DE2415023B2 - Laermschutzwall - Google Patents
LaermschutzwallInfo
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Description
2. L^nnscfiutzwailifnach Anspruch 1, dadurch
gekennzeirWi'dffl die-Hüllschicht J4) gVz oder
teilweise am bepflanzbarem Mutterboden besteht
3. Lärmschutzwall 'nach Anspruch 1-oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß ciie HüllschicHt- (4)
mindestens teilweise aus Lehm und/oder Zementbeton und/oder bituminösem Material besteht
4. Lärmschutzwall nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet daß der Kern (K) an der
Krone (6) eine Einsenkung (9) zur Aufnahme einer zusätzlichen Menge Klärschlamms aufweist
5. Lärmschutzwall nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet daß der Fuß des Kerns
(K) im anstehenden Boden versenkt angeordnet ist
6. Lärmschutzwall nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet daß der Fuß des Kerns (K) einen
Fortsatz (13) aufweist, der bis an oder in den Rand der Straßenbefestigung reicht
7 Lärmschutzwall nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet daß die Blöcke (1,2) mit
einer Umhüllung versehen sind.
8. Lärmschutzwall nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Umhüllungen aus nach der Errichtung des Lärmschutzwalles zerfallendem Material
bestehen.
40
Die Erfindung betrifft einen Lärmschutzwall für Straßen oder Start- und Landebahnen.
Aus der Zeitschrift »Lärmbekämpfung«, Heft 6,1972, Seiten 141 bis 144 ist es bekannt, einen Lärmschutzwall
aus Aushubmaterial von Großbaustellen zu erstellen. Abgesehen davon, daß derartiges Material nicht immer
in der gewünschten bzw. erforderlichen Menge in die Transportkosten rechtfertigender Entfernung vorhanden
ist, ist dieses Material häufig für andere Zwecke nützlicher weiterzuverwenden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Lärmschutzwall der eingangs genannten Art zu
schaffen, der einen noch wirtschaftlicheren Aufbau aufweist Zur Lösung dieser Aufgabe ist davon
auszugehen, daß die aus den DT-AS 17 59 069 und 59 070 bekannten Maßnahmen, z.B. Deiche aus
gepreßten Müllblöcken zu errichten, auf dem in Frage stehenden Anwendungsgebiet allein nicht ausreichen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Wall aus einem von übereinander und
nebeneinander angeordneten, gepreßten Blöcken aus Müll gebildeten Kern, einer den Kern mindestens
teilweise überdeckenden Schicht aus entwässertem Klärschlamm und einer den Klärschlamm wenigstens
zum Teil abdeckenden Hüllschicht besteht. Ein derart λ5
aufgebauter Wall ist wegen der die Müllblöcke überdeckenden Schicht aus Klärschlamm und der
darüberliegenden Hüllschicht haltbar, weil der Klär-
- , , « -Tt i„
schlamm mindestens im äußeren Bereich zwischen die übereinaridergescli&hlfejien Müliblöcke eindringt und
damit Hohlräume -beseligt, ώ denen sich Witterungseinflüsse, Vor alJem;Frost and Fjeuchtigkeit, zerstörend
auswirken Jcömien. qazu-gesellt sich die gleichfalls
schützende Wirkungäer HüUschictat
Diese kann entsprechend einer Weiterbildung der
Erfindung"*aus Lehm, Zementbeton oder bituminösem
Material bestehen: sie besteht jedoch in einer bevorzugten Ausführung der Erfindung aus bepflanzbarem
Mutterboden. Beispielsweise wirkt eine Hüllschicht aus bepflanzbarem Mutterboden mit den in die
KlärscMamriischichfcund rai Laufe der Zeit bis in die
MüUbtöcke dndnngenden.Pflanzenwurzeln fast wie ein
den Wall zusammenhaltender Panzer.
Der Hauptvorteil des erfindungsgemäß gestalteten Lärmschutzwalls tiesteht darin, daß seine Errichtung so
gut wie keine Materialkosten verursacht Vielmehr fällt das verwendete Material ohnehin in allen bewohnten
Gegenden kostenlos an und bedarf noch dazu der Beseitigung, die sich in zunehmendem Maße als
schwierig erweist Mit der Errichtung von erfindungsgemäß aufgebauten Wällen wird daher zugleich das
weitere Problem der Müllbeseitigung und der Beseitigung von Klärschlamm gelöst Der für die äußere
Schicht in der bevorzugten Ausführungsform nötige Mutterboden steht in aller Regel ohnehin an der Stelle
zur Verfügung, wo der Wall errichtet werden soll, so daß auch insoweit keine Materialkosten entstehen. Zur
Errichtung des Walles bedarf es nur ungelernter Arbeitskraft weil es sich lediglich darum handelt
angelieferte Müllblöcke, die in der Regel Quaderform haben, übereinander zu schichten und in dem danach
entstandenen stufenförmigen Gebilde die Lücken mit dem Klärschlamm zu füllen, um danach nur noch die
Hüllschicht, z.B. aus Mutterboden, aufzulegen. Dabei
kann man sich weitgehend auf einfache Weise den gegebenen Verhältnissen anpassen, also der Tatsache,
daß in manchen Gegenden verhältnismäßig viel Müll und verhältnismäßig wenig Klärschlamm zur Verfügung
steht oder umgekehrt Denn dazu bedarf es lediglich einer geeigneten Bemessung der Müllblöcke, also der
Einstellung der bekannten Müllblockpressen, die ohnehin darauf eingerichtet sind, größere oder kleinere
Blöcke zu fertigen. Aus kleinen Müllblöcken kann ein Wallkern mit entsprechend kleinen Stufen und entsprechend
geringem Bedarf an Klärschlamm aufgebaut werdea Größere Blöcke ergeben entsprechend große
Stufen und ermöglichen damit das Aufbringen großei Klärschlammengen.
Ist in irgend einer Gegend der Anfall an Klärschlamm
besonders groß, so kann dem leicht dadurch abgeholfer werden, daß an der Krone in dem aus den Müllblöckei
bestehenden Wallkern eine Einsenkung oder Ausneh mung vorgesehen wird, die zur Aufnahme eine
zusätzlichen Menge von Klärschlamm geeignet ist.
In einer anderen und vielfach bevorzugten Ausftih
rungsform der Erfindung ist der Fuß des aus dei Müllblöcken bestehenden Kerns im anstehenden Bode
versenkt angeordnet. Dadurch wird für den Wall nich nur eine Art Fundament geschaffen. Vielmehr kann da
für die Versenkung auszuhebende Erdreich zugleic weiterverwendet werden, um die äußere Schicht au
Mutterboden herzustellen. Verläuft der Wall seinem m der Erfindung in erster Linie erstrebten Zwec
entsprechend entlang einer Straße, so kann sein Fuß i einer bevorzugten Ausführung der Erfindung mit einei
Fortsatz versehen werden, der bis an oder in den Ran
tür Straßenbefestigung reichuDer Wall bildet dann ein
Filter für die von der Straße ablaufenden verschmutzten
und meist Straßenstreusalz und vor allem, Cl enthaltenden Wässer. Wird dabei im Laufe der Jabre ein gewisser
Sättigungsgrad erreicht, der diese Wirkung beeinträchtiet so macht der Ersatz der in diesen. Bereich
liegenden Müllblöcke keine sonderlichen Schwierigkeiten, da zumindest der Wallkern ja nicht aus Beton oder
anderem hatten Material besteht, das .erst durch
maschinelle Werkzeuge mühsam und zeitraubend zerstört werden müßte.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
restlichen Unteransprüchen 7 und 8 angegeben.
Die nach diesen Ausgestaltungen umhüllten Müllbfckke
können, wie dies auch sonst bei ,Blöcken aus nicht
völKg fest zusammenhaftendem Material üblich ist, an
ihrer Fertigungsstelle mit einer Umhüllung versehen werden. Diese Umhüllung besteht vorzugsweise aus
einem nach einiger Zeit verrottenden Material, das mindestens anfänglich, also jedenfalls nach der Errichtung
des Lärmschutzwalles reißfest ist und beispielsweise aus mit Fasern verstärktem Papier besteht, so daß die
Umhüllung die biologischen Vorgänge zwischen benachbarten Müllblöcken, die sich für die Entstehung
eines biologisch nützlichen Körpers günstig auswirken, nicht stören. Mit nach einiger Zeit zerfallender
Umhüllung versehene MüHblöcke sind an sich aus der deutschen Auslegeschrift 10 82 861 bekannt Geeignete
Umhüllungen, die nach einiger Zeit zerfallen, bestehen beispielsweise aus gegen Feuchtigkeit unempfindlichem,
nötigenfalls aus dem erwähnten faserverstärkten Papier. Die Verrottung erfolgt mehr oder weniger
gleichzeitig mit dem Müll.
Der Lärmschutzwall hat noch weitere vorteilhafte Wirkungen. Bisher war es üblich, den Klärschlamm mit
etwa 70 Vo Wassergehalt auf besonderen Schlammbeeten zu trocknen. Solche Beete nehmen Raum in
Anspruch, der anderweitig nicht nutzbar ist Dieser Maßnahme bedarf es bei der Verwendung des
Schlammes beim Aufbau des Lärmschutzwalles mit nicht oder jedenfalls nur sehr vorübergehend umhüllten
MüHblöcken nicht Denn dann wird dem Klärschlamm nach innen Wasser durch den darunterliegenden Müll
und nach außen durch die Abdeckung mit Mutterboden entzogen. Dem Klärschlamm wird das Wasser auf diese
Weise schneller entzogen als auf die bisher angewendete Trocknung auf Schlammbeeten, deren es dann auch
nicht mehr bedarf. Dabei wirkt sich die nach außen dringende Feuchtigkeit in vorteilhafter Weise auf das
Wachstum der in die Mutterbodenschicht gesäten oder gesetzten Pflanzen aus. ,
Eine weitere vorteilhafte Wirkung besteht dann, daß in dem aus Müll bestehenden Kern, dessen Blöcken
natürlich in üblicher Weise metallische Bestandteile vor dem Pressen im wesentlichen entzogen worden sind,
Verrottungsprozesse ablaufen, die sich über Jahre hinaus erstrecken können und dabei ständig Wärme
abgeben. Diese nach außen dringende Wärme bewirkt daß der Flüssigkeitsanteil in der Schicht aus Klärschlamm
schnell absinkt, mit der weiteren Wirkung, daß sich aus dem Klärschlamm in verhältnismäßig kurzer
Zeit eine den Kern umhüllende feste Schicht bildet Solange im übrigen die Wärmeentwicklung andauert
fördert sie das Pflanzenwachstum und sorgt dafür, daß der Lärmschutzwall wenigstens in Gegenden der (.5
mittleren Breite des Erdballs weitgehend schnee- und eisfrei bleibt Ist die Verrottung des Mülls und damit die
Wärmeentwicklung nach Jahren beendet so sind die Pflanzenwurzeln in den Wallkörper so weit eingedrungen,
daß der Fortfall der Wärmeentwicklung keine Bedeutung mehr hat In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt
Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Geländes
mit dem Lärmschutzwall einer Wohnsiedlung und einer Schnellstraße und
Fig.2 bis 5 Querschnitte durch verschiedene
Lärmschutzwälle.
In F i g. 1 ist D der Lärmschutzwall, der sich zwischen
einer Wohnsiedlung S und einer Autobahn A erstreckt und den von der Autobahn herrührenden Lärm
weitgehend von der Siedlung fernhält Der dargestellte Lärmschutzwal] läßt einen Kern JC und eine Bepflan
zung B erkennen. Der Aufbau des Kerns und die den Kern mindestens teilweise überdeckende Hüllschicht 4
aus Klärschlamm sind in F i g. 1 nicht dargestellt
F i g. 2 zeigt die einfachste Form eines erfindungsgemäß
gestalteten Lärmschutzwalls. Sein Kern besteht aus übereinandergeschichteten Lagen von gepreßten Blökken
1 und 2 aus Müll, die sich nur in ihrer Anordnung voneinander unterscheiden. Die Blöcke liegen, urn
gegenseitige Verschiebungen zu vermeiden, quer zur Zeichenebene versetzt zueinander. Um diesen Unterschied
klarzumachen, sind die Blöcke 1 schraffiert und die Blöcke 2 unschraffiert dargestellt. Dies gilt auch für
die Darstellungen nach F i g. 3 bis 5.
Die beim Bau des Lärmschutzwalls angelieferten Blöcke können aus Transportgründen von einer nicht
gezeichneten Hülle umschlossen sein. Für diese Hülle wird am besten ein Werkstoff gewählt, der nach einiger
Zeit aber jedenfalls nach dem Errichten des Lärmschutzwalls, zerfällt. Die Gründe hierfür sind oben
erläutert
Der aus den Blöcken 1, 2 bestehende Kern des Lärmschutzwalls ist an seinen beiden Flanken treppenfortnig
gestuft Nachdem die Blöcke aufgeschichtet sind und der Kern damit fertiggestellt ist, wird der Kern
außen mi» einer Schicht 3 aus entwässertem Klärschlamm überdeckt Damit verschwinden die Stufen des
Kerns. Dazu ist umsomehr Klärschlamm erforderlich, je tiefer die Stufen des Kerns sind. Um im Einzelfalle eine
verhältnismäßig große Klärschlammenge unterbringen zu können, bedarf es daher lediglich der Verwendung
verhältnismäßig großer Blöcke 1, 2. Steht nur eine geringe Klärschlammenge zur Verfugung, so kann
gemäß F i g. 3 auch nur eine Seite des LärmschutzwaHs
mit Klärschlamm bedeckt und die andere Seite mit einem anderen Füllmaterial 5 oder mit Muuerboden
abgedeckt werden.
Die Schicht 3 aus Klärschlamm oder Füllmaterial wird von einer Hüllschicht 4 überdeckt die bevorzugt
aus Mutterboden besteht. Damit wird der Lärmschutzwall in der aus F i g. 1 ersichtlichen Weise bepflanzbar.
Die Pflanzen dringen mit ihren Wurzeln durch den Mutterboden in den Klärschlamm und mit der Zeit auch
in die MüHblöcke ein. Die Bepflanzung ist in F i g. 2 bis nicht dargestellt
ent aargeMciii.
Es kann der Fall eintreten, daß für den Lärmschutzwall zwischen der Straße und dem zu schützenden
Gelände nur eine verhältnismäßig schmale Fläche zur Verfügung steht. Um in einem solchen Falle dem
Lärmschutzwall trotzdem die nötige Höhe geben zu können, kann es sich empfehlen, den Flanken zwischen
der Krone 6 und dem Geländeboden 7 einen konvexen Knick 8 zu geben, wie dies in F i g. 2 und 3 dargestellt ist.
Einfache statische Überlegungen zeigen, daß durch
diese Maßnahme die Standfestigkeit des Lärmschutzwalls nicht beeinträchtigt wird.
Es kann auch der Fall gegeben sein, daß die in irgend
einem Bezirk anfallende Klärschlammenge so groß ist, daß sie sich nicht mit genügender Sicherheit, also mit
Verankerung in den Stufen des aus den Müllblöcken bestehenden Kernes mit hinreichender Sicherheit
unterbringen läßt. In einem solchen Falle sieht die Erfindung gemäß F i g. 4 an der Krone 6 im Kern der
Müllblöcke eine Einsenkung 9 vor, die zur Aufnahme einer zusätzlichen Menge Klärschlamm dient
In einigermaßen ebenem Gelände kann der Lärmschutzwall in der aus F i g. 2 bis 4 ersichtlichen Weise
einfach dadurch errichtet werden, daß die Blöcke 1, 2 auf die vorhandene Bodenfläche aufgelegt werden. Es
kann jedoch auch Fälle geben, in denen bei verhältnismäßig unebenem Gelände oder auch wegen der
Struktur des Bodens eine Verankerung des Lärmschutzwalls angezeigt ist Ein derartiger Fall ist in F i g. 5
dargestellt. Dort ist im anstehenden Boden ein Graben 10 ausgehoben, der sich über die Breite des Fußes des
Lärmschutzwalls erstreckt Die Tiefe des Grabens 10 kann in aller Regel wesentlich kleiner sein als die Höhe
des Lärmschutzwalls oberhalb des Geländes 11. Die innerhalb des Grabens 10 befindlichen Blöcke 1,2 bilden
gewissermaßen ein Fundament
F i g. 5 veranschaulicht auch noch eine weitere, mil der Fundamentbildung nicht unmittelbar zusammenhängende
vorteilhafte Ausgestaltungen des Lärmschutzwalls, die darin besteht daß an der der Straße
zugewandten, in F i g. 5 also rechten Seite ein Fortsat?
13 ausgebildet ist, der aus zusätzlichen Müllblöcken und
einem entsprechenden Ansatz 14 der Hüllschicht 4 besteht und sich bis dicht an die Fahrbahn 15 der Straße
16 erstreckt Gegebenenfalls kann es sogar zweckmäßig sein, den Fortsatz 13 und den Ansatz 14 — in F i g. f
gesehen nach rechts — noch weiter zu erstrecken.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. LärrnsdnitzwaD für Straßen oder Start- und
Landebahnen,1 dadurch , geicenjnzeichnet,
daß er aus einein von übereinander ündnebeneinaader
angeordneten gepreßten Blöcken (1,2) aus Müll gebildeten Kern (X), einer den Kern (^) mindestens
teilweise überdeckenden Schicht (3) aus entwässertem Klärschlamm und einen den Klärschlamm )O
wenigstens-zum Teil abdeckenden Hüllschicht (4)
Priority Applications (1)
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DE19742415023 DE2415023C3 (de) | 1974-03-28 | 1974-03-28 | Lärmschutzwall |
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DE19742415023 DE2415023C3 (de) | 1974-03-28 | 1974-03-28 | Lärmschutzwall |
Publications (3)
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DE2415023B2 true DE2415023B2 (de) | 1977-05-18 |
DE2415023C3 DE2415023C3 (de) | 1979-07-05 |
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ID=5911456
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DE (1) | DE2415023C3 (de) |
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