DE239661C - - Google Patents
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- DE239661C DE239661C DENDAT239661D DE239661DA DE239661C DE 239661 C DE239661 C DE 239661C DE NDAT239661 D DENDAT239661 D DE NDAT239661D DE 239661D A DE239661D A DE 239661DA DE 239661 C DE239661 C DE 239661C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60L—PROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
- B60L15/00—Methods, circuits, or devices for controlling the traction-motor speed of electrically-propelled vehicles
- B60L15/32—Control or regulation of multiple-unit electrically-propelled vehicles
- B60L15/34—Control or regulation of multiple-unit electrically-propelled vehicles with human control of a setting device
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Control Of Multiple Motors (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 239661 KLASSE 20/. GRUPPE
MAFFEI-SCHWARTZKOPFF WERKE G. μ. β. H, ' und RUDOLF RICHTER in BERLIN.
Elektrische Steuerung von einzeln gespeisten Elektromotoren, insbesondere Bahnmotoren,
von beliebiger Stelle aus.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Juli 1910 ab.
Bei mehreren je für sich gespeisten und von einer Stelle aus geregelten Elektromotoren
(Zugsteuerung) müssen besondere Hilfsvorkehrungen getroffen werden, um zu erreichen,
daß die einzelnen Motoren entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit, d. h. in den meisten praktisch
vorkommenden Fällen, gleich belastet werden. Im allgemeinen begnügt. man sich
damit, in gewissen Zeiträumen die den einzelnen Motoren zugeführten Spannungen auszugleichen,
oder man sieht Maximalrelais vor, die wohl die Spannungserhöhung und die
Stromstärke in gewissen Grenzen halten, nicht aber für gleiche Beanspruchung der Motoren
sorgen.
Nach der Erfindung sollen die Steuerorgane der. einzelnen Motoren von der Differenz, gebildet
aus dem betreffenden Motorstrom und dem Mittelwert sämtlicher Motorströme, be-
ao einflußt werden, derart, daß sie stets" auf Gleichheit der einzelnen Motorströme regeln.
Der Mittelwert der Motorströme läßt sich beispielsweise dadurch erhalten, daß man in
jeden Motorstromkreis die Primärwicklung eines Reihenschlußtransformators einfügt und
sämtliche Sekundärwicklungen in Reihe schaltet und in sich kurzschließt; denn dann fließt
darin ein dem Mittelwert sämtlicher Motorströme proportionaler Strom. Die Differenz
von Motorstrom und Mittelwert sämtlicher Motorströme kann zur Beeinflussung der zu
dem betreffenden Motor gehörigen Steuerorgane derart Verwendung finden, daß ein positiver Wert die dem Motor zugeführte
Spannung verringert, ein negativer Wert sie erhöht.
Besonders einfach wird die Steuerung, wenn die Steuerogane durch Hilfsmotoren beeinflußt
werden, wie es beispielsweise bei. der Spannungsänderung durch Induktionsregler oder
bei der Regelung durch Verschiebung der Bürsten des Hauptmotors üblich ist. Hier kann
man den Erregerfluß des Hilfsmotors durch die Differenz, gebildet aus dem Strom des
Hauptmotors und dem Mittelwert sämtlicher Motorströme, beeinflussen (z. B. durch eine
zusätzliche Erregerwicklung), so daß die Bewegung des Induktionsreglers oder der Bürsten
bei positivem Wert verzögert, bei negativem beschleunigt wird. Beim Zurückstellen der
Steuerorgane ist nur die Stromrichtung in der Haupterregerwicklung des Hilfsmotors zu ändern
; die zusätzliche Erregerwicklung wirkt ohne. Umschaltung in richtigem Sinne, d. h.
sie beschleunigt jetzt den Hilfsmotor bei zu großer Stromaufnahme des Hauptmotors.
Der Führer steuert hierbei zweckmäßig nach der Stromaufnahme der Hauptmotoren, entweder
durch Beobachtung eines Strommessers, der im Kreis der Sekundärwicklungen der Hilfstransformatoren liegt, also den Mittelwert
sämtlicher Motorströme anzeigt, oder, da die Steuerorgane ja selbsttätig auf Gleichheit
der einzelnen Motorströme regeln, durch Beobachtung der Stromstärke eines Hauptmotors,
Durch Einstellung der den Hilfs-
motoren zugeführten Spannung ist der Führer in der Lage, die Regelungsorgane beliebig
schnell einzustellen.
Die Differenz, gebildet aus dem Strom eines Motors und dem Mittelwert sämtlicher Motorströme,
erhält man auf einfachste Weise an den Klemmen der Primär- oder Sekundärwicklung
des Hilfstransfonnators; denn im
wesentlichen ist der magnetische Fluß im
ίο Transformator oder wenigstens seine mit dem
Motorstrom phasengleiche Komponente und damit die Spannung an den Klemmen einer Wicklung auf dem Transformator dieser Differenz
der Ströme proportional.
Die zusätzliche Erregerwicklung am Hilfsmotor ist so anzuordnen, daß sie dessen
Haupterregerwicklung möglichst wenig beeinflußt; am besten vermeidet man eine magnetische
Verkettung dieser beiden Wicklungen.
Um zur Steuerung Reihenschlußmotoren verwenden zu können und doch bei Gleichheit
der Ströme in den Hauptmotoren zu erreichen, daß die Geschwindigkeiten der einzelnen Hilfsmotoren
auch bei verschiedenen Widerstandsmomenten einander gleich sind, werden zweckmäßig
Ausgleichsverbindungen in an sich bekannter Weise zwischen den die Geschwindigkeit
der Hilfsmotoren bestimmenden Wicklungen vorgesehen.
Durch besondere Hilfsvorrichtungen werden zweckmäßig die Hilfsmotoren so geregelt, daß
ihr Strom mit den Hauptmotorströmen in Phase ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel für die beschriebene Zugsteuerung dargestellt,
und zwar sind zwei Fahrzeuge vorausgesetzt.
Die von den Hauptmotorströmen in ihren Primärwicklungen durchflossenen Hilfstransformatoren
sind mit t bezeichnet; ihre Sekundärwicklungen sind in Reihe geschaltet, so
daß in dem so gebildeten über Erde geschlossenen Stromkreis ein Strom fließt, der
dem Mittelwert der Hauptmotorströme proportional ist. An den Klemmen der Sekundärwicklungen
liegen die Hilfswicklungen e2
der Hilfsmotoren a, ex, die beispielsweise die
Bürsteneinstellvorrichtungen der (nicht dargestellten) Hauptmotoren antreiben. Diese Hilfswicklungen
e2 beeinflussen in der früher beschriebenen
Weise die Erregerfelder der Hilfsmotoren a, ex in solchem Sinne, daß die
Hauptmotoren gleich belastet werden.
s ist die Schaltwalze, die zum Anlassen der Hilfsmotoren a, % dient, und zwar werden
durch diese Schaltwalze je nach der gewünschten Drehrichtung der Hilfsmotoren die Erregerwicklungen
S1 in dem einen oder anderen Sinne mit den Ankern α in Reihe geschaltet.
Die Schaltwalze hat hier drei Stufen, um dem Hilfsmotor verschiedene Spannungen zuführen
zu können.
Claims (4)
1. Elektrische Steuerung von einzeln gespeisten Elektromotoren, insbesondere
Bahnmotoren, von beliebiger Stelle aus (Zugsteuerung), dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerorgane (z. B. Bürsteneinstellvorrichtungen
a, ev e2, Induktionsregler)
der Motoren durch die Differenz, gebildet aus dem Strom eines Motors und dem Mittelwert sämtlicher Motorströme, beeinflußt
werden, derart, daß sie auf gleiche Beanspruchung der einzelnen Motoren regeln.
2. Steuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelwert der
Motorströme dadurch erhalten wird, daß in jeden Motorstromkreis die Primärwicklung
eines Reihenschlußtransformators (t) eingefügt ist und sämtliche Sekundärwicklungen
der Transformatoren (t) untereinander in Reihe geschaltet werden, so daß
in diesem so gebildeten Sekundärkreis ein dem Mittelwert sämtlicher Motorströme
proportionaler Strom fließt.
3. Steuerung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Differenz,
gebildet aus dem Strom eines Motors und dem Mittelwert sämtlicher Motorströme, der Spannung an den Klemmen eines
Reihenschluß transformator (I) entnommen wird.
4. Steuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Differenzen der
Ströme (z. B- mittels Hilfswicklungen e2) die
Geschwindigkeit von Hilfsmotoren (a, ex)
beeinflussen, welche die den Hauptmotoren zugeführten Spannungen mittelbar (z. B.
durch Einstellen der Bürsten) regeln.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE239661C true DE239661C (de) |
Family
ID=499084
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DENDAT239661D Active DE239661C (de) |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE239661C (de) |
-
0
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