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DE2356924B2 - Verfahren und vorrichtung zum erschmelzen von staehlen im elektroofen - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum erschmelzen von staehlen im elektroofen

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Publication number
DE2356924B2
DE2356924B2 DE19732356924 DE2356924A DE2356924B2 DE 2356924 B2 DE2356924 B2 DE 2356924B2 DE 19732356924 DE19732356924 DE 19732356924 DE 2356924 A DE2356924 A DE 2356924A DE 2356924 B2 DE2356924 B2 DE 2356924B2
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DE
Germany
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oxygen
melting
furnace
phases
gas
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Application number
DE19732356924
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English (en)
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DE2356924A1 (de
DE2356924C3 (de
Inventor
Auf Nichtnennung Antrag
Original Assignee
Creusot-Loire, Paris
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Filing date
Publication date
Application filed by Creusot-Loire, Paris filed Critical Creusot-Loire, Paris
Publication of DE2356924A1 publication Critical patent/DE2356924A1/de
Publication of DE2356924B2 publication Critical patent/DE2356924B2/de
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Publication of DE2356924C3 publication Critical patent/DE2356924C3/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C5/00Manufacture of carbon-steel, e.g. plain mild steel, medium carbon steel or cast steel or stainless steel
    • C21C5/52Manufacture of steel in electric furnaces
    • C21C5/5211Manufacture of steel in electric furnaces in an alternating current [AC] electric arc furnace
    • C21C5/5217Manufacture of steel in electric furnaces in an alternating current [AC] electric arc furnace equipped with burners or devices for injecting gas, i.e. oxygen, or pulverulent materials into the furnace
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P10/00Technologies related to metal processing
    • Y02P10/20Recycling

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  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Refinement Of Pig-Iron, Manufacture Of Cast Iron, And Steel Manufacture Other Than In Revolving Furnaces (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

Beschickung mit reduzierenden Rammen zu füllen, um eine übermäßige Oxydation zu verhindern. Im Fall des Uchtbogenofens kann man diese Substanz auch in den der LJchtbogenwärme ausgesetzten Ofenraum einblasen.
Andererseits ist aus der DT-OS 2033975 ein Verfahren zum Blasen von reinem Sauerstoff im Konverter durch eingetauchte verzehrbare Düsen bekannt Dieses Verfahren, bei dem der durch den Boden oder die Wand des Konverters eingeführte Sauerstoffstrahl an seinem Umfang von einem zum Schutz der feuerfesten Materialien gegen ihren Heißverxchleiß dienenden Stoff umgeben kt, der z. B. Heizöl oder ein anderes öl sein kann, ermöglicht das Blasen von reinem Sauerstoff unterhalb der Schmelzoberfläche im Konverter und vermindert gleichzeitig den Verbrauch an feuerfesten Stoffen im Vergleich mit den Verfahren, die ein Blasen von Luft angereicherter Luft oder anderen oxydierenden Gasgemischen durch den Boden des Konverters vorsehen.
Daneben wurde aus der DT-OS 22 04 789 ein Verfahren zum Frischen von Roheisen im Konverter mittels Einbläsern technisch reinen Sauerstoffs durch mindestens eine im Konverterfutter eingebettete Düse aus zwei konzentrischen Rohren unterhalb der Bad- 2s oberfläche bekannt bei dem durch das Außenrohr der Düse ein Schutzgas, insbesondere Erdgas, eingeblasen wird und während der ersten Phase des Frischens ein vorzugsweise nicht oxydierendes, mit Kalk beladenes Gas, insbesondere Stickstoff oder Argon oder ebenfalls Erdgas eingeblasen wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs genannte Verfahren 5» auszugestalten, daß man eine Beschleunigung der metallurgischen Reaktionen und auch eine kürzere Einschmelzzeit der Charge im Elektroofen bei verringertem Stromverbrauch erreicht und einen hierfür angepaßten Elektroofen anzugeben.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst daß das Einblasen der Gase durch verzehrbare, in die feuerfeste Auskleidung des Ofens eingebettete, unter dem Schmelzbadniveau mündende Doppelspeisungsdüsen erfolgt wobei man zunächst !beim Einschmelzen von Schrott und Kohlenstofftragern in einer Menge, die den Kohlenstoffgehalt des Bades auf 0£% bringt Luft durch beide Düsenkanäle einbläst bis etwa 40% des Schrotts geschmolzen sind, man dann reinen Sauerstoff durch den zentralen Kanal und Heizöl durch den äußeren Kanal jeder Düse zum Schutz des feuerfesten Ofenmaterials gegen Heizverschleiß einbläst bis der gewünschte niedrige Kohlenstoffgehalt des Schmelzbades erreicht ist zu weichem Zeitpunkt dieses abgeschlackt und mit ester neuen, desoxydkrenden Schlacke versehen wird, bis zu deren Schmelzen man einer, geringen Sauerstoffdurchsatz beibehalt und man schließlich während der entsdiiwefetnden und desoxydierenden Phasen durch beide Düsenkanäie Stickstoff oder Argon «nblist und das Schmelzbad vor dem Gießen nochmals entschlackt
Die Anwendung des oben genannten bei Konvertern bekannten Sauerstoffbiasverfahrens unter ganz spezieller Anpassung auf Elektroöfen ermöglicht so ein neuartiges Verfahren zum Erschmelzen von Stahl das auf der K.ombinatk>n eines Einschmelzens von festen Stoffen in einem Elektroofen mit dem Einblasen eines 6j oxydierenden Gases oder Gasgemisches, wobei auch reiner Sauerstoff gemeint ist derart beruht daß der durch den Boden oder die Wand des Ofens eingeführte Strahl des oxydierenden Gases an seinem Umfang von die feuerfesten Stoffe schützendem und im Schmelzbad um den Sauerstoffstrahl einmündenden Heizöl umgeben ist
Bei diesem Verfahren beschleunigt üic massierte Zuführung von Sauerstoff durch das Schmelzbad in wesentlichem Ausmaß die metallurgischen Reaktionen im Lauf der Frischphase und ermöglicht auch ein schnelleres Einschmelzen der Charge.
Das Einblasen von Sauerstoffstrahlen, die von Strahlen aus durch thermische Zersetzung Kohlenstoff abgebendem Heizöl umgeben sind, erhöht andererseiu die Verschleißbeständigkeit des ganzen Oienbodenmaterials, so daß man hierfür trotz des Blawns von reinem Sauerstoff billigere feuerfeste Stoffe verwenden kann.
Nach einer besonderen Ausführungsart der Erfindung kann man während der reduzierenden Phasen im neutralen oder reduzierenden Gas Kalkpulver oder pulverformige Reduktionsmittel, wie z. B. Kohlenstoff, Silizium usw, in bekannter Weise in Suspension einbringen.
Allgemein bläst man in den Phasen des Erschmelzungsverfahrens, wo das Einblasen von reinem Sauerstoff nicht wünschenswert oder unerläßlich ist, ein neutrales Gas oder Luft ein, um die Verstopfung der Düsen durch aus dem Schmelzbad oder der festen Phase stammenden Abscheidungen zu verhindern.
In Weiterbildung der Erfindung ist es möglich, die elektrische Heizung während einiger Phasen des Blasens des reinen Sauerstoffs oder oxydierenden Gases, vorzugsweise während des Einschmelzens der letzten etwa 20% des Schrotts, zu unterbrechen und somit Energie einzusparen.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist besonders zur Erzeugung von Legierungsstählen aus Schrott und Ferrolegierungen geeignet deren Kohlenstoffgehalt weit höher als der sein kann, der sonst allgemein im Elektroofen ohne Blasen von Sauerstoff zulässig ist. Insberondere läßt sich das erfindungsgemäße Verfahren zum Erschmelzen von nicht oxydierenden Stählen aus einem mit Chrom chargierten Schmelzbett anwenden, das z. B. Zuschläge von Chromstählen und Ferrolegierungen erhält
Hierbei kann es zweckmäßig sein, den Sauerstoff im Laufe des Frischvorganges durch Wasserdampf oder jedes andere Verdünnungsgas, z. B. ein neutrales Gas, oder auch durch in den Sauerstoffstrom injiziertes zerstäubtes Wasser mehr oder weniger zu verdünnen.
Diese Arbeitsweise ermogiichl eine Verminderung der Chromveriluste für einen gegebenen Kohlenstoffendwert und eine gegebene Endtemperatur.
Gegenstand der Erfindung ist außerdem ein Elektroofen zur Durchführung des erfmdungsgetmaBen Verfahrens, mit dem Kennzeichen, daß er eine oder mehrere verzehrbare Düsen mit doppelter oder mehrfacher getrennter Speisung aufweist die den Boden oder die Wand des Ofens durchsetzen, in dk feuerfeste Auskleidung des Ofens eingebettet sind und unter dem Schmelzbadnivesu münden, wobei di« Mündungen zweckmäßig uißerhtft der Vertikalen von solchen öffnungen, wtt z. B. Arbeitstüren, Enlschlsckungstür, Gießloch uvw. liegen.
Dtese bei 5>uhlwerks.konven«rm bereits bekannten Düsen können z. B. aus zwei konzentrischen Rohren bestehen, wobei das zentraie Rohr mit Sauerstoff und das Umfangsrohr völlig getrennt vom Sauen.toifv.rom mit esnem die: Nase der Düse gegen die heißen Οχκκ schützenden Heizöl gespeist wird.
Um die Erfindung näher zu erläutern, sollen ein Ausführungsbeispiel eines Elektroofens gemäß der Erfindung und ein Schmelz- und Frischvorgang gemäß der Erfindung in diesem Lichtbogenofen beschrieben werden.
Es geht hierbei um das Erschmelzen eines besonders weichen Stahls aus Schrott
Man schmilzt in einem Lichtbogenofen für 501, der mit zwei Doppelspeisungsdüsen ausgerüstet ist, deren Innendurchmesser 20 mm beträgt, die schräg ion umen nach oben zum Inneren des Ofens mit einem Winkel von 3G° zur Vertikalen gerichtet sind und in der Nähe des Bodenumfangs münden, Schrott-Teile mit 0,30% Kohlenstoff und 400 kg Anthrazit, um den Kohlenstoffgehalt des Schmelzbades auf 0,60% zu bringen. Nach Zündung des Lichtbogens bläst man durch die beiden Kanäle jeder Düse gewöhnlich Luft mit einem ausreichenden Durchsatz zum Homogenisieren der Temperatur der zu schmelzenden Masse und zur Förderung des Schmelzens. Das Schmelzen ist hierbei gegenüber einem Arbeiten in einem Elektroofen ohne Blasprozeß erheblich beschleunigt, und nach 30 Minuten verbleiben nur noch 60% des Schrotts zu schmelzen.
Man bläst dann anstelle von Luft reinen Sauerstoff mit einem Durchsatz von 10 nWmin durch den zentralen Kanal der beiden Düsen ein, wobei der äußere Kanal mit Heizöl bei einem Durchsatz von 1,2 1 jede Minute gespeist wird. Die Temperatur des Bades erhöht sich rasch, und nach 20 Minuten des Blasens mit Sauerstoff in Gegenwart des Lichtbogens bleiben nur noch 20% des
Schrotts zu schmelzen übrig. Man stellt dann den Lichtbogen ab und bläst reinen Sauerstoff mit einem Durchsatz von 25 m3/min je Düse, wobei der Durchsatz des Heizöls unverändert bleibt Nach 20 Minuten dieses Sauerstoffblasens mit starkem Durchsatz ist das Schmelzen vollendet, und der Kohlenstoffgehalt ist im Band nur mehr 0,2%.
Man setzt dann das Blasen von Sauerstoff mit
ίο starkem Durchsatz fort bis der Kohlenstoffgehalt nur noch 0,07% beträgt. Man nimmt dann das Entschlacken vor und bildet eine desoxydierende Schlacke. Man behält einen geringen Sauerstoffdurchsatz (10 nvVmin) bis zum Ende des Schmelzens der Schlacke, d. h.
während etwa 10 Minuten bei.
Nian nimmt dann die Schlackendesoxydation unter bekannten Zusätzen von reduzierenden Stoffen vor, während man durch beide Kanäle beider Düsen Stickstoffe mit einem Durchsatz von 10 mVmin 15
ac Minuten lang einbläst Nach Erreichen der gewünschten Zusammensetzung und nach dem Entschlacken gießt man einen besonders weichen Stahl, der gut emschwefelt und desoxydiert ist und einen sehr geringen Phosphorgehalt aufweist.
Die Erfindung ist im übrigen nicht nur auf den Lichtbogenofen, sondern auch auf andere bekannte Typen von Elektroofen, z. B. Induktionsöfen, anwendbar.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Schmelzen von Stählen im Elektroofen, bei dem nvji in das Schmelzbad s während bestimmter Phasen, die oxydierende Phasen sind, wenigstens einen Strahl von reinem Sauerstoff oder eines an Sauerstoff reichen Gases einbläst und während bsstimmter anderer Schmelzphasen, die reduzierende, entschwefelnde und desoxydierende Phasen sind, statt des Sauerstoffs oder an Sauerstoff reichen Gases ein nichtoxydierendes, z. B. neutrales Gas einbläst, dadurch gekennzeichnet, daß das Einblasen der Gase durch verzehrbare, in die feuerfeste Auskleidung des Ofens eingebettete, unter dem Schmelzbadniveau mündende Doppelspeisungsdüsen erfolgt, wobei man zunächst beim Einschmelzen von Schrott und Kohlenstoffträgers ein einer Menge, die den Kohlenstoffgehalt des Bades auf 0,6% bringt, Luft durch beide Düsenkanäle einbläsl, bis etwa 40% des Schrotts geschmolzen sind, man dann reinen Sauerstoff durch den zentralen Kanal und Heizöl durch den äußeren Kanal jeder Düse zum Schutz des feuerfesten Oienmaterials gegen Heißverschleiß einbläst, bis der gewünschte niedrige Kohlenstoffgehalt des Schmelzbades erreicht ist, zu welchem Zeitpunkt dieses abgeschlackt und mit einer neuen, desoxydierenden Schlacke versehen wird, bis zu deren Schmelzen man einen geringen Sauerstoffdurchsatz beibehält, und man schließlich während der entschwefelnden und desoxydierenden Phasen durch beide Düsenkanäle Stickstoff oder Argon einbläst und das Schmelzbad vor dem Gießen nochmals entschlackt
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man während der reduzierenden Phasen im neutralen oder reduzierenden Gas Kalkpulver oder pulverförmige Reduktionsmittel, wie z. B. Kohlenstoff, Silizium usw., in Suspension einbringt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Heizung während einiger Phasen des Blasens des reinen Sauerstoffs oder oxydierenden Gases, vorzugsweise während des Einschmelzens der letzten etwa 20% des Schrotts, unterbrochen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sauerstoff in Mischung mit einem endotherm zersetzbaren Fluid oder einem Verdünnungsmittel, wie z. B. Wasserdampf oder in Suspension in dem Sauerstoffstrom zerstäubten Wasser eingeblasen wird.
5. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 4 zum Erschmelzen von nicht oxydierenden Stählen aus einem Chrom enthaltenden 5>chmelzbett
6. Elektroofen zum Erschmelzen von Stählen nach dem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß er eine oder mehrere verzehrbare Düsen mit doppelter oder mehrfacher getrennter Speisung aufweist, die den Boden oder die Wand des Ofens durchsetzen, in die feuerfeste Auskleidung des Ofens eingebettet sind und unter dem Schmelzbadniveau münden.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Erschmelzen von Stählen im Elektroofen, bei den? man in das Schmelzbad während bestimmter Phasen, die oxydierende Phasen sind, wenigstens einen Strahl von reinem Sauerstoff oder eines an Sauerstoff reichen Gases einbläst und während bestimmter anderer Schmelzphasen, die reduzierende, entschwefelnde und desoxydierende Phasen sind, statt des Sauerstoffs oder an Sauerstoff reichen Gases ein nichtoxydierendes, z. B. neutrales Gas einbläst, und auf einem Elektroofen zur Durchführung dieses Verfahrens.
In Elektroöfen werden z. B. Schrott, Erz, Ferrolegierungen usw. zum Preis eines bestimmten Verbrauchs an elektrischer Energie geschmolzen.
Auf die Einschmelzphase folgt im Fall von Stählen allgemein eine Frischphase, in deren Lauf die Entkohlung und die Entphosphorung stattfinden, und auf diese Weise folgt dann allgemein eine Desoxydationsphase, in deren Laufauch die Entschwefelung in Gegenwart einer zweiten kalkhaltigen Schlacke erfolgt, die durch Zusätze von Reduktionsmitteln, wie z. B. Silizium und Kohlenstoff, reduzierend gemacht ist.
Der für die Frischphase erforderliche Sauerstoff hat verschiedene Ursprünge:
a) die Oxide, die sich an der Oberfläche der Schrotteile befinden,
b) der freie Sauerstoff der Ofenatmosphare, der allgemein in geringer Menge wahrend der Entkohlung existiert,
c) das Ausglühen des Kalksteins, falls er im Ofen vorliegt,
d) die Oxide von zugesetzten Ferrolegierungen,
e) der Sauerstoff von eingebrachten Erzen oder Zunder,
f) der in das Bad mittels einer allgemein durch eine Ofentür eingeführten Lanze oder mittels einer Wasserdüse eingeblasene Sauerstoff, die in einer Ofenwand angeordnet ist und auf oder in das Schmelzbad oder auch gerade an dessen Oberfläche bläst.
Im Fall einer nicht verzehrbaren, wassergekühlten Düse ist das Blasen von reinem Sauerstoff oder an Sauerstoff reichen Gasen unterhalb der Schmelzoberfläche, obwohl es schon empfohlen wurde, während einer langen Zeit im Lauf des Frischens wegen der schnellen Zerstörung der Einblasdüse, die sich dabei ergibt, praktisch gar nicht durchführbar.
Bei allen Verfahren zum Blasen von reinem Sauerstoff im Elektroofen, die bisher angewendet wurden, hat man außerdem eine bedeutende Verstärkung des Verschleißes der gesamten Ofenausmauerung beobachtet.
Üblicherweise wird daher gegenwärtig das eingangs genannte Verfahren etwa nach der US-PS 35 07 642 in der Weise durchgeführt, daß man beim Schmelz- und Frischvorgang zunächst Sauerstoff durch Lanzen von oberhalb des Schmelzspiegels und anschließend durch eine in die Schmelze eintauchende Lanze einbläst und nachher der Schlacke ein Reduktionsmittel zusetzt und während der reduzierenden Phase ein nichtoxydierendes, z. B. neutrales Gas durch die in die Schmelze eintauchende Lanze einbläst.
Auch bei dem Elektroofenverfahren nach der FR-PS 15 36 531 wird der Frischsauerstoff durch wenigstens eine Lanze eingeblasen; zusätzlich bringt man von Anfang an mit dem Einsatz eine Substanz auf Kohlenwasserstoffbasis ein, die dazu dient, ein reduzierendes Gas zu bilden und den Ofenraum über der
DE19732356924 1972-11-28 1973-11-14 Verfahren und Vorrichtung zum Erschmelzen von Stählen im Elektroofen Expired DE2356924C3 (de)

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FR7242208 1972-11-28
FR7242208A FR2207998B1 (de) 1972-11-28 1972-11-28

Publications (3)

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DE2356924A1 DE2356924A1 (de) 1974-06-06
DE2356924B2 true DE2356924B2 (de) 1976-08-05
DE2356924C3 DE2356924C3 (de) 1977-03-24

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BE807861A (fr) 1974-05-27
DE2356924A1 (de) 1974-06-06
IT999704B (it) 1976-03-10
FR2207998A1 (de) 1974-06-21
ES419860A1 (es) 1976-03-16
GB1421669A (en) 1976-01-21
FR2207998B1 (de) 1975-01-03

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