DE236506C - - Google Patents
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- DE236506C DE236506C DENDAT236506D DE236506DA DE236506C DE 236506 C DE236506 C DE 236506C DE NDAT236506 D DENDAT236506 D DE NDAT236506D DE 236506D A DE236506D A DE 236506DA DE 236506 C DE236506 C DE 236506C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01J—MANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
- A01J5/00—Milking machines or devices
- A01J5/04—Milking machines or devices with pneumatic manipulation of teats
- A01J5/10—Pulsators arranged otherwise than on teat-cups
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Animal Husbandry (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- External Artificial Organs (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 45£.'..GRUPPE
Firma BR0DR. BENDIX in KOPENHAGEN.
An doppelwandigen Melkbechern angeordneter Pulsator.
Die Erfindung bezieht sich auf Saugmelkmaschinen mit doppelwandigen Melkbechern,
in deren Innenraum ständig eine Saugwirkung ausgeübt wird, wodurch die aus der Zitze herausgesaugte Milch fortgeführt wird,
während im äußeren Raum der Melkbecher ein Druckwechsel dadurch bewirkt wird, daß
dieser Raum mittels eines an dem Melkbecher angeordneten Pulsators abwechselnd mit der
ίο äußeren Luft und mit dem Innenraum des
Melkbechers in Verbindung gebracht wird. Der Pulsator besteht bei den bekannten Melkmaschinen
dieser Art aus einem durch einen doppeltwirkenden Luftmotor bewegten Schieber. Gemäß der Erfindung ist, um ein sehr
kräftiges Pulsieren im Außenraum des Melkbechers erzielen zu können, der Schieber dieser
bekannten Vorrichtung in zwei voneinander unabhängige Schieber zerlegt, von denen jeder durch einen einfach wirkenden
Luftmotor bewegt wird, dessen Kolben unter Federwirkung steht.
Durch die Wahl der Spannung der auf die Kolben der Motoren wirkenden Federn kann
erzielt werden, daß im Außenraum des Melkbechers derselbe Druck entsteht wie in dessen
Innenraum, wenn auf den Außenraum eine Saugwirkung ausgeübt wird.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist auf der Zeichnung veranschaulicht, und zwar
zeigt
Fig·, ι den unteren Teil eines Melkbechers
mit dem Pulsator teilweise im Aufriß, teilweise im senkrechten Schnitt,
Fig. 2 den Pulsator mit den Kanälen im Grundriß,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III
der Fig. 1 von unten gesehen, und die
Fig. 4 und 5 in vergrößertem Maßstabe und schematisch Schnitte nach den Linien IV-IV
und V-V der Fig. 2.
In diesen Fig. 4 und 5 sind Umrisse, Kanäle usw., die hinter dem Schnitt liegen, gestrichelt
und die Teile, die vor dem Schnitt liegen, punktiert eingezeichnet.
ι ist die übliche, äußere, starre und hülsenförmige,
gewöhnlich metallische Wandung des Melkbechers und 2 die darin eingesetzte elastische
Innenwandung. Die letztere besitzt unten einen äußeren Flansch 3, auf den sich die äußere Wandung 1 aufsetzt, und einen
inneren Flansch 4; zwischen dem Flanschen ist die Wandung mit einer ringförmigen Aussparung
oder Rille 5 versehen.
Der untere Teil der elastischen Innenwandung ist auf der Außenseite in bekannter
Weise mit drei Nuten 7 versehen, die durch radiale Löcher 8 mit der inneren Rille 5
(Fig. ι und 4) in Verbindung stehen und daher den Raum zwischen der Hülse 1 und der
Innenwandung 2 in ständige Verbindung mit der inneren Aussparung oder Rille 5 in der
Innenwandung setzen.
Unten an die in ihrer'Gesamtheit bekannten elastischen Innenwandung ist die PuI-satorvorrichtung
mittels eines sich nach oben etwas verjüngenden Pfropfens 9 befestigt. Der Pfropfen wird so tief in die Innenwandung
eingeschoben, daß seine obere Stirnfläche sich dicht gegen den inneren Flansch 4
legt. · Der Pfropfen 9 weist unten einen Flansch 10 auf, an dessen Unterseite eine den
Pulsator tragende Platte 26 festgeschraubt ist. Der Pulsator ist gemäß der Erfindung
aus zwei nebeneinander angeordneten, in entgegengesetzter Richtung wirkenden, einfach
wirkenden Motoren A und B (Fig. 2) zusammengesetzt.
Jeder dieser Motore besteht aus einem Zylinder II mit einer luftdicht anschraubbaren
Stirnwand 12 und luftdicht schließendem KoI-ben
13, dessen Kolbenstange 14 durch das nach vorn offene Ende des Zylinders herausragt
und einen Steuerschieber α bzw. b trägt. Die Stirnwand 12 ist auf ihrer Innenseite mit
einem Nocken 15 und die Kolbenstange 14 mit einer Verlängerung 16 ausgestattet. Auf den
Nocken 15 und 16, die den Hub der Kolben begrenzen, ist eine Schraubenfeder 17 angebracht,
die bestrebt ist, den Kolben 13 in der äußersten dargestellten Lage zu halten. Jeder
Kolben ist mit einem Steuerschieber α bzw. b versehen, von denen jeder vermittels einer
Bohrung 35 und einer Nut 34 in Verbindung mit Kanälen des Pfropfens 9 den äußeren
Raum des Melkbechers und den anderen Arbeitszylinder steuert.
Der Pfropfen 9 besitzt eine schalenförmige Höhlung 18, in deren Boden das Rohr 19 mündet,
das mit dem Melkeimer verbunden wird, in dem beständig Luftverdünnung herrscht.
Durch das Rohr 19 wird somit im Hohlraum 18 und der von der elastischen Innenwandung
2 umschlossene Raum eine ständige Luftverdünnung aufrecht erhalten. Außerdem fließt durch das Rohr die Milch in den
Melkeimer bzw. wird in denselben gesaugt. In dem Pfropfen ist eine nach außen schräg
aufwärts gerichtete Bohrung 20 vorgesehen, die in eine wagerechte Nut 21 des Pfropfenoberteiles
mündet, von der zwei Kanäle 22 und 23 senkrecht nach unten geführt sind (Fig. 2).
Von diesen Kanälen ist der Kanal 22 unten zweimal um einen rechten Winkel gebogen, so
daß ein wagerechter und ein senkrechter, auf der unteren Stirnfläche des Pfropfens mündender
Kanalteil 25 (Fig. 3) entsteht. Vor letzterem ist die Platte 26, die luftdicht mit
dem Pfropfen 9 verbunden ist, mit einer Bohrung versehen. Der von der Rinne 21 ausgehende
Kanal 23 ist senkrecht durch den Pfropfen 9 nieder- und durch die Platte 26 hindurchgeführt. Von der inneren Rille 5 der
elastischen Innenwandung 2 führt eine Bohrung 27 nach einem abwärts gehenden Kanal
28 des Pfropfens, der ebenfalls durch die Platte 26 hindurchgeführt ist und einen zu
dem Kanal 24 parallelen wagerechten Seitenkanal 29 besitzt, der mittels eines senkrechten
Teiles auf der Pfropfenstirnfläche mündet und durch eine Bohrung der Platte 26 mit dem
Raum hinter dem Kolben des Motors A in Verbindung steht.
Ferner ist in der unteren Hälfte des Pfropfens 9 ein Kanal 30 angeordnet, der in ähnlicher
Weise verläuft wie der Kanal 29, durch eine Bohrung" der Platte 26 mit dem Raum hinter dem Kolben des Motors B (Fig. 2
und 4) in Verbindung steht und dann mittels eines Zweigkanals 31 auf der unteren Stirnfläche
der Platte 26 mündet.
Der Schieber α des Motors A (Fig. 5) ist auf seinem Spiegel mit einer Nut 32 und mit
einer Bohrung 33 und der Schieber b des Motors B mit einer Nut 34 und einer Bohrung 35
versehen.
Die Anordnung der wagerechten Zweige und Ausmündungen der verschiedenen Kanäle
auf der Unterseite des Pfropfens 9 gehen aus Fig. 3 hervor.
Die Pulsatorvorrichtung wirkt in folgender Weise. ·
Bevor im Melkeimer, mit dem durch Schläuche die Saugrohre 19 der verschiedenen
Melkbecher verbunden sind, Luftverdünnung erzeugt wird, befinden sich die Kolben 13 der
beiden Motoren A und B, infolge des Einflusses der Schraubenfedern 17, in der dargestellten
Lage, bei welcher sie sich gegen einen Anschlag o. dgl. legen. Es herrscht dann in
beiden Räumen der Melkbecher atmosphärischer Druck. Wird nun im Melkeimer und damit im Rohr 19 und in dem Hohlraum 18
des Pfropfens 9 Luftverdünnung von z. B. 40 Zentimeter Quecksilbersäule erzeugt, und
wird der Melkbecker an der Zitze angebracht, so wird durch die Bohrung 20 eine Saugwirkung
auf die Rinne 21, die Kanäle 22, 23 und 24 ausgeübt, welche sich durch den Kanal 25,
die Nut 34 des Schiebers b und die Kanäle bzw. Nuten 28, 5 und 7 nach dem Raum zwischen
der elastischen Innenwandung 2 und der Hülse ι fortsetzt, so daß sowohl innerhalb als
auch außerhalb der Innenwandung 2 Luftverdünnung von derselben Größe erzeugt wird
und die Innenwandung in ihrer Lage verbleibt. Durch den Kanal 23 kann die Luft-Verdünnung
sich nicht weiter fortpflanzen, da dieser Kanal in die Nut 32 des Schiebers a
mündet, die durch die Platte 26 verschlossen ist. Die Saugwirkung pflanzt sich aber von
dem Kanal 28 durch Kanal 29 auf den Raum no hinter dem Kolben des Motors fort, so daß
dieser durch den Druck der atmosphärischen Luft unter Zusammendrückung der Feder 17
in den Zylinder bewegt wird, bis die Nocken 15 und 16 gegeneinander stoßen. In diesem
Augenblick ist der Schieber a so weit verschoben, daß dessen Nut 32 die Kanäle 23 und
31 verbindet und durch den genannten Kanal 30 eine Saugwirkung in dem hinter dem Kolben
des Motors B befindlichen Raum hervorgerufen wird. Infolgedessen wird der Kolben
dieses Motors entgegen der Wirkung der Fe-
der ij zurückgedrückt, bis die beiden Nocken
15, 16 einander berühren. Wenn dies geschehen
ist, ist durch den Schieber b die Verbindung zwischen dem Kanal 25 (24, 22) und
dem Kanal 28 aufgehoben und der Kanal 28 durch die Bohrung 35 des Schiebers mit der
Außenluft in Verbindung gebracht. Letztere tritt infolgedessen durch den Kanal 28, die
Bohrung 27, 28 und die Nuten 57 in den Raum zwischen der Innenwandung 2 und der Hülse i, so daß die elastische Innenwandung 2,
in der Luftverdünnung herrscht, gegen die Zitze gedrückt wird. Da die atmosphärische
Luft gleichzeitig vom Kanal 28 durch den Kanal 29 hinter dem Kolben des Motors A
tritt, so wird dieser Kolben mit dem Schieber α durch die Feder 17 in seine vordere
Grenzstellung bewegt, d. h. in seine Anfangsstellung zurückgeführt. Bei dieser Stellung
des Schiebers tritt durch dessen Bohrung 33 die Außenluft in den Kanal 31 und von diesem
durch den Kanal 30 hinter den Kolben des Motors B1 so daß dieser und damit der Schieber
b durch die Feder 17 ebenfalls in seine ursprüngliche Lage bewegt wird. Der beschriebene
Arbeitsvorgang wiederholt sich alsdann.
Von den beiden Motoren A und B ist der Motor B der eigentliche Pulsator, d. h. er bewirkt
durch Umstellung des Schiebers b den Druckwechsel in den Raum zwischen den beiden
Wandungen 1 und 2 des Melkbechers. Der Motor A hingegen dient ausschließlich zum
Umsteuern des Motors B1 d. h. dazu, dessen Kolben dazu zu bringen, abwechselnd vor und
zurück zu gehen.
Claims (2)
1. An doppelwandigen Melkbechern angeordneter Pulsator mit einem durch
einen Luftmotor bewegten Schieber, durch den der äußere Raum des Melkbechers abwechselnd
mit dessen innerem Raum, auf den ständig eine Saugwirkung ausgeübt wird, und mit der äußeren Luft in Verbindung
gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß einerseits der den Pulsatorschieber (b) bewegende Motor (B) einfachwirkend
ist und sein Arbeitskolben (13) unter Federwirkung steht, andererseits der
Steuerschieber (a) des Motors (B) durch einen zweiten einfachwirkenden Motor
(A) bewegt wird, dessen Arbeitskolben ebenfalls unter Federwirkung steht und
der durch den Pulsatorschieber (b) gesteuert wird.
2. Pulsator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vom Pulsatorschieber
(b) ein Kanal (25, 24, 22) nach dem inneren und ein Kanal (28) nach dem äußeren
Raum des Melkbechers, und von dem Steuerschieber (a) für den Pulsatormotor
(B) ein Kanal (23) zum inneren Raum des Melkbechers und ein Kanal (30) zum
Pulsatormotor geführt ist.
Hierzu 1. Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE236506C true DE236506C (de) |
Family
ID=496188
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DENDAT236506D Active DE236506C (de) |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE236506C (de) |
-
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