensetzungen beschrieben, bei denen ein Weichmacher
mit einem Schmelzpunkt von über 400C eingesetzt
wird. Die dort beschriebenen Produkte fallen als Granulate oder Pulver an.
Obwohl bereits zahlreiche Verfahren zur Herstellung
Obwohl bereits zahlreiche Verfahren zur Herstellung
-tu von stabilisierten Peroxidmischungen der verschiedensten
Zusammensetzungen beschrieben worden sind, besteht immer noch ein Bedürfnis nach Peroxidpasten,
die nach einfacheren, wirtschaftlich arbeitenden Herstellungsweise gewonnen werden und verbesserte
-4^ Eigenschaften aufweisen.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, aromatische Diacylperoxide enthaltende Pasten zur Verfügung zu
stellen, die nach einem besonders einfach, schnell und wirtschaftlich arbeitenden Verfahren gewonnen wer-
w den. Aufgabe der Erfindung ist es ferner, Pasten zur
Verfügung zu stellen, die einen geringen Gehalt an unerwünschten Beimengungen wie Chloride enthalten,
die lagerfähig und besonders beständig sind, die zur Lagerung nicht vo'!ständig getrocknet werden müssen
r>5 und nicht zu einer Entmischung neigen und ferner eine
besonders günstige Kristallstruktur aufweisen und die sich, ohne daß es zu vorzeitigen Zersetzungen kommt,
mit üblichen Zusätzen wie Pigmenten, und sonstigen Zusätzen verschneiden lassen und die sich in ungesättig-
wi ten Polyesterharzen besonders schnell lösen.
Diese Aufgabe wird gemäß Patentanspruch gelöst
Vorzugsweise werden Phlegmatisierungsmittel mit einem Schmelzpunkt unter 00C eingesetzt. Es ist günstig, die Reaktion in Gegenwart von mindestens 40,
Vorzugsweise werden Phlegmatisierungsmittel mit einem Schmelzpunkt unter 00C eingesetzt. Es ist günstig, die Reaktion in Gegenwart von mindestens 40,
hf> vorzugsweise mehr als 50, insbesondere mehr als
70 Gewichtsprozent des Phlegmatisierungsmittels, bezogen auf die umgesetzte Menge Acylchlorid, durchzuführen.
Es ist zweckmäßig, wenn man die Reaktionstem-
peraturen unter 25° C hält Die Umsetzungen können in
Gegenwart von weniger als der achtfachen, vorzugsweise
weniger als der sechsfachen Menge Wasser, bezogen auf Acylchlorid, stattfinden. Man kann die Reaktion bei
stufenweise ansteigenden Temperaturen durchführen. In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Verfahrens wird Dibenzoylperoxid in einer zweistufigen Reaktion hergestellt, wobei die
erste Stufe zwischen 0° und 10° und die zweite Stufe zwischen 10° und 200C liegt 1»
Erfindungsgemäß sind Pasten handelsüblicher aromatischer Diacylperoxide zugänglich, die auch substituiert
sein können. Besonders vorteilhaft lassen sich die aromatische Diacylperoxide Dibenzoyl-, Di-(2,4-dichlorbenzoyl)und
Di-(p-chlorbenzoyl)peroxid herstellen.
Als Phlegmatisierungsminel sind übliche Phlegmatisatoren wie Ester der Phthalsäure, Siliconöle und andere
Verbindungen geeignet Voraussetzung ist, daß diese Phlegmatisatoren bei Zimmertemperatur flüssig sind.
Vorzugsweise liegt der Festpunkt der erfindungsgemäß verwendeten Phlegmatisatoren unterhalb 0° C.
Die Reaktionstemperatur bei dem Herstellungsverfahren liegt im allgemeinen nicht unter 0°C.
Die Herstellung der wasserhaltigen Paste kann auf folgende Weise geschehen. In einem geeigneten Gefäß
wird eine wäßrige Lösung von Natronlauge und Wasserstoffperoxid vorgelegt die auf einer Temperatur
unterhalb 30°, vorzugsweise unterhalb 25° C gehalten
wird. In diese Lösung wird ein Gemisch von Säurechlorid und Phlegmatisierungsmittel entweder als jo
Gemisch oder getrennt zugetropft. Selbstverständlich kann man das Phlegmatisierungsmittel bereits in die
vorgelegte alkalische Lösung geben und nur das Säurechlorid zudosieren. Nach Abschluß der Reaktion
wird von der überschüssigen Flüssigkeit abgetrennt. Die « Pasten werden vorzugsweise mit Wasser gewaschen.
Das Abtrennen der pastösen Bestandteile findet nach üblichen Methoden statt; so kann die überschüssige
Flüssigkeit dekantiert werden. Es ist auch möglich, eine Zentrifuge mit Klärtrommel zu verwenden, auf dessen 4i>
Boden sich die Pasten absetzen.
Man kann das Reaktionsgemisch auch auf ein Sieb oder einen Filter geben und das Wasser einfach
abtropfen lassen.
Das Waschen der Pasten kann ζ. Β durch einfaches Aufrühren mit Wasser durchgeführt werden, auch
andere übliche Waschverfahren, z. B. nach dem Gegenstromprinzip, sind möglich.
Das Verfahren läßt sich auch kontinuierlich durchführen,
w
Unter Pasten im Sinne der Erfindung versteht man ein teigartiges streichfähiges Produkt. Die Viskosität
desselben kann in ziemlich weiten Grenzen variieren, dabei ist der Übergang von Paste zu Flüssigkeit
einerseits und von Paste zu Granulat andererseits 5r>
bisweilen fließend. So kann die Viskosität der Produkte je nach den Reaktionsverhältnissen wenige Poise wie
z. B. 2,5 bis etwa 1 Million Poise, beispielsweise 900 000 Poise betragen. Brauchbare Fasten können Viskositäten
der Größenordnung 10* Poise oder 105 aufweisen. Die w>
Viskosität kann mit Hilfe eines üblichen Rotationsviskosimeters bei 20° C bestimmt werden.
Im allgemeinen wird bei der Oxidation des Säurechlorids zum Peroxid ein stöchiometrischer Überschuß an
Wasserstoffperoxid bzw. des eingesetzten Natriumper- t>r>
oxid angewendet. Der Überschuß liegt häufig in den Größenordnungen von 1 bis 10 Prozent.
Die erfindungsgemäßen Pasten sind besonders einfach schnell zugänglich. Es ist nicht erforderlich,
zunächst das Peroxid als Zwischenprodukt herzustellen, zu isolieren und erst dann das Peroxid mit dem
Phlegmatisierungsmittel zu vermengen. Die Reaktionszeit ist äußerst kurz. Es ist nicht notwendig, bei der
Umsetzung große Mengen, nämlich mehr als die JOfache Gewichtsmenge, an Wasser zu verwenden.
Erstaunlicherweise benötigt man, wenn man die Reaktion in Gegenwart geringerer Mengen Wasser
durchführt zum Waschen der Pasten nicht mehr Wasser, als wenn man die Reaktion in Gegenwart von
mehr als der lOfachen Menge Wasser ablaufen läßt. Vielfach kommt man sogar mit weniger Waschflüssigkeit
aus. So kommt man bei einer Waschung im allgemeinen mit der vierfachen oder noch kleineren
Menge Waschwasser bezogen auf das eingesetzte Acylchlorid aus.
Das Verfahren zur Herstellung von erfindungsgemäßen Pasten arbeitet etwa doppelt so schnell wie
bekannte Verfahren, bei denen zuerst das Peroxid hergestellt und dann erst eine Paste gebildet wird, dabei
sind die Zeiten, die für Abfüllen, Abwiegen und Transport benötigt werden, nicht berücksichtigt
Das e; findungsgemäß hergestellte Produkt fällt als eine besonders stabile Paste an, die nicht zur
Entmischung neigt, so daß keine Qualitätsschwankungen auftreten. Überraschenderweise wird auch eine sehr
günstige Kristallstruktur der festen Bestandteile der Paste erhalten, so daß eine hervorragende Verarbeitbarkeit
der Pasten gegeben ist. In vielen Fällen unterscheidet sich die äußere Kristallstruktur von
denen, die bei nach bekannten Verfahren hergestellten Produkte vorliegen. So erhält man beispielsweise bei
der Herstellung von erfindungsgemäßen Pasten, die Bis-(2,4-dichlorbenzoyl)peroxid und Siliconöl als Phlegmatisierungsmittel
enthalten, besonders feine längliche Kristalle, die in ihrer Form sich von Pasten unterscheiden,
die die gleiche oder ähnliche Zusammensetzung aufweisen aber nach üblichen Methoden hergestellt
wurden.
Die Pasten lassen sich gut mit üblichen Zusätzen wie Thixotropiemittel und Füllmittel verschneiden. Auch
Pigmente können beigemischt werden.
Eine Homogenisierung des Produkts ist im allgemeinen nicht erforderlich. Die Pasten lassen sich einfach
und ohne besondere Vorsichtsmaßnahmen handhaben. Der Wassergehalt der Pasten kann in weiten Grenzen
schwanken. Er liegt im allgemeinen nicht über 15% und
kann durch rein mechanische Mittel wie Zentrifugieren oder Abpressen auf etwa 3—4% reduziert werden.
Jedoch können auch Wassergehalte über 15% eingestellt werden, dann ist aber bisweilen der Zusatz eines
Emulgiermittels erforderlich. Die Pasten lassen sich auch leicht nachträglich vollständig durch Trocknen
entwässern, so daß sie ohne weiteres dann auch auf Gebieten, wie bei Herstellung von Acrylglas, eingesetzt
werden können, wo ein wasserfreies Produkt erforderlich ist.
Gewisse Substanzen wie beispielsweise Zinkstearat, die als Zusätze benötigt werden können, lassen sich
bereits von vorneherein in das Reaktionsgemisch vor dem Abtrennen des überschüssigen wäßrigen Mediums
beimengen, so daß ein weiterer zusätzlicher Verfahrensschritt eingespart werden kann.
Die erfindungsgemäßen Pasten eignen sich hervorragend zum Härten von ungesättigten Polyesterharzen, in
denen sie sich nach Zugabe sehr schnell lösen, so daß man mit kurzen Einruhrzeiten auskommt. Infolge des
schnellen und gleichmäßigen Auflösens der Paste
können sich keine Agglomerate bilden, die mit den zugegebenen Aktivatoren wie tertiäre Amine heftig
reagieren könnten. Verfärbungen odt r Trübungen sind
im Polyesterharz nicht zu beobachten.
Die Pasten sind sehr gut lagerfähig. Das Produkt enthält wenig Verunreinigungen wie z. B. Chloride.
Die Erfindung wird durch folgende Beispiele näher erläutert:
In einem Glasgefäß von 5 1 Inhalt wird 1 1 Wasser mit Eis auf 4° C abgekühlt Unter Rühren und Kühlen
werden 75 g Na2C>2 im Wasser gelöst Anschließend
wird während 20 Minuten eine vorbereitete Mischung aus 260 g Benzoylchlorid und 200 g eines handelsüblichen
Phlegmatisierungsmittels auf der Basis Phthalsäureester in die Natriumperoxidlösung eingetropft. Durch
Eiszugabe wird hierbei während der ersten 10 Minuten die Temperatur auf ca. 8°C gehalten. In den folgenden
10 Minuten wird nur noch so viel Eis zugegeben, daß die Temperatur langsam auf 15° C ansteigt. Anschließend
läßt man das Reaktionsgemisch V2 Stunde unter weiterem Rühren nachreagieren, dabei werden 12 g
Zinkstearat in das Reaktionsgemisch eingerührt. Die pastösen Bestandteile werden in einer Zentrifuge mit
Klärtrommel von der überschüssigen Flü* sigkeit abgetrennt.
Nach einer 2fachen Waschung und Entwässerung mittels einer Zentrifuge erhält man eine homogene,
stabile Benzoylperoxidpaste mit ca. 50% Peroxid. 43% Weichmacher, Rest Wasser und Zinkstearat. Die Paste
hat eine Viskosität von 1800 Poise.
In einem Glasgefäß von 6 1 Inhalt werden 3,5 1 Wasser
vorgelegt. Unter Rühren und Kühlen werden nacheinander 480 g NaOH 33% und 131 g H2O2 50% zudosiert.
Anschließend wird während 40 Minuten ein Gemisch aus 800 g 2,4-Dichlorbenzoylchlorid, 100 g Dibutylphthalat
und 520 g Siliconöl zugetropft Die Temperatur wird durch Eiszugabe auf 25°C gehalten.
Danach läßt man das Reaktionsgemisch V2 Stunde
unter weiterem Rühren nachreagieren. Dann wird dekantiert und zweimal durch Aufrühren mit Wasser
gewaschen.
Nach anschließender Entwässerung auf einem Filter erhält man eine Paste mit ca. 50% Peroxid, 46%
Phlegmatisierungsmittel und 4% Wasser.
In einem 5-1-Gefäß aus rostfreiem Stahl werden 1200
ml Wasser mit Eis auf 4° C gekühlt. Danach werden 344 ml NaOH 33% und 75 ml H2O2 70%ig zugefügt und
weiter mit Eis gekühlt.
Während 20 Minuten wird ein Gemisch von 520 g Benzylchlorid, 148 g Dibutyphthalat und 89 g des
Phlegmatisierungsmittels gemäß Beispiel 1 zudosiert.
Während der ersten 10 Minuten wird mit Eis auf eine Temperatur unterhalb 8° C gekühlt, während der letzten
10 Minuten unterhalb 15CC. Man läßt das Reaktionsgemisch
unter Rühren nach V.·? Stunde nachreagieren. Es entsteht eine pastenförmige Substanz, die nach Entfernen
des Wassers und 2fachen Auswaschen mit enthärtetem Wasser mit 24 g Zinkstearat und 40 g
Nonylphenyläthylenglykoläther vermengt wird. Die homogene, chemisch und physikalisch stabile Paste hat
ίο einen Gehalt von etwa 50% Peroxid.
Wie in Beispiel 3 werden 120 ml erthärtete* Wasser
mit 344 ml NaOH 33% und 75 ml H2O2 70% auf eine
Temperatur zwischen 0 und 4°C gebracht. Unter Kühlen und Rühren wird ein Gemisch von 520 g
Benzoylchlorid und 374 g Dibytylphthalat in 20 Minuten zugegeben. Es entsteht eine dünne Paste. Nach
Abscheiden des wäßrigen Mediums durch Dekantieren und Auswaschen mit Wasser werden 32 g hydrophobierte
Kieselsäure zugemischt. Man erhält eine stabile, noch gießbare Masse.
In einem zylindrischen Gefäß von 10 I Inhalt werden 1,5 1 Wasser und 0,96 kg NaOH 33% miteinander
vermischt. Unter weiterem Rühren und Kühlen werden 0,275 kg H2O2 50% zudosiert. Anschließend werden
3d 1,2 kg Siliconöl zugegeben. Danach dosiert man
während 40 Minuten bei einer Reaktionstemperatur von 20° C 1,6 kg 2,4-Dichlorbenzoylchlorid. Die Reaktionswärme
wird durch Kühlung abgeführt. Anschließend läßt man das Reaktionsgemisch 30 Minuten unter
Vi weiterem Rühren nachreagieren. Nach Waschung und
Abtrennen der wäßrigen Phase erhält man eine homogene Paste mit ca. 50% Peroxid, 45% Phlegmatisieiungsmittel
und 5% Wasser. Die Viskosität der Paste beträgt 15 000 Poise.
_
In einem zylindrischen Gefäß von 10 1 Inhalt werden 1,5 1 Wasser und 0.96 kg NaOH 33% miteinander
vermischt Unter weiterem Ruhen und Kühlen werden
•r, 0,275 kg H2O2 50% zudosiert. Anschließend werden
0,7 kg Siliconöl zugegeben. Danach dosiert man während 20 Minuten 1,07 kg Benzoylchlorid, wobei die
Temperatur des Reaktionsgemisches während der ersten 10 Minuten auf 4°C gehalten wird. Danach wird
v\ die Kühlung so weit gedrosselt, daß die Reaktionstemperatur
auf 16° C aufläuft.
Anschließend läßt man das Reaktionsgemisch unter weiterem Rühren 30 Minuten nachreagieren. Sodann
wird dekantiert und zweimal durch Aufrühren mit Wasser gewaschen. Nach anschließender Entwässerung
auf einem Filter erhält man eine Paste mit ca. 50% Peroxid, 40% Phlegmatisierungsmittel und Rest Wasser
und Thixotropierungsmittel.
Claims (1)
- Patentanspruch:Pasten, die Wasser- Phlegmatisierungsmittel und aromatische Diacylperoxide enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß sie erhalten wurden durch Umsetzung von aromatischen Acylchloriden mit Wasserstoffperoxid in alkalisch wäßrigem Medium in Gegenwart eines bei Zimmertemperatur flüssigen Phlegmatisierungsmittels bei Temperaturen unter 300C und Isolierung der dabei gebildeten pastösen Bestandteile.
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