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DE236506C - - Google Patents

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Publication number
DE236506C
DE236506C DENDAT236506D DE236506DA DE236506C DE 236506 C DE236506 C DE 236506C DE NDAT236506 D DENDAT236506 D DE NDAT236506D DE 236506D A DE236506D A DE 236506DA DE 236506 C DE236506 C DE 236506C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
channel
pulsator
slide
motor
space
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT236506D
Other languages
English (en)
Publication of DE236506C publication Critical patent/DE236506C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01JMANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
    • A01J5/00Milking machines or devices
    • A01J5/04Milking machines or devices with pneumatic manipulation of teats
    • A01J5/10Pulsators arranged otherwise than on teat-cups

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • External Artificial Organs (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 45£.'..GRUPPE
Firma BR0DR. BENDIX in KOPENHAGEN.
An doppelwandigen Melkbechern angeordneter Pulsator.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Juli 1909 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Saugmelkmaschinen mit doppelwandigen Melkbechern, in deren Innenraum ständig eine Saugwirkung ausgeübt wird, wodurch die aus der Zitze herausgesaugte Milch fortgeführt wird, während im äußeren Raum der Melkbecher ein Druckwechsel dadurch bewirkt wird, daß dieser Raum mittels eines an dem Melkbecher angeordneten Pulsators abwechselnd mit der
ίο äußeren Luft und mit dem Innenraum des Melkbechers in Verbindung gebracht wird. Der Pulsator besteht bei den bekannten Melkmaschinen dieser Art aus einem durch einen doppeltwirkenden Luftmotor bewegten Schieber. Gemäß der Erfindung ist, um ein sehr kräftiges Pulsieren im Außenraum des Melkbechers erzielen zu können, der Schieber dieser bekannten Vorrichtung in zwei voneinander unabhängige Schieber zerlegt, von denen jeder durch einen einfach wirkenden Luftmotor bewegt wird, dessen Kolben unter Federwirkung steht.
Durch die Wahl der Spannung der auf die Kolben der Motoren wirkenden Federn kann erzielt werden, daß im Außenraum des Melkbechers derselbe Druck entsteht wie in dessen Innenraum, wenn auf den Außenraum eine Saugwirkung ausgeübt wird.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist auf der Zeichnung veranschaulicht, und zwar zeigt
Fig·, ι den unteren Teil eines Melkbechers mit dem Pulsator teilweise im Aufriß, teilweise im senkrechten Schnitt,
Fig. 2 den Pulsator mit den Kanälen im Grundriß,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 1 von unten gesehen, und die
Fig. 4 und 5 in vergrößertem Maßstabe und schematisch Schnitte nach den Linien IV-IV und V-V der Fig. 2.
In diesen Fig. 4 und 5 sind Umrisse, Kanäle usw., die hinter dem Schnitt liegen, gestrichelt und die Teile, die vor dem Schnitt liegen, punktiert eingezeichnet.
ι ist die übliche, äußere, starre und hülsenförmige, gewöhnlich metallische Wandung des Melkbechers und 2 die darin eingesetzte elastische Innenwandung. Die letztere besitzt unten einen äußeren Flansch 3, auf den sich die äußere Wandung 1 aufsetzt, und einen inneren Flansch 4; zwischen dem Flanschen ist die Wandung mit einer ringförmigen Aussparung oder Rille 5 versehen.
Der untere Teil der elastischen Innenwandung ist auf der Außenseite in bekannter Weise mit drei Nuten 7 versehen, die durch radiale Löcher 8 mit der inneren Rille 5 (Fig. ι und 4) in Verbindung stehen und daher den Raum zwischen der Hülse 1 und der Innenwandung 2 in ständige Verbindung mit der inneren Aussparung oder Rille 5 in der Innenwandung setzen.
Unten an die in ihrer'Gesamtheit bekannten elastischen Innenwandung ist die PuI-satorvorrichtung mittels eines sich nach oben etwas verjüngenden Pfropfens 9 befestigt. Der Pfropfen wird so tief in die Innenwandung eingeschoben, daß seine obere Stirnfläche sich dicht gegen den inneren Flansch 4 legt. · Der Pfropfen 9 weist unten einen Flansch 10 auf, an dessen Unterseite eine den
Pulsator tragende Platte 26 festgeschraubt ist. Der Pulsator ist gemäß der Erfindung aus zwei nebeneinander angeordneten, in entgegengesetzter Richtung wirkenden, einfach wirkenden Motoren A und B (Fig. 2) zusammengesetzt.
Jeder dieser Motore besteht aus einem Zylinder II mit einer luftdicht anschraubbaren Stirnwand 12 und luftdicht schließendem KoI-ben 13, dessen Kolbenstange 14 durch das nach vorn offene Ende des Zylinders herausragt und einen Steuerschieber α bzw. b trägt. Die Stirnwand 12 ist auf ihrer Innenseite mit einem Nocken 15 und die Kolbenstange 14 mit einer Verlängerung 16 ausgestattet. Auf den Nocken 15 und 16, die den Hub der Kolben begrenzen, ist eine Schraubenfeder 17 angebracht, die bestrebt ist, den Kolben 13 in der äußersten dargestellten Lage zu halten. Jeder Kolben ist mit einem Steuerschieber α bzw. b versehen, von denen jeder vermittels einer Bohrung 35 und einer Nut 34 in Verbindung mit Kanälen des Pfropfens 9 den äußeren Raum des Melkbechers und den anderen Arbeitszylinder steuert.
Der Pfropfen 9 besitzt eine schalenförmige Höhlung 18, in deren Boden das Rohr 19 mündet, das mit dem Melkeimer verbunden wird, in dem beständig Luftverdünnung herrscht.
Durch das Rohr 19 wird somit im Hohlraum 18 und der von der elastischen Innenwandung 2 umschlossene Raum eine ständige Luftverdünnung aufrecht erhalten. Außerdem fließt durch das Rohr die Milch in den Melkeimer bzw. wird in denselben gesaugt. In dem Pfropfen ist eine nach außen schräg aufwärts gerichtete Bohrung 20 vorgesehen, die in eine wagerechte Nut 21 des Pfropfenoberteiles mündet, von der zwei Kanäle 22 und 23 senkrecht nach unten geführt sind (Fig. 2). Von diesen Kanälen ist der Kanal 22 unten zweimal um einen rechten Winkel gebogen, so daß ein wagerechter und ein senkrechter, auf der unteren Stirnfläche des Pfropfens mündender Kanalteil 25 (Fig. 3) entsteht. Vor letzterem ist die Platte 26, die luftdicht mit dem Pfropfen 9 verbunden ist, mit einer Bohrung versehen. Der von der Rinne 21 ausgehende Kanal 23 ist senkrecht durch den Pfropfen 9 nieder- und durch die Platte 26 hindurchgeführt. Von der inneren Rille 5 der elastischen Innenwandung 2 führt eine Bohrung 27 nach einem abwärts gehenden Kanal 28 des Pfropfens, der ebenfalls durch die Platte 26 hindurchgeführt ist und einen zu dem Kanal 24 parallelen wagerechten Seitenkanal 29 besitzt, der mittels eines senkrechten Teiles auf der Pfropfenstirnfläche mündet und durch eine Bohrung der Platte 26 mit dem Raum hinter dem Kolben des Motors A in Verbindung steht.
Ferner ist in der unteren Hälfte des Pfropfens 9 ein Kanal 30 angeordnet, der in ähnlicher Weise verläuft wie der Kanal 29, durch eine Bohrung" der Platte 26 mit dem Raum hinter dem Kolben des Motors B (Fig. 2 und 4) in Verbindung steht und dann mittels eines Zweigkanals 31 auf der unteren Stirnfläche der Platte 26 mündet.
Der Schieber α des Motors A (Fig. 5) ist auf seinem Spiegel mit einer Nut 32 und mit einer Bohrung 33 und der Schieber b des Motors B mit einer Nut 34 und einer Bohrung 35 versehen.
Die Anordnung der wagerechten Zweige und Ausmündungen der verschiedenen Kanäle auf der Unterseite des Pfropfens 9 gehen aus Fig. 3 hervor.
Die Pulsatorvorrichtung wirkt in folgender Weise. ·
Bevor im Melkeimer, mit dem durch Schläuche die Saugrohre 19 der verschiedenen Melkbecher verbunden sind, Luftverdünnung erzeugt wird, befinden sich die Kolben 13 der beiden Motoren A und B, infolge des Einflusses der Schraubenfedern 17, in der dargestellten Lage, bei welcher sie sich gegen einen Anschlag o. dgl. legen. Es herrscht dann in beiden Räumen der Melkbecher atmosphärischer Druck. Wird nun im Melkeimer und damit im Rohr 19 und in dem Hohlraum 18 des Pfropfens 9 Luftverdünnung von z. B. 40 Zentimeter Quecksilbersäule erzeugt, und wird der Melkbecker an der Zitze angebracht, so wird durch die Bohrung 20 eine Saugwirkung auf die Rinne 21, die Kanäle 22, 23 und 24 ausgeübt, welche sich durch den Kanal 25, die Nut 34 des Schiebers b und die Kanäle bzw. Nuten 28, 5 und 7 nach dem Raum zwischen der elastischen Innenwandung 2 und der Hülse ι fortsetzt, so daß sowohl innerhalb als auch außerhalb der Innenwandung 2 Luftverdünnung von derselben Größe erzeugt wird und die Innenwandung in ihrer Lage verbleibt. Durch den Kanal 23 kann die Luft-Verdünnung sich nicht weiter fortpflanzen, da dieser Kanal in die Nut 32 des Schiebers a mündet, die durch die Platte 26 verschlossen ist. Die Saugwirkung pflanzt sich aber von dem Kanal 28 durch Kanal 29 auf den Raum no hinter dem Kolben des Motors fort, so daß dieser durch den Druck der atmosphärischen Luft unter Zusammendrückung der Feder 17 in den Zylinder bewegt wird, bis die Nocken 15 und 16 gegeneinander stoßen. In diesem Augenblick ist der Schieber a so weit verschoben, daß dessen Nut 32 die Kanäle 23 und 31 verbindet und durch den genannten Kanal 30 eine Saugwirkung in dem hinter dem Kolben des Motors B befindlichen Raum hervorgerufen wird. Infolgedessen wird der Kolben dieses Motors entgegen der Wirkung der Fe-
der ij zurückgedrückt, bis die beiden Nocken 15, 16 einander berühren. Wenn dies geschehen ist, ist durch den Schieber b die Verbindung zwischen dem Kanal 25 (24, 22) und dem Kanal 28 aufgehoben und der Kanal 28 durch die Bohrung 35 des Schiebers mit der Außenluft in Verbindung gebracht. Letztere tritt infolgedessen durch den Kanal 28, die Bohrung 27, 28 und die Nuten 57 in den Raum zwischen der Innenwandung 2 und der Hülse i, so daß die elastische Innenwandung 2, in der Luftverdünnung herrscht, gegen die Zitze gedrückt wird. Da die atmosphärische Luft gleichzeitig vom Kanal 28 durch den Kanal 29 hinter dem Kolben des Motors A tritt, so wird dieser Kolben mit dem Schieber α durch die Feder 17 in seine vordere Grenzstellung bewegt, d. h. in seine Anfangsstellung zurückgeführt. Bei dieser Stellung des Schiebers tritt durch dessen Bohrung 33 die Außenluft in den Kanal 31 und von diesem durch den Kanal 30 hinter den Kolben des Motors B1 so daß dieser und damit der Schieber b durch die Feder 17 ebenfalls in seine ursprüngliche Lage bewegt wird. Der beschriebene Arbeitsvorgang wiederholt sich alsdann.
Von den beiden Motoren A und B ist der Motor B der eigentliche Pulsator, d. h. er bewirkt durch Umstellung des Schiebers b den Druckwechsel in den Raum zwischen den beiden Wandungen 1 und 2 des Melkbechers. Der Motor A hingegen dient ausschließlich zum Umsteuern des Motors B1 d. h. dazu, dessen Kolben dazu zu bringen, abwechselnd vor und zurück zu gehen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. An doppelwandigen Melkbechern angeordneter Pulsator mit einem durch einen Luftmotor bewegten Schieber, durch den der äußere Raum des Melkbechers abwechselnd mit dessen innerem Raum, auf den ständig eine Saugwirkung ausgeübt wird, und mit der äußeren Luft in Verbindung gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß einerseits der den Pulsatorschieber (b) bewegende Motor (B) einfachwirkend ist und sein Arbeitskolben (13) unter Federwirkung steht, andererseits der Steuerschieber (a) des Motors (B) durch einen zweiten einfachwirkenden Motor
(A) bewegt wird, dessen Arbeitskolben ebenfalls unter Federwirkung steht und der durch den Pulsatorschieber (b) gesteuert wird.
2. Pulsator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vom Pulsatorschieber (b) ein Kanal (25, 24, 22) nach dem inneren und ein Kanal (28) nach dem äußeren Raum des Melkbechers, und von dem Steuerschieber (a) für den Pulsatormotor
(B) ein Kanal (23) zum inneren Raum des Melkbechers und ein Kanal (30) zum Pulsatormotor geführt ist.
Hierzu 1. Blatt Zeichnungen.
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