DE2611935A1 - Druckdifferenz-anzeigevorrichtung einer hydraulischen messbruecke und messkolben hierfuer - Google Patents
Druckdifferenz-anzeigevorrichtung einer hydraulischen messbruecke und messkolben hierfuerInfo
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Description
R. 3 13 6
19.2.1976 Ks/Ht
Anlage zur
Patent- und
Gebrauchsmusterhilfsanmeldung
Druckdifferenz-Anzeigevorrichtung einer-hydraulischen- Meßbrücke
und Meßkolben hierfür
Die Erfindung betrifft eine Druckdifferenz-Anzeigevorrichtung und einen Meßkolben einer hydraulischen Meßbrücke — insbesondere
für eine Durchflußmengenmeß- oder -einstelleinrichtung — mit einer zwischen einem die zu messende oder einzustellende
Durchflußmenge abgebenden Prüfling und einem Durchflußmengengeber angeordneten Meßkammer, an die ein Druckdifferenzgeber angeschlossen ist, der eine das Volumen der Meßkammer begrenzende
und beidseitig von einem im Mittelwert gleichen und mit geringen Druckdifferenzen pulsierenden Meßmediumdruck beaufschlagte
bewegliche Wand aufweist und mit einem Signalgeber zur Steuerung des Meßkammervolumens versehen ist.
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Hydraulische Meßbrücken arbeiten auf dem Vergleichsprinzip, in dem die von einem Prüfling abgegebene Durchflußmenge mit
der eines als Meister dienenden Durchflußmengengebers verglichen
wird. Bei Anwendung dieser Meßbrücke in einer Durchflußmengen-Meßeinrichtung wird der geeichte Durchflußmengengeber
so lange nachgeregelt, bis das Volumen der Meßkammer konstant bleibt 3 also eine glexche Durchflußmenge auch vom
Durchflußmengengetfer gefördert wird. Bei der Anwendung dieser
hydraulischen Meßbrücke bei einer Durchflußmengen-Einstelleinrichtung arbeitet die Einrichtung umgekehrt, d. h. der Durchflußmengengeber
wird auf einen festen Wert eingestellt und der Prüfling wird entweder von Hand oder automatisch so lange
verstellt, bis seine Durchflußmenge der des Durchflußmengengebers entspricht, dieser Punkt ist -dann erreicht, wenn das Meßkammervolumen
konstant bleibt. Die Genauigkeit und Funktionsfähigkeit solcher Meßgeräte hängt von der Genauigkeit und
Punktionsfahigke.lt des an die Meßkammer angeschlossenen Druckdifferenzgebers
ab; so geht eine eventuell vorhandene Reibung direkt in das Meßergebnis ein und Leckverluste verfälschen
ebenso das Ergebnis.
.Es ist eine Druckdifferenz-Anzeigevorrichtung einer hydraulischen
Meßbrücke bekannt, die als bewegliche Wand einen sogenannten schwimmenden Meßkolben aufweist, der mit einem Spiel
von wenigen Tausendstel Millimetern in einem Meßzylinder eingepaßt ist und vom Meßmedium bewegt ohne zusätzliche Dichtmittel
die Volumen- oder Druckänderung durch seine optisch gemessene Lageänderung anzeigt. Ein solcher Meßkolben hat den
Nachteil, sehr empfindlich auf Schmutz im Meßmedium zu reagieren und eine direkte Anlenkung eines berührungsfrei arbeitenden
elektrischen Weggebers ist hier nicht möglich, so daß der Einsatz, der zugehörigen Druckdifferenz-Anzeigevorrichtung überwiegend
auf den Laborbetrieb beschränkt bleibt und eine Anwendung in der Serienfertigung zur Durchflußmengenmessung oder
Durchflußmengeneinstellung sehr erschwert ist.
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Es ist weiterhin eine Druckdifferenz-Anzeigevorrichtung einer hydraulischen Meßbrücke der eingangs genannten Bauart bekannt,
in der als Druckdifferenzgeber ein mit zwei Membranen ausgestattes
Durchflußregelventil dient, das den Flüssigkeitsstrom zum Antrieb eines Hydraulikmotors regelt, welcher eine als
Durchflußmengengeber dienende Pumpe antreibt. Hier wird die
Drehzahl des hydraulischen Motors so lange nachgeregelt, bis die Fördermenge der als Durchflußmengengeber dienenden Hydraulikpumpe
gleich der Fördermenge des Prüflings ist. Bei dieser rein hydraulisch-mechanisch arbeitenden Vorrichtung arbeitet
das Doppelmembranventil nur in seiner Nullstellung einigermaßen zufriedenstellend, bei größeren Auslenkungen jedoch tritt
eine verstärkte Reibung auf, deren Größe unkontrolliert hoch werden kann und somit nicht durch entsprechende Eichung des
Gerätes kompensiert werden kann. Schnellen-und größeren Volumenänderungen
kann eine solche Vorrichtung nicht folgen und ist somit für die meisten Anwendungsfälle nicht brauchbar.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Druckdifferenz-Anzeigevorrichtung
einer hydraulischen Meßbrücke für den Einsatz in Durchflußmengenmeß- oder -einStelleinrichtungen so
zu verbessern, daß die obengenannten Nachteile der bekannten Vorrichtungen nicht auftreten und die Vorrichtung für eine
schnelle und genaue Messung der Durchflußmenge in der Serienfertigung verwendbar ist, wobei der die Druckdifferenz anzeigende
Weg der beweglichen Wand elektrisch gemessen und in ein Steuersignal zur Steuerung des Meßkammervolumens umgewandelt
werden soll.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß als bewegliche
Wand ein in einem Meßzylinder axial beweglich geführter, auf einer Kolbenstange befestigter doppeltwirkender Meßkolben
mit einer.elastischen Doppellippendichtung dient,.deren
beide Dichtlippen zueinanderweisend angeordnet sind, aus dem
zur Längsachse des Meßkolbens hin abgebogenen Rand je einer
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aus Dichtungsmaterial hergestellten Ringscheibe bestehen und zusammen
mit der Lauffläche des Meßzylinders eine ringförmige Dichtungskammer bilden. Dieser mit einer elastischen Doppellippendichtung
versehene doppeltwirkende Kolben arbeitet praktisch leckfrei, wenn er - wie in der erfindungsgemäßen Vorrichtung - auf beiden
Seiten von einem im Mittelwert gleichen und mit geringen Druckdifferenzen pulsierenden Meßmediumdruck beaufschlagt ist. Kolben mit einer derartig aufgebauten Doppellippendichtung sind
an sich bekannt und werden üblicherweise nur dort eingesetzt, wo sehr große Druckunterschiede auf beiden Seiten des Kolbens
herrschen. Der bei diesen Dichtungen in der durch die zueinanderoweisenden
Dichtlippen gebildeten ringförmigen Dichtungskammer sich aufbauende Druck preßt die Dichtlippen gegen die
Zylinderwand und erzeugt dadurch eine gute Abdichtung bei allerdings gleichzeitig erhöhtem Reibungswiderstand. In vielen Fällen
wird ausdrücklich betont, daß der Dichtkammerdruck zu einer Haftwirkung führt, so daß nach Meinung der Fachwelt eine Anwendung
bei Meßeinrichtungen nicht'denkbar war.
Eine besonders vorteilhafte und bevorzugte Ausgestaltung des Meßkolbens für die erfindungsgemäße Vorrichtung besteht darin,
daß jede Ringscheibe mindestens im Bereich der Dichtlippe folienartig ausgebildet ist. Dadurch treten praktisch keine Eigenkräfte
an der Dichtlippe auf und eine solcherart ausgebildete Abdichtung hat sich trotz großer Vorurteile von Fachleuten in
der Praxis bewährt.
Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, .daß die Dichtlippe
etwa 0,1 mm - vorzugsweise zwischen 0,05 und 0,2 mm dick ist, und eine einfache und genaue Fertigung der Dichtlippe
läßt sich dadurch erzielen, daß die folienartige Dichtlippe eine bis zur Dichtkante hin gleichbleibende Dicke aufweist.
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Meßkolbens wird dadurch erzielt, daß die Ringscheiben zwischen
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Befestigungsflansche eingespannt sind und jede Ringscheibe aus
einer nur etwa 0,1 mm - vorzugsweise zwischen 0,05 und 0,2 mm dicken
Folie mit bis zum äußersten Rand der Dichtkanten hin gleicher Dicke besteht. Eine solcherart hergestellte Ringscheibe
ist einfach, billig und funktionssicher herzustellen und die auftretende Reibung wird auf einen vernachlässigbar kleinen Wert
vermindert, wenn die Ringscheiben aus einem Material mit äußerst geringem Reibungskoeffizienten, vorzugsweise Polytetrafluräthylen
(PTFE) bestehen.
Zusätzliche vorteilhafte Ausgestaltungen des Erfindungsgegenstandes
sind aus den weiteren Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung im Zusammenhang mit der Zeichnung zu entnehmen.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. i eine Durchflußmengen-Meßeinrichtung mit, hydraulischer Meßbrücke und der erfindungsgemäßen
Druckdifferenz-Anzeigevorrichtung in vereinfachter Darstellung;
Fig. 2 eine Durchflußmengen-Einstelleinrichtung
mit der erfindungsgemäßen Druckdifferenz-Anzeigevorrichtung
in ebenfalls vereinfachter Darstellung;
Fig. 3 den in einem Meßzylinder eingebauten Meßkolben im Längsschnitt mit den dazugehörigen
Lagern in vergrößertem Maßstab und
Fig. k einen Ausschnitt aus Fig. 3 im Bereich der
Dichtlippen in noch größerem Maßstab; sowie
Fig. 5 ein Diagramm zur Erläuterung der Funktion
der Einrichtungen nach den Figuren 1 und 2.
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Die in Pig. 1 dargestellte. Durchflußmengen-Meßeinrichtung enthält
als wichtigste Baugruppe eine Druckdifferenz-Anzeigevorrichtung 1 einer hydraulischen Meßbrücke, die nach dem Vergleichsprinzip
arbeitet (die Punktion wird weiter hinten näher erläutert). Die Vorrichtung 1 besteht im wesentlichen aus
einer Meßkammer 2, einem an diese Kammer angeschlossen Prüfling 3 und einem Durchflußmengegeber 4, der den als Meßmedium dienenden
von einer Druckquelle 5 geförderten Kraftstoff in die Meßkammer 2 zuführt. Der Prüfling 3 und der als Meister der
hydraulischen Meßbrücke dienende Durchflußmengengeber 4 sind
im vorliegenden Beispiel Magneteinspritzventxle der gleichen Bauart, was den Vorteil hat, daß ihr hydraulisches Verhalten
praktisch gleich ist und damit Systemfehler ausgeschlossen sind, was die Genauigkeit der Durchflußmengenmessung wesentlich erhöht
und die Anwendung der Vorrichtung in der Fertigung erleichtert. Beide Magnetventile 3 und 4 werden von einer elektrischen
Steuerschaltung 6 angesteuert, die zusammen mit der Druckquelle 5 in ihren Einzelheiten weiter hinten näher beschrieben ist.
An die Meßkammer 2 ist ein Druckdifferenzgeber 7 angeschlossen, der im wesentlichen aus einem Meßkoiben 12 und einem mit diesem
verbundenen induktiven Weggeber 8 besteht, der als Signalgeber für die Lage des Meßkolbens 12 dient. Der Meßkolben 12
dient als bewegliche Wand zur Begrenzung des in der Meßkammer 2 vorhandenen Volumens; und die gesamte Einrichtung ist so ausgebildet,
daß der Meßkolben 12 beidseitig von einem im Mittelwert gleichen und mit geringen Druckdifferenzen pulsierenden
Kraftstoffdruck beaufschlagt ist. Nähere Einzelheiten des Meßkolbens
12 werden weiter hinten zu Figur 3 und 4 ausführlich beschrieben und erläutert.
Die in Figur 2 dargestellte Durchflußmengen-Einstelleinriehtung ist
nahezu gleich wie die Durchflußmengen-Meßeinrichtung nach Fig. 1 aufgebaut und die gleichen Teile sind auch mit den gleichen
Bezugsziffern versehen. So enthält die Durchflußmengen-Einstell-
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einrichtung nach Pig. 2 eine Druckdifferenz-Anzeigevorrichtung la, die im wesentlichen wie die entsprechende Vorrichtung 1 in
Figur 1 aus einer Meßkammer 2a besteht, an die sowohl die beiden als Prüfling und Dürchflußmengengeber dienenden Magnetventile
3 und 4 als auch der aus dem Meßkolben 12 und dem Signalgeber bestehende Druckdifferenzgeber 7 angeschlossen sind. An die Meßkammer
2a ist jedoch zusätzlich ein als elektromagnetisch betätigtes 3/3-Wegeventil ausgebildetes Steuerventil 9 angeschlossen,
das - wie der Durchflußmengengeber 4 - mit der Druckquelle 5 verbunden ist'. Das Steuerventil 9 dient zur automatischen
Korrektur des in der Meßkammer 2a befindlichen Volumens, und
zwar dann, wenn das als Prüfling dienende Magnetventil 3 nicht die gleiche Durchflußmenge fördert wie das fest eingestellte
und'als Meister dienende Magnetventil 4. Das Steuerventil 9 tritt immer dann in Tätigkeit, wenn der Meßkolben 12 sich um
einen bestimmten Betrag aus seiner Mittellage weg bewegt hat. Sowohl das Steuerventil 9 als auch der Meßkolben 12 stehen dann
in ihrer gezeichneten Ruhelage, wenn die Einstellung des Magnetventils 3 gleich der des die Solldurchflußmenge fördernden
Magnetventils 4 ist. Beide Magnetventile 3 und 4 und das Steuerventil 9 werden von einer elektrischen Steuerschaltung 6a
betätigt, die wie die Druckquelle 5 in ihrem Aufbau weiter hinten näher erläutert ist. Nachstehend wird der bei beiden
Ausführungsbeispielen nach den Figuren 1 und 2 verwendete Meßkolben 12 anhand der Figuren 3 und 4 ausführlich beschrieben.
In einem Zylinder 10 (siehe Fig. 3j eines nur teilweise dargestellten
Gehäuses 11 des Druckdifferenzgebers 7 ist der als Meßkolben dienende doppeltwirkende Kolben 12 geführt, der auf
einer Kolbenstange 13 befestigt und mit einer elastischen Doppellippendichtung 14 versehen ist, Diese Doppellippendichtung
l4 ist weiter hinten zur Fig. 4 noch ausführlicher und näher beschrieben und arbeitet mit der mit 15 bezeichneten Lauffläche
des Zylinders 10 zusammen. Der Kolben 12 teilt den Zylinder in zwei durch die Doppellippendichtung 14 gegeneinander abge-
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dichtete Kammern 16 und 17, die beide von einem im Mittelwert
gleichen und mit geringen Druckdifferenzen pulsierenden Flüssigkeitsdruck
beaufschlagt sind. So wird die rechte Kammer 17 über eine Anschlußbohrung 18, eine ein Lager 19 für die Kolbenstange
13 aufnehmende Kammer 21 und mehrere am Umfang gleichmäßig verteilte Durchgangsbohrungen 22 innerhalb einer Lagerplatte
23 des Lagers 19 mit der Meßkammer 2 (siehe dazu Fig.
und 2) verbunden, in der sich der als Druckflüssigkeit dienende
Kraftstoff befindet. Der in der linken Kammer 16 anstehende Kraftstoff, der über Bohrungen 24 in einer Lagerplatte 25 eines
zweiten Lagers 26 für die Kolbenstange 13 zugeführt wird, wird
- wie in der Beschreibung der Druokquelle 5 für die Einrichtungen nach Fig. 1 bzw. 2 weiter hinten noch näher erläutert - auf den
Druck geregelt, der im ausgeregelten Zustand in der Meßkammer herrscht.
Der Kolben 12 ist aus mehreren scheibenförmigen Teilen aufgebaut und besteht aus einem mit einem·ersten Befestigungsflansch 27
versehenen Trägerteil 28, das einen mit einem Gewinde versehenen Zapfen 29 aufweist, auf dem zwei weitere Befestigungsflansche
31 und 32 zentriert sind und durch eine Mutter 33 in der Einbaulage gehalten werden. Zwischen je zwei der Befestigungsflansche
27 und 31, bzw. 31 und 32 sind je eine Ringscheibe 34 eingespannt,
die aus einer nur etwa 0,1 mm - vorzugsweise zwischen 0,05 und 0,2 mm - dicken Folie aus Dichtungsmaterial mit äußerst
geringem Reibungskoeffizienten bestehen. Jede der durch die Befestigungsflansche 27 oder 32 gegen den mittleren Befestigungsflansch
31 gespannten Ringscheiben 34 weist einen zur Längsachse
des auf der Kolbenstange 13 befestigten Kolbens 12 hin abgebogenen Rand 35 auf (siehe dazu besonders Fig. 4), der als
Dichtlippe 35 dient und entsprechend dem Material der Ringscheibe ebenfalls folienartig ausgebildet ist und deshalb eine bis zu
der mit 36 bezeichneten Dichtkante hin gleichbleibende Dicke aufweist.
Die beiden Ringscheiben 34 sind spiegelbildlich mit zueinanderweisenden Dichtlippen 35 eingebaut, welche zusammen mit der
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Lauffläche 15 des Zylinders 10 und der äußeren Mantelfläche des Befestigungsflansches 3-L eine ringförmige Dicntungskammer
37 bilden. Die beiden die elastische D.oppellippendxchtung 14 bildenden Dichtlippen 35 sind unter einem extrem spitzen Winkel
PC (siehe Fig. 4) zur Lauffläche 15 des Zylinders 10 geneigt,
so daß durch die topfförmige Ausgestaltung der Ringscheibe 34
der folienartige die Dichtlippe 35 bildende Rand entsprechend formsteif wird und sich bei den geringen auftretenden Druckdifferenzen
nicht aufstülpt oder umknickt. Zur Gewährleistung einer einwandfreien Abdichtung darf immer nur die eine mit 36
bezeichnete Dichtkante mit der Lauffläche 15 zusammenarbeiten, d. h. der WinkelcC darf nicht zu liull werden. Sehr gute Ergebnisse
werden mit einem WinkelcC von etwa 5 ° bis 10 ° erreicht,
wobei als Dichtkante 36 die äußere Kante der als Schnittfläche ausgebildeten Mantelstirnfläche 38 der Ringscheiben 34 dient.
Die Mantelstirnfläche 38 wird in vorteihafter Weise nicht im
noch planen sondern im verformten, d. h. topfförmigen Zustand
der Ringscheibe 34 durch Schneiden des Randes hergestellt, wodurch
die Dichtkante 36 einwandfrei glatt wird. Kaum meßbare Reibungswerte werden mit Ringscheiben 34 erzielt, die aus 0,07
dicken Folien aus Polytetrafluorathylen (PTFE) hergestellt, d. h. in einem entsprechenden Werkzeug in die topfförmige Form gedrückt
und dann beschnitten werden.
Selbstverständlich können die Ringscheiben 34, vor allem bei Massenfertigung, jede andere gewünschte Form und Dicke erhalten,
nur .muß der Bereich der Dichtlippen 35 folienartig ausgebildet sein, da bei größeren Materialstärken in diesem Bereich
durch Eigenspannung Reibung erzeugt wird und die Wirkung der Doppellippendichtung dann- der der bekannten Lippendichtungen
gleicht und so nicht für Meßgerätekolben anwendbar wäre.
Obwohl durch die dargestellte Form der Dichtlippen 35 eine gewisse Formsteifigkeit erreicht wird, sind zur Verhinderung
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von Schäden an den Dichtlippen 35 bei ungewollt oder plötzlich auftretenden Druckspitzen die Außendurchmesser D der der Dichtungsknnraier
37 abgewandten Befestigungsflansche 27 und 32 bis unmittelbar an die Lauffläche. 15 des Zylinders 10 heranreichend
ausgebildet. Das Spiel zwischen den durch den Außendurchmesser D begrenzten Mantelflächen der Befestigungsflansche
27 und 32 und der Lauffläche 15 ist gerade so groß bemessen, daß die Befestigungsflansche 27 und 32 bei Längsbewegungen
des Kolbens 12 nicht an der Lauffläche 15 streifen.
Die beiden Lager 19 und 26 bestehen aus je drei sternförmig um die Achse der Kolbenstange 13 herum angeordneten Kugellagern
39 (siehe dazu Fig. 3), deren Außenringe 41 an drei Punkten
am Umfang der Kolbenstange 13 druckfrei anliegen und deshalb mit geringem Spiel montiert sind, so daß bei dem oder den jeweils
im Einbauzustand entlasteten Kugellagern 39 ein geringes Spiel a von wenigen Hundertstel Millimetern bis zu
etwa 0,1 mm entsteht. Die mit 42 bezeichneten stiftförmigen Achsen
der Kugellager 39 sind in Lagerböcke 43 eingepreßt, welche
ihrerseits in Radialnuten 44 der Lagerplatten 23 und 25 eingesetzt und durch Schrauben 45 befestigt sind. Die Radialnuten
44 und das Durchmesserspiel zwischen den Schrauben 45
und den abgestuften, diese Schrauben 45 aufnehmenden Bohrungen 46 in den Lagerplatten 23 und 25 ermöglicht das funktionsnotwendige
Ausrichten der Kugellager 39 in Bezug auf die Lage der Kolbenstange 13, so daß das Spiel a eingestellt werden kann.
Das eine aus drei Kugellagern 39 bestehende Lager 19 ist gegenüber dem ebenfalls aus drei Kugellagern 39 bestehenden Lager
26 um 60 ° verdreht eingebaut, so daß in der in Fig. 3 darge-. stellten Einbaulage beim rechten Lager 19 ein Kugellager oben
und beim linken Lager 26 ein Kugellager unten liegt. Damit wird erreicht, daß bei einseitiger außermittiger Belastung der Kolbenstange
13 durch einen Meßwertgeber jeweils nur ein Kugellager die von der Kolbenstange 13 ausgehenden Druckkräfte aufnimmt,
während die anderen beiden Lager lediglich der Lagesi-
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cherung dienen. Eine ähnliche äußerst geringe Reibung der Lageranordnung
ergibt sich auch, wenn anstelle des einen Lagers zwei Lager bei einseitiger Belastung der Kolbenstange 13 die Druckkräfte
aufnehmen.
Die bei beiden Ausführungsbeispielen nach den Figuren 1 und 2 verwendete Druckquelle 5 besteht im wesentlichen aus einer an
sich bekannten Kraftstofförderpumpe 50, die mittels einer Saugleitung
51 über ein Filter 52 Kraftstoff aus einem Tank 53 ansaugt
und über eine Druckleitung 54 zu dem als Durchflußmengengeber
dienenden Magnetventil 4 fördert. An die Druckleitung 54
sind außerdem zwei Druckregtlventile 55, 56 angeschlossen, von
denen das erste ein Druckgefälleventil 55 ist, das den in der Druckleitung 54 herrschenden Druck um einen festgelegten Betrag
vermindert, welcher der vorgegebenen Druckdifferenz an den Magnetventilen 3 und 4 entspricht; und das zweite Ventil ist ein
Druckbegrenzungsventil 56> das den in der Kammer 16 des Druckdifferenzgebers
7 herrschenden Druck begrenzt. Überschüssiger Kraftstoff wird über eine Rücklaufleitung 57 zum Tank 53 zurückgeführt.
Bei den Ausführupgsbexspxelen nach Figur 1 und 2 sind die Ventile 55 und 56 wie folgt ausgelegt: Das Druckbegrenzungsventil
56 begrenzt den Druck in der Kammer 16 auf 2 bar und das
Druckgefälleventil 55 bewirkt, daß bei einer eingestellten Druckdifferenz von 2 bar in der Druckleitung 54 vier bar herrschen.
Die vom Druckgefälleventil 55 gesteuerte Druckdifferenz wurde demnach gleich der Druckdifferenz am Ventil 56 gemacht und es
herrschen in der Meßkammer 2 und in der über die Bohrung l8 mit letzterer verbundenem Kammer 17 des Druckdifferenzgebers 7 eben- *
falls 2 bar wie in der Kammer l6, da der Kolben 12 als bewegliche und den Druck übertragende Wand zwischen die beiden Kammern 16
und 17 eingefügt ist. In beiden Kammern herrscht immer ein im Mittelwert gleicher Druck, da der Kolben 12 praktisch reibungsfrei
arbeitet, was für die Funktion der Vorrichtung auch von ausschlaggebender Bedeutung ist.
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Beim zweiten Ausführungsbeispiel nach Pig. 2 wird darüber hinaus der in der Druckleitung 54 befindliche Flüssigkeitsdruck über
eine Zweigleitung 51Ja zum Eingang des Steuerventils 9 geleitet,
das über eine weitere Zweigleitung 54b an die Meßkammer 2a angeschlossen
ist. Über eine zweite Rücklaufleitung 58 kann die Meßkammer 2a mit dem Tank 53 verbunden werden. In der gezeichneten
Stellung des als 3/3-Wegeventil ausgebildeten Steuerventils
9 sind alle Leitungen 54a, 5^b und 58 gesperrt. In einer zweiten
von einem doppeltwirkenden Magneten 59 des Steuerventils 9 gesteuerten Schaltstellung sind die Leitungen 54a und 54b
mit der Meßkammer 2a verbunden, so daß Kraftstoff zugeführt wird und in der dritten Schaltstellung des Ventils 9 werden die
Leitungen 54b und 58 miteinander verbunden, so daß Kraftstoff aus der Meßkammer 2a abfliessen kann.
Die elektrische Regelschaltung 6 der Durchflußmengen-Meßeinrichtung
nach Fig. 1 und die elektrische Steuerschaltung 6a der Durchflußmengen-Einstelleinrichtung nach Fig. 2 haben als gemeinsame
Bauteile einen das Wegsignal des induktiven Weggebers 8 verarbeitenden Modulator-Demo&ilator 60, einen das Wegsignal
des Weggebers 8 in ein Geschwindigkeitssignal umwandelndes Differenzierglied 61 mit einem Geschwindigkeitsanzeiger 62, ein
.Steuergerät 63 für die Magnetventile 3 und 4 und eine Sollwerteingabe
64 sowie eine Meßwertanzeige 65.
Bei der Regelschaltung 6 nach Fig. 1 sind die Schaltungsteile 60. 61 und 63 miteinander verbunden und die Geschwindigkeitsanzeige 62 ist nur strichpunktiert angedeutet, da sie bei einer
vollautomatischen Anlage entfallen kann.
Bei der elektrischen Steuerschaltung 6a ist, wenn die Einstellung
des Prüflings 3 von Hand erfolgt, keine Verbindung zwischen dem Differenzierglied 6l und dem Steuergerät 63 vorhanden. Die
Geschwindigkeitsanzeige 62 zeigt dem Einsteller Bewegungen des Kolbens 12 an, die dann aufhören, wenn durch Verstellen einer
Einstelleinrichtung am Prüfling 3, dessen Durchfluß gleich dem
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des Durchflußmengengebers 4 ist. Von der Sollwerteingabe 64 werden
in einem solchen Fall die Impulslängen für die Magnetventile 3 und 4 eingegeben, die Anzeige 65 könnte entfallen oder zeigt
den Istwert der eingestellten Impulse oder der am Durchflußmengengeber 4 eingestellten und geförderten Durchflußmenge an. Erfolgt
die Einstellung des Magnetventils 3 vollautomatisch, so wird ein gestrichelt dargestellter Stellmotor 66 vom Steuergerät
63 angesteuert und in das Steuergerät 63 wird ebenfalls das
Geschwindigkeitssignal des Differenzierglieds· 6l, wie gestrichelt
dargestellt, eingegeben. An die das Wegsignal des Signalgebers 8 enthaltende Verbindung zwischen dem Modulator-Demodulator 60
und dem Differenzierglied 61 ist eine Triggerschaltung 67 angeschlossen, über die der doppeltwirkende Magnet 59 des Steuerventils
9 angesteuert wird, wenn der Steuerkolben 12 um einen bestimmten Betrag aus seiner Mittelläge abgewichen ist.
Das Diagramm nach Fig. 5 zeigt zwei Kurven, die den Durchfluß q in cm^min über der Impulslänge I in Millisekunden für ein zu
messendes Magnetventil anzeigen, wobei als Parameter die Frequenz f dient, wodurch sich verschieden steile Kurven für die Frequenz
f.. und f„ ergeben. Bei einer festgelegten !Impulslänge I1 fördert
das Magnetventil z. B. eine Durchflußmenge q bei der Frequenz f^
und q2 bei der Frequenz fo. Diese durch Eichen des Durchflußmengengebers
gewonnenen Kurven dienen als Grundlage sowohl bei der Durchflußmengenmessung
als auch bei der Durchflußmengeneinstellung des Prüflings. Im folgenden wird kurz die Funktion beider Einrichtungen
nach Fig. 1 und 2 beschrieben unter besonderer Berücksichtigung der Funktion der Druckdifferenz-Anzeigevorrichtung
7·
Die als Prüfling und Durchflußmengengeber an die Meßkammer 2 angeschlossenen Magnetventile 3 und 4 werden nur beispielhaft
beschrieben, es können auch andere Erzeugnisse eingesetzt werden, deren Durchfluß einzustellen oder zu messen ist. Die Ein-
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richtungen nach den Figuren 1 und "2 sind bevorzugt bei solchen
Erzeugnissen anwendbar, die eine festgelegte Druckdifferenz zwischen Ein- und Ausgang haben.
Bei der Durchflußmengen-Meßeinrichtüng nach Fig. 1 wird über
die Sollwerteingabe 64 die Impulslänge für die Magnetventile 3 und 4 eingegeben, die wie bereits zu Fig. 5 beschrieben, beim
Durchflußmengengeber 4 einem festgelegten geeichten Durchfluß entspricht. Stimmt die vom Magnetventil 4 in die Meßkammer 2 geförderte
Kraftstoffmenge nicht mit der vom Magnetventil 3 entnommenen
Menge überein, so führt der Kolben 12 eine Ausweichbewegung aus, die über den Signalgeber 8, den Modulator-Demodulator
60 und das Differenzierglied 6l zu einem Geschwindigkeitssignal
umgwandelt wird, das im Steuergerät 63 zu einer Korrektur des den Durchflußmengegeber 4 steuernden Signals führt, bis der
Kolben 12 keine Bewegung mehr ausführt. Auf der Meßwertanzeige 65 kann dann, vorzugsweise digital, die gemessene Durchflußmenge
direkt abgelesen werden.
Bei der Durchflußmengen-Einstelleinrichtung nach Fig." 2 wird entweder ein fest eingestelltes als Meister dienendes Magnetventil
4 an die Meßkammer 2a angeschlossen oder das als Durchflußmengengeber
dienende Magnetventil 4 wird über die Sollwertei'ngabe 64 entsprechend einer am Prüfling 3 einzustellenden
Durchflußmenge vom Steuergerät 63 durch entsprechend große Impulse I angesteuert. Die gleichen Impulse werden dem als Prüfling
dienenden Magnetventil 3 vom Steuergerät 63 zugeführt und solange eine Durchflußmengendxfferenz auftritt, ändert sich das
Volumen in der Meßkammer 2a und wird durch Bewegungen des Meßkolbens 12 und des Signalgebers 8 als Wegsignal in den Modulator-Demodulator
60 eingegeben. Das Wegsignal wird dann im Differenzierglied 61 zu einem Geschwindigkeitssignal umgeformt
und an der Geschwxndxgkeitsanzeige 62 angezeigt. Aufgrur. dieser.
Anzeige verstellt der Einsteller den Prüfling 3 solange, bis die Gesehwxndigkeitsanzeige 62 Null angibt, dann stimmt die
- 15 709838/0494
- ,*5" - 3 13 6
Einstellung des als Prüfling dienenden Magnetventils 3· Ist die
Volumenabweichung in der Meßkammer 2a so groß, daß der Meßkolben 12 in die Nähe einer seiner Endlagen gelagt, dann wird automatisch
von der Triggersehaltung 67 das Steuerventil 9, wie bereits
beschrieben, angesteuert, so daß der Meßkolben 12 in seine Mittellage zurückgeführt wird.
Eine vollautomatische Einstellung des Prüflings'3 kann dadurch
erfolgen, daß durch den Stellmotor 66 - vom Steuergerät 63 gesteuert
- die Einstellung des als Prüfling dienenden Magnetventils 3 erfolgt.
Der in den Figuren 1 bis 4 dargestellte und der Anzeige von Volumenänderungen
in der Meßkammer 2 bzw. 2a dienende Meßkolben 12 des Druckdxffererizgebers 7 ist in erfindungsgemäßer Weise so
aufgebaut, daß seine eigene Reibung vernachlässigbar klein ist
und nur äußerst geringe, kaum meßbare Leckverluste auftreten. Dies ist dadurch erreicht, daß in den beiden Kammern 16 und 17
ein im Mittelwert gleicher und nur mit geringen Druckdifferenzen pulsierender Flüssigkeitsdruck auf den Kolben 12 einwirkt. Vergrößert
sich z. B. das Volumen in der mit der Meßkammer 2 bzw. 2a verbundenen rechten Kammer 17, so weicht der Kolben 12 aufgrund
seiner bauartbedingten geringen Reibung in Richtung auf die Kammer 16 hin aus, wobei durch die geringe dabei auftretende
Druckdifferenz zwischen den beiden Kammern 16 und 17 Druckflüssigkeit in die Dichtungskammer 37 (siehe dazu besonders Fig.
3 und 4) entlang der Dichtlippe 35 der zur Kammer 16 hin montierten
Ringscheibe 34 eintritt und die Dichtlippe 35 der zur Kammer
17 hin montierten Ringscheibe 34 gegen die Lauffläche 15 anlegt,
wodurch ein Leckmengentransport verhindert wird. Die folienartige Ausbildung der Dichtlippe 35, die Wahl des reibungsarmen
Dichtungsmaterials und der sofort praktisch ohne Reibungswiderstand ausweichende Kolbe.n 12 verhindern einen Druckanstieg
in der Dichtungskammer 37 auf eine Druckhöhe, die zur vergrösserten Eigenreibung der Kolben-Zylindereinheit führen würde. Da
- 16 -
709838/049*
der Kolben 12 als Meßkolben nur geringe Hübe in beide Richtungen ausführt und in beiden Kammern 16 und 17 im Mittelwert gleiche
Drücke herrschen, tritt praktisch kein Leckmengenverlust auf, so daß der Kolben 12 bei geringster Eigenreibung einwandfrei abdichtet
und außerdem in der Lage ist, die trotz Filterung in jeder Flüssigkeit enthaltenen Schmutsteilchen durchzulassen bzw. an den
Dichtkanten 36 abzustreifen, so daß diese Schmutzteilchen weder
zur Blockierung des Kolbens noch zur Zerstörung oder zeitweisen Unterbrechung der Dichtwirkung der Doppellippenabdichtung lh führen
können. Durch die zueinanderweisende Anordnung der Dichtlippen 35 findet in der Dichtangskammer 37 nach kurzzeitig auftretenden
Druckspitzen ein langsamer Abbau des Dichtdruckes statt, so daß die Reibung dynamisch großen und kleinen Druckdifferenzen
nachläuft, und da die Druckspitzen abwechselnd in den Kammern l6 oder 17 auftreten, werden die Leckmengen um Größenordnungen
gegenüber anderen bekannten Abdichtungen herabgesetzt, während die Reibungskraft nur unmerklich erhöht wird. Die Verwendung
von PTFE mit seinem extrem kleinen Reibbeiwert verhindert sowohl im" ruhenden als auch im bewegten Zustand ein Festsetzen
des Kolbens 12.
Der erfindungsgemäße Kolben 12 hat sich besonders gut bei Drükken bis 10 bar bewährt, wobei allerdings Druckdifferenzen <
0,1 bar bei Normalbetrieb auftraten. Druckspitzen von ä 3 bar und
größer beeinträchtigen die Haltbarkeit des Kolbens aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung der Dichtlippen 35 und ihrer Abstützung
durch die Flansche 27 und 32 nicht.
Da die Funktion und Haltbarkeit der Kolbendichtung in erster Linie von den auftretenden geringen Druckdifferenzen und weniger
vom Betriebsdruck auf beiden .Seiten des Kolbens 12 abhängen, kann
der Kolben auch in Anlagen mit weitaus höheren Drücken eingesetzt werden. .
In den beschriebenen Ausführungsbeispxelen nach den Figuren 1 und 2 wurden als Durchflußmengengeber (Meister) und Prüfling
709838/049V . _ 1? _
31
jeweils ein Magnetventil bzw. Magneteinspritzventil 3 und 4 verwendet.
Die Erfindung beschränkt sich jedoch keineswegs auf die Anwendung bei Magnetventilen sondern es lassen sieh auch andere,
insbesondere eine vorgegebene Druckdifferenz zwischen Ein- und Ausgang aufweisende Ventile oder Zumeßorgane sowie Pumpen oder
flüssigkeitsfördernde Einheiten in die beschriebene hydraulische Meßbrücke einfügen. Die Druckdifferenz kann^.z. B. bei Pumpen
auch Null sein3 so daß dann das Druckgefälleventil 55 zwischen
der Druckleitung 5^ und der Kammer 16 des Druckdifferenzgebers
7 entfallen könnte (Fig. 1 und 2). f\
- 18 -
709838/0494
Leers e ι f e
Claims (11)
- Ansprüche,·' IJ Druckdifferenz-Anzeigevorrichtung einer hydraulischen M^ßbrükke — insbesondere für eine Durchflußmengenmeß- oder -einstelleinrichtung — mit einer zwischen einem die zu messende oder einzustellende Durchflußmenge abgebenden Prüfling und einem Durchflußmengengeber angeordneten Meßkammer, an die ein Druckdifferenzgeber angeschlossen ist, der eine das Volumen der Meßkammer begrenzende und beidseitig von einem im Mittelwert gleichen und mit geringen Druckdifferenzen pulsierenden Meßmediumdruck beaufschlagte bewegliche Wand aufweist und mit einem Signalgeber zur Steuerung des Meßkammervolumens versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß als bewegliche Wand ein in einem Meßzylinder (10) axial beweglich geführter, auf einer Kolbenstange (13) befestigter doppeltwirkender Meßkolben (12) mit einer elastischen Doppellippendichtung (14) dient, deren beide Dichtlippen (35) sueinanderweisend angeordnet sind, aus dem zur Längsachse des Meßkolbens (12) hin abgebogenen Rand (35) je einer aus Dichtungsmaterial hergestellten Ringscheibe (34) bestehen und zusammen mit der Lauffläche (15) des Meßzylinders (10) eine ringförmige Dichtungskammer (37) bilden.
- 2. Meßkolben für die Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Ringscheibe (34) mindestens im Bereich der Dichtlippe (35) folienartig ausgebildet ist.3- Meßkolben nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die709838/0494 -19-.ORfGJNAL INSPECTED261193a
- 3? 3 SDichtlippe (35) etwa 0,1 mm - vorzugsweise zwischen 0,05 bis 0,2 mm - dick ist.
- 4. Meßkolben nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die folienartige Dichtlippe (35) eine bis zur Dichtkante (36) hin gleichbleibende Dicke aufweist.
- .5. Meßkolben nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringscheiben (34) zwischen Befestigungsflansche (27, 32) eingespannt sind und jede Ringscheibe (34) aus einer nur etwa 0,1 mm - vorzugsweise zwischen 0,05 und 0,2 mm - dicken Folie mit bis zum äußersten Rand der Dichtkanten (36) hin gleicher Dicke besteht.
- 6. Meßkolben nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringscheiben (34) aus einem Material mit äußerst geringem Reibungskoeffizienten, vorzugsweise Polytetrafluoräthylen (PTFE) bestehen.
- 7.. Meßkolben nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch" gekennzeichnet, daß die Mantelfläche der Dichtlippe (35) unter einem extrem spitzen Winkel (c£ ) zur Lauffläche (15) des Zylinders (10) geneigt ist, und als Dichtkante (36) nur eine Kante der als Schnittfläche ausgebildeten Mantelstirnfläche (38) dient.
- 8. Meßkolben nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils die Außendurchmesser (D) der der Dichtungs-709838/049*-' 20 -kammer (37) abgewandten Befestigungsflansche (27, 32) bis unmittelbar an die Lauffläche (15) des Zylinders (10) heranreichen.
- 9. Meßkolben nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewicht des Meßkolbens (12) durch an der Kolbenstange (13) angreifende Lager (19, 26), vorzugsweise Kugellager (39), aufgenommen ist.
- 10. Meßkolben nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange (13) durch zwei aus je drei sternförmig angeordneten Kugellagern (39) bestehende Lager (19, 26) geführt ist, und die Außenringe (41) der Kugellager (39) jedec Lagers (19, 26) an drei Punkten am Umfang der Kolbenstange (13) druckfrei anliegen, mit geringem Spiel (a) montiert sind und die Achsen (42) der Kugellager (39) rechtwinklig zur Achse der Kolbenstange (13) verlaufen.
- 11. Meßkolben nach Anspruch 9%, dadurch gekennzeichnet, daß das eine aus drei Kugellagern (39) bestehende Lager (19) gegenüber dem anderen ebenfalls aus drei Kugellagern (39) bestehenden Lager (26) um 60 ° verdreht eingebaut ist. /t709838/0494
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D2 | Grant after examination | ||
8364 | No opposition during term of opposition | ||
8320 | Willingness to grant licences declared (paragraph 23) | ||
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