[go: up one dir, main page]

DE2522483C2 - Verfahren zur Herstellung von lackierten Tabletten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von lackierten Tabletten

Info

Publication number
DE2522483C2
DE2522483C2 DE19752522483 DE2522483A DE2522483C2 DE 2522483 C2 DE2522483 C2 DE 2522483C2 DE 19752522483 DE19752522483 DE 19752522483 DE 2522483 A DE2522483 A DE 2522483A DE 2522483 C2 DE2522483 C2 DE 2522483C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tablets
polyethylene glycol
suspension
titanium dioxide
lacquer
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19752522483
Other languages
English (en)
Other versions
DE2522483A1 (de
Inventor
Kurt Dr. 5670 Opladen Bauer
Ahmed Dr. Hegasy
Dieter Dr. Hoff
Roland Dr. 5090 Leverkusen Rupp
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DE19752522483 priority Critical patent/DE2522483C2/de
Priority to LU74976A priority patent/LU74976A1/xx
Publication of DE2522483A1 publication Critical patent/DE2522483A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2522483C2 publication Critical patent/DE2522483C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K9/00Medicinal preparations characterised by special physical form
    • A61K9/20Pills, tablets, discs, rods
    • A61K9/28Dragees; Coated pills or tablets, e.g. with film or compression coating
    • A61K9/2806Coating materials
    • A61K9/2833Organic macromolecular compounds
    • A61K9/2853Organic macromolecular compounds obtained otherwise than by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds, e.g. polyethylene glycol, polyethylene oxide, poloxamers, poly(lactide-co-glycolide)
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K9/00Medicinal preparations characterised by special physical form
    • A61K9/20Pills, tablets, discs, rods
    • A61K9/28Dragees; Coated pills or tablets, e.g. with film or compression coating
    • A61K9/2806Coating materials
    • A61K9/2813Inorganic compounds
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K9/00Medicinal preparations characterised by special physical form
    • A61K9/20Pills, tablets, discs, rods
    • A61K9/28Dragees; Coated pills or tablets, e.g. with film or compression coating
    • A61K9/2806Coating materials
    • A61K9/2833Organic macromolecular compounds
    • A61K9/286Polysaccharides, e.g. gums; Cyclodextrin
    • A61K9/2866Cellulose; Cellulose derivatives, e.g. hydroxypropyl methylcellulose

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Medicinal Preparation (AREA)

Description

Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, das es erlaubt, lackierte Tabletten mit Hilfe wäßriger Lösungen herzustellen. Die Gründe, weshalb feste Arzneizubereitungen, vor allem Tabletten mit einem Lacküberzug oder Lackfilm versehen werden, sind sehr vielseitig:
1) wirksame Überdeckung eines unangenehmen Geruches oder bitteren Geschmackes;
2) wi rksamer Schutz gegenüber Umwelteinflüssen, vor allem gegen Feuchligkeitsaufnahme oder gegenüber Licht, wenn der Arzneistoff lichtempfindlich ist;
3) größere mechanische Stabilität und Abriebfestigkeit gegenüber nicht lackierten Tabletten.
Grundsätzlich kann man zwischen magensaftresistenten und magensaftlöslichen Lacküberzügen unterscheiden. Zu der erstgenannten Gruppe gehören so bekannte Filmbildner wie beispielsweise Celluloseacetatphthalat, Hydroxypropylmethylcellulosephthalat sowie Acrylharzlacke.
Dagegen erhält man magensaftlösliche Lacküberzüge auf Tabletten bekanntermaßen dadurch, daß man z. B. eine Lösung aus 5 Teilen Hydroxypropylcellulose, 0,5 Teilen Dioctylphthalat (als Weichmacher) in einem Gemisch aus 46,7 Teilen lsopropanol, 40,7 Teilen Methylenchlorid und 7 Teilen Aceton auflöst und diese Lacklösung in Mengen von ca. 30% bis 100%, bezogen auf die Menge der unlackierten Tabletten und je nach dem Gesichtspunkt einer guten Geschmacksabdeckung oder gewünschten Farbintensität auf unlackierte Tabletten aufsprüht. Geeignete Apparaturen hierzu sind beispielsweise konventionelle Dragierkessel oder luftdurchströmte Apparaturen.
Die Verwendung von organischen Lösungsmitteln wie Methanol, Aethanoi, lsopropanol, Aceton, Aethyl-
acetat oder chlorierten Kohlenwasserstoffen wie Chloroform, Methylenchlorid sowie deren Mischungen untereinander ist nicht auf das vorstehend erwähnte Beispiel beschränkt, sondern trifft auch für andere
-> Tableitenüberzugsmaterialien zu, wie beispielsweise Methylcellulose, Aethylhydroxyaethylcellulose,
Hydroxypropylmethylcellulose, Polyvinylpyrrolidon, Polyvinylacetat oder Polyvinylalkohol sowie Überzugslacke, die auf Methacrylsäure und Methacrylsäure-
Ki estern aufgebaut sind.
Der Vorteil beim Aufsprühen einer Lacklösung, die mit organischen Lösungsmitteln hergestellt worden ist, ist der, daß infolge des raschen Verdampfens dieser Lösungsmittel die aufgesprühten Lackschichten schnell
ti an der Tablettenoberfläche antrocknen, die Tabletten während des gesamten Lackiervorgangs nicht aneinander kleben und somit keine Fabrikationsstörungen hervorgerufen werden.
Die wesentlichen Nachteile bei dieser Verfahrens-
2i) weise mit organischen Lösungsmitteln sind
1) der hohe Preis für diese Lösungsmittel;
2) die hohe Gesundheitsgefährdung des Bedienungspersonals;
3) die Notwendigkeit, entsprechende Schutzmasken zu tragen;
4) die Einrichtung von explosionsgeschützten Räumen sowie entsprechender Apparaturen, die sehr hohe Kosten verursachen;
5) die kostenaufwendigen Maßnahmen zur Zurückhaltung der Lösungsmittel, da zum Zweck des Umweltschutzes organische Lösungsmittel nicht oder nur in sehr kleinen Mengen in die Luft emittiert werden dürfen.
Es hat nicht an Versuche gefehlt, auf organische Lösungsmittel bei der Lackierung von Tabletten zu verzichten, indem wäßrige Dispersionen von Mischpolymerisaten auf Basis von Acrylharzen zum Überziehen von Arzneizubereitungen beschrieben werden
ίο (DT-AS 20 31 871 und K. Lehmann, D. Dreher, Pharm. Ind. 34, 894-899 [1972]). Dieser dabei entstehende Lackfilm hat jedoch den Nachteil, daß er in Wasser oder Magensaft unlöslich ist. Er muß daher durch geeignete Hilfsstoffzusätze wie Milchzucker, Zucker oder Cellulose permeabel gemacht werden, damit die lackierten Tabletten später im Verdauungstrakt eines Patienten überhaupt zerfallen. Versuche, die organischen Lösungsmittel teilweise oder ganz durch Wasser zu ersetzen, führten nicht zu dem gewünschten Erfolg, da
so die Tabletten bei Aufsprühen solcher Lacklösungen zum Zusammenkleben neigten. Diese Klebeneigung beobachtet man besonders bei großen Ansätzen im Produktionsmaßstab.
Darüber hinaus entsteht eine sehr rauhe Tablettenoberfläche, da die Tabletten unter dem Einfluß von Wasser schon beim Lackieren anfangen zu zerfallen. Es ist kein Verfahren bekannt, das eine kontinuierliche Lackierung auf wäßriger Basis mit den obenerwähnten Polymeren erlaubt. Verfahren, die in Intervallen sprühen, dann trocknen usw., erfordern jedoch spezielle automatische Sprühapparate, die sehr teuer sind.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren, mit dem man alle aufgeführten Nachteile, die e'en bisherigen Lackierverfahren anhaften, beheben kann.
f>5 Es wurde gefunden, daß man einwandfreie lackierte Tabletten erhält, wenn man eine rein wäßrige Lösung von Hydroxypropylmethylcellulose, welche Titandioxid und als Weichmacher Polyaethylenglykol ent-
hält, bei gleichzeitiger Zuleitung von auf 60° C bis 120° C, vorzugsweise 75° C bis 80° C erwärmter Luft auf Tabletten aufsprüht. Das Aufsprühen einer solchen Lacklösung kann auf konventionelle Weise in einem Dragierkessel, aber auch in entsprechenden luftdurchströmten Apparaturen vorgenommen werden.
Die Auftragsmengen belaufen sich auf 10 bis 50%, vorzugsweise aber auf 20 bis 25%, bezogen auf die Menge der verwendeten unlackierten Tabletten. Die so erhaltenen Lacktabletten besitzen einen gleichmäßigen Lacküberzug. Die Zerfalleigenschaften solcher Lacktabletten sind besser als die, bei denen der Lacküberzug nach der bisherigen Methode mittels organischer Lösungsmittel aufgebracht wurde. Als geeigneter Filmbildner wird Hydroxypropylmethylcellulose verwendet. Davon sind vorzugsweise solche handelsüblichen Typen geeignet, deren wäßrige Lösungen bei einer Konzentration von 2% eine Viskosität von 3 Centipoise bis 500 Centipoise aufweisen. Die Menge des filmbildenden Materials für eine wäßrige Lackierung beträgt 0,8% bis 20%, vorzugsweise 2% bis 10% bezogen auf 100% Lacklösung.
Titandioxid in einer Korngröße von unter 20 μ das Zusammenkleben der Tabletten während des Lackiervorgangs verhindert. Die Mengen betragen 0,5% bis 8%, vorzugsweise jedoch 1 % bis 2%, bezogen auf 100% Lacklösung.
Bekanntlich neigen wäßrige Lösungen von Filmbildnern beim Trocknen zum starken Kleben, so daß normalerweise bei einem Lackiervorgang die Tabletten zusammenkleben und eine einwandfreie Lackierung verhindern würden. Es zeigte sich, daß dieses Zusammenkleben während des Lackiervorgangs verhindert werden kann, wenn glättende Hilfsstoffe zugesetzt werden. Hierfür eignen sich Polyaethylenglykole vom Molekulargewicht von 3000 bis 20 000, ganz besonders jedoch Polyaethylenglykol 6000 und Polyaethylenglykol 4000. Die Menge dieser Hilfsstoffe beträgt 0,5% bis 5%, vorzugsweise 1% bis 3% bezogen auf 100% Lack- . lösung. Der Zusatz von Polyaethylenglykol verhindert auch das Aufrauhen der Tabletten durch Zerfall der Tablette an der Oberfläche. Will man andersfarbige Lacktabletten erhalten, so können zusätzliche andere lebensmittelrechtlich zugelassene Farbstoffe oder Pig- . mente in die wäßrige Lackierlösung eingearbeitet werden wie beispielsweise L-GeIb 2 verlackt, L-Orange 2 verlackt, L-Rot 4 verlackt, L-Rot 3 verlackt oder L-Blau 2 verlackt (siehe Mitteilung 11 vom 5. März 1962 der Deutschen Forschungsgemeinschaft/Farbstoffkommis- ; sion; Franz Steiner Verlag GmbH, Wiesbaden). Die benötigte Farbstoffmenge richtet sich nach der gewünschten Farbintensität der Lacktabletten und kann von der Titandioxidmenge in Abzug gebracht werden.
Selbstverständlich kann eine wäßrige Lacklösung auch aromatisiert sein, um einen unangenehmen Arzneimittelgeruch zu überdecken.
Hierfür kommen beispielsweise Citronenaroma, Orangenarome, Aprikosenaroma, Bananenaroma, t Zimtaroma, Tutti-Frutti-Aroma oder Pfefferminzaroma in Frage.
Zusätzliche Süßungsmittel wie beispielweise Natrium- oder Calciumcyclamat, Saccharin oder Saccharin-Natrium können in die erfindungsgemäße «■ wäßrige Lacklösung eingearbeitet werden.
Die folgenden Beispiele sollen das erfindungsgemäße Verfahren noch näher erläutern:
Beispiel 1
14,0 kg Placebo-Tabletten wurden in einen perforierten, rotierenden Lackierkessel mit 4,2 kg einer Suspension aus
Hydroxypropylmethylcellulose 4,50%
(Viskos. 15 cp)
Polyaethylenglykol 6000 1,50%
Titandioxid 1,50%
Wasser 92,50%
besprüht. Die Besprühung fand innerhalb 60 Minuten ohne Unterbrechung statt. Es entstand ein gleichmäßiger, gut anhaftender Film.
Beispiel 2
5 kg Penicillin-g-Natrium-Tabletten wurden mit
Hydroxypropylmethylcellulose 4,0%
(Viskos. 15 cp)
Titandioxid
Polyaethylenglykol 6000
Saccharin-Natrium
Zimt-Aroma
L-GeIb 2 Aluminiumlack
Wasser
2,0% 2,0% 0,2% 0,8% 1,0% 90,0%
in einem Wirbelschichtgerät besprüht. Die Sprühzeit betrug 70 Minuten. Die gewonnenen Lacktabletten hatten einen sehr glatten, gleichmäßig gefärbten Überzug.
Beispiel 3
130 kg Placebo-Tabletten wurden in einen perforierten, rotierenden Lackierkessel eingefüllt. Die Tabletten wurden vorgewärmt und kontinuierlich besprüht mit kg einer Suspension aus
Hydroxypropylmethylcellulose 4,0%
Polyaethylenglykol 6000 2,0%
Titandioxid 1,3%
L-Gelblack 2 0,7%
Wasser 92,0%
Die Sprühung erfolgte während 65 Minuten. Die Zuluft hatte eine Temperatur von 80° bis 120° C und die Abluft eine Temperatur von 50° bis 68° C.
Beispiel 4 45,0 g
Mit einer Suspension aus 22,5 g
Hydroxypropylmethylcellulose 15,0 g
Polyaethylenglykol 4000 2917,5 g
Titandioxid
Wasser
3000,0 g
wurden 12 kg Chlorpromazin-Tabletten ca. 60 Minuten ohne Unterbrechung besprüht. Es entstand ein gleichmäßiger Film.
Die Überlegenheit des erfindungsgemäßen Verfahrens gegenüber den herkömmlichen Verfahren zur Herstellung lackierter Tabletten zeigen die Vergleichsversuche des nachstehenden Versuchsberichtes.
Beispiel Al
(Lacksuspension auf Basis organischer Lösungsmittel, d. h. herkömmliches Verfahren)
Es wird eine Suspension hergestellt aus:
Hydroxypropylmethy !cellulose
Methylenchlorid
Methanol
Titandioxid
40,0 g 674,0 g 280,0 g 6,0 g 1000,0 g
Diese Suspension wird auf 2 kg Tabletten in einen rotierenden Kessel gesprüht. Dabei werden die Tabletten durch Blasen von Warmluft (ca. 70° bis 800C) erwärmt. Die Sprühzeit beträgt ca. 100 Minuten. Es entstehen lackierte Tabletten mit gleichmäßigem Lackfilm, ohne Abrisse, Zusammenkleben der Tabletten oder sonstiger Probleme.
Beispiel A 2 (Negativ-Beispiel)
Es wird eine Suspension hergestellt, die alle festen Bestandteile wie im Beispiel A 1 enthält, wobei nur die Lösungsmittel durch Wasser ersetzt werden, d. h.:
Hydroxypropylmethylceüulose 40 g
Titandioxid 6 g
Wasser 954 g
1000 g
Diese »wäßrige Suspension« wird analog Beispiel A 1 auf die erwärmten Tabletten gesprüht. Der Lackfilm auf den Tabletten führt zum Zusammenkleben von mehreren Tabletten, zeigt Beschädigungen und abgerissene Stellen. Die lackierten Tabletten sind unbrauchbar.
Beispiel A3 (Negativ-Beispiel)
Eine Suspension analog Beispiel A 2 wird auf die unlackierten Tabletten gesprüht. Die Warmluft-Temperatur wird auf 1000C erhöht, die Sprühzeit auf Minuten verlängert mit dem Ziel, das Zusammenkleben der Tabletten zu verhindern. Ein großer Anteil der Film-Bestandteile bildet lockere, staubformige Pulver, «lic nicht oder nur ungenügend auf der Tabletten-Oberfläche haften. Die Tabletten-Oberfläche, insbesondere die Kanten, werden beschädigt. Diese Tabletten sind ebenfalls unbrauchbar.
Beispiel B (gemäß der Erfindung)
Folgende Lacksuspension wird hergestellt:
Hydroxypropylmethylceliulose 40 g
Polyaethylenglykol 4000 15 g
Titandioxid 15 g
Wasser 930 g
1000 g
Die Suspension wird unter denselben Bedingungen gesprüht wie bei Beispiel A 3. Auf der Tablettenoberfläche bildet sich ein gleichmäßig zusammenhängender Film. Der Lackfilm zeigt keine Abrisse oder Fehlstellen, und die Tabletten kleben während des Prozesses nicht zusammen.
Ergebnis:
Die Endprodukte aus Beispiel A 1 (Lackierung aus organischem Lösungsmittel) und aus Beispiel B (rein wäßrige Lackierung) sind vergleichbar. Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens nach Beispiel liegt hauptsächlich im Verfahren, da
a) die Verwendung von organischem Lösunsgmittel vermieden wurde (Gesundheit der Mitarbeiter),
b) auf die explosionsgesicherte Ausführung der Anlagen verzichtet werden kann.

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von lackierten Tabletten durch Besprfiien von Tabletten mit einer Lösung, die ein Cellulosederivat, Titandioxid und Polyäthylenglykol enthält, dadurch gekennzeichnet, daß als Cellulosederivat Hydroxypropylmethylcellulose eingesetzt wird, die Lösung rein wäßrig ist und die im Sprühvorgang zugeleitete Luft eine Temperatur von 60 bis 120° C aufweist. -
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die im Sprühvorgang zugeleitete Luft eine Temperatur von 75 bis 80° C aufweist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Suspension 0,8 bis 20%, vorzugsweise 2 bis 10% Cellulosederivat enthält.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Suspension 0,5 bis 5%, vorzugsweise 1 bis 3% Polyäthylenglycol enthält.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Polyäthylenglycol vom Molekulargewicht von 3 000 bis 20 000, vorzugsweise von 4 000 bis 6 000 verwendet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Suspension 0,5 bis 8%, vorzugsweise 1 bis 2% Titandioxid enthält.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufsprühen der Suspension und die gleichzeitige Zuleitung von erwärmter Luft kontinuierlich durchgeführt wird.
DE19752522483 1975-05-21 1975-05-21 Verfahren zur Herstellung von lackierten Tabletten Expired DE2522483C2 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19752522483 DE2522483C2 (de) 1975-05-21 1975-05-21 Verfahren zur Herstellung von lackierten Tabletten
LU74976A LU74976A1 (de) 1975-05-21 1976-05-19

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19752522483 DE2522483C2 (de) 1975-05-21 1975-05-21 Verfahren zur Herstellung von lackierten Tabletten

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2522483A1 DE2522483A1 (de) 1976-12-09
DE2522483C2 true DE2522483C2 (de) 1984-06-28

Family

ID=5947076

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19752522483 Expired DE2522483C2 (de) 1975-05-21 1975-05-21 Verfahren zur Herstellung von lackierten Tabletten

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE2522483C2 (de)
LU (1) LU74976A1 (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6432448B1 (en) 1999-02-08 2002-08-13 Fmc Corporation Edible coating composition
US6699315B2 (en) 2000-11-28 2004-03-02 Fmc Corporation Edible PGA coating composition
US6723342B1 (en) 1999-02-08 2004-04-20 Fmc Corporation Edible coating composition

Families Citing this family (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4543370A (en) 1979-11-29 1985-09-24 Colorcon, Inc. Dry edible film coating composition, method and coating form
US4643894A (en) * 1984-07-24 1987-02-17 Colorcon, Inc. Maltodextrin coating
US4600645A (en) * 1985-01-31 1986-07-15 Warner-Lambert Company Process for treating dosage forms
ZA86252B (en) * 1985-01-30 1986-09-24 Warner Lambert Co Coated dosage forms
US4797275A (en) * 1985-09-26 1989-01-10 Eli Lilly And Company Nicarbazin feed premix
US5436011A (en) * 1993-04-16 1995-07-25 Bristol-Myers Squibb Company Solid pharmaceutical dosage form and a method for reducing abrasion
US5807580A (en) * 1996-10-30 1998-09-15 Mcneil-Ppc, Inc. Film coated tablet compositions having enhanced disintegration characteristics

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1248864B (de) *
US3574860A (en) * 1966-03-25 1971-04-13 Richard R Crawford Medicaments coated with sodium ethyl cellulose sulfate

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6432448B1 (en) 1999-02-08 2002-08-13 Fmc Corporation Edible coating composition
US6723342B1 (en) 1999-02-08 2004-04-20 Fmc Corporation Edible coating composition
US6699315B2 (en) 2000-11-28 2004-03-02 Fmc Corporation Edible PGA coating composition

Also Published As

Publication number Publication date
DE2522483A1 (de) 1976-12-09
LU74976A1 (de) 1977-02-14

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69219303T2 (de) Filmbeschichtungen und Beschichtzusammensetzungen auf Basis von Zellulosepolymeren und Laktose
DE69002604T2 (de) Pharmazeutische Zubereitung mit verzögerter Freisetzung und seine Herstellung.
DE69634053T2 (de) Oral anzuwendende Arzneizusammensetzung enthaltend 2-Methyl-thienobenzodiazepin
EP0828480B1 (de) Neue pharmazeutische pelletformulierung
DE3915575C2 (de) Ranitidinhydrochlorid-Tablette
DE2522483C2 (de) Verfahren zur Herstellung von lackierten Tabletten
DE2858754C2 (de)
DE1617789B1 (de) Feuchtigkeitbeständige Überzugsmasse für feste pharmazeutische Zubereitungsformen
DE1492029A1 (de) Dragierverfahren
DE1617784A1 (de) Neue Arzneimittelform und ihre Herstellung
DE2528190B2 (de) Verfahren zum Beschichten von festen Arzneiformen
DE2529326B2 (de) Verfahren zur Herstellung von mit einem Film aus wasserlöslichem Celluloseäther beschichteten Formkörpern
DE1492140B1 (de) Dragierverfahren
DE2364104A1 (de) Verfahren zum umhuellen von tabletten zum pharmazeutischen gebrauch und neue umhuellte erzeugnisse
DE69214710T2 (de) Dirithromycin enthaltendes Arzneimittel
DE2247060B2 (de) Ueberzugsmittel fuer feste, oral verabreichbare arzneimittel
DE69104836T2 (de) Mit gelatine überzogene arzneimittel sowie verfahren zu deren herstellung.
DE2051301A1 (de) Gelatinekapsel Überzüge und ein Verfahren zu deren Herstellung
DE2049935A1 (de) Verfahren zum Überziehen von Tabletten mit Zucker
EP0050191B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines umhüllten Acetylsalicylsäurepräparates
DE2045749B2 (de) Feste Arzneiformkörper
DE19503670C2 (de) Dragiersuspension und Verfahren zur Herstellung der Dragees
DD273000A1 (de) Verfahren zur herstellung von ueberzuegen auf arzneiformen
DE1814669C3 (de) Überzugsmittel für Arzneiformen
DE1617412A1 (de) Neue Pigment-Lacke,Verfahren zur Herstellung solcher und ihre Verwendung zur Lackierung von geformten Arzneimitteln

Legal Events

Date Code Title Description
8110 Request for examination paragraph 44
D2 Grant after examination
8363 Opposition against the patent
8330 Complete disclaimer