DE261419C - - Google Patents
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- DE261419C DE261419C DENDAT261419D DE261419DA DE261419C DE 261419 C DE261419 C DE 261419C DE NDAT261419 D DENDAT261419 D DE NDAT261419D DE 261419D A DE261419D A DE 261419DA DE 261419 C DE261419 C DE 261419C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02P—CONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
- H02P1/00—Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters
- H02P1/16—Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters for starting dynamo-electric motors or dynamo-electric converters
- H02P1/42—Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters for starting dynamo-electric motors or dynamo-electric converters for starting an individual single-phase induction motor
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
& 261419-KLASSE 21 d. GRUPPE
GOTTLIEB SOLLBERGER in FRANKFURT a. M.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Februar 1912 ab.
Die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Anordnung bezweckt die Verbesserung
der bisher üblichen Einrichtungen zur Erzeugung einer Hilfsphase, wie eine solche z. B. zum Anlassen von Einphasenwechselstrommotoren
notwendig ist. Bisher wurden zu diesem Zweck entweder Drosselspulen oder elektrolytische oder dielektrische
Kondensatoren oder induktionsfreie Widerstände
ίο je für sich verwendet. Alle diese Hilfsmittel
haben mehr oder weniger große Mängel. Drosselspulen machen Geräusch. Elektrolytische
Kondensatoren erwärmen sich bei längerem oder öfteren Einschalten und werden unbrauchbar.
Dielektrische Kondensatoren werden bei den gebräuchlichen Spannungen zur Erzielung
einer genügend hohen Stromstärke zu umfangreich und zu teuer. Induktionsfreie Widerstände
ergeben für viele Zwecke eine zu geringe Phasenverschiebung und daher, z. B. beim
Anlassen von Induktionsmotoren, ein ungenügendes Drehmoment.
Gemäß der Erfindung werden die Vorteile der einzelnen bekannten Anordnungen vereinigt
und deren Nachteile vermieden. Beim Anlassen eines Einphasenmotors mit Hilfe einer Kunstphase ist es bekanntlich erforderlich,
daß die Hauptwicklung einen genügend großen Strom aufnimmt, der dann ein entsprechendes
Drehmoment ausübt. Ein dielektrischer Kondensator müßte nun, da die Kapazität bei Anwendung eines bestimmten Dielektrikums
durch die Oberfläche bestimmt wird, bei den verhältnismäßig niedrigen Spannungen
sehr große Oberfläche erhalten. Andererseits ist es im allgemeinen nicht nötig, eine Phasenverschiebung von 90 ° zu erhalten.
Es genügt eine wesentlich kleinere Phasenverschiebung, um ein gutes Drehmoment zu
erhalten. Wird daher gemäß der vorliegenden Erfindung z. B. dem dielektrischen Kondensator
ein induktionsfreier Widerstand parallel geschaltet, so nimmt der Kondensator nur
einen verhältnismäßig kleinen Strom auf, während der induktionsfreie Widerstand den zur
Erzeugung des nötigen Drehmomentes erforderlichen Strom aufnimmt. Der resultierende
Strom wird alsdann viel größer und. dadurch das Drehmoment ganz unverhältnismäßig gesteigert.
Ist z. B bei Parallelschaltung des induktionsfreien Widerstandes die nacheilende
wattlose Komponente = 6 Amp., die voreilende wattlose Komponente = 2 Amp., die Wattkomponente
= 10 Amp., so beträgt der resultierende, die Hauptwicklung durchfließende Strom
= |/(6 — 2)2 + ioa = 10,8 Amp.
und der Phasenwinkel α zwischen dem resultierenden Strom in der Hauptwicklung und der
nacheilenden wattlosen Komponente in der Hilfswicklung = 90 — β co 70°.
Wird der Kondensator weggelassen, so ist der resultierende Strom
= l/io2 + 6a = 11,65 Amp.
und der Winkel α = 6o°, Der verhältnismäßig
und der Winkel α = 6o°, Der verhältnismäßig
geringe Kondensatorstrom von 2 Amp. ergibt also eine bedeutend größere Phasenverschiebung
und diese wieder eine unverhältnismäßige Steigerung des Anlaufmomentes, im vorliegenden
Falle um 20 Prozent.
Bei elektrolytischen Kondensatoren ist das Verhältnis dagegen ein anderes, die Wirkung
aber die gleiche. Zwar steigt auch hier die Kondensatorwirkung, also die Kapazität, ständig
mit der Oberfläche. Gleichzeitig steigt aber auch der Strom sehr stark, und im Elektrolyten entstehen große Verluste, die den
Kondensator erwärmen, wodurch seine Kapazität ständig abnimmt, bis zuletzt der Kondensator
nur noch als Flüssigkeitswiderstand wirkt. Schaltet man aber in Serie mit dem Kondensator einen Ohmschen Widerstand, so
bleibt die Stromstärke und damit die Wirkung des Kondensators die gleiche, dagegen nehmen
die Verluste im Kondensator und damit die Erwärmung des Elektrolyten ab. Der in den
Kondensatorstromkreis fließende Gesamtstrom besteht dann ebenfalls aus einer Watt- und
einer wattlosen Komponente, so daß die gleiche Stromverteilung, wie oben bei dem dielektrischen
Kondensator beschrieben, vorhanden ist. Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht in
Fig. ι die Anordnung bei einem dielektrischen Kondensator und in
Fig. 2 bei einem elektrolytischen Kondensator.
In Fig. ι ist α das Schema eines dielektrischen
Kondensators, bei dem, gemäß der Erfindung, der induktionsfreie Widerstand parallel gelegt ist, so daß in dem Wechsel-Stromkreis
bei einem von d nach c oder umgekehrt fließenden Strom eine Phasendifferenz
entsteht. In Rücksicht auf die Eigenart des elektrolytischen Kondensators ist der induktionsfreie
Widerstand b in Fig. 2 in Reihe mit dem elektrolytischen Kondensator α gelegt.
Der Erfindungsgedanke läßt sich naturgemäß in verschiedener sinngemäßer Weise zur Verwirklichung
bringen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Einrichtung zur Erzeugung einer Hilfs- oder Kunstphase z. B. zum Anlassen von Einphasenwechselstrommotoren, dadurch gekennzeichnet, daß ein induktionsfreier Widerstand mit einem dielektrischen Kondensator parallel oder mit einem elektrolytischen Kondensator in Reihe geschaltet ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE261419C true DE261419C (de) |
Family
ID=518980
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DENDAT261419D Active DE261419C (de) |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE261419C (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE750912C (de) * | 1940-12-17 | 1945-01-31 | Synchronmotor |
-
0
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Cited By (1)
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