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DE255324C - Verfahren zum gerben von häuten mit eisensalzen - Google Patents

Verfahren zum gerben von häuten mit eisensalzen

Info

Publication number
DE255324C
DE255324C DE1910255324D DE255324DA DE255324C DE 255324 C DE255324 C DE 255324C DE 1910255324 D DE1910255324 D DE 1910255324D DE 255324D A DE255324D A DE 255324DA DE 255324 C DE255324 C DE 255324C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tanning
salt
iron salt
tanning skins
ferric nitrate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1910255324D
Other languages
English (en)
Inventor
Josef Bystron
Karl Von Vietinghoff
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE255324C publication Critical patent/DE255324C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/04Mineral tanning

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die gerbende Wirkung des Eisenoxyds oder seine Fähigkeit, sich mit der Haut zu einer beständigen Verbindung zn vereinigen, ist schon lange bekannt. Die Schwierigkeiten, welche seiner Anwendung bisher im Wege standen, sind darin zu suchen, daß es bisher nicht möglich war, innerhalb der Fasern das zur Lederbildung erforderliche Eisenoxyd oder unlösliches basisches Eisensalz ohne gleichzeitige Anwesenheit größerer Mengen von Säuren zu erhalten, die der Gerbung entgegen oder für sie schädlich wirkten. Dies bezieht sich besonders auf jene Verfahren, bei welchen das Gerbsalz im fertigen Zustande verwendet wird.
Nach dem vorliegenden Verfahren wird das Gerbsalz erst innerhalb der Fasern gebildet, und zwar unter Bedingungen, die eine sehr große Basizität des Salzes verbürgen. Es wird danach der Hautfaser Gelegenheit gegeben, ein stark basisches Eisensalz im Entstehungszustand aufzunehmen.
Zu diesem Zwecke werden Ferrosalze innerhalb der Blöße oxydiert mit einem Oxydationsmittel, das selbst schon Eisenoxyd enthält. Ein solches ist das Ferrinitrat. Dieses zersetzt sich bei Gegenwart des Ferrosalzes, indem dieses Salz in unlösliches basisches Ferrisalz übergeht. Gleichzeitig wird aus dem Ferrinitrat Eisenoxyd frei und trägt mit zur Gerbung bei.
Die Gerbung kann in einem oder in mehreren Bädern stattfinden. Bei der Anwendung eines einzigen Bades werden die gerbfertigen Blößen in einer klaren Lösung von Ferrosulfat von 5 bis 10 ° Be. unter Zusatz einer klaren Lösung von Ferrinitrat einige Zeit bewegt. Die Ferrinitratlösung wird zweckmäßig in einer Stärke von 20 ° Be. angesetzt und in mehreren Teilen zugegeben. Je nach dem Gewicht der Blößen und der gewünschten Dauer der Gerbung wird die Menge des zuzusetzenden Oxydationsmittels bemessen.
Nachdem auch an den dicksten Stellen der Haut eine gleichmäßige Durchgerbung erreicht ist, wird das Leder gewaschen, gereckt und gefalzt, hierauf in einer Fettemulsion gefettet und dann in der für Chromleder üblichen Weise zugerichtet.
Die Gerbung in zwei getrennten Bädern wird ausgeführt, indem man zunächst in dem einen die Sättigung der Blößen mit Ferrosalz vornimmt und sie dann in einem Bad von Ferrinitrat so lange bewegt, bis eine gleichmäßige Durchgerbung eingetreten ist.
Weitere Wirkungen lassen sich erreichen durch Kombination dieses Gerbverfahrens mit anderen schon bekannten Gerbverfahren.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zum Gerben von Häuten mit Eisensalzen, dadurch gekennzeichnet, daß durch Verwendung von Ferrinitrat in einer mit Ferrosalz gesättigten Blöße ein stark basisches Ferrisalz erzeugt und von' der Blöße gebunden wird.
DE1910255324D 1910-03-23 1910-03-23 Verfahren zum gerben von häuten mit eisensalzen Expired DE255324C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE255324T 1910-03-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE255324C true DE255324C (de) 1912-12-28

Family

ID=60571018

Family Applications (3)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1910255324D Expired DE255324C (de) 1910-03-23 1910-03-23 Verfahren zum gerben von häuten mit eisensalzen
DE1910255325D Expired DE255325C (de) 1910-03-23 1910-11-30 Verfahren zum gerben von häuten mit eisensalzen
DE1911255326D Expired DE255326C (de) 1910-03-23 1911-10-06 Eisengerbverfahren

Family Applications After (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1910255325D Expired DE255325C (de) 1910-03-23 1910-11-30 Verfahren zum gerben von häuten mit eisensalzen
DE1911255326D Expired DE255326C (de) 1910-03-23 1911-10-06 Eisengerbverfahren

Country Status (1)

Country Link
DE (3) DE255324C (de)

Also Published As

Publication number Publication date
DE255326C (de) 1912-12-28
DE255325C (de) 1912-12-28

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