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DE2417068A1 - Schwenkvorrichtung fuer die welle eines uhrteiles - Google Patents

Schwenkvorrichtung fuer die welle eines uhrteiles

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DE2417068A1
DE2417068A1 DE2417068A DE2417068A DE2417068A1 DE 2417068 A1 DE2417068 A1 DE 2417068A1 DE 2417068 A DE2417068 A DE 2417068A DE 2417068 A DE2417068 A DE 2417068A DE 2417068 A1 DE2417068 A1 DE 2417068A1
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DE
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bearing
pivoting device
shaft
membrane
pin
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DE2417068A
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Francois Voumard
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Seitz AG
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Seitz AG
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    • G04HOROLOGY
    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B31/00Bearings; Point suspensions or counter-point suspensions; Pivot bearings; Single parts therefor
    • G04B31/02Shock-damping bearings

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Pivots And Pivotal Connections (AREA)

Description

SEITZ S.A., Les Brenets / NE / Schweiz
Schv/enkvorrichtung für die Welle eines Uhrteiles
Gegenstand der Erfindung ist eine Schwenkvorrichtung für die Welle eines Uhrteiles, insb. der Unruh, bei welcher die an den Enden der Welle ausgebildeten Drehzapfen je in einem stoßdäinpfenden Lager sitzen, das innerhalb eines feststehenden Lagergehäuses entgegen der Wirkung von Federmitteln beweglich ist, welche das Lager in diesem Gehäuse normalerweise in einer zentrierten Lage festhalten.
ΪΟ/6 3 083
Fall 3 3
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Die Herstellung der bekannten Schwenkvorrichtungen dieser Gattung ist heikel und deren Gestehungspreis daher verhältnismäßig hoch. Sie weisem nämlich nicht weniger als acht Bauteile auf, um die zwei Drehzapfen einer Welle zu lagern. Auch wenn es gelingt, die Form dieser Bauteile derart zu treffen, daß deren Herstellung mit Hilfe von Automaten möglich ist, bleibt der Zusammenbau der Vorrichtung ein Vorgang, der die ununterbrochene Mitwirkung eines Arbeiters bedingt. Zur Erreichung einer vollen Mechanisierung des Zusammenbaues wären nämlich die erforderlichen Mittel, um jeden Bauteil dieser Schwenkvorrichtungen in die gewünschte Lage einzusetzen, zu aufwendig. Die bekannten Schwenkvorrichtungen sind somit ihres Gestehungspreises wegen zu teuer für die billigeren Uhren. Da ein Zapfenbruch, insb. bei der Unruh, die Uhr außer Betrieb setzt, wären die Träger der billigeren Uhren ohne stoßdämpfendes Lager aber in sonderbarer Weise genötigt, ihre Uhr sorgfältiger als eine Qualitätsuhr zu handhaben, vollen sie jene, selbst ohne große Genauigkeitsanforderungen, im Betriebszustand erhalten.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Schwenkvorrichtung der eingangs erwähnten Gattung zu schaffen, die einen wirksamen, den bei solchen Uhren zu erwartenden Strapazen angemessenen Schutz gewährleistet, und deren Gestehungspreis trotzdem in einem vernünftigen Verhältnis zu demjenigen der billigeren Uliren steht.
Die erfindungsgemäße Schwenkvorrichtung ist dadurch gekenn-
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zeichnet, daß jedes Lager in der Form einer auf den entsprechenden Zapfen gestülpten Kappe ausgebildet ist, die in der Richtung der Welienachse verschiebbar und um einen Durchmesser ihres Randes kippbar ist, dank dem die Federrnittel aus einer sich zwischen dem Rand dieser Kappe und dem Lagergehäuse erstreckenden, hauptsächlich in der Richtung senkrecht zu ihrer Ebene federnd nachgiebigen Membran bestehen.
Sechs Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Schwenkvorrichtung sind in beiliegender Zeichnung dargestellt und zwar zeigt :
Fig. 1 einen Schnitt des ersten Ausführungsbeispieles in normaler Arbeitsstellung;
Fig. 2 einen Bauteil der Vorrichtung von Fig. 1 in Draufsicht;
Fig. 3 einen der Fig. 1 ähnlichen Schnitt, bei welchem sich jedoch die Bauteile der Vorrichtung in einer extremen, während eines Stoßes eingenommenen Stellung befinden;
Fig. 4 bis 8 der Fig. 1 ähnliche Schnitte, die je eines der fünf übrigen Ausführungsbeispiele darstellen, und
Fig. 9 eine Draufsicht der Vorrichtung von Fig. 8.
Vom ersten Ausführungsbeispiel der erfindungsgcmäßen Schwenkvorrichtung (Fig. 1 bis 3) ist nur der obere, durch den (nicht dargestellten) Unruhkloben festgehaltene Teil in der Zeichnung
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veranschaulicht. Diese Vorrichtung dient der Lagerung einer Unruhwelle 1., an deren Enden Drehzapfen 2 ausgebildet sind. Jeder Drehzapfen 2 grenzt unmittelbar an die Welle 1 an. Er besitzt eine konische Seitenfläche 3 und eine Endfläche 4 in der Form einer Kugelhaube, die in die Seitenfläche 3 ohne Gratbildung übergeht.
Im Vergleiche mit den konventionellen zylindrischen Drehzapfen der Unruhwellen sind die Abmessungen des Zapfens 2 derart getroffen, daß dessen Endfläche 4 wenigstens annähernd den gleichen Durchmesser wie diese zylindrischen Zapfen aufweist. Die konische Fläche 3 hat ihrerseits einen vorzugsweise zwischen 10 und 40 liegenden Spitzenwinkel.
Jeder Zapfen 2 tritt in ein Lager 5 hinein, das in der Form einer auf den Zapfen 2 gestülpten Kappe ausgebildet ist. Diese Kappe 5 weist eine Innenfläche 6 auf, deren Form derjenigen des Zapfens 2 ähnlich ist. Die Innenfläche 6 setzt sich zusammen aus einem konischen Seitenteil 6a und einem Grundteil 6b, der die Form einer in den Teil 6a ohne Gratbildung übergehenden Kugelhaube besitzt. Der Durchmesser des Flächenteiles 6b ist jedoch ein wenig größer als derjenige der Endfläche Der Unterschied kann von der gleichen Größenordnung sein wie zwischen den konventionellen zylindrischen Drehzapfen und der Bohrung der zugehörigen Lochsteine. Der konische Flächenteil 6a hat seinerseits einen Spitzenwinkel, der vorzugsweise um bis 20° größer ist als derjenige der Seitenfläche 3.
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Das kappenförmige Lager 5 ist aus einem Stück mit einer kreisförmigen Membran 7 hergestellt, die an einem Lagergehäuse 8 durch Fassung befestigt ist. Das Gehäuse 8 hat die äußere Form eines Rückerplättchens. Es weist einen zylindrischen, in eine Bohrung des (nicht dargestellten) Unruhklobens mit Preßsitz einzusetzenden Teil 9 und einen kegelstumpfförmigen, der Lcigerung eines (nicht dargestellten) Rückers dienenden Teil 10 auf. Die Membran 7 hält normalerweise das kappenförmige Lager 5 in der in Fig. 1 dargestellten zentrierten Lage innerhalb des Gehäuses 8. Das Lager wird jedoch in jener Lage nicht starr festgehalten, weil die Membran 7 federnd nachgiebig ist. Zu diesem Zweck sind, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, Ausnehmungen 11 in der Membran 7 ausgestanzt, die lediglich schmale Arme 12 übriglassen. Diese radialen Arme 12 verbinden einen inneren, mit der Kappe 5 verbundenen Kranz 13 mit einem äußeren, am Lagergehäuse 8 befestigten Kranz 14. Die federnden Arme 12 gestatten Bewegungen des Kranzes 13 relativ zum feststehenden Kranz 14, die außerhalb der Ebene des letzteren erfolgen. Im Falle eines axialgerichteten Stoßes wird beispielsweise der Kranz 13 in das Gehäuse 8 durch Parallelverschiebung hineintreten. Eine seitliche Verschiebung des Kranzes 13 relativ zum Kranz 14 ist hingegen nicht möglich. Die beschriebene Vorrichtung kann jedoch den Zapfen 2 im Falle eines radialgerichteten Stoßes trotzdem schützen.
Um die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Schwenkvorrichtung im letzteren Fall zu verstehen, soll bemerkt werden, daß in-
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folge der beschriebenen Formen des Zapfens 2 und der Innenfläche 6 des kappenförmigen Lagers der Zapfen 2 diese Fläche 6 normalerweise nur in einem Punkt berührt. Ruht die Welle 1 aufrecht, so liegt der Scheitelpunkt der Endfläche 4 seines unteren Zapfens auf dem tiefsten Punkt des Flächenteiles 6b des entsprechenden Lagers. Irgend welche weitere Berührung zwischen der Außenfläche des unteren Zapfens und der Innenfläche seines Lagers ist ausgeschlossen. Der obere Zapfen der Welle
1 wird seinerseits im entsprechenden Lager mit einem gewissen Spiel sitzen. Er wird jedoch mit der Fläche 6 dieses Lagers höchstens in einem Punkt in Berührung treten, der vom Uebergangskreis zwischen seinen Flächen 3 und 4 unweit liegt. Ruht im Gegenteil die Welle 1 in einer horizontalen Lage, so tritt sie mit den Flächen 6 der entsprechenden Lager 5 in zwei Punkten ihrer Zapfen in Berührung ein, die sich in der Umgebung des Uebergangskreises zwischen den Zapfenflächen 3 und 4 befinden Ihrer Raumlage ungeachtet, tritt die Welle 1 mit den Flächen 6 ihrer Lager immer nur in zwei Punkten in Berührung ein, die je auf einer der kugelhaubenförmigen Endflächen 4 ihrer Zapfen liegen und sich somit auf den Innenflächen 6 der Lager 5 in der Nähe ihrer Grundteile 6b befinden. Im Falle eines radialgerichteten Stoßes wirken infolgedessen die Zapfen
2 auf die Lager 5 in diesen zwei punkten ein. Die so den Lagern 5 übermittelten Kräfte verursachen eine Kippbewegung derselben um einen Durchmesser ihrer der Membran 7 angeschlossenen Ränder. Während dieser Kippbewegung verschiebt sich der Grundteil der Innenfläche 6 jedes Lagers senkrecht zur Lager-
achse innerhalb des Leigergehäuses 8. Die Amplitude dieser Kippbewegung ist jedoch begrenzt. Fig. 3 zeigt nämlich, daß die Seitenfläche des Zapfens 2 mit der Innenfläche 6 des Lagers 5 bald längs einer Erzeugenden in Berührung eintritt. Fig. 3 stellt somit die extreme Kipplage des Leigers 5 dar. Obwohl letzterer die in Fig. 3 dargestellten Lage nicht überschreiten kann, ist der Zapfen 2 gegen radialgerichtete Stöße ausreichend geschützt. Die vom Lager 5 auf dem Zapfen 2 ausgeübte Gegenwirkung erfolgt an einer Zapfenstelle, die genügend massiv ist, um der Stoßwirkung standzuhalten. Fig. 3 zeigt, daß die feine Zapfenspitze lediglich die von der elastischen Verformung der Membran 7 herrührende Gegenwirkung erfährt. Im Falle eines schräg gerichteten Stoßes wird einer der Lager' 5 eine aus einer Parallelverschiebung und einer Kippbewegung kombinierte Bewegung ausführen.
Da die die Wellenzapfen 2 aufnehmenden Lager die seitlichen Wellenbewegungen selber begrenzen, sind die bei den bekannten konventionellen Vorrichtungen vorgesehenen starren Anschläge im Falle der erfindungsgemässen Schwenkvorrichtung überflüßig, was eine wesentliche Vereinfachung bedeutet, weil diese Anschläge bekanntlich eine genaue Bearbeitung erfordern.
Im Falle eines axialgerichteten Stoßes sind die Zapfen 2 dank ihrer Form der Knickgefahr nicht ausgesetzt. Die Membran 7 kann infolgedessen ausreichend starr gemacht werden, um die Verschiebungen der Welle 1 in dieser Richtung durch iln~e ei-
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gene Elastizität aufzufangen, sodaß starre Anschläge auch in diesem Falle erspart bleiben können.
In diesem ersten Ausführungsbeispiel können das Lager 5 und die Membran 7 aus Metall, beispielsweise aus Messing, Berylliumbronze, Stahl gegebenenfalls mit einem galvanischen SnNi-Ueberzug oder aus irgend einem weiteren Lagermetall hergestellt werden. Sie könnten ebenfalls aus Kunststoff bestehen.
Dank den Schwenkbedingungen der Welle 1 in ihren beiden Lagern und insb. der Tatsache, daß die Zapfen 2 dieser Welle je immer nur in einem Punkt mit den Lagerflachen 6 in Berührung treten, ist die Reibung der Wellenlage im Schwerefeld ungeachtet immer annähernd dieselbe. Mit der erfindungsgemäßen Schwenkvorrichtung sind die Gangunterschiede zwischen den Stellungen "liegend" und "stehend" der Uhr somit kleiner als mit zylindrischen, mittels Loch- und Decksteine gelagerten Zapfen.
Mit der erfindungsgemäßen Schwenkvorrichtung reichen ferner vier Bauteile aus, um die Welle 1 zu lagern. Außerdem sind die Formen dieser Bauteile einfach. Das Werkstück (5, 7) kann ausgestanzt und tiefgezogen werden. Seine Befestigung am Gehäuse 8 kann durch voll mechanisierte, verhältnismäßig einfache Mittel ausgeführt werden, da das Werkstück (5, 7) nicht in einer um die Lagerachse bestimmten Winkellage in das Lagergehäuse eingesetzt werden muß. Im Vergleiche mit den bekannten Schwenkvorrichtungen liegt der Gestehungspreis der erfindungs-
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gemäßen Vorrichtung viel tiefer, ohne daß entsprechende Leistungseinbußen in Kauf genommen werden müssen.
Der das Lager mit dem Lagergehäuse verbindenden Membran könnte die erforderliche Elastizität verliehen werden, indem anstelle der Ausstanzungen die im zweiten Ausführungsbeispiel (Fig. 4) gezeigten Mittel verwendet werden. Dabei besteht das kappenförmige Lager 5 aus einem Stück mit einer Membran 15,deren Stärke kleiner ist als diejenige der Lagerwandung.
Ohne die Bauteilenanzahl der Vorrichtung zu vermehren, ist es bei der erfindungsgemäßen Schwenkvorrichtung doch möglich, starre Begrenzungsanschläge für die Welle 1 wie bei den bekannten stoßdämpfenden Lagern vorzusehen. Fig. 5 stellt ein solches Beispiel dar. In diesem dritten Ausführungsbeispiel ist das Lagergehäuse 16 kalottenförmig.Dieses Gehäuse ist nämlich mit einem Boden 17 versehen, der eine zentrale Oeffnung aufweist. Die Außenfläche des Bodens 17 begrenzt die axialen Verschiebungen der Welle 1 und der Rand der Oeffnung 18 deren radialen Verschiebungen. In diesem Ausführungsbeispiel sind das kappenförmige Lager 19, das den Zapfen 2 aufnimmt, und die Membran 20 aus einem Kunststoffstück geformt, das am Gehäuse 16 durch Einfassung befestigt ist.
Das vierte Ausführungsbeispiel (Fig. 6) stellt eine Vorrichtung zur Aufnahme des unteren Drehzapfens 2 der Welle 1 dar. Diese Vorrichtung umfaßt ein Gehäuse 21, das zur Einsetzung
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mit Preßsitz in eine TCer]q;>lattenbohrung bestimmt ist. Wie bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen v/eist dieses ebenfalls ein kappenförmiges Lager 22 auf, das aus einem Stück mit einer Membran 23 besteht, welche das bewegliche Lager 22 mit dem feststehenden Lagergehäuse 21 verbindet. Das Stück (22, 23) kann im Vergleiche mit den Ausführungsbeispielen ohne starre Anschläge aus einem verhältnismäßig weichen Kunststoff geformt werden. Dessen Befestigung am Gehäuse 21 ist mittels eines in eine Gehäuseausnehmung 25 eingefaßten Metallringes 24 gewährleistet, der den äußeren Rand des Stückes (22, 23) gegen den Boden der Ausnehmung 25 drückt. Wie im dritten Ausführungsbeispiel weist der Ring 24 eine zentrale Oeffnung 26 auf und er stellt einen starren Anschlag dar, der die axialen und radialen Verschiebungen der Welle begrenzt.
Die erfindungsgemäße Schwenkvorrichtung zwingt die Verwendung von konischen Drehzapfen keinesfalls auf. Das fünfte Ausführungsbeispiel (Fig. 7) zeigt den Fall einer konventionellen Welle 1 mit Ansatz 27 und zylindrischem Drehzapfen 28. Der Zapfen 28 und der Ansatz 27 werden durch ein mit einer Membran 3 0 aus einem Kunststoffstück geformtes Lager 29 aufgenommen. Das kappenförmige Lager 29 besitzt eine Innenfläche 31, deren Form derjenigen des Wellenendes entspricht. Die Fläche 31 weist jedoch konische Flächenstücke 32 und 33 auf, deren Spitzenwinkel derart gewählt sind, daß im Falle eines radialen Stoßes das Lager 29 durch den Zapfen 28 gekippt wird,
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bis der Ansatz 27 gegen das F.! ächenstück 33 anliegt. Die gewünschte Arbeitsweise ist gesichert, sobald die innere Lagerfläche eine nur wenig weiter geöffnete Form hat als das durch das Lager aufgenommene Wellenende. Im Falle eines radialen Stoßes wird nämlich das Wellenende längs einer Linie gegen das Lager anliegen, sobald die Lagerluft von der Zapfenspitze gegen den Lagerrand hinzu linear zunimmt.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 ist das Stück (29, 30) am Lagergehäuse 34 durch Schnappschluß befestigt. Das Gehäuse 34 weist zu diesem Zwecke einen Kragen 35 mit Wolfzahnprofil auf, der die Einführung des Membranenrandes in eine ringförmige Ausnehmung 36 des Gehäuses 34 einfach durch Axialdruck auf die Membran 30 gestattet.
Die axialen und radialen Verschiebungen einer konventionellen Welle 1 mit Ansatz 27 und zylindrischem Zapfen 28 können auch mittels starrer Anschläge nach den Beispielen von Fig. 5 und 6 begrenzt werden wie es das sechste Ausführungsbeispiel (Fig. 8 und 9) veranschaulicht. Es ist dann nicht mehr erforderlich, daß die Form des Innenraumes 37 des kappenförmigen Lagers 38 derjenigen des dadurch aufgenommenen Wellenendes genau entspricht.
Wie im Beispiel nach Fig. 6 sind das Lager 38 und die aus einem Kunststoffstück mit ihm geformte Membran 39 in einer Ausnehmung 40 des Lagergehäuses 4i mittels eines eingefaßten
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Ringes 42 mit Oeffnung 43 festgehalten. In diesem sechsten Ausführungsbeispiel hat das Stück (38, 39) eine leichter herstellbare Form als das Stück (22, 23) der Fig. 6. Der Ring 42 ist aber nicht mehr flach, sondern nach außen leicht gewölbt. Diese Form hat den Vorteil, daß dem Ring eine erhöhte Starrheit verliehen wird, sodaß er den stärksten axialen Stößen besser widerstehen kann. Im gleichen Zusammenhang wird der Ring 42 vorzugsweise aus einem Material hergestellt, dessen Härte über 50 0 Vickers liegt, beispielsweise aus gehärtetem Stahl, damit er durch die Stöße nicht verletzt wird und der Zapfen auf keinen Fall von dem annähernd zylindrischen Lagerraum mit der Gefahr austreten kann, daß Späne vom ausgeweiteten Lagerteil weggerissen werden, wenn der Zapfen nach einem starken Stoß in seinen Lagerraum zurückkehrt. Die Wölbung des Ringes 42 ist leicht herstellbar. Um die Herstellung des Stückes (38, 39) durch Erhöhung der Membranenstärke zu erleichtern, ohne dabei ihre Elastizität und"die Aufhängebedingungen des Lagers 38 innerhalb des Gehäuses 41 aufzuopfern, sind Ausschnitte 44 (Fig. 9) am Rande der Membran 39 vorgesehen. Eine Ringnut 45 ist ebenfalls in der Membran 39 rings um das Lager 38 vorgesehen.
Dank den Arbeitsbedingungen der beschriebenen Vorrichtungen und insb. der elastischen Membran, welche die Stoßdämpfung gewährt, v/ird sie sich mit der Zeit nicht verändern, selbst wenn sie aus Kunststoff besteht, v/eiü sie keiner dauernden mechanischen Beanpruchung unterworfen ist.
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Claims (11)

  1. PATENTANSPRUECHE :
    Iy Schwenkvorrichtung für die Welle eines Uhrteiles, insbesondere der Unruh, bei v/elcher die an den Enden der
    Welle ausgebildeten Drehzapfen je in einem stoßdämpfenden Lager sitzen, das innerhalb- eines feststehenden Lagergehäuses entgegen der Wirkung von Federmitteln beweglich ist, welche das Lager in diesem Gehäuse normalerweise in einer zentrierten Lage festhalten, dadurch gekennzeichnet, daß
    jedes Lager in der Form einer auf den entsprechenden Zapfen (2, 28) gestülpten Kappe (5, 19, 22, 29, 38) ausgebildet ist, die in der Richtung der Wellenachse verschiebbar und um einen Durchmesser ihren Randes kippbar ist, dank
    dem die Federmittel aus einer sich zwischen dem Rand dieser Kappe und dem Lagergehäuse (8, 16, 21, 34, 41) erstreckenden, hauptsächlich in der Richtung senkrecht zu
    ihrer Ebene federnd nachgiebigen Membran (7, 15, 20, 23, 30, 39) bestehen.
  2. 2. Schwenkvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das kappenförmige Lager (5, 19, 22, 29,
    38) und die federnd nachgiebige Membran (7, 15, 20, 23, 30,
    39) aus einem Stück bestehen.
  3. 3. Schwenkvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der das Lager (22, 38) und die Membran
    (23, 39) umfassende Bauteil aus Kunststoff besteht und
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    durch einen am lagergehäuse (21, 41) befestigten Metallring (24, 42) gehalten ist, der einem Wellenteil"durch eine zentrale Oeffnung (26, 43) freien Durchlaß gewährt und die axialen und radialen stoßbedingten Wellenverschiebungen begrenzt.
  4. 4. Schwenkvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (15) dünner ist als die Wand des Lagers (5).
  5. 5. Schwenkvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die. Membran (7) mit Oeffnungen (11) versehen ist, die schmale Arme (12) zwischen ihnen bestehen lassen, welche einen inneren Kranz (13) und einen äußeren Kranz (14) der Membran (7) miteinander verbinden.
  6. 6. Schwenkvorrichtung nach einem der Ansprüche 1, 2, 4, 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Lager (5, 19, 22) eine konische innere Seitenfläche (6a) und der Drehzapfen (2) eine ebenfalls konische äußere Seitenfläche (3) aufweist.
  7. 7. Schwenkvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Spitzenwinkel des Drehzapfens (2) zwischen 10 und 40 beträgt, und daß der Spitzenwinkel der konischen inneren Seitenfläche (6a) des Lagers (5) um 5° bis 20° größer ist.
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  8. 8. Schwenkvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch cjekennzeichnet, daß die Zapfenendfläche (4) die Form einer Kugelhaube besitzt, die sich der konischen Zapfenfläche (3) ohne Gratbildung anfügt und daß der entsprechende Teil (6b) der Lagerinnenfläche (6) ebenfalls die Form einer Kugelhaube besitzt, die sich der konischen Seitenfläche (6a) ohne Gratbildung anfügt, wobei der Durchmesser der Kugelhaube (6b) des Lagers (5, 19, 22) ein wenig größer ist als derjenige der Kugelhaube (4) des Drehzapfens (2) .
  9. 9. Schwenkvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugelhaube (4) des Drehzapfens (2) . den Durchmesser hat, der dem konventionellen zylindrischen Drehzapfen zur Lagerung der gleichen Welle (1) gegeben würde und daß die Kugelhaube (6b) des Lagers (5, 19, 22) den Durchmesser hat, welcher der Bohrung des Lochsteines zur Lagerung des betreffenden konventionellen zylindrischen Drehzapfen gegeben würde.
  10. 10. Schwenkvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Lager (5, 19, 22, 29) eine Innenfläche (6, 31) besitzt, deren Form sich von derjenigen der Außenfläche (3, 4; 22, 28) des vom Lager umschlossenen Wellenteils lediglich dadurch unterscheidet, daß sie ein wenig offener ist.
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  11. 11. Schwenkvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerluft bei zentriertem und in das Lager voll eingestecktem Drehzapfen, von der Zapfenspitze bis zum Lagerrand linear zunimmt.
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    Le e rs e i te
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