DE238822C - - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41G—WEAPON SIGHTS; AIMING
- F41G3/00—Aiming or laying means
- F41G3/14—Indirect aiming means
- F41G3/16—Sighting devices adapted for indirect laying of fire
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- General Engineering & Computer Science (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 238822 KLASSE 72/. GRUPPE
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein mit einem mechanischen Dreieck ausgerüstetes
Beobachtungsinstrument, das zur Bestimmung der Angaben dient, die für das Richten von
Geschützen erforderlich sind, welche in verdeckten Stellungen stehen. Durch das Instrument
sollen die Rechnungen, welche für die Angaben erforderlich sind, auf ein Mindest-.
maß beschränkt werden.
ίο Zur Erreichung dieses Zieles ist das Instrument
mit Visier- und Einstellvorrichtungen versehen, mittels deren das mechanische Dreieck
in die durch Ziel, Geschütz und Beobachtungspunkt gebildete Ebene oder in eine hierzu
parallele Ebene eingestellt werden kann.
Voraussetzung für die Benutzung des In-. strumentes ist es, daß die Entfernung zwischen
einem der in verdeckter Stellung stehenden Geschütze und dem Beobachtungspunkt bekannt ist, sowie daß die Entfernung zwischen
dem Beobachtungspunkt und dem Ziel mittels eines der bekannten Entferungssucher
ermittelt wird.
Die Geschütze müssen natürlich Richtmittel besitzen, welche die Einstellung der von dem
Beobachter übermittelten Angaben ermöglichen.
Auf der Zeichnung ist Fig. 1 ein Lageplan, der die Benutzung des Instrumentes schematisch
klarlegt, Fig. 2 eine Seitenansicht des Beobachtungsinstrumentes, Fig. 3 eine Vorderansicht,
Fig. 4 eine Oberansicht; Fig. 5 bis 8 sind Schnitte in größerem Maßstabe
nach A-A, B-B, C-C der Fig. 4 und D-D der Fig. 2.
Zur Erläuterung der Aufgabe, für deren Lösung das Beobachtungsinstrument bestimmt
ist, dient Fig. 1. In ihr sind mit G1G1.. .'G5 die Geschütze bezeichnet, die sich
in verdeckten Stellungen gegenüber dem Ziel T1 befinden. Der Beobachter stellt sich
mit seinem Instrument bei O auf, von wo aus er sowohl das Flankengeschütz G als auch das
Ziel T1 und gegebenenfalls auch ein neues Ziel T2 sehen kann. Die von O aus der Batterie
zu überweisenden Mitteilungen erstrecken sich auf die Angaben von Längenentfernungen
(G T1... G5 X1, G T- u. dgl.) und von
Winkeln, die für das Einstellen der Geschütze erforderlich sind.
Auf die Angaben wird im einzelnen näher bei der Beschreibung der Benutzung des Beobachtungsinstrumentes
eingegangen werden.
Das Fernrohr 1 (Fig. 2) ruht in einem Rahmen 2, welcher in Ständern 3 der kreisförmigen
Platte 4 schwingbar gelagert ist. Die Platte 4 besitzt in ihrem Innern einen Zahnkranz
5, in den eine Schnecke 6 (Fig. 2 und 8) eingreift. Die Schnecke 6 lagert in der unteren
kreisförmigen Platte 7, welche mit einem Zahnbogen 8 für die Schnecke 9 versehen ist
(Fig. 2 und 3).
Die Platte 7 ist außerdem mit einem zweiten Zahnbogen 10 ausgerüstet, in den eine
Schnecke 11 eingreift. Die Schnecke 9 ist in dem Körper des Bogens 10 gelagert, und die
Schnecke 11 ruht in einem Lager des Gestelles 12, welches auf einem Dreifuß befestigt wird.
Mit Hilfe der Schnecke 9, 11 und der Wasserwage 4a, 4b (Fig. 2 und 3) können die
kreisförmigen Platten 4, 7 genau in die wagerechte Ebene eingestellt werden.
■ Mittels der Schnecke 6 wird die obere Platte 4 langsam gedreht und in jeder beliebigen
Lage gesichert. Um der Platte 4 auch eine schnelle Drehung erteilen zu können, kann die Schnecke 6 mit der Verzahnung 5
außer Eingriff gebracht werden (Fig. 8). Der Kopf der Schnecke 6 ist mit einer Mikrometereinteilung
ausgerüstet, um die Winkeleinstellung der oberen Platte 4 bis auf Bogenminuten
genau abzulesen (Fig. 8).
Die Gradeinteilung reicht von o° bis i8o° nach rechts und links. Dabei läßt sich immer
gleichzeitig auch der Supplementwinkel ablesen (also o°, i8o°), dann (io°, 170°, 200,
i6o°) usw. (Fig. 4). Diese Winkeleinteilung ist zu dem Zwecke gewählt, um Berechnungen
zu vermeiden, wenn die einzelnen Geschütze in der später zu beschreibenden Weise parallel
zueinander eingestellt \verden. : .
Der Rahmen 2 läßt sich in den Ständern 3 um Zapfen 15 in senkrechter Ebene mit Hilfe
einer Schnecke 13 und eines Zahnbogens 14 drehen. Der Zahnbogen besitzt eine Gradeinteilung,
und mit Hilfe des Kopfes der Mikrometerschraube 13 lassen sich auch noch die
einzelnen Minuten ablesen.
Die obere kreisförmige Platte 4 wird durch die Schnecke 6 an einer unbeabsichtigten
Drehung gegenüber der unteren Platte 7 verhindert, und beide Platten können, nachdem
sie auf die Nullstellung gebracht sind, von Hand auf irgendein Ziel gerichtet und dann
durch eine Schraube 18 (Fig. 4 und 8) festgeklemmt werden. Die Schraube 18 ist in der
Platte 7 gelagert.
Das Fernrohr 1 wird durch zwei Lagerdeckel 16 und Schrauben 17 in den halbkreisförmigen
Lagern des Rahmens 2 gehalten. An der Oberseite des Fernrohres 1 (Fig. 2 und 7)
sind zwei genutete Arme 190 nebst einer Sperrfeder io,6 vorgesehen, die das mechanische
Dreieck tragen.
Das mechanische Dreieck besteht aus mit entsprechenden Teilungen versehenen Stäben,
die so angeordnet sind, daß sie zu einem Dreieck zusammengesetzt werden können, welches
dem Dreieck O-Tx-G (Fig. 1) ähnlich ist. Die
drei Stäbe entsprechen dabei den drei Linien 0-T1, 0-G und G-T1. '
Es sei beispielsweise der Alaximalabstand zwischen O und T'1 7000 m, zwischen O und G
2000 m und von G. nach 7'1 7000 m. Die Teilung
der drei Stäbe des mechanischen Dreieckes mag bis 8000, 2000, 8000 m reichen. Ein
Stab 1.9 (Fig. 2, 4 und 6) entspricht der Linie 0-T1, ein Stab oder Durchmesser 20 (Fig. 4)
einer Scheibe 28 der Strecke 0-G und ein Stab 21 der Strecke G-T1.
An dem Nullende des eingeteilten Stabes 19 ist eine Scheibe 22 (Fig. 2, 3 und 7) befestigt,
um deren Mittelpunkt an seinem senkrechten Zapfen der Stab 20 drehbar ist, der ebenfalls
an dieser Stelle den Nullpunkt seiner Einteilung" hat. An Stelle des Stabes 20 kann auch
die radiale Nut der Scheibe 28 verwendet werden, in der ein Schieber 23 verstellt werden
kann. Dieser Schieber besitzt einen senkrechten Zapfen 24 (Fig. 2, 3 und 7), um den eine
mit Teilung versehene Scheibe 26 lose drehbar ist. Über der Scheibe 26 ist um den Zapfen
,24 das Nullende des Stabes 21 schwingbar.
Der Nullpunkt der Einteilung dieses Stabes stimmt also mit dem Mittelpunkt des Zapfens
24 überein. Über dem Stab 21 ist auf dem Zapfen 24 eine Unterlagsscheibe 42 (Fig. 7)
angeordnet, welche mit Hilfe einer Klemmschraube 29 den Schieber 23 auf jeden gewünschten
Teilstrich der Teilung 25 der zur Scheibe 28 gehörigen Nut 20 festzustellen ermöglicht.·
. ■- ■ ' .
Über der Klemmschraube 29 ist auf demselben Drehzapfen 24 ein Fernrohr 30 (oder
ein Ziellineal) vorgesehen, dessen Achse parallel zur Mittellinie der Nut 20 und parallel
zur Scheibe 28 angeordnet ist. Parallel zur Mittellinie der Schiene 21 wird die Längsachse
eines Neigungsmessers 31 (Fig. 2 bis 4) vorgesehen, der in lotrechter Ebene
drehbar ist und dazu dient, die genaue Neigung der Linie G-T1 zur Ermittelung des Ge-■ländewinkels
zu messen.
Die Schiene 21 greift durch einen Drehbolzen 32 (Fig. 2, 4 und 6), der auf einem Schieber
35 drehbar ist, welcher sich an dem Stab 19 entlang bewegt und in jeder gewünschten
Lage durch eine Mutter 33 festgeklemmt werden kann. Das Ende des Stabes 21 läßt sich
während der Bildung des mechanischen Dreieckes jederzeit frei durch den Drehbolzen hindurch
verschieben.
Um den Schieber 35 (Fig. 4) ist ein mit einer Noniusteilung versehener Sektor angebracht,
der es ermöglicht, den spitzen Winkel abzulesen, \velcher in dem Dreieck durch die
mit Einteilung versehenen Stäbe 19, 21 und
den Schieber 23 gebildet wird. Dieser Winkel entspricht dem Winkel G-Tx-0 (Fig. 1).
Der Stab 21 ist nach hinten über seinen
Nullpunkt hinaus verlängert und besitzt daselbst einen mit Teilung versehenen Arm 21"',
der auf Wunsch an der radialen Speiche der mit zwei entgegengesetzt verlaufenden Teilungen
versehenen Scheibe 26 durch einen federnden Sperrstift 36 (Fig. 2, 3 und 5) festgehalten
werden kann. Ist der Sperrstift 36 aus der Scheibe 26 herausgezogen, so daß der mit Nonius versehene Arm 2ΐα an der inneren
Teilung der Scheibe 26 entlang bewegt werden kann, so erhält man den Schaltwinkel, um
den die Achsen der Batteriegeschütze bei Einstellung auf neue Ziele verstellt werden
müssen, wenn bei dieser Einstellung die
Scheibe 26 an einer Drehung gegenüber dem Nonius 23s von Hand oder durch eine Reibungskupplung
verhindert wird.
An Stelle der Libelle 31° kann eine Libelle
37 (Fig. 4) derart am Fernrohr vorgesehen sein, daß sie ebenfalls gestattet, den Geländewinkel abzulesen, wenn das Fernrohr 30 in
Richtung des Stabes 21 eingestellt ist; die Libelle 37 kann um die Achse des Fernrohres
30 verschwenkt werden, so daß sie beim Messen des Geländewinkels in lotrechter
Ebene schwingt.
Das mechanische Dreieck wird an dem Fernrohr 1 durch zwei Metallzungen 43
(Fig. 7) befestigt, welche an der Unterseite
des Stabes 19 derart angebracht sind, daß das Gleichgewicht möglichst nicht gestört wird.
Die Metallzungen greifen in zwei entsprechend genutete Teile 190 des Fernrohres 1 ein.
ao Die Mittellinie des Stabes 19 muß genau parallel zur Achse des Fernrohres 1 liegen und
in dieser Lage während der Verstellung des mechanischen Dreieckes verbleiben.
Das Fernrohr 30 ist an einer Muffe 41 angelenkt (Fig. 7), welche genau über dem
Drehzapfen 24 liegt und durch eine Nut und Feder an einer Drehung um den; Zapfen 24
verhindert wird. Die Muffe 41 ist mit Außengewinde versehen, das mit einer Schraubenhülse
39 in Eingriff steht.
Oberhalb der Schraubenhülse 39 ist ein mit zwei Stiften 44 versehenes Rohr 40 vorgesehen,
welches eine solche Lag'e aufweist, daß die Stifte 44 gegen die Unterseite des Fernrohrträgers
45 anliegen. Auf diese Weise ist es möglich, das Fernrohr genau parallel zum Schieber 23 der Scheibe 28 des mechanischen
Dreieckes festzuhalten. An dem Rohr 40 ist das eine Ende einer Feder befestigt, deren anderes
Ende mit dem Zapfen 24 in Verbindung steht, um das Rohr 40 zurückzuziehen, wenn die Schraubenhülse 39 zurückgeschraubt wird,
um dem Fernrohr 30 eine Neigungsbewegung zu erteilen.
Dadurch, daß das Fernrohr 30 um den Zapfen 24 des Schiebers 23 schwingbar ist, welcher
im Nullpunkt des Dreieckstabes 21 ge- ; lagert ist, wird es möglich, das mechanische :
Dreieck beiderseits der Instrumentenachse zu bilden, ohne das Fernrohr 30 abnehmen zu
müssen. Hierdurch kann das Instrument sowohl rechts als auch links der Geschützbatterie
Verwendung finden, ohne einzelne Teile desselben zu diesem Zwecke abnehmen und in
anderer Weise wieder aufsetzen zu müssen.
Um den Zapfen 32 ist ein Arm 34* lose drehbar (Fig. 2 und 6), welcher zu dem Noniusarm
340 (Fig. 2 und 4) gehört, mit dessen Hilfe die Batteriekonzentrationswinkel
(Streuungswinkel) bis auf Minuten genau abgelesen werden können.
Vor Beschreibung der Benutzung des Instrumentes seien an Hand der Fig. 1 folgende
Begriffsbestimmungen festgelegt:
Der »Geländewinkel« ist der in senkrechter Ebene liegende Winkel zwischen der Visierlinie
auf das Ziel und der Wagerechten.
Der »Batteriewinkel« O-G-T1 ist der in der
meistens etwas geneigten Ebene O-G-T1 gemessene
Winkel, welcher ermittelt werden muß, um dem Geschütz die Seitenrichtung auf das von dem Standort des Geschützes nicht
sichtbare Ziel zu erteilen.
Der »Batteriekonzentrationswinkel« ist der Winkel, welcher anzugeben ist, um das Feuer
der Geschütze einer Batterie auf ein bestimmtes Ziel zu konzentrieren.
Der »Schaltwinkel« T^G-T2 ist der Winkel,
um den die Achse eines Batteriegeschützes in wagerechter Ebene verstellt werden muß, um das Geschütz von einem Ziel
auf ein neues einzustellen.
Das Beobachtungsinstrument wird in folgender Weise benutzt: Das Instrument wird
an der Stelle O (Fig. 1) aufgestellt. Mit Hilfe der Schrauben 9, 11 werden die Scheiben
7, 4 unter Beobachtung der Libellen 4", 4s
genau wagerecht eingestellt und hierauf so gedreht, daß ihre Teilung die Nullage einnimmt.
Das Fernrohr 1 wird hierauf auf das go Ziel gerichtet, indem beide Scheiben 7, 4 gemeinsam
in der wagerechten Ebene gedreht werden. Nachdem die entsprechende Lage . erreicht ist, werden die Scheiben durch die
Schraube 18 (Fig. 4 und 8) festgelegt. Falls erforderlich, wird das Fernrohr 1, um es auf
das Ziel einzustellen, gehoben oder gesenkt.
Nunmehr werden durch Entfernungssucher die Entfernungen zwischen O und Γ1 und zwischen
O und G ermittelt; es sei angenommen, die Entfernungen betragen beispielsweise
6000 m und 1400 m. Der Schieber 35 des Stabes 19 wird dann . auf 6000 m eingestellt
und durch die Mutter 33 festgeklemmt. Der Schieber 23 des Stabes 20 wird auf der
Scheibe 28 auf 1400 m eingestellt und in dieser Lage durch die Schraube 29 festgehalten.
Nachdem ferner das Fernrohr 30 durch die
Schraubenhülse 39 parallel zur Scheibe 28 eingestellt ist, wird es durch Drehen der Scheibe
28 oder des Stabes 20 in die Seitenrichtung, auf das Geschütz gebracht und in senkrechter
Ebene gehoben oder gesenkt, bis es genau auf das Geschütz G (Fig. 1) gerichtet ist. Zu diesem
Zwecke wird das Fernrohr 1 in seinen Lagern gedreht und darauf mit Hilfe der
Schrauben 17 festgeklemmt, wenn das Fernrohr 30 auf das Geschütz G eingestellt ist.
Dadurch, daß das Fernrohr 30 auf das Geschütz G gerichtet wird, während das Fern-
rohr ι auf das Ziel T1 eingestellt bleibt, lassen
sich folgende zum' Richten des Geschützes G
auf das verdeckte Ziel T1 nötig'en Zahlen werte
selbsttätig oder durch weitere mechanische Einstellung mit Hilfe des mechanischen Dreieckes
O-G-T ermitteln:
i. Der Batteriewinkel O-G-T1,
i. Der Batteriewinkel O-G-T1,
2. der Geländewinkel zwischen G und T1,
3. die Entfernung zwischen G und T1,
4. der spitze Winkel O-'I^-G des Dreieckes
.· O-G-T1,
5. der Batteriekonzentrationswinkel (Streuungswinkel).
Der Batteriewinkel O-G-T1 wird auf der
äußeren Einteilung der Scheibe 26 mit Hilfe des Nonius 23" abgelesen. Der Geländewinkel
von G nach T1 wird an dem Neigungsmesser 31 abgelesen, dessen Längslibelle 3161
und Ouerlibelle 31^ von Hand eingestellt werden.
Die Entfernung zwischen G und T1 wird an dem Stab 21 abgelesen. Der spitze Winkel
O-Tx-G wird auf dem Bogen .34 mit Hilfe des
Nonius 34'' abgelesen und ermöglicht, in folgender Weise den Batteriekonzentrationswinkel
(Streüungswinkel) zu finden:
Angenommen, der spitze Winkel O-T^G
wird auf 15° ermittelt, dann wird, wenn die Frontbreite der Batterie beispielsweise 100 m
betrag!, der Schieber 23 (welcher ursprünglich auf 1400 m eingestellt war) auf die Einteilung
1500 m eingestellt und auf dem Bogen 34 mit Hilfe des Nonius 34s der spitze Winkel
abgelesen, der beispielsweise auf 150 40'
gefunden wird. Die Differenz zwischen 150 und 150 40', also der Konzentrationswinkel
G-T1^-G5, beträgt danach 40 Minuten. Auf
diesen Winkel muß das an der rechten Seite befindliche äußere Geschütz G5 eingestellt
werden, um das Feuer auf das Ziel T1, welches von dem Geschütz G beschossen wird, zu konzentrieren.
Die 40 Minuten sind dann nur noch durch 5 zu dividieren, um festzustellen,
auf welchen Winkel der Achse die übrigen vier Geschütze einzustellen sind, um das Feuer
auf das Ziel T1 zu konzentrieren. Die einzelnen Geschütze G, G5 werden zunächst 'prak-.
tisch parallel zueinander eingestellt. Der Konzentrationswinkel für G1, G2J G'0, G4, G5 beträgt
dann mit Bezug auf das Ziel T1 8, 16, 24, 32, 40 Minuten.
Nachdem in der geschilderten Weise die verschiedenen Angaben gewonnen sind, erübrigt
es sich nur noch, den Schaltwinkel, d. h. den Winkel festzustellen, um den die Geschütze
der Batterie nach Einstellung auf das erste Ziel beim Einstellen auf irgendein anderes,
von dem Beobachter O aus gesehenes, neues Ziel verstellt werden müssen, was in folgender
Weise geschieht:
Der das Instrument überwachende Beobachter löst die Scheibe 4 (Fig. 2) des Instrumentes
von der unteren Scheibe 7 durch Ausschwenken der Schnecke 6, richtet das Fernrohr
ι auf das neue Ziel T2 und läßt dann die Schnecke 6 (Fig·. 2 und 8) wieder in ihre Verzahnung'
einschnappen. Darauf entkuppelt er durch Anheben des unter Federwirkung
stehenden Stiftes 36 den Stab 21 nebst Nonius 2iffi von der Scheibe 26, stellt den Schieber 35
des Stabes 19 auf die. durch einen Entfernungssucher
ermittelte Entfernung des Zieles T- ein und klemmt ihn in seiner neuen Lage fest. Hierauf dreht er das Fernrohr 30,
das bei der Einstellung" des Fernrohres 1 auf das neue Ziel T2 und bei der Verstellung des
Schiebers 35 auf dem Stabe 19 aus seiner vorherigen Richtung' gebracht wurde, zurück, bis
es wieder auf das Geschütz G gerichtet ist. Auf diese Weise bleibt der Durchmesser der
Scheibe 26, welcher sich zuerst unterhalb des Stabes 21 befand, und der von diesem Stab
freigemacht wurde, auf das erste Ziel T1 gerichtet und verbleibt in dieser Lage während
der ganzen Arbeit bei der Ermittlung des Schaltwinkels für die Ziele T2, Ts usw.
Man erhält bei dieser Einstellung folgende Angaben:
1. Den Schaltwinkel des Geschützes, welcher an der inneren Teilung der Scheibe 26 mit
Hilfe des Nonius 210 abgelesen wird,
2. den Geländewinkel zwischen G und T2,
3. die Entfernung zwischen dem Geschütz G und dem Ziel T2, welche von der Teilung 21
abgelesen wird,
4. den spitzen Winkel O-T2-G und
5. den Batteriekonzentratiöns- und Streuungswinkel
G-T2-Gr', der in der bereits geschilderten
Weise ermittelt wird.
Die Einteilung auf dem Stab 21 läßt auch ersehen, ob das Ziel sich innerhalb der Schußweite
des Geschützes befindet. Durch Anvisieren der vor dem Geschütz liegenden, dieses
deckenden Anhöhe mit dem Fernrohr 1, kann man ferner den Geländewinkel dieser
Anhöhe mit Bezug auf das Geschütz bestimmen und dadurch ermitteln, ob das Ziel von
dem Geschütz aus überhaupt getroffen werden kann oder innerhalb des toten Raumes hinter
der Anhöhe liegt.
Claims (5)
- Patent-Ansprüche:i. Mit einem mechanischen Dreieck ausgerüstetes Beobachtungsinstrument zur Bestimmung der Angaben, die für das Richten von in verdeckten Stellungen stehenden Geschützen erforderlich sind, dadurch -gekennzeichnet, daß das Instrument mit Visier- und Einstellvorrichtungen versehen ist, mittels deren das mechanische Dreieck in die durch Ziel, Geschütz und Beobachtungspunkt gebildete, oder eine hierzu parallele Ebene eingestellt werden kann.
- 2. Instrument nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die der Verbindungslinie' von Beobachtungsstand und Ziel (O1T1, Fig. τ) entsprechende Seite des mechanischen Dreieckes zwecks Einstellung des mechanischen Dreieckes in die Ziel, Geschütz und Beobachtungspunkt enthaltende Ebene mit dem Fernrohr (i), ohne daß dieses aus seiner Einstellung auf das Ziel (T1) entfernt wird, um die Achse dieses Fernrohres geschwenkt werden kann.
- 3. Instrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stab (21) des mechanischen Dreieckes, welcher der Richtung Geschütz-Ziel entspricht, derart mit einer Kreisscheibe (26), z. B. durch einen federnden Stift (36), gekuppelt ist, daß er sowohl gemeinsam mit der Scheibe als auch unabhängig von ihr yerstellt werden kann, so daß nach Lösen des Stabes (21) von dem Skalenkreis (26) mit Hilfe eines Nonius (2ifl) auf dem mit Bezug auf die Richtung Beobachtungsstand-Geschütz (O1 G) festliegenden Kreis (26) der Schaltwinkel (Tx-G-T2) abgelesen werden kann.
- 4. Instrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Verbindung" mit dem mechanischen Dreieck ein mit Teilung und Nonius (34*) yersehener Bogen (34) verwendet wird, der die Bestimmung der Batterie-Streuungswinkel (G-T'-G1, G-T-G2 usw. in Fig. 1) gestattet.
- 5. Instrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Verwendung desselben sowohl rechts als auch links der Geschützbatterie das Fernrohr (30), beispielsweise um einen Stift (24), der einen Teil des Schiebers (23) bildet, ausschwingbar ist, derart, daß das mechanische Dreieck beiderseits der Instrumentenachse gebildet werden kann, ohne das Fernrohr (30) vom Instrument abnehmen zu müssen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE238822C true DE238822C (de) |
Family
ID=498311
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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DENDAT238822D Active DE238822C (de) |
Country Status (1)
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---|---|
DE (1) | DE238822C (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US6427416B1 (en) | 2001-05-07 | 2002-08-06 | Aegis Metal Framing Llc | Connector plate |
-
0
- DE DENDAT238822D patent/DE238822C/de active Active
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US6427416B1 (en) | 2001-05-07 | 2002-08-06 | Aegis Metal Framing Llc | Connector plate |
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